Studiengebühren Was macht ihr mit unserem Geld?
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 Was die Abschaffung der Studiengebühren für die Unis bedeutet

Fest steht: Schafft auch Nordrhein-Westfalen das Bezahlstudium ab, ist es politisch am Ende. Zwar dürften zumindest Bayern und Baden-Württemberg auf absehbare Zeit an ihnen festhalten, doch keine neu gewählte Landesregierung wird sich so bald wieder die Finger an dem Thema verbrennen. Umgekehrt ist klar: Einigen sich die Koalitionspartner in Düsseldorf auf einen sozial gerechten Erhalt der Studiengebühren, könnte auch ein solcher Schritt Signalwirkung haben für den Rest der Republik.

Die Chancen dafür stehen nicht einmal schlecht. Einerseits hat SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft schon vor der Wahl eingeräumt, aufgrund der Haushaltslöcher die Gebühren nicht sofort abschaffen zu können, andererseits gibt es im schwarz-grün regierten Hamburg bereits ein Vorbild, wie es laufen könnte: »nachlaufende Studiengebühren«. Konkret bedeutet das: Erst mal zahlen die Studenten gar nichts, sondern der Staat schießt die Gebühren zinsfrei vor. Sind aus den Studenten Absolventen geworden, werden sie zur Kasse gebeten – aber nur, wenn sie auch wirklich gut genug verdienen. Ansonsten verfällt die Rechnung nach wenigen Jahren.

Die Gebühren würden so zu einer Art Hochschulsteuer für jene, die finanziell von ihrem Studium profitiert haben. In ihrem Brief werben die Rektoren für dieses Modell – sogar für den Fall, dass der klamme Staat vorzeitig aus der Zwischenfinanzierung aussteigen müsste. »Lieber verzichten wir für ein paar Jahre ganz auf das Geld und wissen, dass wir langfristig über nachlaufende Gebühren wieder damit planen können«, sagt der Kölner Rektor. Ihre ersatzlose Streichung indes, so Freimuth, würde in Köln jede Menge Personal und andere Projekte mitreißen, die neue Professional School etwa oder den Uni-eigenen Vier-Millionen-Euro-Wettbewerb für innovative Lehrkonzepte.

Angesichts der mageren Performance der Hochschulen im Gebührenkompass wäre es ein Treppenwitz der Bildungsgeschichte: Die Gebührenfans haben es jahrelang nicht geschafft, den Studenten den Nutzen ihrer Gebühren klarzumachen. Das schafft womöglich erst ihre Abschaffung.

 
Leser-Kommentare
  1. http://undeadsystem.blogs... „Show a Undead System how to Die!“ Bundesweite Krisendemo am 12. Juni 2010 – Reden hat Jahrzehnte nichts zum besseren verändert, Zeit zu handeln!!! Wir werden nur bekommen wofür wir kämpfen! Arbeiter / Schüler / Studenten / Rentner / Arbeitslose – UNITE

    • RobJir
    • 27.05.2010 um 10:34 Uhr

    Selbst diese "nachlaufende Studiengebühren" währen ungerecht. Und zwar in dem Sinne, dass besser verdienende Absolventen sowieso mehr Steuern zahlen werden müssen.
    Sollen also die, die mit einem relativ hohen Geldbetrag an Steuern dem Staat die Einnahmen gewähren, dafür also nochmals extra zur Kasse gebeten werden?
    Ich denke nicht, dass Studiengebühren pauschal abgeschafft werden müssen. Man muss sich halt wirklich Gedanken darüber machen, wie man diese sozial gerecht einführen kann. Ich sehe die Idee der nachlaufenden Studiengebühren jedoch nicht als eine faire Lösung an.

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    • RobJir
    • 27.05.2010 um 10:35 Uhr

    Es gibt leider keine Editier-Funktion, aber wären schreibt man natürlich ohne H.

    • RobJir
    • 27.05.2010 um 10:35 Uhr

    Es gibt leider keine Editier-Funktion, aber wären schreibt man natürlich ohne H.

    • RobJir
    • 27.05.2010 um 10:35 Uhr

    Es gibt leider keine Editier-Funktion, aber wären schreibt man natürlich ohne H.

  2. und zwar durch die Hintertür und nichts anderes !
    Viele müssen wohl deshalb sich höher verschulden (bafög) ,oder einen Nebenjob annehmen welcher höhere Belastungen mit sich bringt. Wer Kohle hat hat keine Probleme und so gerät alles in Schieflage. Soviel zu gleichen Möglichkeiten für alle. Sollte es denn nicht Verfassungswiedrig sein?

  3. Bei jedem Bafög-Antrag ist es ohne Probleme möglich das Einkommen der Eltern zu prüfen. Wieso soll man das nicht ausweiten und sagen ab einem bestimmten Einkommen ist das Studium kostenlos - es fallen auch keine sonstigen Gebühren an - und es gibt eben Bafög und bei hohem Einkommen der Eltern fallen Gebühren an? Schaut man sich an wer auf Gymnasien geht und wer studiert dann ist es vor allem das wohlhabende Bildungsbürgertum bzw. dessen Nachwuchs.

    Subventioniert vom Facharbeiter der mit 15 die Hauptschule verlässt, sich für einen Beruf entscheiden und jeden Morgen um 6 Uhr ackern muss wo sich der feinsinnige Gymnasiast noch auf dem Schulhof tummeln kann. Seine Lehre abschließt und Vollzeit arbeitet und Steuern zahlt wo der Gymnasiast gerade sein Abitur macht und dann noch einige Jahre "Jugendzeit" dranhängt, Studentenleben eben.

    Journalisten und Politiker entstammen eben meist auch dieser Schicht. Ebenso wie die meisten "meinungsstarken" Bürger die sich bei der Bildungsdebatte zu Wort melden. Man schaue sich die zerbröselnden Zweckbauten an die Berufsschulen in der Regel sind und dann die Paläste in denen sich "altehrwürdige" Hochschulen oft befinden, danach geht es irgendwann mit 25-30 Jahren auf den Arbeitsmarkt wo sich - ironischerweise auf Basis der langen behüteten Gratisausbildung - Akademiker auch noch deutlich höhere Einkommen erbitten.

    Pauschales Gratisstudium ist unsozial! Das Elternhaus darf bei entsprechenden Verhältnissen ruhig zur Kasse gebeten werden.

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    Ehm, genauso funktioniert das Bafög doch, oder etwa nicht? Davon abgesehen, dass ein grundlegender Wohnungszuschuss besteht, falls der Student von zuhause ausgezogen ist und der fahrtechnische Aufwand mehr als (ich glaube) 2 wochenstunden beträgt.

    Aber nun zum eigentlichen: Sie prangern an, dass sich vor allem die 'wohlhabenderen' Schichten auf den Gymnasien und im Studium tummeln, während ihre Altersgenossen bereits arbeite.
    Jetzt im Studium ist mir aber gerade aufgefallen, dass auch viele Kinder aus Arbeiterfamilien (mich eingeschlossen)einen höheren Abschluss anstreben. Auch Menschen, die zuerst eine Ausbildung abgeschlossen haben und aus relativ armen Verhälltnissen stammen. Ihre pauschalisierung ist daher unangebracht.

    Und was ist bitte daran unsozial wenn ein Kind aus einer arbeiterfamilie den Wunsch und die Fähigkeiten hat zu studieren, es ihm aber versagt bleiben soll weil die Eltern es nicht unterstützen könnnen? Neben den Studiengebühren kommen ja noch weitere Kosten auf einen allein lebenden Menschen (Essen/Miete/Versicherung) zu und da wird es (wenn man die 500€ pro semester bedenkt) in teureren Städten auch mit dem Baföghochstsatz eng.

    Herr Landburli,

    ich weiß gar nicht, wo ich bei Ihnen anfangen soll; erst einmal eines vorweg: Ich bin Student, ja, um noch einen drauf zu setzen, ich bin Philosophiestudent. Ich bekomme Bafög, weil meine Eltern es sich nicht leisten können, mir das Studium zu bezahlen, Sie zahlen mein Studium vermutlich also auch mit, sofern Sie Steuern bezahlen, wovon ich ausgehe.
    Ich stehe in der Regel ca. um 10 Uhr auf, nehme am Campus-Leben teil und genieße noch einige andere Vorteile, die man als Student so hat, nun aber:
    ich sitze mindestens 6, manchmal auch 7 Tage die Woche im Schnitt 8-10 h daran, mein Studium erfolgreich abzuschließen, indem ich das tue, was ich am Besten kann, nämlich denken, lesen und schreiben. Ich befinde mich in der zugegebenermaßen sehr angenehmen Lage, dass mir das alles sogar unmäßig viel Spaß macht, das ändert aber nicht, dass das Arbeit ist. Im Grunde lässt sich meine Arbeitszeit gar nicht so präzise angeben, je nachdem kommt es auch durchaus vor, dass ich von 10 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts, also 16 (!) h am Stück und nur mit kleinen "Vesperpausen" mein Gehirn auf Höchstleistung laufen habe; für mich ist es auch Arbeit, in meinem Stuhl zu sitzen und einfach "nur" über z.B. das Wesen des Menschen nachzudenken, auch das gebe ich schamlos zu. Weil das ein Extrembeispiel ist, finde ich es so gut, da es die Frage eröffnet: "Was ist Arbeit?" und "Brauchen wir Menschen, die in Ruhe darüber nachdenken, was sie waren, sind und sein werden?"
    Was würden Sie sagen?

    Ich würde sagen: Ja! Und nicht nur das, ich würde sogar sagen, dass diese Leute sogar dafür bezahlt werden sollen, dass sie das tun. Wissen Sie auch, warum? (Ich bleibe beim Extrembeispiel des "Philosophen"): Weil es Menschen braucht, die unsere Welt interpretieren, denn nur dann, wenn man die Welt interpretiert, kann man sie auch ändern, also auch gestalten. So, und jetzt sind wir bei den Einzelwissenschaften (Biologie, Rechtswissenschaften, Medizin, Physik und so weiter...): Diese bilden einen notwendigen und nicht minder wichtigen Zwischenschritt; sie denken und handeln gemäß der Interpretation, die andere ihnen vorgelegt haben, sprich: Sie entwerfen Maschinen, sie entwickeln Medikamente, vertreten Leute in Rechtsfragen usw... nicht, dass ich mich persönlich dafür verantwortlich dafür fühlen würde, dass letzten Endes Arbeiter X die und die Maschine bedient, aber ohne Menschen, die sich Gedanken darüber machen, was zu tun ist, gibt es keine Menschen, die Dinge entwickeln, die gewisse andere Dinge, die zu tun sind, ermöglichen, und ohne diese Menschen kann es auch keine Menschen geben, die diese Dinge bedienen und anwenden, weil es diese Dinge nicht gibt. Damit ich nicht falsch verstanden werde, ohne Menschen, die die Dinge bedienen und anwenden, wäre es auch sinnlos, darüber nachzudenken, es geht also nicht um irgendeine Hierarchie! Aber Denken braucht eben seine Zeit, ebenso das Planen einer Maschine oder einer Baustelle etc., viel Zeit... denken Sie darüber mal nach...

    Ehm, genauso funktioniert das Bafög doch, oder etwa nicht? Davon abgesehen, dass ein grundlegender Wohnungszuschuss besteht, falls der Student von zuhause ausgezogen ist und der fahrtechnische Aufwand mehr als (ich glaube) 2 wochenstunden beträgt.

    Aber nun zum eigentlichen: Sie prangern an, dass sich vor allem die 'wohlhabenderen' Schichten auf den Gymnasien und im Studium tummeln, während ihre Altersgenossen bereits arbeite.
    Jetzt im Studium ist mir aber gerade aufgefallen, dass auch viele Kinder aus Arbeiterfamilien (mich eingeschlossen)einen höheren Abschluss anstreben. Auch Menschen, die zuerst eine Ausbildung abgeschlossen haben und aus relativ armen Verhälltnissen stammen. Ihre pauschalisierung ist daher unangebracht.

    Und was ist bitte daran unsozial wenn ein Kind aus einer arbeiterfamilie den Wunsch und die Fähigkeiten hat zu studieren, es ihm aber versagt bleiben soll weil die Eltern es nicht unterstützen könnnen? Neben den Studiengebühren kommen ja noch weitere Kosten auf einen allein lebenden Menschen (Essen/Miete/Versicherung) zu und da wird es (wenn man die 500€ pro semester bedenkt) in teureren Städten auch mit dem Baföghochstsatz eng.

    Herr Landburli,

    ich weiß gar nicht, wo ich bei Ihnen anfangen soll; erst einmal eines vorweg: Ich bin Student, ja, um noch einen drauf zu setzen, ich bin Philosophiestudent. Ich bekomme Bafög, weil meine Eltern es sich nicht leisten können, mir das Studium zu bezahlen, Sie zahlen mein Studium vermutlich also auch mit, sofern Sie Steuern bezahlen, wovon ich ausgehe.
    Ich stehe in der Regel ca. um 10 Uhr auf, nehme am Campus-Leben teil und genieße noch einige andere Vorteile, die man als Student so hat, nun aber:
    ich sitze mindestens 6, manchmal auch 7 Tage die Woche im Schnitt 8-10 h daran, mein Studium erfolgreich abzuschließen, indem ich das tue, was ich am Besten kann, nämlich denken, lesen und schreiben. Ich befinde mich in der zugegebenermaßen sehr angenehmen Lage, dass mir das alles sogar unmäßig viel Spaß macht, das ändert aber nicht, dass das Arbeit ist. Im Grunde lässt sich meine Arbeitszeit gar nicht so präzise angeben, je nachdem kommt es auch durchaus vor, dass ich von 10 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts, also 16 (!) h am Stück und nur mit kleinen "Vesperpausen" mein Gehirn auf Höchstleistung laufen habe; für mich ist es auch Arbeit, in meinem Stuhl zu sitzen und einfach "nur" über z.B. das Wesen des Menschen nachzudenken, auch das gebe ich schamlos zu. Weil das ein Extrembeispiel ist, finde ich es so gut, da es die Frage eröffnet: "Was ist Arbeit?" und "Brauchen wir Menschen, die in Ruhe darüber nachdenken, was sie waren, sind und sein werden?"
    Was würden Sie sagen?

    Ich würde sagen: Ja! Und nicht nur das, ich würde sogar sagen, dass diese Leute sogar dafür bezahlt werden sollen, dass sie das tun. Wissen Sie auch, warum? (Ich bleibe beim Extrembeispiel des "Philosophen"): Weil es Menschen braucht, die unsere Welt interpretieren, denn nur dann, wenn man die Welt interpretiert, kann man sie auch ändern, also auch gestalten. So, und jetzt sind wir bei den Einzelwissenschaften (Biologie, Rechtswissenschaften, Medizin, Physik und so weiter...): Diese bilden einen notwendigen und nicht minder wichtigen Zwischenschritt; sie denken und handeln gemäß der Interpretation, die andere ihnen vorgelegt haben, sprich: Sie entwerfen Maschinen, sie entwickeln Medikamente, vertreten Leute in Rechtsfragen usw... nicht, dass ich mich persönlich dafür verantwortlich dafür fühlen würde, dass letzten Endes Arbeiter X die und die Maschine bedient, aber ohne Menschen, die sich Gedanken darüber machen, was zu tun ist, gibt es keine Menschen, die Dinge entwickeln, die gewisse andere Dinge, die zu tun sind, ermöglichen, und ohne diese Menschen kann es auch keine Menschen geben, die diese Dinge bedienen und anwenden, weil es diese Dinge nicht gibt. Damit ich nicht falsch verstanden werde, ohne Menschen, die die Dinge bedienen und anwenden, wäre es auch sinnlos, darüber nachzudenken, es geht also nicht um irgendeine Hierarchie! Aber Denken braucht eben seine Zeit, ebenso das Planen einer Maschine oder einer Baustelle etc., viel Zeit... denken Sie darüber mal nach...

  4. Ich stimme dem Kommentar 5 von Landburli voll zu.
    Warum gibt es eigentlich keine kostenlosen Fuehrerscheine?
    Leute zu befragen, ob Sie lieber fuer etwas zahlen oder
    nicht, ist Unfug.
    Mich wundert, dass ca 30 % trotz allem einsehen, dass etwas
    gezahlt werden muss!
    Den Leuten zu sagen, was mit diesem Geld passiert (your tax
    dollar at work) ist sehr sinnvoll. Es waere einfach bundes-
    weit ein Schema fuer diese Information einzufuehren und den
    Studenten zu sagen, welchen Anteil Sie und welchen Anteil die Putzfrau ueber ihre Steuer und Ueberstunden bezahlt!

  5. Ich finde nicht, dass nur besser situierte Leute dafür zahlen müssen. Das trifft nämlich speziell die Leute die gerade über dieser Grenze liegen.. Die Eltern latzen sich 4-5 Jahre einen ab und die "Ärmeren" gehen erstmal ne Weile studieren weils ja nichts kostet.
    Ich finde Studiengebühren sind zwar hart für Studenten, aber sie sind immer irgendwie finanzierbar (und sei es durch die Landesbank).
    Gleiches Recht für Alle und wenn jemand aus nen guten Haus kommt, dann hat er eben Glück und muss danach nichts an Banken/Bafögamt zurückzahlen. Das war immer so und wird auch so bleiben.
    Die "ärmeren" Studenten(wo ich mich zu zähle) sollten zufrieden mit der Lösung sein, da sie die Möglichkeit haben zu studieren - was zB in den USA ohne Stipendium fast unmöglich ist.

    Und wenn ich nach meinem Studium Geld verdien, ist es wohl kein Problem die paar Tausend Euro in Raten zurück zu zahlen.

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    ...In den USA gibt es für alles und jeden ein Stipendium. Mir fällt da zum Beispiel eins in wo es ausgereicht hat ein Foto von sich mit einem Milchbart einzuschicken. Eine Bekannte hat sich so durch viele kleinere und größere Stipendium ein Studium finanziert, dass sie in gänze etwa 50,000 Dollar kostet.

    "die paar Tausend Euro in Raten": Das sind bei halbwegs vollem Bafög und Studiengebühren schnell an die 20.000 Euro. Sie zahlen das sicher "ohne Probleme" in Windeseile zurück.

    ...In den USA gibt es für alles und jeden ein Stipendium. Mir fällt da zum Beispiel eins in wo es ausgereicht hat ein Foto von sich mit einem Milchbart einzuschicken. Eine Bekannte hat sich so durch viele kleinere und größere Stipendium ein Studium finanziert, dass sie in gänze etwa 50,000 Dollar kostet.

    "die paar Tausend Euro in Raten": Das sind bei halbwegs vollem Bafög und Studiengebühren schnell an die 20.000 Euro. Sie zahlen das sicher "ohne Probleme" in Windeseile zurück.

  6. Ehm, genauso funktioniert das Bafög doch, oder etwa nicht? Davon abgesehen, dass ein grundlegender Wohnungszuschuss besteht, falls der Student von zuhause ausgezogen ist und der fahrtechnische Aufwand mehr als (ich glaube) 2 wochenstunden beträgt.

    Aber nun zum eigentlichen: Sie prangern an, dass sich vor allem die 'wohlhabenderen' Schichten auf den Gymnasien und im Studium tummeln, während ihre Altersgenossen bereits arbeite.
    Jetzt im Studium ist mir aber gerade aufgefallen, dass auch viele Kinder aus Arbeiterfamilien (mich eingeschlossen)einen höheren Abschluss anstreben. Auch Menschen, die zuerst eine Ausbildung abgeschlossen haben und aus relativ armen Verhälltnissen stammen. Ihre pauschalisierung ist daher unangebracht.

    Und was ist bitte daran unsozial wenn ein Kind aus einer arbeiterfamilie den Wunsch und die Fähigkeiten hat zu studieren, es ihm aber versagt bleiben soll weil die Eltern es nicht unterstützen könnnen? Neben den Studiengebühren kommen ja noch weitere Kosten auf einen allein lebenden Menschen (Essen/Miete/Versicherung) zu und da wird es (wenn man die 500€ pro semester bedenkt) in teureren Städten auch mit dem Baföghochstsatz eng.

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    Das Hauptargument warum sich Ärzte rausnehmen das Mehrfache einer Krankenschwester zu verdienen, obwohl die Hauptarbeit am Patient ja am Pflegepersonal hängen bleibt, nach einigen Jahren Berufserfahrung eine Krankenschwester in ihrer Fachabteilung einem Facharzt in der Qualifikation kaum etwas nachsteht und die Krankenschwestern - ganz unten in der Hackordnung - jede Laune der "Halbgötter in Weiß" aushalten müssen (Krankenhausärzte sind zwar auch nur Angestellte der Klinik, spielen sich aber wie die Chefs auf gegenüber den Pflegenden) ist doch immer "ich habe so lange studiert".

    Also geben die selbst zu dass dieses unheimlich teure Studium ihr "Kapital" ist, die Kosten einer Medizinerausbildung gehen für den Steuerzahler in die zehntausende Euro, in den Bereich von 100.000-200.000 Euro. Aber für diese teure Qualifikation, die man gerne als Argumentationsgrundlage für elitäre Einkommensstrukturen nimmt, will man nichts zahlen. Das sollen mal die "kleinen Facharbeiter" machen.

    Und so kommt es dass die Chefarztdynastie in 5. Generation vom Handwerker subventioniert wird. So ist es generell bei uns, auch bei Themen wie Kindergeld, Ehegattensplitting.. die Profiteure dieser Umverteilung stellen eben meist auch die Entscheider und Meinungsbildner in Medien, Politik, Gesellschaft. Diese spielen sich gegensseitig die Bälle zu. Wie gut das funktioniert merkt man an der "Sympathie der Straße" für streikende Hochverdiener mit quasi Beschäftigungsgarantie, die Ärzte. Für mich absurd.

    Das Hauptargument warum sich Ärzte rausnehmen das Mehrfache einer Krankenschwester zu verdienen, obwohl die Hauptarbeit am Patient ja am Pflegepersonal hängen bleibt, nach einigen Jahren Berufserfahrung eine Krankenschwester in ihrer Fachabteilung einem Facharzt in der Qualifikation kaum etwas nachsteht und die Krankenschwestern - ganz unten in der Hackordnung - jede Laune der "Halbgötter in Weiß" aushalten müssen (Krankenhausärzte sind zwar auch nur Angestellte der Klinik, spielen sich aber wie die Chefs auf gegenüber den Pflegenden) ist doch immer "ich habe so lange studiert".

    Also geben die selbst zu dass dieses unheimlich teure Studium ihr "Kapital" ist, die Kosten einer Medizinerausbildung gehen für den Steuerzahler in die zehntausende Euro, in den Bereich von 100.000-200.000 Euro. Aber für diese teure Qualifikation, die man gerne als Argumentationsgrundlage für elitäre Einkommensstrukturen nimmt, will man nichts zahlen. Das sollen mal die "kleinen Facharbeiter" machen.

    Und so kommt es dass die Chefarztdynastie in 5. Generation vom Handwerker subventioniert wird. So ist es generell bei uns, auch bei Themen wie Kindergeld, Ehegattensplitting.. die Profiteure dieser Umverteilung stellen eben meist auch die Entscheider und Meinungsbildner in Medien, Politik, Gesellschaft. Diese spielen sich gegensseitig die Bälle zu. Wie gut das funktioniert merkt man an der "Sympathie der Straße" für streikende Hochverdiener mit quasi Beschäftigungsgarantie, die Ärzte. Für mich absurd.

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