HamburgDas Tollhaus

Die Elbphilharmonie sollte das Jahrhundertbauwerk im Hamburger Hafen werden. Dann explodierten die Baukosten, und die Zeitungen berichteten jede Woche über einen neuen Skandal. Das Drama treibt Politiker, Manager und Architekten in den Wahnsinn.

Als Alexander Gérard und Hartmut Wegener sich an einem Wintertag im Jahr 2004 das letzte Mal gegenübersaßen, wählten sie als Ort der Begegnung eine Hamburger Anwaltskanzlei, um ihre Beziehung nach wochenlangen Anfeindungen endlich zu beenden. An ihrer Seite hatten sie je einen Rechtsbeistand, vor ihnen stapelten sich dicke Vertragsentwürfe, und jetzt rangen sie an diesem Tisch um die Zukunft der Hamburger Elbphilharmonie, ihres großen, gemeinsamen Projekts, das sie zu Gegnern gemacht hatte. Getroffen hatten die beiden sich zuletzt nur, wenn es sich nicht vermeiden ließ. Mit gegenseitiger Abneigung wäre ihr Verhältnis höflich umschrieben, Architekt und filigraner Weltbürger der eine, Manager und bodennaher Machtmensch der andere.

Zwei Jahre lang hatte Gérard, der Architekt, seine Idee der Elbphilharmonie entwickelt, war durch die Welt geflogen, um internationale Konzertsäle zu besuchen, hatte mit Akustikern gesprochen, mit Baumeistern und Intendanten und hatte Hamburg mit seiner Idee verzaubert. Bürgermeister Ole von Beust hatte ihm den Stadtmanager Wegener zur Seite gestellt, um den Bau zu organisieren. Doch nun sollte Wegener ihn aus seinem eigenen Projekt herauskaufen, seinem Baby. Der Architekt Gérard galt ihm als Störenfried, er sollte der Stadt seine Idee abtreten, möglichst billig.

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Es war ein Pokerspiel, und beide Väter der Elbphilharmonie hatten hoch gesetzt: Der eine verhandelte um seine eigene Zukunft, der andere um die Zukunft der Stadt. Was, wenn diese weltweit gefeierte Idee nun scheiterte?

Von einer so noch niemals gebauten Glasfassade hatten die Stadtpolitiker geschwärmt, auf den Mauern eines alten Kaispeichers schwebend. Man werde einen der führenden Konzertsäle der Welt errichten, ein neues Wahrzeichen Hamburgs, nein: ganz Deutschlands. Ein Jahrhundertprojekt, das Hamburg auf die Landkarte setzt. Eine »glückselige Balance zwischen Form und Klang«. So hatte es die New York Times beschrieben.

Immer wieder verließ der Architekt an jenem Wintertag die Sitzung und telefonierte. Vordergründig ging es um Details des Baus, um Verschwiegenheitserklärungen, um die Formulierung einer Pressemitteilung, aber in Wahrheit ging es vor allem um eines: um die Summe, für die er seinen Traum verkaufen würde.

Es ist wichtig, sich gleich zu Beginn an jenen Tag im November 2004 zu erinnern, denn diese Stunden waren entscheidend für ein Bauwerk, das ein Symbol für hanseatische Weltarchitektur sein sollte, aber bislang vor allem durch finanzielle Fehlplanungen, Terminpfusch und vertraglichen Irrsinn aufgefallen ist. Hier, beim Showdown in der Hamburger Anwaltskanzlei, stand nicht weniger als das Selbstbild einer Stadt auf dem Spiel, nicht weniger als das Lebenswerk eines Mannes. In zähen Verhandlungen warf man sich zwei Stunden lang siebenstellige Zahlen an den Kopf. Am Ende einigte man sich dem Vernehmen nach auf rund drei Millionen Euro für die Seite des Architekten.

Beide Männer, der Manager und der Architekt, sind inzwischen an der Elbphilharmonie gescheitert. Sechs Jahre und viele Bauverzögerungen später, nach Dutzenden Nachträgen und Neuplanungen, nachdem die Kosten für den Steuerzahler von null auf mehrere Hundert Millionen Euro angewachsen sind. Wenn man in der Gegenwart des einen den Namen des anderen erwähnt, sollte man sich auf mindestens eine von unzähligen Anekdoten gefasst machen, die belegen, dass der jeweils andere absolut inkompetent ist.

Es war, wie es immer war bei diesem Projekt, ein irres Schwanken zwischen kühner Vision und traurigem Klein-Klein. Immer wieder geht es bei diesem Bau zu wie im Sandkasten, wenn der eine Junge dem anderen die Schaufel wegnimmt. Und so ist die Entstehungsgeschichte von Hamburgs neuem Wahrzeichen auch ein Lehrstück: darüber, wie zig Millionen Euro aus schwer nachvollziehbaren Gründen zu Bauunternehmen und Planern fließen, ohne dass man genau weiß, ob sie es auch verdienen.

Der frühere Projektmanager nennt die ersten Kostenberechnungen naiv

Der Bau der Elbphilharmonie wurde Jahr für Jahr teurer als geplant, er dauerte immer länger, mehr als 200 Architekten und Planer hat er bis heute beschäftigt. Mittlerweile liegen die Gesamtkosten bei 503 Millionen Euro. 323 Millionen Euro davon sollen aus Steuern finanziert werden. Zu Baubeginn Anfang 2007 waren es nur 114 Millionen. Fertig sein wird der Bau wohl im Jahr 2013. Geplant war 2010.

Wie konnte es so weit kommen?

Platzende Träume

Juni 2003: Projektentwickler Alexander Gérard stellt die ersten Entwürfe für die Elbphilharmonie vor. Diese solle sich mit Spenden sowie Gewinnen aus dem Verkauf von Wohnungen und einem Hotel im Gebäude finanzieren. Steuergeld koste sie nicht.

Mai 2005: Eine Machbarkeitsstudie schätzt die Kosten der Philharmonie auf 186,7 Millionen Euro, 77 Millionen davon nun durch Steuern finanziert. Politiker äußern immer neue Wünsche, zum Beispiel geschwungene Elemente für die Glasfassade, eine konvex gekrümmte Rolltreppe, größere Geschossflächen und Photovoltaikanlagen.

April 2007: Ein Konsortium um das Bauunternehmen Hochtief wird die Elbphilharmonie bauen und für 20 Jahre betreiben. Der »Pauschalfestpreis«: 241,3 Millionen Euro. Davon Steuermittel: 114 Millionen Euro. Geplante Fertigstellung: März 2010.

September 2008: Immer wieder verzögert sich der Bau. Hartmut Wegener, der Projektmanager, verliert den Rückhalt des Bürgermeisters. Ihm folgt Heribert Leutner.

März 2009: Die Bürgerschaft stimmt einem Nachtrag des Bauvertrags zu, der Hochtief noch einmal 137 Millionen Euro sichert. Die Gesamtkosten nun: 503 Millionen Euro, davon 323 Millionen Euro aus Steuern. Neuer Fertigstellungstermin: November 2011.

Januar 2010: Hochtief kündigt an, den Konzertsaal erst Ende 2012 fertigzustellen. Weitere 39 Millionen Euro sind strittig.

April 2010: Hochtief macht Hamburg für die Verzögerung verantwortlich. Die Stadt verklagt Hochtief auf Vorlage eines detaillierten Terminplans für den Bau.

Mai 2010: Ein Bericht über Baumängel wie Hohlräume im Beton gerät an die Öffentlichkeit. Hochtief spricht von üblichen und schnell zu behebenden Lappalien.

Der Manager Hartmut Wegener ist ein kleiner, stämmiger Herr von 64 Jahren. Den ergrauten Bart trägt er wie der amerikanische Präsident Abraham Lincoln, Vollbart mit ausrasierter Oberlippe. Wie der Bürgerkriegspräsident ist er keiner, der Konflikten aus dem Weg geht.

Wegener ist Jurist und war mal bei der Unternehmensberatung Roland Berger, die meiste Zeit aber hat er für die Politik gearbeitet. Als Staatssekretär des Innenministeriums in Schleswig-Holstein, als Chef der Landesversicherungsanstalt. »Ich war der Mann für heiße Eisen«, sagt er. War Wegener erfolgreich, was er meistens war, dann glänzten die politisch Verantwortlichen. Sollte er es einmal nicht sein, dann würde sein Kopf rollen. Das war der Deal.

Sein Meisterstück absolvierte er in Hamburg. Dort legte er sich mit Naturschützern und Obstbauern in Finkenwerder an, mit Mediengewaltigen im reichen Stadtteil Blankenese, ja sogar mit der vom Aussterben bedrohten Löffelente, und setzte die Verlängerung der Airbus-Startbahn in ein Wattgebiet durch.

So ein Konzerthaus, dachten die Hamburger Senatoren, das muss so einer doch schaffen, und machten ihn im Jahr 2004 zum Chef der städtischen Realisierungsgesellschaft (ReGe), zu einer Art Elbphilharmonie-Senator.

Nun, im Mai 2010, blickt Wegener in einem Kongresssaal in Berlin in dichte Nebelschwaden. Ein Projektor neben ihm wirft Caspar David Friedrichs berühmten Wanderer über dem Nebelmeer auf die Leinwand und lässt ihn von einem Fels herab in diese weite, mit grauer Watte gefüllte Tallandschaft blicken. Das Topmanagement großer Projekte, sagt der Referent, stehe auf so einem Berg wie dieser Wanderer, und aus dem Nebel schauten nur die strategischen Leuchttürme raus. Was darunter passiere, in den Niederungen des Mittelmanagements, sei für das Topmanagement unsichtbar.

Wegener nickt zustimmend. Der Vortrag ist Teil einer Veranstaltung, die er moderiert. Sie trägt den Titel: »Vom Chaos zum Plan: Projekte brauchen Management«.

Leuchtturmprojekte, Chaos, Nebel, all dies dürfte Wegener an die Elbphilharmonie erinnern. Denn er war keine vier Jahre ihr Manager, da hatte er sich schon heillos verirrt in den Schwaden explodierender Kosten und verlängerter Bauzeiten, sich ständig ändernder Statikberechnungen, aufwendiger Nachpfählungen und fünfmal so teurer Konzertsaal-Auskleidungen, in all den zusätzlichen Kränen, Baggern und Bauarbeiterbaracken. Schließlich verfielen die Politiker in Panik.

Leserkommentare
  1. http://de.wikipedia.org/w...

    .....Dort will es eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel bauen. Da stieg der Herr herab, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten. Nun befürchtet er, dass ihnen nichts mehr unerreichbar sein [wird], was sie sich auch vornehmen, das heißt, dass das Volk übermütig werden könnte und vor nichts zurückschreckt, was ihm in den Sinn kommt. Gott verwirrt ihre Sprache und vertreibt sie über die ganze Erde. Die Weiterarbeit am Turm endet gezwungenermaßen.

    Eine Leserempfehlung
  2. Die Namen der Politiker, Architekten und Baufirmen samt ihren Milchmädchenrechnungen sind andere, das Prinzip dasselbe: Kosten und Bauzeiten werden wider jeden gesunden Menschenverstandes heruntergerechnet, die Bewohner werden für dumm verkauft und für die meist um ein Vielfaches entstandenen Mehrkosten über Steuern auch noch zur Kasse gebeten, während Großkonzerne dicke Gewinne einfahren und sich leider oft aus jeder Verantwortung herauswinden. So wurde das Wassermanagement, welches ein Absenken des Grundwassers um mehrere Meter beinhaltet, an Bilfinger Berger vergeben - ich sage nur Köln, wo selbst nach über einem Jahr noch niemand zur Verantwortung gezogen wurde. Gleichzeitig sollen 800 Millionen Euro durch dünnere Tunnelwände gespart werden - in geologisch schwierigen Verhältnissen.

    Allerdings geht es bei Stuttgart 21 nicht 'nur' um Millionen (als ob das nicht des Skandals genug wäre), sondern um Milliarden. 4,9 Milliarden sind in der Planung veranschlagt, jedoch gehen neutrale und realistisch rechnende Experten von 8-12 Milliarden aus. Dazu kommt, dass der denkmalgeschützte Bonatz Kopfbahnof, dem kürzlich selbst die New York Times(!) eine Bildergalerie ob seiner architektonischen Schönheit gewidmet wurde, durch den Abriss seiner Seitenflügel amputiert werden soll.

  3. Über 2/3 der Bürger Stuttgarts sind gegen S21, 67.000 Unterschriften wurden für ein Bürgerbegehren gesammelt und vom OB Schuster trotz vorheriger Zusage ignoriert mit der Begründung formal nicht korrekt zu sein. Dem Bürger wird immer wieder erklärt, warum 8 Gleise leistungsfähiger sein sollen als die bestehenden 16 Gleise. Da fühlt sich so mancher ins finstere Mittelalter zurück versetzt, wenn da nicht die Tausenden mündige Bürger wären, die seit Monaten Montag für Montag für den Erhalt ihres Kopfbahnhofes (www.kopfbahnhof-21.de) und Schlossgartens friedlich protestieren über sämtliche sozialen Schichten, Generationen und politischen Parteizugehörigkeiten hinweg. Wenn da nicht die mittlerweile über 14,000 registrierten Parkschützer (www.parkschuetzer.de) wären, von denen einige Tausend bereit sind sich gegebenenfalls den Baufahrzeugen in den Weg zu stellen, bzw. so weit zu gehen sich an die Bäume zu ketten, um ihren Park und ihren Bahnhof zu retten.

    Mögen die Politiker im ganzen Land aus den Skandalen der Großprojekte in Hamburg, Köln und anderswo lernen. Mögen die Bürger wieder Rückgrat zeigen und mit friedlichen und gewaltfreien Mitteln ihren Lebensraum verteidigen

  4. Folgender Absatz ergibt m.E. inhaltlich keinen rechten Sinn:

    "...Die groben Pläne für Entwürfe und die detaillierten für Ausführungsarbeiten entstehen bei Bauten dieser Größenordnung üblicherweise unter einem Dach. Doch bei der Elbphilharmonie verantworten Herzog & de Meuron neben den Entwürfen auch Teile der Ausführungsplanung..."

    Wie ist das nun? Hatte HdM die Ausführuns- und Detailplanung inne, oder sind diese Planungsphasen an Dritte abgegeben?

    Folgender Abschnitt hat mich etwas verwundert:

    "...Zudem soll Wegener es versäumt haben, einen verbindlichen Terminplan zwischen Architekten und Bauunternehmen aufzusetzen...."

    Sollte Hr. Wegener tatsächlich vergessen haben einen verbindlichen Bauzeitplan bekanntzugeben? Auf was für einer vertraglichen Basis waren denn die Planliefer-, Freigabe-, Korrektur- und Fertigstelllisten geregelt?

    Folgender Absatz ist köstlich, beinah Architekten-Scherzmail-tauglich:

    "...große Bauunternehmen setzten Kosten systematisch zu gering an, um dann Nachforderungen zu stellen. Das soll er nun beweisen, fordern die Anwälte des Konzerns..."

    Der Ablauf ist üblicherweise folgender: große Firma gibt ein unschlagbar günstiges Angebot ab, gewinnt Ausschreibung. Nach Fertigstellung landet beim Bauherr (oder Generalunternehmer) eine Rechung mit dicker Nachforderung (15% auf AN), große Firma lässt freundliche Grüße von Rechtsabteilung ausrichten. Bauherr oder GU haben verstanden. Ein altes Spiel...

  5. Ich frage mich immer, warum ein Kostenvoranschlag nur in der Privatwirtschaft irgenteinen Nutzen hat. Jedes, und zwar ausnahmslos jedes öffentliche Bauprojekt wird viel teurer als veranschlagt. Ich meine Differenzen so um die 5-10% sind ja normal aber um 300-400%. Ich glaube langsam öffentliche Aufträge sind ein Blankoschein zur Abzocke.

    Eine Leserempfehlung
  6. Leider werden all zu oft Ideenentwickler von Haudrauftypen verdrängt.
    Eine typische Erscheinung unserer Gesellschaft.

    Hat hier nicht Bürgermeister Ole von Beust seine Hamburger übers Ohr gehauen? Hatte er nicht schon vorher einen Blick in die Stadtkasse geworfen?
    Fällt erst jetzt auf, dass Geld knapp ist?
    Es schnuppert eher nach einer Neobarocken Zeit.

    Ein öffentlicher Raum 30 m über der Stadt, nicht mehr für jeden erreichbar?
    Wohin bewegt sich unsere Gesellschaft? Wieviele werden aus unserem demokratischen System fallen?

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    "..Ein öffentlicher Raum 30 m über der Stadt, nicht mehr für jeden erreichbar?
    Wohin bewegt sich unsere Gesellschaft? Wieviele werden aus unserem demokratischen System fallen?.."

    Ja, die internat. Architektur der letzten 10-15 Jahre hat ihre gesellschaftliche Verantwortung vernachlässigt und sich mit dem erschwindelten Geld des Finanzhypes für Superduperbauten zum Lakaien der Finanz- und Polithelden verkorksen lassen.
    Koolhaas und CCTV ist da auch so ein trauriges Beispiel - dort soll es auch die öffentliche Terrasse auf dem Dach retten, über Hadid braucht man gar nicht erst reden, die baut nur für die Photografen...

    "..Ein öffentlicher Raum 30 m über der Stadt, nicht mehr für jeden erreichbar?
    Wohin bewegt sich unsere Gesellschaft? Wieviele werden aus unserem demokratischen System fallen?.."

    Ja, die internat. Architektur der letzten 10-15 Jahre hat ihre gesellschaftliche Verantwortung vernachlässigt und sich mit dem erschwindelten Geld des Finanzhypes für Superduperbauten zum Lakaien der Finanz- und Polithelden verkorksen lassen.
    Koolhaas und CCTV ist da auch so ein trauriges Beispiel - dort soll es auch die öffentliche Terrasse auf dem Dach retten, über Hadid braucht man gar nicht erst reden, die baut nur für die Photografen...

  7. Seit Jahrzehnten im Ausland lebend wundert man sich wirklich über Deutschland: kann denn wirklich nichts das über eine Autobahnausfahrt hinausgeht in diesem Land gebaut oder verändert werden, ohnen dass sich Bedenkenträger zu Wort melden müssen? Natürlich muss es solche in einer Demokratie geben, aber warum müssen die Stimmen derer die 'es schon immer gewusst haben' in der medialen Darstellung per Automatik die Mehrheit bilden? Wenn das Objekt endlich steht, sind im allgemeinen alle stolz darüber und nehmen den Umsatz, den die Touristen bringen gern mit. Glaubt denn ernstlich jemand, Schloss Schönbrunn, der Eiffelturm, die Oper von Sydney oder die Tate Modern sind exakt nach ursprünglichen Kosten- oder Bauzeitenplänen gebaut worden?

  8. "..Ein öffentlicher Raum 30 m über der Stadt, nicht mehr für jeden erreichbar?
    Wohin bewegt sich unsere Gesellschaft? Wieviele werden aus unserem demokratischen System fallen?.."

    Ja, die internat. Architektur der letzten 10-15 Jahre hat ihre gesellschaftliche Verantwortung vernachlässigt und sich mit dem erschwindelten Geld des Finanzhypes für Superduperbauten zum Lakaien der Finanz- und Polithelden verkorksen lassen.
    Koolhaas und CCTV ist da auch so ein trauriges Beispiel - dort soll es auch die öffentliche Terrasse auf dem Dach retten, über Hadid braucht man gar nicht erst reden, die baut nur für die Photografen...

    Antwort auf "Neobarocke Zeit"

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