Deutsche Bank Wer zockt da wen ab?
Ob im Handel mit obskuren Kreditpapieren oder bei Firmenübernahmen: Die Deutsche Bank hat zum Primus Goldman Sachs aufgeschlossen – und will nun das Risiko nicht mehr mitgehen.
© Leslie E. Kossoff/AFP/Getty Images

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann auf einer Preisverleihung in Washington. Sein Institut spielte lange Zeit in New York kaum eine Rolle. Jetzt kommen US-Konzerne mitunter erst zu ihr - und danach zu Goldman Sachs
Sandra Hurse entscheidet, wer dazugehört. Sie ist Vice President Human Capital Management bei Goldman Sachs und damit für das Personal zuständig. Dem Aussehen nach könnte sie eine Doppelgängerin von Michelle Obama sein. Hurse wacht darüber, dass Kandidaten nicht nur fachlich erstklassig sind, sondern auch zur eng gestrickten Kultur des Hauses passen. Die Besten der Besten bewerben sich bei ihr. Massenweise.
Goldman Sachs ist die profitabelste Investmentbank der Welt. Eine Geldmaschine, die den Globus auf der Suche nach der nächsten Gelegenheit zum Kassieren durchstreift. Gefürchtet und bewundert. Aber zuletzt auch umstritten und verunsichert. Und damit angreifbar für einen Rivalen aus einer anderen Welt: die Deutsche Bank. Die Geschichte über den Wettstreit der beiden Bankgiganten ist auch eine Geschichte über die große Krise und die Lehren, die aus ihr gezogen werden.
Die Frau, die Michelle Obama sein könnte, hat ihr Büro in einem grünlich schimmernden Turm aus Stahl und Glas am Rande des New Yorker Finanzdistrikts. Es ist das neue Hauptquartier von Goldman, 2,1 Milliarden Dollar hat es gekostet. Kein Schild oder Logo weist auf den Eigentümer hin. Die Empfangshalle aus hellem Sandstein wirkt wie eine Mischung aus Kathedrale und Bahnhof.
Die Fähigkeit, die Besten zu einem schlagkräftigen Team zusammenzuschweißen, gilt als Geheimrezept von Goldman. Der Auswahlprozess ist berüchtigt, selbst an der Wall Street. Praktikanten müssen von vorher ausgewählten Unis kommen und zwei Selektionsrunden überstehen, um in den Sommerferien bei Goldman schuften zu dürfen. Wer einen richtigen Job will, muss gerüchteweise bis zu 20 Tests über sich ergehen lassen. Die Zahl will Hurse nicht bestätigen, sagt aber, es werde schon sehr genau geprüft, ob man zueinander passe.
Wer die Hürde nimmt, ist Teil eines globalen Netzwerks der Macht. Ex-Goldmänner sitzen an den Schaltstellen im Internationalen Währungsfonds, in Regierungen und Notenbanken. Der frühere US-Finanzminister Henry Paulson arbeitete ebenso für die Bank wie der italienische Notenbankchef Mario Draghi. Nicht zuletzt der Sorgfalt bei der Personalauswahl ist es zu verdanken, dass Goldman auch in schweren Zeiten gutes Geld verdient. Mehr als 13 Milliarden Dollar allein 2009.
Trotzdem hat die Bank ernste Probleme. Die amerikanische Börsenaufsicht hat sie wegen ihrer Geschäftspraktiken verklagt. Und Ende April mussten Manager und Händler vor dem Untersuchungsausschuss des amerikanischen Senats antreten, wo sie elf Stunden lang gelöchert wurden. Goldman wird in der Öffentlichkeit gelegentlich mit einem Vampir oder dem Teufel persönlich verglichen.
Mehrfach geht es um ein komplexes Wertpapier, das Goldman im Jahr 2007 aufgelegt hat. Es handelt sich um eine Wette auf gebündelte Kredite für amerikanische Wohnimmobilien. Der Hedgefonds Paulson & Co, so der Vorwurf, soll die Kredite mit ausgewählt haben. Paulson habe auf einen Ausfall der Kredite wetten wollen und deshalb gezielt minderwertige Darlehen ausgewählt. Und ebendiese Beteiligung Paulsons habe Goldman verschleiert. Zu Käufern des Papiers zählte die Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB. Als die Kredite dann tatsächlich ausfielen, kassierte Paulson ab. Die IKB musste mit Staatsgeld gerettet werden.
- Datum 28.05.2010 - 14:21 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 27.05.2010 Nr. 22
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"Während Lippmann auf Ausfälle bei Baudarlehen setzte, verpackte die Deutsche Bank Hypotheken, um sie an Investmentfonds oder Pensionskassen zu verkaufen. Allein zwischen 2005 und 2007 gab die Bank nach Daten des Finanzdienstleisters Thomson Reuters 45,6 Milliarden Dollar an gebündelten Darlehen (CDOs) heraus. Jene Produkte also, die in der Krise zu trauriger Berühmtheit gelangten. Ein Kunde: die IKB."
"Die Kunden begehren auf – und das ist gefährlich fürs Geschäft. Der Bosch-Chef Franz Fehrenbach verkündete, er würde Goldman Sachs nur zu gern vor Gericht sehen. Gerd Häusler, der neue Chef der BayernLB, kündigte ein Beratungsmandat. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt will die Zusammenarbeit mit Goldman bei der Ausgabe von Staatsanleihen beenden."
Eine ziemlich erfolgreiche protektionistische Politik, möchte man meinen.
die meisten Politiker/innen mit Nebeneinkommen oder Verträgen in der Zukunft endlich mal kapieren, daß
das einzige was Systemrelevant ist, ist der Planet und alle Lebensformen auf diesem, natürlich bezogen noch auf den Menschen der ja ein spezifischer Fall ist, sollten auch die jeweiligen gesellschaftlichen Koexistensen zu frieden stellend sein,
erst dann kann man glaube ich davon reden welche Geschichte und welche Lehren diese Krise gebracht haben.
"Dem Aussehen nach könnte sie eine Doppelgängerin von Michelle Obama sein."
Ist das die verschämte(?)Umschreibung der Hautfarbe?
...das hab ich auch gedacht als ich das gelesen habe. Nachdem man nun alle Begriffe, vom Neger über den Schwarzen, bis zum Farbigen als politisch unkorrekt eingeordnet hat, verbietet sich vermutlich jeder weitere Hinweis auf die Hautfarbe. Nicht dass der nötig wäre, aber dann sollte man doch konsequenterweise gleich ganz auf die Beschreibung der Äußerlichkeiten einer Person verzichten und lieber ein Foto bringen. Sonst stiftet das am Ende mehr Verwirrung, als wie es aufkärt.
... die deutsche Bank ist also auf "dem richtigen Weg", fasse ich den Artikel richtig auf? Während Goldman Sucks weiter macht wie gehabt.
Ich kann das selbst nicht einschätzen, aber irgendwie habe ich meine Zweifel. Ganz davon abgesehen, ob sich die Zocker (vermutlich nur vorübergehend, wie jede Bussinessmode) gerade "konsolidieren" oder auch nicht, bin ich immer noch der Meinung, dass Investment und Kreditvergabe getrennt werden müssen (siehe: http://de.wikipedia.org/w...).
Wenn es nach mir gänge, könnte man die Börsen auch ganz abschaffen, inklusive der Privatbanken. Ich kann keinen Nutzen in ihnen erkennen. Die nötige Versorgung von Großunternehmen mit Risiko-Kapital kann man sicher auch anders lösen als übers Kasino. Der Handel von Rohstoffen sollte sowieso von der Zockerei ausgeschlossen sein, ebenso der Handel von Währungen. Und Anleihen kann die EZB direkt aufkaufen, macht sie jetzt ja auch. Die Versorgung der kleinen Leute haben schon immer die Genossenschaftsbanken besser beherrscht.
Die ganze Branche ist also überflüssig wie ein Kropf. Reproduziert sich selbst, plustert sich auf, kauft sich von den erspekulierten Geldern die halbe Welt. Manipulieren die Politik und die Medien zu unserem Nachteil. Ganz ehrlich ohne die würde uns nichts fehlen...
...das hab ich auch gedacht als ich das gelesen habe. Nachdem man nun alle Begriffe, vom Neger über den Schwarzen, bis zum Farbigen als politisch unkorrekt eingeordnet hat, verbietet sich vermutlich jeder weitere Hinweis auf die Hautfarbe. Nicht dass der nötig wäre, aber dann sollte man doch konsequenterweise gleich ganz auf die Beschreibung der Äußerlichkeiten einer Person verzichten und lieber ein Foto bringen. Sonst stiftet das am Ende mehr Verwirrung, als wie es aufkärt.
... die deutsche Bank ist also auf "dem richtigen Weg", fasse ich den Artikel richtig auf? Während Goldman Sucks weiter macht wie gehabt.
Ich kann das selbst nicht einschätzen, aber irgendwie habe ich meine Zweifel. Ganz davon abgesehen, ob sich die Zocker (vermutlich nur vorübergehend, wie jede Bussinessmode) gerade "konsolidieren" oder auch nicht, bin ich immer noch der Meinung, dass Investment und Kreditvergabe getrennt werden müssen (siehe: http://de.wikipedia.org/w...).
Wenn es nach mir gänge, könnte man die Börsen auch ganz abschaffen, inklusive der Privatbanken. Ich kann keinen Nutzen in ihnen erkennen. Die nötige Versorgung von Großunternehmen mit Risiko-Kapital kann man sicher auch anders lösen als übers Kasino. Der Handel von Rohstoffen sollte sowieso von der Zockerei ausgeschlossen sein, ebenso der Handel von Währungen. Und Anleihen kann die EZB direkt aufkaufen, macht sie jetzt ja auch. Die Versorgung der kleinen Leute haben schon immer die Genossenschaftsbanken besser beherrscht.
Die ganze Branche ist also überflüssig wie ein Kropf. Reproduziert sich selbst, plustert sich auf, kauft sich von den erspekulierten Geldern die halbe Welt. Manipulieren die Politik und die Medien zu unserem Nachteil. Ganz ehrlich ohne die würde uns nichts fehlen...
… für die Deutsche Bank!
Blöder geht´s nimmer ! "Die Deutsche Bank hat zum Primus Goldman Sachs aufgeschlossen." Primus ? Ja wohl höchstens Primus in Sachen "Unternehmen, die die Welt nicht braucht" oder "Pleiten, Pech und Pannen". Wenn ich schon die Wörter "Deutsche Bank" lese und noch dazu den Dauergrinser - vermutlich vollgekokst bis oben hin - namens Josef Ackermann sehe, wird mir speiübel. Mir fällt nur noch das Wortspiel "Josef, mach Dich vom Acker, Mann" ein. Wer sich wie er so dermassen asozial verhält sollte aufhören , seine Mitmenschen durch seine Präsenz zu nerven... [Bitte vermeiden Sie perönliche Diffamierungen, die Red.]
Blöder geht´s nimmer ! "Die Deutsche Bank hat zum Primus Goldman Sachs aufgeschlossen." Primus ? Ja wohl höchstens Primus in Sachen "Unternehmen, die die Welt nicht braucht" oder "Pleiten, Pech und Pannen". Wenn ich schon die Wörter "Deutsche Bank" lese und noch dazu den Dauergrinser - vermutlich vollgekokst bis oben hin - namens Josef Ackermann sehe, wird mir speiübel. Mir fällt nur noch das Wortspiel "Josef, mach Dich vom Acker, Mann" ein. Wer sich wie er so dermassen asozial verhält sollte aufhören , seine Mitmenschen durch seine Präsenz zu nerven... [Bitte vermeiden Sie perönliche Diffamierungen, die Red.]
...dessen Gene wir nach neuesten Forschungen noch in uns tragen: Ist es das, wohin wir steuern? Wenn Ackermann im Interview nach 2 Meter Spielerabstand oder dem Verbot des Scharfschießens im 16m-Raum als neue Spielregeln fragt um das Spiel "liebenswürdiger, verletzungsfreier" zu gestalten: Wollen wir das überhaupt? Oder lieber das harte, brutale, verletzungsintensive, kampfbetonte "neandertalerhafte"? Sind also unsere Gene am gnadenlosen Kampf der(Finanz-)Wirtschaft schuld? Und wenn ja, könnten wir die Kämpfer dann nicht in andere Arenen schicken. Wo sie weniger Schaden an den Gesellschaften anrichten. Oder gleich ihre Gene verändern?
der ACKERMANN gewachsen ist muss erstmal noch erfunden werden, im Merkel-Kabinett sehe ich niemanden "madame"
ist natuerlich ausgenommen, die ist ja so begabt.........!
...gibt es längst: Bei Goldmann-Sachs et.al..Nur nicht als Politiker - weil Politiker eine völlig andere Aufgabe haben. Die sollen nämlich Gesellschaft im Gleichgewicht halten - was Ackermann et.al. völlig wurst ist. Um Gesellschaft im Gleichgewicht zu halten muß man manche aus dem Gleichgewicht bringen: Die Ackermänner dieser Welt! Und dazu allerdings braucht man politische "Superfrauen-und männer". Mit der jetzigen Mannschaft - auf beiden Seiten des Atlantik und nebenan ist das nicht zu erreichen.
...gibt es längst: Bei Goldmann-Sachs et.al..Nur nicht als Politiker - weil Politiker eine völlig andere Aufgabe haben. Die sollen nämlich Gesellschaft im Gleichgewicht halten - was Ackermann et.al. völlig wurst ist. Um Gesellschaft im Gleichgewicht zu halten muß man manche aus dem Gleichgewicht bringen: Die Ackermänner dieser Welt! Und dazu allerdings braucht man politische "Superfrauen-und männer". Mit der jetzigen Mannschaft - auf beiden Seiten des Atlantik und nebenan ist das nicht zu erreichen.
...das hab ich auch gedacht als ich das gelesen habe. Nachdem man nun alle Begriffe, vom Neger über den Schwarzen, bis zum Farbigen als politisch unkorrekt eingeordnet hat, verbietet sich vermutlich jeder weitere Hinweis auf die Hautfarbe. Nicht dass der nötig wäre, aber dann sollte man doch konsequenterweise gleich ganz auf die Beschreibung der Äußerlichkeiten einer Person verzichten und lieber ein Foto bringen. Sonst stiftet das am Ende mehr Verwirrung, als wie es aufkärt.
...gibt es längst: Bei Goldmann-Sachs et.al..Nur nicht als Politiker - weil Politiker eine völlig andere Aufgabe haben. Die sollen nämlich Gesellschaft im Gleichgewicht halten - was Ackermann et.al. völlig wurst ist. Um Gesellschaft im Gleichgewicht zu halten muß man manche aus dem Gleichgewicht bringen: Die Ackermänner dieser Welt! Und dazu allerdings braucht man politische "Superfrauen-und männer". Mit der jetzigen Mannschaft - auf beiden Seiten des Atlantik und nebenan ist das nicht zu erreichen.
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