Synthetisches Leben Zu welchem Zweck?
Leben zu schaffen ist monumental – und von großem Nutzen
Ist Leben etwas ganz Besonderes? Wohnt allem Belebten eine besondere Eigenschaft oder Substanz inne, die für seine Lebendigkeit verantwortlich ist?
Seit Urzeiten streiten Naturwissenschaftler, Theologen und Philosophen über diese Frage. Es steht einiges auf dem Spiel. Für viele liegt das Mysterium des Lebens jenseits des menschlichen Zugriffs und auch jenseits unserer Auffassungsgabe. Leben wäre demnach ein unbeschreibliches Phänomen. Außer natürlich – im Lichte der Nachricht, dass Craig Venter ein künstliches Bakterium hergestellt hat – das stimmt alles nicht.

Arthur L. Caplan von der University of Pennsylvania ist einer der profiliertesten Bioethiker der USA
Die synthetische Biologie schafft Mikroben nach Plan. Sie soll es Wissenschaftlern erlauben, Viren und Bakterien zu bauen, die viele der drängendsten Weltprobleme lösen: indem sie Nahrung erzeugen, nach Industrieunfällen Umweltgifte verdauen, im menschlichen Körper Infektionen bekämpfen oder dort gefährliche Substanzen wie Cholesterin vertilgen.
Der mögliche Nutzen ist wahrhaft überwältigend, aber diese machtvolle Technologie braucht auch regulatorische Schranken. Von Mikroben bauenden Bösewichtern und unachtsamen Forschern könnten ernste Gefahren ausgehen. Venter und sein Team waren umsichtig genug, ihre Kreation mit molekularen Wasserzeichen zu markieren – das sollte man von jedem Hersteller synthetischen Lebens verlangen.
- Datum 26.05.2010 - 19:25 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 27.05.2010 Nr. 22
- Kommentare 47
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...jenseits des menschlichen Zugriffs und auch jenseits unserer Auffassungsgabe".
Das ist so exakt richtig. Danke an den Autor für diesen Satz.
Der "Odem", das Leben also, ist in jedem Lebewesen, sonst würde es nicht leben. Auch wir nicht. Leider verstehen das viele nicht weil einfach "jenseits unserer Auffassungsgabe".
Ich (62) habe sehr lange gebraucht, das zu verstehen.
Ohne jetzt einen religiösen Tutch vom Stapel zu lassen:
"Christo spricht: ICH bin das Licht, die Wahrheit und das LEBEN"...
Urteilen Sie selbst. Ohne IHN gibt es kein LEBEN.
So auch nicht in diesem künstlichen Gebilde...
...das Leben ist Gottgewollt. Ohne IHN sind wir tot.
kein weitere Text... ;-)
[Der "Odem", das Leben also, ist in jedem Lebewesen, sonst würde es nicht leben. Auch wir nicht. Leider verstehen das viele nicht weil einfach "jenseits unserer Auffassungsgabe".]
Dank jahrzehntelanger massiver internationaler Forschung wissen wir (bzw wer sich entsprechend bildet) heute, daß dieser "Odem" einfach "nur" eine unglaublich ausgefuchste Konstellation geeigneter Moleküle ist. Soviel Auffassungsgabe hat die Menschheit schon, um solche Konstellationen tiefgreifend umkomponieren zu können.
[Ich (62) habe sehr lange gebraucht, das zu verstehen.
Ohne jetzt einen religiösen Tutch vom Stapel zu lassen:]
Das ist ein religiöser Spruch.
Ich denke mal (optimistischer Weise), wir haben hier ein Generationenproblem. Wer in der Schule keine Molekular- und Zellbiologie gelernt hat, hat es extrem schwer, den Fortschritt auf diesem Gebiet einzuordnen.
Ich (22) habe gedacht und geurteilt. Doch nicht mein Urteil hat mir die Wahrheit eröffnet, sondern der Vater selbst.
Ohne Ihn gibt es weder Leben noch Einsicht!
Ich bin so dankbar für Menschen wie Sie elia1.
kein weitere Text... ;-)
[Der "Odem", das Leben also, ist in jedem Lebewesen, sonst würde es nicht leben. Auch wir nicht. Leider verstehen das viele nicht weil einfach "jenseits unserer Auffassungsgabe".]
Dank jahrzehntelanger massiver internationaler Forschung wissen wir (bzw wer sich entsprechend bildet) heute, daß dieser "Odem" einfach "nur" eine unglaublich ausgefuchste Konstellation geeigneter Moleküle ist. Soviel Auffassungsgabe hat die Menschheit schon, um solche Konstellationen tiefgreifend umkomponieren zu können.
[Ich (62) habe sehr lange gebraucht, das zu verstehen.
Ohne jetzt einen religiösen Tutch vom Stapel zu lassen:]
Das ist ein religiöser Spruch.
Ich denke mal (optimistischer Weise), wir haben hier ein Generationenproblem. Wer in der Schule keine Molekular- und Zellbiologie gelernt hat, hat es extrem schwer, den Fortschritt auf diesem Gebiet einzuordnen.
Ich (22) habe gedacht und geurteilt. Doch nicht mein Urteil hat mir die Wahrheit eröffnet, sondern der Vater selbst.
Ohne Ihn gibt es weder Leben noch Einsicht!
Ich bin so dankbar für Menschen wie Sie elia1.
...
Bei so einer zwingenden Begründung kann man wohl nicht widersprechen.
Bei so einer zwingenden Begründung kann man wohl nicht widersprechen.
kein weitere Text... ;-)
!
....ein neuer hinzugekommen?
"Gott ist tot!"
- Nietzsche
"Nietzsche ist tot!"
- Gott
"Tote reden nicht!"
- Django
!
....ein neuer hinzugekommen?
"Gott ist tot!"
- Nietzsche
"Nietzsche ist tot!"
- Gott
"Tote reden nicht!"
- Django
Bei so einer zwingenden Begründung kann man wohl nicht widersprechen.
[Der "Odem", das Leben also, ist in jedem Lebewesen, sonst würde es nicht leben. Auch wir nicht. Leider verstehen das viele nicht weil einfach "jenseits unserer Auffassungsgabe".]
Dank jahrzehntelanger massiver internationaler Forschung wissen wir (bzw wer sich entsprechend bildet) heute, daß dieser "Odem" einfach "nur" eine unglaublich ausgefuchste Konstellation geeigneter Moleküle ist. Soviel Auffassungsgabe hat die Menschheit schon, um solche Konstellationen tiefgreifend umkomponieren zu können.
[Ich (62) habe sehr lange gebraucht, das zu verstehen.
Ohne jetzt einen religiösen Tutch vom Stapel zu lassen:]
Das ist ein religiöser Spruch.
Ich denke mal (optimistischer Weise), wir haben hier ein Generationenproblem. Wer in der Schule keine Molekular- und Zellbiologie gelernt hat, hat es extrem schwer, den Fortschritt auf diesem Gebiet einzuordnen.
...das dies "außerhalb unserer Wahrnehmigungsfähigkeit liegt", nicht mehr oder weniger.
Sie leben, ich lebe. Das ist ein Geschenk.
Was Sie daraus machen liegt einzig allein an Ihnen.
Wissenschaft, pahhh.
Wer ist die Wissenschaft? Hat diese uns je weitergebracht?
Es ist ja nun nicht so, als hätte Gott uns die Weisheit auf dem Tablett serviert. Darum ist diese auch "nicht fassbar". Darum der Unterschied. Der Eine kapiert das, der Andere wiederum nicht. Ich selbst habe dieses System nicht erfunden. Gott erbarme. Es ist aber so. Der Mensch neigt von Anbeginn dazu, alles anzuzweifeln um sich selbst im Licht zu sehen. Lucifer, ich hörte dich trapsen...
...das dies "außerhalb unserer Wahrnehmigungsfähigkeit liegt", nicht mehr oder weniger.
Sie leben, ich lebe. Das ist ein Geschenk.
Was Sie daraus machen liegt einzig allein an Ihnen.
Wissenschaft, pahhh.
Wer ist die Wissenschaft? Hat diese uns je weitergebracht?
Es ist ja nun nicht so, als hätte Gott uns die Weisheit auf dem Tablett serviert. Darum ist diese auch "nicht fassbar". Darum der Unterschied. Der Eine kapiert das, der Andere wiederum nicht. Ich selbst habe dieses System nicht erfunden. Gott erbarme. Es ist aber so. Der Mensch neigt von Anbeginn dazu, alles anzuzweifeln um sich selbst im Licht zu sehen. Lucifer, ich hörte dich trapsen...
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Craig Venter versucht, die Biowissenschaften gegen den überhandnehmenden christlichen Fundamentalismus in den USA zu verteidigen, und das macht er gut. Außerhalb des typisch amerikanischen* Kontextes von durch ihre Vernetzung und ihr Geld einflussreichen Leuten, die einander an (nicht akkreditierten) "Bible Colleges" akademisch klingende Grade zuschieben für Studien über die mögliche Route der Kängurus vom Berg Ararat nach Australien u.dergl. und Genesis 1,1 als naturwissenschaftliche Autorität zu re-etablieren versuchen, ist seine Arbeit jedoch ziemlich bedeutungslos.
"Die synthetische Biologie ... soll es Wissenschaftlern erlauben, Viren und Bakterien zu bauen, die viele der drängendsten Weltprobleme lösen: indem sie Nahrung erzeugen, nach Industrieunfällen Umweltgifte verdauen, im menschlichen Körper Infektionen bekämpfen oder dort gefährliche Substanzen wie Cholesterin vertilgen."
So etwas wurde das erste Mal mit der Produktion von Humaninsulin in Bakterien vor 30 Jahren geschafft. Und diese Uralt-Versuche haben etwas, was Venters Arbeiten fehlt: einen unmittelbaren praktischen Nutzen.
Allerdings, trägt er dazu bei, Kreationisten und anderen Wissenschaftshassern vom Schlage einer [Name proaktiv selbstzensiert] den Wind aus den Segeln zu nehmen, ist langfristig jeder Cent gut angelegt.
* "Amerikanisch" hier im Sinne derjenigen US-Bürger, für die die Mason-Dixon-Linie die Nordgrenze ihres Landes ist.
....ein neuer hinzugekommen?
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