Die eine macht den tollen Honig, die andere vermiest einem die Freude am Erdbeerkuchen. Die eine bestäubt fleißig Blüten, und die andere... – ja, was arbeitet die eigentlich den ganzen Tag? Die eine wird geliebt, die andere mit zusammengerollter Zeitung gejagt. Der Tod der Biene wird betrauert, der Tod einer Wespe bejubelt.

Die Anteilnahme am Bienensterben ist groß, seit eine aus Südostasien eingeschleppte Milbe die Bienen massenweise killt (immer gleich ganze Stöcke, aber ans Aussterben geht es noch lange nicht, das zur Beruhigung).

Alle Deutschlandkarten des ZEITmagazins im Überblick

Im vorigen Winter starben besonders viele Bienen ( um die Karte zu vergrößern, klicken Sie bitte hier ). Sehr schlimm ist es dort, wo der Sommer warm ist – in Rheinnähe und in Brandenburg –, denn bei Wärme vermehrt die Milbe sich besonders gut (man kennt das ja von Matratzen).

Die Zahlen aus Hamburg und Bremen zeigen, dass die Stadtbienen robuster sind als viele Landbienen: Stadtbienen fliegen munter von einer Pflanzenart zur nächsten. Auf dem Land hingegen: immer nur Raps! Die Monotonie schwächt die glücklichste Biene, da helfen auch die guten Sympathiewerte nicht.

Quelle: Imkerbefragung des DLR