Stilkolumne Sex and the Hauptstadt
"Sex and the City II" ist das beste Beispiel für das Zusammenspiel von Luxusmarken und Film. Sarah Jessica Parkers goldene Sonnenbrille ist jetzt schon ein Klassiker.

Die Welt sieht Carrie durch diese Brille: Das Modell "Franz" von Mykita ist schon jetzt ein Klassiker, 299 Euro
Wenn Carrie Bradshaw alias Sarah Jessica Parker im zweiten Sex and the City- Film durch die Champagnerpfützen der Upperclass stöckelt, schaut eine ganze Stadt auf ihre Sonnenbrille. Das goldverspiegelte Modell erinnert an eine Skibrille – aber das Besondere ist: Die Brille kommt aus Berlin.
Das sind gleich zwei gute Nachrichten. Erstens: In Manhattan gilt man offenbar nur etwas, wenn man bezeugen kann, dass man auch dessen gewahr ist, was in der deutschen Hauptstadt modisch passiert. Die Brille heißt "Franz" und wurde vom Modedesigner Bernhard Willhelm für die kleine Marke Mykita entworfen und ist eine Hommage an den österreichischen Skifahrer Franz Klammer, der stets mit verspiegelter Brille seine Rennen fuhr.
Die zweite gute Nachricht: Endlich kommen auch wieder Sonnenbrillen auf, die nicht nur vor allen Dingen groß sind. In den vergangenen Jahren konnte man nicht mit Gewissheit sagen, ob eine Sonnenbrillenträgerin schön sein wollte oder Schweißerarbeiten zu erledigen hatte.
Für die Mykita ist es ein Glücksfall, eine Rolle in einem Film zu spielen. Auch, weil Mode und Film gerade an vielen Stellen zusammenwachsen. Sex and the City war ein Vorreiter dieser Entwicklung. Mittlerweile nutzen immer mehr Luxusmarken den Film zur Präsentation. Als Karl Lagerfeld jüngst in St. Tropez die Zwischenkollektion von Chanel präsentierte, zeigte er nicht nur Models auf dem Laufsteg, sondern auch einen kurzen Film, der die Mode interpretierte.
Dass Filme für die Mode immer wichtiger werden, ist keine Überraschung. Schließlich gibt es neben Magazinen immer mehr neue Medien, über die Designer ihr Publikum erreichen können. Vor allem das iPad von Apple könnte dem Trend zu einem Durchbruch verhelfen. So ließ Dior eine Reihe von Internet-Filmen mit der Schauspielerin Marion Cotillard produzieren – beim letzten führte David Lynch Regie. Auch Prada und Louis Vuitton bewerben ihren Marken-Spirit mittlerweile mit Kurzfilmen.
Solche Präsentationen reichen an die Hauptrolle der Mykita-Brille auf Carries Nase natürlich nicht heran. Sie trägt im Film übrigens auch eine Korrekturbrille der Berliner Marke. Mal sehen, ob das Modell auch stilprägend wird.
- Datum 02.06.2010 - 06:56 Uhr
- Serie Stilkolumne
- Quelle ZEITmagazin, 02.06.2010 Nr. 23
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Endlich ist der neueste Konsumleitfaden für die Generation Youtube da. Ich bin fest davon überzeugt, auch Teil 2 weckt eine ganze Menge Begehrlichkeiten, die bislang nur schlicht nicht ins Bewusste gerückt waren.
Die Zuschauereinnen im Teenageralter (oder mit der Reife einer Teenagerin) erhalten, ohne viel nachzudenken (gut so, denn das schmerzt ja auch) eine Leitfaden für Ihr Verhalten im Alltag der Erwachsenen, insbesondere unter der Berücksichtung des anzusetzenden Mindestanspruchdenkens ans andere Geschlecht.
Der Befriedung der ausgelösten Gier nach uniformierten Modeprodukten, kommt die Konsumgüterndustrie mit Freuden nach. Bei der Suche nach der Befrieidigung der Gier nach dem perfekten Mann, kann ich den armen männlichen Opfern nur Beleid wünschen.
Das dies keine übertriebene Darstellung ist, kann ein jeder selbst erkunden, indem er sich die in einem Tranceähnlichen Zustand befindliche Weiblichkeit auf einer Sex and the City Party einmal genau anschaut. Solche Veranstaltungen haben den den Charakter eine sektenartigen Indoktrination.
Tja, Sie haben vollkommen recht, spacerunnerrx,
als die Serien hier losgingen, hat mich meine damals 16-jährige Tochter mit dem Argument "Mama, seid wann bist Du denn so prüde?" zum Anschauen von Sex-in-the-city verführt.
Ich konnte schon damals nicht verstehen, wie sich eine 16-jährige was Mode anbelangt, an mittelalterlichen Damen orientiert und warum diese Manaolo-B.-Sandalen 500 $ wert sein sollen.
Aber man muss ja auch nicht alles verstehen.
Inzwischen ist meine Tochter erwachsen, bestellt ihre Designer-Jeans zu Schnäppchenpreisen im Internet und meint, die Lady von Sex-in-the-City geben allenfalls noch eine gute Besetzung für eine Serie zu den Wechseljahren à la "Klimawechsel" ab.
Finde ich auch! Die deutsche Version war was Mode angeht, zumindest nicht so nervenzerfetzend trendy.
Gruß von happy loser
Sie haben natürlich recht und mit dem Verstand stimme ich Ihnen absolut in Ihrere Analyse zu.
Aber irgendwie ....
ich muss gestehen, dass mir elegante Frauen doch besser gefallen als Birkenstockträgerinnen mit Schlabberpullis.
Und so ein bisschen Schnack-Schnick und Luxus sorgt doch immer für ein wenig Abwechslung.Und diese Manolos an einem schönen Frauenfuß..:)
Noch ein Tip, wenn Sie mal "Sex and the City"-mäßige Philosophien in echt erleben wollen, besuchen Sie die wbsite "Dating a Banker anonymus" Hier schreiben Damen die im Zuge der Wirtschaftskrise nur noch schwer reiche Wallstreetheinis daten können. HaHa- Ihre schlimmsten Befürchtungen werden bestätigt- garantiert.
Luxuriöse Grüße
Tja, Sie haben vollkommen recht, spacerunnerrx,
als die Serien hier losgingen, hat mich meine damals 16-jährige Tochter mit dem Argument "Mama, seid wann bist Du denn so prüde?" zum Anschauen von Sex-in-the-city verführt.
Ich konnte schon damals nicht verstehen, wie sich eine 16-jährige was Mode anbelangt, an mittelalterlichen Damen orientiert und warum diese Manaolo-B.-Sandalen 500 $ wert sein sollen.
Aber man muss ja auch nicht alles verstehen.
Inzwischen ist meine Tochter erwachsen, bestellt ihre Designer-Jeans zu Schnäppchenpreisen im Internet und meint, die Lady von Sex-in-the-City geben allenfalls noch eine gute Besetzung für eine Serie zu den Wechseljahren à la "Klimawechsel" ab.
Finde ich auch! Die deutsche Version war was Mode angeht, zumindest nicht so nervenzerfetzend trendy.
Gruß von happy loser
Sie haben natürlich recht und mit dem Verstand stimme ich Ihnen absolut in Ihrere Analyse zu.
Aber irgendwie ....
ich muss gestehen, dass mir elegante Frauen doch besser gefallen als Birkenstockträgerinnen mit Schlabberpullis.
Und so ein bisschen Schnack-Schnick und Luxus sorgt doch immer für ein wenig Abwechslung.Und diese Manolos an einem schönen Frauenfuß..:)
Noch ein Tip, wenn Sie mal "Sex and the City"-mäßige Philosophien in echt erleben wollen, besuchen Sie die wbsite "Dating a Banker anonymus" Hier schreiben Damen die im Zuge der Wirtschaftskrise nur noch schwer reiche Wallstreetheinis daten können. HaHa- Ihre schlimmsten Befürchtungen werden bestätigt- garantiert.
Luxuriöse Grüße
Tja, Sie haben vollkommen recht, spacerunnerrx,
als die Serien hier losgingen, hat mich meine damals 16-jährige Tochter mit dem Argument "Mama, seid wann bist Du denn so prüde?" zum Anschauen von Sex-in-the-city verführt.
Ich konnte schon damals nicht verstehen, wie sich eine 16-jährige was Mode anbelangt, an mittelalterlichen Damen orientiert und warum diese Manaolo-B.-Sandalen 500 $ wert sein sollen.
Aber man muss ja auch nicht alles verstehen.
Inzwischen ist meine Tochter erwachsen, bestellt ihre Designer-Jeans zu Schnäppchenpreisen im Internet und meint, die Lady von Sex-in-the-City geben allenfalls noch eine gute Besetzung für eine Serie zu den Wechseljahren à la "Klimawechsel" ab.
Finde ich auch! Die deutsche Version war was Mode angeht, zumindest nicht so nervenzerfetzend trendy.
Gruß von happy loser
Sie haben natürlich recht und mit dem Verstand stimme ich Ihnen absolut in Ihrere Analyse zu.
Aber irgendwie ....
ich muss gestehen, dass mir elegante Frauen doch besser gefallen als Birkenstockträgerinnen mit Schlabberpullis.
Und so ein bisschen Schnack-Schnick und Luxus sorgt doch immer für ein wenig Abwechslung.Und diese Manolos an einem schönen Frauenfuß..:)
Noch ein Tip, wenn Sie mal "Sex and the City"-mäßige Philosophien in echt erleben wollen, besuchen Sie die wbsite "Dating a Banker anonymus" Hier schreiben Damen die im Zuge der Wirtschaftskrise nur noch schwer reiche Wallstreetheinis daten können. HaHa- Ihre schlimmsten Befürchtungen werden bestätigt- garantiert.
Luxuriöse Grüße
Wir sind uns da völlig einig, lieber Mmblfrz. Ich setze sogar noch einen drauf: Auf unseren Straßen ist viel zu wenig Eleganz zu sehen.
Die Frage ist nur, wie ich diese Eleganz erreiche und ausgestalte. Äquivalente Produkte weisen teilweise Preisunterschiede von tausenden Prozent auf. Der Unterschied ist lediglich das Label.
Ich kenne solche Beispiele, und muss das mit aufrichtigem Bedauern ob der Falle in welche diese Menschen tappten sagen, aus dem eigenen Bekanntenkreis.
Diese Konsumenten setzen sich einem unglaublichen beruflichen Druck aus, um eine falsche Glückseligkeit im Konsum maßlos überteuerter Produkte zu finden.
Oder Umgekehrt: Ihre stressige zeitfressende Karriere, welche ihnen kaum Möglichkeit zu sinngebender Freizeitgestaltung einräumt, treibt sie in die Fänge eines maßlosen Konsums, der immer nur temporäre und hohle Befriedigumng verschafft.
Beide Kategorien von Menschen befinden sich in einem sich immer schneller drehenden Hamsterrad. Und diese Entwicklung ist eine Tendenz, die den größten Teil der konsumierenden Bevölkerung betrifft. Wie stark dieses Verhalten ausgeprägt ist, bestimmt lediglich die persönliche Kaufkraft und der Wille zur Anpassung an die gesellschaftlichen Vorgaben.
Wir sind uns da völlig einig, lieber Mmblfrz. Ich setze sogar noch einen drauf: Auf unseren Straßen ist viel zu wenig Eleganz zu sehen.
Die Frage ist nur, wie ich diese Eleganz erreiche und ausgestalte. Äquivalente Produkte weisen teilweise Preisunterschiede von tausenden Prozent auf. Der Unterschied ist lediglich das Label.
Ich kenne solche Beispiele, und muss das mit aufrichtigem Bedauern ob der Falle in welche diese Menschen tappten sagen, aus dem eigenen Bekanntenkreis.
Diese Konsumenten setzen sich einem unglaublichen beruflichen Druck aus, um eine falsche Glückseligkeit im Konsum maßlos überteuerter Produkte zu finden.
Oder Umgekehrt: Ihre stressige zeitfressende Karriere, welche ihnen kaum Möglichkeit zu sinngebender Freizeitgestaltung einräumt, treibt sie in die Fänge eines maßlosen Konsums, der immer nur temporäre und hohle Befriedigumng verschafft.
Beide Kategorien von Menschen befinden sich in einem sich immer schneller drehenden Hamsterrad. Und diese Entwicklung ist eine Tendenz, die den größten Teil der konsumierenden Bevölkerung betrifft. Wie stark dieses Verhalten ausgeprägt ist, bestimmt lediglich die persönliche Kaufkraft und der Wille zur Anpassung an die gesellschaftlichen Vorgaben.
Wir sind uns da völlig einig, lieber Mmblfrz. Ich setze sogar noch einen drauf: Auf unseren Straßen ist viel zu wenig Eleganz zu sehen.
Die Frage ist nur, wie ich diese Eleganz erreiche und ausgestalte. Äquivalente Produkte weisen teilweise Preisunterschiede von tausenden Prozent auf. Der Unterschied ist lediglich das Label.
Ich kenne solche Beispiele, und muss das mit aufrichtigem Bedauern ob der Falle in welche diese Menschen tappten sagen, aus dem eigenen Bekanntenkreis.
Diese Konsumenten setzen sich einem unglaublichen beruflichen Druck aus, um eine falsche Glückseligkeit im Konsum maßlos überteuerter Produkte zu finden.
Oder Umgekehrt: Ihre stressige zeitfressende Karriere, welche ihnen kaum Möglichkeit zu sinngebender Freizeitgestaltung einräumt, treibt sie in die Fänge eines maßlosen Konsums, der immer nur temporäre und hohle Befriedigumng verschafft.
Beide Kategorien von Menschen befinden sich in einem sich immer schneller drehenden Hamsterrad. Und diese Entwicklung ist eine Tendenz, die den größten Teil der konsumierenden Bevölkerung betrifft. Wie stark dieses Verhalten ausgeprägt ist, bestimmt lediglich die persönliche Kaufkraft und der Wille zur Anpassung an die gesellschaftlichen Vorgaben.
Und dieser Ehrgeiz und diese Knechterei machen einfach-
häßlich
Und dieser Ehrgeiz und diese Knechterei machen einfach-
häßlich
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häßlich
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