Bildungsgipfel Prüfen statt basteln

An Bildung soll nicht gespart werden? Falsch! Man muss nur wissen, wo. Ein Standpunkt zum Bildungsgipfel

Es gibt nur eines, was auf die Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung. Das sagte John F. Kennedy. Am Wochenende schien es, als säße der amerikanische Präsident dabei, als die Bundesregierung zur Sparklausur zusammenkam. Viele Minister müssen zur Haushaltssanierung etwas abgeben, nur eine Ressortchefin darf sogar mehr ausgeben: Annette Schavan. Sie plant, in den nächsten vier Jahren zwölf Milliarden Euro zusätzlich in Forschung und Bildung zu investieren . An diesem Donnerstag wollen Bund und Länder beim Bildungsgipfel zudem bestätigen, dass Deutschland im Jahr 2015 zehn Prozent seiner Wirtschaftsleistung für diesen Zweck aufwendet. Gelingt dies, steht Kitas, Schulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen so viel Geld zur Verfügung wie niemals zuvor.

Was aber machen mit den Mitteln – und was besser nicht?

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Die Frage ist nicht trivial. Bildung bringt Wohlstand. Das haben hier mittlerweile alle verstanden. Weil wir kaum Rohstoffe besitzen und hohe Löhne beziehen, während die Bevölkerung schrumpft, benötigen wir hochspezialisierte Arbeitskräfte, kreative Forscher und technologische Innovationen.

Umgekehrt gilt die Gleichung jedoch keineswegs: Mehr Geld bringt nicht unbedingt mehr Bildung. Das haben leider noch nicht alle begriffen. Der Trichter ist in der Bildungspolitik kein geeignetes Instrument. So wie ein Schüler nicht automatisch etwas lernt, wenn man oben viel Wissen hineinschüttet, so mehrt nicht automatisch die Bildungserträge eines Landes, wer möglichst große Summen in Schulen und Universitäten steckt. Das zeigten etwa die internationalen Pisa-Vergleiche. Die ostasiatischen Staaten liegen mit ihren Leistungen stets an der Spitze, mit ihren Ausgaben jedoch eher im Mittelfeld. Die USA lassen sich die Bildung relativ viel kosten, ihre Schüler schneiden nur mittelmäßig ab. »Man kann viel Geld ausgeben«, resümiert der Münchner Volkswirtschaftler Ludger Wößman, »ohne dass sich an den Bildungsergebnissen – und nur darauf kommt es an – etwas verbessert.«

Zum Beispiel, indem man in kleinere Klassen investiert. Politiker versprechen das bei jeder Wahl, zuletzt Jürgen Rüttgers in Nordrhein-Westfalen. Die Argumente für eine Verringerung der Schülerzahl im Klassenraum scheinen schwer zu widerlegen. Der Lehrer hat die Möglichkeit, sich stärker um jeden Einzelnen zu kümmern. Schüler kommen häufiger dran, schüchterne Kinder wagen es eher, sich zu melden. Lärm und Unruhe stören weniger den Unterricht als im Massenbetrieb. Da müssen die Schüler doch einfach mehr lernen. Denkt man – und irrt, wie unzählige wissenschaftliche Studien zeigen, zuletzt die Grundschuluntersuchung Iglu .

Denn nur weil ihnen weniger Köpfe gegenübersitzen, wechseln Lehrer nicht ihren Unterrichtsstil. Viele beschallen ihre Schüler weiterhin frontal, weil sie es kaum gelernt haben, sie nach Leistung und Interesse individuell zu fördern. Daran ändert sich wenig, wenn die Klassenstärke in allen Schulen, sagen wir, von 30 auf 25 Schüler sinkt. Selbst mit besser ausgebildeten Lehrern würden sich die Lernergebnisse nur verbessern, wenn man die Schülerzahl viel radikaler verkleinerte. Die Kosten schon einer minimalen Klassenschrumpfung jedoch wären immens. Zehntausende neuer Lehrer müssten eingestellt werden, was jedes Jahr zusätzliche Milliarden kosten würde. Um die Nerven von Lehrern zu schonen, kann eine geringere Klassenfrequenz nützlich sein. Um die Leistungen der Schüler zu heben, sollten Bildungspolitiker das Geld besser woanders einsetzen.

Leser-Kommentare
    • ribera
    • 10.06.2010 um 17:36 Uhr

    Aber was ist mit denen, die sich der Bildung verweigern, die das Angebot nicht annehmen wollen?
    Entweder die Eltern, die als Erziehungsberechtigte nicht den Daumen auf ihrem unwilligen, noch nicht zur Einsicht fähigen Nachwuchs haben oder die heranwachsenden Jugendlichen, denen die Einsicht fehlt?
    Gerade hierdurch werden auf Dauer immense Kosten fällig.
    Hier fehlen mir Ansätze im Artikel.

  1. klar wird eine schlechter Dozent bei einer kleinen Gruppe keine Heldentaten vollbringen. Sonst lehrt die Erfahrung, dass man bis zu 10-30 Leute wirklich individuell betreuen kann, bei Gruppen von 30-80 Erwachsenen kann man noch eine gewisse Mitarbeit einplanen. Darüber geht kaum mehr als Frontalunterricht, insbesondere bei Riesenhörsälen über 200 Personen. Da hat die Interaktion mit dem Publikum nur eine Alibi- bzw. Entertainmentfunktion.

  2. es kommt aber nicht nur auf das "Wie" sondern auch auf das "Was" beim unterrichten an. Wenn ich mir so manche (keineswegs dumme)Kinder und Jugendlichen in meinem Umfeld anschaue, frage ich mich oft, was um Himmels willen, lernen die eigentlich in der Schule. Kenntnisse, die zu meiner Schulzeit (na gut,war vor über 30 Jahren)jedem Hauptschüler vermittelt wurden z.B. in Geschichte, Deutsch/Literatur, Geografie, weiß heute nicht mal ein Abiturient. Dinge, die auch zum Allgemeinwissen zählen.
    Und zu den Kosten: in den 1970er Jahren hat man z. B. das Bafög mehr als großzügig gehandhabt. Beispiel: Beantragung Bafög für eine private Handelsschule. Die Höhe de Bafög umfaßte das gesamte Schulgeld Monatskarte für den Bus und dann blieben tatsächlich noch DM 20,00 übrig als Taschengeld. So wurde das Geld vom Staat verpraßt. Sinnvoll wirtschaften konnten diese Damen und Herren noch nie.

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    "es kommt aber nicht nur auf das "Wie" sondern auch auf das "Was" beim unterrichten an" ... "z.B. in Geschichte"

    Also ich habe in meinem Geschichtsunterricht insgesamt dreimal das Dritte Reich durchgenommen. Dann noch Drittes Reich im Deutschgrundkurs und nochmal Drittes Reich im Reli- Unterricht. Und was weiß man nach dem Abschluss darüber? Nix! Weil man aus Trotz die Inhalte verdrängt. Ja gar ins Lächerliche zieht. Schon wieder Holocaust! Schon wieder Klassenfahrt in ein KZ! Da rollt man als Schüler mit den Augen. Also EINMAL Holocaust und Drittes Reich durchzunehmen und dann aber richtig, dafür wäre ich. So wie das bei mir gelaufen ist, kann man es später einfach nicht mehr hören. Sobald heute etwas im Fernsehen oder im SPIEGEL oder woanders über Hilter und den 2. Weltkrieg kommt, zappe ich weg, bzw. verschmähe die Artikel. Ich hab's einfach satt, satt ,SATT!!

    Von Karl dem Großen und Richard Löwenherz habe ich nur auf Wikipedia gelesen!!!

    Versteht mich nicht falsch: es IST wichtig, über das Dritte Reich und die Schrecken des Holocausts Bescheid zu wissen. Aber bei der Intensität im Lernplan führt es eher dazu, dass man eben abstumpft und es irgendwann nicht mehr hören kann. Man zerstört dadurch ein eigentlich wichtiges Thema, indem man nicht darüber lehren, sondern Hirnwäsche betreiben möchte. Und so etwas ruft Reaktanz hervor. Und die ist natürlich Gift für die intensive Auseinandersetzung mit solchen Themen.

    "es kommt aber nicht nur auf das "Wie" sondern auch auf das "Was" beim unterrichten an" ... "z.B. in Geschichte"

    Also ich habe in meinem Geschichtsunterricht insgesamt dreimal das Dritte Reich durchgenommen. Dann noch Drittes Reich im Deutschgrundkurs und nochmal Drittes Reich im Reli- Unterricht. Und was weiß man nach dem Abschluss darüber? Nix! Weil man aus Trotz die Inhalte verdrängt. Ja gar ins Lächerliche zieht. Schon wieder Holocaust! Schon wieder Klassenfahrt in ein KZ! Da rollt man als Schüler mit den Augen. Also EINMAL Holocaust und Drittes Reich durchzunehmen und dann aber richtig, dafür wäre ich. So wie das bei mir gelaufen ist, kann man es später einfach nicht mehr hören. Sobald heute etwas im Fernsehen oder im SPIEGEL oder woanders über Hilter und den 2. Weltkrieg kommt, zappe ich weg, bzw. verschmähe die Artikel. Ich hab's einfach satt, satt ,SATT!!

    Von Karl dem Großen und Richard Löwenherz habe ich nur auf Wikipedia gelesen!!!

    Versteht mich nicht falsch: es IST wichtig, über das Dritte Reich und die Schrecken des Holocausts Bescheid zu wissen. Aber bei der Intensität im Lernplan führt es eher dazu, dass man eben abstumpft und es irgendwann nicht mehr hören kann. Man zerstört dadurch ein eigentlich wichtiges Thema, indem man nicht darüber lehren, sondern Hirnwäsche betreiben möchte. Und so etwas ruft Reaktanz hervor. Und die ist natürlich Gift für die intensive Auseinandersetzung mit solchen Themen.

  3. "es kommt aber nicht nur auf das "Wie" sondern auch auf das "Was" beim unterrichten an" ... "z.B. in Geschichte"

    Also ich habe in meinem Geschichtsunterricht insgesamt dreimal das Dritte Reich durchgenommen. Dann noch Drittes Reich im Deutschgrundkurs und nochmal Drittes Reich im Reli- Unterricht. Und was weiß man nach dem Abschluss darüber? Nix! Weil man aus Trotz die Inhalte verdrängt. Ja gar ins Lächerliche zieht. Schon wieder Holocaust! Schon wieder Klassenfahrt in ein KZ! Da rollt man als Schüler mit den Augen. Also EINMAL Holocaust und Drittes Reich durchzunehmen und dann aber richtig, dafür wäre ich. So wie das bei mir gelaufen ist, kann man es später einfach nicht mehr hören. Sobald heute etwas im Fernsehen oder im SPIEGEL oder woanders über Hilter und den 2. Weltkrieg kommt, zappe ich weg, bzw. verschmähe die Artikel. Ich hab's einfach satt, satt ,SATT!!

    Von Karl dem Großen und Richard Löwenherz habe ich nur auf Wikipedia gelesen!!!

    Versteht mich nicht falsch: es IST wichtig, über das Dritte Reich und die Schrecken des Holocausts Bescheid zu wissen. Aber bei der Intensität im Lernplan führt es eher dazu, dass man eben abstumpft und es irgendwann nicht mehr hören kann. Man zerstört dadurch ein eigentlich wichtiges Thema, indem man nicht darüber lehren, sondern Hirnwäsche betreiben möchte. Und so etwas ruft Reaktanz hervor. Und die ist natürlich Gift für die intensive Auseinandersetzung mit solchen Themen.

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    Ich weiß nicht, wie alt Sie sind, aber das 3. Reich haben wir damals ebenfalls (ziemlich einseitig)bis zum Umfallen durchgekaut, mit dem Ergebnis, daß ich auch nichts mehr davon hören will. Doch ich finde es erschreckend, daß die Schüler heute nur weinig davon wissen, und noch einseitigere Vorstellungen davon haben und vor allen Dingen, daß sie z. B. über die DDR so gut wie nichts wissen. Das Thema scheint im Unterricht ausgeblendet zu sein. Generell habe ich den Eindruck, daß heutzutage im Unterricht, egal welches Fach, alles so umständlich und kompliziert wie möglich gelehrt wird und damit die Schüler überfordert werden. Dabei sollte doch das Gegenteil der Fall sein. Aber die "gescheiten " Kultusminister können wohl nur kompliziert und ums Eck denken.

    Ich weiß nicht, wie alt Sie sind, aber das 3. Reich haben wir damals ebenfalls (ziemlich einseitig)bis zum Umfallen durchgekaut, mit dem Ergebnis, daß ich auch nichts mehr davon hören will. Doch ich finde es erschreckend, daß die Schüler heute nur weinig davon wissen, und noch einseitigere Vorstellungen davon haben und vor allen Dingen, daß sie z. B. über die DDR so gut wie nichts wissen. Das Thema scheint im Unterricht ausgeblendet zu sein. Generell habe ich den Eindruck, daß heutzutage im Unterricht, egal welches Fach, alles so umständlich und kompliziert wie möglich gelehrt wird und damit die Schüler überfordert werden. Dabei sollte doch das Gegenteil der Fall sein. Aber die "gescheiten " Kultusminister können wohl nur kompliziert und ums Eck denken.

  4. Ich weiß nicht, wie alt Sie sind, aber das 3. Reich haben wir damals ebenfalls (ziemlich einseitig)bis zum Umfallen durchgekaut, mit dem Ergebnis, daß ich auch nichts mehr davon hören will. Doch ich finde es erschreckend, daß die Schüler heute nur weinig davon wissen, und noch einseitigere Vorstellungen davon haben und vor allen Dingen, daß sie z. B. über die DDR so gut wie nichts wissen. Das Thema scheint im Unterricht ausgeblendet zu sein. Generell habe ich den Eindruck, daß heutzutage im Unterricht, egal welches Fach, alles so umständlich und kompliziert wie möglich gelehrt wird und damit die Schüler überfordert werden. Dabei sollte doch das Gegenteil der Fall sein. Aber die "gescheiten " Kultusminister können wohl nur kompliziert und ums Eck denken.

    Antwort auf "So ist es!"
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    Wir haben auch nicht viel DDR gemacht. Als ich im 9. Schuljahr war, dachte ich sogar immer noch, DDR hieße Deutsches Drittes Reich. Ohne Witz! Das meiste, was ich über die DDR heute weiß, habe ich aus den Medien und aus Erzählungen bezogen. Jedenfalls außerhalb der Schule. In der Schule war dafür keine Zeit. Wie hätte das gehen sollen? 2 Wochenstunden Geschichte und die waren ja meistens mit Hitler verplant.

    Wir haben auch nicht viel DDR gemacht. Als ich im 9. Schuljahr war, dachte ich sogar immer noch, DDR hieße Deutsches Drittes Reich. Ohne Witz! Das meiste, was ich über die DDR heute weiß, habe ich aus den Medien und aus Erzählungen bezogen. Jedenfalls außerhalb der Schule. In der Schule war dafür keine Zeit. Wie hätte das gehen sollen? 2 Wochenstunden Geschichte und die waren ja meistens mit Hitler verplant.

  5. Wir haben auch nicht viel DDR gemacht. Als ich im 9. Schuljahr war, dachte ich sogar immer noch, DDR hieße Deutsches Drittes Reich. Ohne Witz! Das meiste, was ich über die DDR heute weiß, habe ich aus den Medien und aus Erzählungen bezogen. Jedenfalls außerhalb der Schule. In der Schule war dafür keine Zeit. Wie hätte das gehen sollen? 2 Wochenstunden Geschichte und die waren ja meistens mit Hitler verplant.

    Antwort auf "@ichschreibe"
  6. Abgesehen von einer Reform des Geschichtsunterrichts, finde ich, sollte man den Beamtenstatus der Lehrer abschaffen. Dadurch ließe sich Geld sparen UND eine Verbesserung der Lehre an dt. Schulen erreichen, da Angestellte, welche bei schlechten Leistungen auch entlassen werden können, einfach besser arbeiten als diese Oberstudienräte, die eh jeden morgen einen Strich an die Wand machen "wie lange noch bis zur Pen(n)sion?"

    Problem: Wir haben 16 Bildungssysteme, eines schlechter als das andere. Berlin verbeamtet z.B. schon keine neuen Lehrer mehr. Folge: der Nachwuchs geht ins "Bildungsausland", also in andere Bundesländer. Nein, hier sollte man endlich mal zentrale Regelungen finden. Der Föderalismus ist für unser Bildungssystem einfach Gift, das sollte mittlerweile jedem klar sein. Nur leider kann man das nicht so einfach umändern, wegen Verfassung und so weiter, bla, bla, bla. Ja, bei Datenschutz, Bürgerrechten und Europapolitik ist die Verfassung schnell geändert oder gebeugt. Aber beim Föderalismus tut man so, als handele es sich um die Steintafeln des Moses. Und warum? Weil die Regierungen und Kultusminister der Länder gewiss ungern am eigenen Ast sägen wollen.

    Also, solange wir den Bildungsföderalismus beibehalten, solange wird es auch keine wirklichen Verbesserungen geben können, weil bei allen Reformen, (wie Beamtenstatus, Gymnasium ja/nein usw.,) nur 5 Länder mitmachen, 6 was anderes machen und Bayern wie immer als einziges Land richtig handelt ;-)

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    Das sehe ich genauso.

    Natürlich ist es recht populär, auf den Beamtenstatus von Lehrern zu schimpfen und zu hoffen, dass man durch seine Abschaffung Geld sparen könnte. Allein der Beweis steht ehrlich gesagt immer noch aus. Mit einfachen Rechenspielchen kommt man dabei aber leider nicht weit.
    Zudem ist der Beamtenstatus auch ein Anreiz, sich diesem ziemlich aufreibenden und auch mittlerweile vielfach undankbaren Beruf zu widmen. Ich selbst stehe momentan vor der Wahl, entweder Lehrer zu werden, oder mir anderswo einen Job zu suchen. Gut genug bin ich dafür locker. Und auch wenn ich unglaublich gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeite, will ich dafür auch angemessen entlohnt werden, wozu auch (ja, wegen Kündigungssicherheit) der Beamtenstatus gehört.
    Nachdem übrigens Beamte nicht streiken dürfen, könnte man sich ja mal zum Spaß vorstellen, was wohl passieren würde, wenn die gesamte Lehrerschaft (nicht mehr verbeamtet) auf die Straße ginge. Dummerweise gibt es jetzt schon zu wenig qualifizierte Lehrer - ideale Bedingungen, um richtig satte Gehaltsforderungen zu stellen, die Mediziner haben es in den letzten Jahren schließlich vorgemacht.

    Das sehe ich genauso.

    Natürlich ist es recht populär, auf den Beamtenstatus von Lehrern zu schimpfen und zu hoffen, dass man durch seine Abschaffung Geld sparen könnte. Allein der Beweis steht ehrlich gesagt immer noch aus. Mit einfachen Rechenspielchen kommt man dabei aber leider nicht weit.
    Zudem ist der Beamtenstatus auch ein Anreiz, sich diesem ziemlich aufreibenden und auch mittlerweile vielfach undankbaren Beruf zu widmen. Ich selbst stehe momentan vor der Wahl, entweder Lehrer zu werden, oder mir anderswo einen Job zu suchen. Gut genug bin ich dafür locker. Und auch wenn ich unglaublich gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeite, will ich dafür auch angemessen entlohnt werden, wozu auch (ja, wegen Kündigungssicherheit) der Beamtenstatus gehört.
    Nachdem übrigens Beamte nicht streiken dürfen, könnte man sich ja mal zum Spaß vorstellen, was wohl passieren würde, wenn die gesamte Lehrerschaft (nicht mehr verbeamtet) auf die Straße ginge. Dummerweise gibt es jetzt schon zu wenig qualifizierte Lehrer - ideale Bedingungen, um richtig satte Gehaltsforderungen zu stellen, die Mediziner haben es in den letzten Jahren schließlich vorgemacht.

  7. Das sehe ich genauso.

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