Bildungsgipfel Magere Bilanz
Im Jahr 2008 hat die Kanzlerin die Bildungsrepublik proklamiert. Ein Bildungsökonom rechnet vor, wie weit der Weg noch ist
Beim Bildungsgipfel mit den Ministerpräsidenten 2008 in Dresden hat die Bundeskanzlerin den Aufbruch in die »Bildungsrepublik Deutschland« verkündet – verbunden nicht nur mit allgemeinen Versprechen, sondern auch mit überprüfbaren Zielen.
Anlässlich des Bildungsgipfels an diesem Donnerstag in Berlin hat der Essener Bildungsökonom Klaus Klemm im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes nun eine erste Zwischenbilanz gezogen.
Auf diese Ziele hatten sich der Bund und die Länder 2008 festgelegt: Die Ausgaben für Bildung und Forschung sollen bis 2015 auf zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen; bis 2013 soll für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren ein Krippenplatz bereitgestellt werden; die Quote der Schulabgänger ohne Abschluss soll von acht auf vier Prozent eines Jahrgangs halbiert werden; die Quote der jungen Menschen ohne Berufsabschluss soll ebenfalls halbiert werden, von 17 Prozent auf 8,5 Prozent; die Studienanfängerquote soll auf 40 Prozent eines Altersjahrgangs steigen, dabei sollen auch die doppelten Abiturientenjahrgänge zu ihrem Recht kommen; mehr Berufstätige sollen sich weiterbilden: 50 Prozent statt 43 Prozent.
Klemms Untersuchung lässt einen erheblichen Nachholbedarf der Politik erkennen.
Sichtbare Erfolge gibt es nur in einem Feld: Die Studienanfängerquote wurde von 40 Prozent im Jahr 2008 auf 43 Prozent im Jahr 2009 gesteigert. Kleiner Wermutstropfen: Wenn dieser Trend anhält, dann wiederum müssten mehr Studienplätze finanziert werden, als im »Hochschulpakt« von Bund und Ländern vereinbart wurden.
Zur Weiterbildungsbeteiligung kann Klaus Klemm keine Aussagen machen, weil keine aktuellen Daten vorliegen.
Auf den anderen Feldern sieht es düster aus:
Der Krippenausbau liegt weit hinter dem Plan zurück. 2009 gab es erst für 20 Prozent der unter Dreijährigen einen Platz. Es fehlen noch 320.000 Plätze. Völlig ungeklärt ist, wie der Bedarf an Fachkräften gedeckt werden soll, der nötige Ausbau der Ausbildungskapazitäten findet nicht statt.
Wie die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss halbiert werden soll, ist laut Klemm nicht einmal ansatzweise zu erkennen. Weder ist es in greifbarer Nähe, dass alle Hauptschüler einen Abschluss machen, noch gibt es eine gezielte Hilfe für die Förderschulen, aus denen rund die Hälfte der Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss stammen.
- Datum 09.06.2010 - 15:13 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle DIE ZEIT, 10.06.2010 Nr. 24
- Kommentare 17
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




Deutschland soll eine Bildungsrepublik werden.
"DDR" stand nach Meinung der Führungsclique für Deutsche DEMOKRATISCHE Republik.
Durchwinken immer größerer Schülermengen zum Abitur mittels immer weiterer Kürzung des Lehrstoffs und inflationäres Drucken von Bachelor-Zertifikaten für immer neue "akademische" Fächer bei gleichzeitigem Kahlschlag der Universitäten, dazu Erodieren des in der Welt einzigartigen Dualen Bildungssystems und Abschaffen von praktisch orientierten Hochqualifikationen wie dem Meister ist sicherlich der richtig Weg, technologisch wieder an die Weltspitze zu kommen.
Die Wahrheit ist doch, dass unsere Politiker von gut bezahlenden Interessengruppen wirtschaftlicher Rivalen den Auftrag bekommen haben, Deutschlands Bildungssystem auf ein Niveau irgendwo zwischen Ghana und Burundi zu bringen. Vor etwa zwanzig Jahren war es Portugal, das ganz unverhüllt in der damaligen EG forderte, Deutschland müsse sein Bildungssystem zurückstutzen, da Portugal nicht mithalten könne und das deutsche Bildungssystem daher wettbewerbsverzerrend sei.
Wenn man das DDR Bildungssystem hier umsetzen würden, gäbe es die notwendige Elitenbildung durch Auslese und eine Breite gut ausgebildte Masse an Arbeitern.
Und sie wollen doch nicht behaupten, das die BRD eine Demokratie ist und hier demokratische Entscheidungen getroffen werden können Stichworte; Meinungsfreiheit und Pressefreiheit, Rezipientenfreiheit.
Wenn man das DDR Bildungssystem hier umsetzen würden, gäbe es die notwendige Elitenbildung durch Auslese und eine Breite gut ausgebildte Masse an Arbeitern.
Und sie wollen doch nicht behaupten, das die BRD eine Demokratie ist und hier demokratische Entscheidungen getroffen werden können Stichworte; Meinungsfreiheit und Pressefreiheit, Rezipientenfreiheit.
40% Studienanfänger heißt wohl über 40% Abiturienen aus einem Altersjahrgang. Sind wir auf einmal cleverer geworden? Wenn man die Geldmenge stark erhöht während diese Zunahme nicht von effektiver Wirtschaftsleistung unterstützt ist nennt man dies Inflation. Sprechen wir also von einer Inflation der Qualifikation und darf das das Ziel sein? Wenn bald 40% eines Jahrgangs Master of Science oder so ist, wird der einzelne kaum mehr eine Qualifikation haben die wirklich etwas wert ist. Statt dieser Inflation könnte man auf eine Aufwertung der "anderen" Schulabschlüsse setzten. Wenn Hauptschulabschlüsse wieder einen Job wert wären, und nicht 4.0er Abiturienten diesen besetzten, so wäre das Problem gelöst. Konsolidierung von unten, statt künstliche Aufwertung von oben, sollte vielleicht die Devise sein.
Eine "Inflation der Qualifikation" erleben wir bereits seit Jahrzehnten. Schleichend wurden die Abschlüsse der "niedrigeren" weiterführenden Schulen entwertet, gewann und gewinnt immer mehr das Abitur an Bedeutung. Aus diesem Grund, wegen des demografischen Wandels und weiteren Faktoren ist eine Stärkung der Hauptschulen nicht sinnvoll. Gleichzeitig wächst der Bedarf der Wirtschaft an hochqualifizierten Fachkräften, auf Grund des Strukturwandels und weiteren Faktoren, weiter an. Die niedrigen Arbeitslosenquoten derjenigen mit einem Hochschulabschluss und die Debatte um den Fachkräftemangel sind Indikatoren dieser Entwicklung.
Dass aber auf der anderen Seite auch an die Qualität der Qualifikation gedacht werden muss, ist umso bedeutender. Wenn wir in die USA schauen, dann sehen wir wohin es führt, wenn Quantität nicht auch mit gleichverteilter Qualität einhergeht: Einige Colleges dort haben nichtmal das Niveau hiesiger Gymnasien.
In Deutschland kann diese Entwicklung nur verhindert werden, wenn die Schulen und Hochschulen ausreichend Personal erhalten.
Eine "Inflation der Qualifikation" erleben wir bereits seit Jahrzehnten. Schleichend wurden die Abschlüsse der "niedrigeren" weiterführenden Schulen entwertet, gewann und gewinnt immer mehr das Abitur an Bedeutung. Aus diesem Grund, wegen des demografischen Wandels und weiteren Faktoren ist eine Stärkung der Hauptschulen nicht sinnvoll. Gleichzeitig wächst der Bedarf der Wirtschaft an hochqualifizierten Fachkräften, auf Grund des Strukturwandels und weiteren Faktoren, weiter an. Die niedrigen Arbeitslosenquoten derjenigen mit einem Hochschulabschluss und die Debatte um den Fachkräftemangel sind Indikatoren dieser Entwicklung.
Dass aber auf der anderen Seite auch an die Qualität der Qualifikation gedacht werden muss, ist umso bedeutender. Wenn wir in die USA schauen, dann sehen wir wohin es führt, wenn Quantität nicht auch mit gleichverteilter Qualität einhergeht: Einige Colleges dort haben nichtmal das Niveau hiesiger Gymnasien.
In Deutschland kann diese Entwicklung nur verhindert werden, wenn die Schulen und Hochschulen ausreichend Personal erhalten.
In manchen Gegenden des Landes werden die Förderschulen systematisch platt gemacht, indem die SchülerInnen mit sonderpädagogischen Förderbedarf und eben auch die Sonderpädagogen in den GU gesteckt werden.
Entsprechende Konzepte, sächliche und personelle Ausstattung stehen nicht immer zur Verfügung, sodass dieser Prozess auf dem Rücken von SchülerInnen mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf ausgetragen wird. In diesen nicht seltenen Fällen leidet die Qualität der Bildung insgesamt. Die Vorteile einer gemeinsamen Beschulung kommen nicht zum Tragen.
Erfolgreiche Konzepte, die in einzelnen Förderschulen gerade für den Bereich des Überganges Schule Beruf entwickelt und umgesetzt wurden, verschwinden einfach wieder.
Politisch werden Integration und Inklusion gleich gesetzt, um den fälligen Rechenschaftsbericht im Rahmen der UN- Konvention zu schönen.
Wenn Frau Merkel ihre Finger im Spiel hat und sie auch das Thema Bildung so erfolgreich in den Sand setzt wie die Nominierung eines Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten oder das Sparpaket, dann gute Nacht Marie.
Die Bildungsmisere dieses Landes kann man schon am Foto sehr schön ablesen ;)
Wunderbar! Prägnanter kann man es wohl kaum ausdrücken. Das Photo sollte als generelles, gleichgeschaltetes Wahlplakat für alle künftigen Wahlkämpfe aller Parteien eingeführt werden. Senkt Kosten.
In dem Artikel ist von einem "Bildungsökonom" die Rede, der da vorrechnet. Der rechnet aber nichts. Der stellt nur Zahlen gegenüber. Und überhaupt: Was ist ein Bildungsökonom? Darf ich das so verstehen, das es eine Bildungsökonomie gibt? Und ist diese altehrwürdige Wissenschaft vielleicht sogar eng verbunden mit der Philosophieökonomie, der Wissensökonomie, der Religionsökonomie oder vielleicht gar mit der Denkökonomie? Wie wäre es - angesichts des "bedrohlichen" Bevölkerungsrückgangs in den bundesdeutschen Gauen - mit der Einführung von Lehrstühlen für Ejakulationsökonomie? Das könnte man an einem runden Tisch diskutieren , beispielsweise in einem aus Vertretern aller Parteien bestehenden Spritzrat.
Wunderbar! Prägnanter kann man es wohl kaum ausdrücken. Das Photo sollte als generelles, gleichgeschaltetes Wahlplakat für alle künftigen Wahlkämpfe aller Parteien eingeführt werden. Senkt Kosten.
In dem Artikel ist von einem "Bildungsökonom" die Rede, der da vorrechnet. Der rechnet aber nichts. Der stellt nur Zahlen gegenüber. Und überhaupt: Was ist ein Bildungsökonom? Darf ich das so verstehen, das es eine Bildungsökonomie gibt? Und ist diese altehrwürdige Wissenschaft vielleicht sogar eng verbunden mit der Philosophieökonomie, der Wissensökonomie, der Religionsökonomie oder vielleicht gar mit der Denkökonomie? Wie wäre es - angesichts des "bedrohlichen" Bevölkerungsrückgangs in den bundesdeutschen Gauen - mit der Einführung von Lehrstühlen für Ejakulationsökonomie? Das könnte man an einem runden Tisch diskutieren , beispielsweise in einem aus Vertretern aller Parteien bestehenden Spritzrat.
"Der Krippenausbau liegt weit hinter dem Plan zurück. 2009 gab es erst für 20 Prozent der unter Dreijährigen einen Platz. Völlig ungeklärt ist, wie der Bedarf an Fachkräften gedeckt werden soll, der nötige Ausbau der Ausbildungskapazitäten findet nicht statt."
Das trifft für viele Regionen Deutschlands so nicht zu! Es werden jedes Jahr weit mehr Erzieherinnen ausgebildet, als Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Seit Jahren bekommen viele Erzieherinnen nach ihrer Ausbildung niemals die Chance, auch nur einen Tag in ihrem Beruf zu arbeiten. Konstante Ausbildungsabschlüsse stehen zugleich einer stets sinkenden Geburtenrate und einem gesenkten Personalschlüssel gegenüber.
Arbeitsplätze zur Verfügung stehen, ist aber überall so. Prinzip ist, man kann so einfach den Druck auf den Arbeitsmarkt aufrechterhalten und damit Reallohnsenkungen durchsetzen.
Arbeitsplätze zur Verfügung stehen, ist aber überall so. Prinzip ist, man kann so einfach den Druck auf den Arbeitsmarkt aufrechterhalten und damit Reallohnsenkungen durchsetzen.
Eine "Inflation der Qualifikation" erleben wir bereits seit Jahrzehnten. Schleichend wurden die Abschlüsse der "niedrigeren" weiterführenden Schulen entwertet, gewann und gewinnt immer mehr das Abitur an Bedeutung. Aus diesem Grund, wegen des demografischen Wandels und weiteren Faktoren ist eine Stärkung der Hauptschulen nicht sinnvoll. Gleichzeitig wächst der Bedarf der Wirtschaft an hochqualifizierten Fachkräften, auf Grund des Strukturwandels und weiteren Faktoren, weiter an. Die niedrigen Arbeitslosenquoten derjenigen mit einem Hochschulabschluss und die Debatte um den Fachkräftemangel sind Indikatoren dieser Entwicklung.
Dass aber auf der anderen Seite auch an die Qualität der Qualifikation gedacht werden muss, ist umso bedeutender. Wenn wir in die USA schauen, dann sehen wir wohin es führt, wenn Quantität nicht auch mit gleichverteilter Qualität einhergeht: Einige Colleges dort haben nichtmal das Niveau hiesiger Gymnasien.
In Deutschland kann diese Entwicklung nur verhindert werden, wenn die Schulen und Hochschulen ausreichend Personal erhalten.
Es ist sicher richtig in Qualität der Schul - und Berufsbildung zu investieren; kommt auf den Qualitätsbegriff an, denn das hiesige Bildungssystem ist in einer Industriegesellschaft entstanden ist und die damit erzeugten Bildungshierarchien werden aus ideolog. Gründen strukturell konserviert und darüber auch die elitären Schienen ausgebaut.
Qualität müsste breit zugänglich sein, der Trend verläuft aber andersherum - weil die Maßstäbe und Meß-Methoden rein in/output- und nicht prozessorientiert sind. Man kann viel hoch qualif. Personal einstellen, das sagt aber nichts über deren Kooperations - und Organisationsfähigkeit beim interdisziplinären Wissenstransfer aus. Letzteres ist aber eine Kernkompetenz i.d. der Transformation der Industrie - zur sog. Wissensgesellschaft - es nützt nichts ein Dutzend 1er-Kandidaten als Lehrer in ein Schulsystem zu entsenden, wenn diese im Kollegium eher ihr Fachidiotentum und ihren Statusdünkel pflegen, als an perspektivischen Verschränkungen der Fachdidaktik z.B. in Form fächerübergreifender Projekte zu arbeiten.
Die Arbeitswelt einer Wissensgesellschaft wird prozessorientierte Projektarbeiter benötigen, die über den Tellerrand ihrer Disziplin nicht nur hinausschauen sondern auch hinausgehen können - zumal die in der modernen Wertschöpfung nicht mehr externalisierbaren Faktoren wie Umwelt & Energiebilanz erst recht vernetztes und projektbezogenes Denken und Handeln einfordern. Darauf wird Schule sich aus - bzw. einrichten müssen, meine ich.
Die Perspektive vergangener Jahrzenhnte fehlt mir, aber ich erlebe das Schulsystem in NRW sehr intensiv, und es ist frapant auf welch korrupte Weisen dort Abschlüsse gepusht werden - mehr und mehr minder qualifizierte Schüler sollen das Abitur erreichen. Meine Aussage war nicht so zu verstehen, mehr auf den Momentanen Hauptschulabschluss zu setzten, sondern diesen Aufzuwerten zu dem was er einst war - ein Abschluss mit dem man tatsächlich einen Beruf ergreifen konnte. Jeder KFZ-Mechaniker braucht heute ein Abi!
Die Entlastung der Oberstufe durch das Abfangen von, sagen wir, 60% der Schüler über andere Abschlüsse könnte dann auch gewährleisten dass Oberstufenunterricht wirklich hochklassig ist und nicht noch Leistungsbremsen wegstecken muss durch Schüler die aus politischen Gründen auch das Abi schaffen sollen/müssen.
Auf diesem Weg würde man die Möglichkeit bieten, wirklich hochwertige Wissenschaftler aus den Gymnasien zu rekrutieren und gleichzeitig Schüler ohne Abi früher in den Beruf holen: das heißt ein deutlich erhöhtes Arbeitspotential eröffnen, statt Schüler zu einem 3.8er Abi zu prügeln und damit noch drei Jahre aus dem Beruf fern halten.
Es ist sicher richtig in Qualität der Schul - und Berufsbildung zu investieren; kommt auf den Qualitätsbegriff an, denn das hiesige Bildungssystem ist in einer Industriegesellschaft entstanden ist und die damit erzeugten Bildungshierarchien werden aus ideolog. Gründen strukturell konserviert und darüber auch die elitären Schienen ausgebaut.
Qualität müsste breit zugänglich sein, der Trend verläuft aber andersherum - weil die Maßstäbe und Meß-Methoden rein in/output- und nicht prozessorientiert sind. Man kann viel hoch qualif. Personal einstellen, das sagt aber nichts über deren Kooperations - und Organisationsfähigkeit beim interdisziplinären Wissenstransfer aus. Letzteres ist aber eine Kernkompetenz i.d. der Transformation der Industrie - zur sog. Wissensgesellschaft - es nützt nichts ein Dutzend 1er-Kandidaten als Lehrer in ein Schulsystem zu entsenden, wenn diese im Kollegium eher ihr Fachidiotentum und ihren Statusdünkel pflegen, als an perspektivischen Verschränkungen der Fachdidaktik z.B. in Form fächerübergreifender Projekte zu arbeiten.
Die Arbeitswelt einer Wissensgesellschaft wird prozessorientierte Projektarbeiter benötigen, die über den Tellerrand ihrer Disziplin nicht nur hinausschauen sondern auch hinausgehen können - zumal die in der modernen Wertschöpfung nicht mehr externalisierbaren Faktoren wie Umwelt & Energiebilanz erst recht vernetztes und projektbezogenes Denken und Handeln einfordern. Darauf wird Schule sich aus - bzw. einrichten müssen, meine ich.
Die Perspektive vergangener Jahrzenhnte fehlt mir, aber ich erlebe das Schulsystem in NRW sehr intensiv, und es ist frapant auf welch korrupte Weisen dort Abschlüsse gepusht werden - mehr und mehr minder qualifizierte Schüler sollen das Abitur erreichen. Meine Aussage war nicht so zu verstehen, mehr auf den Momentanen Hauptschulabschluss zu setzten, sondern diesen Aufzuwerten zu dem was er einst war - ein Abschluss mit dem man tatsächlich einen Beruf ergreifen konnte. Jeder KFZ-Mechaniker braucht heute ein Abi!
Die Entlastung der Oberstufe durch das Abfangen von, sagen wir, 60% der Schüler über andere Abschlüsse könnte dann auch gewährleisten dass Oberstufenunterricht wirklich hochklassig ist und nicht noch Leistungsbremsen wegstecken muss durch Schüler die aus politischen Gründen auch das Abi schaffen sollen/müssen.
Auf diesem Weg würde man die Möglichkeit bieten, wirklich hochwertige Wissenschaftler aus den Gymnasien zu rekrutieren und gleichzeitig Schüler ohne Abi früher in den Beruf holen: das heißt ein deutlich erhöhtes Arbeitspotential eröffnen, statt Schüler zu einem 3.8er Abi zu prügeln und damit noch drei Jahre aus dem Beruf fern halten.
Arbeitsplätze zur Verfügung stehen, ist aber überall so. Prinzip ist, man kann so einfach den Druck auf den Arbeitsmarkt aufrechterhalten und damit Reallohnsenkungen durchsetzen.
Wenn man das DDR Bildungssystem hier umsetzen würden, gäbe es die notwendige Elitenbildung durch Auslese und eine Breite gut ausgebildte Masse an Arbeitern.
Und sie wollen doch nicht behaupten, das die BRD eine Demokratie ist und hier demokratische Entscheidungen getroffen werden können Stichworte; Meinungsfreiheit und Pressefreiheit, Rezipientenfreiheit.
dass das heutige Deutschland in solchem Maße eine Bildungsrepublik ist, wie die DDR demokratisch war. Sprechblasen der Mächtigen.
Mit dem, was Sie sagen, haben Sie leider recht.
dass das heutige Deutschland in solchem Maße eine Bildungsrepublik ist, wie die DDR demokratisch war. Sprechblasen der Mächtigen.
Mit dem, was Sie sagen, haben Sie leider recht.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren