Antisemitismus in Sachsen-Anhalt Angriff auf NoamSeite 5/5
Nicht weit von Battke entfernt, wohnt der mutmaßliche Täter Alexander P. bei seinen Eltern. Niemand öffnet die Tür, ein Hund bellt. P. macht eine Ausbildung zum Koch in Naumburg. Die P.s sind eine alteingesessene Familie in Laucha. Am Ortsrand lebt ein weiterer Zweig der Familie in einem grauen Haus. Vergilbte Gardinen hängen vor den Fenstern, drinnen läuft ein Fernseher. Wieder öffnet niemand. Kurz darauf trifft Lutz Battke in einem weißen Citroën-Kastenwagen ein. Am Steuer sitzt ein älterer Mann, Battke selbst hat keinen Führerschein. Er schaut, was vor sich geht. Und folgt von nun an der Reporterin der ZEIT . Anscheinend will er Macht demonstrieren, einschüchtern. Battke und sein Fahrer folgen der Reporterin bis zum Gymnasium. Als sie aussteigt, warten sie, dann fahren sie weiter. Später steht der Citroën vor dem Haus von Alexander P..
Vor der Schule warten ein paar Jugendliche auf den Bus. Einer von ihnen trägt eine schwarze Bomberjacke und hält schon am frühen Nachmittag eine Dose Bier in der Hand. Er sagt: »Der Alexander P. ist ein Kamerad von mir.« Und das »mit dem Juden« finde er gut. Die anderen Jugendlichen um ihn herum lachen.
Ein Junge sagt, er kenne Noam. Der sei früher aggressiv gewesen und deshalb vom Gymnasium geflogen. In vielen Gesprächen in Laucha tauchen jetzt Gerüchte über Noam auf, werden abgewandelt, Neues wird hinzugefügt. Die mobile Beratung für Opfer rechtsextremer Gewalt in Halle hatte Noams Familie gewarnt, dies gehöre zur Taktik der Rechten, im Nachhinein das Opfer zu diffamieren. Der Direktor des Gymnasiums von Laucha bestätigt zwar, dass Noam tatsächlich das Gymnasium gewechselt habe, allerdings wegen Lernschwierigkeiten und auf Wunsch seiner Eltern.
Der Fußballplatz und das Vereinsheim liegen gleich neben dem Gymnasium. An der Bande des Feldes hängen ein paar Werbeplakate. Eins fehlt seit wenigen Wochen: das der Rotkäppchen-Mumm-Sektkellerei. Seit 1999 unterstützte die Sektkellerei aus dem nahen Freyburg den BSC 99 mit jährlich etwa 600 Euro. Als ein Journalist der israelischen Zeitung Ha’aretz nach dem Angriff auf Noam bei der Sektkellerei anrief und nach Alexander P. und Lutz Battke fragte, wurde am darauf folgenden Tag die Unterstützung eingestellt und die Bandenwerbung entfernt. Die Reklame der Heizungs- und Sanitäranlagenfirma Pleitz hängt noch am Fußballfeld. Die Pleitz GmbH ist ein weiterer Sponsor des Vereins und einer der größten Arbeitgeber von Laucha. Ihr Geschäftsführer Olaf Pleitz sagt, er wolle erst die Ermittlungen der Staatsanwälte abwarten und dann entsprechend reagieren. Was heißt das genau? »Mensch, das sind Jugendliche. Auf jedem Fußballplatz kloppt man sich.« Schon Pleitz’ Großvater und Vater spielten im Verein. Die Familie ist dem Fußballklub seit 100 Jahren verbunden. So etwas zählt in Laucha. In dem dichten Geflecht aus gewachsenen Freundschaften spielt Noams Familie keine Rolle. Sie ist zugezogen. Natürlich kennt Pleitz auch Lutz Battke. »Er opfert sich für den Fußball auf. Er hat viele Sympathien in der Stadt. Und seine politische Meinung lässt er auf dem Platz außen vor«, sagt Pleitz. Zumindest habe er das gehört. Im Augenblick hat Pleitz ein anderes Problem. Für den Herbst bereitet er ein Fußballturnier vor und weiß nicht, wie er sich verhalten soll. Nun hat er entschieden: Er lädt Battke nicht ein, aber auch nicht aus.
Es ist diese Ambivalenz gegenüber Battke, die das Verhalten der Verantwortlichen in Laucha prägt. Sie fürchten die Reaktion ihrer Nachbarn.
In der Feierstunde für Noams Retter Mario Träbert hatte der Bürgermeister von Laucha, Michael Bilstein, noch klare Worte gefunden. Bilstein sitzt als Vizepräsident des Fußballklubs im Stadtrat – in Kleinstädten wie Laucha können auch Vereine und die Feuerwehr für das Gremium kandidieren. »Wir haben den Fußball als neutrale Zone betrachtet, das funktioniert nicht«, hatte Bilstein damals öffentlich gesagt. Wenige Tage später steht Bilstein im Rathaus und will die ZEIT nicht in seinem Büro empfangen. Er läuft auf dem Flur hin und her und fühlt sich unwohl. Inzwischen erinnert er sich nicht mehr so gern an das, was er bei der Feierstunde gesagt hat. Er sei nicht richtig verstanden worden. »Dieser Vorfall ist nicht gut für die Stadt Laucha«, sagt er. Der Bürgermeister meint den Angriff auf Noam. Es klingt, als sorge er sich vor allem um den Ruf seiner Stadt. Was ist mit Lutz Battke? »Fragen Sie doch mal die Leute auf der Straße, was die über Battke denken. Die halten ihn für einen Schornsteinfeger, der ordentlich seinen Job macht und sich als Trainer nichts zuschulden kommen lässt.« Bilsteins eigener Sohn spielt auch in diesem Verein. Dann hat der Bürgermeister genug von dem Gespräch, dreht sich um und eilt davon.
Eines fällt auf während dieser Recherche: In keinem der Gespräche fällt das Wort Antisemitismus. Als würden alle hoffen, dass es sich durch Schweigen auflöse.
Einen Mann gibt es in Laucha, der immer wieder vor Lutz Battke warnte. Wilhelm Ebbinghaus ist 67, sitzt in seinem Wohnzimmer und blickt auf eine riesige dunkelbraune Schrankwand. Ebbinghaus war elf Jahre lang Bürgermeister, von 1990 bis 2001. Damals gab es NPD-Versammlungen im Klubhaus, Ebbinghaus hat sie verboten. Immer wieder ermahnte er die Leitung des Fußballvereins: »Ihr könnt doch nicht so einen Mann auf die Jugendlichen loslassen.« Und immer wieder reagierte die Vereinsleitung grantig und unternahm nichts. Nach dem Überfall auf Noam sieht Ebbinghaus sich bestätigt. »Dass einer wie Battke mit einer solchen Gesinnung nicht bei der Abseitsregel aufhört, geht denen nicht in den Schädel.« Ebbinghaus ist nicht sehr vorsichtig in seiner Wortwahl, er war es nie. Am Ende hatte er viele Feinde in Laucha und wurde nicht wiedergewählt. Nun sitzt er in seinem Wohnzimmer und wartet darauf, dass etwas geschieht in seiner alten Stadt, dass der Verein reagiert.
Darauf warten auch Noam und seine Familie. Im Prozess gegen Alexander P. werden sie als Nebenkläger auftreten. Sie wollen kämpfen, und sie wollen in Laucha bleiben. Vorerst. Auch wenn Noam seine Mutter neulich fragte, woher dieser Hass komme. Und sie keine Antwort darauf fand.
- Datum 14.06.2010 - 07:17 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 10.06.2010 Nr. 24
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Vielen Dank für diesen gut recherchierten Artikel.
Solche Geschichten dürfen niemals unter den Tisch gekehrt werden, und es ist eine der wichtigsten Aufgaben der Presse, diese ins Licht der Öffentlichkeit zu zerren. Bravo!
Aber dennoch etwas verwirrend. Auf der ersten Seite steht: "Lutz Battke ist Bezirksschornsteinfeger und sitzt als Parteiloser für die NPD im Stadtrat und im Kreistag." , ne Seite später ist schon von nem NPD Mitglied die Rede... was denn nun?
Ansonsten ein sehr guter Artikel.
... sind eklige Krankheiten, die sich sowohl der Heilung als auch der Ausrottung hartnäckiger verweigern als Pest, Pokern, Cholera.
Wir werden auch in Zukunft mit den daran Erkrankten leben müssen.
Leider fehlt ihnen meist die Einsicht in ihre Erkrankung, was den Umgang mit den Erkrankten oft besonders unangenehm macht.
Ich finde Antirassismus, Antisexismus und Antispeziesismus aber durchaus gute Ismen und keineswegs als krankhafte neigung einzustufen.
Denn grundtenor ihres kommentares kann aber zugestimmt werden. Hass und Ausgrenzung sind undemokratisch und wiederfahren seit je her ethnische oder andere Minderheiten im Land. Nicht nur von der leitkultur. Wichtig ist, dass wir alle geschlossen gegen derartige Verbrechen aus Hass argumentieren. Alle Menschen sind gleich an Wert und gleichberechtigte Würdeträger. Inhaltliche Kritik kann sicherlich zum Gegenstand einer fairen Diskussion sein, aber blinder Hass und Hetze gegen angehörige von Glaubensgemeinscahften als Beispiel können nicht geduldet werden. Weshalb ich auch die allgemeine "Islamkritik" vehement ablehne. ANgebrachte Kritik an jede mir bekannte Religion wird missbraucht um den berechtigten Glauben, der in fast allen fällen absolut wohlwollend und friedlich ausgeübt wird, ins abseits zu drängen und zu kriminalisieren. Einer solchen Diskussion, die es seier Zeit öfters gab und im Dritten Reich zb zu einer extremen Form der Fremdenfeindlichkeit führte werde ich nicht vollständig beiwohnen wollen.
Wir müssen wirklcih im humainstischen Sinne alle begreifen, dass Menchen individuen sind, die als solche zu behandeln sind: Ob Konservativ, Sozialist, Muslim oder Atheist wir müssen einander espektieren und den Menschen sehen, nicht die Gruppe. Diese Entwicklung hat Europa weitestgehend von Fundamentalismus befreit.Das muss weitergehen.
Ich finde Antirassismus, Antisexismus und Antispeziesismus aber durchaus gute Ismen und keineswegs als krankhafte neigung einzustufen.
Denn grundtenor ihres kommentares kann aber zugestimmt werden. Hass und Ausgrenzung sind undemokratisch und wiederfahren seit je her ethnische oder andere Minderheiten im Land. Nicht nur von der leitkultur. Wichtig ist, dass wir alle geschlossen gegen derartige Verbrechen aus Hass argumentieren. Alle Menschen sind gleich an Wert und gleichberechtigte Würdeträger. Inhaltliche Kritik kann sicherlich zum Gegenstand einer fairen Diskussion sein, aber blinder Hass und Hetze gegen angehörige von Glaubensgemeinscahften als Beispiel können nicht geduldet werden. Weshalb ich auch die allgemeine "Islamkritik" vehement ablehne. ANgebrachte Kritik an jede mir bekannte Religion wird missbraucht um den berechtigten Glauben, der in fast allen fällen absolut wohlwollend und friedlich ausgeübt wird, ins abseits zu drängen und zu kriminalisieren. Einer solchen Diskussion, die es seier Zeit öfters gab und im Dritten Reich zb zu einer extremen Form der Fremdenfeindlichkeit führte werde ich nicht vollständig beiwohnen wollen.
Wir müssen wirklcih im humainstischen Sinne alle begreifen, dass Menchen individuen sind, die als solche zu behandeln sind: Ob Konservativ, Sozialist, Muslim oder Atheist wir müssen einander espektieren und den Menschen sehen, nicht die Gruppe. Diese Entwicklung hat Europa weitestgehend von Fundamentalismus befreit.Das muss weitergehen.
an die Opfer des Bombenkrieges, die anderen machen alltägliche Graswurzelarbeit in den Dörfen.*
Warum wundert man sich dann, wer die Menschen für sich einnimmt?
* nicht abschließende Beispiele
Wer demonstriert gegen das Gedenken? Meinen Sie die Tausenden Menschen die gegen den Naziaufmarsch in Dresden demosntriert haben? Die haben sicherlich nicht gegen das gedenken demonstriert, sondern das würdevolle und stille Gebet und beisammensein hinterbliebener, betroffener und interessierter vor neonationalsozialistischer propaganda geschützt.
Wer demonstriert gegen das Gedenken? Meinen Sie die Tausenden Menschen die gegen den Naziaufmarsch in Dresden demosntriert haben? Die haben sicherlich nicht gegen das gedenken demonstriert, sondern das würdevolle und stille Gebet und beisammensein hinterbliebener, betroffener und interessierter vor neonationalsozialistischer propaganda geschützt.
eine schande das so etwas nach der nazidiktatur in Deutschland noch passiert, und das das von vielen stillschweigend geduldet wird.
Entfernt wegen antisemitischer Äußerungen. Die Redaktion/is
Lieber Faxenkram,
dass es "dumme Menschen" gibt, zeigen vor allem Sie mit Ihrem Beitrag in aller Deutlichkeit.
Sie sollten sich wirklich schämen, dem minderjährigen, wehrlosen Opfer den unbegründeten und verachtenswerten Angriff auch noch vorzuwerfen! Aber für Scham scheint es bei Maulaffen wie Ihnen ja schon lange nicht mehr zu reichen. Geschweige denn für Respekt, Mitgefühl und geistige Selbstbestimmung.
Schlimm, mit was für intellektuellen Nullnummern ich mir mein Land teilen muss.
Die Grüße erspare ich uns -
L.
Das ist nicht das erste mal das so etwas in einer kleinen Ortschaft im Osten passiert...leider.
Die Menschen die in Laucha leben scheinen das allerletzte zu sein, Augen zu und durch scheint da das Motto zu sein.
Vielleicht liegt es aber auch daran das diese Menschen nicht mehr selbstständig denken können und "Richtig" oder "Falsch" daher nicht mehr unterscheiden können.
Letzteres scheint mir wahrscheinlicher...in einer Welt in der man jedem möglichst Verantwortung entzieht scheint dies ein Begleitphänomen zu sein...
Ich erinnere mich an einen Passanten...:"sie wollen doch nicht etwa über Rot gehen"..."Doch, es kommt kein Auto und tschüss".
Widerliche Sache. Nichtsdestoweniger: (Noch) ein Einzelfall, der wenig Aussagekraft hat. Beängstigender finde ich da schon, dass etwa während der Gaza-Offensive im Januar 2009 Zehntausende auf anti-israelischen Demos durch Europas Städte liefen und "Itbakh al-Yahud (Schlachtet die Juden)!" oder "Hamas, Hamas, Juden ins Gas!" skandierten - ohne dass dies in der Öffentlichkeit für besondere Entrüstung gesorgt hätte. Auch die Tatsache, dass unter muslimischen Jugendlichen das Wort "Jude" eine der beliebtesten Beleidigungen ist, wird kaum thematisiert (wer einmal etwas länger in einem so genannten Problemviertel wie Neukölln gelebt hat, wird diese Beobachtung bestätigen können).
Entfernt wegen antisemitischer Äußerungen. Die Redaktion/is
Lieber Faxenkram,
dass es "dumme Menschen" gibt, zeigen vor allem Sie mit Ihrem Beitrag in aller Deutlichkeit.
Sie sollten sich wirklich schämen, dem minderjährigen, wehrlosen Opfer den unbegründeten und verachtenswerten Angriff auch noch vorzuwerfen! Aber für Scham scheint es bei Maulaffen wie Ihnen ja schon lange nicht mehr zu reichen. Geschweige denn für Respekt, Mitgefühl und geistige Selbstbestimmung.
Schlimm, mit was für intellektuellen Nullnummern ich mir mein Land teilen muss.
Die Grüße erspare ich uns -
L.
Das ist nicht das erste mal das so etwas in einer kleinen Ortschaft im Osten passiert...leider.
Die Menschen die in Laucha leben scheinen das allerletzte zu sein, Augen zu und durch scheint da das Motto zu sein.
Vielleicht liegt es aber auch daran das diese Menschen nicht mehr selbstständig denken können und "Richtig" oder "Falsch" daher nicht mehr unterscheiden können.
Letzteres scheint mir wahrscheinlicher...in einer Welt in der man jedem möglichst Verantwortung entzieht scheint dies ein Begleitphänomen zu sein...
Ich erinnere mich an einen Passanten...:"sie wollen doch nicht etwa über Rot gehen"..."Doch, es kommt kein Auto und tschüss".
Widerliche Sache. Nichtsdestoweniger: (Noch) ein Einzelfall, der wenig Aussagekraft hat. Beängstigender finde ich da schon, dass etwa während der Gaza-Offensive im Januar 2009 Zehntausende auf anti-israelischen Demos durch Europas Städte liefen und "Itbakh al-Yahud (Schlachtet die Juden)!" oder "Hamas, Hamas, Juden ins Gas!" skandierten - ohne dass dies in der Öffentlichkeit für besondere Entrüstung gesorgt hätte. Auch die Tatsache, dass unter muslimischen Jugendlichen das Wort "Jude" eine der beliebtesten Beleidigungen ist, wird kaum thematisiert (wer einmal etwas länger in einem so genannten Problemviertel wie Neukölln gelebt hat, wird diese Beobachtung bestätigen können).
Dieses "NPD-Symbol" war mir bisher noch unbekannt. Aber man lernt ja nie aus. Hab das schon mal als abgewandeltes BMW-Zeichen gesehen ;).
@Reallast: Das sehe ich ähnlich: Wenn andere Parteien entweder nur neoliberale Politik machen oder, abgesehen von alibimäßiger Rhetorik gegen Hartz IV, nur über die "Deutsche Schuld" sinnieren bzw. mit offen Antideutschen bei Demos paktieren - oder beides, darf man sich nicht wundern, wenn diejenigen verstärkt Erfolg haben, die noch bodenständig rüberkommen.
Es ist auch für die etablierte Politik nicht hilfreich, wenn einzelne Repräsentanten mit Methoden arbeiten, die eines Rechtsstaates unwürdig sind, nämlich den Gegner beruflich zu vernichten.
Dass Parteien auch in Vereinen drinstecken, um dadurch an Wähler ranzukommen, ist kein reines NPD-Phänomen.
eine Wahrheit die jede mir bekannte Studie zutagefördert, dass dort wo der bildungsstand besonders gering und die beschäftigungsmöglichkeiten für jugendliche besonders spärlich sind, die tendenzen zu nationalistischem Gedankengut größer sind. Ausnahmen ebstätigen natürlich auch hier die regel.
Jedenfalls darf eine Kritik an solchem Nationalismus nicht als Antideutsch begriffen werden. Deutschland sind für mich die Menschen, die hier leben. Nicht die Menschen die einen deutschen Pass haben.
Dass hingegen das Deutsche Staatswesen eine historisch bedingte Pflicht zur aufarbeitung eben dieser Historie hat ist doch unbestreitbar. Einmal sicherlich in finanzieller sicht, aber noch viel mehr in der Tatsache, dass wir nun umsomehr verpflichtet sind, gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzug im allgemeinen zu Kämpfen. Selbstredend ist die vergangenheit eines Menschen, auch vor seiner Geburt bedeutend, weil diese die Kultur prägt in der dieser Mensch aufgewachsen ist und von der er maßgeblich beeinflusst wird. Umso wichtiger ist es, eine kultur zu schaffen, die scih gegen Hass auf Minderheiten richtet und Toleranz und Vernunft zu grundlegenden Tugenden erklärt.
Wie dem auch sei. Letztenendes ist nationalismus, und damit meine ich jetzt die identifikation mit einer Nation, nicht förderlich. Wichtgier ist die Fokussierung auf ein Gemeinsames Leben jenseits imaginärer nationaler Grenzen. Ich lebe seit 22 Jahren iN deutschland, bin 23 Jahre alt und habe keineN deutschen Pass.
eine Wahrheit die jede mir bekannte Studie zutagefördert, dass dort wo der bildungsstand besonders gering und die beschäftigungsmöglichkeiten für jugendliche besonders spärlich sind, die tendenzen zu nationalistischem Gedankengut größer sind. Ausnahmen ebstätigen natürlich auch hier die regel.
Jedenfalls darf eine Kritik an solchem Nationalismus nicht als Antideutsch begriffen werden. Deutschland sind für mich die Menschen, die hier leben. Nicht die Menschen die einen deutschen Pass haben.
Dass hingegen das Deutsche Staatswesen eine historisch bedingte Pflicht zur aufarbeitung eben dieser Historie hat ist doch unbestreitbar. Einmal sicherlich in finanzieller sicht, aber noch viel mehr in der Tatsache, dass wir nun umsomehr verpflichtet sind, gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzug im allgemeinen zu Kämpfen. Selbstredend ist die vergangenheit eines Menschen, auch vor seiner Geburt bedeutend, weil diese die Kultur prägt in der dieser Mensch aufgewachsen ist und von der er maßgeblich beeinflusst wird. Umso wichtiger ist es, eine kultur zu schaffen, die scih gegen Hass auf Minderheiten richtet und Toleranz und Vernunft zu grundlegenden Tugenden erklärt.
Wie dem auch sei. Letztenendes ist nationalismus, und damit meine ich jetzt die identifikation mit einer Nation, nicht förderlich. Wichtgier ist die Fokussierung auf ein Gemeinsames Leben jenseits imaginärer nationaler Grenzen. Ich lebe seit 22 Jahren iN deutschland, bin 23 Jahre alt und habe keineN deutschen Pass.
... und der Staat schaut zu. Es ist unglaublich, was in Deutschland, im Land der Taeter, unter dem Deckmantel der Demokratie und der Meinungsfreiheit, wieder moeglich ist. Hatten wir das nicht schon einmal, in der Zeit der Weimarer Republik? Damals hat man die sich formierende Nazibande auch belaechelt und nicht ernst genommen. Mit dem bekannten Resultat. Es ist der Staat, der hier eingreifen und Flagge zeigen muss. Nicht nur mit dem Verbot der Partei, die hinter dem geschilderten Vorfall steckt. Vor allem aber, mit der Verbesserung der Arbeits- und Lebensverhaeltnisse der Buerger. Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit sind ein Naerboden fur Rechtsradikale. Auch das wissen wir aus der Geschichte Deutschlands. Aber auch hier scheint die Gesellschaft und der Staat lernresistent zu sein.
inwieweit die braune K*e sich in diesem Fall auf Demokratie und Meinungsfreiheit berufen hat?
Es ist ja nicht so, dass die Handlungsweise der Nazis irgendwie noch gesetzeskompatibel wäre (oder es 1933 gewesen wäre). Beleidigung, Diskrimierung, Volksverhetzung, Sachbeschädigung, Körperverletzung, Brandstiftung, Mord - alles im StGB, man müsste es nur konsequent anwenden. Einschränkung der Meinungsfreiheit erscheint mir weniger angebracht.
Ansonsten: Volle Zustimmung zu dem, was Sie schreiben. Reich 4.0 kommt derzeit in die Betatestphase... aber es wird ohne mich installiert werden.
inwieweit die braune K*e sich in diesem Fall auf Demokratie und Meinungsfreiheit berufen hat?
Es ist ja nicht so, dass die Handlungsweise der Nazis irgendwie noch gesetzeskompatibel wäre (oder es 1933 gewesen wäre). Beleidigung, Diskrimierung, Volksverhetzung, Sachbeschädigung, Körperverletzung, Brandstiftung, Mord - alles im StGB, man müsste es nur konsequent anwenden. Einschränkung der Meinungsfreiheit erscheint mir weniger angebracht.
Ansonsten: Volle Zustimmung zu dem, was Sie schreiben. Reich 4.0 kommt derzeit in die Betatestphase... aber es wird ohne mich installiert werden.
Aber noch beschaemender ist, dass erst ein Autofahrer kommen muss um den Kleinen zu retten!!!
Was ist das für ein Volk, das nicht aufstehen kann für eine gute und gerechte Sache, aber meckern nur wo es geht?
Ohne den Mut, ist anscheinend das beste Wissen in menschlicher Hinsicht eine ganz klare 0!!!
Ohne den Mut, ist anscheinend das beste Wissen in menschlicher Hinsicht eine ganz klare 0!!!
Niemand ist sicher vor der BRAUNEN und ROTEN Sosse, weltweit.
Sie haben es auf den Punkt gebracht.
Ohne den Mut, ist anscheinend das beste Wissen in menschlicher Hinsicht eine ganz klare 0!!!
Niemand ist sicher vor der BRAUNEN und ROTEN Sosse, weltweit.
Sie haben es auf den Punkt gebracht.
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