Europa Mehr Gleichgewicht
Die EU begreift es nicht. Auch Exportweltmeister gehören bestraft
Der Markt hat immer recht, lautet eine alte Börsenweisheit, und wenn sie stimmt, muss sich Europa ernsthaft Sorgen machen. Der Euro-Kurs fällt , am Mittelmeer steigen die Kapitalmarktzinsen – die Investoren tun das, was sie immer tun, wenn sie Angst um ihr Geld haben: Sie ziehen es ab.
Man kann es ihnen nicht einmal vorwerfen. Die EU hat zwar einen milliardenschweren Rettungsfonds aufgelegt , doch es fehlt ein überzeugendes Konzept für die Zukunft des gemeinsamen Geldes.
Die Währungsunion in ihrer derzeitigen Form – strenge Regeln für die nationalen Staatshaushalte – kann als gescheitert betrachtet werden. Kein Wunder, dass die ersten Ergebnisse der aktuellen Brüsseler Reformverhandlungen wenig Euphorie erzeugen. Noch mehr strenge Regeln für die Staatshaushalte sind noch kein Konzept.
Staatsschulden zu begrenzen ist zwar Deutschlands zentrales europapolitisches Ziel seit Helmut Kohl. Aber es ist nur eine Voraussetzung für stabile wirtschaftliche Verhältnisse. Denn eine niedrige Schuldenquote gaukelt Stabilität bloß vor, wenn – wie in Spanien – der Staat spart, dafür aber Haushalte und Unternehmen zu hohe Schulden anhäufen.
Tatsächlich wollen sich die Brüsseler Euro-Wächter künftig auch solche Verwerfungen genauer ansehen, doch klare Vorgaben fehlen. Und am Pranger, so will es Deutschland, stehen nur die Länder, die sich verschulden.
Dabei gehören zu einem Kredit immer zwei: Schuldner und Gläubiger. Wenn die Bundesbürger ihr Geld in Spanien und Griechenland verleihen, statt es in der Heimat auszugeben, dann sind sie an der Lage in der europäischen Peripherie mitschuldig. Und wenn es darum gehen soll, Krisen in Zukunft zu verhindern, dann müssen nicht nur die Spanier und die Griechen, sondern auch die Deutschen ihr Verhalten ändern.
Die EU müsste also nicht allein bei zu hohen Staatsschulden, sondern auch bei zu hohen Exportüberschüssen blaue Briefe verschicken können. Zum Gläubiger werden Länder nur, wenn sie mehr Waren ins Ausland verkaufen, als sie von dort kaufen.
So wie Deutschland, wo der Export boomt , der Konsum daniederliegt und das im Ausland angelegte Vermögen sich inzwischen auf fast 700 Milliarden Euro summiert – wenn wir andere retten, dann retten wir auch unser Geld. Erst griechischer Schlendrian und deutsche Sparsamkeit zusammengenommen ergeben ein explosives Gemisch.
Deutschland hat den Euro einst nur unter der Bedingung akzeptiert, dass der Rest Europas sich die hiesige Stabilitätskultur zu eigen macht. Doch was einem Land guttut, muss nicht einem ganzen Kontinent guttun. Die Griechen lernen, was es bedeutet, die eigene Währung aufgegeben zu haben. Nur wenn auch die Deutschen anerkennen, dass der Euro nicht die Mark ist und die Europäische Zentralbank nicht die Bundesbank, hat der Euro eine Chance. Das ist es jedoch, woran die Märkte zweifeln.
- Datum 10.06.2010 - 15:21 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 10.06.2010 Nr. 24
- Kommentare 70
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Wir retten nicht "Unser" Geld, sondern das der Banken.
Das ist leider nicht meins. Die deutsche Bevölkerung hat seit 20 Jahren Realeinkommensverluste!
Also welches Geld retten wir?
Gekürzt. Wir nehmen uns Ihrer Kritik gern an. Bitte formulieren Sie Ihre Meinung doch stichhaltig und nachvollziehbar mit Argumenten. Die Redaktion/cs
> Der ökonomische Sachverstand der "Zeit-Wirtschaftsredaktion" bewegt sich Erstsemester-Niveau.
??? Und das kann jemand einschätzen, der nie ein Semester Wirtschaft studiert hat? Darauf lässt zumindest der Satz "Wir retten nicht "Unser" Geld, sondern das der Banken." schließen.
Ein Ökonom ist in erster Linie ein Wissenschaftler und nicht per se "Kapitalist", "Neoliberaler", Idiot oder was sie sich alles anhören müssen. Die Eliten sind also schuld? Warum so sicher? Der Artikel sagt, die Deutschen insgesamt horten ihr Geld, das sorgt für billige Zinsen welches den Griechen hinterhergeschmissen wurde. Zu dem Geschäft gehören zwei. Wer weiß denn, ob das nicht sogar stimmt? Immerhin ist Mark Schieritz mit dieser Einschätzung nicht allein.
Der Artikel sagt zwar die deutschen müssten sich ändern, aber der Punkt ist ja gerade dass wir mehr konsumieren müssten. Und das heißt im Klartext das eigentlich die Löhne wieder steigen müssten und zwar gerade bei denen die nicht reich sind und ihren Überschuss in Kapitalgeschäfte stecken. Also die Folgerung aus dem Artikel ist wir müssen irgendwie die unteren und "mittleren" Gehälter anheben - Mindestlohn?!
> Der ökonomische Sachverstand der "Zeit-Wirtschaftsredaktion" bewegt sich Erstsemester-Niveau.
??? Und das kann jemand einschätzen, der nie ein Semester Wirtschaft studiert hat? Darauf lässt zumindest der Satz "Wir retten nicht "Unser" Geld, sondern das der Banken." schließen.
Ein Ökonom ist in erster Linie ein Wissenschaftler und nicht per se "Kapitalist", "Neoliberaler", Idiot oder was sie sich alles anhören müssen. Die Eliten sind also schuld? Warum so sicher? Der Artikel sagt, die Deutschen insgesamt horten ihr Geld, das sorgt für billige Zinsen welches den Griechen hinterhergeschmissen wurde. Zu dem Geschäft gehören zwei. Wer weiß denn, ob das nicht sogar stimmt? Immerhin ist Mark Schieritz mit dieser Einschätzung nicht allein.
Der Artikel sagt zwar die deutschen müssten sich ändern, aber der Punkt ist ja gerade dass wir mehr konsumieren müssten. Und das heißt im Klartext das eigentlich die Löhne wieder steigen müssten und zwar gerade bei denen die nicht reich sind und ihren Überschuss in Kapitalgeschäfte stecken. Also die Folgerung aus dem Artikel ist wir müssen irgendwie die unteren und "mittleren" Gehälter anheben - Mindestlohn?!
Schlendrian!
Mal sehen, wie das Europa gefällt!
Ich prognostiziere schon mal: Alles geht den Bach runter, denn was sollte Griechenland sparen, und Deutschland hat trotzdem schuld!
Der Stammtisch ruft!
Der Stammtisch ruft!
gehts noch?
Über 50% der Deutschen sind selbst Leidtragende der Entwicklungen.
Es würde der Zeit gut anstehen, die Schuldigen zu benennen.
Nicht Die Deutschen müssen ihr Verhalten ändern. Unsere Eliten sind dazu aufgefordert. Die Teile der Eliten, die den Binnenmarkt gekillt, sind klar zu benennen.
Sie sind zu belasten mit den Kosten der Krise -sonst niemand.
fliegende Meerschweinchen von Ihrem Fenster aus beobachten können.
Meerschweinchen können doch fliegen oder?
;)
fliegende Meerschweinchen von Ihrem Fenster aus beobachten können.
Meerschweinchen können doch fliegen oder?
;)
> Der ökonomische Sachverstand der "Zeit-Wirtschaftsredaktion" bewegt sich Erstsemester-Niveau.
??? Und das kann jemand einschätzen, der nie ein Semester Wirtschaft studiert hat? Darauf lässt zumindest der Satz "Wir retten nicht "Unser" Geld, sondern das der Banken." schließen.
Ein Ökonom ist in erster Linie ein Wissenschaftler und nicht per se "Kapitalist", "Neoliberaler", Idiot oder was sie sich alles anhören müssen. Die Eliten sind also schuld? Warum so sicher? Der Artikel sagt, die Deutschen insgesamt horten ihr Geld, das sorgt für billige Zinsen welches den Griechen hinterhergeschmissen wurde. Zu dem Geschäft gehören zwei. Wer weiß denn, ob das nicht sogar stimmt? Immerhin ist Mark Schieritz mit dieser Einschätzung nicht allein.
Wer ist denn das, "die Deutschen insgesamt"?
Die sind doch gar nicht gefragt worden - weder zur Agenda 2010, noch zur Wirtschaftspolitik der großen Koalition, noch zum Bankenrettungspaket, noch zu dem Affentanz der jetzigen Regierung und zum Griechenland/ClubMed-Rettungspaket.
Die meisten haben auch nicht soviel Geld, dass sie was verleihen können, erst recht nicht an irgendwelche ausländische Staaten.
Nein, dies ist eine jahrzehntelange, von den Medien bejubelte Politik - natürlich der Eliten - gewesen, die uns mit aller Macht dazu bringen, z.B. auf kapitalgedeckte Rentensysteme umzusteigen usw: also noch mehr Geld etwa in Pensionsfonds zu stecken, die dann natürlich nach Anlagemöglichkeiten im Ausland suchen, wegen der höheren Rendite (das höhere Risiko verdrängt man dann gerne).
Was wir jetzt erleben, ist das völlige Scheitern einer wirtschaftlichen Ideologie, welche man uns jahrelang gepredigt hat - und jetzt sollen wir dafür zahlen, dass die Verursacher ihr Schäflein ins trockene bringen!
Zitat:
Ein Ökonom ist in erster Linie ein Wissenschaftler und nicht per se "Kapitalist", "Neoliberaler", Idiot oder was sie sich alles anhören müssen. Die Eliten sind also schuld? Warum so sicher? Der Artikel sagt, die Deutschen insgesamt horten ihr Geld, das sorgt für billige Zinsen welches den Griechen hinterhergeschmissen wurde. Zu dem Geschäft gehören zwei. Wer weiß denn, ob das nicht sogar stimmt? Immerhin ist Mark Schieritz mit dieser Einschätzung nicht allein.
Sie wissen aber schon, dass 5% der Deutschen 75% der Vermögen in Deutschland besitzen( wenn man das Eigenheim rausrechnet)
Also von "den Deutschen" kann da nun wirklich keine Rede sein.
Die Obere Mittelschicht hat in den letzten 10 Jahren kräftig abgeräumt.
Das kann man schon daran sehen, dass in meinem Viertel jedes vierte Haus/Villa eingerüstet ist...
Was ist das für eine Wissenschaft? Wenn man 1975 Examen bestehen wollte, musste man Keynes nachbeten können. 10 Jahre später musste man Friedman nachbeten. Das hat sich gehalten bis vor kurzem. Und jetzt streiten sie wie die Kesselflicker. um ihre Fehler und ihre Ratlosigkeit zu übertünchen.
Wer ist denn das, "die Deutschen insgesamt"?
Die sind doch gar nicht gefragt worden - weder zur Agenda 2010, noch zur Wirtschaftspolitik der großen Koalition, noch zum Bankenrettungspaket, noch zu dem Affentanz der jetzigen Regierung und zum Griechenland/ClubMed-Rettungspaket.
Die meisten haben auch nicht soviel Geld, dass sie was verleihen können, erst recht nicht an irgendwelche ausländische Staaten.
Nein, dies ist eine jahrzehntelange, von den Medien bejubelte Politik - natürlich der Eliten - gewesen, die uns mit aller Macht dazu bringen, z.B. auf kapitalgedeckte Rentensysteme umzusteigen usw: also noch mehr Geld etwa in Pensionsfonds zu stecken, die dann natürlich nach Anlagemöglichkeiten im Ausland suchen, wegen der höheren Rendite (das höhere Risiko verdrängt man dann gerne).
Was wir jetzt erleben, ist das völlige Scheitern einer wirtschaftlichen Ideologie, welche man uns jahrelang gepredigt hat - und jetzt sollen wir dafür zahlen, dass die Verursacher ihr Schäflein ins trockene bringen!
Zitat:
Ein Ökonom ist in erster Linie ein Wissenschaftler und nicht per se "Kapitalist", "Neoliberaler", Idiot oder was sie sich alles anhören müssen. Die Eliten sind also schuld? Warum so sicher? Der Artikel sagt, die Deutschen insgesamt horten ihr Geld, das sorgt für billige Zinsen welches den Griechen hinterhergeschmissen wurde. Zu dem Geschäft gehören zwei. Wer weiß denn, ob das nicht sogar stimmt? Immerhin ist Mark Schieritz mit dieser Einschätzung nicht allein.
Sie wissen aber schon, dass 5% der Deutschen 75% der Vermögen in Deutschland besitzen( wenn man das Eigenheim rausrechnet)
Also von "den Deutschen" kann da nun wirklich keine Rede sein.
Die Obere Mittelschicht hat in den letzten 10 Jahren kräftig abgeräumt.
Das kann man schon daran sehen, dass in meinem Viertel jedes vierte Haus/Villa eingerüstet ist...
Was ist das für eine Wissenschaft? Wenn man 1975 Examen bestehen wollte, musste man Keynes nachbeten können. 10 Jahre später musste man Friedman nachbeten. Das hat sich gehalten bis vor kurzem. Und jetzt streiten sie wie die Kesselflicker. um ihre Fehler und ihre Ratlosigkeit zu übertünchen.
fliegende Meerschweinchen von Ihrem Fenster aus beobachten können.
Meerschweinchen können doch fliegen oder?
;)
Das klingt absurd und ist wohl auch etwas übersteigert formuliert.
Ein Kern Wahrheit steckt natürlich in dieser Aussage.
Wir erreichen den Exportüberschuss ja nur dadurch, dass sich der deutsche Arbeiter einschränkt und Verzicht übt. Dadurch werden die ausländischen Verbraucher verlockt, die billigen deutschen Produkte zu kaufen.
Die Arbeitskraft der deutschen Arbeiter wird also zum Teil unbezahlt in den Vorteil ausländischer Verbraucher umgesetzt.
Staaten wie die USA nutzen seit Jahrzehnten diesen Vorteil aus. Dies gelingt ihnen, weil (bisher) der Dollar als Weltreservewährung angesehen und dessen Vertrauen kaum erschüttert wird.
Andere Staaten, die diesen Vorteil nicht haben, lernen früher den Nachteil dieses auf dem Fleiss und dem Verzicht von Arbeitern in Staaten mit Exportüberschuss beruhenden Systems kennen. Die eigene Wirtschaft der Staaten mit dauerndem Importüberschuss wird geschädigt, das Handelsgleichgewicht gefährdet und irgendwann werden die Auslandschulden dramatisch.
Wenn dann einr Ratingagentur den Staat als Schuldner abwertet und die Zinsen dramatisch steigen, vollendet sich der Teufelskreis. Der Staat steht vor dem Zusammenbruch. Die fleissigen, verzichtenden Bürger des Exportüberschussstaates müssen jetzt nochmals sparen, um den bedrohten Staat zu retten, statt die Früchte ihrer Entbehrungen zu ernten.
Natürlich ist mir die Satire Ihres Beitrags nicht entgangen.
Zitat: "Die Arbeitskraft der deutschen Arbeiter wird also zum Teil unbezahlt in den Vorteil ausländischer Verbraucher umgesetzt."
Nicht ganz. Der Vorteil liegt bei den deutschen Aktiiengesellschaften, die seit 30 Jahren Gewinne einfahren, die ihres gleichen suchen.
Ich bin selbt "besser Verdienender" aber auch gut ausgebildet, weshalb ich nie auch die Idee käme, die FDP zu wählen.
Deutschland .. oder auch die Angst- und Verschuldungspolitik der CDU ... hat es geschafft, aus einem hochpreisigem Lohnland den "Billigheimer" zu machen.
Kein Land der G20 Staaten hat weniger Pro-Kopf-Kaufkraft, kein Land investiert weniger in Bildung, kein Land hat mehr Analphabeten .... kein Industrie-Land hat solche Verluste im BIP in 2009 (-5%) .. 20fache Verschuldung in 20 Jahren, die Liste ist so lang.
Sicher .. die 50-80jährigen wehren sich nicht, weil sie die "guten" Jahre hatten.
Jeder 55jährige von heute, der 80.000 Euro p.a. verdient, wird mit einem 30jährigen ersetzt, der dann einen befristeten Arbeitsvertrag über 30.000 Euro erhält.
In diesem Lande geht es seit 1982 stringent bergab ..
Zitat: " Die fleissigen, verzichtenden Bürger des Exportüberschussstaates müssen jetzt nochmals sparen, um den bedrohten Staat zu retten, statt die Früchte ihrer Entbehrungen zu ernten."
Dummheit schützt vor Strafe nicht!
Die Verblödung in Regierungskreisen hat das Wahlvolk leider längst erfaßt.
Horrido!
Natürlich ist mir die Satire Ihres Beitrags nicht entgangen.
Zitat: "Die Arbeitskraft der deutschen Arbeiter wird also zum Teil unbezahlt in den Vorteil ausländischer Verbraucher umgesetzt."
Nicht ganz. Der Vorteil liegt bei den deutschen Aktiiengesellschaften, die seit 30 Jahren Gewinne einfahren, die ihres gleichen suchen.
Ich bin selbt "besser Verdienender" aber auch gut ausgebildet, weshalb ich nie auch die Idee käme, die FDP zu wählen.
Deutschland .. oder auch die Angst- und Verschuldungspolitik der CDU ... hat es geschafft, aus einem hochpreisigem Lohnland den "Billigheimer" zu machen.
Kein Land der G20 Staaten hat weniger Pro-Kopf-Kaufkraft, kein Land investiert weniger in Bildung, kein Land hat mehr Analphabeten .... kein Industrie-Land hat solche Verluste im BIP in 2009 (-5%) .. 20fache Verschuldung in 20 Jahren, die Liste ist so lang.
Sicher .. die 50-80jährigen wehren sich nicht, weil sie die "guten" Jahre hatten.
Jeder 55jährige von heute, der 80.000 Euro p.a. verdient, wird mit einem 30jährigen ersetzt, der dann einen befristeten Arbeitsvertrag über 30.000 Euro erhält.
In diesem Lande geht es seit 1982 stringent bergab ..
Zitat: " Die fleissigen, verzichtenden Bürger des Exportüberschussstaates müssen jetzt nochmals sparen, um den bedrohten Staat zu retten, statt die Früchte ihrer Entbehrungen zu ernten."
Dummheit schützt vor Strafe nicht!
Die Verblödung in Regierungskreisen hat das Wahlvolk leider längst erfaßt.
Horrido!
dass die Deutschen zu wenig konsumieren und ihre Wirtschaftpolitik viel zu stark auf den Außenhandel konzentrieren. Das Geld, das durch den Außenhandel erwirtschaftet werden, fehlt in dem anderen Land, in dem die deutschen Produkte konsumiert werden. Da die Deutschen umgekehrt zu wenig aus dem anderen Land konsumieren und ihr Geld auch für im eigenen Land hergestellte Waren nicht sonderlich ausgeben, sondern an die Banken weitergeben zum Sparen in der Hoffnung auf Zinsen, gibt es im anderen Land ein Haufen Geld zum niedrigen Zinssatz (weil es die Banken ja loswerden wollen). Dieses Geld wird dann abgerufen per Kredite und ordentlich investiert.
Dadurch entstehen also auch die Blasen, weil zu viel Geldmittel in zu unsinnige Projekte investiert wird, eben weil das Geld ja billig zu haben ist. Würden die Deutschen mal etwas positiver in die Zukunft schauen und das Geld in sich investieren anstatt es auf die hohe Kante zu legen, hätten auch die anderen europäischen Staaten mal die Chance sich etwas von dem Kuchen abzuschneiden, von dem die Deutschen am meisten zehren.
"Würden die Deutschen mal etwas positiver in die Zukunft schauen und das Geld in sich investieren anstatt es auf die hohe Kante zu legen, hätten auch die anderen europäischen Staaten mal die Chance sich etwas von dem Kuchen abzuschneiden, von dem die Deutschen am meisten zehren."
Abgesehen von der Tatsache, dass der deutsche Normalo vernünftigerweise nur das ausgibt was er hat oder zuverlässig zurückzahlen kann, muss er neben dem beliebten Notgroschen ja auch von Rot Grün geforderte Eigenverantwortung übernehmen. Wegen des weggefallenen Sterbegeldes spart er vermehrt für seine Bestattung, wegen des weggefallenen Berufsunfähigkeitsschutzes zahlt er jetzt in eine private Versicherung ein, wegen der Rentenentwicklung tätigt der Normalo zusätzliche Altersvorsorge in verschiedenster Form, wegen der Kürzung des Arbeitslosengeldes erweitert er seinen Notgroschen.
Für dieses unter den von Rot Grün erzwungenen politischen Bedingungen vernünftige Verhalten musste sich der Deutsche Michel dann als Angstsparer von den selben Pseudoeliten beschimpfen lassen, die ihn zu einem Teil mit dem Abbau der Sozialleistungen und dem Ausbau prekärer Beschäftigung zu eben diesem Verhalten zwangen und gleichzeitig trotz Warnung verschiedener Realeliten neoliberale Gesetze zur Destabilisierung der Wirtschaft erließen.
"Würden die Deutschen mal etwas positiver in die Zukunft schauen und das Geld in sich investieren anstatt es auf die hohe Kante zu legen, hätten auch die anderen europäischen Staaten mal die Chance sich etwas von dem Kuchen abzuschneiden, von dem die Deutschen am meisten zehren."
Abgesehen von der Tatsache, dass der deutsche Normalo vernünftigerweise nur das ausgibt was er hat oder zuverlässig zurückzahlen kann, muss er neben dem beliebten Notgroschen ja auch von Rot Grün geforderte Eigenverantwortung übernehmen. Wegen des weggefallenen Sterbegeldes spart er vermehrt für seine Bestattung, wegen des weggefallenen Berufsunfähigkeitsschutzes zahlt er jetzt in eine private Versicherung ein, wegen der Rentenentwicklung tätigt der Normalo zusätzliche Altersvorsorge in verschiedenster Form, wegen der Kürzung des Arbeitslosengeldes erweitert er seinen Notgroschen.
Für dieses unter den von Rot Grün erzwungenen politischen Bedingungen vernünftige Verhalten musste sich der Deutsche Michel dann als Angstsparer von den selben Pseudoeliten beschimpfen lassen, die ihn zu einem Teil mit dem Abbau der Sozialleistungen und dem Ausbau prekärer Beschäftigung zu eben diesem Verhalten zwangen und gleichzeitig trotz Warnung verschiedener Realeliten neoliberale Gesetze zur Destabilisierung der Wirtschaft erließen.
Dieses Geld wird den dann den Kommunen mit Null Zins zur Verfügung gestellt, so das sie ihre Schulden tilgen können, später fließt die Steuer in eine Grundsicherung.
Schiller und Strauß haben 1969 mit dem "Gesetz über Maßnahmen zur außenwirtschaftlichen Absicherung gemäß § 4 des Gesetzes zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft" (Absicherungsgesetz) den Export um 4 % verteuert und gleichzeitig den Import um 4 % verbilligt.
http://www.spiegel.de/spi...
Heutige Politiker könnten so etwas nicht mehr durchsetzen.
Ganz sicher fließt das Geld dann nicht in die Grundsicherung, sondern in Steuersenkungen.
Schiller und Strauß haben 1969 mit dem "Gesetz über Maßnahmen zur außenwirtschaftlichen Absicherung gemäß § 4 des Gesetzes zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft" (Absicherungsgesetz) den Export um 4 % verteuert und gleichzeitig den Import um 4 % verbilligt.
http://www.spiegel.de/spi...
Heutige Politiker könnten so etwas nicht mehr durchsetzen.
Ganz sicher fließt das Geld dann nicht in die Grundsicherung, sondern in Steuersenkungen.
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