Wer sollte den ersten Strafstoß beim Elfmeterschießen schießen? Was wenn der Schütze nicht trifft? Und gibt es tatsächlich einen Heimvorteil? Seit Jahrzehnten bekannte Fußballweisheiten haben inzwischen eine weite Verbreitung gefunden. Doch nicht alle entsprechen der Wahrheit. Eine Vielzahl an Physikern, Statistikern, Psychologen und anderen Forschern hat es sich deshalb zu Aufgabe gemacht, Fußball als Wissenschaft zu begreifen und auf diese Weise einige Irrtümer auszuräumen – natürlich oft mit einem kleinen Augenzwinkern.

Pünktlich zur Fußball-WM zeigt die Infografik deshalb den Fußballsport in Zahlen.

So zeigt eine Studie des Sportwissenschaftlers Roland Loy, dass nicht 2:1 das häufigste Endergebnis ist – wie meist getippt. Denn seine Untersuchung von 2000 Bundesligaspielen ergab, dass im Fußballsport das am häufigsten auftretende Resultat das 1:1 ist.

Auch sind Freistöße nicht gefährlicher als Ecken und Elfmeter. Wie die Analyse des Sportwissenschaftlers verrät, fallen von 100 Bundesligatoren neun Prozent im Anschluss an einen Eckball, sieben Prozent nach Strafstößen und nur insgesamt vier Prozent durch einen als Torschuss ausgeführten direkten oder indirekten Freistoß.

Metin Tolan , Professor für Experimentelle Physik und Prorektor für Forschung an der TU Dortmund berechnete indes die perfekte Anzahl an Männern in der Mauer – fünf bei einem zentralen Schuss, nach außen hin nimmt diese Zahl kontinuierlich ab – sowie den perfekten Einwurfwinkel – der Abwurfwinkel sollte 30° die Geschwindigkeit zirka 70 Kilometer pro Stunde betragen.

Das Verhalten von Keepern bei 286 Strafstößen untersuchten der Londoner Psychologe Peter Ayton und seine Kollegen. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass rund 94 Prozent der Torhüter einen Sprung bevorzugten – obwohl es meist sicherer gewesen sei, in der Mitte stehen zu bleiben. Warum? Eine Umfrage ergab, dass Torhüter schlicht zufriedener mit sich sind, wenn sie sich seitlich hinwerfen, um einen Ball zu fangen.

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