Deutschlandkarte Tanzschulen

Wo in Deutschland wird noch zum Walzer aufgefordert? Ein Blick auf unsere Karte zeigt, das Tanzschulen keineswegs ein Provinz-Phänomen sind

Die Provinz in Deutschland ist oft ganz anders, als sie sich Großstädter vorstellen. Die soziale Einrichtung der Tanzschule etwa, wo Pubertierende einander auffordern und sich Blumen zum Abschlussball überreichen, würde man eher in der Provinz verorten, weil hier die Tradition leichter überlebt haben dürfte. Denkt man. Tanzschulen sind aber vor allem in den großen Städten zu Hause (im Osten sogar fast ausschließlich dort). ( Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie bitte hier ).

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Nur das schwäbische und das pfälzische Land bilden eine Ausnahme. Wie kann man das erklären? Provinzler hassen nichts mehr als das, was als provinziell erachtet wird (kaum ein Kleinstadt-Café zum Beispiel besteht noch auf "Draußen nur Kännchen", überall ist Milchschaum). Und in den Metropolen liebt man derzeit das Provinzielle.

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Man könnte es den Tannenzäpfle- oder Hofpfisterei-Effekt nennen, benannt nach dem bei Stadtbewohnern beliebten Bier und Brot. Eben weil es für ihre Kinder so einfach ist, mit 14 in Clubs zu gehen, schicken Großstadteltern ihre Kinder zur Tanzstunde, von der sie denken, sie sei schon passé.

 
Leser-Kommentare
  1. ...kann man aber mehr draus machen als nur eine läppische Landkarte zeigen.

  2. das Tanzschulen sich nicht in der tiefsten Provinz ansiedeln. Eine Tanzschule muß auch existieren können und Tanzschüler anziehen können, doch dazu bedarf es eines Einzugsgebietes, das die Eröffnung und den Betrieb rechtfertigen können.

    Gleiches gilt auch für andere Betriebe, die auf eine gewisse Kundschaft angewiesen sind, warum also wundert man sich?

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    Kommentar #2 hat ganz recht - es geht ja nicht um Schützenvereine oder den Landfrauenverein, sondern um Unternehmen. Und dazu braucht es einfach eine gewisse Dichte potenzieller Kunden, was (a) überhaupt eine gewisse Bevölkerungsdichte voraussetzt, (b) ausreichende Finanzen und (c) in diesem Fall ein gewisses "bürgerliches" Milieu - was alles zusammen zumindest eine Stadt voraussetzt.

    Teilweise entfernt.
    Bitte äußern Sie eine sachliche Kritik und achten Sie auf einen höflichen Tonfall. Danke. Die Redaktion/km

    Kommentar #2 hat ganz recht - es geht ja nicht um Schützenvereine oder den Landfrauenverein, sondern um Unternehmen. Und dazu braucht es einfach eine gewisse Dichte potenzieller Kunden, was (a) überhaupt eine gewisse Bevölkerungsdichte voraussetzt, (b) ausreichende Finanzen und (c) in diesem Fall ein gewisses "bürgerliches" Milieu - was alles zusammen zumindest eine Stadt voraussetzt.

    Teilweise entfernt.
    Bitte äußern Sie eine sachliche Kritik und achten Sie auf einen höflichen Tonfall. Danke. Die Redaktion/km

  3. Kommentar #2 hat ganz recht - es geht ja nicht um Schützenvereine oder den Landfrauenverein, sondern um Unternehmen. Und dazu braucht es einfach eine gewisse Dichte potenzieller Kunden, was (a) überhaupt eine gewisse Bevölkerungsdichte voraussetzt, (b) ausreichende Finanzen und (c) in diesem Fall ein gewisses "bürgerliches" Milieu - was alles zusammen zumindest eine Stadt voraussetzt.

    Teilweise entfernt.
    Bitte äußern Sie eine sachliche Kritik und achten Sie auf einen höflichen Tonfall. Danke. Die Redaktion/km

    Antwort auf "Kein Wunder..."
    • joflo
    • 19.06.2010 um 22:13 Uhr

    Was an Tanzschulen provinziell sein soll, wüsste ich auch gerne. Die passen eher in die Kategorie bürgerlich, und das Bürgertum siedelt dann ja doch eher in Städten als auf dem Land.

    Und ansonsten wüsste ich gerne, welche Eltern denn ihre Kinder auf die Tanzschule schicken? Meines Wissens sind das eher die Kinder selber, die das ganze als Partnervermittlung nutzen.

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  • Serie Deutschlandkarte
  • Quelle ZEITmagazin, 17.06.2010 Nr. 25
  • Kommentare 4
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  • Schlagworte Tanzen | Ostdeutschland
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