Kolumbien Der Pate und sein Land

Kolumbiens Präsident Álvaro Uribe tritt ab, doch er hinterlässt eine bleibende Erbschaft: Drogenbosse und Paramilitärs werden das Land weiterregieren

Der Präsident und seine Mitstreiter: Alvaro Uribe (mit Schärpe), 2006 in Bogota bei seiner Vereidigung zum Präsidenten Kolumbiens

Der Präsident und seine Mitstreiter: Alvaro Uribe (mit Schärpe), 2006 in Bogota bei seiner Vereidigung zum Präsidenten Kolumbiens

Mauricio Castillo Peña hat den mächtigen Schädel kahl rasiert. Seine Hände gleichen Schaufeln. Ruhelos schiebt der 48-jährige Tischler das Foto hin und her. Es zeigt einen Mann, der mit harmlosem Stolz in seiner Felljacke posiert. Mehr ist Mauricio nicht geblieben von Jaime, seinem schmächtigen Bruder. Jaime war 45 Jahre alt, als er am 10. August 2008 aus dem Armenviertel Alamos, nicht weit von Bogotás Flughafen, verschwand. Zwei Monate lang suchte Mauricio ihn in Krankenhäusern und Leichenhallen. Dann fand er seine Spur – eine unter Hunderten.

Alle diese Spuren belasten Kolumbiens scheidenden Präsidenten Álvaro Uribe und seinen Nachfolgekandidaten Juan Manuel Santos, dem der Sieg bei den Wahlen am kommenden Wochenende kaum noch zu nehmen ist. Sie entlarven eine Politik, die sich nicht scheut, auch mit Staatsverbrechen linke Terroristen zu bekämpfen, und die zugleich rechte Todeskommandos stützt.

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Jaime Castillo wurde am 10. August 2008 im Auftrag der 15. Armeebrigade entführt. Ihre Befehlsempfänger verschleppten ihn in das Departement Norte de Santander, schossen ihm aus drei Meter Entfernung in den Rücken, warfen den Leichnam in ein Massengrab und registrierten Jaime als »Drogenterrorist«. Noch vor der »außergerichtlichen Hinrichtung« hatten die Kopfgeldjäger ihrem Opfer die Krücken weggenommen.

Der »Terrorist« war ein Krüppel gewesen, behindert nach einem Autounfall. Wie Tausende andere hatte er in den Straßen Bogotás gesessen, Porträts gemalt, Süßigkeiten verkauft, sich gelegentlich mit der Polizei angelegt. Denn wie ebenfalls viele in diesem Land, aus dem 60 Prozent allen Kokains kommen, war Jaime beim Militärdienst von Drogen abhängig geworden. Für den Bruder steht fest: »Polizisten haben die Militärs für Geld regelmäßig auf passende Opfer hingewiesen.«

Die Opfer der Armee werden heute als falsos positivos, als falsche Gefallene, rubriziert. Mit über 2000 wird gerechnet, in 1300 Fällen schon ermittelt. Uribe selbst hatte vom Militär wiederholt bessere Resultate und mehr Effizienz im »Kampf gegen den Terror« gefordert – dem er seine Popularität verdankt. Die Regierung schuf deshalb ein makabres Belohnungssystem. Sie zahlte für jeden gefallenen Farc- oder ELN-Rebellen eine Kopfprämie. Umgerechnet rund 1200 Euro für einen »einfachen« Guerillero, mehr für höhere Ränge. Der inzwischen zurückgetretene Armeechef Mario Montoya verlangte »Stadien voller Tote«.

Vorerst – und zumal unter einem künftigen Präsidenten Santos – haben weder die Täter nationale Gerichte, noch hat Álvaro Uribe den Internationalen Strafgerichtshof groß zu fürchten. Präsidentschaftskandidat Santos, in dessen Amtszeit als Verteidigungsminister all der Horror geschah, dankte nach seinem Sieg (46,5 Prozent) in der ersten Wahlrunde am 30. Mai demonstrativ der Armee und Uribe, »dem besten Präsidenten in der Geschichte Kolumbiens«.

Das glauben noch immer viele. Als der Mann mit dem milchgesichtigen Pokerface und der randlosen Brille 2002 zum ersten Mal gewählt wurde, galt das Drogenland als failed state. Uribe führte das gewalttätigste Land Südamerikas mit der nach Brasilien zweitgrößten Einwohnerzahl (44 Millionen) aus dem Chaos. Seine von US-Militärhelfern ausgebildeten und ausgerüsteten Einheiten zerstörten die Netzwerke der mit Entführungen und Erpressungen Schrecken verbreitenden Farc-Rebellen.

Vor allem die Reichen, die städtischen Eliten, aber auch ein Teil der armen Landbevölkerung sahen und sehen im Präsidenten den Erlöser. Doch Uribe zog nur gegen die Guerilleros unversöhnlich zu Felde, während er die rechten Paramilitärs, die Autodefensas Unidas de Colombia (AUC), zu integrieren suchte. Dabei haben diese von Großgrundbesitzern vier Jahrzehnte zuvor gegen aufständische Landreformer gegründeten »Selbstverteidigungs-Einheiten« unter Uribes Präsidentschaft dreimal so viele Morde und Menschenrechtsverletzungen begangen wie die Guerilleros.

Iván Cepeda, Buchautor und Menschenrechtler, dessen Vater einst als Präsidentschaftskandidat ermordet wurde, sieht Uribes Regierung als ein »perfekt maskiertes System, das viele Opfer schafft und sich zugleich selbst als Opfer des Terrors ausgibt«. Wer sich nicht hinter Uribe stellte, den rückte er von seinem ersten Wahlkampf an in die Nähe der Rebellen. Den Paramilitärs hingegen verhieß er am ersten Tag seiner Präsidentschaft im Jahre 2002 die Rückkehr ins zivile Leben und sogar eine künftige Präsenz im Parlament.

Mehr als 30.000 Männer folgten seinem Angebot der Demobilisierung und schrieben sich für ein Reintegrations- und Sozialprogramm der Regierung ein. Heute zeigt die Welle neuer Massaker und Vertreibungen der Landbevölkerung durch AUC-Verbände der zweiten Generation, die im Drogenhandel mit den Farc-Rebellen konkurrieren oder auch fusionieren, dass die Demobilisierung das Land nicht befriedete.

Sie nutzte vor allem dem System Uribes. Legalisierte Exkämpfer usurpierten lokale Versammlungen und Gemeinderäte, kümmerten sich in manchen Stadtvierteln um Steuererhebungen oder Schutzgelder. So eroberte der Präsident nach außen erfolgreich die verlorene Autorität des Staates zurück – unter Einbeziehung der Paramilitärs als Ordnungsmacht und Paten eines modernen Unternehmertums. Es war ein Modell, das Uribe fast von Jugend an aus der Provinz kannte.

Der neben Pablo Escobar berüchtigste Drogenboss des Medellín-Kartells, Don Fabio Ochoa, hat der Nachwelt ein paar dicke Wälzer hinterlassen. Sie heißen: Mein Leben in der Pferdewelt. In einem Band von 1988 hat Don Fabio eine kurze Hagiografie über Alberto Uribe verfasst, den Vater des jetzt scheidenden Präsidenten. Er war 1983 bei einem Entführungsversuch von Farc-Rebellen erschossen worden – vieles spricht dafür, dass dabei die Konkurrenz im Drogenhandel eine Rolle spielte. Und prophetisch fügte Don Fabio damals dem Nachruf hinzu: »Sein Sohn Álvaro hat die Gabe, sich einmal zum Präsidentschaftsanwärter zu entwickeln.« Uribe beteuerte später: »Was uns mit der Familie Ochoa verband, waren die Pferde, nicht der Drogenhandel.«

Doch ausgerechnet in der Rauschgift-Hochburg Medellín war der junge Jurist 1982 schon mit 30 Jahren Bürgermeister geworden. Anfang der achtziger Jahre bildeten Versammlungen von Viehzüchtern und Armeemitgliedern in Uribes Heimatprovinzen Antioquia und Córdoba AUC-Verbände, die Mordserien an Oppositionellen und Gewerkschaftern verübten. Von der Armee eingeladene, von Drogenhändlern unter Vertrag genommene Söldner aus England und Israel trainierten Paramilitärs mittlerer Ränge. So entstand das Modell eines Mikromilitärstaates, ein System der Vernetzung staatlicher und privater Institutionen.

»Der einzige Paramilitär, den ich durch meine Kindheit in Córdoba kenne«, so erklärte Uribe später, »ist Salvatore Mancuso. Es entwickelte sich keine Freundschaft.« Doch war es ausgerechnet Mancuso – er bekannte sich später offen als Massenmörder –, der 2001 den ersten Pakt zwischen Regierungsmitgliedern, Provinzpolitikern und Paramilitärs zur »Neugründung des Vaterlandes« organisierte. Unter Uribes Präsidentschaft wurde aus diesem Pakt zwei Jahre später das Abkommen über die Demobilisierung.

Doch die Schwerverbrecher unter den demobilisierten AUC-Führern, denen gegen freimütige Geständnisse lächerlich geringe Strafen zugesichert worden waren, belasteten durch ihre Aussagen auch Uribes engste Vertraute und Verwandte als Partner der AUC-Verbände. Derzeit laufen Verfahren oder Ermittlungen gegen 80 Parlamentarier wegen Verbindungen zu den Paramilitärs. Das zeigt einerseits, wie die alte Demokratie Kolumbiens heute vor allem von einer neuen Generation von Richtern verteidigt wird.

Es erklärt andererseits, warum Uribe die Rechtsschutzorgane geradezu hasserfüllt bespitzeln lässt. Ihm persönlich untersteht der DAS, einer von mehreren Geheimdiensten. Der gab nicht nur Listen von Personen weiter, die anschließend von Paramilitärs ermordet wurden. Die Schlapphüte überwachten auch die Mitglieder des Obersten Gerichtshofes, des Verfassungsgerichts und der Generalstaatsanwaltschaft.

Ein Polizist, der mit dem DAS in Verbindung steht, nimmt mich an der Pförtnerloge in Empfang und liefert mich oben an der Wohnungstür ab. Drinnen spielen ein achtjähriges Mädchen und ihr kleinerer Bruder bei deutschen Weihnachtsliedern, deren Text aber niemand versteht. Doch der 38-jährige Vater braucht die familiäre Wärme. Hollman Morris gehört zu den am meisten gefährdeten Journalisten in einem Land, in dem kritische Reporter keine hohe Lebenserwartung haben. Seine preisgekrönte Fernsehsendung Contravía, Gegenfahrbahn, rekonstruierte politische Morde und dokumentierte das Elend der Landbevölkerung – sie ist inzwischen abgesetzt.

Uribe und sein Kandidat Santos haben Morris abwechselnd als »Komplizen des Terrors« oder »Farc-Verbündeten« denunziert. Das kommt einem Freibrief für die rechtsextremen Todeskommandos der AUC gleich. Entsetzt hat die Organisation Amerikanischer Staaten daraufhin Kolumbien verpflichtet, den Journalisten durch Leibwächter zu schützen. Der fand alsbald heraus, dass diese Schutztruppe von Uribes Sicherheitsapparat infiltriert war.

Einen Kranz mit Schleife zu seiner Beerdigung hat Morris schon vor der Haustür gefunden. Daniel Coronell auch. Nur bekam dieser renommierte Kolumnist und TV-Journalist das Gebinde mit dem Namen seiner Tochter. Er selbst erhielt massive Todesdrohungen per E-Mail, nachdem seine Sendung Noticias Uno Dokumente über Uribes Verbindungen zum Rauschgifthandel ausgestrahlt hatte. Ein Computerexperte fand den Absender heraus. Es war Carlos Náder, ein Freund des Präsidenten. Uribes beide Söhne hatten Zugang zum Computer.

Unter einem Nachfolger Santos hat der scheidende Präsident nichts zu fürchten. Die Wahlkampagne für Santos führt Uribes langjähriger privater Berater José Obdulio Gaviria – ein Vetter des einstigen Drogenkönigs Pablo Escobar. Doch verrät Uribes Misstrauen und Hass gegenüber der Justiz auch Angst. Er hat das Schicksal des benachbarten Ex-Präsidenten Alberto Fujimori vor Augen. Den verurteilten Perus Richter im April 2009 wegen Menschenrechtsverletzungen zu 25 Jahren Haft.

 
Leser-Kommentare
  1. Endlich ein kritischer Artikel über den Paramilitar auf dem Präsidentenstuhl... nur zu seinem Nachfolger kommt nicht viel?

    • reck
    • 19.06.2010 um 13:46 Uhr
    2. Unsinn

    Man muss sich wundern.

    Wieviel hat der Christian irgendwo abgeschrieben?

    Wie lange war er in Cali, in Medellin, in Santa Rosa und auch in Bogota? Jetzt? Vor 20 Jahren?

    Der ganze Bericht klingt so als ob er verfasst wurde von jemandem, der sich an seine deutsche UNI Professoren sehnt.

  2. Da kommt im Bericht auch nicht viel. Bei allen vergangenen Widerwärtigkeiten der jetztigen und zu erwartenden der kommenden Regierung, wird in Kolumbien immer noch halbwegs demokratisch gewählt. Uribe hat zwar einiges versucht, sich eine weitere Amtszeit zu ermöglichen, dieses ist aber nicht geglückt. Der einzige wahltechnisch ernstzunehmende Gegenspieler Santos war Antanas Mockus, ein Liberaler, wir würden ihn wohl als Grünen bezeichnen. Die Farc versucht gar nicht erst demokratisch anzutreten, sicherlich, hätten sie sich beispielsweise im fiktiven Wahlkreis Bogota II angemeldet, wären alle Bemühungen im Zweifelsfall im Regierungsterror erstickt worden, dies ändert aber nichts daran, dass die FARC eine, nicht nur paramilitärische, sonder militärisch organisierte Terrororganisation ist, die den meisten Kolumbianern noch mehr Angst und Schrecken als die jetzige Regierung angeblich einflößt. Eine Nacht der langen Messer wird berechtigterweise gefürchtet, eine Kehrung zum Besseren danach arg bezweifelt.
    In Kolumbien herrscht ein Bürgerkrieg -zumindest an vielen Peripherien. Die Nicht-Peripherien möchten diesen Krieg von sich fernhalten. Dieses führt zu den positiven Wahlergebnissen der herrschenden Junta. Mockus wäre ein Wahlsieg sicher zu wünschen (leider unmöglich), die Möglichkeit, die verhassten Opponenten im Land zu beruhigen hat er momentan sicherlich nicht. Meine Hoffnung für Kolumbien sind die nächsten zwanzig Jahre, vielleicht geht dann mal was.Hoffentlich.

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    hat seine Gründe. Nicht dass ich diese Gruppe verteidigen möchte, aber als sie in den 80ern/90ern versucht haben, über eine Partei am politischen Leben teilzunehmen, gab es ziemlich schnell ziemlich viele Morde.

    Die Stadtguerilla M-18 hat in den frühen 90ern versucht nach ihrer Demobilisierung auf legalem, demokratischem Wege eine Veränderung in Kolumbien zu erreichen. Das ist gescheitert. Und zwar nicht weil sie keine Stimmen bekommen hätten, sondern weil sie schlichtweg verfolgt, bedroht und ermordet wurden. Abgesehen davon hat die Farc immer wieder betont, dass sie für eine politische Lösung des Konflikts offen ist. Ein Weg, den Uribe den Paramilitärs, deren Gewalt sich vor allem gegen Gewerkschafter und soziale Bewegungen richtet, nicht verstellt hat, der Guerilla aber mit dem Argument, mit Terroristen werde nicht verhandelt, vorenthält.
    Ein Schelm wer etwas böses denkt.
    Abgesehen davon ist dieser Artikel ein Lichtblick in der sonst unkritischen Berichterstattung über Uribes Kolumbien, bei der die von der Regierung und den parastaatlichen Gruppen verübten Menschenrechtsverletzungen allzu oft ausgeblendet werden.

    hat seine Gründe. Nicht dass ich diese Gruppe verteidigen möchte, aber als sie in den 80ern/90ern versucht haben, über eine Partei am politischen Leben teilzunehmen, gab es ziemlich schnell ziemlich viele Morde.

    Die Stadtguerilla M-18 hat in den frühen 90ern versucht nach ihrer Demobilisierung auf legalem, demokratischem Wege eine Veränderung in Kolumbien zu erreichen. Das ist gescheitert. Und zwar nicht weil sie keine Stimmen bekommen hätten, sondern weil sie schlichtweg verfolgt, bedroht und ermordet wurden. Abgesehen davon hat die Farc immer wieder betont, dass sie für eine politische Lösung des Konflikts offen ist. Ein Weg, den Uribe den Paramilitärs, deren Gewalt sich vor allem gegen Gewerkschafter und soziale Bewegungen richtet, nicht verstellt hat, der Guerilla aber mit dem Argument, mit Terroristen werde nicht verhandelt, vorenthält.
    Ein Schelm wer etwas böses denkt.
    Abgesehen davon ist dieser Artikel ein Lichtblick in der sonst unkritischen Berichterstattung über Uribes Kolumbien, bei der die von der Regierung und den parastaatlichen Gruppen verübten Menschenrechtsverletzungen allzu oft ausgeblendet werden.

  3. Dieser Artikel geht an jeder Realität vorbei. Er wurde sicher im Propagandaministerium des Herrn Chavez in Caracas verfasst. Denn die Realität in Kolumbien sieht glücklicherweise sehr viel besser aus. Etwa ein Drittel des Landes werden von der von Chavez geleiteten und bezahlten Organisation FARC kontrolliert. Von dort wickeln sie den Kokainhandel über Venezuela und Kuba nach Europa und in die USA ab. Ein einträgliches Geschäft für die FARC ist auch die Lösegelderpressung. Die Abwicklung läuft ebenfalls über die kubanischen Agenten und mit der Hilfe der Rotkappen-Miliz Venezuelas. Damit leben auch die Drogenbosse der FARC unter dem Schutz des Herrn Chavez.
    Im Rest des Landes Kolumbien konnte die Regierung Uribe in den letzten Jahren einigermaßen stabile Verhältnisse schaffen. Auch die ständige Drohung des Nachbarn Venezuela, in Kolumbien einzumarschieren, konnte bisher die demokratischen Kräfte des kolumbianischen Volkes nicht zurückwerfen. Die Panzerdivisionen, mit denen Chavez sein Groß-Bolivianisches-Reich mit kubanischer Hilfe errichten will, existieren zur Zeit nur als Miliz-Banden, großteils bestehend aus den ca 24.000 eingeschleusten kubanischen Militärs, die sich Chaves als Privatarmee hält.
    Sein Volk will dem famosen Diktator Chavez und seinem Helfershelfer Castro nicht so recht auf dem geplanten Eroberungskrieg gegen den Nachbarn Kolumbien folgen.
    Darum besteht Hoffnung auf eine weitere positive Entwicklung Kolumbiens.

    Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen mit Quellen. Danke, die Redaktion/jz

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    Ach ja, ach ja... Die venezolanischen Weltherrschaftsbestrebungen.
    Selten so gelacht. Vielen Dank für diesen Kommentar

    Ach ja, ach ja... Die venezolanischen Weltherrschaftsbestrebungen.
    Selten so gelacht. Vielen Dank für diesen Kommentar

  4. Der Artikel ist ein Hohn für die ZEIT-Qualität, an die man gewohnt ist, und für alle kolumbianischen Demokraten (die gibt es, auch wenn man es nach Lektüre des Artikels kaum glauben würde - siehe z.B. die Kandidatur von Antanas Mockus). Kolumbien ist ein hochkomplexes Land mit vielen gravierenden Problemen, aber eine Schwarz-Weiß-Analyse wird der Lage in keinster Weise gerecht. Der Artikel lässt auf eine schlampige Recherche innerhalb von wenigsten Tagen mit nur wenigen Ansprechpartner in Bogotá schließen. Wie wäre es denn einmal mit einem ZEIT-Dossier, daß sich in der gebotenen Tiefe allen Facetten Kolumbiens widmet?

  5. Das Land Kolumbien ist für einige Deutsche, noch, die Bananen-Republik vom Einst. Sie wollen, oder eventuell können, nicht die Realität sehen oder wahrnehmen, die Uribe während der letzten 8 Jahren verschaffen hat: Demokratische Sicherheit!
    Der Artikel ist, bei weitem, nicht zutreffend, um nicht schlampig zu sagen, verfasst und zeugt für die Unwissenheit des Verfassers über die Komplexität der Umstände in Kolumbien!

    • wolla
    • 25.06.2010 um 19:01 Uhr

    Es ist wohltuend, dass es, anders als in Kolumbien, noch Medien gibt, die kritisch berichten. Es ist ein bedauerlicher Umstand, dass dies in diesem Land nicht möglich ist, weil die Medien, wenn nicht sogar im Besitz, dann aber fest in der Hand des neuen Präsidenten sind.
    Uribe gehört eigentlich nach Den Haag. Nur der Kolumbianer hört diese kritischen Stimmen nicht und die, die sie äußern, werden schnell verstummt.
    Große Firmen haben mittlerweile ihre Investitionen in Kolumbien zurück gefahren, weil sie sich korrupte Systeme nicht mehr erlauben können. International werden die Firmen dafür bestraft. Sanchos hat angekündigt, die, demnächst zur Privatisierung anstehenden Teile am staatlichen Ölkonzern, einem nordamerikanischen Fond zu geben, anstatt sie an die kolumbianische Börse zu bringen. Ein reiner Freundschaftsdienst.
    So sieht es in Kolumbien aus und der Artikel hat es eindrucksvoll wiedergegeben.
    Es ist und bleibt eben (zumindest für die nächsten 4 Jahre) eine Para-Demokratie.

  6. hat seine Gründe. Nicht dass ich diese Gruppe verteidigen möchte, aber als sie in den 80ern/90ern versucht haben, über eine Partei am politischen Leben teilzunehmen, gab es ziemlich schnell ziemlich viele Morde.

    Antwort auf "Gegenspieler?"

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