100 Jahre Konrad Zuse Tüfteln für den Endsieg

Der Computerpionier Konrad Zuse machte für die Nazis kriegsrelevante Forschung.

Wir befinden uns im »Zuse-Jahr«. Erinnert wird an den Computerpionier Konrad Zuse, der vor 100 Jahren, am 22. Juni 1910, in Berlin geboren wurde. Zuse brachte nicht nur als Erster auf der Welt eine programmgesteuerte, binäre Rechenmaschine zum Laufen; Zuse erfand auch die erste höhere Programmiersprache für Computer. Und dies mitten im Bombenkrieg von Berlin. Darüber wird in den Festreden weniger gesprochen. Viele seiner Verehrer würden über diese Zeit und Zuses Verstrickungen am liebsten schweigen.

Konrad Zuse war ein Tüftler, ein Bastler, ein Besessener. Einer, der für sein Werk lebte und jahrzehntelang für eine Idee arbeitete. »Meine Gedanken mögen vielleicht verrückt genug sein«, schrieb er nach dem Krieg in seinen Erinnerungen. »Aber es gibt leider kein einfaches Kriterium, um sie von den ›Beiträgen harmloser Irrer‹ zu unterscheiden.«

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Nach dem Abitur 1927 studierte er in seiner Heimatstadt Berlin. Und da Zuse ein vielseitig interessierter junger Mann war, probierte er sich zunächst in verschiedenen Studienrichtungen aus, suchte einen Weg für sein Leben. Ein Zufall war es schließlich und die Mühsal alltäglicher Rechnerei, die ihn seine Lebensaufgabe finden ließ.

Das monotone Rechnen war dem Bauingenieur Zuse zu mühsam

Zuse hatte sich endlich für das Studium des Bauingenieurs entschieden und es 1935 mit einem Diplom erfolgreich abgeschlossen. Die statischen Berechnungen während des Studiums waren ihm allerdings zur Qual geworden. Und so suchte er nach Wegen, diese monotone Rechnerei zu automatisieren. Seit 1934 tüftelte er an einem programmierbaren Rechner. Vier Jahre später hatte er im Wohnzimmer seiner Eltern einen ersten Prototyp fertiggestellt, die Z1, angetrieben von einem Staubsaugermotor. Es gab bereits einen Speicher und ein Gleitkommarechenwerk. Zuses ältester Sohn, der Informatikprofessor Horst Zuse, sagt, dieser Typ sei schon »eine der ähnlichsten Maschinen« zum modernen Computer weltweit gewesen. Allerdings waren die Programmiermöglichkeiten der Z1 begrenzt, und die Bleche, die den Speicher darstellten, verklemmten sich ständig.

1940 hatte Zuse eine verbesserte Version mit rund 200 Telefonrelais fertiggestellt. Auch diese verstand er von vornherein als Versuchsmodell. Er wollte Erfahrung sammeln mit Relais. »Die Z2 hat primitive Aufgaben gelöst, einfache Gleichungssysteme und so fort«, erzählte Zuse später in einem Interview, »aber es war von vornherein klar, auch dieses Gerät war nicht geeignet, praktisch eingesetzt zu werden.«

So kam es zur Z3. Der Rechner wog 1000 Kilogramm. Im Rechenwerk befanden sich rund 600 Relais, im Speicherwerk waren es etwa 1600. Der binäre Speicher nahm 64 Wörter von je 22 Bit auf. Der Rechner war ein Sieg der Idee, ein Wunderwerk der Technik.

»Er ersetzte etwa zwanzig menschliche Rechner«, erklärte Zuse kurz vor seinem Tod. »Das heißt also, wenn ein menschlicher Rechner für eine Aufgabe zwanzig Stunden arbeitet, schaffte dieser es in einer Stunde.« Diese Z3 gilt als erster funktionsfähiger Computer der Welt. Allerdings war er wegen der vielen Relais ebenfalls noch sehr störanfällig. Aber die Z3 begründet heute Zuses Ruhm als »Vater« des Computers.

Im Jubiläumsjahr wird Zuse nun auch von höchster Stelle gewürdigt. Bundesforschungsministerin Annette Schavan sprach zum offiziellen Auftakt des Zuse-Jahrs im April auf einem Symposium des Deutschen Technikmuseums Berlin. Angela Merkel hat sich für Freitag in München angekündigt, um die Zuse-Ausstellung im Deutschen Museum zu eröffnen. In Berlin will man eine Straße nach Zuse benennen. Bald soll es eine Sonderbriefmarke geben und auch eine Gedenkmünze. Der Name Konrad Zuse wird fortan keine Jokeraufgabe mehr bei Günther Jauch sein, sondern in aller Munde. Aber bei aller berechtigten Anerkennung für sein Werk drohen die Schatten in seiner Biografie ins Vergessen zu geraten.

Für die Maschine interessierte sich auch Hitlers Waffenindustrie

Im Juli 1935 tritt Zuse eine Stelle bei den neu gegründeten Henschel-Flugzeugwerken in Berlin-Schönefeld an. »Eine reine Waffenschmiede«, sagt Hadwig Dorsch, Abteilungsleiterin im Deutschen Technikmuseum Berlin. »Da wurden zum Beispiel Flügelbomben berechnet. Und da kam Zuse auf die Idee, seine Rechner weiterzuentwickeln.«

Der Erfinder muss nur wenige Monate im Kriegsdienst verbringen. Im Oktober 1939 unterschreibt ein Freund, der Elektrotechniker Helmut Schreyer, ein Empfehlungsschreiben an die Militärbürokratie. Schreyer war ein Mitglied der NSDAP. Über die »Verwendungsmöglichkeiten« von Zuses geplanter Maschine heißt es in dem Brief zusammenfassend: »Es handelt sich also hier um eine Rechenmaschine, die sowohl bei der Herstellung von militärischen Geräten als auch bei ihrer Anwendung eine wertvolle Hilfe leisten kann.« Sowohl für die Artillerie als auch auf Kriegsschiffen seien Zuses automatisierte Berechnungen gut zu gebrauchen.

Das führt dazu, dass Zuse im März 1940 nach Berlin zurückkommt. Und im Mai 1941 hat er sein wichtigstes Ziel erreicht: Nach Jahren intensiver Forschungs- und Bastelarbeit nimmt eine Kommission von fünf Fachleuten die wacklige Konstruktion der Z3 ab. Der Rechner funktioniert bei der Präsentation tadellos. Damit kann Zuse weitere Aufträge aus höchsten Kreisen bekommen. 1941 befindet sich die Welt mitten im Krieg. Im Juni rückt die Wehrmacht gegen die Sowjetunion vor. Zuse darf unbeirrt weiterbasteln, inmitten von Terror und Sirenen.

Anfang 1942 wird Konrad Zuse ein zweites Mal – diesmal bereits nach wenigen Tagen – von der Front zurückgeholt und »uk-gestellt«. Diesmal hilft ihm Werner Osenberg, der Leiter des Reichsforschungsrats. Osenberg war Mitglied der NSDAP und der SS, er sollte den Einfluss des Sicherheitsdienstes auf »kriegsrelevante Forschung« gewährleisten, sagt der Historiker Sören Flachowsky. Bis Kriegsende wurden dafür rund 5000 Wissenschaftler vom Waffendienst freigestellt. Zu dieser Elite zählte auch Zuse.

Fortan ist in Dokumenten von kriegswichtigen Aufträgen die Rede, die Arbeitsergebnisse sowie alle technischen Einzelheiten seien »geheim zu halten«. Zudem werden Zuse bereits im April 1941 Fabrikationsräume in der Kreuzberger Oranienstraße 6 zur Verfügung gestellt. Und in seinen Erinnerungen berichtet Zuse, ihm seien später auch »einige Fremdarbeiter zugeteilt« worden.

Seit Januar 1943 ist die Firma Zuses »kriegswirtschaftlich gesichert«, schreibt der Historiker Hartmut Petzold in seiner Dissertation von 1985. Im Juli 1944 macht Zuse dem Reichsluftfahrtministerium ein Angebot. Im August 1944 erhält er einen weiteren »Kriegsauftrag«. Ein »mathematisches Versuchsgerät« sei zu erstellen, die »Vereinfachung der Eingabe des Rechenschemas in die Rechenmaschine« werde erhofft. Der Auftrag sei »kriegswichtig«, heißt es in Dokumenten, bis zum 31. Januar 1945 sei er zu erfüllen. Und ein weiterer »Kriegsauftrag« (vom Januar 1944) reicht gar bis zum Juni 1945, auch dieser wird als »kriegswichtig« bewertet, »bis zu 25000,- Reichsmark« würden »nach dem Kostenvoranschlag« bereitgestellt. Im November 1944 beantragt Zuse beim Rüstungskommando Berlin die Anerkennung seiner Firma als »Wehrwirtschaftsbetrieb«.

Konrad Zuse entkommt dem brennenden Berlin im letzten Moment. Im März 1945 schafft er es, mit der Bahn und später mit einem Lastwagen zunächst aus Berlin heraus und dann durch das zerstörte Deutschland bis ins Allgäu zu gelangen. All dies ebenfalls mit Förderung und Unterstützung aus höchsten Kreisen. »Er war sicherlich kein Widerstandskämpfer«, urteilt der Historiker Petzold, der viele Dokumente aus der NS-Zeit ausgewertet hat, heute. »Er hat seine Erfindung für den deutschen Endsieg eingesetzt, bis in die letzten Kriegstage hinein.«

Konrad Zuse machte daraus in seinen Lebenserinnerungen von 1970 keinen Hehl. Auch wenn er sich in weiten Teilen bedeckt gab, was die Jahre zwischen 1933 und 1945 angeht, so heißt es dort doch: »Es gehört sich heute zu betonen, dass man Gegner des Naziregimes gewesen sei. Ich war zwar kein ›Nazi‹; aber ich bekenne offen, dass ich angesichts des Bombenkrieges auf die deutsche Zivilbevölkerung meine Aufgabe nicht gerade darin sah, die Bemühungen um den Bau von Flugabwehrraketen zu sabotieren. Ähnlich dachten meine Kollegen…«

Nach bisheriger Kenntnis war Konrad Zuse kein Mitglied der NSDAP. Doch er war ein Nutznießer, er konnte auf Protektion und auf Gönner in hohen Kreisen bauen. Und der Archivleiter Wilhelm Füßl, der im Deutschen Museum in München den Nachlass Konrad Zuses betreut, unterstreicht sogar die besondere und nicht unbedingt rühmenswerte Bedeutung Berlins für den Computerpionier. Zuse habe, urteilt Füßl, mit seinem Standort Berlin »einen enormen Vorteil« gehabt. Es gab kurze Wege zu Reichsbehörden, die Flugzeugindustrie und das Militär ermöglichten viele Aufträge. »Die militärischen Entwicklungen, die Zuse mit der Gleitflugbombe machte«, sagt Füßl, »waren nur möglich in einem militärischen, vielleicht auch in einem Kriegszusammenhang.«

Mit dem Untergang des Hitlerregimes ging auch Zuses vollautomatischer Rechner mit Speicher unter. Der Berliner Ingenieur war den Amerikanern um Jahre voraus, aber eine Erfindung aus dem »Dritten Reich« hatte nach Kriegsende keine Chance in der Welt. Konrad Zuse war nicht so wendig wie der Raketenfachmann Wernher von Braun, der zur Nasa ging. Zuse blieb in Deutschland, tüftelte weiter, gründete in den fünfziger Jahren die erste und seinerzeit einzige Computerfirma in Deutschland, erlitt damit Mitte der sechziger Jahre jedoch Schiffbruch. Mit den immensen finanziellen Anstrengungen US-amerikanischer Forschung konnte er nicht mithalten, erst im hohen Alter wurde er geehrt. Im Dezember 1995 starb Konrad Zuse mit 85 Jahren.

Es war Zuses Tragik, zur falschen Zeit eine bahnbrechende Erfindung gemacht zu haben. Will man ihn aber heute zum blütenweißen Vorzeigedeutschen machen, dann nimmt man es mit der Geschichte nicht so genau.

Der Autor hat für NDR Kultur ein einstündiges Hörfunkfeature verfasst, das am 22. Juni um 20.00 Uhr gesendet wird

 
Leser-Kommentare
  1. Den Konrad schreibt man noch immer mit K.

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    Redaktion

    Liebe(r) flusser,

    Danke für den Hinweis auf den Fehler in der Spitzmarke. Er wurde korrigiert.

    Grüße aus der Redaktion

    Redaktion

    Liebe(r) flusser,

    Danke für den Hinweis auf den Fehler in der Spitzmarke. Er wurde korrigiert.

    Grüße aus der Redaktion

  2. Sehr geehrter Herr Stefan Berkholz,
    was soll uns dieser Artikel sagen? Ich empfinde ihn ziemlich übel.
    > 1941 befindet sich die Welt mitten im Krieg. Im Juni rückt die Wehrmacht gegen die Sowjetunion vor. Zuse darf unbeirrt weiterbasteln, inmitten von Terror und Sirenen. <
    Sie haben sich jemanden herausgesucht und offensichtlich übersehen, dass genau das, bis auf ganz wenige Ausnahmen, alle Wirtschaftsunternehmen und Forscher getan haben. Und was ist übrigens mit den Unternehmen, die Waffen und Flugzeuge für den Krieg entwickelt haben? Berichten Sie darüber. Das macht mehr Sinn als über Zuse solche Dinge zu verbreiten, der nur eine Rechenmaschine erfunden hat.

  3. Er war nun mal Deutscher und hat als solcher in seinem Land Forschung betrieben, so wie es andere auch getan haben oder hätten.
    Finde es immer wieder erstaunlich, wie so getan wird, als hätte es eine wirklich freie Wahl der Seiten gegeben und die Tätigkeit für das eigene Land sei in Wahrheit eine Entscheidung für das jeweils herrschende Regime gewesen.

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    er erspart mir einen eigenen. Ich finde es auch erstaunlich, einem Menschen "Verstrickung" vorzuwerfen, der einfach nur versucht in schwieriger Zeit seinen Weg zu gehen, bzw. schlicht zu überleben. Welche Alternativen hatten denn Leute wie Zuse, Heisenberg und überhaupt der ganze Rest?

    Dabei muss man auch bedenken, dass wir heute aus der Position der Wissenden urteilen. Zu Kriegsbeginn stand ja gar nicht fest, wie das "Abenteuer" ausgeht und auch die Greultaten lagen nicht so offen zu Tage, wie wir sie uns heute in den Gedenkstätten anschauen können.

    er erspart mir einen eigenen. Ich finde es auch erstaunlich, einem Menschen "Verstrickung" vorzuwerfen, der einfach nur versucht in schwieriger Zeit seinen Weg zu gehen, bzw. schlicht zu überleben. Welche Alternativen hatten denn Leute wie Zuse, Heisenberg und überhaupt der ganze Rest?

    Dabei muss man auch bedenken, dass wir heute aus der Position der Wissenden urteilen. Zu Kriegsbeginn stand ja gar nicht fest, wie das "Abenteuer" ausgeht und auch die Greultaten lagen nicht so offen zu Tage, wie wir sie uns heute in den Gedenkstätten anschauen können.

  4. Es sind solche Schreiber wie Sie Herr Berkholz, die mich immer wieder erneut an der Reputation dieser Zeitung zweifeln lassen.

    Wen stellen Sie denn in weiteren Artikeln an den Pranger, Albert Schweitzer, Albert Einstein o.ä. ??

  5. Anstatt jeden Wissenschaftler auf eine Soap herunterzubrechen, die bei seinem Alter irgendwo das Schreckgespenst Drittes Reich nachweist, wäre ich dankbar für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Ideen und Schriften von berühmten Wissenschaftler. Zuse war nicht bloß Techniker.

    Er untersuchte Fragen der Digitalität (Abzählbarkeit von Unendlichkeiten), Kontuinität, Kausalität und Information.

    In solchen Beiträgen bestätigt sich vielmehr, dass Die Zeit nicht von gängigen Massenmedien wie Bild, taz oder SZ zu unterscheiden ist. Auch dort wird alles auf emotionale Schicksalsmomente heruntergebrochen.

    Aber ich erinnere mich eines Beitrags von (ich glaube) Joffe, der sich darüber beschwerte, dass Politiker nach ihrer emotionalen Verfassung, anstatt politischen Aussagen oder Errungenschaften interviewt werden. Ich vermute, in beiden Fällen, also im Falle des Wissenschaftlers und Politikers, gibt der Journalist preis, dass er kein Interesse am oder Wissen über den Gegenstand hat, den er bespricht. Wahrscheinlich überfordert es ihn. Was nicht schlimm ist. Seine Leistungen sind andere. Dann aber sollte die Redaktion, meine Meinung, ruhig Wissenschaftler oder Politiker, um nicht in diese peinliche Für-Sie-Emotions-Klamotte abzurutschen. Den Lesern wäre damit gewiss auch etwas geholfen.

  6. Redaktion

    Liebe(r) flusser,

    Danke für den Hinweis auf den Fehler in der Spitzmarke. Er wurde korrigiert.

    Grüße aus der Redaktion

    Antwort auf "100 Jahre Conrad Zuse"
  7. Der eine Leserbrief-Revisionist heult wieder das alte Lied der "sie-mußten-doch"-Entschuldiger, der andere hält historische Fakten für Emotions-Klamotten.Ins Stammbuch der ewig Verdrängenden: Hundertausende deutsche Wissenschaftler & Intellektuelle haben das faschistische Deutschland verlassen, Millionen Dienst nach Vorschrift ,heimliche Sabotage betrieben oder zumindest wache Augen& Ohren behalten.Das noch 65 Jahre nach dem Tag der Befreiung von Krieg & Hitlerfaschismus die Verantwortung & damit Schuld von Wissenschaftlern negiert wird ist schon ein starkes Stück Deutschland.

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    Diejenigen die Deutschland verlassen haben, waren oft diejenigen, die politisch oder rassisch verfolgt wurden. Wären sie nicht rassisch verfolgt worden oder hätte ein ihnen genehmeres Regime geherrscht (das vielleicht nicht minder totalitär gewesen wäre), dann hätten wahrscheinlich die meisten auch kein Problem damit gehabt, in ihrem bzw. für ihr Land zu forschen. Selbst wenn ansonsten vieles gleich gewesen wäre.

    Weil das halt das normale ist, solange man nicht regelrecht rausgeekelt wird! Aber dann kann man nicht anderen den Vorwurf machen, dass sie geblieben sind und geforscht haben.

    Diejenigen, die tatsächlich Sabotage getrieben haben, können sich übrigens gratulieren. Möchte nicht wissen, wie viele normale Landsleute sie auf dem Gewissen haben. Und als wenn es nur gegen den "Hitlerfaschismus" (sagt man das immer noch?) gegangen wäre.

    Der Andere weist Sie gern auf ein Beispiel hin. Sehen Sie hier:

    http://www.zeit.de/auto/2...

    Der Beitrag strotzt vor Zahlen und Fakten, weil keine aufwändige Interpretation nötig ist. Bei wiss. Beiträgen ist es üblich, dass sie auf Emotionen oder Betroffenheit heruntergebrochen werden, da das günstiger ist. Immerhin kann man auch keinem Journalisten vorwerfen, dass er kein Wissenschaftler ist. Nur, dass er keine Wissenschaftler konsultiert, um neue Erkenntnisse zu vermitteln, schon.

    Angenommen, Sie entdecken nicht das iPad oder ein neues Auto, sondern eine neue Theorie, welche die Wissenschaft maßgeblich beeinflusst. Soll man Sie wirklich auf den kleinsten Nenner, die Emotion, herunterbrechen, und zwar jedes Mal, sobald man von Ihnen zu einem großen Publikum spricht? So etwas nennt man auch Kitsch, Soap, weil es wie eine Limonade wirkt.

    Gegen Erinnerungen an das Dritte Reich spricht nichts. Im Gegenteil. Nur, es ist öde, einfach und schade, wenn die Errungenschaften einer großen Person auf Hitler heruntergebrochen werden. Anstatt sich mit interessanten wiss. Ideen zu beschäftigen, lesen Sie, was überall steht.

    Fachzeitschriften sind professioneller. Sie erwähnen diesen Umstand, reiten darauf aber nicht wie Die Zeit herum. Diese Zeitschriften nehmen sie auch die Zeit für Zuses Erkenntnisse, beispielsweise die Frage, warum Computer Unendlichkeiten nur symbolisch, aber nicht faktisch berechnen können, da nichts und niemand die Unendlichkeit zählen kann.

    Diejenigen die Deutschland verlassen haben, waren oft diejenigen, die politisch oder rassisch verfolgt wurden. Wären sie nicht rassisch verfolgt worden oder hätte ein ihnen genehmeres Regime geherrscht (das vielleicht nicht minder totalitär gewesen wäre), dann hätten wahrscheinlich die meisten auch kein Problem damit gehabt, in ihrem bzw. für ihr Land zu forschen. Selbst wenn ansonsten vieles gleich gewesen wäre.

    Weil das halt das normale ist, solange man nicht regelrecht rausgeekelt wird! Aber dann kann man nicht anderen den Vorwurf machen, dass sie geblieben sind und geforscht haben.

    Diejenigen, die tatsächlich Sabotage getrieben haben, können sich übrigens gratulieren. Möchte nicht wissen, wie viele normale Landsleute sie auf dem Gewissen haben. Und als wenn es nur gegen den "Hitlerfaschismus" (sagt man das immer noch?) gegangen wäre.

    Der Andere weist Sie gern auf ein Beispiel hin. Sehen Sie hier:

    http://www.zeit.de/auto/2...

    Der Beitrag strotzt vor Zahlen und Fakten, weil keine aufwändige Interpretation nötig ist. Bei wiss. Beiträgen ist es üblich, dass sie auf Emotionen oder Betroffenheit heruntergebrochen werden, da das günstiger ist. Immerhin kann man auch keinem Journalisten vorwerfen, dass er kein Wissenschaftler ist. Nur, dass er keine Wissenschaftler konsultiert, um neue Erkenntnisse zu vermitteln, schon.

    Angenommen, Sie entdecken nicht das iPad oder ein neues Auto, sondern eine neue Theorie, welche die Wissenschaft maßgeblich beeinflusst. Soll man Sie wirklich auf den kleinsten Nenner, die Emotion, herunterbrechen, und zwar jedes Mal, sobald man von Ihnen zu einem großen Publikum spricht? So etwas nennt man auch Kitsch, Soap, weil es wie eine Limonade wirkt.

    Gegen Erinnerungen an das Dritte Reich spricht nichts. Im Gegenteil. Nur, es ist öde, einfach und schade, wenn die Errungenschaften einer großen Person auf Hitler heruntergebrochen werden. Anstatt sich mit interessanten wiss. Ideen zu beschäftigen, lesen Sie, was überall steht.

    Fachzeitschriften sind professioneller. Sie erwähnen diesen Umstand, reiten darauf aber nicht wie Die Zeit herum. Diese Zeitschriften nehmen sie auch die Zeit für Zuses Erkenntnisse, beispielsweise die Frage, warum Computer Unendlichkeiten nur symbolisch, aber nicht faktisch berechnen können, da nichts und niemand die Unendlichkeit zählen kann.

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