Kirche Die Vertriebenen
Eine Austrittswelle verändert die katholische Kirche – wie sehr, zeigt sich im Bistum Augsburg. Nach dem Skandal um den Bischof verabschieden sich sogar Fromme und Engagierte
Austreten ist ganz einfach. In Augsburg geht es fünf Treppenstufen hoch, dann gleich die erste Tür rechts. Die Austrittswilligen melden sich im Standesamt bei der Kasse. Erst die Verwaltungsgebühren. 31 Euro, 41 für Ehepaare, mit oder ohne Kinder. Danach füllt eine Standesbeamtin in Zimmer 16 Formular 16/501 aus. »Ich trete aus der oben angegebenen Gemeinschaft aus«, es steht schon vorgedruckt drauf.
Bislang war Zimmer 16 mit der imposanten Hängeregistratur, wie sie im Standesamt sagen, ein »Multifunktionsraum«. Inzwischen hat er nur noch eine Funktion. 249 Austritte gab es im Mai, 121 bisher im Juni. Die Kirche, der Missbrauch, Mixa – eine »nachhaltige G’schichte« sei das , sagt der Amtsleiter.
Austreten ist ganz schwer. Andrea Collisi spricht von »Bauchschmerzen«, wenn sie über Glauben und Kirche nachdenke. Sie ist Pfarrgemeinderätin in ihrer Gemeinde vor den Toren Augsburgs, ihre vier Söhne engagieren sich als Ministranten, Sternsinger oder Jugendgruppenleiter. Sie ist eine starke Frau, sie managt eine Großfamilie, sie sagt ihre Meinung und achtet darauf, dass jedes der Kinder mittags zum Essen am Tisch sitzt. Sie gibt Kommunionunterricht, für die eigene Gemeinde reicht ihr Glauben aus. Ihre Zweifel beginnen, wenn sie an die Amtskirche, an Rom denkt. »Zorn und Scham« hat Andrea Collisi in der Affäre um Bischof Walter Mixa empfunden, als »Kasperltheater« bezeichnet sie dessen Dauerkonflikt mit seinen Bischofskollegen. Fassungslos und fast resigniert liest sie von neuen Vorwürfen und Verdächtigungen.
Das Bistum Augsburg ist mit seinen mehr als 1000 Pfarreien und fast 1,4 Millionen registrierten Gläubigen eine der größten unter den 27 deutschen Diözesen. Augsburg ist beides, noch immer Bollwerk des Glaubens, aber auch Epizentrum der Krise. Auch hier gab es sexuellen Missbrauch unter dem Deckmantel der Kirche. Erschüttert aber hat das Bistum und seine Gläubigen der Fall Walter Mixa .
Als der Bischof aus dem Amt getragen wurde, haben viele Katholiken aufgeatmet. Jetzt halten sie den Atem wieder an, nachdem Mixa wie ein Hausbesetzer ins Bischofspalais zurückgekehrt ist, nachdem sie in einem Interview wieder Belege seiner ungebrochen feudalistisch anmutenden Selbstherrlichkeit lasen. Oder sie treten aus. Allein im Bistum Augsburg haben in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 6640 Menschen ihrer Kirche den Rücken gekehrt – doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Und 2009 war bereits ein schlechtes Jahr.
Wer in diesen Wochen durch das Bistum reist, trifft auf Menschen, die nach langem Ringen ausgetreten sind. Gläubige wie Geistliche, die an ihrer Kirche zweifeln. Immer häufiger wenden sich Katholiken von ihrer Kirche ab, die aktiv am Leben in den Pfarreien teilnehmen, die es mitgestalten, so wie Andrea Collisi. »Zum ersten Mal«, konstatiert Helmut Mangold, als Vorsitzender des Diözesanrats der oberste Laie im Bistum, »gibt es eine ganze Menge Menschen, bei deren bewusster Entscheidung die Kirchensteuer nicht die größte Rolle spielt.« Zum ersten Mal seit vielen Jahren erkennen Pfarrer die Namen aus ihrer Gemeinde wieder, wenn sie die Austrittsbenachrichtigungen per Post vom Kirchensteueramt öffnen. Es sind die Namen von Eltern, die noch vergangenes Jahr ihr Kind taufen ließen, von Menschen, die noch bis vor Kurzem Firmunterricht für Jugendliche in der Pfarrei gegeben haben.
Seit sechs Wochen beten sie in der Benediktiner-Abtei St. Stefan jeden Montagabend »für die Kirche von Augsburg«. »Reinige sie, wo sie verdorben ist. Heile den Riss, wo immer sie zerteilt und zerstreut ist«, heißt es in einem Gebet. Der Wunsch ist verständlich. Denn es gehen in diesen Tagen auch konservative Gläubige – weil Mixa schließlich doch zurücktreten musste. Wochenlang füllten die Verbitterten die Leserbriefspalten der Augsburger Allgemeinen oder der Katholischen Sonntagszeitung. Vom »Opfer Mixa« ist da die Rede, von »bösen Medien« und »feindlicher Treibjagd«. Der Bischof sei »in diffamierendster Weise vor- und abgeurteilt« worden.
- Datum 24.06.2010 - 10:56 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 24.06.2010 Nr. 26
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Schöner kann es fast nicht sein. Ich hoffe die Austrittswelle hällt an, und die Menschen lernen schnell, dass sie den Verein nicht brauchen, weil er ihn aufgrund seiner angenommenen Allmächtigkeit ja auch nicht bräuchte, um die Menschen zu erreichen.
Oder wie sagte es J.T.K. so schön: " Wozu braucht Gott ein Raumschiff?"
Eben... :-))
die Menschen brauchen die Kirche! Es sind nur verhältnismäßig wenige die wirklich ohne auskommen.
Fast alle die Austreten bleiben gläubig, viele abergläubig, oder wechseln nur die Konfession. Da spielt es keine Rolle, ob Buddhismus, Islam, evangelisch oder ökologisch grün.
In allen Fällen haben die Menschen Sehnsucht nach Heilsgewissheit. Meistens jedoch bleiben alle diese Ersatzbefriedigungen leider weit hinter der christlichen und auch sogar der katholischen Philosophie zurück.
Das ist das eigentliche Drama des Versagens der Körperschaft "Kirche". Die Desillusionierung der ersetzenden Institutionen ist nur noch nicht so weit vorangeschritten.
Das kommt Seelenfängern wie rücksichtslosen Materialisten entgegen, die nur zu gerne die Schwäche der Institution ausnutzen, weil die christliche Ethik für sie sehr unbequem ist.
H.
Ich weiss nicht wovon Sie sprechen.
die Menschen brauchen die Kirche! Es sind nur verhältnismäßig wenige die wirklich ohne auskommen.
Fast alle die Austreten bleiben gläubig, viele abergläubig, oder wechseln nur die Konfession. Da spielt es keine Rolle, ob Buddhismus, Islam, evangelisch oder ökologisch grün.
In allen Fällen haben die Menschen Sehnsucht nach Heilsgewissheit. Meistens jedoch bleiben alle diese Ersatzbefriedigungen leider weit hinter der christlichen und auch sogar der katholischen Philosophie zurück.
Das ist das eigentliche Drama des Versagens der Körperschaft "Kirche". Die Desillusionierung der ersetzenden Institutionen ist nur noch nicht so weit vorangeschritten.
Das kommt Seelenfängern wie rücksichtslosen Materialisten entgegen, die nur zu gerne die Schwäche der Institution ausnutzen, weil die christliche Ethik für sie sehr unbequem ist.
H.
Ich weiss nicht wovon Sie sprechen.
die Menschen brauchen die Kirche! Es sind nur verhältnismäßig wenige die wirklich ohne auskommen.
Fast alle die Austreten bleiben gläubig, viele abergläubig, oder wechseln nur die Konfession. Da spielt es keine Rolle, ob Buddhismus, Islam, evangelisch oder ökologisch grün.
In allen Fällen haben die Menschen Sehnsucht nach Heilsgewissheit. Meistens jedoch bleiben alle diese Ersatzbefriedigungen leider weit hinter der christlichen und auch sogar der katholischen Philosophie zurück.
Das ist das eigentliche Drama des Versagens der Körperschaft "Kirche". Die Desillusionierung der ersetzenden Institutionen ist nur noch nicht so weit vorangeschritten.
Das kommt Seelenfängern wie rücksichtslosen Materialisten entgegen, die nur zu gerne die Schwäche der Institution ausnutzen, weil die christliche Ethik für sie sehr unbequem ist.
H.
Die Menschen brauchen "die Kirche" eben nicht. Denn Glauben ist unabhängig von einer Institution mit ihren schicken Gebäuden und Hierachien. Natürlich bleiben die Menschen auch nach dem Austritt gläubig und selbst wenn sie die Religion wechseln ist es ja nicht verwerflich. Zudem ja die christliche Philosophie auch nicht unbedingt die beste ist. Auch wenn sie da anderer Meinung sind, aber das lässt sich sicherlich schwer empirisch belegen.
Menschen möchten sich zu Hause fühlen, sie möchten Teil einer Gemeinschaft sein, in der die Mitglieder füreinander da sind. Denn es gibt Sicherheit, an das Gleiche zu glauben und sich an gemeinsamen Werten zu orientieren.
Aus Ihrem Kommentar, die Menschen bräuchten „die Kirche“, wird deutlich, mit welcher Arroganz Religionsgemeinschaften die Deutungshoheit über gesellschaftliche Werte einfordern.
Universelle Menschenrechte, Demokratie, Selbstkritik – das sind Werte, für die man eintreten sollte, wenn man ein guter Mensch sein möchte.
Vertritt „die Kirche“ diese Werte? Nein, diese zentralen Werte müssen immer wieder gegen die Kirchen erkämpft werden (einige Stichworte sind: Stellung der Frauen, der Homosexuellen, der Andersgläubigen, oder auch schlicht der Zölibat oder die Opfer!).
Vielleicht kommen wir über die jüngste Krise endlich dazu, dass wir als Bürger begreifen und dass wir uns sozial engagieren können, ohne uns in autoritäre Strukturen zu fügen, in denen unsere Meinungen von so geringem Wert sind.
Und abschließend: „Ökologisch grün“ ist keine Religion. Denn wo bitte versteckt sich der Glaube an etwas übernatürliches?
Die Menschen brauchen nicht die Kriche oder den Glauben, sie brauchen die anderen menschen um sie zu achten udn zu lieben und geachtet und geliebt zu werden. Ganz sicher nicht eine Kirche, von der es im Artikel heißt: "Sie stricken an der Legende vom Märtyrer Mixa, dem Opfer einer Intrige."
Ich beglückwünsche jeden, der den Schritt in die Freiheit des Humanismus findet. Die anteilige Kirchensteuer kann jeder gezielter verwenden, er muss sich nur in seinem persönlichen Umfeld umschauen.
"Das kommt Seelenfängern wie rücksichtslosen Materialisten entgegen, die nur zu gerne die Schwäche der Institution ausnutzen, weil die christliche Ethik für sie sehr unbequem ist."
Merken Sie gar nicht wie widersinnig Ihr Vorwurf an "rücksichtslose Materialisten" ist, wenn das, was Sie christliche Ethik nennen, gerade von offiziellen Repräsentanten dieser Ethik in einer ungeheuren Vielzahl von Fällen (USA, Irland, Deutschland u. a.) in schrecklicher Weise verletzt und zerstört wurde?
Die Menschen brauchen "die Kirche" eben nicht. Denn Glauben ist unabhängig von einer Institution mit ihren schicken Gebäuden und Hierachien. Natürlich bleiben die Menschen auch nach dem Austritt gläubig und selbst wenn sie die Religion wechseln ist es ja nicht verwerflich. Zudem ja die christliche Philosophie auch nicht unbedingt die beste ist. Auch wenn sie da anderer Meinung sind, aber das lässt sich sicherlich schwer empirisch belegen.
Menschen möchten sich zu Hause fühlen, sie möchten Teil einer Gemeinschaft sein, in der die Mitglieder füreinander da sind. Denn es gibt Sicherheit, an das Gleiche zu glauben und sich an gemeinsamen Werten zu orientieren.
Aus Ihrem Kommentar, die Menschen bräuchten „die Kirche“, wird deutlich, mit welcher Arroganz Religionsgemeinschaften die Deutungshoheit über gesellschaftliche Werte einfordern.
Universelle Menschenrechte, Demokratie, Selbstkritik – das sind Werte, für die man eintreten sollte, wenn man ein guter Mensch sein möchte.
Vertritt „die Kirche“ diese Werte? Nein, diese zentralen Werte müssen immer wieder gegen die Kirchen erkämpft werden (einige Stichworte sind: Stellung der Frauen, der Homosexuellen, der Andersgläubigen, oder auch schlicht der Zölibat oder die Opfer!).
Vielleicht kommen wir über die jüngste Krise endlich dazu, dass wir als Bürger begreifen und dass wir uns sozial engagieren können, ohne uns in autoritäre Strukturen zu fügen, in denen unsere Meinungen von so geringem Wert sind.
Und abschließend: „Ökologisch grün“ ist keine Religion. Denn wo bitte versteckt sich der Glaube an etwas übernatürliches?
Die Menschen brauchen nicht die Kriche oder den Glauben, sie brauchen die anderen menschen um sie zu achten udn zu lieben und geachtet und geliebt zu werden. Ganz sicher nicht eine Kirche, von der es im Artikel heißt: "Sie stricken an der Legende vom Märtyrer Mixa, dem Opfer einer Intrige."
Ich beglückwünsche jeden, der den Schritt in die Freiheit des Humanismus findet. Die anteilige Kirchensteuer kann jeder gezielter verwenden, er muss sich nur in seinem persönlichen Umfeld umschauen.
"Das kommt Seelenfängern wie rücksichtslosen Materialisten entgegen, die nur zu gerne die Schwäche der Institution ausnutzen, weil die christliche Ethik für sie sehr unbequem ist."
Merken Sie gar nicht wie widersinnig Ihr Vorwurf an "rücksichtslose Materialisten" ist, wenn das, was Sie christliche Ethik nennen, gerade von offiziellen Repräsentanten dieser Ethik in einer ungeheuren Vielzahl von Fällen (USA, Irland, Deutschland u. a.) in schrecklicher Weise verletzt und zerstört wurde?
Die strenge Hierarchisierung der Kirche, das Durchregieren von Oben nach Unten ist ein historisches Relikt, das die Ordnungsvorstellungen des Späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit widerspiegelt. Während aber im weltlichen Bereich das Pendel seit dem 18. Jahrhundert wieder in Richtung Demokratie und Parlamentarismus ausschlug, verstärkt seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wurde die katholische Kirche immer autoritärer.
Das paradoxe Ergebnis ist, dass die katholische Kirche, die sich als moralische Avantgarde versteht, den moralischen Vorstellungen ihrer Gläubigen und deren Umwelt hinterherhinkt.
Ich wünsche der katholischen Kirche die Kraft, sich zu, nun ja, reformieren.
Die Menschen brauchen "die Kirche" eben nicht. Denn Glauben ist unabhängig von einer Institution mit ihren schicken Gebäuden und Hierachien. Natürlich bleiben die Menschen auch nach dem Austritt gläubig und selbst wenn sie die Religion wechseln ist es ja nicht verwerflich. Zudem ja die christliche Philosophie auch nicht unbedingt die beste ist. Auch wenn sie da anderer Meinung sind, aber das lässt sich sicherlich schwer empirisch belegen.
Glauben Sie mir, das ist so. Ich bin auch mal aus der Kirche ausgetreten, denn meine Eltern haben mich getauft und auch zur Konfirmation geschickt - gläubig bin ich deshalb nicht geworden. Und es sind ja nicht nur die jungen Leute in Europa wenig religiös, sondern auch in Ostasien. Fragen über dortige religiöse Gebräuche können sie auch nicht beantworten, das lassen sie ihre Eltern und Großeltern machen. Das ist einfach eine Konsequenz der Industrialisierung.
Das ist aber ein Trend, der schon länger anhält. Neu ist etwas anderes: Nämlich, dass sich die Frommen von der Kirche (nicht aber vom Glauben) abwenden. Und natürlich braucht man keine Kirche, um gläubig und fromm zu sein, steht doch in der Bibel: "Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, da bin ich unter ihnen".
Glauben Sie mir, das ist so. Ich bin auch mal aus der Kirche ausgetreten, denn meine Eltern haben mich getauft und auch zur Konfirmation geschickt - gläubig bin ich deshalb nicht geworden. Und es sind ja nicht nur die jungen Leute in Europa wenig religiös, sondern auch in Ostasien. Fragen über dortige religiöse Gebräuche können sie auch nicht beantworten, das lassen sie ihre Eltern und Großeltern machen. Das ist einfach eine Konsequenz der Industrialisierung.
Das ist aber ein Trend, der schon länger anhält. Neu ist etwas anderes: Nämlich, dass sich die Frommen von der Kirche (nicht aber vom Glauben) abwenden. Und natürlich braucht man keine Kirche, um gläubig und fromm zu sein, steht doch in der Bibel: "Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, da bin ich unter ihnen".
"Und ich hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen!
Denn ihre Sünden reichen bis an den Himmel und Gott denkt an ihren Frevel."
Das Wort Kirche kommt in der gesamten Bibel nicht vor!
Es gab christliche Gemeinden, die ohne Kirchensteuer, ohne schändlichen Gewinn zu suchen, zu Gott, Jesus und dem Heiligen Geist beteten.
Wirklich wahre Gläubige, die sich ihren Glauben nicht bezahlen ließen und danach lebten, so wie es Jesus in Matth.10,8 sagt:
"Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebt es auch."
Die Kirchen wurden gegründet um mit dem Wort Gottes Geschäfte zu machen. Sich zu bereichern.
http://www.spiegel.de/wir...
Dies alles hat mit dem christlichen Glauben nichts zu tun.
Namenschristen genügt kein unsichtbarer Gott. Sie suchen und verehren Schriftgelehrte in langen Gewändern, die Jesus in Matthäus 23, als Heuchler bezeichnet. Und dies lassen sich ihren Glauben gut bezahlen und genießen diese Menschenverehrung.
http://www.spiegel.de/pol...
Wahre Christen wissen aber:
"Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt,
in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden
im Geist und in der Wahrheit;
denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
Gott ist Geist, und die ihn anbeten,
die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten."
Joh.4,23.24
http://www.youtube.com/wa...
Ich bin aus der ev. Kirche ausgetreten als ich erfahren habe, dass Bischöfe und Co nicht von den Kirchen, sondern vom Steuerzahler via Staat bezahlt werden. Ich bin ausgetreten als ich erfahren habe, dass die Kirchen umsatzsteuerbefreit sind und von allen Sparpaketen der Gegenwart niemals betroffen sein werden. Die im GG niedergelegte Trennung von Staat und Kirche ist eine Farce - deshalb bin ich ausgetreten.
Trotzdem nenne ich mich weiterhin einen gläubigen Christen. Beten kann ich, wenn ich nachts mit meinen Hunden spazieren gehe. Unter freien Himmel, der sternenbedeckt auf mich herab leuchtet. Vielleicht ist die eine oder andere Sternschnuppe, die funkelnd ihre Bahn zieht, die direkt Antwort von Gott...
Und wenn ich mal ein paar Euro Kleingeld übrig habe, kann ich sie dem nächsten Bettler geben. Damit tue ich weiterhin Gutes - und spreche nicht darüber.
Ach ja - und da ich weiterhin in diesem Land Steuern bezahle, finanziere ich die Kirchen (nicht nur die ev., sonsten auch die kath.) ja ohnehin weiter. Und deren Weihrauch, und deren Priester und was da sonst noch so herumläuft. Auf jeden Fall wohl die Dienst Phaetons der Luxusklasse mit den Fa. Käßmann leicht angetrunken durch die Gegend gerauscht ist. Da hat sich dann also gar nichts geändert.
Glauben Sie mir, das ist so. Ich bin auch mal aus der Kirche ausgetreten, denn meine Eltern haben mich getauft und auch zur Konfirmation geschickt - gläubig bin ich deshalb nicht geworden. Und es sind ja nicht nur die jungen Leute in Europa wenig religiös, sondern auch in Ostasien. Fragen über dortige religiöse Gebräuche können sie auch nicht beantworten, das lassen sie ihre Eltern und Großeltern machen. Das ist einfach eine Konsequenz der Industrialisierung.
Das ist aber ein Trend, der schon länger anhält. Neu ist etwas anderes: Nämlich, dass sich die Frommen von der Kirche (nicht aber vom Glauben) abwenden. Und natürlich braucht man keine Kirche, um gläubig und fromm zu sein, steht doch in der Bibel: "Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, da bin ich unter ihnen".
Die meißten Menschen brachen einen Glauben der ihnen Halt und Sicherheit im Leben gibt.
Kirche ist die Gemeinschaft der Gläubigen.
Wie schon gesagt wurde, das Wort Kirche kommt nicht in der Bibel vor. Jesus wollte auch gar keine Kirche gründen.
Die heutige Struktur der Kirche ist ca. 1700 Jahre alt.Eine Gemeinschaft von Gläubigen die sich in der Kirche organisiert, kann (und sollte) die Organisationsstruktur dieser Institution verändern.
Denn sonst wird Kirche ein hohler begriff (oder ist es schon). Gläubige gibt es genug und eine Gemeinschaft bilden sie auch ohne Papsthierarchie, Zöllibat, nur Männer als Priester, ...
Deshalb: eine neue Reformation!!!
oder Austritt!!!
und weiterhin glauben...
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