Modernes Gottesbild Zu wem beten die da?

Unser modernes Gottesbild ist naiv und unser religiöses Denken primitiv. Wir müssen lernen, dass Glauben nichts mit Lehrsätzen zu tun hat

Der Nigerianer Vincent Enyeama betet für den Sieg seiner Mannschaft

Der Nigerianer Vincent Enyeama betet für den Sieg seiner Mannschaft

Wir reden heute viel zu oft über Gott. Denn als aufgeklärte Zeitgenossen meinen wir genau zu wissen, was Gott für einen Gläubigen darstellt: das Höchste Wesen, das die Welt und alles in ihr geschaffen hat. Erschrecken würden wir, wenn man uns erklärte, wie grob unpräzise die Rede von einem Höchsten Wesen klingt, weil Gott überhaupt kein Wesen ist. Wie kommen wir eigentlich dazu, ihn als »gut«, »weise« oder »intelligent« zu apostrophieren? Viele Gläubige und die meisten Theologen räumen zwar theoretisch ein, dass Gott ganz und gar transzendent sei, trotzdem haben sie erstaunlich konkrete Vorstellungen, wer »er« ist und was er von uns erwartet. Wir neigen dazu, sein Anderssein zu zähmen und ihn unseren Wünschen anzuverwandeln. Immer noch wird Gott angefleht, eine Nation zu segnen, die Königin zu schützen, unsere Krankheiten zu heilen und unserem Fußballverein zum Sieg zu verhelfen. Ganz selbstverständlich, ja demonstrativ erflehen diese jungen Fußballstars mit ihren großen Anbetungsgesten im Stadion höhere Unterstützung – obwohl ihre Gegner doch vermutlich auch Gottes Kinder und damit Gegenstand seiner Liebe sind.

Unser modernes Gottesbild ist, um das Mindeste zu sagen, naiv. In Lobpreisungen erinnern Christen den Herrn daran, dass er die Welt geschaffen hat und sie arme Sünder sind, als ob ihm das entfallen sein könnte. Atheisten gehen trotz einer rasant sich ändernden Welt von einer Unveränderlichkeit des Glaubens aus – davon, dass Gläubige schon immer so über Gott gedacht haben wie heute. Ungeachtet unseres wissenschaftlichen und technischen Scharfsinns ist unser religiöses Denken auffällig unterentwickelt, ja primitiv.

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Dabei existierte bereits in der vormodernen Welt durchaus ein Bewusstsein davon, wie schwierig es ist, über Gott zu sprechen. Große jüdische, christliche und muslimische Theologen erklärten, dass wir, wenn wir das Göttliche in Worte fassen, notwendigerweise an die Grenzen des Sagbaren gelangen. Sie empfahlen spirituelle Übungen, die die Sprache transzendieren und den Gläubigen zu der Einsicht bringen sollten, dass unsere Worte für die Welt vielleicht hinreichend, aber für Gott unzulänglich sind. Manche Mystiker scheuten sich vor der Behauptung, dass Gott »existiere«, weil sie die menschliche Vorstellung von Existenz an sich viel zu beschränkt fanden. Einige weise Theologen bezeichneten Gott als ein »Nichts«, weil er nun mal kein Wesen sei. Ganz sicher durfte man aus ihrer Perspektive die heiligen Schriften nicht wörtlich nehmen. In den Augen dieser Theologen wäre der Umgang mancher moderner Christen mit der Bibel fast schon Götzenanbetung.

Im mittelalterlichen Europa hatten die Christen schon einmal ein distanziertes Verhältnis zur Heiligen Schrift. Sie lernten, die Messe als symbolischen Nachvollzug von Leben, Tod und Auferstehung Jesu zu begreifen. Die lateinische Liturgie, die sie nicht verstanden, steigerte den mystischen Nimbus noch. Einen Großteil der Messe sprach der Priester halblaut vor sich hin, und die feierliche Stille in Verbindung mit dem liturgischen Geschehen, mit Musik und stilisierten Gesten, versetzte die Gemeinde in einen geistigen Raum jenseits des Alltags. Heute hat man eine volkssprachliche Bibel oder einen Koran zu Hause und kann lesen, doch mit dem symbolischen Verständnis hapert es oft.

Vielleicht wäre für uns Heutige der Rückgriff auf die Antike hilfreich – auf eine dialektische Weise des Denkens, Sprechens, Weltaneignens. Die Griechen sprachen von Mythos und Logos als gleichwertigen, sich ergänzenden Prinzipien, die es jedoch nicht zu vermischen galt. Logos (»Vernunft«) war der pragmatische Denkmodus, mit dessen Hilfe die Menschen in der Welt wirken konnten. Er musste daher genau mit der äußeren Realität korrespondieren. Er wurde gebraucht, um effiziente Waffen herzustellen oder eine Expedition zu planen, die Gesellschaft zu organisieren und Wissen zu ordnen. Der Logos war auf Zukunft orientiert, aber er hatte seine Grenzen: Nur durch Vernunft ließ sich weder menschliches Leid lindern noch ein Lebenssinn erkennen. Für solche letzten Dinge gab es den Mythos.

Karen Armstrong

beweist mit Werken wie »Faith After September 11«, dass Religionsphilosophie bestsellertauglich ist. Die britische Professorin, 65, schreibt über die Weltreligionen, Fundamentalismus und Glauben heute. Auf Deutsch erschienen zuletzt »Eine kurze Geschichte des Mythos« und »Die Achsenzeit«

Heute leben wir in einer Epoche des wissenschaftlichen Logos, die den Mythos verachtet. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist er das Unwahre. Früher jedoch galt der Mythos keineswegs als Lüge, Erfindung, Hirngespinst, sondern als »Wahrsage«. Komplementär zum Logos war er Orientierungshilfe in einer verwirrenden Welt. Die mythischen Göttergeschichten vermochten moralisch verwickelte und tragische Aspekte des menschlichen Daseins zu erklären. Im 20. Jahrhundert ist der Mythos denn auch als frühe Form der Psychologie wertgeschätzt worden. Als Freud und Jung ihre wissenschaftliche Suche nach der Seele begannen, wandten sie sich ganz instinktiv den antiken Mythen zu. Denn sie sahen darin nicht einfach Erzählungen, sondern überzeitliche Muster des Humanen. Als Mythos galt ihnen, was schon einmal geschah und immer wieder geschieht. Der Heldenmythos: eine Anleitung zum heldenhaften Handeln. Die Geschichten von Buddha, Jesus, Mohammed: Unterweisungen im Menschsein.

Religion war ja ursprünglich nicht das, was Menschen dachten, sondern was sie taten. Sie erlangte ihre Wahrheit erst durch praktische Einübung. So wie man das Autofahren nicht aus einem Handbuch erlernen kann und das Kochen nicht durch Rezeptelesen, so erfordert auch der Glaube echte Arbeit. Und so wie man beim Schwimmen wunderbarerweise nicht auf den Boden des Beckens sinkt, sondern plötzlich schwebt, hebt der Glaube uns in einen neuen Zustand. 

Religiöse Menschen können oft nicht richtig erklären, wie ihre Rituale und Übungen wirken, genauso wie eine Eisläuferin vielleicht die physikalischen Gesetze nicht kennt, die sie auf schmalen Kufen über das Eis gleiten lassen. Zu den besonderen Eigenschaften des Menschen zählt eben die Fähigkeit, Erfahrungen zu machen, die über das mit dem Verstand Fassbare hinausgehen. Musik beispielsweise war immer wieder untrennbar mit religiösen Äußerungen verbunden, weil sie wie die Religion Grenzen der Vernunft aufzuzeigen vermag. Musik ist eine körperliche, aber auch geistige Übung und erschließt uns außersprachliche Bereiche auf eine Weise, die man mit George Steiner göttlich nennen könnte: »Was hinausreicht über des Menschen Wort, ist beredtes Zeugnis Gottes.«

Leser-Kommentare
  1. Sagen wir doch, wie es ist: Gott ist nichts weiter als eine Erfindung des menschlichen Geistes bzw. eine Ausgeburt seiner Phantasie. Deshalb ist JEDES Gottesbild menschlich. Und so ist der Mensch zwar nicht der Schöpfer der Welt, aber der seiner Götter. Die Suche nach einem Schöpfer der Welt wird den Menschen immer überfordern, weil auch ein Schöpfer nicht ohne einen Schöpfer denkbar wäre. Sie ist daher sinnlos.

    Und trotzdem: Gott existiert - jedenfalls für Viele. Weil für den Menschen das wahr ist, was er für wahr hält.

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    und auch anderer (vorchristlicher) Schöpfergötter.
    Diese Funktion ist heute ja relativ entlarvt, diese Geheimnis ist schon recht stark gelüftet.

    Wenn d. christliche Gott, die christliche Religion dennoch noch ihre Anhänger hat, dann zum einen deshalb, weil das Christentum sich ja mit den heidnischen Bräuchen u. (wenn man so will auch deren Göttern) vermischt, es also eine heidnische Komponente hat, aber wohl auch, weil es eben eine Antwort auf die wohl allerwichtigste Frage gibt: Was wäre, wenn wir alle semifreiwillig aussterben würden, aufgrund gegenseitiger Verstrickungen gewissermaßen. Hätten wir dann, so die biologische Sichtweise, nach all der Kultur zur Massenvermehrung, etwa versagt - oder wäre dies sozusagen akzeptabel, ja unsere Bestimmung? (Spästestens mit dem Erduntergang dürfte oder könnte sich diese Frage ja auch stellen.) Im Christentum u. anderen Religionen beantworten wir uns diese Frage "positiv": Für uns ist es gut und richtig - entscheidend ist nicht die biologische Fortexistenz, entscheidender ist für uns, dass wir uns möglichst positiv im Gedächtnis behalten. Es wird postuliert, dass es dieses ewig geben würde. Und in der Tat: Mangels für uns erkennbarer anderer Bewusstseinswelten ist das Bewusstsein des Einzelnen, welches in seiner Summe ja das kollektive Bewusstsein der Menschen, wohl das Wichtigste und für uns einzig Relevante.
    Die (wirkliche) Verständigung auf den christlichen Gott war und ist eben auch die gemeinsame Verständigung auf unser Ende.

    und auch anderer (vorchristlicher) Schöpfergötter.
    Diese Funktion ist heute ja relativ entlarvt, diese Geheimnis ist schon recht stark gelüftet.

    Wenn d. christliche Gott, die christliche Religion dennoch noch ihre Anhänger hat, dann zum einen deshalb, weil das Christentum sich ja mit den heidnischen Bräuchen u. (wenn man so will auch deren Göttern) vermischt, es also eine heidnische Komponente hat, aber wohl auch, weil es eben eine Antwort auf die wohl allerwichtigste Frage gibt: Was wäre, wenn wir alle semifreiwillig aussterben würden, aufgrund gegenseitiger Verstrickungen gewissermaßen. Hätten wir dann, so die biologische Sichtweise, nach all der Kultur zur Massenvermehrung, etwa versagt - oder wäre dies sozusagen akzeptabel, ja unsere Bestimmung? (Spästestens mit dem Erduntergang dürfte oder könnte sich diese Frage ja auch stellen.) Im Christentum u. anderen Religionen beantworten wir uns diese Frage "positiv": Für uns ist es gut und richtig - entscheidend ist nicht die biologische Fortexistenz, entscheidender ist für uns, dass wir uns möglichst positiv im Gedächtnis behalten. Es wird postuliert, dass es dieses ewig geben würde. Und in der Tat: Mangels für uns erkennbarer anderer Bewusstseinswelten ist das Bewusstsein des Einzelnen, welches in seiner Summe ja das kollektive Bewusstsein der Menschen, wohl das Wichtigste und für uns einzig Relevante.
    Die (wirkliche) Verständigung auf den christlichen Gott war und ist eben auch die gemeinsame Verständigung auf unser Ende.

  2. Keine der großen Religionen vertritt die Meinung, Gott sei ganz und gar transzendent. Im Gegenteil steht ein sich offenbarender Gott im Zentrum des Glaubens. Im Christentum ist es ein Gott, der sich sogar auf die Erde begibt und Mensch wird. Die Inkarnation ist geradezu das Gegenteil von Transzendenz.
    Richtig an diesem Artikel ist, dass der Glaube an einen Mensch gewordenen Gott nicht mit dem Glauben an Lehrsätze verwechselt werden darf. Man glaubt nicht an die Trinitätslehre, sondern an einen trinitarischen Gott als Person und tatsächlich geht eine Person nie in Lehrsätzen auf. Eine Person ist immer mehr als vernünftige Lehrsätze über sie, dennoch sind diese Sätze wichtig, weil Gott sonst eine anonyme Macht bleibt, die eigentlich nichts mit mir zu tun hat.
    Gerade wenn der Glaube Trost im Leid spenden soll, dann muss es ein konkreter und nicht ein abstrakt-allgemeiner Glaube an irgendeine höhere Macht sein.
    Nicht ohne Grund ist die Mystik, deren Position im Artikel vertreten wird, immer ein Stiefkind des christlichen Glaubens geblieben, denn ein Gott über den man nichts sagen kann, der kann mir auch egal sein. Ein Gott, der nicht an mir handelt ist überflüssig. Einen ganz transzendenten Gott, mit dem man nicht reden kann, braucht man nicht.

  3. Die naiven Projektionen unseres kindlichen Denkens sind doch letzten Endes nichts als der hoffnungslose Versuch, unsere Existenz im Kosmos zu erklaeren.
    Harmlos als folkloristische Spielerei, moerderisch wenn in konkurrierende Religionen gepresst.
    Religion ist die Oelpest im Ozean der Vernunft

    Eine Leser-Empfehlung
    • Cake
    • 27.06.2010 um 15:39 Uhr

    Huch, ich dachte, Karen Armstrong glaubt an die Existenz Gottes. Wahrheit oder Erkenntnis kommen in diesem Artikel aber gar nicht vor. Der Daseinszweck von Religion ist das Spenden von Trost, laut Armstrong. Gott selbst ist irrevelant, unser Eindruck von ihm hat sich eh über Jahrhundert gewandelt. Wahrheiten gibt es keine, Armstrong fragt nicht einmal nach diesen.

    Ein Artikel, der tief blicken läßt. Karen Armstrong als Atheistin. Religion ist wirklich tief gesunken, wenn sie derart "verteidigt" wird.

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    zwar differenzierend aber unterm strich immer noch schwach.

    "Und so wie man beim Schwimmen wunderbarerweise nicht auf den Boden des Beckens sinkt, sondern plötzlich schwebt, hebt der Glaube uns in einen neuen Zustand."

    schwache metapher, die autorin wird nicht wirklich glauben das schwimmen was mit wundern zu tun hat.
    aber die eigentliche these ist auch unhaltbar. kann ich den zustand des schwimmens oder schwebens nicht auch dann vollständig genießen wenn ich verstanden habe wie es funktioniert? womöglich kombiniere ich sogar beides und erfinde noch genußvollere formen des schwimmens....

    "Religiöse Menschen können oft nicht richtig erklären, wie ihre Rituale und Übungen wirken, genauso wie eine Eisläuferin vielleicht die physikalischen Gesetze nicht kennt, die sie auf schmalen Kufen über das Eis gleiten lassen."

    das ist ähnlich naiv. erinnert mich an leute die behaupten das musiker die intuitiv spielen die besseren musiker sind! dabei ist das blödsinn. die richtig guten musiker (z.b. im jazz) haben ihren riemann gelernt und kombinieren exakt überlegtes mit intuition bzw. spontanität des augenblick...

    zwar differenzierend aber unterm strich immer noch schwach.

    "Und so wie man beim Schwimmen wunderbarerweise nicht auf den Boden des Beckens sinkt, sondern plötzlich schwebt, hebt der Glaube uns in einen neuen Zustand."

    schwache metapher, die autorin wird nicht wirklich glauben das schwimmen was mit wundern zu tun hat.
    aber die eigentliche these ist auch unhaltbar. kann ich den zustand des schwimmens oder schwebens nicht auch dann vollständig genießen wenn ich verstanden habe wie es funktioniert? womöglich kombiniere ich sogar beides und erfinde noch genußvollere formen des schwimmens....

    "Religiöse Menschen können oft nicht richtig erklären, wie ihre Rituale und Übungen wirken, genauso wie eine Eisläuferin vielleicht die physikalischen Gesetze nicht kennt, die sie auf schmalen Kufen über das Eis gleiten lassen."

    das ist ähnlich naiv. erinnert mich an leute die behaupten das musiker die intuitiv spielen die besseren musiker sind! dabei ist das blödsinn. die richtig guten musiker (z.b. im jazz) haben ihren riemann gelernt und kombinieren exakt überlegtes mit intuition bzw. spontanität des augenblick...

  4. Na, zu wem Enyeama da betet, dürfte doch aufgrund der Handhaltung klar sein: Zu Gott nach christlicher Auffassung oder zu Jesus!
    Die Christen halten die Hände im Bittgebet wie auf dem Foto.

    Muslime beten mit offenen Händen - haben wir ja auf dem Platz auch schon öfters gesehen!

    Mal abgesehen vom Fußball: Es geht ja auch nicht darum, wer siegt! Klar betet die Gegenseite ebenfalls zum gleichen Gott. (Ich glaube nicht, dass es einen Unterschied zwischen dem Gott der Christen, Juden oder Muslime gibt! Das Thema hatten wir ja schon beim "Gotteseid" der türkischen Ministerin)
    Wie früher vor den Kämpfen im Krieg auch beide Seiten sich als Vertreter der "gerechten Sache" wähnten und um Sieg beteten.

    Man kann auch einfach darum beten, sein Bestes geben zu können, keinen Fehler zu machen, um richtiges Handeln usw. usw.

    Beten bedeutet für Gläubige jeder Religion ein Stück Last abgeben, sich Rückendeckung holen.
    Mit Religion lebt sich's leichter und stirbt sich's leichter.
    Religiöse Leute sind entspannter und gelassener.
    Hat also die gleiche Wirkung wie "Opium fürs Volk", macht nur nicht abhängig und hat keine Nebenwirkungen!

    Der Vergleich mit der Ölpest ist ziemlich daneben, Herr oder Frau "auch-das-noch"!
    Sie mögen ja nicht religiös sein, aber lassen Sie doch anderen Menschen ihren Weg, ihr Seelenheil zu finden.
    Vernunft ist nicht alles!

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    • Cake
    • 27.06.2010 um 16:29 Uhr

    Das Religion echt toll entspannt, kann man des öfteren sehen, zum Beispiel wenn muslimische Horden gegen Mohammed-Karikaturen demonstrieren. Auch die Attentäter vom 11. September waren sicher ganz entspannt. In den vielen Religionskriegen ging’s ja auch sicher nur um richtige Entspannungstechniken.

    Es sei denn, sie fühlen sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt. Oder sie treffen gar auf Anders- oder schlimmer: Ungläubige. Dann kann die Stimmung schon mal explosiv werden.

    Die Analogie mit der Ölpest im Ozean der Vernunft ist absolut passend!
    Und die Vernunft ist mit das wichtigste! Und wenn es um solche Fragen geht dann ist sie das einzig wichtige. In anderen Bereichen des Lebens spielen andere Dinge auch noch eine Rolle, aber sagen Sie mir doch bitte einmal "happy loser" was außer Vernunft eine Rolle spielt wenn es um Wahrheitsfindung und solchen Philosophischen und Wissenschaftlichen Fragen geht..
    Einen der wichtigsten Stimmen zu diesem Thema, Christopher Hitchens, ist leider vor kurzem verloren gegangen... aber seine Echo wird natürlich niemals schwinden.

    LG

    • Cake
    • 27.06.2010 um 16:29 Uhr

    Das Religion echt toll entspannt, kann man des öfteren sehen, zum Beispiel wenn muslimische Horden gegen Mohammed-Karikaturen demonstrieren. Auch die Attentäter vom 11. September waren sicher ganz entspannt. In den vielen Religionskriegen ging’s ja auch sicher nur um richtige Entspannungstechniken.

    Es sei denn, sie fühlen sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt. Oder sie treffen gar auf Anders- oder schlimmer: Ungläubige. Dann kann die Stimmung schon mal explosiv werden.

    Die Analogie mit der Ölpest im Ozean der Vernunft ist absolut passend!
    Und die Vernunft ist mit das wichtigste! Und wenn es um solche Fragen geht dann ist sie das einzig wichtige. In anderen Bereichen des Lebens spielen andere Dinge auch noch eine Rolle, aber sagen Sie mir doch bitte einmal "happy loser" was außer Vernunft eine Rolle spielt wenn es um Wahrheitsfindung und solchen Philosophischen und Wissenschaftlichen Fragen geht..
    Einen der wichtigsten Stimmen zu diesem Thema, Christopher Hitchens, ist leider vor kurzem verloren gegangen... aber seine Echo wird natürlich niemals schwinden.

    LG

    • Cake
    • 27.06.2010 um 16:29 Uhr

    Das Religion echt toll entspannt, kann man des öfteren sehen, zum Beispiel wenn muslimische Horden gegen Mohammed-Karikaturen demonstrieren. Auch die Attentäter vom 11. September waren sicher ganz entspannt. In den vielen Religionskriegen ging’s ja auch sicher nur um richtige Entspannungstechniken.

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Zu wem beten die wohl?"
  5. Es geht zuerste darum an Gott zu glauben und ihn zu lieben. Das Verstehen Gottes kommt danach und wird immer nachhinken. Leider ist man im Westen von dem Rationalismus geprägt und der Glaube wird dem Verstand untergeordnet – vereinfacht : ich glaube was ich verstehe. Der Glaube ist jedoch die Grundlage und ich versuche zu verstehen was ich glaube, indem ich mir bewusst bin, dass es nur ein Bruchteil der Wahrheit ist was in meinen begrenzten Verstand hineingeht.
    Selbst eine Blume kann ich nicht in ihrem Wesen verstehen, sondern nur in ihrem Aussehen. Das Leben der Blume entgeht mir und unendlich mehr das Leben Gottes, welcher das Leben selbst ist («Ich bin die Wahrheit und das Leben» Joh 14,6).
    In der orthodoxen Kirche kennt man sowohl die postive als die negative Theologie und beides ergänzen sich. Die negative Theologe sagt : Gott ist dieses oder jenes und die negative Theologie sagt : Gott ist nicht diese oder jenes oder ist über Diesem oder Jenem, um mich einfach auszudrücken.
    Was nun das Beten dieses Fussballers betrifft : Für den Sieg muss er sich an einen anderen Gott wenden, an den Gott Fussball, sowie welcher im Lotto gewinnen will soll den Mammon darum bitten.
    Für einen Kommentar reicht dieses, es wäre aber noch viel zu sagen.

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    • Cake
    • 27.06.2010 um 17:08 Uhr

    "Leider ist man im Westen vom Rationalismus geprägt" – daher kommen solche Entwicklungen wie Demokratie, Menschenrechte, Gleichberechtigung, Sozial- und Rechtsstaaten. Hätten wir bloß unseren Glauben als Grundlage behalten, dann wäre das nicht passiert :)

    Oder habe ich da was falsch verstanden?

    Eine Frage: Was am Wesen einer Blume versteht der Rationalismus denn nicht?

    Da es keinen richtigen Like button hier gibt wollte ich nur eben die Antwort von Cake etwas würdigen da sie zu dem Nonsens von ihnen und ihren Bibelzitaten so schön passte!
    LG

    • Cake
    • 27.06.2010 um 17:08 Uhr

    "Leider ist man im Westen vom Rationalismus geprägt" – daher kommen solche Entwicklungen wie Demokratie, Menschenrechte, Gleichberechtigung, Sozial- und Rechtsstaaten. Hätten wir bloß unseren Glauben als Grundlage behalten, dann wäre das nicht passiert :)

    Oder habe ich da was falsch verstanden?

    Eine Frage: Was am Wesen einer Blume versteht der Rationalismus denn nicht?

    Da es keinen richtigen Like button hier gibt wollte ich nur eben die Antwort von Cake etwas würdigen da sie zu dem Nonsens von ihnen und ihren Bibelzitaten so schön passte!
    LG

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