Armut Saisonarbeit Betteln
Sind die Erdbeeren reif, bleiben die Geldbörsen zu
Unlängst in der S-Bahn fiel mich die Erkenntnis an, dass auch Betteln streng genommen eine Saisonarbeit ist. Das Betteln hat seine Saison, wie ja auch der Spargel, die Erdbeeren, die Maronen und die Räuchermännchen aus dem Erzgebirge ihre Saison haben. Wirklich ertragreich bettelt es sich eigentlich nur im Herbst und Winter. Jetzt, da die Erdbeerzeit da ist, sind die Bedürftigen auf dem Rückzug. Anscheinend verschafft die Wärme ihnen einen gewissen Auftrieb, der sie aus den S- und U-Bahnen in andere Gefilde verfrachtet. Erst wenn wieder die widerborstigen Winde über die Stoppelfelder wehen, öffnen sich Herzen und Geldbörsen. Der erfahrene Obdachlose weiß, dass dem Menschen die dralle Erdbeere näher ist als das schlechte Gewissen. Sie verspricht Sorglosigkeit, Süße und Erotik. Aber was verspricht einem das Gewissen? Sorgen, Bitternis, Enthaltsamkeit!
In diesen frühsommerlichen Tagen beunruhigt mich die Frage, was aus Ananas geworden ist. Ananas ist, wie Torsten, wie Alex, wie Detlef, ein Berliner Obdachloser. Ich sah Ananas das erste Mal im Oktober, als er, noch Debütant in seinem Gewerbe, am Alexanderplatz in die S-Bahn stieg und sagte: »Guten Tag. Ich bin Ananas, mir geht es schlecht, ich bin bedürftig und wünsche Ihnen allen noch einen wunderschönen Tag.« Das konnte nur schiefgehen.
Jeder weiß, dass die Aufregung am ersten Arbeitstag unangebracht groß ist und deshalb alles Mühen in ein jammervolles Unproduktivsein mündet. Aber Ananas lernte schnell. Wahrscheinlich von Alex, der fast jeden Freitag am Zoo einsteigt und sich mit der nackten Wahrheit, »ich habe Hunger, ich habe Durst, und ich bin der Alex«, eine Schneise durchs Touristengestrüpp schlägt.
So läuft er gut dreimal durch den Wagen, ohne nach links und rechts zu schauen, als ob er durch Leute hindurchgehen könnte. So bringt er es auf eine beachtliche Zahl an Butterbroten.
Bereits im Dezember konnte man Ananas eine gewisse Berufserfahrung nicht mehr absprechen. Er hatte begriffen, dass die Spendenbereitschaft weniger durch Mitgefühl als vielmehr durch die Angst des Bürgers, er könnte selbst in die Gosse der Abhängigkeit geraten, herausgekitzelt wird. Ananas hatte sich eine gewisse Unerschrockenheit wie eine Berufsbekleidung zugelegt und ging erfolgreich auf jene zu, bei denen die Gosse bereits in Blickweite schien.
Sie warfen das Geld wie eine Kollekte in sein Kaffeebecherchen. Vor einiger Zeit hielt Ananas in Charlottenburg einem dicken Glatzkopf seine Papptasse unter die Nase. Vermutlich dachte er: Wer so viel Haare gelassen hat, der hat das Geben gelernt. Aber hier hatte Ananas einen vorletzten Fehler gemacht, denn die Glatze schrie ihn an: »Nüscht kriegste von mir! Geh arbeiten!« Woraufhin Ananas fast spitzbübisch entgegnete: »Das tue ich«, und sehr athletisch in den nächsten Wagen hüpfte. Ananas lag mir immer sehr am Herzen; sozusagen bettelte ich in Gedanken mit ihm mit. Manchmal begleitet einen eine unbegründete Sorge um einen wildfremden Menschen wie ein herrenloses Hündchen, dem man bald einen liebevollen Besitzer wünscht.
Erst vor drei Wochen warf eine erdbeersüße Schöne, die neben mir saß und unaufhörlich telefonierte, Ananas einen Euro in den Becher. Sie tat das, als entledigte sie sich soeben des lästigen obersten Knopfes ihrer Bluse. Ananas muss federleicht ums Herz geworden sein; jedenfalls veranstaltete er einen kleinen, devoten Hofknicks. Das nahm ich ihm übel. Aber wie sollte er wissen, welche ausgekochten Blödheiten sie seit geraumer Zeit von sich gegeben hatte. Kurz bevor sie ausstieg, wo sonst niemand aussteigt, in Pichelsberg, hatte sie unübersehbar gesimst: »Du bist blöd, blöd, blöd. Das Geld liegt auf dem Küchentisch.«
- Datum 25.06.2010 - 14:23 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 24.06.2010 Nr. 26
- Kommentare 143
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:)
merci... zu schön.
In Deutschland gibt es keinen Grund zum betteln, jeder hat Anspruch auf Hartz IV und könnte damit zumindest existieren.
Betteln sollte verboten werden, denn es ist sehr belästigend, wenn ständig irgendwelche Gestalten durch die U-Bahn rufen und die Leute stören.
Aber offensichtlich bringt das Betteln zu viel Geld.
Dann machen Sie sich mal schlau wie schnell einem Leistungen gestrichen oder verwehrt werden oder wie lange man um Leistunegn kämpfen muss, bevor Sie hier so einen gequirrlten Unsinn erzählen...
Es gibt nicht wenige Fälle in denen Menschen erst durch die ARGEn obdachlos geworden sind. Aber es ist ja bequemer alles nachzuplappern...
als Obdachloser bekommt man kein Hartz4. Ich wünsche Ihnen auch mal eine hungrige Zeit; und das von ganze Herzen!
hartz IV erhält in deutschland nur derjenige der sowohl erwerbsfähig als auch hilfebdürftig ist(SGB2). wer hingegen hilfebedürftig, aber nicht erwerbsfähig ist kann sozialhilfe beziehen (SGB12). somit erhält also nicht jeder automatisch hartz IV.
Gehen sie ihre HartzIV abholen, werden sie angemacht. Betteln sie, vermutet man, dass sie dabei zu viel Geld bekommen. fragt sich nur, was zu viel ist. Aber nebenbei bemerkt: Betteln ist keine leichte Arbeit. Ich würde lieber arbeiten als betteln, wenn ich diese beiden Alternativen hätte. Fragt sich weiterhin, was abstoßender ist, diese Gestalten, wie Sie sie nennen, überall zu sehen, oder die Super-Reichen auf Sylt mit ihren albernen Gläsern in ihren Händen rumstehen und über die hohe Steuerlasten in Deutschland klagen.
Lass dich mal untersuchen. Betteln soll verboten werden, weil der feine Herr Pinkel sich gestört fühlt? Ich möchte kotzen.
Dann machen Sie sich mal schlau wie schnell einem Leistungen gestrichen oder verwehrt werden oder wie lange man um Leistunegn kämpfen muss, bevor Sie hier so einen gequirrlten Unsinn erzählen...
Es gibt nicht wenige Fälle in denen Menschen erst durch die ARGEn obdachlos geworden sind. Aber es ist ja bequemer alles nachzuplappern...
als Obdachloser bekommt man kein Hartz4. Ich wünsche Ihnen auch mal eine hungrige Zeit; und das von ganze Herzen!
hartz IV erhält in deutschland nur derjenige der sowohl erwerbsfähig als auch hilfebdürftig ist(SGB2). wer hingegen hilfebedürftig, aber nicht erwerbsfähig ist kann sozialhilfe beziehen (SGB12). somit erhält also nicht jeder automatisch hartz IV.
Gehen sie ihre HartzIV abholen, werden sie angemacht. Betteln sie, vermutet man, dass sie dabei zu viel Geld bekommen. fragt sich nur, was zu viel ist. Aber nebenbei bemerkt: Betteln ist keine leichte Arbeit. Ich würde lieber arbeiten als betteln, wenn ich diese beiden Alternativen hätte. Fragt sich weiterhin, was abstoßender ist, diese Gestalten, wie Sie sie nennen, überall zu sehen, oder die Super-Reichen auf Sylt mit ihren albernen Gläsern in ihren Händen rumstehen und über die hohe Steuerlasten in Deutschland klagen.
Lass dich mal untersuchen. Betteln soll verboten werden, weil der feine Herr Pinkel sich gestört fühlt? Ich möchte kotzen.
Dann machen Sie sich mal schlau wie schnell einem Leistungen gestrichen oder verwehrt werden oder wie lange man um Leistunegn kämpfen muss, bevor Sie hier so einen gequirrlten Unsinn erzählen...
Es gibt nicht wenige Fälle in denen Menschen erst durch die ARGEn obdachlos geworden sind. Aber es ist ja bequemer alles nachzuplappern...
JEDER hat Anspruch auf ein Existenzminimum.
Alles andere ist "gequirrlter Unsinn".
Sie scheinen ja hier wirklich DER Fachmann zu sein. Schauen Sie sich doch einmal auf Seiten wie www.erwerbslosenforum.de , www.aktiveerwerbslose.de oder www.aktiveerwerbslose.net .
Ich habe es selber am eigenen Leib erfahren dürfen, wie hier die Mühlen mahlen. Nur ich muss Sie warnen: Es könnte sein dass Sie ihre Vourteile neu überdenken müssen. Da werden einem aus weltfremden Gründen mal schnell die Leistungen gekürzt (die Komunen müssen ja sparen). Und Sie scheinen eines ganz groß zu vergessen: Selbst wenn man anrecht auf die Leistungen hat, heisst es noch lange nicht dass man sie bekommt.
Also erst mal schlau machen bevor Sie solch einen Mist erzählen.
Ja? Wie schnell denn?
Ich habs beantragt und der Bescheid ging sofort durch. So lange man arbeitswillig ist wird einem nichts gestrichen was einem zusteht.
Aber vermutlich ist die Hälfte der Empfänger nicht in der Lage den Antrag richig auszufüllen und die Wahrheit zu schreiben.
Dann dauert es etwas länger..
Zu hohe Mieten, Sonderwünsche, und bei Arbeitsverweigerung wird gestrichen, das ist richtig so.
JEDER hat Anspruch auf ein Existenzminimum.
Alles andere ist "gequirrlter Unsinn".
Sie scheinen ja hier wirklich DER Fachmann zu sein. Schauen Sie sich doch einmal auf Seiten wie www.erwerbslosenforum.de , www.aktiveerwerbslose.de oder www.aktiveerwerbslose.net .
Ich habe es selber am eigenen Leib erfahren dürfen, wie hier die Mühlen mahlen. Nur ich muss Sie warnen: Es könnte sein dass Sie ihre Vourteile neu überdenken müssen. Da werden einem aus weltfremden Gründen mal schnell die Leistungen gekürzt (die Komunen müssen ja sparen). Und Sie scheinen eines ganz groß zu vergessen: Selbst wenn man anrecht auf die Leistungen hat, heisst es noch lange nicht dass man sie bekommt.
Also erst mal schlau machen bevor Sie solch einen Mist erzählen.
Ja? Wie schnell denn?
Ich habs beantragt und der Bescheid ging sofort durch. So lange man arbeitswillig ist wird einem nichts gestrichen was einem zusteht.
Aber vermutlich ist die Hälfte der Empfänger nicht in der Lage den Antrag richig auszufüllen und die Wahrheit zu schreiben.
Dann dauert es etwas länger..
Zu hohe Mieten, Sonderwünsche, und bei Arbeitsverweigerung wird gestrichen, das ist richtig so.
JEDER hat Anspruch auf ein Existenzminimum.
Alles andere ist "gequirrlter Unsinn".
Die Bettler sorgen selbst für ihr Überleben und entlasten damit die öffentlichen Kassen.
Das sollte Ihnen doch gefallen?
Wer ihnen was geben will, tut das freiwillig und privat, keiner wird dazu gezwungen. Wenn also das Betteln was einbringt, liegt das an der Geberlaune der Leute, nichts sonst. Wollen Sie die Spender beschimpfen?
Wir sind eine freie Gesellschaft, und wie einer sich ernährt, ist sein Ding, solange er nicht klaut.
Die Bettler sorgen selbst für ihr Überleben und entlasten damit die öffentlichen Kassen.
Das sollte Ihnen doch gefallen?
Wer ihnen was geben will, tut das freiwillig und privat, keiner wird dazu gezwungen. Wenn also das Betteln was einbringt, liegt das an der Geberlaune der Leute, nichts sonst. Wollen Sie die Spender beschimpfen?
Wir sind eine freie Gesellschaft, und wie einer sich ernährt, ist sein Ding, solange er nicht klaut.
als Obdachloser bekommt man kein Hartz4. Ich wünsche Ihnen auch mal eine hungrige Zeit; und das von ganze Herzen!
Bitte verzichten Sie auf die Erhebung pauschalisierender, nicht nachprüfbarer Behauptungen. Danke, die Redaktion/fk.
Als Obdachloser steht dir Harz4 zu! Zuvor muss man sich allerdings eine Wohnung besorgen, die gibts beim Sozialamt.
Ich kenne einen ehemals Süchtigen, der hat eine Wohnung gestellt bekommen, dann hat man eine Adresse und bekommt H4. Der hat gut gelebt...
Bitte verzichten Sie auf die Erhebung pauschalisierender, nicht nachprüfbarer Behauptungen. Danke, die Redaktion/fk.
Als Obdachloser steht dir Harz4 zu! Zuvor muss man sich allerdings eine Wohnung besorgen, die gibts beim Sozialamt.
Ich kenne einen ehemals Süchtigen, der hat eine Wohnung gestellt bekommen, dann hat man eine Adresse und bekommt H4. Der hat gut gelebt...
Hilft ein Blick ins SGB II und SGB XII.
Dass es diese Gesetze gibt, muss nicht viel heißen. Außerdem dauert es mitunter, bis sowas gebilligt ist und was man davon schonmal gar nicht bekommt, ist ein Dach über dem Kopf!! Manch einer mag sich auch schämen, sowas zu beantragen oder psychisch schon zu kaputt, um irgendwas auf die Reihe zu bekommen!
Sie leben in einer schönen Welt, die zu 100% exakt von den Gesetzen dieses Staates definiert ist?? Fällt mir schwer, das zu glauben, aber selbst wenn es so ist, sollte man die Realität nie ganz ausblenden: Obdachlosigkeit ist nichts, was jemand "freiwillig wählt"!!! -.-
Der Fuchs
Dass es diese Gesetze gibt, muss nicht viel heißen. Außerdem dauert es mitunter, bis sowas gebilligt ist und was man davon schonmal gar nicht bekommt, ist ein Dach über dem Kopf!! Manch einer mag sich auch schämen, sowas zu beantragen oder psychisch schon zu kaputt, um irgendwas auf die Reihe zu bekommen!
Sie leben in einer schönen Welt, die zu 100% exakt von den Gesetzen dieses Staates definiert ist?? Fällt mir schwer, das zu glauben, aber selbst wenn es so ist, sollte man die Realität nie ganz ausblenden: Obdachlosigkeit ist nichts, was jemand "freiwillig wählt"!!! -.-
Der Fuchs
Bitte verzichten Sie auf die Erhebung pauschalisierender, nicht nachprüfbarer Behauptungen. Danke, die Redaktion/fk.
So einen Blödsinn kann nur jemand schreiben, der noch nie in Not war und auch die tägliche Realität der "da unten" nie kennengelernt hat.
Es gibt einen Riesenunterschied zwischen dem, was in den Gesetzbüchern steht, dem, wie diese Gesetze ausgelegt und wie sie praktiziert werden. Nicht umsonst werden mehr als ein Drittel aller Klagen vor den Sozialgericht zu Gunsten der Kläger entschieden!
Auch in Deutschland ist es ganz schnell möglich, obdachlos zu werden. Dazu muß man sich nur ein bißchen anders, beispielsweise weniger unterwürfig, verhalten. Oder man entspricht der üblichen Bild eines medienwirksam dargestellten "undankbaren Schmarotzers". Dann ist die staatliche "Sicherheit" sehr schnell nur noch Makulatur und die staatliche Verpflichtungen werden wegen "Undankbarkeit" entzogen. Natürlich steht einem der Rechtsweg offen, sofern man seine Rechte kennt und ein Gericht die Entscheidung rechtzeitig - also vor dem Hungertod - gefällt hat.
...dann sehen Sie wie schwierig es ist:
http://www.arbeitslosense...
http://www.elo-forum.net/...
http://www.elo-forum.net/...
Das sind nur ein paar Fälle von denen, die Google ausspuckt.
Also nochmal: Erstmal schlau machen, bevor Sie solch einen Mist erzählen...
So einen Blödsinn kann nur jemand schreiben, der noch nie in Not war und auch die tägliche Realität der "da unten" nie kennengelernt hat.
Es gibt einen Riesenunterschied zwischen dem, was in den Gesetzbüchern steht, dem, wie diese Gesetze ausgelegt und wie sie praktiziert werden. Nicht umsonst werden mehr als ein Drittel aller Klagen vor den Sozialgericht zu Gunsten der Kläger entschieden!
Auch in Deutschland ist es ganz schnell möglich, obdachlos zu werden. Dazu muß man sich nur ein bißchen anders, beispielsweise weniger unterwürfig, verhalten. Oder man entspricht der üblichen Bild eines medienwirksam dargestellten "undankbaren Schmarotzers". Dann ist die staatliche "Sicherheit" sehr schnell nur noch Makulatur und die staatliche Verpflichtungen werden wegen "Undankbarkeit" entzogen. Natürlich steht einem der Rechtsweg offen, sofern man seine Rechte kennt und ein Gericht die Entscheidung rechtzeitig - also vor dem Hungertod - gefällt hat.
...dann sehen Sie wie schwierig es ist:
http://www.arbeitslosense...
http://www.elo-forum.net/...
http://www.elo-forum.net/...
Das sind nur ein paar Fälle von denen, die Google ausspuckt.
Also nochmal: Erstmal schlau machen, bevor Sie solch einen Mist erzählen...
Dass es diese Gesetze gibt, muss nicht viel heißen. Außerdem dauert es mitunter, bis sowas gebilligt ist und was man davon schonmal gar nicht bekommt, ist ein Dach über dem Kopf!! Manch einer mag sich auch schämen, sowas zu beantragen oder psychisch schon zu kaputt, um irgendwas auf die Reihe zu bekommen!
Sie leben in einer schönen Welt, die zu 100% exakt von den Gesetzen dieses Staates definiert ist?? Fällt mir schwer, das zu glauben, aber selbst wenn es so ist, sollte man die Realität nie ganz ausblenden: Obdachlosigkeit ist nichts, was jemand "freiwillig wählt"!!! -.-
Der Fuchs
man aber nur, dass Sie noch nie mit Obdachlosen geredet haben. Natürlich sind sie es freiwillig, wenn man das Wort so definiert, dass ihnen andere Alternativen geboten werden. Wenn man unter Freiwilligkeit dagegen versteht, dass sie eine andere Wahl haben (vom subjektiven Können her) sind sie es vielleicht nicht. Aber auch um die subjektiven Potentiale zu erweitern gibt es Hilfsangebote. Ich respektiere, wenn die jemand nicht annehmen kann. Jeder hat das Recht so zu leben wie er möchte.
Aber "dem Staat" kann man für Obdachlosigkeit keinen Vorwurf machen, vielleicht den Eltern, wenn in der Erziehung etwas schief gegangen ist, vielleicht den Genen, wenn sie einen Menschen anfällig für Alkoholkrankheit machen, vielleicht auch dem Charakter, der zu wenig gekämpft hat. Wie auch immer, in Deutschland muss wirklich niemand verhungern. Das ist großartig. Aber dadurch ist nicht alles Leid aus der Welt.
Für den Auftrag alles Leid aus der Welt zu schaffen, ist der Staat auch nicht zuständig. Selbst wenn die Vorstellung nicht nur eine Illusion wäre.
Manche Obdachlose mögen die Freiheit, die machen das freiwillig. Wenns hier kälter wird gehen die nach Spanien oder Italien.
Manchmal Hunger, aber dafür nie arbeiten, ein guter Tausch.
man aber nur, dass Sie noch nie mit Obdachlosen geredet haben. Natürlich sind sie es freiwillig, wenn man das Wort so definiert, dass ihnen andere Alternativen geboten werden. Wenn man unter Freiwilligkeit dagegen versteht, dass sie eine andere Wahl haben (vom subjektiven Können her) sind sie es vielleicht nicht. Aber auch um die subjektiven Potentiale zu erweitern gibt es Hilfsangebote. Ich respektiere, wenn die jemand nicht annehmen kann. Jeder hat das Recht so zu leben wie er möchte.
Aber "dem Staat" kann man für Obdachlosigkeit keinen Vorwurf machen, vielleicht den Eltern, wenn in der Erziehung etwas schief gegangen ist, vielleicht den Genen, wenn sie einen Menschen anfällig für Alkoholkrankheit machen, vielleicht auch dem Charakter, der zu wenig gekämpft hat. Wie auch immer, in Deutschland muss wirklich niemand verhungern. Das ist großartig. Aber dadurch ist nicht alles Leid aus der Welt.
Für den Auftrag alles Leid aus der Welt zu schaffen, ist der Staat auch nicht zuständig. Selbst wenn die Vorstellung nicht nur eine Illusion wäre.
Manche Obdachlose mögen die Freiheit, die machen das freiwillig. Wenns hier kälter wird gehen die nach Spanien oder Italien.
Manchmal Hunger, aber dafür nie arbeiten, ein guter Tausch.
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