Deutsche Sprache Ist Deutsch noch zu retten?Seite 5/5

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Leser-Kommentare
  1. "Sie sagt, wenn sich ein Portugiese und ein Pole in Brüssel auf Englisch unterhielten, dann sei ein etwa hinzukommender Engländer überhaupt nicht im Vorteil, weil das Hochenglische und das Lingua-franca-Englische zwei gewissermaßen verschiedene Sprachen seien."

    Der "native speaker" ist allerdings stets im Vorteil, wenn es darum geht, auf englisch vorzutragen, das kann jeder bestätigen, der einmal auf einer internationalen Tagung war. Der Vortrag wird viel interessanter, witziger, souveränder und überzeugender als andere erscheinen, und daher automatisch mehr Aufmerksamkeit und Zuspruch ernten als vergleichbare Vorträge von nicht-"native speakern". Während die Deutschen aufgrund ihrer relativ guten Englischkenntnisse eine Mittelstellung einnehmen (oder ich das Holperige aus ihrem Englisch aufgrund der Gewöhnung nicht heraushören), haben am meisten Asiaten, z.B. Japaner, darunter zu leiden, deren Vorträge aufgrund des einfallslosen Sprachgebrauchs des Englischen i.A. äußerst mühsam zu verfolgen sind - man möchte sie freilich auch nicht af japanisch hören.

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    • LMB
    • 07.07.2010 um 8:48 Uhr

    I don't agree with you:

    “Die Engländer müssen erfahren und lernen, dass die Lingua franca nicht ihre Sprache ist”

    ...and that's what the "native speakers" complain about. There is not much advantage for an Englishman to cut into the conversation between a Pole and a Portuguese, if both speak at an acceptable level.

    Nevertheless, it is the United Kingdom which profits enormously from the language situation (language schools, book publishers, lack of extra costs), and combined with their lower EU membership fee, creates an unfair advantage to said country.

    Ja, es stimmt, es ist sehr anstrengend, in Brüssel zunächst einen Franzosen, einen Deutschen, einen Spanier und dann noch einen Italiener vortragen zu hören. Zwischendurch war ich immer wieder der Überzeugung, der Spanier hätte einfach 3-4 Sätze auf Spanisch gesagt, so klang es zumindest. Der Franzose hat auch viele Wörter mit dem Englischen schreibungsgleich und oft habe ich den Eindruck, er versucht erst gar nicht, Englisch zu klingen: consider, develop, probably, example usw. sind schwer zu erkennen, da exakt französisch ausgesprochen. Alles besser als ein Chinese natürlich, bei dem Sie nur dem roten Leuchtpunkt über die textüberladene Folie folgen können. Was er dazu sagt würden Sie kaum verstehen.

    Jetzt brummt der Kopf. Ah, ein Glück, ein Muttersprachler tritt an's Pult. Relief! Aber ach, oh weh, auch er ist kaum zu verstehen, da er sich kaum Mühe gibt, leicht verständliches Englisch zu sprechen. Jeder Satz enthält hoch eloquentes Vokabular, zwei bis drei "phrasal verbs", ein bis zwei fiese Kollokationen und der starke britische Akzent dickt das ganze zu einem Sprachbrei ein, der in punkto Verständlichkeit kaum besser als der Vortrag des kleinen Herrn mit dem Laserpointer abschneidet.

    Bleibt als Gewinner der Italiener. Der sprach langsam, beschränkte sich auf ein normales Voabular und liess einfach ein paar "eh" an den Wortenden weg.

    • LMB
    • 07.07.2010 um 8:48 Uhr

    I don't agree with you:

    “Die Engländer müssen erfahren und lernen, dass die Lingua franca nicht ihre Sprache ist”

    ...and that's what the "native speakers" complain about. There is not much advantage for an Englishman to cut into the conversation between a Pole and a Portuguese, if both speak at an acceptable level.

    Nevertheless, it is the United Kingdom which profits enormously from the language situation (language schools, book publishers, lack of extra costs), and combined with their lower EU membership fee, creates an unfair advantage to said country.

    Ja, es stimmt, es ist sehr anstrengend, in Brüssel zunächst einen Franzosen, einen Deutschen, einen Spanier und dann noch einen Italiener vortragen zu hören. Zwischendurch war ich immer wieder der Überzeugung, der Spanier hätte einfach 3-4 Sätze auf Spanisch gesagt, so klang es zumindest. Der Franzose hat auch viele Wörter mit dem Englischen schreibungsgleich und oft habe ich den Eindruck, er versucht erst gar nicht, Englisch zu klingen: consider, develop, probably, example usw. sind schwer zu erkennen, da exakt französisch ausgesprochen. Alles besser als ein Chinese natürlich, bei dem Sie nur dem roten Leuchtpunkt über die textüberladene Folie folgen können. Was er dazu sagt würden Sie kaum verstehen.

    Jetzt brummt der Kopf. Ah, ein Glück, ein Muttersprachler tritt an's Pult. Relief! Aber ach, oh weh, auch er ist kaum zu verstehen, da er sich kaum Mühe gibt, leicht verständliches Englisch zu sprechen. Jeder Satz enthält hoch eloquentes Vokabular, zwei bis drei "phrasal verbs", ein bis zwei fiese Kollokationen und der starke britische Akzent dickt das ganze zu einem Sprachbrei ein, der in punkto Verständlichkeit kaum besser als der Vortrag des kleinen Herrn mit dem Laserpointer abschneidet.

    Bleibt als Gewinner der Italiener. Der sprach langsam, beschränkte sich auf ein normales Voabular und liess einfach ein paar "eh" an den Wortenden weg.

  2. Wenn man sich die Sprachgeschichte des Englischen anschaut, kann man sich die Frage stellen, warum man eigentlich von Englisch spricht. Es ist eine Zusammenmischung aus Angel-sächsisch, Gälisch, Altnordisch, Lateinisch und Französisch. Und keiner würde auf die Idee kommen zu sagen, dass das ja kaum Englisch genannt werden kann. Auch im Englischen gab es Dialektisierung, wenn es nicht in der Schriftsprache benutzt wurde. Das Regelsystem wurde aufgeweicht, was ganz klar ist unter diesen multilingualen Bedingungen. Das sind all die Sachen, die jetzt mit dem Deutschen passieren. Dazu kommt unsere gloable Welt, in der alles etwas schneller, etwas intensiver stattfindet. Aber das heißt ja nicht, dass Deutsch an Wert verliert. Sprache ist primär Mittel der Kommunikation und deshalb verändert sie sich. Nur weil wir viele Anglizismen verwenden, heißt es nicht, dass wir Englisch sprechen. Das Deutsch als solches wird solange bestehen, solange es eine Mittel- bis Unterschicht gibt, die es spricht.
    Auf vielen Konferenzen ist es normal, Englisch zu sprechen. Denn lieber höre ich mir einen Vortrag in mittelmäßigem Englisch an, als in schlechtem Deutsch. Ich würde von niemandem verlangen wollen, Deutsch zu lernen. Es ist einfach auf den unteren Niveaus eine schwerer zu erlernende Sprache als Englisch.

    Im großen und Ganzen ist Sprache zweckgebunden und damit der Veränderung unterworfen. Dessen sollte man sich bewusst sein.

    • Anonym
    • 07.07.2010 um 8:23 Uhr

    ...englische "Native Speaker" sind in soweit im Nachteil, dass sie es meist nicht gewöhnt sind, Fremdsprachen zu lernen. Mir ist auf einer Südamerikareise aufgefallen, dass fast alle Kontinaleuropäer, die ich traf, zumindest radebrechend auf Spanisch kommunizieren konnten, bei Engländern, Amerikanern und Co. lag die Quote bei fast null.
    Ich denke nicht, dass Deutsch besonders gefährdet ist, da Einflüsse von der jeweiligen "Weltsprache" normal sind, man erinnere sich nur daran, dass wir einmal über das Trottoir promeniert sind, und dabei beim Tête-à-Tête Plaisanterien ausgetauscht haben. Viele der Lehnwörter verschwinden nach einer Weile wieder, oder werden so stark eingedeutscht, dass sie kaum noch als "fremd" erkennbar sind (z.B. der Keks, vor über 100 Jahren vom englischen "Cakes", oder noch viel älter: die Grenze,abgeleitet vom gleichbedeutenden slawischen Wort granica).

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    jup, voellig richtig. sprache wandelt sich und das ist auch schoen so! ;-)
    was allerding schmerzhaft anzusehen ist, ist der ahnungslose gebrauch englischer begriffe zahlreicher moechtegerns, ebenso wie das nachgeplapper des blind folgenden herdenviehs.

    z.b. die massennekrophilie, die in den letzten wochen um sich gegriffen hat, befremdet mich etwas. alle rennen zu PUBLIC VIEWINGS und feiern das regelrecht ; -D

    jup, voellig richtig. sprache wandelt sich und das ist auch schoen so! ;-)
    was allerding schmerzhaft anzusehen ist, ist der ahnungslose gebrauch englischer begriffe zahlreicher moechtegerns, ebenso wie das nachgeplapper des blind folgenden herdenviehs.

    z.b. die massennekrophilie, die in den letzten wochen um sich gegriffen hat, befremdet mich etwas. alle rennen zu PUBLIC VIEWINGS und feiern das regelrecht ; -D

  3. Muttersprache, mother tongue, langue maternelle - die Einheitlichkeit der Ausdrücke steht dafür, dass einem eine Sprache nur dann in Fleisch und Blut übergeht, wenn man sie von klein auf hört und spricht. Das funktioniert aber nur bei Kindern, die bilingual erzogen werden und ein Elternteil haben, das die zu vermittelnde Sprache selbst als Muttersprache gelernt hat. Die boomenden Englisch Pre-Schools, in denen mehrheitlich deutsche Kinder versammelt sind, schaffen artifizielle Welten und denen, die dafür teuer bezahlen, das Gefühl, ihrem Nachwuchs in der harten globalisierten Welt einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Ob das Ganze nicht auf Kosten der dort nicht gesprochenen deutschen Sprache geht, steht noch dahin. Ich jedenfalls wollte nicht, dass meine Kinder "ba ba black sheep" statt "Bi-Ba-Butzemann" singen. Der Übermacht des Englischen als Wissenschaftssprache wird sich niemand entziehen können, aber aus eigener Praxis als Übersetzerin weiß ich, dass die Zwischentöne oft verlorengehen. Was für Vorträge und juristische Prozesse noch angehen mag, wird spätestens bei deutschen Mitarbeitern, die Englisch miteinander sprechen müssen, lächerlich. Und zur Beruhigung für alle aufgeregten Eltern, deren Kindergärten kein Frühenglisch anbieten: George Harrison bekam auch erst mit 13 seine erste Gitarre und hat es noch zu etwas gebracht.

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    Sicher ist es Blödsinn deutschen Kindern schon vor der Schule im Kindergarten Englisch beibringen zu wollen, aber mal ein bis 2 mal die Woche ein Stündchen ungezwungen Englisch zu singen oder sprechen, hilft später wenn man die Sprache mal lernen sollte ungemein. Viel hilft da nicht immer viel.

    Sicher ist es Blödsinn deutschen Kindern schon vor der Schule im Kindergarten Englisch beibringen zu wollen, aber mal ein bis 2 mal die Woche ein Stündchen ungezwungen Englisch zu singen oder sprechen, hilft später wenn man die Sprache mal lernen sollte ungemein. Viel hilft da nicht immer viel.

  4. Kann man da nicht bitte etwas emotionsloser drangehen? Sprachgebrauch hat sich immer verändert, könnten wir es heutzutage nicht etwas nüchterner betrachten? Das Deutsche hat sich, wie jede Sprache, schon immer stark verändert - anscheinend nicht zu seinem Nachteil, wenn man sich anschaut wie vehement sie verteidigt wird. Woher nimmt man jetzt das Recht zu sagen, die Sprache seit jetzt perfekt und dürfe sich nich weiter verändern, wo sie es doch immer getan hat? Das ist doch ironisch und völlig sinnfrei.

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    ... ja gerne. Leider zwingt die Wirtschaft einen gewisse Verhaltensweisen geradezu auf. Und wohl jeder nicht-Muttersprachler lebt in der ständigen Angst vor sogenannten "falschen Freunden", peinlichen Versprechern, Rechtschreibefehlern und grammatikalischen Unkorrektheiten.

    Noch dazu ist es mittlerweile nicht mehr unbedingt die Sprache eines väterlichen Freundes oder auch nur schlicht neutral, denke ich heutzutage an GB und USA, dann assoziiere ich unsymphatische neoliberale Imperien, denen wir uns allzu leichtfertig und widerstandslos angepasst haben. Unsere kulturelle Identität und unseren Stolz verratend, zu geizig z.B. einige Dolmetscher zu den int. Kongressen mitzunehmen, wie das früher ganz normal war.

    Damit meine ich nicht, dass man sinnvolle Anglizismen verbannen sollte, damit meine ich aber sehr wohl, dass man in einer Firma die Dokumentation etc. auch auf DEUTSCH machen sollte, dass man einen Hausmeister auch Hausmeister nennen sollte und nicht "Facility Manager". Sowas empfinde ich als widerwärtigste Anbieterung an die internationalen Finanzströme, man soll möglichst immer, mit jedem anderen auf der Welt, austauschbar bleiben. Die optimale regional entfremdete und hocheffiziente Wirtschaft, von der einige Teile unserer gestriegelten "Elite" so träumen.

    Ein Albtraum, meine ich. Das ist zumindest bei mir der Hintergrund, warum ich diesem Thema ein bestimmtes Gewicht beimesse.

    ... ja gerne. Leider zwingt die Wirtschaft einen gewisse Verhaltensweisen geradezu auf. Und wohl jeder nicht-Muttersprachler lebt in der ständigen Angst vor sogenannten "falschen Freunden", peinlichen Versprechern, Rechtschreibefehlern und grammatikalischen Unkorrektheiten.

    Noch dazu ist es mittlerweile nicht mehr unbedingt die Sprache eines väterlichen Freundes oder auch nur schlicht neutral, denke ich heutzutage an GB und USA, dann assoziiere ich unsymphatische neoliberale Imperien, denen wir uns allzu leichtfertig und widerstandslos angepasst haben. Unsere kulturelle Identität und unseren Stolz verratend, zu geizig z.B. einige Dolmetscher zu den int. Kongressen mitzunehmen, wie das früher ganz normal war.

    Damit meine ich nicht, dass man sinnvolle Anglizismen verbannen sollte, damit meine ich aber sehr wohl, dass man in einer Firma die Dokumentation etc. auch auf DEUTSCH machen sollte, dass man einen Hausmeister auch Hausmeister nennen sollte und nicht "Facility Manager". Sowas empfinde ich als widerwärtigste Anbieterung an die internationalen Finanzströme, man soll möglichst immer, mit jedem anderen auf der Welt, austauschbar bleiben. Die optimale regional entfremdete und hocheffiziente Wirtschaft, von der einige Teile unserer gestriegelten "Elite" so träumen.

    Ein Albtraum, meine ich. Das ist zumindest bei mir der Hintergrund, warum ich diesem Thema ein bestimmtes Gewicht beimesse.

  5. Wenn ich Seminararbeiten korrigiere, gebe ich jedesmal etwa ein Viertel zurück, weil die Arbeit sprachlich mangelhaft sind. Und wohlgemerkt: Diese Studenten haben alle Abitur und mindestens 12 Jahre lang Deutschunterricht genossen.
    Und es ist keineswegs so, daß die Studis, die schlecht deutsch können, dies nun durch gute Englischkenntnisse ausgleichen würden (von Latein oder Französisch will ich gar nicht reden).

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    Das kann ich nur bestätigen. Manche Arbeiten (von "Muttersprachlern") sind sprachlich so schlecht, dass der Inhalt kaum zu verstehen ist.
    Woher kommt das? Sicher daher, dass weniger gelesen wird als früher. Aber auch daher, dass die Sprache in den Medien auch immer schlechter wird. Wenn Nachrichtensprecher kein korrektes Deutsch mehr beherrschen und Zeitungen offensichtlich nicht mehr Korrektur gelesen werden, entwickelt sich ein falsches Sprachgefühl. Dazu die Rechtschreibreform, die Fehler machen, weil einzelne Regeln wirklich in die Irre führen. ("Irre führend sind" würden wohl viele schreiben...)

    Das kann ich nur bestätigen. Manche Arbeiten (von "Muttersprachlern") sind sprachlich so schlecht, dass der Inhalt kaum zu verstehen ist.
    Woher kommt das? Sicher daher, dass weniger gelesen wird als früher. Aber auch daher, dass die Sprache in den Medien auch immer schlechter wird. Wenn Nachrichtensprecher kein korrektes Deutsch mehr beherrschen und Zeitungen offensichtlich nicht mehr Korrektur gelesen werden, entwickelt sich ein falsches Sprachgefühl. Dazu die Rechtschreibreform, die Fehler machen, weil einzelne Regeln wirklich in die Irre führen. ("Irre führend sind" würden wohl viele schreiben...)

    • LMB
    • 07.07.2010 um 8:48 Uhr

    I don't agree with you:

    “Die Engländer müssen erfahren und lernen, dass die Lingua franca nicht ihre Sprache ist”

    ...and that's what the "native speakers" complain about. There is not much advantage for an Englishman to cut into the conversation between a Pole and a Portuguese, if both speak at an acceptable level.

    Nevertheless, it is the United Kingdom which profits enormously from the language situation (language schools, book publishers, lack of extra costs), and combined with their lower EU membership fee, creates an unfair advantage to said country.

  6. Mein Problem mit dem Unterrichtsfach Deutsch im Gymnasium war, daß es die Lehrer geschafft haben, immer die langweiligsten Texte und Bücher im Deutschunterricht zu verwenden. Die einzige Ausnahme war "Der Untertan" von Heinrich Mann - sonst gab es "Kassandra" von Christa Wolf und andere deprimierende Schriftwerke für deprimierende Leute. Nichts, was einem jungen Heranwachsenden wirklich den _Spaß_ an der deutschen Sprache vermittelt hätte.

    Daher wechselte ich schon in der Schule zum Lesen von englischsprachigen Romanen über, bei denen ich bis heute geblieben bin. Ich habe inzwischen das vage Gefühl, daß es doch einige deutschsprachige Romane geben müßte, bei denen das Lesen wirklich Spaß macht - aber inzwischen habe ich nicht mehr die Zeit und Energie, langwierig nach ihnen zu suchen...

    Also: Wenn man wieder Interesse an der deutschen Sprache erwecken will, dann sollte man beim Deutschunterricht in der Schule anfangen.

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    • Anonym
    • 07.07.2010 um 12:44 Uhr

    ......deutscher Sprache gibt, die keinen Spaß beim Lesen machen, halte ich für eine Aussage, die für mich überhaupt tragbar ist.
    Wohnen Sie im Ausland? Oder woran liegt Ihre Unkenntnis? Ich könnte Ihnen hundert Romane nennen, die mit der Originalsprache Deutsch geschrieben wurden. Darunter sogar von Autoren, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Sie haben Deutsch teilweise in "blumigsterweise" benutzt. Vier Beispiele für viele: Vladimir Kaminer, Canetti, Jurek Becker, Rafik Schami. Und viele, viele, viele muttersprachliche Deutsch-Schriftsteller mit einer Sprache, die Spaß auf mehr macht.

    dass Sie einfach der "Gschamigkeit" erlegen sind, die z.B. auch pubertierende Jünglinge dazu bringt, lieber "I love you" in die Buchenrinde zu ritzen als "Ich liebe dich"? Ich räume ein: ich habe in diesem Alter "je t'aime, ma chérie" bevorzugt. Inzwischen hat allerdings das Amerikanische (ach ja, kaum jemand spricht "englisch", selbst die Briten immer weniger) die wichtige Funktion erlangt, allen, denen es zum Erlernen einer Kultursprache nicht gereicht hat, das Gefühl zu vermitteln, doch irgendwas mit einer Fremdsprache und folglich mit "Bildung" zu tun zu haben.

    • Anonym
    • 07.07.2010 um 12:44 Uhr

    ......deutscher Sprache gibt, die keinen Spaß beim Lesen machen, halte ich für eine Aussage, die für mich überhaupt tragbar ist.
    Wohnen Sie im Ausland? Oder woran liegt Ihre Unkenntnis? Ich könnte Ihnen hundert Romane nennen, die mit der Originalsprache Deutsch geschrieben wurden. Darunter sogar von Autoren, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Sie haben Deutsch teilweise in "blumigsterweise" benutzt. Vier Beispiele für viele: Vladimir Kaminer, Canetti, Jurek Becker, Rafik Schami. Und viele, viele, viele muttersprachliche Deutsch-Schriftsteller mit einer Sprache, die Spaß auf mehr macht.

    dass Sie einfach der "Gschamigkeit" erlegen sind, die z.B. auch pubertierende Jünglinge dazu bringt, lieber "I love you" in die Buchenrinde zu ritzen als "Ich liebe dich"? Ich räume ein: ich habe in diesem Alter "je t'aime, ma chérie" bevorzugt. Inzwischen hat allerdings das Amerikanische (ach ja, kaum jemand spricht "englisch", selbst die Briten immer weniger) die wichtige Funktion erlangt, allen, denen es zum Erlernen einer Kultursprache nicht gereicht hat, das Gefühl zu vermitteln, doch irgendwas mit einer Fremdsprache und folglich mit "Bildung" zu tun zu haben.

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