Film "Women without Men" So schön ist’s in IranSeite 2/2

Der große Reichtum und zugleich auch das Problem dieses Films sind seine Bilder, die so schön und pathetisch, so verträumt und kitschig sind. In manchen Demonstrationsszenen lässt Neshat alle Farbe aus dem Film saugen, in anderen Passagen kommen die Farben dafür umso deftiger zurück, sodass die Bilder an alte, handkolorierte Fotografien erinnern. Shirin Neshat findet zwar mitunter meisterlich Bilder, doch fehlt ihr Gespür für einen gut erzählten Film. Gerade die männlichen Figuren sind der Regisseurin und Drehbuchautorin arg schablonenhaft geraten, auf der einen Seite die bösen Fundamentalisten, Militärs und Vergewaltiger mit ihren Machosprüchen, auf der anderen Seite der gütige Gärtner des Paradiesgartens, ein Engel. Einzig die Figur der gealterten Sängerin Fahkri, großartig gespielt von Arita Shahrzad, hat eine Tiefe, die man von einem Spielfilm erwartet.

Nun kann man einwenden, dass dies nicht einfach nur ein packend erzählter Film sein will oder ein schönes Stück Videokunst. Dieser Film hat ein Anliegen: Sie hoffe, so die Regisseurin, dass Women without Men einen kleinen Beitrag zu Irans gegenwärtiger Geschichtsschreibung bieten werde. Die Großprojekte, an denen der Film seinen bescheidenen Anteil leisten will, sind die Befreiung der Frauen und des iranischen Volks.

Doch auch dieses Anliegen scheitert. Women without Men ist auch als politische, gar feministische Widerstandstat misslungen. Ständig weinen die Frauen in diesem Film, und immer bleibt ihr Aufbegehren erfolglos, vielen scheint als einziger Ausweg der Suizid zu bleiben. Doch Heulen und Selbstmord: Was hat das mit Emanzipation und Feminismus zu tun?

Neshat hat ihren Spielfilm all jenen gewidmet, die ihr Leben im Kampf für Freiheit und Demokratie in Iran verloren haben. Doch worum es damals beim Putsch ging, was der gewählte Mossadegh wollte und was seine Gegner, erfährt der Zuschauer nur in zwei, drei Nebensätzen. Mehrfach zeigt Neshat Demonstrationen, doch interessiert sie am Massenprotest, so hat man den Eindruck, allein das ästhetische Moment. Die reine Ästhetisierung der Politik aber ist das Gegenteil von politischer Kunst.

Und ein gut gemeinter Film ist, um Gottfried Benn zu variieren, das Gegenteil von einem guten Film. Es bleiben die Bilder der iranischen Filmkünstlerin, für einige von ihnen lohnt es sich sogar ins Kino zu gehen. Gerade wer des Persischen nicht mächtig ist, sollte sich die Originalfassung des Films ohne Untertitel ansehen. Dann lenkt beim Schauen kein dürftiger Dialog von den kunsthaft-bedrückenden Aufnahmen der Shirin Neshat ab.

 
Leser-Kommentare
  1. Und doch sind es Frauen wie Shirin Neshat, Marjane Satrapi:

    http://www.youtube.com/wa...

    und Shirin Ebadi, die uns zeigen, welche unterdrückte und ungenutzte Potenziale in den iranischen Frauen stecken. Gerade sie sind nach den gefälschten Wahlen vor einem Jahr aufgestanden und haben u.a. für Ihre Rechte protestiert. Gerade die Frauen im Iran sind es, die verhaftet und gefoltert werden. Aber sie leben dennoch und werden das Land retten.

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    ...wenn Feministen mit ihrer sexistischen Weltsicht auf den Großteil der Männer spucken. Immer werden die paar wenigen reichen Männern hergenommen, die sich in solchen Ländern mehrere Frauen leisten können, was zwangsweise dazu führt, dass andere Männer ihr Leben lang einsam sein werden.

    Und es ist keinesfalls so, dass diese reichen Männer wie in Haremsphantasien leben und die Frauen werden auch nicht gezwungen, dessen fünfte Frau zu werden, die wissen im vornherein, dass sie die fünfte sind, aber so ein reicher Mann ist halt dann doch was schönes - naja, sein Geld.

    Und was Folter und Todesstrafe angeht, betrifft das weit öfter Männer, das interessiert nur keinen, Männer werden ja eh seit Jahrtausenden geopfert, aber natürlich sind sie daran selbst schuld, wenn es nach den Feministen geht.

    Auf die große Mehrheit von Männern, die für die Rechte und die Sicherheit kämpfen, eben auch von Frauen, die sich für diese immer wieder in Lebensgefahr begeben und dann eben auch sogar frühzeitig sterben, von denen spricht nie jemand, das ist selbstverständlich, nicht?

    Immer wieder das gleiche, in diesen schlechten Filmen und Büchern. Böse, mächtige Männer und gute, unterdrückte Frauen. Ein einziges, oberflächliches Klischee.

    Warum gibt es so wenige Geschichten mit starken, GERECHTEN Frauen und Männern, die das Wohl aller wollen? Es käme der Realität weit näher, als diese Geschlechter-Hass propagierenden Dramen.

    ...wenn Feministen mit ihrer sexistischen Weltsicht auf den Großteil der Männer spucken. Immer werden die paar wenigen reichen Männern hergenommen, die sich in solchen Ländern mehrere Frauen leisten können, was zwangsweise dazu führt, dass andere Männer ihr Leben lang einsam sein werden.

    Und es ist keinesfalls so, dass diese reichen Männer wie in Haremsphantasien leben und die Frauen werden auch nicht gezwungen, dessen fünfte Frau zu werden, die wissen im vornherein, dass sie die fünfte sind, aber so ein reicher Mann ist halt dann doch was schönes - naja, sein Geld.

    Und was Folter und Todesstrafe angeht, betrifft das weit öfter Männer, das interessiert nur keinen, Männer werden ja eh seit Jahrtausenden geopfert, aber natürlich sind sie daran selbst schuld, wenn es nach den Feministen geht.

    Auf die große Mehrheit von Männern, die für die Rechte und die Sicherheit kämpfen, eben auch von Frauen, die sich für diese immer wieder in Lebensgefahr begeben und dann eben auch sogar frühzeitig sterben, von denen spricht nie jemand, das ist selbstverständlich, nicht?

    Immer wieder das gleiche, in diesen schlechten Filmen und Büchern. Böse, mächtige Männer und gute, unterdrückte Frauen. Ein einziges, oberflächliches Klischee.

    Warum gibt es so wenige Geschichten mit starken, GERECHTEN Frauen und Männern, die das Wohl aller wollen? Es käme der Realität weit näher, als diese Geschlechter-Hass propagierenden Dramen.

  2. nunja.. ich finde nicht unbedingt das es der Künstlerin an tiefe mangelt... sie beschreibt in ihrer sehr persönliche weise die zustände in dem abgebildeten Regime...
    es ist immerhin ihr werk und es erhebt keine absoluten Ansprüche auf Verständlichkeit.
    trotzdem kann der Zuschauer einen Einblick in die dargestellten zustände gewinnen

    schlussendlich ist es ein film den jeder auf seine Art entschlüsseln muss... ich hoffe der Rest der Welt kommt nicht zu diesem oberflächlichen Ergebnis..

    warum muss etwas wichtiges und richtiges scheisse aussehen um wichtig und richtig zu sein?

    versteh ich nicht... ist wohl nicht tief genug....

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    Ich habe den Film vorhin gesehen und kann ihn wirklich empfehlen. Es schadet gar nicht, sich vorher ein bißchen über diese Zeit im Iran kundig zu machen, da es sich hier nämlich nicht um eine Doku handelt.

    Die Bilder fand ich ausnehmend schön, die vier sehr unterschiedlichen Frauen absolut überzeugend und die Handlung war eben nun mal nicht Hollywood-logisch. Sondern wie gereihte Traumbilder, von denen mir wohl Einiges erhalten bleiben wird und zwar ganz ohne mir etwas um Patriarchat, Opfer, Garten, Engel etc.pp. herum erklären zu müssen.

    Ich habe den Film vorhin gesehen und kann ihn wirklich empfehlen. Es schadet gar nicht, sich vorher ein bißchen über diese Zeit im Iran kundig zu machen, da es sich hier nämlich nicht um eine Doku handelt.

    Die Bilder fand ich ausnehmend schön, die vier sehr unterschiedlichen Frauen absolut überzeugend und die Handlung war eben nun mal nicht Hollywood-logisch. Sondern wie gereihte Traumbilder, von denen mir wohl Einiges erhalten bleiben wird und zwar ganz ohne mir etwas um Patriarchat, Opfer, Garten, Engel etc.pp. herum erklären zu müssen.

  3. Shirin Neshats Spielfilmdebüt deute ich schlußendlich weder politisch noch feministisch, sondern mystisch-religiös. Der Garten steht für Erlösung, so wie das Symbol der Gärten in der islamischen Mystik oft für Befreiung von Weltschmerz steht. Demnach hat der Film sehr wohl eine gewaltige Tiefe.

  4. ...wenn Feministen mit ihrer sexistischen Weltsicht auf den Großteil der Männer spucken. Immer werden die paar wenigen reichen Männern hergenommen, die sich in solchen Ländern mehrere Frauen leisten können, was zwangsweise dazu führt, dass andere Männer ihr Leben lang einsam sein werden.

    Und es ist keinesfalls so, dass diese reichen Männer wie in Haremsphantasien leben und die Frauen werden auch nicht gezwungen, dessen fünfte Frau zu werden, die wissen im vornherein, dass sie die fünfte sind, aber so ein reicher Mann ist halt dann doch was schönes - naja, sein Geld.

    Und was Folter und Todesstrafe angeht, betrifft das weit öfter Männer, das interessiert nur keinen, Männer werden ja eh seit Jahrtausenden geopfert, aber natürlich sind sie daran selbst schuld, wenn es nach den Feministen geht.

    Auf die große Mehrheit von Männern, die für die Rechte und die Sicherheit kämpfen, eben auch von Frauen, die sich für diese immer wieder in Lebensgefahr begeben und dann eben auch sogar frühzeitig sterben, von denen spricht nie jemand, das ist selbstverständlich, nicht?

    Immer wieder das gleiche, in diesen schlechten Filmen und Büchern. Böse, mächtige Männer und gute, unterdrückte Frauen. Ein einziges, oberflächliches Klischee.

    Warum gibt es so wenige Geschichten mit starken, GERECHTEN Frauen und Männern, die das Wohl aller wollen? Es käme der Realität weit näher, als diese Geschlechter-Hass propagierenden Dramen.

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    Hallo
    Sie haben es gut auf den Punkt gebracht.
    Gruss
    Rene

    Hallo
    Sie haben es gut auf den Punkt gebracht.
    Gruss
    Rene

  5. Hallo
    Sie haben es gut auf den Punkt gebracht.
    Gruss
    Rene

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    • Jurga
    • 02.07.2010 um 11:45 Uhr

    Sie meinen also, daß es schon in Ordnung sei, wenn täglich in Beruf und Familie von Männern auf Frauen gespuckt wird und es dabei bleiben soll? Neshat hat berührende Bilder für einen unerträglich empfundenen Zustand gefunden. Ihren Film als reinen Kino-Unterhaltungsfilm zu sehen und zu erwarten, dass er in solchen Mustern funktioniert, greift zu kurz und tut dem Anliegen des Buches auch nicht gut. Women without Men ist eine Allegorie. Schon der Titel sagt aus, wie unmöglich ein Leben einer Muslima ohne einen Mann ist. Ausserdem spielt der Film 1953. Zu glauben, dass zu dieser Zeit bereits feministische Gedanken ausformuliert hätten sein müssen, ist historisch gesehen schon sehr gewollt. Der Film zeigt ein Aufscheinen eines Wunsches nach Freiheit, geboren aus der persönlich erlebten Ohnmacht und individuell empfundenen Unerträglichkeit. Dass Körper, die sich anders nicht äussern können, sich selbst verletzen müssen, um ihre seelische Pein zu verarbeiten, kennt man von vielen Frauen, die sich mit Rasierklingen schlitzen. Im Film ist es das Kratzen, das das nicht Wohlfühlen in der eigenen Haut bezeichnet. Ohnmacht und Ortlosigkeit lassen die Frauen in einer Zwischenwelt wandeln. Es geht um das nackte Überleben und das schmerzhafte Streben nach Unabhängigkeit ohne Strukturen, die dies ermöglichen.

    Bei Ihrem Beitrag habe ich den EIndruck, als würde es Sie STÖREN, dass Menschen ihre Meinung sagen, in Film oder Buch. GERECHTE Menschen gibt es wohl nur in religiösen Traktaten.

    • Jurga
    • 02.07.2010 um 11:45 Uhr

    Sie meinen also, daß es schon in Ordnung sei, wenn täglich in Beruf und Familie von Männern auf Frauen gespuckt wird und es dabei bleiben soll? Neshat hat berührende Bilder für einen unerträglich empfundenen Zustand gefunden. Ihren Film als reinen Kino-Unterhaltungsfilm zu sehen und zu erwarten, dass er in solchen Mustern funktioniert, greift zu kurz und tut dem Anliegen des Buches auch nicht gut. Women without Men ist eine Allegorie. Schon der Titel sagt aus, wie unmöglich ein Leben einer Muslima ohne einen Mann ist. Ausserdem spielt der Film 1953. Zu glauben, dass zu dieser Zeit bereits feministische Gedanken ausformuliert hätten sein müssen, ist historisch gesehen schon sehr gewollt. Der Film zeigt ein Aufscheinen eines Wunsches nach Freiheit, geboren aus der persönlich erlebten Ohnmacht und individuell empfundenen Unerträglichkeit. Dass Körper, die sich anders nicht äussern können, sich selbst verletzen müssen, um ihre seelische Pein zu verarbeiten, kennt man von vielen Frauen, die sich mit Rasierklingen schlitzen. Im Film ist es das Kratzen, das das nicht Wohlfühlen in der eigenen Haut bezeichnet. Ohnmacht und Ortlosigkeit lassen die Frauen in einer Zwischenwelt wandeln. Es geht um das nackte Überleben und das schmerzhafte Streben nach Unabhängigkeit ohne Strukturen, die dies ermöglichen.

    Bei Ihrem Beitrag habe ich den EIndruck, als würde es Sie STÖREN, dass Menschen ihre Meinung sagen, in Film oder Buch. GERECHTE Menschen gibt es wohl nur in religiösen Traktaten.

    • Jurga
    • 02.07.2010 um 11:45 Uhr

    Sie meinen also, daß es schon in Ordnung sei, wenn täglich in Beruf und Familie von Männern auf Frauen gespuckt wird und es dabei bleiben soll? Neshat hat berührende Bilder für einen unerträglich empfundenen Zustand gefunden. Ihren Film als reinen Kino-Unterhaltungsfilm zu sehen und zu erwarten, dass er in solchen Mustern funktioniert, greift zu kurz und tut dem Anliegen des Buches auch nicht gut. Women without Men ist eine Allegorie. Schon der Titel sagt aus, wie unmöglich ein Leben einer Muslima ohne einen Mann ist. Ausserdem spielt der Film 1953. Zu glauben, dass zu dieser Zeit bereits feministische Gedanken ausformuliert hätten sein müssen, ist historisch gesehen schon sehr gewollt. Der Film zeigt ein Aufscheinen eines Wunsches nach Freiheit, geboren aus der persönlich erlebten Ohnmacht und individuell empfundenen Unerträglichkeit. Dass Körper, die sich anders nicht äussern können, sich selbst verletzen müssen, um ihre seelische Pein zu verarbeiten, kennt man von vielen Frauen, die sich mit Rasierklingen schlitzen. Im Film ist es das Kratzen, das das nicht Wohlfühlen in der eigenen Haut bezeichnet. Ohnmacht und Ortlosigkeit lassen die Frauen in einer Zwischenwelt wandeln. Es geht um das nackte Überleben und das schmerzhafte Streben nach Unabhängigkeit ohne Strukturen, die dies ermöglichen.

    Bei Ihrem Beitrag habe ich den EIndruck, als würde es Sie STÖREN, dass Menschen ihre Meinung sagen, in Film oder Buch. GERECHTE Menschen gibt es wohl nur in religiösen Traktaten.

    Antwort auf "Gut geschrieben"
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    Nur wenn es immer der gleiche, sexistische Quatsch ist, nervt es einfach. Wenn in jedem feministischen Buch (etwas überspitzt) einfach jede Frau einfach so lieb, gut, nett ist und alle Männer böse, dumm, gewalttätig, außer sie sind vll zu jung oder zu alt oder ausnahmsweise sonstwie aus der "große Verschwörung der Männer" ausgeschlossen - dann nervt es einfach.

    Was habe ich davon, wenn man mir in einem Buch solche Männer und Frauen vorsetzt? Überhaupt nicht, außer ein kaputtes Weltbild, wenn ich es übernehme. Unter Frauen gibt es genauso viel fiese, gewalttätige Ar******er, wie unter Männern und Männer haben genauso viele Probleme und mit Ungerechtigkeiten zu kämpfen.

    Der Unterschied in den existierenden und vergangenn Gesellschaften war in der Regel nur, dass es mitunter UNTERSCHIEDLICHE Probleme waren. Da gab es z.B. Bürgerecht für Männer, dafür mussten(!) sie aber auch jahrelange in den Militärdienst und waren durch diese "Bürgerechte" in erster Linie angreifbar - die übrige Familie nicht, denn er musste für diese genauso haften, genauso wie er sie ernähren musste.

    Dort, wo das nicht der Fall war, hatte das einfache Volk dagegen gar keine Möglichkeit, sich über irgendwelche Rechte Gedanken zu machen, die hatten nämlich alle nicht und man kämpfte eben um das Überleben.

    Eine wirkliche starke, emanzipierte Frau, trägt vor allem Eigenverantwortung und blickt nicht auf Männer herab, nur wel sie Männer sind. Das gehört als erstes zur Emanzipation.

    Nur wenn es immer der gleiche, sexistische Quatsch ist, nervt es einfach. Wenn in jedem feministischen Buch (etwas überspitzt) einfach jede Frau einfach so lieb, gut, nett ist und alle Männer böse, dumm, gewalttätig, außer sie sind vll zu jung oder zu alt oder ausnahmsweise sonstwie aus der "große Verschwörung der Männer" ausgeschlossen - dann nervt es einfach.

    Was habe ich davon, wenn man mir in einem Buch solche Männer und Frauen vorsetzt? Überhaupt nicht, außer ein kaputtes Weltbild, wenn ich es übernehme. Unter Frauen gibt es genauso viel fiese, gewalttätige Ar******er, wie unter Männern und Männer haben genauso viele Probleme und mit Ungerechtigkeiten zu kämpfen.

    Der Unterschied in den existierenden und vergangenn Gesellschaften war in der Regel nur, dass es mitunter UNTERSCHIEDLICHE Probleme waren. Da gab es z.B. Bürgerecht für Männer, dafür mussten(!) sie aber auch jahrelange in den Militärdienst und waren durch diese "Bürgerechte" in erster Linie angreifbar - die übrige Familie nicht, denn er musste für diese genauso haften, genauso wie er sie ernähren musste.

    Dort, wo das nicht der Fall war, hatte das einfache Volk dagegen gar keine Möglichkeit, sich über irgendwelche Rechte Gedanken zu machen, die hatten nämlich alle nicht und man kämpfte eben um das Überleben.

    Eine wirkliche starke, emanzipierte Frau, trägt vor allem Eigenverantwortung und blickt nicht auf Männer herab, nur wel sie Männer sind. Das gehört als erstes zur Emanzipation.

  6. Nur wenn es immer der gleiche, sexistische Quatsch ist, nervt es einfach. Wenn in jedem feministischen Buch (etwas überspitzt) einfach jede Frau einfach so lieb, gut, nett ist und alle Männer böse, dumm, gewalttätig, außer sie sind vll zu jung oder zu alt oder ausnahmsweise sonstwie aus der "große Verschwörung der Männer" ausgeschlossen - dann nervt es einfach.

    Was habe ich davon, wenn man mir in einem Buch solche Männer und Frauen vorsetzt? Überhaupt nicht, außer ein kaputtes Weltbild, wenn ich es übernehme. Unter Frauen gibt es genauso viel fiese, gewalttätige Ar******er, wie unter Männern und Männer haben genauso viele Probleme und mit Ungerechtigkeiten zu kämpfen.

    Der Unterschied in den existierenden und vergangenn Gesellschaften war in der Regel nur, dass es mitunter UNTERSCHIEDLICHE Probleme waren. Da gab es z.B. Bürgerecht für Männer, dafür mussten(!) sie aber auch jahrelange in den Militärdienst und waren durch diese "Bürgerechte" in erster Linie angreifbar - die übrige Familie nicht, denn er musste für diese genauso haften, genauso wie er sie ernähren musste.

    Dort, wo das nicht der Fall war, hatte das einfache Volk dagegen gar keine Möglichkeit, sich über irgendwelche Rechte Gedanken zu machen, die hatten nämlich alle nicht und man kämpfte eben um das Überleben.

    Eine wirkliche starke, emanzipierte Frau, trägt vor allem Eigenverantwortung und blickt nicht auf Männer herab, nur wel sie Männer sind. Das gehört als erstes zur Emanzipation.

  7. Ich habe den Film vorhin gesehen und kann ihn wirklich empfehlen. Es schadet gar nicht, sich vorher ein bißchen über diese Zeit im Iran kundig zu machen, da es sich hier nämlich nicht um eine Doku handelt.

    Die Bilder fand ich ausnehmend schön, die vier sehr unterschiedlichen Frauen absolut überzeugend und die Handlung war eben nun mal nicht Hollywood-logisch. Sondern wie gereihte Traumbilder, von denen mir wohl Einiges erhalten bleiben wird und zwar ganz ohne mir etwas um Patriarchat, Opfer, Garten, Engel etc.pp. herum erklären zu müssen.

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