Medien und Politik Wir glauben euch eh nicht

Die Medien unterstellen der Politik notorisch Verlogenheit. Damit werden sie mitschuldig an deren Niedergang

Natürlich ist es kein neues Phänomen, Politik völlig verengt als eine Kunst von Strategien, Intrigen, der trickreichen Täuschungen zu begreifen, wie es die Kommentatoren des Politikbetriebs gemeinhin tun. Doch frappieren die Vehemenz und die Häufigkeit, mit denen Politikern heute Verlogenheit unterstellt wird. Um aus aktuellem Anlass ein prägnantes Beispiel anzuführen: Als sich Angela Merkel nach dem überraschenden Abgang von Horst Köhler auf die Suche nach einem Präsidentschaftskandidaten machte, griffen sogleich die einschlägigen Interpretationsmuster. Mit größter Selbstverständlichkeit hatten sie zur Prämisse, dass die Kanzlerin nicht etwa im Sinne des Gemeinwohls agierte, sondern ausschließlich nach machtstrategischen Gesichtspunkten. Zunächst war zu lesen, Ursula von der Leyen, die als Favoritin galt , sei für Angela Merkel insofern eine ideale Kandidatin, da mit ihr eine parteiinterne Konkurrentin auf einen harmlosen, wenn auch ruhmreichen Posten hätte abgeschoben werden können.

Als sich dann herausstellte, dass Ursula von der Leyen keineswegs Bundespräsidentin werden sollte, wurde spekuliert, Merkel habe ihren Namen in Umlauf gebracht, um sie zu beschädigen (was sowohl als geschickt als auch als ungeschickt ausgelegt werden konnte). Andernorts war zu lesen, Ursula von der Leyen habe sich selbst ins Spiel gebracht, um ihre Chancen zu erhöhen. In einer anderen Zeitung: Merkel habe es hinterher lediglich so darstellen wollen, als habe sie sich von Anfang an auf Christian Wulff festgelegt, in Wahrheit habe größtes Chaos im Kandidatenfindungsprozess geherrscht.

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In einem Punkt war man sich allerdings einig: Christian Wulff sei aus Sicht der Kanzlerin insofern ein geschickter Kandidat, da mit ihm ein parteiinterner Konkurrent auf einen harmlosen, wenn auch ruhmreichen Posten abgeschoben worden sei. Natürlich sei auch Wulffs Gegenkandidat Joachim Gauck von der SPD vor allem deshalb ausgewählt worden, da dieser von Merkel geschätzt werde und sie damit in ein unschönes Dilemma gebracht worden sei. Wohin man schaute, glaubte man das allerscheußlichste Machtkalkül zu erblicken.

Nun lässt sich kaum bequemer eine Pointe abringen als mit den handelsüblichen Entlarvungsritualen – ganz unabhängig davon, ob sie sich hinterher als stichhaltig erweisen. Die politische Klasse, wird vorausgesetzt, sage stets etwas, was sie gar nicht meine. Zumeist sage sie sogar das genaue Gegenteil von dem, was sie eigentlich meine. Sage sie aber einmal das, was sie meine, meine sie das auch schon wieder strategisch, da es unerwartet und besonders ausgefuchst sei: Es werde dann Geradlinigkeit simuliert. Die Betrachtung von Politikern lässt sich düsterer gar nicht denken. Sie lebten in einem abgeschotteten System, das nur einen Mechanismus kenne: den raffinierten Schachzug. Die pessimistische Gesetzmäßigkeit, denen diese Argumentationsmuster folgen, ist durchsichtig: Der Analyse von politischen Prozessen liegt genau jenes negative Menschenbild zugrunde, das bebend beklagt wird. Der Kommentator sät seine fruchtbaren Samen und wundert sich hinterher über die gute Ernte. Man weiß gar nicht mehr recht, wie ein Politiker sich heute eigentlich verhalten müsste, um nicht als reiner Stratege wahrgenommen zu werden. Er verhält sich notwendig wie jener Junge, den Paul Watzlawick einst anführte, um ein klassisches Doublebind zu veranschaulichen. Der Junge bekommt von seiner Mutter zum Geburtstag zwei Pullover geschenkt. Sobald er den einen anzieht, sieht sie ihn strafend an und fragt: Gefällt dir der andere etwa nicht? Wie man sich auch verhält, man macht es falsch.

Politik, derart von den Medien analysiert, ist jedenfalls nichts als Verstellungskunst, nichts als dissimulatio artis. Das ist, zumindest für die immer noch junge Bundesrepublik, ein recht neues Phänomen. Natürlich wurde einander auch vor dem Ende des Ost-West-Konflikts Machtkalkül unterstellt, doch schien hinter der Maske des Politikers nicht ausschließlich Selbsterhaltungsstreben zu stecken, sondern ein guter Schuss Ideologie. »Wenn Sie das Wort ›Marxist‹ hören«, rief Herbert Wehner der CDU/CSU-Fraktion in einer recht turbulenten Sitzung des Bundestags zu, »geht’s Ihnen so wie Goebbels… Sie sind nämlich genauso dumm in dieser Frage, wie jener war, nur war er ganz jesuitisch raffiniert.« Der zu verbergende Kern der Sozialdemokraten schien aus der Perspektive des sogenannten bürgerlichen Lagers die linksradikale Vergangenheit, der Flirt mit dem Kommunismus. Das bürgerliche Lager wiederum stehe, so die Annahme der Linken, in uneingestandener Nähe zum Rechtspopulismus. Ein letztes Mal keimte dieser Reflex auf, als man Stoiber im Bundestagswahlkampf unterstellte, er, der böse Wolf, habe ordentlich Kreide gefressen.

Derlei ist abgeklungen. Der Politiker zeitgemäßen Zuschnitts hat nach Ansicht der politischen Kritik keine Gesinnung zu verbergen, da er gar keine hat. Er hat internalisiert (was nach 1989 zunächst durchaus als wünschenswertes Merkmal deklariert wurde), dass es gilt, »pragmatisch« zu sein. Sein Ziel ist es, Macht zu erhalten und Macht zu steigern – und zwar tendenziell unabhängig von irgendeinem »Programm«.

Ein derart kalter Blick auf Politiker ist keineswegs neu, er grundierte einst die bürgerliche Revolution. Die politische Krise im 18. Jahrhundert wurde durch die radikale Entgegensetzung von Moral (die die bürgerliche Gesellschaft für sich beanspruchte) und Politik, die man als schlechterdings verlogen empfand, zugespitzt. Die deklarierte Sittlichkeit stellte umso heller die scheinbare Unmoral des von allerlei realpolitischen Zwängen bedrängten Herrschers heraus, dem man eine sehr genaue Lektüre von Machiavellis Der Fürst unterstellte. Der Politiker hat Machiavelli zufolge zwar gelernt, zur richtigen Zeit das Richtige zu tun, um eine gute Gelegenheit, die occasione, nicht zu verpassen, doch sein Herz bleibt bei all der Taktiererei kalt. Begriffsgeschichtlich hatte damit politische Klugheit (prudentia) ihren christlichen Beiklang verloren: Tugendhaftes Handeln war von der Politik entkoppelt worden.

Leser-Kommentare
  1. Politik ist immer nur Machterhalt, nicht mehr und nicht weniger. Gauck war selbstverständlich extra gegen den konservativen Kandidaten aufgestellt worden, um die bürgerliche Koalition zu destabilisieren, ich kann mir nicht vorstellen dass er vom Programm her der Wunschkandidat der eher linken Grünen und SPD gewesen sein könnte. Politik ist IMMER Machtpolitik!

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    Politik ist eben NICHT IMMER Machtpolitik.
    Ich bin dankbar fuer diesen Artikel, der in Worte fasst, was meine Intuition mir sagt, wenn ich Kommentare wie den ersten lese oder auch den Schwall an "kritischen" Kommentaren unter diverse Artikel ueber Politik.

    "Man weiß gar nicht mehr recht, wie ein Politiker sich heute eigentlich verhalten müsste, um nicht als reiner Stratege wahrgenommen zu werden."

    Darueber sollte jede Person nachdenken, bevor sie jeden Anflug von Idealismus mit voreiliger Kritik schon im Keim erstickt. Denn in der Summe setzt sie damit den Sargnagel auf die Chance jeden Idealismus.
    Ja, Strategie macht einen groszen Teil von Politik aus und wenn sie beginnt, saemtliche andere Bewegruende zu verdraengen, schadet sie unserer Demokratie. Ich will nicht abstreiten, das wuerde aktuell tatsaechlich passieren.
    Aber wenn wir diese Entwicklung aufhalten wollen, muessen wir der Ehrlichkeit eine Chance geben, sonst wird der Abstieg der Demokratie zu einer selbsterfuellenden Prophezeihung. Trotz aller Frustration ueber Politiker duerfen wir nicht vergessen, zu differenzieren, anstatt ein so ueberwaeltigendes Misstrauen zu entwickeln, dass nur noch Personen, die nicht aus der Politik kommen, vertraut wird. Im Falle Gauck schadet es vermutlich nicht, aber ein Blick in die USA verraet, dass von einem stetig an Wert zunehmenden Bonus, nicht Politiker zu sein, leicht extremere Persoenlichkeiten Anhaenger gewinnen koennen.

    manchmal, in ganz selten Fällen, WILL MAN AN die MACHT.

    Um diese dann solange zu behalten wie es geht.
    So schaut das politische Leben aus der ganz groben Makro-Perspektive betrachtet aus.

    Dadurch soll in einer Demokratie ein Wettbewerb entstehen, der eigendlich "Verkrustungen" und "Seilschaften" regelmäßig wegfegen soll.

    Vergleichen Sie doch bitte das mit der deutschen, politischen Realität.

    Politik ist eben NICHT IMMER Machtpolitik.
    Ich bin dankbar fuer diesen Artikel, der in Worte fasst, was meine Intuition mir sagt, wenn ich Kommentare wie den ersten lese oder auch den Schwall an "kritischen" Kommentaren unter diverse Artikel ueber Politik.

    "Man weiß gar nicht mehr recht, wie ein Politiker sich heute eigentlich verhalten müsste, um nicht als reiner Stratege wahrgenommen zu werden."

    Darueber sollte jede Person nachdenken, bevor sie jeden Anflug von Idealismus mit voreiliger Kritik schon im Keim erstickt. Denn in der Summe setzt sie damit den Sargnagel auf die Chance jeden Idealismus.
    Ja, Strategie macht einen groszen Teil von Politik aus und wenn sie beginnt, saemtliche andere Bewegruende zu verdraengen, schadet sie unserer Demokratie. Ich will nicht abstreiten, das wuerde aktuell tatsaechlich passieren.
    Aber wenn wir diese Entwicklung aufhalten wollen, muessen wir der Ehrlichkeit eine Chance geben, sonst wird der Abstieg der Demokratie zu einer selbsterfuellenden Prophezeihung. Trotz aller Frustration ueber Politiker duerfen wir nicht vergessen, zu differenzieren, anstatt ein so ueberwaeltigendes Misstrauen zu entwickeln, dass nur noch Personen, die nicht aus der Politik kommen, vertraut wird. Im Falle Gauck schadet es vermutlich nicht, aber ein Blick in die USA verraet, dass von einem stetig an Wert zunehmenden Bonus, nicht Politiker zu sein, leicht extremere Persoenlichkeiten Anhaenger gewinnen koennen.

    manchmal, in ganz selten Fällen, WILL MAN AN die MACHT.

    Um diese dann solange zu behalten wie es geht.
    So schaut das politische Leben aus der ganz groben Makro-Perspektive betrachtet aus.

    Dadurch soll in einer Demokratie ein Wettbewerb entstehen, der eigendlich "Verkrustungen" und "Seilschaften" regelmäßig wegfegen soll.

    Vergleichen Sie doch bitte das mit der deutschen, politischen Realität.

    • ovozim
    • 01.07.2010 um 19:33 Uhr

    Wer erst alle Befugnisse an sich reißt um dann vor nicht auflösbaren Widersprüchen der Interessen zu stehen, der muss zwangsläufig seinen eigenen Untergang mitansehen.

    Grundeinkommen, Mehrwertsteuerfinanzierung, fertig.
    Probleme gibts dann, aber die sind lösbar.

  2. Man kann nun nicht so tun, als ob Politikern unrecht geschähe, wenn man sie für berufsmäßige Lügner hält.

    Daß Politiker nie auf unangenehme Fragen antworten, die man ihnen stellt (und wenn, dann mit hohlen Phrasen), ist doch keine Einbildung -- das kann man täglich im Fernsehen sehen (wenn man sich das antuen möchte). Wenn man darauf achtet, ist es ein groteskes Schauspiel.

    Auch daß Politiker sich von Marketingfachleuten (also berufsmäßigen Lügnern) beraten lassen, um für möglichst viele Zielgruppen attraktiv zu werden (wie jedes andere Produkt im Wettbewerb), ist kein Geheimnis.

    Natürlich stehen sie unter Druck zu lügen, weil sie sonst von den Medien als "taktisch unklug" und "politikunfähig" geschmäht werden.

    Dennoch: Wer Politikern glaubt, der kann auch dem Werbefernsehen glauben.

    Die einzige nennenswerte Chance auf Ehrlichkeit hat man bei den Politikern, die nichts mehr erreichen wollen und auf keine Karriere und keine Seilschaften, denen sie was schulden, mehr Rücksicht nehmen müssen: alternde Einzelkämpfer, wie Gauweiler, Baum, Geißler, Ströbele. Man erkennt sie z.B. daran, daß sie sich dem Fraktionszwang zu entziehen pflegen.

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    man muss nicht unbedingt das beste Produkt oder den besten Kandidaten haben. Man braucht nur die beste PR. Um die zu bekommen ist hohe Qualität zwar hilfreich, aber weder notwendige noch hinreichende Bedingung. Qualität/Sachkundigkeit/Sicherheit/Gemeinwohl sind in unserem System bloße Beispiele für Nebenprodukte, weil die Anreize so gesetzt sind, dass am Ende grundsätzlich die beste PR und das beste soziale Netzwerk gewinnt. Das gilt sogar für weite Teile der Wissenschaft.

    Man sollte darüber nachdenken, ob es nicht effizienter geht. Aber diese Diskussion wird wohl niemals ernsthaft geführt werden, da auch der öffentliche Diskurs wesentlich durch PR mitbestimmt wird und die Mächtigen in unserem System idR gerade diejenigen sind, die diese Regeln besonders gut beherrschen und von ihnen profitieren.

    man muss nicht unbedingt das beste Produkt oder den besten Kandidaten haben. Man braucht nur die beste PR. Um die zu bekommen ist hohe Qualität zwar hilfreich, aber weder notwendige noch hinreichende Bedingung. Qualität/Sachkundigkeit/Sicherheit/Gemeinwohl sind in unserem System bloße Beispiele für Nebenprodukte, weil die Anreize so gesetzt sind, dass am Ende grundsätzlich die beste PR und das beste soziale Netzwerk gewinnt. Das gilt sogar für weite Teile der Wissenschaft.

    Man sollte darüber nachdenken, ob es nicht effizienter geht. Aber diese Diskussion wird wohl niemals ernsthaft geführt werden, da auch der öffentliche Diskurs wesentlich durch PR mitbestimmt wird und die Mächtigen in unserem System idR gerade diejenigen sind, die diese Regeln besonders gut beherrschen und von ihnen profitieren.

  3. Politik ist eben NICHT IMMER Machtpolitik.
    Ich bin dankbar fuer diesen Artikel, der in Worte fasst, was meine Intuition mir sagt, wenn ich Kommentare wie den ersten lese oder auch den Schwall an "kritischen" Kommentaren unter diverse Artikel ueber Politik.

    "Man weiß gar nicht mehr recht, wie ein Politiker sich heute eigentlich verhalten müsste, um nicht als reiner Stratege wahrgenommen zu werden."

    Darueber sollte jede Person nachdenken, bevor sie jeden Anflug von Idealismus mit voreiliger Kritik schon im Keim erstickt. Denn in der Summe setzt sie damit den Sargnagel auf die Chance jeden Idealismus.
    Ja, Strategie macht einen groszen Teil von Politik aus und wenn sie beginnt, saemtliche andere Bewegruende zu verdraengen, schadet sie unserer Demokratie. Ich will nicht abstreiten, das wuerde aktuell tatsaechlich passieren.
    Aber wenn wir diese Entwicklung aufhalten wollen, muessen wir der Ehrlichkeit eine Chance geben, sonst wird der Abstieg der Demokratie zu einer selbsterfuellenden Prophezeihung. Trotz aller Frustration ueber Politiker duerfen wir nicht vergessen, zu differenzieren, anstatt ein so ueberwaeltigendes Misstrauen zu entwickeln, dass nur noch Personen, die nicht aus der Politik kommen, vertraut wird. Im Falle Gauck schadet es vermutlich nicht, aber ein Blick in die USA verraet, dass von einem stetig an Wert zunehmenden Bonus, nicht Politiker zu sein, leicht extremere Persoenlichkeiten Anhaenger gewinnen koennen.

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    wenn Politiker darauf verzichten würden, neben ihrem Mandat nebenbei noch in zahlreichen Aufsichtsräten zu sitzen. Somit muss jede Entscheidung eben auch aus dem Blickpunkt der Befangenheit betrachtet werden.

    Dann sollte damit aufgehört werden die "kleinen" Abgeordneten als Stimmvieh zu entwerten. Entscheidungen werden doch nur noch im Kabinett getroffen und dann vom Fraktionszwang angenommen. Eine echte Entscheidungsfindung findet doch gar nicht statt. Dazu passt auch, dass viele Redebeiträge nur noch zu Protokoll gegeben werden, anstatt wirklich gehalten zu werden.

    Abschliessend möchte ich noch anmerken, dass es wohl stimmt, dass es DEN verlogenen Politiker nicht gibt. Ich glaube sogar, dass die meisten jungen Politiker, die ihren Wahlkreis vertreten äusserst integere Persönlichkeiten sind. Je weiter nach oben und je länger dabei DER Politiker dann ist, umso verdorbener wird der Charakter.
    Dass ist dann der Punkt, wo gerne angefangen wird davon zu reden, dass SO Politik funktioniert.

    wenn Politiker darauf verzichten würden, neben ihrem Mandat nebenbei noch in zahlreichen Aufsichtsräten zu sitzen. Somit muss jede Entscheidung eben auch aus dem Blickpunkt der Befangenheit betrachtet werden.

    Dann sollte damit aufgehört werden die "kleinen" Abgeordneten als Stimmvieh zu entwerten. Entscheidungen werden doch nur noch im Kabinett getroffen und dann vom Fraktionszwang angenommen. Eine echte Entscheidungsfindung findet doch gar nicht statt. Dazu passt auch, dass viele Redebeiträge nur noch zu Protokoll gegeben werden, anstatt wirklich gehalten zu werden.

    Abschliessend möchte ich noch anmerken, dass es wohl stimmt, dass es DEN verlogenen Politiker nicht gibt. Ich glaube sogar, dass die meisten jungen Politiker, die ihren Wahlkreis vertreten äusserst integere Persönlichkeiten sind. Je weiter nach oben und je länger dabei DER Politiker dann ist, umso verdorbener wird der Charakter.
    Dass ist dann der Punkt, wo gerne angefangen wird davon zu reden, dass SO Politik funktioniert.

  4. Diese Subunterschrft:

    Die Medien unterstellen der Politik notorisch Verlogenheit. Damit werden sie mitschuldig an deren Niedergang

    hätten Sie sich wirklich sparen können.

    Die Medien sind die Königsmacher und Hofberichterstatter.
    Würden Sie den Politikern ihre Verlogenheit stets als Spiegel vorhalten hätten schon viele Ihre Sessel räumen müssen.

    Sie sind nicht Schuld am Niedergang, sie verhindern angemsessen Niedergang.

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    • lepkeb
    • 01.07.2010 um 22:25 Uhr

    als das was er ist Satire oder vielleicht doch schon ein gewisser Zynismus.
    Nach dem Linkenbashing und Denokratiegeheule der letzten Tage, musste doch solch ein Artikel kommen. Dennn das Eingeständnis das man denn Machteliten bei der Machterhaltung zu helfen hat, wurde doch von Herrn von Marschall vor ein paar Tagen dargelegt.

    • lepkeb
    • 01.07.2010 um 22:25 Uhr

    als das was er ist Satire oder vielleicht doch schon ein gewisser Zynismus.
    Nach dem Linkenbashing und Denokratiegeheule der letzten Tage, musste doch solch ein Artikel kommen. Dennn das Eingeständnis das man denn Machteliten bei der Machterhaltung zu helfen hat, wurde doch von Herrn von Marschall vor ein paar Tagen dargelegt.

  5. zu ent-schuldigen!
    Da war doch kürzlich schon so ein Artikel von di Lorenzo.
    Was soll das?
    Sollen die Medien und die Bürger sich gefälligst abfinden mit diesem unerträglichen Schmierentheater, was uns da für unser eigenes Geld geboten wird?
    Herr Soboczynski, für solche Einschüchterungsversuche ist es zu spät.
    Reden Sie lieber den Politikern ins Gewissen, sie sollen gefälligst ehr-licher werden, dann wird ihre Ehre von selbst wiederhergestellt.

  6. ....und denen, die da soooo über die Politik und die Politiker schreiben, verdienen selbst kaum für einen Pfifferling Vertrauen.
    Wie würde Woody Allen so sagen ...."POLITIKER UND 'JOURNALISTEN' STEHEN BEI MIR NUR EINE STUFE ÜBER DEN KINDERSCHÄNDERN"

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