Repräsentative Demokratie Wir beißen nichtSeite 2/2

Keiner, der bei Trost ist, wird ja fordern, nur noch Volksentscheide zu veranstalten, weil das Volk immer recht habe. Das Volk läuft natürlich Gefahr, von Populisten manipuliert zu werden. Es trifft nicht unbedingt die besseren Entscheidungen. Es geriert sich womöglich, wie im Fall des Rauchverbotes, selbst ziemlich autoritär.

Aber die repräsentative Demokratie darf nicht vollkommen losgelöst vom Souverän erscheinen. Dass ein Volksentscheid auf Bundesebene in Deutschland immer noch als indiskutabel gilt, lässt auf eine gewisse parlamentaristische Verbohrtheit schließen. Direkte Demokratie und Parlamentarismus sind aber kein Widerspruch. Das Volk ist nicht das Gegenteil von Volksvertretern und schon gar keine Gefahr für unser Land. Gefährlich ist nur, einmal geschaffene Regeln für unabänderlich zu halten.

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Leser-Kommentare
  1. Der Einfluß der BILD Zeitung wird gewaltig sein, das
    ist nicht von der Hand zu weisen.

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    ... schonmal BILD-Auflage mit Anzahl der Wahlberechtigten verglichen?

    Nein? Aber schön das wir mal drüber geredet haben.

    Angst wird mir eher bei Leuten wie dir, die ohne nachzudenken ihre Vorurteile rausposaunen.

    ... schonmal BILD-Auflage mit Anzahl der Wahlberechtigten verglichen?

    Nein? Aber schön das wir mal drüber geredet haben.

    Angst wird mir eher bei Leuten wie dir, die ohne nachzudenken ihre Vorurteile rausposaunen.

    • TDU
    • 11.07.2010 um 10:25 Uhr

    Das "Aufhören" als boulevardeskes Statement eines intellektuellen Bewusstseins?. Nein, populistisches, der Auflage geschuldetes empörtes Statement einer sich langsam selbst überschätzenden Kaste, die sich nach 60 Jahren nie gekannter Freiheit auch mal kritisch hinterfragen könnte.

    Sonst sind die Befürchtungen nicht nur der Politiker berechtigt. Sage mir, welche Zeitung du liest und ich weiss, wie du entscheidest. Auf so einer Grundlage möchte ich keinen Volksentscheid.

  2. meinte W. Brandt.
    Die Schweizer können es.
    Warum nicht wir?

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    • forlan
    • 11.07.2010 um 14:01 Uhr

    Die Verfassung untersagt nicht ohne Grund eine Direktwahl des Bundespräsidenten. Einher mit der -meistens von lins kommenden- Forderung nach 'mehr Demokratie', was mit 'mehr soziale Gerechtigkeit' dann in Rchtung weltweiter Kommunismus geht, wird dem Bundespräsidenten ja auch mehr Macht zugesprochen.

    Also: Ein vom Volk gewählter, potenter Kandidat. Der dann kein Politiker wäre, sondern Goleo, Raab oder Lena.

    Ein Amt, das vom Wahlkampf zerfressen wird? Ein Amt, wo es um Bürgergunst statt um Qualifikation und Eignung geht?

    Will man das? Kann man das überhaupt verantworten?

    Dass eine zum größten Teil politikferne und -feindliche Schicht über die Besetzung eines immens wichtigen Amtes im legislativen Prozess der Bundesrepublik entscheidet?

    Menschen, die die Bedeutung dieses Amtes bewusst herunterreden und polemisieren? Menschen, die nicht einmal wissen, wie ein Gesetz zustande kommt? Menschen, die Politiker für Schnittchenesser, Verbrecher und Diäten und -Spesenurlauber halten?

    Statt universellem Volksentscheid sollte man in dieser Republik lieber für mehr Aristokratie einstehen! 'Alles für alle' ist nicht heilsversprechend, solande 'alle'nicht einmal Weber gelesen oder die Politik verstanden haben.

    stimmt mich sehr bedenklich.
    Es gibt aber einen Fall wo die Volksentscheide noch krasser die Politik lähmen:Kalifornien.

    • forlan
    • 11.07.2010 um 14:01 Uhr

    Die Verfassung untersagt nicht ohne Grund eine Direktwahl des Bundespräsidenten. Einher mit der -meistens von lins kommenden- Forderung nach 'mehr Demokratie', was mit 'mehr soziale Gerechtigkeit' dann in Rchtung weltweiter Kommunismus geht, wird dem Bundespräsidenten ja auch mehr Macht zugesprochen.

    Also: Ein vom Volk gewählter, potenter Kandidat. Der dann kein Politiker wäre, sondern Goleo, Raab oder Lena.

    Ein Amt, das vom Wahlkampf zerfressen wird? Ein Amt, wo es um Bürgergunst statt um Qualifikation und Eignung geht?

    Will man das? Kann man das überhaupt verantworten?

    Dass eine zum größten Teil politikferne und -feindliche Schicht über die Besetzung eines immens wichtigen Amtes im legislativen Prozess der Bundesrepublik entscheidet?

    Menschen, die die Bedeutung dieses Amtes bewusst herunterreden und polemisieren? Menschen, die nicht einmal wissen, wie ein Gesetz zustande kommt? Menschen, die Politiker für Schnittchenesser, Verbrecher und Diäten und -Spesenurlauber halten?

    Statt universellem Volksentscheid sollte man in dieser Republik lieber für mehr Aristokratie einstehen! 'Alles für alle' ist nicht heilsversprechend, solande 'alle'nicht einmal Weber gelesen oder die Politik verstanden haben.

    stimmt mich sehr bedenklich.
    Es gibt aber einen Fall wo die Volksentscheide noch krasser die Politik lähmen:Kalifornien.

  3. "Volksentscheid ist die Aufgabe der Gestaltungsfreiheit des Individuums..."

    "Aufgabe" natürlich im Sinne von Selbstberaubung.

    Antwort auf "Volksentscheid ist ..."

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