A380: Flieg den Fleischerhaken
Nach zwei Monaten Training steuert Kerstin Felser erstmals einen A380 mit über 500 Passagieren von Frankfurt nach Tokyo. Claas Tatje saß mit im Cockpit
© Claas Tatje für DIE ZEIT

Die Lufthansa-Pilotin Kerstin Felser, 37, im größten Passagierflugzeug der Welt
Dreiundsiebzig Jahre Cockpiterfahrung sind in der Flugzeugnase der A380 versammelt, und doch verlieren die drei Piloten schon vor dem Start den Kampf gegen die Uhr. Zur Abflugzeit um 13.35 Uhr verharrt die A380 am Gate C14 des Frankfurter Flughafens, weil ein Passagier noch nicht an Bord ist. Wäre er nicht mehr aufgetaucht, hätte das Bodenpersonal seinen Koffer im riesigen Bauch des Flugzeugs finden und ausladen müssen. Schließlich ist es an Kerstin Felser, den Abflug einzuleiten. »Du fliegst jetzt das Flaggschiff«, ermuntert sie Flugkapitän Fritz Kronberger. »Gut, dann ruf ich mal an«, sagt die Pilotin. Ab jetzt geht alles per Funk. Mit 13 Minuten Verspätung startet LH710 in Richtung Tokyo. Die gilt es aufzuholen auf den nächsten 9630 Kilometern.
Nicht nur für viele Passagiere ist es der erste Flug im weiß lackierten Doppeldecker der Lufthansa. Auch Felser saß noch nie während eines Linienfluges im Cockpit der A380. Doch im Gegensatz zu den Passagieren hat sich die 37-Jährige auf diesen Tag zwei Monate lang vorbereitet. Erst im Simulator, dann auf vier Trainingsflügen durch Deutschland. Jetzt aber kann jeder Fehler das Leben von 526 Fluggästen gefährden. Darum steht sie heute unter Beobachtung. Erst wenn Felser zwei Flüge ohne große Schnitzer hinter sich bringt, bekommt sie die Zulassung, ohne Ausbilder fliegen zu dürfen.
Der heißt Ulrich Hohl und sitzt ihr an diesem Tag im Nacken, auf dem dritten Cockpitstuhl. Über zehn Stunden wird Felser geprüft, unterbrochen nur von einer dreistündigen Schlafpause. Sie wird Fleischerhaken fliegen und Gewitterwolken umsteuern, nur mit Mühe japanisches Englisch verstehen und am Ende die A380 von Whisky 10 nach Sierra 3 dirigieren. Doch jetzt, kurz nach 13.48 Uhr, zeigt Kerstin Felser nur den erhobenen Daumen im rechten Cockpitfenster. Das Signal gilt dem Bodenpersonal: Alles in Ordnung an Bord.
Das größte Passagierflugzeug der Welt ist heute bis auf den letzten Platz gebucht. 1200 Mahlzeiten warten darauf, dass die 23 Flugbegleiter sie verteilen. 220 Flaschen Wein und Sekt lagern in den Trolleys. Noch vor der Besprechung mit der Kabinenbesatzung haben die Piloten fast 190000 Liter Kerosin bestellt. Pro Stunde verbrennen durchschnittlich zwölf Tonnen – über 27 Liter pro Passagier.
Während sich die Gäste auf den zwei Etagen der A380 mit ihren Fernbedienungen durch das neue Unterhaltungsprogramm drücken, gibt Felser in der Flugzeugnase die Richtung vor. Noch ist das ein Kinderspiel. »All the way down November«, sagt sie zu ihrem Kollegen Fritz Kronberger, was nichts anderes bedeutet, als den Rollweg N immer geradeaus zu fahren. Wie die beiden Flugkapitäne trägt sie zum Anzug Krawatte. Ihre Fingernägel sind dunkelrot lackiert, die Lippen dezent geschminkt. So viel Weiblichkeit darf sein, auch im Cockpit.
© Claas Tatje für DIE ZEIT

Kerstin Felser vor dem Start im Cockpit
Erst seit Anfang der achtziger Jahre bildet die Lufthansa Pilotinnen aus. Im ersten Jahr bestand keine Kandidatin die Aufnahmeprüfung. Heute ist das anders. 15 Prozent der Absolventen sind weiblich. Haben Frauen es schwer in dieser Männerdomäne? »Nein!«, antwortet Felser entschieden. Die Lufthansa sorge für Gleichberechtigung, das drücke nicht nur die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern im Cockpit aus. »Ich sage immer: Akzeptanz bekommt man durch Leistung.« Felser ist eine ehrgeizige Frau. Drei goldene Streifen – einer davon breiter – schmücken die Ärmel ihres marineblauen Jacketts. So sehen bei der Lufthansa die Rangabzeichen des Senior First Officer aus. Mehr zu sagen hat nur der Flugkapitän.
Der gibt in diesen Sekunden Schub und überträgt damit die Kraft von 3500 Mittelklassewagen auf die Rollbahn. Mit dem Kommando »You have control« übergibt Fritz Kronberger dann an Felser. Bis zum Erreichen der Entscheidungsgeschwindigkeit behält der Kapitän seine Hand an den Schubhebeln. Dann gibt er das entscheidende Signal: »Go!« Er tut das exakt in jenem Moment, der im Pilotenjargon V1 heißt. Zum Bremsen wäre von jetzt an die Startbahn zu kurz. Was auch geschieht, das Flugzeug muss starten.
Felser führt mit der rechten Hand den Sidestick, der wie ein Computerjoystick aussieht. Die linke Hand ruht auf der Armlehne, nahe am Schubhebel. Felser bewegt jetzt 522 Tonnen Mensch und Maschine mit dem sanften Druck von fünf Fingern. Sie wartet länger als üblich damit, den Autopiloten einzuschalten. Für zehn lange Minuten hat sie ihren schwersten Flug allein in der Hand. Später wird sie davon schwärmen, wie rasch die A380 auf kleinste Bewegungen reagiert. »Guck mal, das Freibad ist auch schon voll«, entfährt es Kronberger, während das Flugzeug an Höhe gewinnt.
Um 14.07 Uhr schnallt die Besatzung die Schultergurte ab. Die Flugsicherung erteilt LH710 eine Steigfreigabe auf Flugfläche 270. Felser dreht dem Autopiloten 27000 Fuß als Zielhöhe ein. Die Reiseflughöhe wird am Ende 39700 Fuß betragen, fast 12100 Meter. Plötzlich klingelt es. Der Chef der Kabine serviert nicht nur die Fünf-Gänge-Menüs in der ersten Klasse, sondern versorgt auch die Piloten. Deren Wünsche klingen etwas profaner. Felser bestellt »Chicken irgendwas und Wasser ohne Blubber«. Das Essen ist ihr nicht wichtig in diesem Augenblick.
Trotz Autopilot überwacht sie fast pausenlos ihre Instrumente. Mal fragt eine Flugsicherung an, wer da auf ihrem Radar erscheint. Dann wieder gilt es, die Route um einige Grad zu ändern, um Turbulenzen zu umfliegen. Und immer wieder der Blick auf den Kerosinverbrauch und die geschätzte Ankunftszeit. Diese beiden Faktoren machen aus den Piloten Kostenrechner. Fliegen sie zu schnell, verbrennen sie unnötig Treibstoff. Andererseits gilt es, die 13 Minuten aufzuholen. Jede Minute Verspätung kostet leicht einige Tausend Euro – zum Beispiel weil Passagiere ihren Anschlussflug verpassen und die Lufthansa für Übernachtungen aufkommen muss.
Und schließlich trägt Felser Verantwortung für ein Flugzeug, dessen Neupreis im Falle der A380 auf 346 Millionen Dollar taxiert ist. Es ist dieses Zusammenspiel aus Management, Teamarbeit und technischer Herausforderung, das Felser an ihrem Beruf mag. Dass sie dabei noch die ganze Welt ihren Arbeitsplatz nennen kann, ist ein schöner Nebeneffekt.
Sie freut sich über die Aussicht, bald öfter eine A380 zu steuern: »Allein die Flügel sind ein Traum.« Dank ihrer elastischen Bauart fangen sie Turbulenzen besonders gut ab. Außerdem sind die neuen Airbusse selbst bei Geschwindigkeiten über 900 km/h noch ungewohnt wendig und sparsam. Bisweilen machen Flugkapitäne sich einen Spaß daraus, die älteren Jumbos zu »jagen«.
Fürs Fliegen konnte sich Felser schon als Kind begeistern. Damals fuhr die Familie regelmäßig am Frankfurter Flughafen vorbei. »Da musste mein Vater dann immer mit mir auf die Besucherterrasse.« Obwohl die Mutter Kerstin Felser lieber bei einer Bank gesehen hätte, unterstützten die Eltern ihre teure Ausbildung zur Pilotin. Heute sind sie stolz, auch wenn Felser in ihrer südpfälzischen Heimat eine Exotin geworden ist. »Da haben die Frauen in meinem Alter eher Familie, Haus, Mercedes-Kombi und Golden Retriever.« Kerstin Felser hat nichts davon. Und wirkt nicht, als wollte sie tauschen.
Auf ihrem Monitor blinkt eine neue Nachricht aus Frankfurt. »Die deutsche Fußballnationalmannschaft führt 2:0 gegen England«, verkündet der Kabinenchef. Jubel bei den Passagieren, selbst japanische Mädchen kreischen »Germany, Germany!«. Die Freude ist weithin zu hören. Die A380 ist das derzeit leiseste Passagierflugzeug. Als über Sibirien ein Gewitter aufzieht, schlafen die meisten Fluggäste schon. Sie werden auch nicht geweckt. Felser steuert die A380 so ruhig an der Gefahr vorbei, als hätte sie es schon oft gemacht. In gewisser Weise hat sie das auch. Wer als Pilot auf eine neue Maschine wechselt, lernt zunächst in einem Simulator nahe dem Frankfurter Flughafen. Und in den Simulationen geht ständig etwas schief. Mal fahren die Landeklappen nicht aus, dann brennt es in der Kabine. An dieser Vorbereitung auf das Schlimmste liegt es wohl, dass jetzt, bei aller Konzentration, die Stimmung im Cockpit entspannt ist. Gestritten wird nur um die Frage, ob es »die« oder »der« A380 heißt. Felser kämpft leidenschaftlich für »die«. Flugzeuge und Schiffe seien immer weiblich.
Nach sieben Stunden Flugzeit ist am Boden die erste Großstadt auszumachen. Japan kommt endlich näher und damit auch die letzte große Prüfung – der Landeanflug. Kerstin Felser hört ihrem Ausbilder Ulrich Hohl aufmerksam zu. »Wir fliegen einen Fleischerhaken und kommen über den Wegpunkt Comet rein. Danach unterstützt das Instrumentenlandesystem den Anflug auf die Bahn 34 L von Südosten«, sagt Hohl. Der Fleischerhaken ist eine S-förmige Kurve.
Um 21.56 Uhr Weltzeit ruft Felser die Anflugkarten des Flughafens Tokyo Narita auf. Der Zehn-Stunden-Flug geht zu Ende. »Ich reduziere auf 230 Knoten«, sagt Felser. Kapitän Kronberger findet noch Zeit für einen letzten Schluck Kaffee. »Twothousandfivehundred«, sagt plötzlich eine Maschinenstimme. Jetzt wird es ernst. Noch 2500 Fuß, knapp 760 Meter bis zum Boden. Felser durchstößt die japanische Wolkendecke und hält sich bei der Landung an die Tipps des Ausbilders: »Bei 50 Fuß noch mal checken, wie die Geschwindigkeit ist. Bei 40 Fuß mit dem Abfangen beginnen. Die Nase auf 5 Grad anheben, sodass der Horizont stehen bleibt«. Sanft berühren die 22 Reifen japanischen Boden.
Wo parken? Die Antwort gibt die Bodenkontrolle – natürlich auf Englisch, aber mit einer Aussprache, an die man sich erst einmal gewöhnen muss. Auch der Parkplatzweg macht Schwierigkeiten. Mit »Taxiway Alpha W10 B S3« übersetzen die Piloten das unverständliche Geknarze aus den Kopfhörern. Taxiways sind die Rollwege am Boden. Die Buchstaben- und Zahlensuppe auf dem Weg zur Endhaltestelle. Die Maschine rollt, bis der Flugkapitän zur Querstraße Whisky 10 abbiegt, ein Stück auf B wie Bravo bis Sierra 3 fährt und die A380 schließlich auf der Parkposition an Gate 45 wieder mit der Erde verbunden wird. Um 22.23 Uhr Weltzeit, 7.23 Uhr Ortszeit ist die A380 am Ziel – sieben Minuten vor der planmäßigen Ankunftszeit. Die Passagiere können zufrieden sein: ein ruhiger, pünktlicher Flug. Und was empfindet die Pilotin? » Ein irres Glücksgefühl.« Das ergriff Felser nur zwei Tage später schon wieder. Nach erfolgreichem Rückflug hatte sie ihre Prüfung bestanden.








Sind das nicht die Flugzeuge, deren Tragflächen links und rechts übereinander liegen, mithin doppelt vorhanden sind?
Insofern ist der A380 ein Einfachdecker und zwar als Tiefdecker ausgelegt.
und auch mal abseits ausgetretener Pfade wandeln.
(Aber bitte nicht im Naturschutzgebiet!)
Der A380 hat 2 übereinanderliegende Passagierdecks.
Da es sich bei einem AirBUS ja eindeutig um einen Bus handelt, kann der A380 problemlos als Doppeldecker durchgehen. Interessanter wäre da eher die Frage, ob es dann irgendwann auch einen fliegenden Gelenkbus aus Toulouse gibt...
Übrigens ist damit dann ja auch die Frage nach der oder die geklärt.
kommt wennschondennschon aus Toulbus...
und auch mal abseits ausgetretener Pfade wandeln.
(Aber bitte nicht im Naturschutzgebiet!)
Der A380 hat 2 übereinanderliegende Passagierdecks.
Da es sich bei einem AirBUS ja eindeutig um einen Bus handelt, kann der A380 problemlos als Doppeldecker durchgehen. Interessanter wäre da eher die Frage, ob es dann irgendwann auch einen fliegenden Gelenkbus aus Toulouse gibt...
Übrigens ist damit dann ja auch die Frage nach der oder die geklärt.
kommt wennschondennschon aus Toulbus...
Die A 380 ein technisches Meisterwerk. Fragt sich nur wohin diese Entwicklung noch gehen soll. Wann ist der Scheitelpunkt von Wirtschaftlichkeit und hinreichender Sicherheit hin zu unkalkurierbarer Expansion erreicht?
Man fragt sich, wie die PR-Berater von Airbus und Frankfurter Flughafen es nur immer wieder schaffen, ihre sterbenslangweiligen Geschichten durch gestandene Journalisten in die Presse drücken zu lassen.
Ob nun ein Airbus zum zigsten Jungfernflug ("der erste Jungfernflug, der über Moskau nach Peking führte, bisher flog man direkt") aufbricht, die erste Pilotin (wichtig für die weiblichen Leser) nun auch fliegen darf - Presse und Fernsehen müssen dabei sein.
Auch die Fraport AG aus Frankfurt berichtet täglich in einer öden Fernsehdoku (Kabel 1, n-tv etc.) darüber, wie spannend das Aufbewahren von lebenden Speisefischen, die Verladung von Gepäck oder die nächtliche Säuberung von Bordtoiletten doch sein kann, sofern man sich dafür mangels anderer Sozialkontakte interessieren könnte.
Am Schluss der sehr langen und sehr weiligen Artikels lese ich:
"Und was empfindet die Pilotin? » Ein irres Glücksgefühl.«"
Also, bei mir stellt sich eher Irritation ein.
Warum merken Journalisten eigentlich so selten, wenn sie von Großunternehmen für ihre PR instrumentalisiert werden? Und warum passiert so etwas ausgerechnet auch noch der ZEIT?
Eine französische Kollegin Patricia Haffner hat bereits den Air France A380 bei seinem ersten Linienflug bereits letzten November von Paris nach New York geflogen. Und das als Captain und nicht als First Officer.
Klar ist das auch PR - geschickt platziert (und sicherlich ist es auch kein Zufall dass aus dem Blickwinkel der weiblichen Co-Pilotin und nicht aus dem des männlichen Piloten berichtet wird) - ABER in diesem Fall könnte man auch von Chronistenpflicht etc sprechen.
Andererseits: Was ist keine PR? Wenn irgendein Politiker irgendwas sagt ist da auch selten etwas zufälliges dran. Selbst die Reaktion auf ein Unglück ist meist gescripted und verläuft entlang klar definierter Linien und bedient sich recycelter Versatzstücke ("bedauern zutiefst"..."erschüttert"...etc). So lange die PR immerhin ein bisschen Information liefert und nicht ganz so plump ist wie die press-inform "Autotests" ... - aber stimmt schon, irgendwie bleibt bei diesem PR Fluff Piece ein schales Gefühl zurück - zu glatt, zu schön, die Weiblichkeit im Cockpit, die aufgeholte Verspätung, die uneitlen Piloten ("irgendwas mit Chicken"), die technischen Superlative (fehlt eigentlich nur der Verweis auf die Umweltfreundlichkeit weil geringer Verbrauch pro Passagierkilometer...), ein investigativer Artikel aus der Praxis wie so etwas im Detail (bekommt man dafür schon Geld oder "nur" Goodwill für die nächste Geschichte? Eine großformatige Anzeige? Nichts dergleichen?)funktioniert wäre schön.
..und nochmal motzen.
wenn sie es ein wenig ernster mögen, dann sollten sie sich vielleicht mal die FAZ abonnieren. und wenn sie Quantenphysik zum einschlafen brauchen, dann gehen sie zum Springer verlag.
Eine französische Kollegin Patricia Haffner hat bereits den Air France A380 bei seinem ersten Linienflug bereits letzten November von Paris nach New York geflogen. Und das als Captain und nicht als First Officer.
Klar ist das auch PR - geschickt platziert (und sicherlich ist es auch kein Zufall dass aus dem Blickwinkel der weiblichen Co-Pilotin und nicht aus dem des männlichen Piloten berichtet wird) - ABER in diesem Fall könnte man auch von Chronistenpflicht etc sprechen.
Andererseits: Was ist keine PR? Wenn irgendein Politiker irgendwas sagt ist da auch selten etwas zufälliges dran. Selbst die Reaktion auf ein Unglück ist meist gescripted und verläuft entlang klar definierter Linien und bedient sich recycelter Versatzstücke ("bedauern zutiefst"..."erschüttert"...etc). So lange die PR immerhin ein bisschen Information liefert und nicht ganz so plump ist wie die press-inform "Autotests" ... - aber stimmt schon, irgendwie bleibt bei diesem PR Fluff Piece ein schales Gefühl zurück - zu glatt, zu schön, die Weiblichkeit im Cockpit, die aufgeholte Verspätung, die uneitlen Piloten ("irgendwas mit Chicken"), die technischen Superlative (fehlt eigentlich nur der Verweis auf die Umweltfreundlichkeit weil geringer Verbrauch pro Passagierkilometer...), ein investigativer Artikel aus der Praxis wie so etwas im Detail (bekommt man dafür schon Geld oder "nur" Goodwill für die nächste Geschichte? Eine großformatige Anzeige? Nichts dergleichen?)funktioniert wäre schön.
..und nochmal motzen.
wenn sie es ein wenig ernster mögen, dann sollten sie sich vielleicht mal die FAZ abonnieren. und wenn sie Quantenphysik zum einschlafen brauchen, dann gehen sie zum Springer verlag.
ich verbitte es, dass man nicht auf liebvolle Weise Golden Retriever erwaehnt. Golden Retriever ist mein herzlich Liebling.
Wenn ich einnes Tages mich leisten kann, ein Hundpflegerin zu beschaeftigen, werde ich sicher ein Golden Retriever halten.
Ich finde es fuer Frauen immer besser, um Golden Retriever an Neckar oder Main zu kummern, statt um eine Maschine.
Bein lesen bin ich sehr gespannt gewesen, wenn ich erfahre, dass die Frau fuer den Flug nur 2 Monate trainiert hat. Gott sei dank, dass es nichts passiert.
Ich bevorzugt lieber Piloten als Pilotinnen. Chancegleichheit kann nicht ohne Vorbehalten interpretiert werden. Man kann doch nicht verlangen, dass Maenner Kinder in die Welt bringen, oder Frauen Kids verursachen.
Nur aus einem Grund gratuliere ich die Frau Pilotin, da sie aus Suedpfalz kommt. Ich bin sicher, dass ich wie german wommen Number 1 for A380 Felser das gleichen Leitungswasser aus Rhein getrunken hatte, weil ich in Ludwigshafen lang gewohnt hatte.
[Anm.: Bitte bemühen Sie sich um sinnvolle und konstruktive Diskussionsbeiträge. Danke. /Die Redaktion pt.]
und auch mal abseits ausgetretener Pfade wandeln.
(Aber bitte nicht im Naturschutzgebiet!)
Der A380 hat 2 übereinanderliegende Passagierdecks.
Lahme PR!
Liebe Zeit: Euer Artikel passt in die Zeitungen, dessen Nähe ihr doch sonst immer tunlichst vermeiden wollt.
... fragt man sich, nachdem alle Phrasen, Vergleiche und Positivschaubilder an einem vorbeigezogen sind.
Mit der Deutung des Doppeldeckers hat der Kommentator recht, die Tragflächenanzahl trägt zu diesem Urteil bei, aber wen juckt das schon, wenn mal wieder Gewichte oder auch Schub in "Mittelklassewagen" gemessen oder auch mal solche Hohlsätze wie "Trotz Autopilot überwacht sie fast pausenlos ihre Instrumente" eingestreut werden?
A380, das ist natürlich imposant, doch ist man als halbwegs Interessierter schon ordentlich abgestumpft, was die ganzen Vergleiche angeht (am besten sind immer die Maßeinheiten "Einfamilienhäuser", finde ich). Traut man Menschen keine Daten(-deutung) mehr zu?
Auch können wir uns noch so sehr auf die Schulter klopfen, wenn wir das neuste Machwerk europäischen Flugzeugbaus betrachten, es ist lahm, wie so viele seine Vorgänger auch schon.
Die "Zukunft" flog gut 30 Jahre über uns und wäre heutzutage wahrscheinlich auch ohne zentriert wahrzunehmenden Überschallknall zu realisieren (welcher mitnichten nur dann entsteht, wenn es gerade von 0.99 auf 1.00 geht).
Berichten Sie doch mal von solchen Entwicklungen und Ideen der Flugzeugbauer, anstatt die nun einfach größer gewordenen Unterschallgeräte (die meist so bei 0.78 - 0.86 Mach "cruisen", schon jahrzehntelang) wieder und wieder PR-gerecht aufzuarbeiten.
Sie selbst machen Frauen übrigens zur Ausnahme, wenn sie jede davon in Artikeln wie diesem hervorheben. Normalität sieht anders aus.
Entfent. Bitte bemühen Sie sich um konstruktive Beiträge. Die Redaktion/cs
Sehr geehrte Leser,
bitte unterlassen Sie Kommentare die den Autor beleidigen, seinen Namen verunglimpfen oder seine Recherche und Motivation in Frage stellen, dabei aber jeder Grundlage entbehren.
Ich danke allen sachlichen Kommentatoren und Kritikern für Ihre Beiträge.
Viele Grüße
Jessica Braun
ZEIT ONLINE Reisen
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Jessica Braun
ZEIT ONLINE Reisen
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