Wirtschaft für Kinder Machen Aktien mich reich?
Um Großes zu schaffen, müssen viele Leute zusammenarbeiten. Und viele andere müssen das Geld geben.
Die meisten Leute in Deutschland haben Angst vor Aktien. Sie mögen sie nicht. Sie kaufen sich nie welche, und sie wissen auch gar nicht so genau, was Aktien eigentlich sind. Sie sagen sich: Warum soll ich mein schönes Geld gegen geheimnisvolle Papiere eintauschen? Eines vergessen die Leute dabei: Geld ist ja eigentlich auch nur Papier. Außer Kleingeld, das ist aus Metall. Geld hat nur einen Nutzen: Man kann sich dafür etwas kaufen. Oder es sparen – und dann später was Größeres kaufen.
Aktien sind so ähnlich wie Geld. Aus Aktien kann man leicht Geld machen. Man verkauft sie einfach und bekommt einen Haufen Geld dafür. Der Marktplatz, auf dem Aktien verkauft werden, heißt Börse. Er sieht natürlich nicht aus wie ein Wochenmarkt, sondern befindet sich in einem großen Saal. Seit einiger Zeit gibt es auch Börsen im Internet, sie funktionieren so ähnlich wie Computerspiele.
- Serie: Wirtschaft für Kinder
Warum gibt es Geld? Warum haben manche viel davon und manche wenig? Wie funktioniert eine Firma? Unsere Serie für Kinder beantwortet diese und viele weitere Fragen. Für alle, die ihren Eltern erklären wollen, worum es in der Wirtschaft wirklich geht.
Aktien sind Wertpapiere. Sie heißen so, weil sie meistens ziemlich wertvoll sind. Der Wert kommt daher, dass man als Aktienbesitzer (man sagt dazu auch: Aktionär) an einer großen Firma beteiligt ist. Zum Beispiel an BMW. Oder an Lufthansa. Oder an der Telekom. Oder an Nokia. Oder an Shell.
Wenn man eine Aktie hat, gehört einem ein Stück der Firma. Und man bekommt jedes Jahr einen Anteil von dem Gewinn, den das Unternehmen gemacht hat. Man nennt das Dividende.
Wenn das Unternehmen allerdings in einem Jahr Verluste macht, fällt die Dividende aus. Die Verluste kommen meistens daher, dass zu wenig Autos oder Handys oder Süßigkeiten verkauft wurden. Aber die Menschen, die in der Firma arbeiten, müssen trotzdem ihren Lohn bekommen. Deshalb muss der Chef manchmal mehr ausgeben, als er eingenommen hat. Das ärgert ihn natürlich, aber nur ein bisschen. Es ist nämlich nicht sein eigenes Geld, sondern das Geld der Aktionäre.
Die ersten Aktionäre waren Seefahrer. Sie legten ihr Geld zusammen und ließen sich ein großes Schiff bauen. Dann heuerten sie Matrosen an und einen Steuermann und einen Kapitän. Die Händler fuhren von Venedig in Italien in den Orient, um dort Sachen einzukaufen. Anschließend segelten sie zurück und verkauften die Sachen zu Hause zu einem höheren Preis.
Einige Leute gaben Geld für das Schiff, fuhren aber nicht selbst mit. Wenn das Schiff nach ein paar Monaten heil wieder zurückkam und die Waren unterwegs nicht kaputtgegangen waren, bekamen diese Leute ihr Geld wieder zurück und obendrauf einen Anteil am Gewinn. Aber manchmal ging die Sache schief. Manche Schiffe wurden von Piraten überfallen oder gingen im Sturm unter. Das passierte zum Glück nur selten.
Als einmal die Idee in der Welt war, große wirtschaftliche Abenteuer mit kleinen Geldsummen von vielen Menschen zu unternehmen, ging es ziemlich rund. Von nun an ließen sich die tollsten Sachen machen. Zum Beispiel Eisenbahnen. Kein König und kein Millionär hat so viel Geld, wie man braucht, um Schienen durch ein ganzes Land zu legen und Lokomotiven und Bahnhöfe zu bauen. Mit Aktien ging das. Erst in England, dann in Amerika und Deutschland. Auch der Panamakanal wurde von einer Aktiengesellschaft gebaut. Ohne Aktien gäbe es heute vermutlich keine Autos und keine Flugzeuge.
Kann man mit Aktien reich werden? Und wie! Wenn es eine gute Firma ist, dann werden die Aktien von Jahr zur Jahr wertvoller. Die ersten Google-Aktien haben 85 Dollar gekostet. Das war vor sechs Jahren. Heute kosten sie 440 Dollar. Leider sind nicht alle Aktien gleich gut. Manche sind schlecht. Die Telekom hat vor zehn Jahren Aktien zum Stückpreis von 66,50 Euro verkauft. Wenn man die Dinger heute verkaufen will, kriegt man keine zehn Euro dafür. Schöner Mist. Man muss also gut auswählen, wenn man Aktien kauft. Man darf auch nicht ängstlich sein. Aktien sind mal teuer und mal billig. Weil die Leute ständig kaufen und verkaufen, gibt es immer wieder neue Preise.
Manche Leute werden nervös. Andere sind mehr wie die Seefahrer – wagemutig.
- Datum 09.07.2010 - 18:08 Uhr
- Serie Wirtschaft für Kinder
- Quelle DIE ZEIT, 08.07.2010 Nr. 28
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mama
Bitte tragen Sie mit Argumenten zu einer sachlichen und Diskussion bei. Danke. Die Redaktion/cs
Lieber Kinder, hier ein paar Ergänzungen:
"Aktien sind so ähnlich wie Geld. Aus Aktien kann man leicht Geld machen. Man verkauft sie einfach und bekommt einen Haufen Geld dafür."
... Nur manchmal will niemand die Aktien kaufen. Dann sind die wertlos und man hat sein Geld verloren. Das kommt immer mal wieder vor. Geldscheine können auch ihren Wert verlieren. Das kommt nicht so oft vor. In Deutschland ist das das letzte Mal im Krieg passiert. Deine Großeltern können sich vielleicht noch daran erinnern.
"Seit einiger Zeit gibt es auch Börsen im Internet, sie funktionieren so ähnlich wie Computerspiele."
... Aber mit Computerspielen darf man nicht um Geld spielen. An der Börse muss man um Geld spielen. Und es lohnt sich nur, wenn man um sehr viel Geld spielt. Viele Leute verlieren an der Börse ihr ganzes Vermögen. Ein paar von ihnen kannst du auf der Straße betteln sehen.
"Wenn das Unternehmen allerdings in einem Jahr Verluste macht, fällt die Dividende aus."
Manchmal fällt die Dividende auch aus, weil das Unternehmen keine Lust hat, den Aktionären Geld zu geben.
"Man muss also gut auswählen, wenn man Aktien kauft. Man darf auch nicht ängstlich sein. Aktien sind mal teuer und mal billig. Weil die Leute ständig kaufen und verkaufen, gibt es immer wieder neue Preise."
... Das ist wie ein Glücksspiel um viel Geld: Manchmal gewinnt man Geld und manchmal verliert man Geld. Aber wenn man mal alles Geld verloren hat, darf man nicht mehr mitspielen. Das ist dann nicht so gut.
von unten nach oben.
Für den Normalbürger sind Aktien ein Glücksspiel. Denn die wahren Regeln werden hinter den Kulissen, in dunklen Kämmerchen oder auf internationalen Wirtschaftstreffen, von Abzockern gemacht. Hat man Glück und setzt auf das was als nächstes groß werden soll, gewinnt man. Meist hat man Pech. Ausnahmen bei dieser Manipulation existieren auch, wie man an Google, Apple usw sieht. Aber dazu ist noch viel mehr Glück nötig.
Fakt ist, wer sein Geld loswerden will, kauft Aktien. Damit ruiniert man die eigene Firma bzw. den eigenen Job wenn es eine AG ist (Dividenden beruhen heute auf Arbeitnehmerkündigungen). Die Börse ist eine große Wiese in der die ohnehin bereits Großen durch Manipulationen das noch abmähen was sie durch Verzerrung in den staatlichen Besteuerungssystem (dieselbe Last für kleine Schultern wie für die größten - Umverteilung von Unten nach Oben, Wiederherstellung monarchischer Oligopole) noch nicht plündern konnten.
Gerade wir deutschen liebes es wenn uns jemand sagt, geringes Risiko und hoher Ertrag.
Beim Beratungsgespräch werden dann auch gerne Statistiken herausgesucht, das wenn man 1930 bei VW eingestiegen wäre heute, ein gemachter Multimillionär wäre.
Dem ist meiner Erfahrung nicht so, die Berater sind keine Berater sondern "Verkäufer". Ich denke wenn man das im Hinterkopf behält, wird es kein Problem sein, aus so einem "Verkäufergespräch" eigene Handlungen ab zu leiten. Man sollte natürlich das Geld auch über haben.
halte ich in diesen Zeiten schon alleine deswegen für unseriös, weil der Kleinaktionär mit den automatisierten Computertradern, die ihre Rechner direkt an der Börse stehen haben, weder vom Fachwissen, noch von der Technik (insbesondere der Geschwindigkeit) mithalten kann. Dann vielleicht doch lieber Lotto spielen, da hat wenigstens jeder Teilnehmer die gleichen Chancen :)
Also nächster Artikel:
"Lottolose sind so ähnlich wie Geld. Aus Lottolosen kann man leicht Geld machen. Man kauft einfach so viele, bis man gewinnt und dann bringt man sie einfach ins Lottobüro und bekommt einen Haufen Geld dafür."
Alles klar, Kinder?
fuer Leue die keine Zeit oder Ahnung von Aktien haben. Allerdings auch nicht risikolos.
fuer Leue die keine Zeit oder Ahnung von Aktien haben. Allerdings auch nicht risikolos.
also leute mal sachlich jetzt.
1]machen aktien mich reich[';;[]///????,,ist schon mal der falsche titel,ok.
2]was man an geld nicht unbedingt noetig hatt,kann man ''INVESTIEREN ''
3]investieren heist....sich amtlich beraten lassen,wen mann keine ahnung hatt.
4]wenn mann glueck hat und einen guten ,erfahrenen broeker finden,der sich nicht nur fuer seine provision kuemmert,sondern seine kunden, ihm gut zuzuhoeren.
5]wenn ihr broeker sie dan anruft weil ihre aktie guten gewinn erziehlt hatt,nicht wie ALLE KLEINAKTIONAERE DER WELT,gierig werden und abwarten ,ok...weil die gewinne kommen und gehen!!!!!!!so sind die aktien nun mal,das ist das spiehl!!
auch selber mit dem broeker im kontakt bleiben,anrufen,discutieren.....,lernen.
6]alle die mit besser ''LOTTO''und so kommen,braucht mann sich nicht mit beschaeftigen.
7]die zeiten sind schnell geworden,also auch gewinne und verluste deswegen immer in kontakt bleiben.
zum schluss alles gute und immert bescheiden bleiben.
[15%gewinn muss auf der bank..wie war das noch,wie lange bleiben !.
fuer Leue die keine Zeit oder Ahnung von Aktien haben. Allerdings auch nicht risikolos.
Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Vielleicht auch bettelarm.
Bleibt lieber bei Tages- / Festgeldkonten. Denn die 2 - 3 tausend € die der "Klein"anleger heute hat kann er morgen schon wieder brauchen.
P.S. Versucht man da gerade mal wieder ein paar Opfer für die nächste Blase zu finden? Oder ist das nur der "normale" Verfolgungswahn?
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