Brettspiel Schach

Gott sei Dank gibt es in unserer sich ständig wandelnden Welt noch Konstanten. Beispielsweise Dortmund mit seinem Sparkassen Chess Meeting, welches heute beginnt und am 25. Juli endet. Zum 38. Mal wird es inzwischen ausgetragen, natürlich wieder im Schauspielhaus, wo die Zuschauer die Großmeister auf der Bühne mit den live auf große Bildschirme übertragenen Partien unmittelbar beobachten und gleichzeitig über Kopfhörer den Expertenmeinungen lauschen können. Und natürlich sind wie jedes Jahr die »ewigen drei« dabei: der in Dortmund lebende, deutsche Spitzenspieler Arkadi Naiditsch, der Ungar Peter Leko, für den Dortmund zur zweiten Heimat wurde, und der russische Exweltmeister Wladimir Kramnik, der heuer »sein« Dortmund zum 10. Mal gewinnen will. Für Kramnik, der 2000 in London Kasparow den WM-Titel abnahm und ihn zweimal verteidigte, bevor ihn Ende 2008 in der Bundeskunsthalle in Bonn der Inder Anand in einem hervorragenden Match besiegte, war trotz all seiner Erfolge das künstlerische Element immer wichtiger als das nackte sportliche Resultat: »Wenn die Hand den nächsten Zug macht, ohne dass ich dabei denke, dann ist das ein großartiges Gefühl.«

Ich weiß nicht, ob er hier bei einem Schnellschachwettkampf gegen den Tschechen David Navara noch dachte oder die Hand schon automatisch zog, in jedem Fall gab Navara zwei Züge später auf, obwohl Kramniks König abgedrängt und schwer ersichtlich war, wie sein h-Bauer vorrücken konnte. Mit welcher kleinen Kombination gewann Kramnik als Schwarzer am Zug?

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Schachlösung

Lösung aus Nr. 28:
Welcher Überfall führte zum Matt in spätestens vier Zügen? Nach Dameneinfall 1.Dh6! mit Mattdrohung auf g7 gab Schwarz auf. Auf 1...Tg8 erzwänge 2.Sg5 das Matt im nächsten Zug. Aber auch 1...gxh5 wäre wegen 2.Sg5 hoffnungslos – das Matt auf h7 wäre nur durch 2...Df5 deckbar (2...Le4 3.dxe4 verzögerte nur sinnlos um einen Zug), doch nun setzte 3.Dxf8 augenblicklich matt

 
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