Atomare Abrüstungsinitiative Honeymoon für den Frieden
Brigitte und Wolfgang Schüpp-Hauck wollen von Schwäbisch Gmünd Richtung Iran mit dem Tandem radeln. Sie wollen auf dem Weg gegen atomare Aufrüstung protestieren.
© Behrouz Mehri/AFP/Getty Images

Iranische Frauen fahren in einem Teheraner Park Fahrrad
Von Schwaben nach Isfahan in Iran sind es rund 6000 Kilometer. Brigitte Schlupp-Wick, 55, und Wolfgang Schlupp-Hauck, 53, aus Schwäbisch Gmünd wollen die gewaltige Strecke auf einem Tandem bewältigen. Zweck der Mühen: dem Frieden dienen durch Besuche bei Bürgermeistern, die sich der atomaren Abrüstungsinitiative »Mayors for Peace« angeschlossen haben. Außerdem emissionsfrei fahren. Und feiern. Denn es ist ihre Hochzeitsreise.
DIE ZEIT: Wie kam es zu der Mehrzweckreise?
Wolfgang Schlupp-Hauck: Ich bin Sozialarbeiter in Stuttgart und wollte in meinem Sabbatjahr eine große politische Radtour machen. Der Iran fasziniert mich, seit ich ein Video darüber gesehen habe. Und in der Planungsphase sind Brigitte und ich dann ein Paar geworden – so wurde eine Tandemtour draus.
ZEIT: Das Tandem sieht nach einer Spezialkonstruktion aus.
Brigitte Schlupp-Wick: Es ist vorne ein Liegefahrrad und hinten ein ganz normales. Durch die Liegeposition habe ich viel mehr Kraft, weil ich aus dem Rücken heraus fahren kann. Mein Mann lenkt und hat mich sozusagen im Arm. Wegen der unterschiedlichen Sitzhöhe haben wir beide einen freien Blick nach vorn.
ZEIT: Haben Sie ordentlich trainiert?
Schlupp-Hauck: Wir sind Testtouren von 30 bis 60 Kilometern gefahren. Erst nur flache Strecken, dann gezielt bergige. Meine Erfahrung aus früheren Radtouren ist, dass die Kondition beim Fahren kommt. Aber meine Frau hat schon festgestellt, dass ich stärkere Arme und Waden bekommen habe.
ZEIT: Was nehmen Sie an Ausrüstung mit?
Schlupp-Wick: Wir haben einen Anhänger dabei, in dem sind Regensachen, Winterkleidung, Zelt, Isomatten, Schlafsäcke und Kochzeug, ein halber Hausstand also.
- Datum 22.07.2010 - 14:43 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 22.07.2010 Nr. 30
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Schlupp-Hauck meint: "Deutschland wäre ja heute nicht mehr das atomare Schlachtfeld, wenn es losginge."
Nun. Das wäre schön. Allerdings hat sich an der militärischen Bedeutung der U.S.-Stützpunkte in Deutschland für die ansonsten kaum führbaren U.S.-Kriege in Irak, Afghanistan und Pakistan nichts geändert.
Hinzu kommt die fortgeführte U.S.-Politik der "Vermeidung von Kollosion in Eurasien" (Zbigniew Brzeziński), also die Verhinderung von Annäherung zwischen den eurasischen Gemeinschaften. Sprich: Teile und herrsche.
An Weltbeherrschungsfanatasien mangelt es 20 Jahre nach dem Ende des ideologischen Ost-West-Gegensatzes nicht. Ein friedlicher Weg der Machtmenschen ist nicht erkennbar.
Die Eskalationsgefahren imperialer Außenpolitik werden in diesem analytischen, dicht mit Quellen unterlegten Artikel zusammengefasst:
http://tarpley.net/2010/0...
ZDF-Dokumentation: Showdown im Iran
All das sollte die Friedensbewegung wissen. Die Gefahren des 'Kalten Kriegs' sind nicht vorüber. Die USA führen weiterhin Angriffskriege rund um den Globus. Die von den USA dominierte NATO ist selbst auch längst kein Verteidigungsbündnis mehr und operiert jenseits der Grenzen des Nordatlantischen Bündnisses.
Helmut Schmidt (ehem. Bundeskanzler der Bundesrepublik) im Gespräch mit Claus Kleber
• Worum geht es in Afghanistan?
Vortrag von Christoph Hörstel (deutscher Journalist, Politikberater, Nahostexperte, insb. für Afghanistan und Sprecher des Friedenskreises Deutschland e.V.)
• Einsatz von Uranmunition durch USA und NATO (Munition auch im Besitz der Staaten Russland, Großbritannien, Volksrepublik China, Schweden, Niederlande, Griechenland, Frankreich, Kroatien, Bosnien, Türkei, Ägypten, Vereinigte Arabische Emirate, Kuwait)
- Auswirkungen chemisch-atomarer Kriegsführung am Beispiel Falludjah
- "Falluja schlimmer als Hiroshima", die Ergebnisse der Nachforschungen von Professor Christopher Busby
- Link zu den Ergebnissen der Erhebung durch Prof. Busby
• Globale Kriegs- und Krisenszenarien als Folge verfehlter, bzw. amoralischer Politik im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise (analog zu den 1920er und 1930er Jahren)
• Alternativen zum Schuldgeld- und Zinseszinssystem als Ursachen von Finanzblasen und forcierter Umweltzerstörung
Es gibt viel zu tun!
• Worum geht es in Afghanistan?
Vortrag von Christoph Hörstel (deutscher Journalist, Politikberater, Nahostexperte, insb. für Afghanistan und Sprecher des Friedenskreises Deutschland e.V.)
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Es gibt viel zu tun!
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- "Falluja schlimmer als Hiroshima", die Ergebnisse der Nachforschungen von Professor Christopher Busby
- Link zu den Ergebnissen der Erhebung durch Prof. Busby
• Globale Kriegs- und Krisenszenarien als Folge verfehlter, bzw. amoralischer Politik im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise (analog zu den 1920er und 1930er Jahren)
• Alternativen zum Schuldgeld- und Zinseszinssystem als Ursachen von Finanzblasen und forcierter Umweltzerstörung
Es gibt viel zu tun!
... dass alle bei Anblick dieses multikulturellen Friedenstandems schleunigst ihre Atomwaffen vernichten werden! Hurra!!! Schließlich steht 'Frieden' drauf, auf Arabisch, Persisch und Hebräisch, dass wir nicht eher auf diese Lösung gekommen sind...
P.S.: Welches arabische Land hat eigentlich nochmal Atomwaffen?
Gute Aktion.
Wer aber fährt für die durch die Nato verstrahlten Menschen?
http://alles-schallundrau...
Vergessen Sie nicht, daß sogenannte menschenrechtler oder ähnliche Aktivisten benutzt und eingestzt werden, um politisch die anderen Länder zu spalten?
Das ist mein Problem an solchen Taten.
... aber schon im ersten Satz des Interviews ist so viel Klischee bestätigt...
"Wolfgang Schlupp-Hauck: Ich bin Sozialarbeiter in Stuttgart und wollte in meinem Sabbatjahr eine große politische Radtour machen. Der Iran fasziniert mich, seit ich ein Video darüber gesehen habe. Und in der Planungsphase sind Brigitte und ich dann ein Paar geworden – so wurde eine Tandemtour draus."
Ich bleibe optimistisch, dass das mit der friedlichen Nutzung der Atomenergie für alle noch was wird. Auch wenn die Meldungen eher dagegen sprechen:
http://www.irananders.de/...
Ich wünsche den beiden alles Gute, wobei ich durchaus skeptisch bin, ob im Iran eine Frau in liegender Position Fahrradfahrend und mit einer Flage, auf der auf hebräisch Frieden steht vorallem von den Revolutionsgardisten als "normale" Touristin angesehen und in Ruhe gelassen wird.
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