Afghanistan Eine Armee wird zermahlen
Dokumente der Vergeblichkeit: Die jetzt veröffentlichten Protokolle zeigen, wie die Nato in Afghanistan langsam untergeht.
Gut 90.000 Dokumente über den Afghanistankrieg kann man nicht lesen, man muss in sie eintauchen wie in einen dunklen, schlammigen See. Um dann den Stimmen zu lauschen: »Ein Lastwagen näherte sich dem RB, beschleunigte, fuhr von der Straße herunter, um den RB zu umfahren, gelangte wieder auf die Straße und fuhr Richtung CJSOTF – CJSOTF versuchte den Lastwagen erfolglos per Handzeichen zum Halten zu bringen. CJSOTF schoss zweimal auf den Motor. Ein Querschläger gelangte in die Fahrerkabine, traf den Fahrer in den Arm, trat aus seinem Rücken wieder aus. Der Fahrer starb kurz darauf an seinen Wunden« — es ist eine protokollarische Sprache, durchsetzt mit Abkürzungen, die wie Ungetüme mitten in den Sätzen sitzen und den Fluss der schrecklichen Ereignisse für einen Moment behindern: RB steht für road block, Straßensperre, CJSOTF für combined joint special operations task force , eine Spezialkräftekampfeinheit. Dann heißt es in einer der nächsten Meldungen: »Ein Auto versuchte mit hoher Geschwindigkeit einen Konvoi zu rammen. Outlaw 7 schoss auf das Fahrzeug mit 50 Kaliber und zerstörte es. Der Fahrer starb.«
Fälle wie diese sind in den Berichten der US-Armee unter einer Rubrik für gewaltsame Vorfälle zusammengefasst. Zwischen Januar 2004 und Dezember 2009 sind 2271 davon registriert worden. Das ist der Zeitraum, aus dem die Dokumente stammen. Fünf Jahre, die vollgepackt sind mit Anschlägen, Attentaten, Bomben, Angriffen, mit Toten, Verletzten – und mit vielen banalen Vorfällen. An manchen Stellen merkt man, mit welcher Unlust die Offiziere die Berichte niederschrieben. Sie erledigten eine lästige Pflicht und fütterten das gierige Maul des bürokratischen Monsters Pentagon, selbst wenn es nichts zu berichten gab.
In der Flut droht man fast zu versinken, vieles an den Dokumenten ist unerheblich; manches spektakulär wie die Geschichte der amerikanischen Spezialeinheit 373, die gezielt Jagd auf Taliban macht, oder die immer schon vermutete, aber nun besser belegte Zusammenarbeit des pakistanischen Geheimdienstes mit den Taliban. Das sind beunruhigende Fakten, allerdings sind sie nicht immer neu. Pakistans zweifelhafte Rolle ist seit geraumer Zeit bekannt, um »amerikanische Todesschwadronen« gab es hartnäckige, plausible Gerüchte. Die Tatsache, dass die Einheit 373 im deutschen Verantwortungsbereich, im Norden des Landes, aktiv wurde, dürfte die hiesige Debatte kräftig anheizen. Trotzdem, das wirklich Neue, das aus den Dokumenten hervorgeht, ist auf den ersten Blick nicht leicht erkennbar, denn es kommt nicht sensationell daher, sondern leise: Es ist der Grundton der Vergeblichkeit dieses Krieges.
Man kann förmlich spüren, wie die mächtigste Militärmaschine der Weltgeschichte, die Nato, in Afghanistan kleingemahlen wird, wie sie sich verliert in diesem weiten, unübersichtlichen Land. Man wird in näherer Zukunft die Dokumente genauer aufarbeiten müssen, um zu begreifen, was wann schiefgelaufen ist und ob die Fehler unvermeidlich waren. Doch zunächst einmal zieht sich durch die fünf dokumentierten Jahre ein leiser, aber deutlich düsterer Ton. Bei der Lektüre der Dokumente liegt einem ein beständiges Knirschen in den Ohren. Es kommt von den vielen kleinen Konflikten, Zusammenstößen, Kämpfen, Aufbauversuchen, Verhandlungen, Intrigen, in denen sich die Nato aufreibt.
Es ist nicht so, dass die Generäle der Nato nicht begriffen hätten, in welchem Umfeld sie arbeiten. David Petraeus, jetziger Kommandeur der Truppen in Afghanistan und zuvor im Irak zuständig für die Aufstandsbekämpfung, sagt seinen Leuten immer wieder: »Wir müssen viele Tassen Tee mit vielen Leuten trinken« – er meinte damit, dass man die Menschen nur gewinnen könne, wenn man mit ihnen viel rede. Worte, Tee, Geld, das sei entscheidender als Waffen. Doch dieses scheinbar einfache Konzept stößt auf eine kaum durchschaubare Wirklichkeit. Da gibt es zum Beispiel ein Treffen der Isaf–Soldaten aus dem Jahr 2007 mit der Shura, der Ratsversammlung von Kohi Safi, einem Ort im Osten Afghanistans. Man spricht über den Bau einer Schule, über die medizinischen Versorgung, und nach der Versammlung gibt es noch ein Sondergespräch mit dem lokalen Polizeichef. Es geht dabei um einen Mann namens Gul Said, in dessen Haus ein Waffenlager gefunden worden ist.
Gul Said ist nicht im Dorf, doch der Polizeichef verspricht den Offizieren der Isaf, dass er ihn fragen werde, warum er die Waffen in seinem Haus versteckt und nicht den Behörden übergibt, wie er es eigentlich tun müsste. Die Antwort auf diese Frage gibt der Verfasser in seinem abschließenden Bericht: »Gul Said hat in der Vergangenheit immer wieder Waffen an die Koalitionstruppen übergeben und dafür Geld bekommen. Diese Praxis ist beendet worden, und Gul Said wurde nicht mehr für Waffen und Munition bezahlt, die er übergab. Seither hat Gul Said aus offensichtlichen Gründen damit aufgehört, Waffen an die Koalitionstruppen zu übergeben. Es ist wahrscheinlich, dass er die Waffen aufbewahrt, um sie eventuell den Aufständischen zu verkaufen, oder wer auch immer bereit ist, dafür zu zahlen.« In dem Bericht ist zu spüren, dass die Verfasser dem Polizeikommandanten nicht trauen, dass sie glauben, er stecke mit dem Waffenhändler unter einer Decke. Auf wen ist Verlass? Wer sagt die Wahrheit? Die Verfasser des Berichts äußern sich dazu nicht, ihre Unsicherheit, ja Wut wabert durch die Zeilen wie dickflüssiger Brei.
Ungewissheit über die Absichten des Gegenübers – das ist in vielen Berichten zu spüren, besonders wenn es um die Polizei geht. Der Polizeichef von Bagram etwa klagt bei einem Treffen mit Isaf-Offizieren am 1. Juni 2007 sehr heftig darüber, dass die seine Arbeit nicht honoriere. Die Isaf habe keine Kontrolle über die Region um Bagram, und das habe auch damit zu tun, dass sie ihm, dem Polizeichef, nicht wirklich vertraue. Er behauptet, »Informationen über die Feinde und Kriminellen zu haben, aber man hört ihm ja nicht zu«. In der Analyse des Treffens schreibt der Isaf-Berichterstatter: »Trotz der Beteuerungen des Polizeichefs gibt es stichhaltige Beweise dafür, dass er und seine Männer von Lastwagenfahrern, die auf das Flugfeld von Bagram fahren, Geld abpressen und sich anderer krimineller Aktivitäten schuldig machen. Außerdem steht er unter Verdacht, in den letzten beiden Monaten Raketenangriffe der Insurgenten auf den Flughafen Bagram ermöglicht zu haben.«
Als die Isaf-Offiziere den Distriktchef auf den Polizeikommandanten ansprechen, gibt dieser eine verblüffende Antwort: »Es kann sein, dass er nicht ganz gesund ist, jedenfalls könnte man das aus seinem Aussehen schließen.« Wenig später finden die Soldaten auf dem Dach eines der Häuser der Distriktkommandatur eine Kiste voller Minen. Die anwesenden Polizisten hatten vergeblich versucht, den Soldaten den Zugang zu verwehren. Dazu heißt es weiter: »Es besteht die Möglichkeit, dass sie die Minen für kriminelle Aktivitäten nutzen, oder dass sie versuchen wollten, diese Minen an die Koalitionstruppen zu verkaufen. Der Polizeichef hatte schon in der Vergangenheit versucht, als anonymer Waffenhändler Raketenwerfer an die Koalitionstruppen zu verkaufen. Er ist erkannt worden und es kam nie zu dem Verkauf. Vermutlich wollte er mit den Minen noch einmal dasselbe unternehmen.« Das sind Geschichten, die zeigen, wie tief der Gigant Nato sich im afghanischen Dickicht verheddert hat. Ein vorläufiges, aber doch deutliches Fazit nach Lektüre eines Teils der Dokumente: Der Krieg ist nicht außer Kontrolle geraten, er hat sich atomisiert. Aus tausend dunklen Quellen bezieht er seine Kraft und unterspült die Fundamente des Hauses Afghanistan.
Die frühesten von WikiLeaks veröffentlichten Dokumente stammen aus dem Jahr 2004. Die Taliban erstarkten damals wieder, doch eine echte Bedrohung für die Nato waren sie noch nicht. In den Berichten der Soldaten geht es viel um Waffenlager, die eine oder andere selbst gebastelte Bombe, sogenannte IEDs. Die USA befinden sich mitten im Irakkrieg, 2004 ist eines der schwierigsten Jahre im Irak. Ressourcen sind gebunden, doch die Einsicht, dass Afghanistan nicht allein ein Feld zur Terroristenjagd sein kann, setzt sich langsam durch. Am Horizont taucht schon der Begriff auf, auf den die damalige Bush–Regierung noch allergisch reagierte: Nation-Building, der Aufbau eines funktionierenden Staatswesens.
Die Nato richtete von 2003/2004 an in verschiedenen Regionen sogenannte PRTs, provincial reconstruction teams, ein. Sie sollten zweierlei erreichen: Sicherheit schaffen und den Wiederaufbau in Gang bringen. Zivilmilitärische Zusammenarbeit, dafür stehen die PRTs. Es war das erste von mehreren Modellen, die den Westen tiefer in Afghanistan hineinzogen. In den Dokumenten spiegelt sich das in Zahlen wider. 2004 setzten die Taliban insgesamt 308 »IEDs« ein. Im Jahr 2009 waren es 7155. Der Westen verstärkte Jahr für Jahr sein Engagement: mehr Soldaten, mehr Geld und immer wieder neue Anläufe, das Land in den Griff zu bekommen. Zunächst konzentrieren sich die Bemühungen vor allem auf Kabul, auf eine Stärkung der Zentralregierung. Gleichzeitig aber nimmt das Geräusch des Krieges im Süden und im Osten des Landes zu, immer häufiger werden die Berichte über Bombenanschläge, Selbstmordattentate, Attacken.
Die Nato pumpt weiter Soldaten ins Land, sucht nach neuen Strategien, versucht es zum Beispiel damit, sich mit den Machthabern in den Regionen zu verbünden. Doch der Krieg weitet sich aus, selbst nach Norden, wo die Deutschen Verantwortung tragen. In den Dokumenten ist ein Stakkato täglich wachsender Bedrohung zu vernehmen – und es sind Versuche dokumentiert, die Hand nach neuen Partnern auszustrecken.
Im Juni 2007 trafen sich etwa Isaf-Offiziere mit einer Versammlung von Mullahs im Osten des Landes. Es ging darum, die Geistlichen für die Regierung in Kabul und für die Nato-Mission zu gewinnen. Der Vorsitzende Mullah Ansar erklärte: »Wir brauchen eine engere Zusammenarbeit. Aber die Regierung in Kabul muss die Korruption bekämpfen. Nur so kann man die Menschen gewinnen. Wir unterstützen euch, und ihr unterstützt uns.« Irgendwann machte Mullah Ansar deutlicher, was er meinte: »Jeder Minister hat einen Wagen, wir sollten auch einen bekommen!« Es geht ziemlich lange so hin, die Mullahs gestehen irgendwann ein, dass sie den Einfluss auf die jungen Männer verloren haben: »Wir sind gegen Selbstmordattentate. Aber sie hören nicht auf uns.« Man spürt förmlich, wie der berichtende Offizier die Hoffnung fahren lässt. In der abschließenden Beurteilung schreibt er: »Obwohl es sehr nützlich war, die Rolle des Mullahs im Kampf gegen die Aufständischen zu besprechen, wurde sehr schnell klar, dass sie nur gegen Geld und Schutz aus der Deckung kommen würden.« Es brauchte noch mehr Soldaten, noch mehr Geld.
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- Datum 28.07.2010 - 15:26 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 29.07.2010 Nr. 31
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vor ein Strafgericht. Sie vernichtet Milliarden Euro an Volksvermögen
und nimmt den Tod unzähliger Bürger in Uniform hin.
Es besteht immer noch die Chance, das dieses ganze fiese Schattengeschachere eines Tages doch noch auf"gearbeitet" wird.
Und auf "Aufarbeitung" sind wir doch alle versessen oder?
....die Regierung die Bestimmungen des parlamentarischen Mandats überschritten hat, also die Bundeswehr eingesetzt hätte in einer Weise, die ihr durch das Mandat untersagt war. Leider wurde bisher nicht untersucht, ob dies geschehen ist, obwohl bereits im Fall Oberst Klein dieser Verdacht gestützt wurde.
Es besteht immer noch die Chance, das dieses ganze fiese Schattengeschachere eines Tages doch noch auf"gearbeitet" wird.
Und auf "Aufarbeitung" sind wir doch alle versessen oder?
....die Regierung die Bestimmungen des parlamentarischen Mandats überschritten hat, also die Bundeswehr eingesetzt hätte in einer Weise, die ihr durch das Mandat untersagt war. Leider wurde bisher nicht untersucht, ob dies geschehen ist, obwohl bereits im Fall Oberst Klein dieser Verdacht gestützt wurde.
ebendort unseren eigenen Untergang erleben1
Nachdem ich mich über 25 Jahre mit den Ländern Afghanistan und Irak beruflich auseinandersetzen musste, sehe ich seit Jahren mit Entsetzen den vergeblichen und letztlich sinnlosen Einsatz von Gesundheit und Leben unserer Soldaten. Am Hindukush - ein Gebirge in Afghanistan - verteidigen wir ebensowenig unsere Freiheit, Sicherheit und Menschenrechte, wie wir es in Somalia, Elfenbeiküste oder Nigeria tun würden. Was die Menschen dort brauchen ist der gezielte Einsatz von Entwicklungshelfern, die auf zwei Ebenen arbeiten müssen: a) Soforthilfe, um das gegenwärtige Leben gerade der Kinder zu erleichtern - b) Ausbildung Einheimischer in lebenswichtigen Berufen, so dass das Land nach Jahren mit eigenen Staatsangehörigen daas tägliche Leben bewältigen kann.
Was jetzt? Langsamer, stätiger Abzug des MIlitärs in den nächsten 24 Monaten - verstärkte Ausbildung von afghanischen Staatsangehörigen in wichtigen Berufszweigen auch gerade auf dem Gebiet Deutschlands.
das bringt, wenn man es sich einfach mal mit seinem gesunden menschenverstand vor auge führt, ganz einfach die allein schon geographische situation mit sich.
die einheimischen vor ort und somit auch die taliban, kennen das gebirgige land mit all seinen unterschlüpfen und höhlen natürlich so gut wie ihre eigene haut.
sind 10 talibans "abgeknallt" formieren sich 10 andere halt wieder in einem anderen geheimen schlupfwinkel.
andere kultur, andere sprache, EIGENE geograpie.
es ist ein sisyphus-einsatz. das ist einfach FAKT.
niemand wird dort jemals militärisch siegen können. ausserdem - genau - brauchen die leute dort bildung und aufbau von strukturen - was nützt ihnen alles andere?
das bringt, wenn man es sich einfach mal mit seinem gesunden menschenverstand vor auge führt, ganz einfach die allein schon geographische situation mit sich.
die einheimischen vor ort und somit auch die taliban, kennen das gebirgige land mit all seinen unterschlüpfen und höhlen natürlich so gut wie ihre eigene haut.
sind 10 talibans "abgeknallt" formieren sich 10 andere halt wieder in einem anderen geheimen schlupfwinkel.
andere kultur, andere sprache, EIGENE geograpie.
es ist ein sisyphus-einsatz. das ist einfach FAKT.
niemand wird dort jemals militärisch siegen können. ausserdem - genau - brauchen die leute dort bildung und aufbau von strukturen - was nützt ihnen alles andere?
... sendet Soldaten für die Befreiung von Unschuldigen und Unterdrückten. Im Wirtschaftsteil dieser Zeitung wird stehts der Altruismus gefordert, der hier mit Füßen getreten wird. Es geht nur um die eigenen Leute, um das eigene Geld. Nicht um die leidenden Afghanen. Vor der Regierung ziehe ich meinen Hut, dafür, dass Sie diesen naiven Unkenrufen nicht folgt. Gerade wir Deutschen sollten kein Mittel zur Befreiung eines Volkes scheuen. Das sind wir auch der Geschichte schuldig.
Wenn Sie sich schuldig fühlen, dann zahlen Sie doch. Die Geschichte interessiert das einen SChe***dreck.
Wenn es für Kriege überhaupt eine Ratio gibt, dann nur diese
1. Ein Staat wird in seinem Territorium angegriffen und kann sich mit Aussicht auf Erfolg wehren.
2. Ein Staat hat gewichtige Gründe, ein fremdes Territorium zu annektieren und kann dies realtiv risikolos durchsetzen.
3. Keinesfalls zu rechtfertigen sind militärische Konflike mit unklarer Gegnerlage oder unklarer Zielsetzung.
Der AFG Krieg ließe sich wohl nur dann gewinnen, wenn die NATO gegen AFG mit der gleichen Rücksichtslosigkeit vorginge wie die Allierten gegen das Deutsche Reich und Japan. Klare Gegnerlage, klare Zielsetzung und keine Rücksichten, draufhauen, bis der Gegner nicht mehr zuckt (vgl. Hamburg, Dresden, Hiroshima) Die Mandatsbedingungen der UNO lassen in AFG eine solche STrategie nicht zu. Folglich hätte man diesen Konflikt erst gar nicht mit militärischen Mitteln führen dürfen.
Also kapitulieren Sie lieber ohne auch nur irgendetwas erreicht zu haben. Sehr heroisch. Für selbsternannte Querdenker wie Sie: In Afghanistan werden Frauen gesteinigt, misshandelt, Mädchen im Analalphabetismus separiert, junge Männer in Koranschulen gezwogen. Das alles im Namen Gottes. Und Sie wollen nicht kämpfen, weil Sie keine Atombombe schmeißen können. Die Gegnerlage ist anders als von Ihnen beschrieben klasklar: Es sind solche, die die Humanität mit Füßen treten und solche, die sich nicht an die Genfer Konventionen halten. Sie sehen im Krieg eine Steuermittelverschwendung. Das ist arm. Und ja: Wir schulden es der Geschichte. Damit meine ich nicht ein Buch, sondern Sie schulden es der Geschichte Iherer Freiheit und Ihres Wohlstandes. Allen planerischen Desastern in Afghanistan zum Trotz.
spricht der Betroffenheitskult des Gutmenschen ...
die Tibeter auch.
Warum helfen wir da nicht?
Achja richtig, wir machen mit den Unterdrückern einfach bessere Geschäfte....
Wenn Sie sich schuldig fühlen, dann zahlen Sie doch. Die Geschichte interessiert das einen SChe***dreck.
Wenn es für Kriege überhaupt eine Ratio gibt, dann nur diese
1. Ein Staat wird in seinem Territorium angegriffen und kann sich mit Aussicht auf Erfolg wehren.
2. Ein Staat hat gewichtige Gründe, ein fremdes Territorium zu annektieren und kann dies realtiv risikolos durchsetzen.
3. Keinesfalls zu rechtfertigen sind militärische Konflike mit unklarer Gegnerlage oder unklarer Zielsetzung.
Der AFG Krieg ließe sich wohl nur dann gewinnen, wenn die NATO gegen AFG mit der gleichen Rücksichtslosigkeit vorginge wie die Allierten gegen das Deutsche Reich und Japan. Klare Gegnerlage, klare Zielsetzung und keine Rücksichten, draufhauen, bis der Gegner nicht mehr zuckt (vgl. Hamburg, Dresden, Hiroshima) Die Mandatsbedingungen der UNO lassen in AFG eine solche STrategie nicht zu. Folglich hätte man diesen Konflikt erst gar nicht mit militärischen Mitteln führen dürfen.
Also kapitulieren Sie lieber ohne auch nur irgendetwas erreicht zu haben. Sehr heroisch. Für selbsternannte Querdenker wie Sie: In Afghanistan werden Frauen gesteinigt, misshandelt, Mädchen im Analalphabetismus separiert, junge Männer in Koranschulen gezwogen. Das alles im Namen Gottes. Und Sie wollen nicht kämpfen, weil Sie keine Atombombe schmeißen können. Die Gegnerlage ist anders als von Ihnen beschrieben klasklar: Es sind solche, die die Humanität mit Füßen treten und solche, die sich nicht an die Genfer Konventionen halten. Sie sehen im Krieg eine Steuermittelverschwendung. Das ist arm. Und ja: Wir schulden es der Geschichte. Damit meine ich nicht ein Buch, sondern Sie schulden es der Geschichte Iherer Freiheit und Ihres Wohlstandes. Allen planerischen Desastern in Afghanistan zum Trotz.
spricht der Betroffenheitskult des Gutmenschen ...
die Tibeter auch.
Warum helfen wir da nicht?
Achja richtig, wir machen mit den Unterdrückern einfach bessere Geschäfte....
Irgendwie erinnern mich bestimmte Beschreibungen aus Afghanistan an Mutter Courage und den 30jährigen Krieg.
Die Menschen in Afghanistan, ob Taliban oder nicht leben vom Krieg. Die können gar nicht mehr ohne Krieg 'leben'. Da werden Minen 20 mal verkauft, egal an wen. Der Opiumanbau dient anscheinend auch nur zur Finanzierung des Krieges.
9 Jahre ist der Westen jetzt dort ohne erkennbaren Fortschritt. Fehlen noch 21 Jahre bis zu den 30. Ob es je zu einem 'westfälischen Frieden' kommen wird ?
...dann auf jeden Fall. Ethnische Säuberungen und Neugliederung des Landes in kleine, übersichtliche Gebiete (ähnlich dem westfälischen Frieden ;-)).
http://www.hintergrund.de...
...dann auf jeden Fall. Ethnische Säuberungen und Neugliederung des Landes in kleine, übersichtliche Gebiete (ähnlich dem westfälischen Frieden ;-)).
http://www.hintergrund.de...
"Trotzdem, das wirklich Neue, das aus den Dokumenten hervorgeht, ist auf den ersten Blick nicht leicht erkennbar, denn es kommt nicht sensationell daher, sondern leise: Es ist der Grundton der Vergeblichkeit dieses Krieges."
Es ist schon richtig, dass für den, sich abseits der Mainstream- bzw. Systemmedien informierenden Bürger, nicht wirklich Neuigkeiten dabei sind. Hier sollte allerdings dann die Frage erlaubt sein, wie es dem Nullachtfünfzehn-Bürger erging, der sich vorher nur den oben benannten Medien informierte und glaube, gut informiert zu sein. Auch Sie, werte Zeit-Redaktion, haben, neben sämtlicher anderer deutscher Massenmedien, wenig bis gar nichts zur Wahrheitsfindung beigetragen...und nun derartige Statements? Heisst das, dass Sie es bereits vor der Veröffentlichung der Wikileaks-Dokumente wussten und wenn ja, wo waren Ihre Berichte zu finden?
...Ihr Vorwurf trifft sicherlich Josef Joffe, keinesfalls aber Ulrich Ladurner.
http://www.zeit.de/2010/1...
http://www.zeit.de/politi...
http://www.zeit.de/politi...
http://www.zeit.de/politi...
http://www.faz.net/s/Rub0...
http://www.zeit.de/2010/1...
http://www.zeit.de/2010/0...
Wie Sie selbst sagen, wer lesen konnte konnte sich (auch durchaus im Mainstream) korrekt informieren.
Wenn man natürlich nur unseren Staatspropagandasend...., äh Öffentlich Rechtlichen Sendern lauscht, dann hat man zweifelsohne verloren.
"Trotzdem, das wirklich Neue, das aus den Dokumenten hervorgeht, ist auf den ersten Blick nicht leicht erkennbar, denn es kommt nicht sensationell daher, sondern leise: Es ist der Grundton der Vergeblichkeit dieses Krieges." über diesen Satz bin ich ebenso verwundert wie Sie.
Diese Dokumente sind auch Beweise für die Richtigkeit bzw. Plausibilität der Hypothesen aufgeklärter, kritischer und objektiv urteilender Bürger, die den Mainstreammedien misstrauen und wie sich wieder zeigt, vollkommen zu recht.
Trotz aller Verschleierung, Vertuschung, Falschinformation und Geheimhaltung, an der auch Medien wie die Zeit vollkommen kritiklos teilnahmen, zeigt die dauernd große Anzahl kritischer Kommentare zum Krieg in Afghanistan, daß nicht nur auch der informierte kritische Normalbürger zu richtigen Schlüssen geraten kann, sondern anscheinend nur der informierte kritische Normalbürger.
Ansonsten belegen diese Dokumente auch das vollkommene Versagen der angeblich freien Presse.
Dieser Artikel versucht mit dem oben zitierten Satz vom eigenen Versagen abzulenken und den Dokumenten die Brisanz abzusprechen.
...Ihr Vorwurf trifft sicherlich Josef Joffe, keinesfalls aber Ulrich Ladurner.
http://www.zeit.de/2010/1...
http://www.zeit.de/politi...
http://www.zeit.de/politi...
http://www.zeit.de/politi...
http://www.faz.net/s/Rub0...
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http://www.zeit.de/2010/0...
Wie Sie selbst sagen, wer lesen konnte konnte sich (auch durchaus im Mainstream) korrekt informieren.
Wenn man natürlich nur unseren Staatspropagandasend...., äh Öffentlich Rechtlichen Sendern lauscht, dann hat man zweifelsohne verloren.
"Trotzdem, das wirklich Neue, das aus den Dokumenten hervorgeht, ist auf den ersten Blick nicht leicht erkennbar, denn es kommt nicht sensationell daher, sondern leise: Es ist der Grundton der Vergeblichkeit dieses Krieges." über diesen Satz bin ich ebenso verwundert wie Sie.
Diese Dokumente sind auch Beweise für die Richtigkeit bzw. Plausibilität der Hypothesen aufgeklärter, kritischer und objektiv urteilender Bürger, die den Mainstreammedien misstrauen und wie sich wieder zeigt, vollkommen zu recht.
Trotz aller Verschleierung, Vertuschung, Falschinformation und Geheimhaltung, an der auch Medien wie die Zeit vollkommen kritiklos teilnahmen, zeigt die dauernd große Anzahl kritischer Kommentare zum Krieg in Afghanistan, daß nicht nur auch der informierte kritische Normalbürger zu richtigen Schlüssen geraten kann, sondern anscheinend nur der informierte kritische Normalbürger.
Ansonsten belegen diese Dokumente auch das vollkommene Versagen der angeblich freien Presse.
Dieser Artikel versucht mit dem oben zitierten Satz vom eigenen Versagen abzulenken und den Dokumenten die Brisanz abzusprechen.
bring the boys back home!
Der Grundton die Vergeblichkeit des Krieges sollen die Dokumente widerspiegeln? Möglicherweise ist das wieder ein Verwirrspiel der Militärs um so die Talibans leichter auf den Leim zu führen?
Die Pakistanis schlucken jede Menge Hilfsgelder und danken es mit militärischer Hilfestellungen ihrer Glaubensbrüder der Talibans? Kann ich mir im großen nicht vorstellen.
Nehme mal an das Friedennobelpreisträger Obama noch einen großen Haufen Soldaten nach Obama hinschicken wird. Vielleicht sind sie auch schon dort, denn der Iran ist der wirkliche Feind und auf den militärischen Flughäfen in Afghanistan warten die Flugzeuge auf ihren Einsatz und möglicherweise liegen hier auch die Jets der Israelis auf der Lauer zum Einsatz.
Ist das die gespaltene Zunge? Wir bekommen diesen Krieg doch fortwährend als nötige Aktion zur Sicherung unserer Freiheit verkauft. Die ganzen Widersprüche die uns in dieses Desaster gebracht haben werden auch nicht wirklich aufgezeigt. Umso beängstigender, dass man uns sicherlich auch weiterhin das ganze Ausmaß verschweigen wird. Haben wir dafür Volksvertreter, die als erstes Geheimhaltungsklauseln unterschrieben müssen wenn sie ihren Dienst antreten? Sie sehen der die Auswirkungen reichen noch weiter als das was uns von dort verschwiegen wird.
Wir entfernen uns nur weiter von einer Demokratie hin zu einem Konzerngebilde der Macht in dem der einzelne Mensch nichts mehr wert ist, diese Lehre muss man daraus ziehen. Gut, solange sich immer noch wieder genügend Freiwillige finden die dort unter vorgeschobenen Gründen mitmachen, solange geht die Rechnung der Mächtigen doch auf.
Der Sumpf ist so groß, wer soll dagegen antreten, wenn sich schon unsere Volksvertreter verweigern und doch eher den Interessen der Kriegstreiber dienen. Sei es aus blinder Gefolgschaft, wegen Dummheit oder falscher Lobby. Noch beängstigender ist allerdings wie sich Krieg seit dem definieren lässt. Mit dem Argument einer asymmetrischen Kriegsführung wird jetzt auch in den Demokratien die Präventivtötung hoffähig gemacht und nach dem ersten Aufschrei kann es fröhlich weitergehen. Wehe die kommt irgendwann in erprobter Form nachhause …
Ich habe gestern schon den bissigen und leicht polemischen Artikel zur Präventivtötung in einem Kommentar von Ihnen gelesen. Spassig, erfrischend und zugleich etwas beängstigend.
Vielen Dank für den Link!
Ich habe gestern schon den bissigen und leicht polemischen Artikel zur Präventivtötung in einem Kommentar von Ihnen gelesen. Spassig, erfrischend und zugleich etwas beängstigend.
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