Arbeitsmarkt Kurzsichtiges Sparen

Der Bund verschärft die Lage der Langzeitarbeitslosen

Vom Arbeitsmarkt kommen in diesen Tagen viele scheinbar gute Nachrichten: Die Zahl der Erwerbslosen ist deutlich niedriger als noch zur Jahreswende erwartet. Der schlimmste Teil der Wirtschaftskrise scheint dank Kurzarbeit und flexibler Arbeitszeitmodelle gut überstanden. Haben die Hartz-Reformen – wie so häufig behauptet – das avisierte Ziel erreicht, die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit zu verkürzen? Funktioniert die Arbeitsmarktpolitik also insgesamt ganz gut?

Im freundlichen Bild fehlt ein wesentlicher Punkt: Für Langzeitarbeitslose hat sich die Situation zuletzt nicht verbessert, sondern verschlechtert. Im Jahr 2009 sank die Zahl derer, die von der Langzeitarbeitslosigkeit in reguläre Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt wechselten, erstmals wieder unter das Niveau vor der Einführung von Hartz IV. Weder die gute Konjunktur der vergangenen Jahre noch die Hartz-Reformen haben die Beschäftigungschancen von Langzeitarbeitslosen nachhaltig verbessern können.

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Der Autor

Wilhelm Adamy leitet beim DGB-Bundesvorstand die Abteilung für Arbeitsmarktpolitik. Außerdem ist  er Mitglied des  Verwaltungsrats  der Bundesagentur für Arbeit  in Nürnberg

Ohnehin sind die Aussichten, einen sozialversicherungspflichtigen Job zu finden, geringer als in den meisten anderen Industrieländern. Das Sparpaket der Bundesregierung wird diese Chancen aller Voraussicht nach noch weiter verringern.

2009 gab es im Schnitt 933.000 Langzeitarbeitslose. Gegenläufig zur Entwicklung der Erwerbslosen insgesamt wurden im Juni 2010 etwa 27.000 mehr Langzeitarbeitslose gezählt als noch ein Jahr zuvor. Ihr Anteil an den Arbeitslosen erhöhte sich um zwei Prozentpunkte auf gut 30 Prozent.

Die betrieblichen Auswahlprozesse bei Einstellungen wie Entlassungen verschärfen sich und führen zu einer ungleichen Verteilung der Beschäftigungs-chancen und -risiken. Wer in der Leistungskonkurrenz unterliegt, wird schnell zum Langzeitarbeitslosen. Längerfristige Arbeitslosigkeit selbst wiederum wirkt als zusätzliches Risiko – sie kann wie Haft wirken, isolieren, entmutigen und demoralisieren. 45 Prozent der arbeitslosen Hartz-IV-Empfänger haben nach eigener Einschätzung bereits gesundheitliche Einschränkungen. Dieser Anteil ist nahezu doppelt so hoch wie bei der gleichaltrigen Bevölkerung insgesamt.

Im Krisenjahr 2009 konnten im Schnitt pro Monat nur knapp drei Prozent der Langzeitarbeitslosen eine Beschäftigung auf dem ersten oder zweiten Arbeitsmarkt finden. Das ist umso bedenklicher, als die amtliche Statistik ohnehin nur einen Teil der sich verfestigenden Arbeitslosigkeit zeigt. Auch wer beispielsweise Langzeitarbeitslosigkeit durch längere Erkrankung unterbricht, zählt anschließend statistisch nicht mehr als langzeitarbeitslos, sondern als Neuzugang.

2009 waren 45,5 Prozent der Erwerbslosen zwischen 15 und 64 Jahren in Deutschland länger als ein Jahr ohne Arbeit. Dies sind immerhin zehn Prozentpunkte mehr als im Schnitt der 16 Länder der Euro-Zone. Gemessen an diesen Kriterien, liegt der Anteil der Langzeitarbeitslosen bei uns immer noch leicht über dem Niveau von 1994, das bei 44,3 Prozent lag.

Trotz aller Schwierigkeiten können Langzeitarbeitslose einen Job finden, wenn Wiedereingliederungshilfen zur Verfügung stehen. Erfolgreich ist dies insbesondere dann, wenn diese Hilfen frühzeitig einsetzen, individuell auf die Situation der Betroffenen ausgerichtet sind, mit sozialen und arbeitsmarktpolitischen Hilfen verknüpft werden und längerfristige Perspektiven eröffnen. Je länger Arbeitslosigkeit dauert, desto schwieriger und teurer wird die Wiedereingliederung.

Leser-Kommentare
  1. "Im Jahr 2009 sank die Zahl derer, die von der Langzeitarbeitslosigkeit in reguläre Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt wechselten, erstmals wieder unter das Niveau vor der Einführung von Hartz IV"
    Die Vermittelbaren sind inzwischen vermittelt. Zurück bleiben die harten Fälle, Süchtige, Menschen ohne Sprachkenntnisse usw.

    "Ohnehin sind die Aussichten, einen sozialversicherungspflichtigen Job zu finden, geringer als in den meisten anderen Industrieländern. Das Sparpaket der Bundesregierung wird diese Chancen aller Voraussicht nach noch weiter verringern."
    Den Zusammenhang muss man mir erklären. Das Sparpaket wird langfristig Vertrauen in den Aufschwung stärken und damit Jobs schaffen. Schulden machen schafft keine Jobs. Das beste Mittel zur Vermittlung ist und bleibt Leistungskürzung.

    "Trotz aller Schwierigkeiten können Langzeitarbeitslose einen Job finden, wenn Wiedereingliederungshilfen zur Verfügung stehen."
    Ich habe in Ländern ohne Wiedereingliederungshilfen gearbeitet. Dort gibt es trotzdem keine Langzeitabeitslosigkeit in dem Ausmaß.

    "Auch wer beispielsweise Langzeitarbeitslosigkeit durch längere Erkrankung unterbricht, zählt anschließend statistisch nicht mehr als langzeitarbeitslos, sondern als Neuzugang."
    Logisch, wollen sie einen Krebspatient zum Langzeitarbeitslosen machen, wenn er nach seiner Erkrankung auf Jobsuche ist. Das wäre ja zynisch.

    [Anm.: Bitte verzichten Sie auf Aussagen, die von Anderen als beleidigend empfunden werden könnten. Danke. /Die Redaktion pt.]

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    eigentlich sinnlos, einem menschenverachtenden Zyniker wie Ihnen mit Argumenten beikommen zu wollen. Aber nur damit der Unsinn den sie in die Tastatur getippt haben nicht unwidersprochen stehen bleibt.
    Es gibt fast 950.000 Langzeitarbeitslose. Zu unterstellen, diese seien alle Suchtkrank oder Legastheniker zeigt schon deutlich, wes Geistes Kind Sie sind.
    Zur Wahrheit gehört, dass knapp 8 Mio Arbeitslosen nur ca 800.000 offene Stellen gegenüberstehen. Selbst wenn, wie Hartz 4 fordert, jeder Arbeitslose jede Arbeit zu jeden Bedingungen an jedem Ort annimmt, könnte nur jeder Zehnte eine Arbeit bekommen.
    Wo Sie ja so auf stichhaltige Argumente stehen und diese einfordern.
    Zitat: "Das beste Mittel zur Vermittlung ist und bleibt Leistungskürzung."
    Das ist ja so ziemlich das blödeste und polemischte was ich seit langem gelesen habe. Wenn Argumente an der Qualität gemessen werden, wird es leicht welche zu bringen.
    Wiedereingliederungshilfen helfen Menschen aus der Langzeitarbeitslosigkeit erwiesener Maßen heraus. Sie helfen nicht zu verhindern, dass Langzeitarbeitslosigkeit entsteht. Da würfeln Sie was wild durcheinander.
    Bringen Sie doch bitte selber mal Argumente, die dafür sorgen, dass die Situation für Alle besser wird und ergehen sich nicht nur in Zynismus und Polemik.

    "Die Vermittelbaren sind inzwischen vermittelt. Zurück bleiben die harten Fälle, Süchtige, Menschen ohne Sprachkenntnisse usw."
    Natürlich ist es immer die Schuld der Arbeitlosen, das sie ohne Arbeit sind - so wie ja auch die Entlassungen immer die ausschliessliche Schuld der Entlassenen selbst sind.
    Selbst wenn ganze Gebiete deindustrialisirt werden, weil international agierende Konzerne weiter zur nächsten Niedriglohnoase ziehen, ist das ausschliesslich die Schuld der dann Gekündigten.
    Diese können ja sämtliche Kontakte abbrechen, alles Aufgebaute verramschen und den Konzernen hinterherziehen, um dann in der Fremde für noch weniger Lohn zu arbeiten ... bis zum nächsten Umzug halt.

    "Das Sparpaket wird langfristig Vertrauen in den Aufschwung stärken und damit Jobs schaffen..." Das hören wir ja nun schon seit Jahrzehnten: Lohnzurückhaltung, Mehrarbeit, Sparen, Personalabbau - alles Wunder, die ins Gelobte Land qualifizierten Vollbeschäftigung führen. Nur die Realität sieht anders aus - aber da ist sie auch selbst dran Schuld.
    Die Zeitarbeit - natürlich stets zu geringerem Einkommen und bei ständiger Angst um die Zukunft - ist stetig auf dem Vormarsch, die Mittelschicht schwindet mehrheitlich nach unten, die Reallöhne sinken seit 15 Jahren ... aber hey, bleiben wir doch schon bei den guten alten Lügen von der angeblich so gerechten 'Leistungsgesellschaft', in der sich Leistung IMMER lohnt und Chancengerechtigkeit keine Frage ist.

    "Das beste Mittel zur Vermittlung ist und bleibt Leistungskürzung." Die Armen noch ärmer zu machen ist in der Tat ein super Mittel, die dazu zu bringen, ohne Bezahlung zu arbeiten. Wie wäre es denn mit Folter, Hunger und Todesdrohungen? Funktioniert bestimmt auch ...

    • FA39MD
    • 29.07.2010 um 17:36 Uhr

    Wo leben Sie eigentlich?
    Hierin ist ja der Trick verborgen, denn die vielen prekären Lohnangebote sind die Benchmarks der Gewinnorientierung der Unternehmen. Teilzeit und Minijobs? Ausgenutzte Trainingsmaßnahmen oder endlose Praktika? Wirtschaftsbosse und politische Vertreter haben gemeinsam seit 1998 ein Strategie ausgekocht, um die Löhne und Kosten zu senken. Heute heißt es Hatz-IV. Und als das beste Mittel empfehlen Sie Beschimpfung, Verunglimpfung und Zwang zum Dumpinglohn.
    Ich empfehle mal ein tieferes Nachdenken.

    eigentlich sinnlos, einem menschenverachtenden Zyniker wie Ihnen mit Argumenten beikommen zu wollen. Aber nur damit der Unsinn den sie in die Tastatur getippt haben nicht unwidersprochen stehen bleibt.
    Es gibt fast 950.000 Langzeitarbeitslose. Zu unterstellen, diese seien alle Suchtkrank oder Legastheniker zeigt schon deutlich, wes Geistes Kind Sie sind.
    Zur Wahrheit gehört, dass knapp 8 Mio Arbeitslosen nur ca 800.000 offene Stellen gegenüberstehen. Selbst wenn, wie Hartz 4 fordert, jeder Arbeitslose jede Arbeit zu jeden Bedingungen an jedem Ort annimmt, könnte nur jeder Zehnte eine Arbeit bekommen.
    Wo Sie ja so auf stichhaltige Argumente stehen und diese einfordern.
    Zitat: "Das beste Mittel zur Vermittlung ist und bleibt Leistungskürzung."
    Das ist ja so ziemlich das blödeste und polemischte was ich seit langem gelesen habe. Wenn Argumente an der Qualität gemessen werden, wird es leicht welche zu bringen.
    Wiedereingliederungshilfen helfen Menschen aus der Langzeitarbeitslosigkeit erwiesener Maßen heraus. Sie helfen nicht zu verhindern, dass Langzeitarbeitslosigkeit entsteht. Da würfeln Sie was wild durcheinander.
    Bringen Sie doch bitte selber mal Argumente, die dafür sorgen, dass die Situation für Alle besser wird und ergehen sich nicht nur in Zynismus und Polemik.

    "Die Vermittelbaren sind inzwischen vermittelt. Zurück bleiben die harten Fälle, Süchtige, Menschen ohne Sprachkenntnisse usw."
    Natürlich ist es immer die Schuld der Arbeitlosen, das sie ohne Arbeit sind - so wie ja auch die Entlassungen immer die ausschliessliche Schuld der Entlassenen selbst sind.
    Selbst wenn ganze Gebiete deindustrialisirt werden, weil international agierende Konzerne weiter zur nächsten Niedriglohnoase ziehen, ist das ausschliesslich die Schuld der dann Gekündigten.
    Diese können ja sämtliche Kontakte abbrechen, alles Aufgebaute verramschen und den Konzernen hinterherziehen, um dann in der Fremde für noch weniger Lohn zu arbeiten ... bis zum nächsten Umzug halt.

    "Das Sparpaket wird langfristig Vertrauen in den Aufschwung stärken und damit Jobs schaffen..." Das hören wir ja nun schon seit Jahrzehnten: Lohnzurückhaltung, Mehrarbeit, Sparen, Personalabbau - alles Wunder, die ins Gelobte Land qualifizierten Vollbeschäftigung führen. Nur die Realität sieht anders aus - aber da ist sie auch selbst dran Schuld.
    Die Zeitarbeit - natürlich stets zu geringerem Einkommen und bei ständiger Angst um die Zukunft - ist stetig auf dem Vormarsch, die Mittelschicht schwindet mehrheitlich nach unten, die Reallöhne sinken seit 15 Jahren ... aber hey, bleiben wir doch schon bei den guten alten Lügen von der angeblich so gerechten 'Leistungsgesellschaft', in der sich Leistung IMMER lohnt und Chancengerechtigkeit keine Frage ist.

    "Das beste Mittel zur Vermittlung ist und bleibt Leistungskürzung." Die Armen noch ärmer zu machen ist in der Tat ein super Mittel, die dazu zu bringen, ohne Bezahlung zu arbeiten. Wie wäre es denn mit Folter, Hunger und Todesdrohungen? Funktioniert bestimmt auch ...

    • FA39MD
    • 29.07.2010 um 17:36 Uhr

    Wo leben Sie eigentlich?
    Hierin ist ja der Trick verborgen, denn die vielen prekären Lohnangebote sind die Benchmarks der Gewinnorientierung der Unternehmen. Teilzeit und Minijobs? Ausgenutzte Trainingsmaßnahmen oder endlose Praktika? Wirtschaftsbosse und politische Vertreter haben gemeinsam seit 1998 ein Strategie ausgekocht, um die Löhne und Kosten zu senken. Heute heißt es Hatz-IV. Und als das beste Mittel empfehlen Sie Beschimpfung, Verunglimpfung und Zwang zum Dumpinglohn.
    Ich empfehle mal ein tieferes Nachdenken.

  2. Bei diesen Beschäftigungsmaßnahmen werden 2stellige Milliardenbeträge versenkt. Ab einem bestimmten Alter führen Lehrgänge ins Leere, weil das formale Lernen für die Geringqualifizierten zu abstrakt ist. Es funktioniert nur learning by doing.

    Um die Motivation zu erhöhen, wären 1000€-Jobs (brutto=netto) geeignet. Wer als Single 1000€ netto anstrebt, muss etwa 1800€ erwirtschaften (brutto 1500 20% SV-Abgaben des AG). Das ist für Niedriglöhner nicht zu schaffen. Sie bleiben damit trotz Arbeit in der Hartz4-Falle. Das ist sehr frustrierend und demütigend. Hier sollte die Regierung ansetzen.

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    • lepkeb
    • 29.07.2010 um 13:37 Uhr

    müssig, solange die Menschen in D-land bereit sind für einen Hungerlohn zu arbeiten, so lange ändert sich nichts.
    Was passiert denn, wenn alle die durch den Staat in den Frondienst der Zeitarbeitsagenturen gezwungen werden sich weigern und den Staat verklagen und der dann egal wie es ausgeht auch noch die Kosten tragen darf. Dann wird es für den Staat eng und für die Unternehmer noch enger, denn irgend jemand muss die Arbeit machen.
    Leider wird der Druck auf das Lohnniveau in D-land im nächsten Jahr stark zu nehmen, wenn der Markt vollständig für die Beitrittsländern im Osten und Südosten geöffnet wird, da wird es ein Lohndumping geben das es so kracht. Aber ihr habt es selbst so gewollt ähm gewählt.

    • lepkeb
    • 29.07.2010 um 13:37 Uhr

    müssig, solange die Menschen in D-land bereit sind für einen Hungerlohn zu arbeiten, so lange ändert sich nichts.
    Was passiert denn, wenn alle die durch den Staat in den Frondienst der Zeitarbeitsagenturen gezwungen werden sich weigern und den Staat verklagen und der dann egal wie es ausgeht auch noch die Kosten tragen darf. Dann wird es für den Staat eng und für die Unternehmer noch enger, denn irgend jemand muss die Arbeit machen.
    Leider wird der Druck auf das Lohnniveau in D-land im nächsten Jahr stark zu nehmen, wenn der Markt vollständig für die Beitrittsländern im Osten und Südosten geöffnet wird, da wird es ein Lohndumping geben das es so kracht. Aber ihr habt es selbst so gewollt ähm gewählt.

  3. Angesichts dieses Artikels wächst die Skepsis. Es wird der Eindruck erweckt, irgendwo in Deutschland sei das Malochereldorado, wo man ohne Schul- und Berufsabschluss, ohne Lebenslauf und Erfahrung mithilfe von "Eingliederungshilfen" problemlos einen Beruf ausüben könnte. Nur die Bundesregierung spiele einmal mehr nicht mit. Die gesamte Argumentation klingt danach, als solle man die "Kunden" zum Jagen tragen, die darüberhinaus auch noch anscheinend das Selbstbild eines kranken Isolationshäftlings haben. Dieser Artikel ist jedenfalls keine gute Interessenwarnehmung der Langzeitarbeitslosen, von denen einmal mehr ein jammervolles Bild gezeichnet wird.

  4. eigentlich sinnlos, einem menschenverachtenden Zyniker wie Ihnen mit Argumenten beikommen zu wollen. Aber nur damit der Unsinn den sie in die Tastatur getippt haben nicht unwidersprochen stehen bleibt.
    Es gibt fast 950.000 Langzeitarbeitslose. Zu unterstellen, diese seien alle Suchtkrank oder Legastheniker zeigt schon deutlich, wes Geistes Kind Sie sind.
    Zur Wahrheit gehört, dass knapp 8 Mio Arbeitslosen nur ca 800.000 offene Stellen gegenüberstehen. Selbst wenn, wie Hartz 4 fordert, jeder Arbeitslose jede Arbeit zu jeden Bedingungen an jedem Ort annimmt, könnte nur jeder Zehnte eine Arbeit bekommen.
    Wo Sie ja so auf stichhaltige Argumente stehen und diese einfordern.
    Zitat: "Das beste Mittel zur Vermittlung ist und bleibt Leistungskürzung."
    Das ist ja so ziemlich das blödeste und polemischte was ich seit langem gelesen habe. Wenn Argumente an der Qualität gemessen werden, wird es leicht welche zu bringen.
    Wiedereingliederungshilfen helfen Menschen aus der Langzeitarbeitslosigkeit erwiesener Maßen heraus. Sie helfen nicht zu verhindern, dass Langzeitarbeitslosigkeit entsteht. Da würfeln Sie was wild durcheinander.
    Bringen Sie doch bitte selber mal Argumente, die dafür sorgen, dass die Situation für Alle besser wird und ergehen sich nicht nur in Zynismus und Polemik.

    Antwort auf "Merkwürdige Argumente"
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    ...für's schreiben. Erspart mir die Antwort.

    Leider gibt es in diesem Land, die die Einstellung wie "frank12-13" haben, ohne das böse oder zynisch zu meinen. Sie kennen es in aller Regel nicht anders. Meist aus Süddeutschland, Eltern Akademiker oder Unternehmer, vielleicht auch "nur" Abteilungsleiter o.ä. und man hält was auf den eigenen Status. Bzw. hält gute Bezahlung für gute Arbeit selbstverständlich und jeder der das nicht hat, ist faul oder strengt sich einfach nicht genug an.

    ...für's schreiben. Erspart mir die Antwort.

    Leider gibt es in diesem Land, die die Einstellung wie "frank12-13" haben, ohne das böse oder zynisch zu meinen. Sie kennen es in aller Regel nicht anders. Meist aus Süddeutschland, Eltern Akademiker oder Unternehmer, vielleicht auch "nur" Abteilungsleiter o.ä. und man hält was auf den eigenen Status. Bzw. hält gute Bezahlung für gute Arbeit selbstverständlich und jeder der das nicht hat, ist faul oder strengt sich einfach nicht genug an.

  5. "Die Vermittelbaren sind inzwischen vermittelt. Zurück bleiben die harten Fälle, Süchtige, Menschen ohne Sprachkenntnisse usw."
    Natürlich ist es immer die Schuld der Arbeitlosen, das sie ohne Arbeit sind - so wie ja auch die Entlassungen immer die ausschliessliche Schuld der Entlassenen selbst sind.
    Selbst wenn ganze Gebiete deindustrialisirt werden, weil international agierende Konzerne weiter zur nächsten Niedriglohnoase ziehen, ist das ausschliesslich die Schuld der dann Gekündigten.
    Diese können ja sämtliche Kontakte abbrechen, alles Aufgebaute verramschen und den Konzernen hinterherziehen, um dann in der Fremde für noch weniger Lohn zu arbeiten ... bis zum nächsten Umzug halt.

    Antwort auf "Merkwürdige Argumente"
  6. "Das Sparpaket wird langfristig Vertrauen in den Aufschwung stärken und damit Jobs schaffen..." Das hören wir ja nun schon seit Jahrzehnten: Lohnzurückhaltung, Mehrarbeit, Sparen, Personalabbau - alles Wunder, die ins Gelobte Land qualifizierten Vollbeschäftigung führen. Nur die Realität sieht anders aus - aber da ist sie auch selbst dran Schuld.
    Die Zeitarbeit - natürlich stets zu geringerem Einkommen und bei ständiger Angst um die Zukunft - ist stetig auf dem Vormarsch, die Mittelschicht schwindet mehrheitlich nach unten, die Reallöhne sinken seit 15 Jahren ... aber hey, bleiben wir doch schon bei den guten alten Lügen von der angeblich so gerechten 'Leistungsgesellschaft', in der sich Leistung IMMER lohnt und Chancengerechtigkeit keine Frage ist.

    "Das beste Mittel zur Vermittlung ist und bleibt Leistungskürzung." Die Armen noch ärmer zu machen ist in der Tat ein super Mittel, die dazu zu bringen, ohne Bezahlung zu arbeiten. Wie wäre es denn mit Folter, Hunger und Todesdrohungen? Funktioniert bestimmt auch ...

    Antwort auf "Merkwürdige Argumente"
  7. Die Arbeitsagentur (ex Arbeitsamt) macht einen fundamentalen Fehler: Sie lädt zu den Gesprächen nicht die Firmen und Politiker, sondern die Erwerbslosen Die Fehler liegen aber nicht auf der Seite der zuletzt Genannten. Es gibt genügend Arbeit im Land für Menschen, die für Geld arbeiten wollen, nur bestimmte Bedingungen sollten nicht begünstigt werden. Ein Beispiel: Viele Arbeitgeber nutzen die Option, mehrere Arbeitnehmer als Mini-Jobber einzustellen. Und warum tun sie das? Weil sie die Kosten umgehen wollen? Leider nicht, und das wissen die Politiker sehr gut.
    Es gibt Millionen von Arbeitslosen, die auf eine Arbeit warten, die sie leider nicht bekommen.

    • lepkeb
    • 29.07.2010 um 13:37 Uhr

    müssig, solange die Menschen in D-land bereit sind für einen Hungerlohn zu arbeiten, so lange ändert sich nichts.
    Was passiert denn, wenn alle die durch den Staat in den Frondienst der Zeitarbeitsagenturen gezwungen werden sich weigern und den Staat verklagen und der dann egal wie es ausgeht auch noch die Kosten tragen darf. Dann wird es für den Staat eng und für die Unternehmer noch enger, denn irgend jemand muss die Arbeit machen.
    Leider wird der Druck auf das Lohnniveau in D-land im nächsten Jahr stark zu nehmen, wenn der Markt vollständig für die Beitrittsländern im Osten und Südosten geöffnet wird, da wird es ein Lohndumping geben das es so kracht. Aber ihr habt es selbst so gewollt ähm gewählt.

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    GEZWUNGEN werden für einen Hungerlohn zu arbeiten und dann aufzustocken."

    GEZWUNGEN werden für einen Hungerlohn zu arbeiten und dann aufzustocken."

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