PharmaindustrieKlagen gegen Bayer

Yasmin ist die meistverkaufte Verhütungspille der Welt – und nun das größte Problem des Leverkusener Konzerns von 

Im Nachhinein lässt sich schwer sagen, wann in Kathrin Weigeles Leben die Normalität abhandenkam. Irgendwann Anfang 2006 muss es gewesen sein, als sie Schmerzen in Rücken und Brust spürte und immer häufiger außer Atem geriet. Ihr Regensburger Hausarzt schickte die damals 24-Jährige zum Orthopäden. Der meinte, wegen des nahenden Staatsexamens sitze sie wohl viel, und verschrieb Krankengymnastik. Doch wenig später schaffte die passionierte Pfadfinderin und Snowboarderin zu Fuß nicht mal mehr die 800 Meter durch die Altstadt zum Ärztehaus.

In der Notaufnahme der Uni-Klinik erfuhr sie schließlich, warum: Lungenembolie. Klitzekleine Blutklumpen hatten die Gefäße der Lunge verstopft. Ob sie die Pille nehme, fragten die Ärzte, während sie sie mit Schläuchen in der Nase auf die Intensivstation rollten. Sie sagten, dass das Mittel auf jeden Fall abgesetzt werden müsse. Verhütung sollte aber erst mal zu ihrem geringsten Problem werden: Als alle Testergebnisse vorlagen, gab man ihr eine Überlebenschance von fünf Prozent.

Anzeige

Kathrin Weigele hat überlebt. Nach vielen Klinikaufenthalten hat sie auch ihr Jurastudium wieder aufgenommen. Im Frühjahr will sie mit neun Semestern Verspätung ihr Examen nachholen. Und außerdem bereitet sie zusammen mit einem erfahrenen Anwalt die erste Klage ihres Lebens vor: gegen Bayer, den Hersteller der Pille Yasmin, die sie für ihr Schicksal verantwortlich macht.

Kathrin Weigele ist nicht die Einzige, die mit dem Pharmariesen juristisch verkehrt. Ihr Anwalt vertritt noch eine weitere Betroffene. Auch in der Schweiz, wo eine 16-Jährige nach einer Embolie zum Pflegefall wurde, ist eine Klage anhängig. Und Amerikas geschäftstüchtige Anwälte suchen per Anzeige nach Pillenkonsumentinnen mit Thrombosen und anderen Beschwerden.

1750 Klagen seien aus den USA eingegangen, teilte Bayer auf Anfrage mit. Doch das ist der Stand von April, weshalb der Bericht für das zweite Quartal, den Bayer-Chef Werner Wenning am Donnerstag dieser Woche vorlegt, besonders interessant ausfallen dürfte. Dann muss Wenning aktuelle Zahlen nennen, auch zum Pillenumsatz, der offenbar dramatisch sinkt. Der Branchendienst IMS Health meldet für den wichtigen US-Markt zwischen Januar und Mai 2010 Rückgänge bei Drospirenon von durchschnittlich etwa 15 Prozent. Drospirenon, so heißt der zentrale Wirkstoff der Bayer-Pille.

Bisher ist Yasmin nicht nur das meistverkaufte hormonelle Kontrazeptivum der Welt, sondern auch das umsatzstärkste Produkt von Bayers Pharma-Sparte. Wie ihre niedriger dosierten Schwestern Yaz und Yasminelle soll sie nicht nur verhüten, sondern laut Eigenwerbung auch schlank machen. Die Wunderpille war einer der Hauptgründe, den Berliner Wettbewerber Schering zu übernehmen und so die Umsatzdelle zu glätten, die entstanden war, nachdem Bayer 2001 wegen Nebenwirkungen den Cholesterinsenker Lipobay vom Markt genommen hatte. Nun, ein knappes Jahrzehnt später, steckt der Konzern just wegen Yasmin in neuen Problemen.

Zwölf Todesfälle unter deutschen Nutzerinnen registriert das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bfarm) seit der Zulassung des Hormons Drospirenon im Jahr 2000 – fünf davon allein im vergangenen Jahr. Weltweit sollen insgesamt 190 Yasmin- und Yaz-Konsumentinnen verstorben sein, wie die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA der ZEIT bestätigte. Der Leverkusener Konzern mag solche Zahlen nicht kommentieren. Spontanmeldungen seien nicht geeignet, die Häufigkeit von Nebenwirkungen zu berechnen, heißt es. Man wolle die Öffentlichkeit nicht verunsichern.

Leserkommentare
    • Buh
    • 30. Juli 2010 20:40 Uhr

    ...und die Pille ist ein solches MEdikamt, sollten NIEMALS regelmäßig genommen werden, wenn es nicht medizinisch notwendig ist! Ein so enormes Vertrauen in Pharmakonzerne zu stecken ist fahrlässig gegen sich selbst! Kein Medikament ist 100% sicher, entweder es ist an Ratten oder Schweinen ect. getestete und lässt sich kaum auf den Menschen anwenden, weshalb die meisten Medikamente in der Phase der Klinischen Studien scheitern. Die wenigen die durchkommen haben schon immer Skandalpotential gehabt, weil Tierversuche nunmal absolut unuzuverlässig sind (zb ist für Ratten Süßstoff giftig und Asbest vollkommen ungefäührlich!!!) oder eben man testet es nur am Menschen, was so gut we nie vorkommt. Es wird immer zunächst an Tieren angewendet die sehr darunter leiden und sterben. Zweiteres ist ebenso ein Rsiiko weil man in Studien Langzeitfolgen nicht berechnen kann und die individuelle Lebensweise und der gesundheitliche Zustand des Individuums immer eine nicht kalkulierbare Nebenwirkung hervorrufen können.

    Wie man es auch dreht und wendet: Medikamente gehören sparsam angewendet, ob Aspirin, Ibuprofen oder Verhütungspillen. Wer meint seinen Körper dahingehend verändern zu müssen, ihn temporär unfruchtbar zu machen, der geht eben auch ein Risiko ein, das am Ende häufig nicht einklagbar ist.

    Ich wünsche jedoch den Klägern alles gute und hoffe, dass sie gewinnen. Was die Pharmaindustrie auf diesem Erdball tut ist inhuman und hat nichts mehr mit moral zu tun.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • dth
    • 30. Juli 2010 22:11 Uhr

    Ja, das ist sicher ein generelles Problem mit der Pille.
    Normalerweise würde man ein Medikament nur nehmen, wenn man wirklich krank ist. (Oder jedenfalls sollte man das so handhaben...) Ein Medikament, dass drastisch in das Hormonsystem eingreift, würde man auch nicht wegen einer alltäglichen Krankheit, sondern wegen etwas ernsthaftem nehmen. So weit zu gehen, ein Medikament regelmäßig über einen sehr langen Zeitraum zu nehmen, würde man nur bei chronischen Krankheiten, wo das Medikament Lebenserwartung oder Lebensqualität merklich steigert.
    Einen gesunden Körper sollte man nicht auf diese Wiese belasten. Ich finde es doch immer wieder erstaunlich, dass das so viele Frauen auf sich nehmen.
    Die Vorfälle sind natürlich trotzdem nicht akzeptabel, und es ist durchaus denkbar, dass Bayer unverantwortlich gehandelt hat, insbesondere dadurch, nicht rechtzeitig auf erste Fälle reagiert zu haben.

    • dth
    • 30. Juli 2010 22:11 Uhr

    Ja, das ist sicher ein generelles Problem mit der Pille.
    Normalerweise würde man ein Medikament nur nehmen, wenn man wirklich krank ist. (Oder jedenfalls sollte man das so handhaben...) Ein Medikament, dass drastisch in das Hormonsystem eingreift, würde man auch nicht wegen einer alltäglichen Krankheit, sondern wegen etwas ernsthaftem nehmen. So weit zu gehen, ein Medikament regelmäßig über einen sehr langen Zeitraum zu nehmen, würde man nur bei chronischen Krankheiten, wo das Medikament Lebenserwartung oder Lebensqualität merklich steigert.
    Einen gesunden Körper sollte man nicht auf diese Wiese belasten. Ich finde es doch immer wieder erstaunlich, dass das so viele Frauen auf sich nehmen.
    Die Vorfälle sind natürlich trotzdem nicht akzeptabel, und es ist durchaus denkbar, dass Bayer unverantwortlich gehandelt hat, insbesondere dadurch, nicht rechtzeitig auf erste Fälle reagiert zu haben.

    Antwort auf "Medikamente...."
  1. Die Pharmaindustrie ist sicherlich kein Hort von Unschuldslämmern.

    Dass Kommentator Nr. 1 vom Ablauf klinischer Prüfungen keinen Schimmer zu haben scheint, wenn behauptet wird, neue Wirkstoffe würden "so gut wie nie" am Menschen geprüft (s. klinische Prüfungen der Phase I bis III), lasse ich mal so im Raum stehen.

    Den Hinweis, dass Arzneimittel nicht dauerhaft angewendet werden sollten, sofern keine dringende Indikation besteht, halte ich für einleuchtend.

    Aber dieses Pharma-Bashing kann ich langsam nicht mehr hören. Sicher ist es traurig, dass eine junge Frau bleibende Schäden durch ein Arzneimittel davongetragen hat, von den Todesfällen ganz zu schweigen.
    Aber ich habe bislang in keinem Artikel zu diesen Fällen Informationen gelesen, die das ganze in Perspektive rücken. So sind laut Artikel weltweit (!) 190 Frauen während der Anwendung dieses Präparats gestorben, das laut Artikel in seiner Sparte das meistverkaufte der Welt ist. Wie viele Anwenderinnen es genau gibt, wird dagegen nicht genannt.

    Was ich zudem vermisse, sind Angaben dazu, woran die Frauen verstarben - Stichwort Kausalität - und welche anderen Risikofaktoren vorlagen. Denn alle 190 Opfer werden wohl auch Wasser getrunken oder Jeans getragen haben, dennoch kommt niemand auf den Gedanken, sie könnten daran verstorben sein.

    Ohne diese Informationen sind und bleiben solche Artikel einfach nur Panikmache, bedienen die Sensationsgier und sind unterhalb des Niveaus, das ich von der Zeit (noch) erwarte.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • dth
    • 30. Juli 2010 23:02 Uhr

    Es steht nirgendwo in absoluten Zahlen, wie viele das Präparat nehmen. Aber es scheint ja sehr verbreitet zu sein und der Wirkstoff noch verbreiteter. Daher bin ich davon ausgegangen, dass es bei den 190 zumindest schon einen Verdacht eines Zusammenhangs gibt.
    Frauen, die an irgend welchen anderen Krankheiten gestorben sind, während sie das Medikament genommen haben, müssten doch viel häufiger sein. Ich finde aber auch, dass das gründlicher hätte recherchiert werden müssen.

    • Nandus
    • 31. Juli 2010 8:42 Uhr

    Es ist einigermaßen armselig, seitens der Zeit einen solchen Artikel zu veröffentlichen. Auch ich habe nach einer zahlenmäßigen Relation und einem Kausalzusammenhang der 190 Todesopfer mit "Yasmin" vergeblich gesucht. Wie schnell ein solcher, in wesentlichen Punkten unvollständiger (und damit zwingend falscher) Artikel eine Suggestivkraft enfaltet, zeigt sich prompt bei Kommentar Nr.4 (dth):"Daher bin ich davon ausgegangen, dass es bei den 190 zumindest schon einen Verdacht eines Zusammenhangs gibt." Zit. Ende. (Er / Sie geht einfach davon aus.)

    Ich bin übrigens mit Sicherheit der Letzte, der der pharmazeutischen Industrie die Absolution erteilt. ABER: wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein. Und wer Ihn wirft, sollte Ihn vorher auf Validität und Objektivität prüfen!

    • Buh
    • 31. Juli 2010 9:18 Uhr

    "neue Wirkstoffe würden "so gut wie nie" am Menschen geprüft (s. klinische Prüfungen der Phase I bis III), lasse ich mal so im Raum stehen."

    Offenabr haben sie meinen beitrag mit Wut gelesen, adners kann ich mir Ihre Ignoranz überhauptnicht erklärt. Ich schrieb nicht, dass Medikamente sogut wie nie am Menschen gesteetst werden,s ondern so gut wie nie am Menschen OHNE vorher am Tier gestestet zu werden. Meines wissens nach wird jedes Medikament am Menschen gestetset, meien Kritik war die, dass langfristige Schäden nicht vorhersehbar sind. Langzeitstudienw erden ohnehin immer seltener.

    Berechtigte Kritik an Raffgieriege Pharmaleute sollte nicht einfach als "Bashing" abgetan wird. Ich verwende absichtlich niemals Medikamente, ausser ich muss ins Krankenhaus. (Das letzte Medikament dass ich nehmen musste war als ich vor 5 Jahren die Mndeln herausgenommen bekommen habe). Ich mlchte dieses System so wenig wie möglich unterstützen. Denn man kann auch ethische GEsichtspunkte waren und dennoch mit Medikamenten und eren entwicklung menschenleben retten. Ich verlange die abkehr von Tirversuchen, strengere prüfung von sinnigen und unsinnigen Medikamenten und mehr Geld für die Forschung anstatt. Auchw enn der profit darunter leidet.

    "Langzeitstudien werden ohnehin immer seltener."
    Das stimmt nicht nach der Marktzulassung sind Langzeitstudien verpflichtend sonst muss das Produkt vom Markt genommen werden.
    Damit ein Medikament zugelassen wird müssen zuerst vorklinische Studien durchgeführt werden.Diese vorklinischen Studien setzten sich aus 2 Phasen zusammen. Der erste Teil besteht aus in vitro Tests. Erst wenn diese Erfolg versprechen beginnen die Tierversuche.
    NACH den Tierversuchen kommen die Klinischen Studien die in 3 Teile aufgeteilt sind.(Unterschiedliche Anzahl von freiwilligen (!) Menschen)
    Bis ein Medikament auf dem Markt kommt dauert es 8-10 Jahre.
    Sie haben zwar Recht,dass Langzeiteffekte nicht absehbar sind. Würden jedoch Langzeitstudien vor der Marktzulassung verlangt werden, um die Sicherheit zu erhöhen, würde eine Zulassung bis zu 30 Jahre brauchen. Stellen Sie sich vor wie vielen Menschen in der Zeit schon geholfen hätte werden können.
    Die Pharma-Industrie ist einer der am stärksten reglementierten Branchen überhaupt. Es ist richtig, dass Pharmakonzerne einen großen Umsatz haben, nur dafür auch extreme Investitionskosten.
    Von 100 vielversprechenden entdeckten Substanzen kommen nur 2 auf dem Markt. Die Entwicklungskosten für eine Erfolgreiche Substanz belaufen sich auf 400 Mio €. Die Chance auf dem Markt erfolgreich zu sein, ist in den letzten Jahren enorm gesunken. Im Gegensatz dazu sind aber die Kosten die durch die staatlichen Regulierungen gestiegen.

    • dth
    • 30. Juli 2010 23:02 Uhr

    Es steht nirgendwo in absoluten Zahlen, wie viele das Präparat nehmen. Aber es scheint ja sehr verbreitet zu sein und der Wirkstoff noch verbreiteter. Daher bin ich davon ausgegangen, dass es bei den 190 zumindest schon einen Verdacht eines Zusammenhangs gibt.
    Frauen, die an irgend welchen anderen Krankheiten gestorben sind, während sie das Medikament genommen haben, müssten doch viel häufiger sein. Ich finde aber auch, dass das gründlicher hätte recherchiert werden müssen.

  2. Da kann ich nur sagen: ach Du sch***, die Yasmin hab ich auch mehrere Jahre genommen. Damals hat mich meine Frauenärtztin nicht auf irgendwelche Risiken hingewiesen, auch nicht generell was die Pille angeht. Ich war jung und mir war es irgendwie egal. Ich habe vertraut...in wen eigentlich?

    Jetzt habe ich zwei gesunde tolle Kinder und überlege, ob ich die Pille generell jemals wieder einnehmen soll. Es gibt ja noch andere sichere Verhütungsmethoden.

    Pharmakonzerne sind auch nur Konzerne, und die wollen Geld verdienen. Da werden Risiken ausgeblendet. Krass genug, dass das rechtens ist.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Pharmakonzerne sind auch nur Konzerne, und die wollen Geld verdienen. Da werden Risiken ausgeblendet. Krass genug, dass das rechtens ist."

    Ich denke, ich werde hier noch als Pharmavertreter gebrandmarkt.

    Wie ich bereits erwähnte, ich halte die Pharmaindustrie nicht für die Unschuld in Person.

    Aber: 5 (!) Anwenderinnen des Präparats in Deutschland sind tot. Wie viele das Präparat insgesamt anwenden, erwähnt niemand.

    Ich bin mir sicher, es verunglücken in der BRD mindestens 5 Personen pro Jahr in Automobilen der Marke Daimler. Fragt jemand nach dem Verbot von Mercedes Benz? Nö.
    Q.e.d.

  3. "Pharmakonzerne sind auch nur Konzerne, und die wollen Geld verdienen. Da werden Risiken ausgeblendet. Krass genug, dass das rechtens ist."

    Ich denke, ich werde hier noch als Pharmavertreter gebrandmarkt.

    Wie ich bereits erwähnte, ich halte die Pharmaindustrie nicht für die Unschuld in Person.

    Aber: 5 (!) Anwenderinnen des Präparats in Deutschland sind tot. Wie viele das Präparat insgesamt anwenden, erwähnt niemand.

    Ich bin mir sicher, es verunglücken in der BRD mindestens 5 Personen pro Jahr in Automobilen der Marke Daimler. Fragt jemand nach dem Verbot von Mercedes Benz? Nö.
    Q.e.d.

    Antwort auf "Habe sie auch genommen"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Buh
    • 31. Juli 2010 9:21 Uhr

    ...5 Tote viel. Auch wenn 100.000 leben. Das Risiko muss bekannt sein und entsprechend rechtlich geregelt. Warum sie hier auf diese pietätlose Art beschwichtigen ist mir unklar.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Die Redaktion/cs

    • Buh
    • 31. Juli 2010 9:23 Uhr

    Wenn ich in ein Autos teige sind mir die risiken bewusst. Ich weiß wo die BRense ist und ich weiß was pssiert wenn ich einen unfall baue. Wenn die Brensen aber plötzlich nicht funktioieren, oder das lenkrad bei 5 von 5 millionen autos...was weiß ich...Säure abgibt. Würde Daimler sicherlich zur rechenschaft gezogen werden!

    Die pille wird jungen frauen gegeben die zuM Teil nichtmal alt genug sind uM Verträge zu unterzeichnen. Sie wird vom egsamten Pharma- und gesundheitsapparad gutgeredet und die Risiken werden ignoriert.

    Liebe Frauen: Nehmt kein Medikament langfristig und regelmäßig wenn kein medizinischer Grund besteht! Es gibt Kondome! Es gibt andere Möglichkeiten.

    • Nandus
    • 31. Juli 2010 8:42 Uhr

    Es ist einigermaßen armselig, seitens der Zeit einen solchen Artikel zu veröffentlichen. Auch ich habe nach einer zahlenmäßigen Relation und einem Kausalzusammenhang der 190 Todesopfer mit "Yasmin" vergeblich gesucht. Wie schnell ein solcher, in wesentlichen Punkten unvollständiger (und damit zwingend falscher) Artikel eine Suggestivkraft enfaltet, zeigt sich prompt bei Kommentar Nr.4 (dth):"Daher bin ich davon ausgegangen, dass es bei den 190 zumindest schon einen Verdacht eines Zusammenhangs gibt." Zit. Ende. (Er / Sie geht einfach davon aus.)

    Ich bin übrigens mit Sicherheit der Letzte, der der pharmazeutischen Industrie die Absolution erteilt. ABER: wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein. Und wer Ihn wirft, sollte Ihn vorher auf Validität und Objektivität prüfen!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Buh
    • 31. Juli 2010 9:28 Uhr

    Die Anschuldigungen sind berechtigt und es sit dringend davona uszugehen, dass die Trombosen von diesem Medikament verursacht wurden, weil der Wirkstoff Drospirenon Wassereinalgenungen entgegenwirkt, welche zu dickerem Blut führen und dann Trombosen begünstigen. Die Trombosegefahr wurde aber agrnicht im Beipackzettel erwähnt.

    http://www.fr-online.de/w...

    • dth
    • 31. Juli 2010 12:02 Uhr

    Ich gehe nicht "einfach davon aus". Dass es einfach um Frauen geht, die das Medikament genommen haben und dann gestorben sind, kann kaum sein. Die Zahl ist einfach zu niedrig.
    Dabei schließe ich nicht aus, dass die Fälle womöglich nichts mit dem Medikament zu tun haben und wenn doch, nicht, dass Bayer nicht auch völlig korrekt gehandelt haben könnte.
    Darüber zu berichten, auch wenn die Faktenlage noch dünn ist, halte ich dennoch für legitim. Schließlich werden die Betroffenen eine gewisse öffentliche Aufmerksamkeit brauchen, damit ähnlich gelagerte Fälle überhaupt gefunden werden.

    • Buh
    • 31. Juli 2010 9:18 Uhr

    "neue Wirkstoffe würden "so gut wie nie" am Menschen geprüft (s. klinische Prüfungen der Phase I bis III), lasse ich mal so im Raum stehen."

    Offenabr haben sie meinen beitrag mit Wut gelesen, adners kann ich mir Ihre Ignoranz überhauptnicht erklärt. Ich schrieb nicht, dass Medikamente sogut wie nie am Menschen gesteetst werden,s ondern so gut wie nie am Menschen OHNE vorher am Tier gestestet zu werden. Meines wissens nach wird jedes Medikament am Menschen gestetset, meien Kritik war die, dass langfristige Schäden nicht vorhersehbar sind. Langzeitstudienw erden ohnehin immer seltener.

    Berechtigte Kritik an Raffgieriege Pharmaleute sollte nicht einfach als "Bashing" abgetan wird. Ich verwende absichtlich niemals Medikamente, ausser ich muss ins Krankenhaus. (Das letzte Medikament dass ich nehmen musste war als ich vor 5 Jahren die Mndeln herausgenommen bekommen habe). Ich mlchte dieses System so wenig wie möglich unterstützen. Denn man kann auch ethische GEsichtspunkte waren und dennoch mit Medikamenten und eren entwicklung menschenleben retten. Ich verlange die abkehr von Tirversuchen, strengere prüfung von sinnigen und unsinnigen Medikamenten und mehr Geld für die Forschung anstatt. Auchw enn der profit darunter leidet.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service