Hinter St. Tropez kurvt man ein bisschen auf einer der schmalen Straßen ins Hinterland der Küste, weg vom Getöse und Getue, rechts und links schwirren und flirren Zitronenfalter über dem Lavendel, und schließlich taucht er auf.

Kein schwerer provenzalischer Landsitz mit kleinen Fenstern, sondern ein moderner Quader, der zwischen Himmel und Meer zu schweben scheint. Über ihm wellt sich das Dach, und um ihn herum ziehen sich Streben aus kaffeebraunem Wengeholz wie ein zartes Sommerkleid.

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Nur sieben Zimmer und 16 Suiten zählt das Hotel La Réserve Ramatuelle. Sie sind schlicht und weiß und mit hellem Holz eingerichtet. Wo immer man sich hier aufhält, ob im Bett oder im Bad, auf der Massageliege im Spa oder auf der großen Holzterrasse – vor einem leuchtet das azurblaue Meer.

Da liegt man dann und liest und döst so vor sich hin, zwischendurch nippt man mal am Drink oder springt in den 30-Meter-Pool, um ein paar Bahnen zu ziehen, und schon nach kurzer Zeit merkt man, dass man sich selbst genügt. Und das ist wohl das Größte, was ein Hotel leisten kann.

La Réserve Ramatuelle, Chemin de la Quessine, 83350 Ramatuelle, Tel. 0033-494449444, www.lareserve.ch, E-Mail: info@lareserve-ramatuelle.com, DZ ab 400 Euro