Essex Der Park

Im Bridge End Garden verharrt der Mensch – und ein Faun schaut ihm zu

Der Bridge End Garden in Saffron Walden - ein kleiner Garten des Glücks

Der Bridge End Garden in Saffron Walden - ein kleiner Garten des Glücks

Gärten sind Überraschungswunder, die uns Seufzer entlocken, solche des Glücks! Der Bridge End Garden im südenglischen Städtchen Saffron Walden beherrscht den Trick virtuos. Zugang über die Castle Street. Durch eine winzige Lücke zwischen alten Häusern – wie leicht hätte man sie übersehen können!

Man wagt sich voran, und ein schmaler Pfad öffnet sich zu einer Inszenierung von kunstvollen Arabesken aus Buchs, zu langen Rabatten, in denen Blüten im Licht des Abends schwanken. Glucksendes Wasser. Ein Faun tanzt auf einer Muschel.

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Bridge End Garden
Lange hinter Mauern vergeßen, blüht der Bridge End Garden wieder auf

Lange hinter Mauern vergeßen, blüht der Bridge End Garden wieder auf

Auf einer Torbrüstung haben sich Adler aus Stein niedergelassen, und inmitten des Irrgartens aus kopfhohen Hecken verharrt ein Mensch, er wendet sich nach links, dann unentschlossen nach rechts, womöglich schon seit Jahren?

Bridge End Garden lag lange vergessen hinter den Häusern der Castle Street. Saffron Walden ist ja eine beschäftigte Stadt, seit gut 500 Jahren, hier blühte der Handel mit dem gelben Staub des Krokus, was zu großem Wohlstand führte, zum Bau der mächtigen St. Mary’s Church, die aus blitzendem Feuerstein hochgezogen wurde und jetzt mit perlenden Glocken zur Andacht ruft.

Eigentlich aber ist Saffron Walden eine Stadt der Quäker. Einer von ihnen, Francis Gibson, Banker und Bierbrauer, hat Bridge End Garden vor 150 Jahren anlegen lassen, eine Huldigung der Schöpfung.

Und irgendwie auch des Menschen, sagen wir: der Gärtner, die dieses Kunstwerk restauriert haben und täglich beharken.

Saffron Walden, www.visitsaffronwalden.gov.uk. Der Garten ist das ganze Jahr über geöffnet. Der Eintritt ist frei

 
Leser-Kommentare
  1. Bitte verzichten Sie auf Werbung. Die Redaktion/is

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  • Quelle DIE ZEIT, 29.07.2010 Nr. 31
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