Öffentlich-Rechtliche Sender Vom Volk bezahlte Verblödung

Warum der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht leistet, wofür er die Gebühren bekommt.

Dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland scheint es gut zu gehen. Er expandiert gegen alle Widerstände ins Internet. Er hat ein Gesetz ertrotzt, das es erlaubt, die Rundfunkgebühr in jedem Haushalt zu erheben, unabhängig davon, ob dort Empfangsgeräte existieren. Die politischen und juristischen Siege verschärfen indes auch die Legitimationskrise eines Systems, das in Wahrheit nur noch wenig von dem liefert, was seine Finanzierung durch Zwangsgebühren rechtfertigen könnte.

Diese Legitimationskrise ist nicht heute und nicht gestern entstanden – und erst recht nicht durch das Internet. Wenn es eine Ursache gibt, dann liegt sie in der Konkurrenz der privaten Sender, die den Quotendruck hergestellt hat, der als Mutter aller Missstände gelten kann. Wann immer eine gute Sendung aus dem Programm genommen wird, heißt es: Die Quote war schlecht, und wann immer eine schlechte Sendung im Programm gehalten wird: Die Quote war gut. Über Qualität und Angebot von Sendungen nach der Zuschauerquote zu urteilen bedeutet aber für die öffentlich-rechtlichen Sender, dass sie sich wie reine Wirtschaftsunternehmen verhalten, das heißt nach Maßgabe der Produktverkäuflichkeit, ohne Blick auf eine weitergehende Verantwortlichkeit. Warum sollen Sender, die sich wie Privatakteure auf dem Markt verhalten, eine Gebühr bekommen, die sie von der Rücksicht auf den Markt befreit? Dies ist die Legitimationskrise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: Er wird für eine Freiheit bezahlt, die er nicht nutzt.

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Das ist im Übrigen bekannt. Von dem ursprünglichen Volksbildungs- und Aufklärungsauftrag, der staatsbürgerlichen und kulturellen Verantwortung der Sender wird nur noch ironisch gesprochen oder um Absurditäten wie den Theaterkanal zu begründen. Gelegentlich wird sogar behauptet, dass die Tendenz zu Verflachung und Verdummung in der Eigenlogik der elektronischen Massenmedien angelegt sei: Sie könnten gar nicht anders sein, als sie sind – beziehungsweise kämen erst in der absoluten Trivialisierung ganz zu sich selbst. Dagegen spricht die Qualität der Sendungen, die sich auch das Fernsehen immer wieder gleichwohl leistet – bis sie auf hintere Sendeplätze oder gänzlich verschwinden. Dagegen spricht vor allem die staunenswerte Qualität von Deutschlandradio und Deutschlandfunk, die täglich beweisen, dass Radio kein Dudelfunk sein muss.

Warum also duldet der Staat die Gebührenfinanzierung eines Systems, das sich diese Qualität nur am Rande und nur in Ausnahmen leistet? Eine zynische Antwort könnte lauten: Die Parteien und Politiker wollen den öffentlich-rechtlichen Sendern einen Konkurrenzvorteil gegenüber den Privaten verschaffen, weil sie damit über ein Instrument zur Beeinflussung der Wähler verfügen, das sie ihrerseits beeinflussen können. Ohne Zynismus ist indes eine Rundfunkgebühr nur zu rechtfertigen, wenn sie Qualität nicht allein in Nischenprogrammen, sondern überall von dem schielenden Blick auf den Markt befreit, mit anderen Worten: Unabhängigkeit herstellt, die zu einem idealistischen Handeln befähigt. Idealismus meint hier nichts Wolkiges, sondern etwas ganz Präzises: die Orientierung an moralischen, kognitiven und ästhetischen Normen, kurz gesagt, an dem Guten, dem Wahren und dem Schönen. Die Programmmacher werden sich wahrscheinlich dagegen verwahren, dass solche ehrwürdigen, die Philosophiegeschichte von 2500 Jahren mit sich schleppenden Kategorien an ihr abgebrühtes Medium herangetragen werden. Indes sind die Kategorien weder weltfremd noch unverbindlich, wie ihre Anwendung zeigt.

Beginnen wir mit dem Guten – der Moral, um deren Geltung es nicht ganz so schlecht bestellt ist. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist kein böses Medium. Rechnet man zur Moral indes auch die Abwesenheit von Korruption, von versteckter Manipulation, also allem, was sich unter Betrug subsumieren lässt, sieht es nicht mehr ganz so gut aus. Man kann sich die Fälle sparen, in denen Wissensmagazine ganze Sendungen von Pharmafirmen eingekauft haben, die dort im Mantel von medizinischer Aufklärung oder Kinderpflegetipps Werbung machen konnten. Das waren Einzelfälle, hoffentlich ebenso wie die undurchsichtigen Absprachen mit Sponsoren in der Sportberichterstattung.

Ein empörendes Dauerbeispiel ist allerdings die versteckte Werbung, das Unwesen des Product-Placements, das es allen Beteuerungen zum Trotz auch in selbst produzierten Sendungen gibt, man denke nur an den Fuhrpark, den die Automobilhersteller manchen Fernsehserien zur Verfügung stellen. Wie absurd es ist, wenn Polizisten neueste und teuerste Automobile zur Verfügung haben, wird schon gar nicht mehr zur Kenntnis genommen. Auch hierin liegt übrigens ein Widerspruch zur Gebührenfinanzierung, die ja streng genommen von Werbung unabhängig machen müsste – aber wenn sie es schon nicht tut, weil der Geldhunger der Anstalten unermesslich ist, dann sollten sie wenigstens auf deklarierter Werbung bestehen.

Und was ist mit dem Schönen, das heißt mit Kultur und Niveau der Sendungen? Zunächst und vor allem ist eine groteske Entbürgerlichung zu beobachten. Es lässt sich zwar zweifeln, ob von einer neuen Bürgerlichkeit als gesellschaftlicher Tendenz gesprochen werden kann, aber wenn es diese Tendenz gibt, dann jedenfalls nicht im Fernsehen. Das Fernsehen, weit davon entfernt, die Zuschauer auf die Höhen der bürgerlichen Bildung zu heben (wie eine berühmte Formulierung der deutschen Arbeiterbewegung lautete) oder ihnen auch nur die Chance auf Teilhabe zu eröffnen, konkurriert mit den billigsten Boulevardmedien um die niedrigsten Instinkte der dümmsten Bevölkerungsteile.

Leser-Kommentare
  1. ...wenn es doch irgendetwas bewirken würde!

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    • joG
    • 29.07.2010 um 11:12 Uhr

    ....dass die öffentliche Hand Bildungs- und vielleicht auch, aber hier ist in einer Demokratie sehr sorgsam zu verfahren, um Missbrauch aber auch und vor allen Anderen durch Vereinheitlichung der Informationen einem selektiven Weltbild zu verfallen, Informationsinhalte unters Volk bringen will. Dass sie aber ein Unterhaltungsangebot anbietet ist ein Symptom, dass völliges Missverständnis dessen wozu Staaten da sind unterwegs ist.

    Sehr geehrter Jens Jessen,

    als Dokumentarfilmer und Vorstandsmitglied der AG Dok möchte ich Ihnen danken für Ihren couragierten Artikel.
    Mögen die Medienlandschaft und die dafür Verantwortlichen sich Ihre Worte mal zu Herzen nehmen.

    Mit freundlichen Grüßen, Dirk Szuszies

    ... sind die mitgefühlten Nachrichten von Frau Slomka in den Heute-Sendungen im ZDF.

    Das liegt aber vermutlich daran, dass ich viele der anderen Sendungen schon seit Jahren meide - ja, tatsächlich - wie der Teufel das Weihwasser.

    • ksai
    • 29.07.2010 um 14:45 Uhr

    kT

    .....es stimmt zwar schon dass auch bei den öffentlich rechtlichen einiges im argen liegt, aber verglichen mit dem Unterschichten-TV ist es immer noch ganz ordentlich, vor allem wenn man die Zusatzkanäle wie ZDF Info etc. hinzunimmt

    • joG
    • 29.07.2010 um 11:12 Uhr

    ....dass die öffentliche Hand Bildungs- und vielleicht auch, aber hier ist in einer Demokratie sehr sorgsam zu verfahren, um Missbrauch aber auch und vor allen Anderen durch Vereinheitlichung der Informationen einem selektiven Weltbild zu verfallen, Informationsinhalte unters Volk bringen will. Dass sie aber ein Unterhaltungsangebot anbietet ist ein Symptom, dass völliges Missverständnis dessen wozu Staaten da sind unterwegs ist.

    Sehr geehrter Jens Jessen,

    als Dokumentarfilmer und Vorstandsmitglied der AG Dok möchte ich Ihnen danken für Ihren couragierten Artikel.
    Mögen die Medienlandschaft und die dafür Verantwortlichen sich Ihre Worte mal zu Herzen nehmen.

    Mit freundlichen Grüßen, Dirk Szuszies

    ... sind die mitgefühlten Nachrichten von Frau Slomka in den Heute-Sendungen im ZDF.

    Das liegt aber vermutlich daran, dass ich viele der anderen Sendungen schon seit Jahren meide - ja, tatsächlich - wie der Teufel das Weihwasser.

    • ksai
    • 29.07.2010 um 14:45 Uhr

    kT

    .....es stimmt zwar schon dass auch bei den öffentlich rechtlichen einiges im argen liegt, aber verglichen mit dem Unterschichten-TV ist es immer noch ganz ordentlich, vor allem wenn man die Zusatzkanäle wie ZDF Info etc. hinzunimmt

  2. Die Intendanten sollten sich schämen so viel Geld zum Fenster hinauszuschmeißen. Damit gefährden sie die Öffentlich-Rechtlichen. Wie wichtig es ist, dass wir diese haben, zeigt ein Blick nach Italien.

    Bitte seinen Sie verantwortungsbewusst und kürzen Sie, wo es geht. (Ich bin mir sicher, dass es geht.)

    Eine Leser-Empfehlung
  3. Die Strategie der Volksverblödung wird seit Jahrzehnten von allen Parteien zielstrebig verfolgt. Und die restlichen ogenannten gesellschaftlich relevanten Gruppen haben auch kein Interesse an einem Bildungsbürger. Nicht umsonst sitzen die Vorgenannten in trauter Gemeinsamkeit in den Verwaltungs- und Programmräten. Und damit das System aus dem Blick der noch Kritischen gerät, beschließt man die Ewigkeitsfinanzierung. Automatisch und geräuschlos. Moderne "Brot und Spiele" für eine immer dumpfere Menge Stimmvieh. Schöne neue Welt.

  4. mal beim Namen genannt. Ich ärgere mich permanent über das Product Placement. Wenn die Sendungen, in denen das permanent gemacht wird, wenigstens noch einen Hauch von Niveau hätten. Aber nein, ab 15.00 Uhr nachmittags jagt eine Seifenoper die andere, ab 19.00 Uhr die Nachrichten, die ich so auf ntv schon drei mal gehört und gesehen hab. Zum krönenden Abschluss dann noch eine Talksendung à la Illner, in der die immer gleichen Gäste die immer altbekannten Floskeln von sich geben. Und dafür bezahlen wir Gebühren. Immerhin einen Lichtblick kann ich ausmachen: Die sogenannten "Volksmusik-Sendungen", die jahrelang alle öffentlich-rechtlichen samstag-abendlich überschwemmt haben, die sind wenigstens massiv zurückgegangen.

    Eine Leser-Empfehlung
  5. Nun ja, die Zwangseintreibung pro Haushalt ist schon ein starkes Stück. Man könnte aus den Sendungen mehr draus machen, richtig! Schielt man dazu sehr auf die Quoten und kleistert unsere Bildungshunger zu?
    Die Sender spiegeln leider das wieder was die Frau, Mann auf der Straße sehen will.

    Doch auf Phönix geht’s doch, bei den anderen außer schmalzigen a la latinoSendungen, sowie tränenreiche Musiksendungen und so was ähnliches schalte ich ab.
    Die Privaten mit durchwirkten Reklamesendungen sind nervend nach dem Muster von "American Way of Life".

    Leider sind wir Menschen durchmischt mit wenigen Goldkörnern und Sandkörner ziehen Sandkörner an.

  6. Wer den Zweck von Rundfunkgebühren noch nicht begriffen hat, sollte mal für ein paar Abende Privatfernsehen und vor allem die dort gesendeten Nachrichten ansehen.

    Wenn alle Bevölkerungsschichten Rundfunkgebühren zahlen müssen, sollte das Öffentllich-/Rechtliche Fernsehen auch deren Wünsche bedienen! Herr Jessen pocht sehr auf den erzieherischen Auftrag, doch wer erzieht da? Hat die bürgerliche Bildungselite die Wahrheit gepachtet, sodass alle anderen Bevölkerungsschichten damit beglückt werden müssen? Die Kritik an den Spartenkanälen verkennt, dass sich die Lebenswelten und Vorlieben in unserer Gesellschaften unterscheiden. Wenn ein Bildungsbürger niveauvolle Unterhaltung sehen möchte, kann er einfach die entsprechende Taste auf der Fernbedienung drücken. Sendungen die er aufgrund der späten Ausstrahlung (oder anderer Termine) verpasst hat, können aufgrund der gescholtenen Internetpräsens jederzeit angesehen werden.

    Was soll daran bitte schlecht sein?

    Die Vielfalt im Fernsehen erfordert den "mündigen Bürger", der in Feulletons und Sonntagsreden besungen wird. Die Integrationswirkung eines Senders, der nur Inhalte bringt die einem hohen kulturellen Niveau entsprechen erreicht vielleicht die Menschen, welche mit dem Einheitsfernsehen aus drei Kanälen aufgewachsen sind, andere schalten einfach um. Damit hätte sich dann auch der Bildungsauftrag des öffentlich rechtlichen Fernsehens erledigt.

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    Einer der besten Kommentare, dem ist Nichts mehr hinzuzufügen.

    Vielen Dank,

    Kentaro

    • Hickey
    • 29.07.2010 um 9:37 Uhr

    Wie mir den Nachrichten überbracht werden ist mir egal, denn es kommt nur auf den Inhalt an.

    Ich gebe gerne zu das Nachrichten ala RTLII(obwohl noch nie gesehen)wahrscheinlich nicht das beste sind, aber die stocksteifen Sprechbehinderten beim ZDF/ARD sind da auch nicht besser.

    Die Haushaltsabgabe werde ich trotzdem mit bekämpfen, denn dann könnte ich genauso behaupten, Als Mann ist das Gerät zum Kindermachen da, also will ich auch Kindergeld haben. Selbe Logik, nur auf etwas anderes bezogen.

    • joG
    • 29.07.2010 um 11:23 Uhr

    ....Ausland oft dortige Fernsehprogramme. Die sind in mehreren Ländern viel, viel besser als hier und privat. Selbst in einem armen Land wie Rumänien gibt es mindestens 60 Programme. Man kann laufend Naturfilme, Wissenschaftsfilme, Serien oder Filme sehen. News wird in Arabisch, Englisch, Holländisch, Italienisch, Französisch usw angeboten. Dies gilt auch für die anderen Inhalt, die ich oben nannte. Man kann in den wesentlichen Sprachen all die Dinge sehen. Alles privat. Ich finde das eigentlich besser als hier und schon alle Mal besser als hier das öffentliche Fernsehen. Gleiches gilt auch für das Radio.

    Das bedeutet nicht, dass man öffentliches Fernsehen oder Radio nicht auch gut gestalten. BBC macht das und mit Abschlägen DLF. In beiden Fällen ist aber die Gefahr immer wieder durch ihre starke Position gegeben, dass sie das Universum der Informationen so selektiert, dass die Meinung der Redaktion zur Meinung der Nation wird. Dieser Gefahr erliegen die Sender manchmal und manchmal zu gewissen Themen dauerhaft.

    Es steht außer Frage, dass nicht die Bildungselite von oben herab das Programm für die Massen oktroyieren soll. Dies stünde ja sogar im Widerspruch zum demokratischen Auftrag der öffentlich-rechtlichen. Sieht man sich allerdings mal das Programm an, erkennt man dass hier das umgekehrte Phänomen am Werk ist.
    Der "mündige Bürger" muss zwar seine Quellen selbst auswählen, er hat aber ein Recht darauf, dass auch seine Gebühren seinen Interessen entsprechend verwendet werden. Das Fernsehen im Allgemeinen läuft mehr und mehr Gefahr, zum Verblödungsinstrument zu werden, ob aus Angst vor der Politik oder (wie ich öfter erfahren muss, da mein bester Freund bei einem Fernsehsender arbeitet) aus Angst vor dem Zuschauer; aber kann es der Sinn unserer Gebühren sein, uns ein Programm vorzusetzen, das uns die Privaten jeden Tag auslöffeln oder muss nicht das öffentlich-rechtliche diesen Trend vielmehr kontern um einen Ausgleich zu schaffen? DAS wäre eine demokratische Verwendung von Gebühren.

    • dacapo
    • 30.07.2010 um 17:39 Uhr

    ......Kanälen" groß geworden sind. Sie werden es kaum glauben, mit denen komme ich meistens noch gut zurecht, obwohl die Qualität schon nachgelassen hat. Es sind ja immerhin noch ARTE hinzugekommen und die ZDF- und ARD-Parallel-Sender hinzugekommen. Die jeweiligen Regionalsendungen hinzu genommen, bin ich gut "bedient". Die vielen Privatsender, außer den Nachrichtensendungen, sind schrecklicher Schwund. Seit dem Aufkommen derselben hängen sich ja leider auch die Öffentlich-Rechtlichen an den Zug der Verblödung. Diese Privaten sind keine Bereicherung. Hin und wieder kommt man beim zippen mal da rein. Man erschrickt meistens, dagegen hätten Pornos ja noch
    Stil. Nee Danke, dann lieber nur die "Drei" plus.
    Wer lange im Ausland lebt, wird auch in dieser Hinsicht feststellen, die Deutschen jammern auf hohem Niveau.

    • Jeppe
    • 06.12.2010 um 10:08 Uhr

    ...nun gar nicht vor.

    sie scheinen zu vergessen, das ein Großteil des "mündigen"(??) Bürgers Schaden nimmt, indem ihm Meinungen in den Mund gelegt werden und das einfache Denken
    gefördert wird. Das kann logischerweise nicht im Sinne unseres Landes sein, das von geistg wendigen Menschen sein Bestandsrecht ableitet. Von den durch verdummende, leichte Kost geprägten Zuschauer wird das Land in eine Bedeutungslosikeit abrutschen: bestes Beispiel das "befeundete" Land USA! So sehr das vieleicht im kurzen Sinne unserer Politiker sein mag, es solte sich niemand wünschen. Dafür denke ich sollten manche Sender und Sendungen unter die Lupe genommen werden.

    Einer der besten Kommentare, dem ist Nichts mehr hinzuzufügen.

    Vielen Dank,

    Kentaro

    • Hickey
    • 29.07.2010 um 9:37 Uhr

    Wie mir den Nachrichten überbracht werden ist mir egal, denn es kommt nur auf den Inhalt an.

    Ich gebe gerne zu das Nachrichten ala RTLII(obwohl noch nie gesehen)wahrscheinlich nicht das beste sind, aber die stocksteifen Sprechbehinderten beim ZDF/ARD sind da auch nicht besser.

    Die Haushaltsabgabe werde ich trotzdem mit bekämpfen, denn dann könnte ich genauso behaupten, Als Mann ist das Gerät zum Kindermachen da, also will ich auch Kindergeld haben. Selbe Logik, nur auf etwas anderes bezogen.

    • joG
    • 29.07.2010 um 11:23 Uhr

    ....Ausland oft dortige Fernsehprogramme. Die sind in mehreren Ländern viel, viel besser als hier und privat. Selbst in einem armen Land wie Rumänien gibt es mindestens 60 Programme. Man kann laufend Naturfilme, Wissenschaftsfilme, Serien oder Filme sehen. News wird in Arabisch, Englisch, Holländisch, Italienisch, Französisch usw angeboten. Dies gilt auch für die anderen Inhalt, die ich oben nannte. Man kann in den wesentlichen Sprachen all die Dinge sehen. Alles privat. Ich finde das eigentlich besser als hier und schon alle Mal besser als hier das öffentliche Fernsehen. Gleiches gilt auch für das Radio.

    Das bedeutet nicht, dass man öffentliches Fernsehen oder Radio nicht auch gut gestalten. BBC macht das und mit Abschlägen DLF. In beiden Fällen ist aber die Gefahr immer wieder durch ihre starke Position gegeben, dass sie das Universum der Informationen so selektiert, dass die Meinung der Redaktion zur Meinung der Nation wird. Dieser Gefahr erliegen die Sender manchmal und manchmal zu gewissen Themen dauerhaft.

    Es steht außer Frage, dass nicht die Bildungselite von oben herab das Programm für die Massen oktroyieren soll. Dies stünde ja sogar im Widerspruch zum demokratischen Auftrag der öffentlich-rechtlichen. Sieht man sich allerdings mal das Programm an, erkennt man dass hier das umgekehrte Phänomen am Werk ist.
    Der "mündige Bürger" muss zwar seine Quellen selbst auswählen, er hat aber ein Recht darauf, dass auch seine Gebühren seinen Interessen entsprechend verwendet werden. Das Fernsehen im Allgemeinen läuft mehr und mehr Gefahr, zum Verblödungsinstrument zu werden, ob aus Angst vor der Politik oder (wie ich öfter erfahren muss, da mein bester Freund bei einem Fernsehsender arbeitet) aus Angst vor dem Zuschauer; aber kann es der Sinn unserer Gebühren sein, uns ein Programm vorzusetzen, das uns die Privaten jeden Tag auslöffeln oder muss nicht das öffentlich-rechtliche diesen Trend vielmehr kontern um einen Ausgleich zu schaffen? DAS wäre eine demokratische Verwendung von Gebühren.

    • dacapo
    • 30.07.2010 um 17:39 Uhr

    ......Kanälen" groß geworden sind. Sie werden es kaum glauben, mit denen komme ich meistens noch gut zurecht, obwohl die Qualität schon nachgelassen hat. Es sind ja immerhin noch ARTE hinzugekommen und die ZDF- und ARD-Parallel-Sender hinzugekommen. Die jeweiligen Regionalsendungen hinzu genommen, bin ich gut "bedient". Die vielen Privatsender, außer den Nachrichtensendungen, sind schrecklicher Schwund. Seit dem Aufkommen derselben hängen sich ja leider auch die Öffentlich-Rechtlichen an den Zug der Verblödung. Diese Privaten sind keine Bereicherung. Hin und wieder kommt man beim zippen mal da rein. Man erschrickt meistens, dagegen hätten Pornos ja noch
    Stil. Nee Danke, dann lieber nur die "Drei" plus.
    Wer lange im Ausland lebt, wird auch in dieser Hinsicht feststellen, die Deutschen jammern auf hohem Niveau.

    • Jeppe
    • 06.12.2010 um 10:08 Uhr

    ...nun gar nicht vor.

    sie scheinen zu vergessen, das ein Großteil des "mündigen"(??) Bürgers Schaden nimmt, indem ihm Meinungen in den Mund gelegt werden und das einfache Denken
    gefördert wird. Das kann logischerweise nicht im Sinne unseres Landes sein, das von geistg wendigen Menschen sein Bestandsrecht ableitet. Von den durch verdummende, leichte Kost geprägten Zuschauer wird das Land in eine Bedeutungslosikeit abrutschen: bestes Beispiel das "befeundete" Land USA! So sehr das vieleicht im kurzen Sinne unserer Politiker sein mag, es solte sich niemand wünschen. Dafür denke ich sollten manche Sender und Sendungen unter die Lupe genommen werden.

    • atur
    • 29.07.2010 um 7:50 Uhr

    Man stelle sich vor es würden nur Bücher von Politikern, Schauspielern und einigen handverlesenen Journalisten auf den Markt kommen. Das ist in etwa das Niveau von Polittalkshows in ard und zdf.

    Man spürt ja richtig wie einer wie Georg Schramm mit angezogener Handbremse sich zurückhält um nicht die öffentlich rechtlichen in Grund und Boden zu demontieren. (Das wär eine Freude). Wahrscheinlich sitzt ständig einer im Hintergrund mit dem Finger am Notabschaltknopf.

    Es hilft hier nur kollektive Verweigerung gegen diese Verachtung.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Georg Schramm haben Sie wahrscheinlich selbst auch im öffentlichen Fernsehen gesehen. Ihre Haltung erscheint mir daher merkwürdig. Im Privatfernsehen sehe ich ihn noch weniger auftreten.

    Ich bin übrigens sehr glücklich mit den öffentlich-rechtlichen radiosendern wie WDR5 oder NRD info und denke dort wird man wesentlich umfassender, kritischer und objektiver informiert als zB durch die Zeit. Das ist auch im internationalen Vergleich vorbildlich. Andererseits finde ich es auch inakzeptabel für irgendwelches Entertainment Gebühren zu zahlen... DAS sollen doch bitte die Privatsender erledigen DAS können sie nämlich gut genug.

    Georg Schramm haben Sie wahrscheinlich selbst auch im öffentlichen Fernsehen gesehen. Ihre Haltung erscheint mir daher merkwürdig. Im Privatfernsehen sehe ich ihn noch weniger auftreten.

    Ich bin übrigens sehr glücklich mit den öffentlich-rechtlichen radiosendern wie WDR5 oder NRD info und denke dort wird man wesentlich umfassender, kritischer und objektiver informiert als zB durch die Zeit. Das ist auch im internationalen Vergleich vorbildlich. Andererseits finde ich es auch inakzeptabel für irgendwelches Entertainment Gebühren zu zahlen... DAS sollen doch bitte die Privatsender erledigen DAS können sie nämlich gut genug.

    • zagy
    • 29.07.2010 um 7:56 Uhr
    8. Dradio

    "Dagegen spricht vor allem die staunenswerte Qualität von Deutschlandradio und Deutschlandfunk, die täglich beweisen, dass Radio kein Dudelfunk sein muss."

    Genau – dafür Zahle ich gerne.

    Was im Fernsehen läuft ist in der Tat meistens völlig uninteressant. Das hat aber natürlich auch den Vorteil, dass man sich nicht ständig genötigt fühlen muss den Fernseher überhaupt anzuschalten. Dafür muss man aber wirklich kein Geld bezahlen.

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    Das Programm des Deutschlandfunks ist wirklich fantastisch. Vor allem erstaunt das erstaunlich Spektrum der Beiträge. Man wünscht sich täglich ähnliche Qualität im deutschen Fernsehen.

    • joG
    • 29.07.2010 um 11:29 Uhr

    ...Augenblick. Leider ist DLF aber auch gefährlich, da man ihm weitaus gerne glaubt, aber systematisch gewisse Paradigmen dort disseminiert werden und oft Informationen gewandelt werden, um diesen Paradigmen zu genügen. Das fällt sehr oft an den Simultan Übersetzungen auf, bei denen die bspw Englischen Sätze einen anderen Inhalt haben, als die Übersetzung. Ähnliches geschieht bei Berichten zu politischen Geschehnissen. Relativ oft las ich bspw eine Reden nach und fand eine andere Aussage in ihr, als berichtet worden war.

    • Zack34
    • 29.07.2010 um 16:57 Uhr

    ... nichts für bare Münze nehmen, zum. wenn´s um die Weltpolitik, ja Berichte aus dem Ausland geht.

    Der Mitkommentierende joG hat in seiner Antwort hierauf die Sache beim Namen genannt, DEM ist nichts hinzuzufügen.

    ps.
    ´ freut mich aufrichtig zu hören, dass es noch Leute gibt, die ebenso über das Aufgetischte nachdenken und genau zuhören, ja die gleichen unsauberen Sachen entdecken, Grüsse an joG

    Beispiel gefällig?
    IGH-Urteil vom 21.07. ...

    Das Programm des Deutschlandfunks ist wirklich fantastisch. Vor allem erstaunt das erstaunlich Spektrum der Beiträge. Man wünscht sich täglich ähnliche Qualität im deutschen Fernsehen.

    • joG
    • 29.07.2010 um 11:29 Uhr

    ...Augenblick. Leider ist DLF aber auch gefährlich, da man ihm weitaus gerne glaubt, aber systematisch gewisse Paradigmen dort disseminiert werden und oft Informationen gewandelt werden, um diesen Paradigmen zu genügen. Das fällt sehr oft an den Simultan Übersetzungen auf, bei denen die bspw Englischen Sätze einen anderen Inhalt haben, als die Übersetzung. Ähnliches geschieht bei Berichten zu politischen Geschehnissen. Relativ oft las ich bspw eine Reden nach und fand eine andere Aussage in ihr, als berichtet worden war.

    • Zack34
    • 29.07.2010 um 16:57 Uhr

    ... nichts für bare Münze nehmen, zum. wenn´s um die Weltpolitik, ja Berichte aus dem Ausland geht.

    Der Mitkommentierende joG hat in seiner Antwort hierauf die Sache beim Namen genannt, DEM ist nichts hinzuzufügen.

    ps.
    ´ freut mich aufrichtig zu hören, dass es noch Leute gibt, die ebenso über das Aufgetischte nachdenken und genau zuhören, ja die gleichen unsauberen Sachen entdecken, Grüsse an joG

    Beispiel gefällig?
    IGH-Urteil vom 21.07. ...

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