Edzard Reuter "Meine Mutter vermittelte mir: 'Ertrag das'"Seite 2/2
ZEITmagazin: Mussten Sie sich damals einen Ruck geben, wieder unter Leute zu gehen?
Reuter: Ich musste mir keinen Ruck geben, aber wenn ich irgendwo hinging, wusste ich, was die anderen über mich dachten. Und da musste ich zu mir selber sagen: Solange du dir im Spiegel ins Gesicht schauen kannst, gibt es gar keinen Grund, vor anderen zurückzuschrecken. Aber um das auszuhalten, braucht es schon gewisse innere Überzeugungen.
ZEITmagazin: Haben Sie mit der Trennung von Daimler auch viele Menschen verloren, die Sie vorher als Freunde betrachtet hatten?
Reuter: Ja, das ist so gewesen. Diese Kränkungen sind von Menschen ausgegangen, die ich vorher als meine Freunde angesehen hatte.
- Ijoma Mangold
gehört neben der Fotografin Herlinde Koelbl und dem Psychologen Louis Lewitan zu den Interviewern unserer Gesprächsreihe. Mangold ist stellvertretender Ressortleiter des ZEIT-Feuilletons und Moderator der ZDF-Literatursendung »Die Vorleser«
ZEITmagazin: Kann es in einer Spitzenposition überhaupt echtes Vertrauen geben?
Reuter: Über dieses Problem habe ich viel nachgedacht, aber keine Lösung dafür gefunden. Ich habe das natürlich rational immer gewusst. Ich habe daraus aber nicht die Schlussfolgerung gezogen, jeden Einzelnen, mit dem ich zusammengearbeitet habe, als Speichellecker einzuordnen. Ich habe trotzdem versucht, denen Vertrauen zu schenken.
ZEITmagazin: Haben Sie die Kränkung verwunden?
Reuter: Ja, ich könnte gar nicht leben, wenn ich ständig haderte. Wohl kann ich Leute verachten, aber nicht hassen.
Das Gespräch führte Ijoma Mangold
- Datum 31.07.2010 - 14:43 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Serie Das war meine Rettung
- Quelle ZEITmagazin, 29.07.2010 Nr. 31
- Kommentare 17
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Von vielen - wenn auch nicht allen - Menschen umgeben zu sein, die einem nur nach dem Mund reden und hinterrücks die Messer wetzen - was für ein Albtraum.
Da ist ein Verzicht auf eine Karriere auch eine gute Alternative.
"volksgemeinschaftlichen Prägung durch den Nationalsozialismus"
Das ist Huldigung des Nationalsozialismuses.
...scheinen sie in diesem Satz eine Huldigung erkannt zu haben?
Gekürzt. Die Redaktion/sh
Pawlowsche Reflexe?
Dann nehmen Sie am besten einen Stapel Geschichtsbücher über die NS-Zeit zur Hand. In denen wimmelt es von solchen Formulierungen. Da können Sie bis an ihr Lebensende Beschwerdebriefe an die Verlage schreiben.
Bevor sie ihre in diesem Zusammenhang völlig überflüssigen Kommentar abgehen,lesen sie den Artikel sorgfältig!
Mitnichten hat Reuter - wie sie ihn polemisierend unterstellen - NS-Gedankengut vertreten resp verherrlicht!
...scheinen sie in diesem Satz eine Huldigung erkannt zu haben?
Gekürzt. Die Redaktion/sh
Pawlowsche Reflexe?
Dann nehmen Sie am besten einen Stapel Geschichtsbücher über die NS-Zeit zur Hand. In denen wimmelt es von solchen Formulierungen. Da können Sie bis an ihr Lebensende Beschwerdebriefe an die Verlage schreiben.
Bevor sie ihre in diesem Zusammenhang völlig überflüssigen Kommentar abgehen,lesen sie den Artikel sorgfältig!
Mitnichten hat Reuter - wie sie ihn polemisierend unterstellen - NS-Gedankengut vertreten resp verherrlicht!
...scheinen sie in diesem Satz eine Huldigung erkannt zu haben?
Gekürzt. Die Redaktion/sh
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/sh
Das heißt ja nicht das man Nazi ist, oder? Denn wenn dem so wäre müsste man das gesamte Deutschland in die Mülltonne schmeißen, denn Deutschland ist ja durch diese Zeit geprägt.
Sich an so einer sachlichen Bemerkung aufzuhängen. Herrn Reuter wurde durch diese Zeit bestimmt viel genommen. Ein bisschen menschlichen Respekt fände ich da angebracht.
Gut gemacht Herr Reuter! Sie haben was aus Ihrem Leben gemacht. Das es in Spitzenetagen Neider gibt, nun, da hätte Ihre Mutter wohl gesagt, da muß man durch.
[...]
Was bitte ist daran falsch, die NS Zeit als "volksgemeinschaftlich" zu Bezeichnen? Vielleicht sollte ich Sie darauf Hinweisen, dass ich den Begriff an sich als höchst problematisch und negativ Empfinde, wodurch ich keinerlei Probleme damit besitze dieses Wort auf die NS-Zeit anzuwenden.
Ich Verfluche das Wort und nicht den, der es ausspricht.
Vielleicht sollten sie ein bisschen intensiver darüber reflektieren um eine ähnliche Sensibilität zu erreichen.
Gekürzt. Bitte achten Sie auf einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion/sh
Das heißt ja nicht das man Nazi ist, oder? Denn wenn dem so wäre müsste man das gesamte Deutschland in die Mülltonne schmeißen, denn Deutschland ist ja durch diese Zeit geprägt.
Sich an so einer sachlichen Bemerkung aufzuhängen. Herrn Reuter wurde durch diese Zeit bestimmt viel genommen. Ein bisschen menschlichen Respekt fände ich da angebracht.
Gut gemacht Herr Reuter! Sie haben was aus Ihrem Leben gemacht. Das es in Spitzenetagen Neider gibt, nun, da hätte Ihre Mutter wohl gesagt, da muß man durch.
[...]
Was bitte ist daran falsch, die NS Zeit als "volksgemeinschaftlich" zu Bezeichnen? Vielleicht sollte ich Sie darauf Hinweisen, dass ich den Begriff an sich als höchst problematisch und negativ Empfinde, wodurch ich keinerlei Probleme damit besitze dieses Wort auf die NS-Zeit anzuwenden.
Ich Verfluche das Wort und nicht den, der es ausspricht.
Vielleicht sollten sie ein bisschen intensiver darüber reflektieren um eine ähnliche Sensibilität zu erreichen.
Gekürzt. Bitte achten Sie auf einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion/sh
Kommentar 4 richtet sich an 3 , nicht an 2.
Pawlowsche Reflexe?
Dann nehmen Sie am besten einen Stapel Geschichtsbücher über die NS-Zeit zur Hand. In denen wimmelt es von solchen Formulierungen. Da können Sie bis an ihr Lebensende Beschwerdebriefe an die Verlage schreiben.
Das heißt ja nicht das man Nazi ist, oder? Denn wenn dem so wäre müsste man das gesamte Deutschland in die Mülltonne schmeißen, denn Deutschland ist ja durch diese Zeit geprägt.
Sich an so einer sachlichen Bemerkung aufzuhängen. Herrn Reuter wurde durch diese Zeit bestimmt viel genommen. Ein bisschen menschlichen Respekt fände ich da angebracht.
Gut gemacht Herr Reuter! Sie haben was aus Ihrem Leben gemacht. Das es in Spitzenetagen Neider gibt, nun, da hätte Ihre Mutter wohl gesagt, da muß man durch.
Sich auf diese Weise selbst eine Dornenkrone aus Wehleidigkeit und "die anderen waren die Schufte" aufzusetzen - für mein Empfinden ziemlich peinlich, jedenfalls hätte ich niemals erlaubt, dieses Interview aus irgendwie missratenen 15 Sätzen veröffentlichen zu lassen. Immerhin hat Herr Reuter Mercedes große Probleme eingebrockt, dazu kein Wort. Dieses Pochen auf den Bestand der Männerbünde - auch seltsam. Wie konnte Herr Reuter auf den Gedanken kommen, dass es sich dabei um Freundschaften handelt?
Muss jeder der in dieser Welt eine große Nummer war, im Alter noch unbedingt nachschieben, dass man ihn gedemütigt hat, er gewissermaßen ein Mann der Qualen und der Schmerzen war. Goethe hat es übrigens auch getan: Er meinte er sei nur drei Wochen glücklich gewesen. Ist wohl eine elitäre Krankheit, das Bedauern und das Mitleid bleibt bei mir mjedoch gemäßigt.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren