Daten-Roaming Liebe Halsabschneider

Zeit für einen Wutausbruch: Smartphones und Laptops versprechen grenzenlose Mobilität. Doch wer sie nutzt, wird abgezockt.

Wer im Urlaub über sein Handy ins Internet geht muss mit hohen Kosten rechnen

Wer im Urlaub über sein Handy ins Internet geht muss mit hohen Kosten rechnen

Ihr kennt solche Beschwerden sicherlich. Die Briefe füllen Regale voller Aktenordner. Einer stammt von Ursula Dworák: Ihr habt ihn abgeheftet, mit einem Standardschreiben beantwortet und wahrscheinlich vergessen. Zuvor habt Ihr freilich prächtig an der guten Frau verdient.

Zur Erinnerung: Die auf Museen spezialisierte Unternehmensberaterin war von Stuttgart nach Krakau gereist, um eine neue Ausstellung zu besuchen. Spätabends, kurz vor dem Schlafengehen, tippte Dworák auf ihrem Laptop noch schnell einige E-Mails, sah Unterlagen durch und recherchierte im Internet. »Mir war schon klar, dass Surfen im Ausland teurer ist als daheim«, sagt sie. »Aber gleich so viel?« Knapp 1800 Euro forderte Base, der Billigableger von E-Plus, hinterher für die mobile Datenverbindung. Das war im vergangenen Dezember, und auf der Rechnung stand der Satz: »Base wünscht Ihnen eine schöne Weihnachtszeit!«

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Jemand anders sollte nach seiner Türkeireise rund 9000 Euro für Internetbesuche zahlen, ein Frankreichurlauber gar 46.000 Euro. Surfen im Ausland für ein Jahresgehalt? Täuscht es, oder häufen sich solche Horrorgeschichten?

Gerade jetzt in der Urlaubszeit nehmen viele Menschen ihre iPhones, iPads, Smartphones und Surfsticks mit ins Ausland. Von Scharm al-Scheich aus laden sie dann Fotos von Tauch-Jeep-Kamel-Safaris auf ihre Facebook-Seiten. Per Handycam-Livestream aus Südspanien informieren sie die Heimat über den pittoresken Anblick einstmals verträumter und nun in Hotelkomplexe integrierter Fischerdörfer. Und im Liegestuhl an der Karibikküste planen sie via Tablet-PC den nächsten Auslandsurlaub. Sie tun lediglich, was Handyhersteller, Lifestyle-Medien und Mobilfunkfirmen als ganz normales Verhalten propagieren: Informationen auf Weltreise schicken. Daten-Roaming nennt man das.

Halsabschneiderei wäre das bessere Wort. Denn die Rechnung folgt, sobald die Urlaubsbräune verblasst. Was bleibt, sind Schulden. 

Betrug per Telefon

Der Betrug per Telefon nimmt massiv zu. Von Januar bis April 2010 seien bei der Bundesnetzagentur mehr als 66.000 Beschwerden eingegangen, etwa viermal mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.

0900-Servicenummern

Die Betrüger lassen per Computerprogramm zufällig Rufnummern anwählen, und sobald jemand abnimmt, werden ihm Autos, Geldbeträge oder andere Gewinne versprochen. Um sie zu erhalten, soll der vermeintliche Gewinner eine 0900-Servicenummer wählen – und endet dort für mehrere Euro pro Minute in der Warteschleife.

Strafverfolgung

Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger forderte die Strafverfolgungsbehörden auf, stärker gegen Telefonbetrüger vorzugehen. Wer gar nicht erst zum Opfer werden will, legt am besten sofort auf, wenn am Telefon plötzlich eine Computerstimme zu ihm spricht.

Angeblich ist die Welt ein Dorf. Angeblich sind Grenzen längst überwunden. Aber das ist gelogen. Bei Mobilfunkgebühren regiert pure Kleinstaaterei, und an jeder Grenze hält einer die Hand auf. Wegelagerei war früher ein Verbrechen, heute ist es ein Geschäftsmodell. Oder warum gibt es noch immer keine Pauschale fürs grenzenlose Surfen und Telefonieren? In einer globalisierten Welt, in der Kommunikation und Erreichbarkeit fast alles bedeuten, ist ein passender Tarif längst überfällig.

Wir brauchen eine globale Flatrate!

Fünf Milliarden Mobilfunkanschlüsse gibt es auf der Erde. Fünf Milliarden! Lässt man Greise, brabbelnde Kleinkinder und technikfeindliche Randgruppen mal beiseite, müsste rein rechnerisch jeder Mensch auf dem Planeten ein Handy bei sich tragen: der Bauer in Kenia, der damit aktuelle Ziegenmilchpreise vergleicht. Die achtjährige iPhone-4-Besitzerin aus dem Hamburger Elbvorort, die in der Grundschule nicht für das falsche Smartphone gemobbt werden will. Der viel reisende Investmentbanker aus London, der überall erreichbar sein muss. Und der tibetische Mönch, der eigentlich gar keins braucht.

Unterschiedlicher können Menschen kaum sein. Doch sie alle haben etwas gemein mit Ursula Dworák: Sobald sie auf Reisen ihr Gerät anschalten, droht ihnen die Privatinsolvenz.

Irgendwann ist das Maß voll. Dabei ist die Geschichte moderner Kommunikationsmittel schon reich genug an Plünderungen und Belästigungen. Stundenlang müssen wir stumpfes Gedudel in den Warteschleifen teurer 0900er-Hotlines ertragen, ohne jemals einen Servicemitarbeiter zu erreichen. Werbe-SMS und telefonische Meinungsumfragen zerstören zuverlässig jedes sonntägliche Mittagessen im Familienkreis. Und wer bei einem automatischen Gewinnanruf auch nur seinen Namen nennt, dem werden ungefragt Kühlschränke, Bücher oder Zeitschriften nach Hause geschickt. Sich gegen die Machenschaften der digitalen Freibeuter zu wehren, ist praktisch aussichtslos: Selbst Fußpilz wird man schneller wieder los als ein Klingeltonabo fürs Handy.

Gefährlicher ist nur noch mobiles Surfen. Daten-Roaming wird zum Existenzrisiko.

Dabei ist kein Medium so global und flexibel wie das Internet. Funknetze werden heute anders genutzt als zu jener Zeit, in der Mobiltelefone noch eine Sensation waren. Längst schwirren mehr Datensätze durch die Luft als gesprochene Worte. Sogar auf manchen Flugstrecken kann man per Mobilfunknetz surfen, etwa zwischen Jordanien und Indien. Acht von zehn mobilen Internetnutzern verlangen heute schon den Dauerzugang zum Netz: jederzeit. Überall. Aber nicht zu solchen Preisen.

Angeheizt wird der Datenverkehr noch vom Trend zum Cloud-Computing . Fotos, Texte, Filme, Adressen – sämtliche Daten, ja die digitalen Abbilder ganzer Persönlichkeiten, lassen sich irgendwo in den Wolken speichern, also in den Rechenzentren von Googleamazonmicrosoftapple & Co. Dort gelagert sind sie von jedem Ort der Welt aus verfügbar. Überall könne man zu Hause sein, so versprechen es die Internetfirmen, denn die Datenwolke schwebe über jedem Ort.

Aber was heißt das schon? Das globale Dorf ist die Fata Morgana des Internetzeitalters, und für Datentransfers in ferne Länder werden die Mobilfunker noch viele Horrorrechnungen verschicken. Dabei sind die Netzbetreiber selbst so global wie sonst nur wenige Unternehmen. Die spanische Telefónica bedient knapp 200 Millionen Mobilfunkkunden in zwei Dutzend Ländern, das Handyimperium der Deutschen Telekom reicht von Bonn bis nach Albanien. Die britische Vodafone und die französische Orange treten sogar als einheitliche Marken in jeweils etwa 30 Ländern auf, rund um die Welt. Ein Netz, eine Familie, lautet ihre Botschaft. Die Konzerne geben sich als echte Global Player, doch ihr Gebührensystem ist so übersichtlich wie die Landkarte Zentraleuropas im ausgehenden Mittelalter.

Mobiles Surfen

Seit Anfang Juli gilt in der Europäischen Union für mobiles Surfen eine Warngrenze von 50 Euro plus Mehrwertsteuer, hierzulande also knapp 60 Euro. Kurz vor dieser Grenze erhält der Surfer einen Hinweis – und will er nicht ausdrücklich weitersurfen, wird die Verbindung dann abgebrochen. Bei den Netzbetreibern lassen sich auch andere Grenzen festlegen. Die Regel gilt nur für die EU. Billiger werden die Verbindungen deswegen nicht.

Spezialtarife im Ausland

Große Mobilfunker bieten oft günstigere Spezialtarife für einzelne Reisen, Vodafone etwa das Reisepaket oder die Telekom den Handy DayPass. Solche Tarife haben aber mitunter viele Einschränkungen, etwa hinsichtlich des erlaubten Datenvolumens. Wird dieses überschritten, können die Preise drastisch steigen.

Hotspots

Preiswerter, manchmal sogar völlig kostenlos, sind Hotspots. Diese Zugangspunkte sind oft durch Schilder mit stilisierten Funkwellen gekennzeichnet und finden sich auf Bahnhöfen und an Flughäfen, in Cafés, Restaurants und Hotels. Mit der WLAN-Technik lässt sich dort eine Internetverbindung erstellen – ähnlich wie beim drahtlosen Surfen zu Hause. Nachteil: Hotspots sind nicht überall verfügbar.

Verbraucherzentrale

Wer später eine Horrorrechnung bekommt, hat oft Pech. Nur selten können beispielsweise Verbraucherzentralen dabei helfen, Rechnung und Vertragsbedingungen zu prüfen.

Mal ehrlich: Wollt Ihr damit nicht Schluss machen und endlich eine weltweite Flatrate anbieten? Weil die Zeit reif ist?

Telekom: »Nein!«

Telefónica: »No!«

Vodafone: »No way!«

Orange: »Pas du tout!«

Das war ja klar. Ginge es nach Euch, liebe Mobilfunker, bliebe alles wie gehabt. Soll heißen: teuer. Nur wenige können das mit Humor nehmen, Kai Diekmann zum Beispiel. Der ist Chefredakteur der Bild -Zeitung und bereiste vor ein paar Monaten Marokko, von wo aus er Videobeiträge für ein Blog verschickte. Wieder daheim, fand er im Briefkasten eine Rechnung der Telekom über mehr als 40.000 Euro. Glücklicherweise bezahlte das sein Verlag, und Diekmann machte sich einen Spaß draus. »Ich bin offenbar eines der vielen tausend Opfer der Roaming-Mafia geworden«, klagt er in einem netten Filmchen auf YouTube (Vorsicht: Nicht auf dem iPhone anschauen, wenn Sie gerade in Hammamet am Strand liegen!). Gebracht hat das freilich wenig.

Die Netzbetreiber verschanzen sich in einem Dickicht von Tarifen und Optionen, das sie vermutlich selber nicht durchblicken. Es grenzt an ein Wunder, dass sie überhaupt jeden Monat irgendwelche Abrechnungen verschicken können. Allein die Preisliste für Telekom Mobilfunk-Tarife umfasst 60 kleingedruckte Seiten und hat 86 noch kleiner gedruckte Fußnoten. Anhand der Broschüre lässt sich grob abschätzen, dass zwei Minuten YouTube gucken um die 14 Euro kosten, aber nur innerhalb Europas und sofern man vorher den passenden Tarif gewählt hat.

Wer die Kosten für mobile Auslandseinsätze genauer abschätzen will, verliert sich aber schnell im Gewirr von Möglichkeiten. Etwa bei Vodafone: Die besonders günstige Option »Reiseversprechen« gilt nur in ausgewählten Netzen mancher Länder. In Ägypten sind das Vodafone Egypt Telecommunications S.A. oder Etisalat Misr – nicht aber ECMS-MobiNiL. Dort dürfte es teurer werden. Alles klar?

Aber sonst ist natürlich alles ganz einfach: Am besten bucht man das Reiseversprechen nämlich zusammen mit dem World-Data-Tarif. Bei allen Kunden ist dieser sogar schon automatisch voreingestellt, es sei denn, sie haben einen Rahmenvertrag, dann müssen sie World Data selbst einrichten. Oder sie haben die Option Vodafone Happy Live, dann gelten andere Ausnahmen.

Happy Live! Allein der Name ist schon eine Frechheit! Was heißt denn hier glücklich? Im Normalfall kosten 50 Kilobyte zwischen 17 und 99 Cent. Einmal www.zeit.de aufrufen kostet bei diesen Preisen dann bis zu drei Euro – aber das hängt natürlich auch davon ab, in welche der vier Vodafone-Preiszonen das Urlaubsland gehört. Wie man das rausfindet? Kein Problem: »Eine Übersicht der Zonen und Länder finden Sie im Vodafone InfoDok 572.«

Infodokument 572! Fünfhundertzweiundsiebzig! Vodafones Literaturliste ist beeindruckend lang und in etwa so übersichtlich wie die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zum Steuerrecht. Muss man das wirklich alles lesen – bloß um herauszufinden, ob einen das Surfen im Ausland ganz oder nur teilweise ruiniert? Warum kann das nicht so einfach sein wie in der Werbung? Ist das etwa Happy Live?

Einfach zu bedienen und schwer zu durchschauen sind iPhone & Co. Die meisten Nutzer sind digitale Analphabeten. Ob sie wissen, dass viele Smartphones ein Eigenleben führen, das voll zulasten ihrer Besitzer geht? Wie launische Geister in der Hosentasche tun die Maschinen, was sie wollen. Dazu sind sie programmiert.

Frisch ab Werk sind viele Geräte so eingestellt, dass sie selbstständig nach Aktualisierungen suchen. Als Mittelding zwischen Telefon, Computer, Kamera und Navigationssystem haben sie quasi ständig etwas zu verbessern.

Pech, wenn das gerade während einer Auslandsreise passiert: Sie liegen in Antalya am Pool, und oben im Hotelzimmer erledigt Ihr Smartphone in aller Ruhe ein Update des Betriebssystems. Oder Sie steigen in New York aus dem Flugzeug und ihr GPS-fähiges Handy besorgt sich den fehlenden Kartensatz für sämtliche Straßen Nordamerikas. Während Sie ahnungslos zum Gepäckband schlurfen, werden Ihnen bereits 3500 Euro vom Konto abgebucht. Für diese Summe könnten Sie in der Businessclass nach Hause jetten, um Ihren alten Straßenatlas zu holen.

Natürlich lassen sich solche automatischen Kostenfallen ausschalten. Aber wer weiß schon auf Anhieb, wie das geht?

Am sichersten lebt man immer noch zu Hause. Doch nicht einmal die eigenen vier Wände schützen zuverlässig vor bösen Überraschungen.

Eric Gernez aus der Nähe von Petite-Forêt sollte für seine Ausflüge ins Internet rund 84.000 Euro zahlen. Dabei hatte der französische Gastronom bei seinem Netzbetreiber Orange eigentlich einen Pauschaltarif für 95 Euro gebucht. Der Fall ging Ende vergangenen Jahres landesweit durch die französische Presse, weil die Rechnung den Cafébesitzer fast ruiniert hätte. Schließlich einigte man sich und beschloss, den Vorfall künftig zu beschweigen, berichtete die Lokalzeitung L’Observateur. Offiziell wurde die Ursache der Riesenrechnung nie bekannt, doch Gerüchte gibt es schon: Petite-Forêt liegt in Nord-Pas de Calais, nicht allzu weit entfernt von der belgischen Grenze. Die Funksignale aus Belgien waren dort womöglich stärker als die heimischen, sodass sich Gernez’ Computer automatisch mit dem belgischen Mobilfunknetz verband. Fürs Ausland galt die Flatrate nicht.

Zugegeben, liebe Netzbetreiber, Ihr habt ein paar gute Argumente für höhere Preise. Funkmasten sind teuer, Frequenzen sind knapp, und mit den Gebühren fallen für gewöhnlich die Hemmungen, riesige Datenmengen zu versenden. Schon klassische Internetverbindungen per Glasfaserkabel sind mit der stetig wachsenden Datenflut bisweilen überfordert – wie sollen das erst die schwächeren Funknetze schaffen?

Natürlich dürft Ihr Geld verdienen. Aber muss es gleich so viel sein? Wenn der Versand einiger Bilder so viel kostet wie ein Round-the-world-Flugticket für eine Großfamilie, dann stimmen die Verhältnisse nicht mehr. Eine Urlaubspostkarte ist ja auch billiger als der Urlaub.

Schade nur, liebe Netzbetreiber, dass Ihr in der Werbung viel von Kundenfreundlichkeit sprecht, zum kundenfreundlichen Verhalten aber oft erst gezwungen werden müsst. So wie jetzt durch die EU-Kommission. Die hat wenigstens für Europa durchgesetzt , dass mobile Surfer seit Anfang Juli automatisch gewarnt werden, wenn die Kosten fürs Daten-Roaming die 60-Euro-Grenze erreichen (siehe Kasten). Auf diese Idee hätten kundenfreundliche Unternehmen ja auch von sich aus kommen können.

Billiger wird es trotz der neuen Regeln übrigens nicht, im Ausland zu surfen – von den Konditionen außerhalb Europas ganz zu schweigen. Die Preise bleiben, was sie sind: zu hoch.

Wer seinen Kunden eintrichtert, sie könnten und müssten immer und überall online sein, der sollte sie darin unterstützen, statt sie zu verwirren. Am besten mit einer weltweiten Flatrate. Und wenn das nicht geht, dann wenigstens mit Tarifen, die man versteht und die man sich auch leisten kann. Im Gegenzug verzichten wir gern auf simulierte Freundlichkeit und Sprachgirlanden auf der Rechnung. Einen schönen Urlaub also! Frohe Weihnachten! Und Happy Live!

Euer Marcus Rohwetter

 
Leser-Kommentare
  1. Sind die Leute doch selbst Schuld, pure Faulheit.
    Sollen sie doch ein Wifi Signal vom Hotel suchen.
    DAFUER wird man in Europa noch abgezockt, in Asien ist das oft inklusive.

    P.S. es heisst:http://de.wikipedia.org/wiki/Scharm_El-Scheich

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    • oooo
    • 08.08.2010 um 12:21 Uhr

    Natürlich gibt es Tricks, Roaming-Kosten zu umgehen. Aber nicht jeder Mensch kann es sich leisten, sein Smartphone im Urlaub abzuschalten. Sie irgnorieren die Argumente im Artikel.

    man kann ganz einfach die superteuren daten roaming gebühren sparen indem
    man sich ausländische prepaid daten sim karten besorgt
    habe ich schon oft gemacht und funktioniert prima
    ein anbieter den ich empfehlen kann ist www.prepaid-global.de
    da habe ich schon mal eine spanien und italien sim gekauft
    kann ich empfehlen

    • yato
    • 06.07.2011 um 15:08 Uhr

    Es ist also Pure Faulheit, wenn man nicht die hunderte Seiten Kleingedrucktes der Handy Mafia durchliest und dies sändig am laufenden hält? Man hat ja sonst nichts zu tun, da kann man sein Leben ja damit verbringen sich die Blutsauger vorm Leib zu halten deren Greifzangen man in der Hosentasche. Geben sie doch erstmal an im Auftrag welcher Menschenfeind-Firma sie hier Lobbyarbeit machen.
    Kommunikation und Information wird immer wichtiger und wenn die Firmen es nicht schaffen die Grundversorgung eines Menschen an Kommunikation(Provider), Geldverkehr (Banken), Verkehr (Busse/Bahnen), Trinkwasser etc. zu fairen und übersichtlichen Bedingungen anzubieten und wenn diese auch noch hunderttausende über den Tisch ziehen und ruinieren, dann gehören diese Firmen vor Gericht!

    Es hat nichts mit Demokratie und Gerechtigkeit zu tun, wenn sich Megakonzerne (durch ihre Lobby)alles erlauben können, jeder einfache Bürger, der Schwarzfährt und einen Konzern um 3 Euro schädigt vor den Kadi muss.

    • oooo
    • 08.08.2010 um 12:21 Uhr

    Natürlich gibt es Tricks, Roaming-Kosten zu umgehen. Aber nicht jeder Mensch kann es sich leisten, sein Smartphone im Urlaub abzuschalten. Sie irgnorieren die Argumente im Artikel.

    man kann ganz einfach die superteuren daten roaming gebühren sparen indem
    man sich ausländische prepaid daten sim karten besorgt
    habe ich schon oft gemacht und funktioniert prima
    ein anbieter den ich empfehlen kann ist www.prepaid-global.de
    da habe ich schon mal eine spanien und italien sim gekauft
    kann ich empfehlen

    • yato
    • 06.07.2011 um 15:08 Uhr

    Es ist also Pure Faulheit, wenn man nicht die hunderte Seiten Kleingedrucktes der Handy Mafia durchliest und dies sändig am laufenden hält? Man hat ja sonst nichts zu tun, da kann man sein Leben ja damit verbringen sich die Blutsauger vorm Leib zu halten deren Greifzangen man in der Hosentasche. Geben sie doch erstmal an im Auftrag welcher Menschenfeind-Firma sie hier Lobbyarbeit machen.
    Kommunikation und Information wird immer wichtiger und wenn die Firmen es nicht schaffen die Grundversorgung eines Menschen an Kommunikation(Provider), Geldverkehr (Banken), Verkehr (Busse/Bahnen), Trinkwasser etc. zu fairen und übersichtlichen Bedingungen anzubieten und wenn diese auch noch hunderttausende über den Tisch ziehen und ruinieren, dann gehören diese Firmen vor Gericht!

    Es hat nichts mit Demokratie und Gerechtigkeit zu tun, wenn sich Megakonzerne (durch ihre Lobby)alles erlauben können, jeder einfache Bürger, der Schwarzfährt und einen Konzern um 3 Euro schädigt vor den Kadi muss.

  2. wunderbar geschriebener artikel... ich habe gut gelacht :)

  3. Wer als Unternehmensberaterin sicher auch öfter im Ausland unterwegs ist, und in die Roaming-Falle tappt, ist selber schuld und darf gerne zum Konzerngewinn beitragen.

    Roaming und die damit verbundenen wahnsinnigen Kosten ist doch seit 15 Jahren ein Thema, wenn man sich dafür interessieren möchte. Und wie man im Ausland trotzdem und günstig online sein kann, steht auch jedes Jahr in den einschlägigen Zeitungen, oder auf Portalen der Verbraucherzentralen.

    Vielleicht bisher nicht in Zeit Online - da wurde nur von iPhone und iPad geblendeten Redakteuren über die schönen Seiten der neuen mobilen Zukunft berichtet.
    Ansonsten...einfach mal den Provider wechseln, der Kunde hat's in der Hand. Aber ach nee, das iPhone gibt's ja nur bei der Telekom...

  4. ... das ich weder smartphone noch ipad besitze und auch nicht den drang danach habe eines zu besitzen... mein handy kann telefonieren, dass reicht... man muss nicht immer und überall alles machen können... das ist nur kapitalistische propaganda und ich lasse davon die finger

    Eine Leser-Empfehlung
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    "mein handy kann telefonieren, dass reicht... man muss nicht immer und überall alles machen können... das ist nur kapitalistische propaganda und ich lasse davon die finger"

    ist vielleicht gut so das sie davon die finger lassen, ist ganz schön komplifiziert, ist nicht jedermann ihn seine sache so zeug.

    "mein handy kann telefonieren, dass reicht... man muss nicht immer und überall alles machen können... das ist nur kapitalistische propaganda und ich lasse davon die finger"

    ist vielleicht gut so das sie davon die finger lassen, ist ganz schön komplifiziert, ist nicht jedermann ihn seine sache so zeug.

  5. In Ihrem nächsten Artikel können Sie ja mal beschreiben wie das ist, wenn man sich in ein Lokal setzt, keinen Blick auf die Preise wirft, munter bestellt und sich nach der Mahlzeit über die Preise beklagt.

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    Suchen Sie doch bitte mal den Preis für den Datentarif für eine Stunde Internet und einem Datenvolumen für 100MB über einen Base Vertrag in der Türkei.

    Wie das können Sie nicht?
    Um bei Ihrem Vergleich zu bleiben, das ist also ob in der Speisekarte hinter jedem Gericht zwei Dutzend Sternchen auf das Kleingedruckte verweisen, welches aber nur im Keller direkt bei den sanitären Anlagen zu finden ist. Noch dazu steht im Kleingedruckten, dass für Ausländer nicht näher definierte Aufschläge nach dem Ermessen der externen Cateringgesellschaft dazukommen.

    Dabei gibt es technisch bereits eine Lösung für das Problem:
    Advice of Charge.
    Man sagt dem Kunden vor/während/und nach der Nutzung was er gerade verbraucht. Sie dürfen dreimal raten, warum es heute Advice of Charge immer noch nicht gibt.

    PS: Bei mir bleibt GPRS/UMTS aus Prinzip so lange aus, bis ich echte Kostentransparenz habe.

    ... die Preisangabe der Telefongesellschaften sind - wohl bewusst - unvollständig! Siehe meinen Kommentar "Daten-Roaming, ein Markt ohne Gewichte!"

    Suchen Sie doch bitte mal den Preis für den Datentarif für eine Stunde Internet und einem Datenvolumen für 100MB über einen Base Vertrag in der Türkei.

    Wie das können Sie nicht?
    Um bei Ihrem Vergleich zu bleiben, das ist also ob in der Speisekarte hinter jedem Gericht zwei Dutzend Sternchen auf das Kleingedruckte verweisen, welches aber nur im Keller direkt bei den sanitären Anlagen zu finden ist. Noch dazu steht im Kleingedruckten, dass für Ausländer nicht näher definierte Aufschläge nach dem Ermessen der externen Cateringgesellschaft dazukommen.

    Dabei gibt es technisch bereits eine Lösung für das Problem:
    Advice of Charge.
    Man sagt dem Kunden vor/während/und nach der Nutzung was er gerade verbraucht. Sie dürfen dreimal raten, warum es heute Advice of Charge immer noch nicht gibt.

    PS: Bei mir bleibt GPRS/UMTS aus Prinzip so lange aus, bis ich echte Kostentransparenz habe.

    ... die Preisangabe der Telefongesellschaften sind - wohl bewusst - unvollständig! Siehe meinen Kommentar "Daten-Roaming, ein Markt ohne Gewichte!"

    • Neon
    • 06.08.2010 um 12:18 Uhr

    Nun offenbart sich die Folge von "Liberalisierung" und "Deregulierung". Die Konsequenz ist Kapitalismus in seiner reinsten Auspraegung. Unsere Volksvertreter sind teilweise heillos ueberfordert aber auch uns selbstverstaendlich das Problem selbst. Alles wofuer unsere (honorigen) Vorfahren gekaempft haben geht nun den Bach hinunter und das in atemberaubender Geschwindigkeit. Die Vorstufe moderner Sklaverei zeigt sich und der Ausbruch des Klassenkampfes, verzeihen Sie mir diesen Begriff, wird unausweichlich. Das Leben ist nur noch kontrolliert von Gier und Selbstsucht. Gesellschaftliche Werte werden abqualifiziert, Demokratie denunziert und missbraucht und das Volk entmuendigt und mit Konsum ruhig gestellt.
    Wer aber wundert sich da noch ueber "roaming" Gebuehren von EUR3000 per G und der Versuch der nimmer mueden kommerziellen Betruegerschar mit nicht legalen "default" Einstellungen unbedarften Kunden das Geld aus der Tasche zu peitschen.
    Das naechste Quartal endet schon bald und kann nur mit abermals erhoehten Gewinnen als knapp akzeptabel bezeichnet werden.

    Neon, London

    • Fifty4
    • 06.08.2010 um 12:29 Uhr

    Die Tatsache, dass etwas teuer ist, ist nicht per se problematisch.

    Wenn aber der Kostenaufwand der TK - Unternehmen einen solch hohen Preis keineswegs rechtfertigen, handelt es sich eindeutig um Beutelschneiderei.

    Wofür haben wir eigentlich die Bundesnetzagentur?

  6. 8. Wucher

    Freies oder Flatter-artiges WiFi würde die meisten Probleme lösen. Evtl. engagiert sich die kreativ-mobile iPhone-Front für das falsche Projekt?

    Zweites: Man sollte Gesetze gegen Wucher in dieser Branche konsequenter anwenden.

    „Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.“

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