Frauenquote Mit ihr geht’s besser

Norwegen hat sie längst, Deutschland fehlt sie noch: Eine Quote für Spitzenfrauen.

Silvija Seres hat ihr Leben zwischen zwei Kännchen Schwarztee ausgebreitet: zwei eng beschriebene Seiten Papier mit Titeln, Positionen, Referenzen, einem kleinen Passfoto. Ihr Leben als Managerin sieht man Seres, dunkelgrünes Wollkleid, flache Schuhe, ungeschminkt, nicht an. Sie wirkt in diesem breiten Polstersessel im Salon eines Hotels in Oslo –ganz normal. Dabei hat sie in 40 Jahren erreicht, was andere in mehreren Leben nicht schaffen würden: mit 18 aus Serbien nach Norwegen eingewandert, Informatik in Oslo studiert, später Betriebswirtschaft in Frankreich und Singapur, promoviert über Programmalgorithmen in Oxford, geforscht in Peking, Dschidda und Palo Alto. Sie spricht sieben Sprachen, von Oslo aus sorgt sie bei Microsoft für die Integration von Firmen, die der US-Softwareriese zukauft. Silvija Seres ist oben angekommen.

Und dann, zwischen zwei Tassen Tee, sagt sie diesen Satz: »Ich persönlich habe von der Quote sehr profitiert.« Sie spielt auf ein Gesetz an, das Norwegens rund 370 börsennotierte Unternehmen zwingt, 40 Prozent ihrer Aufsichtsratsposten mit Frauen zu besetzen. Es macht aus Silvija Seres, ja was eigentlich? Eine Quotenfrau? Ohne die Hilfe der Politik, davon ist sie überzeugt, säße sie heute nicht in gut einem halben Dutzend Kontrollgremien. Aber das stört sie nicht. »Ich weiß ja, dass ich für jeden Posten qualifiziert bin«, sagt sie und streicht über ihren Bauch, der unter dem Kleid eine Kugel wirft. In wenigen Wochen bekommt sie ein Kind – ihr drittes.

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Als Seres vor sechs Jahren aus dem Ausland zurück nach Oslo kam, war sie in Norwegens Wirtschaftswelt eine Unbekannte. Trotz aller Qualifikationen fand sie keine Stelle. Erst ein Personalvermittler verhalf ihr zu einem Job bei einer Softwarefirma. »Wenn Unternehmen damals nicht nach Frauen für ihre Aufsichtsräte Ausschau gehalten hätten, wäre ich vielleicht nicht aufgefallen«, sagt sie. Erst Aufsichtsrätin, dann Spitzenfrau bei Microsoft. Heute sitzt Seres in den Kontrollgremien eines Energieversorgers, eines Technologiekonzerns, eines Buchverlags; sie entscheidet über Strategien, prüft Bilanzen, beruft Geschäftsführer. Geht es um neue Posten, fällt ihr Name.

Die Quote als Einlassticket ins Topmanagement. Ist das gut? Ist das schlecht? Seit Monaten diskutieren auch hierzulande Politiker und Manager über den eklatanten Mangel an Frauen in den Chefetagen. In den Aufsichtsräten der 200 größten deutschen Firmen besetzen Frauen nur ein Zehntel der Posten, die meisten von ihnen aufseiten der Arbeitnehmer, nicht der Anteilseigner. Gerade mal 2,5 Prozent aller Vorstände sind Frauen. 21 von 833, Stand Januar. Es gibt nur wenige, oft angeführte Beispiele, wie Barbara Kux bei Siemens oder seit Kurzem Regine Stachelhaus bei E.on. Andere Spitzenfrauen sind häufig Unternehmertöchter wie Simone Bagel-Trah (Henkel) oder leiten wie Petra Hesser bei Ikea die deutsche Tochtergesellschaft eines ausländischen Konzerns. Bei klassischen deutschen Industrieunternehmen hingegen ist eine Frau auf dem Vorstandsvorsitz weiter undenkbar. Von einer Indra Nooyi, die in den USA den Getränkeriesen PepsiCo führt, oder einer Anne Lauvergeon, die in Frankreich dem Energiekonzern Areva vorsteht, ist Deutschland weit, weit entfernt.

Das muss sich ändern. Darüber sind sich eigentlich alle einig. Obwohl deutsche Firmen zu den erfolgreichsten der Welt gehören. Obwohl ihre Stärke in der Ingenieurskunst liegt, traditionell eine Männerdomäne.

Doch Geburtsjahrgänge schrumpfen. An den Schulen fallen die Jungs im Leistungswettbewerb hinter die Mädchen zurück, und der Wirtschaft gehen mancherorts schon die Fachkräfte aus. Spitzenleute aus dem Ausland erwarten eine Offenheit für alle Talente. Und als sei das noch nicht genug, belegen Studien, dass Unternehmen mit mehr Frauen an der Spitze im Wettbewerb besser abschneiden.

Entsprechend hat eine Denkschule – die einer gesetzlichen Frauenquote – in den vergangenen Monaten neue, überraschende Anhänger gefunden: die Frauen in der Unionsfraktion des Bundestages, die Landesjustizminister und Hans-Olaf Henkel, früher Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. Für die meisten von ihnen ist eine Quote weniger erste Wahl als notwendiges Übel.

Leser-Kommentare
  1. männer mit eher weiblichen verhaltensweisen und interessen (ich meine keine gay´s), die imponiergehabe und machtspielchen ablehnen und entsprchende geschlechtsgenossen "dumm" finden.
    die werden durch eine ausrichtung am äußeren geschlecht benachteiligt, weil sie logischerweise nicht als frau durchgehen und unter "echten" männern auch keine chance haben. deshalb finde ich diese ganze gendersche*ß*
    nur eine neue Variante der Lüge.

    Können Sie Ihren Gedankengang der Lüge ggf. differenzierter ausführen. Die Redaktion/is

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    • Buh
    • 05.08.2010 um 17:49 Uhr

    ...wegen ihrer weiblichen Verhaltensweise degradiert, sondern wegen ihrer Genetalien. Es werden IHnen verhaltensweisen angedichtet und je nachdem wie stark diese Rollenklischees in den Köpfen der ArbeitgeberIn behatet ist, desto größer die Gefahr, dass deswegen eher Männer einegstellt bzw befördert werden.

    Dass dieses ganze Rollengehampel auch Männer benachteiligt die zb nicht diesen KLischees entsprechen ist doch offenkundig. Deswegen fordere ich ja auch davon abstand zu nehmen. Mädchen sollen nicht auf Prinzessin und Jungs auf PRinz getrimmt werden. Sie brauchen kein Rosa oder blaues Kinderzimmer und müssen nicht jeweils Fußball und mit Puppen spielen. WIr zwängen unserne Kindern diese Rollenmuster auf und sie bleiben bis ins hohe alter ahften. Manche wehren sich dagegen, die meisten aber nicht. Wenn sie also finden sie wollen Röcke tragenw erden sie regelrecht dsikriminiert., Eine Frau darf abe Hosen tragen. Früher war das anders. Da durften Fraun auch keine Röcke tragen ohne ausgelacht, verhohnt und diskriminiert zu werden.

    Schön äre es, wenn diese KLischees nach und nach abgebaut würden. Wenn wir unsere eigenen indivduellen Rolens etzen würden.

    Das ist hier aber garnicht das Thema. Thema sit hier, dass eine bestimmte Bevlkerungsgruppe einzig und alleina ufgrund seines Geschlöechtes in Spitzenpositionen diskriminiert wird. Andere Länder sehen das ein und handeln, nur wir deutschen finden noch, dass alles Friede, freude Eierkuchen ist.

    • Buh
    • 05.08.2010 um 17:49 Uhr

    ...wegen ihrer weiblichen Verhaltensweise degradiert, sondern wegen ihrer Genetalien. Es werden IHnen verhaltensweisen angedichtet und je nachdem wie stark diese Rollenklischees in den Köpfen der ArbeitgeberIn behatet ist, desto größer die Gefahr, dass deswegen eher Männer einegstellt bzw befördert werden.

    Dass dieses ganze Rollengehampel auch Männer benachteiligt die zb nicht diesen KLischees entsprechen ist doch offenkundig. Deswegen fordere ich ja auch davon abstand zu nehmen. Mädchen sollen nicht auf Prinzessin und Jungs auf PRinz getrimmt werden. Sie brauchen kein Rosa oder blaues Kinderzimmer und müssen nicht jeweils Fußball und mit Puppen spielen. WIr zwängen unserne Kindern diese Rollenmuster auf und sie bleiben bis ins hohe alter ahften. Manche wehren sich dagegen, die meisten aber nicht. Wenn sie also finden sie wollen Röcke tragenw erden sie regelrecht dsikriminiert., Eine Frau darf abe Hosen tragen. Früher war das anders. Da durften Fraun auch keine Röcke tragen ohne ausgelacht, verhohnt und diskriminiert zu werden.

    Schön äre es, wenn diese KLischees nach und nach abgebaut würden. Wenn wir unsere eigenen indivduellen Rolens etzen würden.

    Das ist hier aber garnicht das Thema. Thema sit hier, dass eine bestimmte Bevlkerungsgruppe einzig und alleina ufgrund seines Geschlöechtes in Spitzenpositionen diskriminiert wird. Andere Länder sehen das ein und handeln, nur wir deutschen finden noch, dass alles Friede, freude Eierkuchen ist.

  2. "...Obwohl deutsche Firmen zu den erfolgreichsten der Welt gehören. Obwohl ihre Stärke in der Ingenieurskunst liegt, traditionell eine Männerdomäne."

    Das scheint soch ein wichtiges Faktum zu sein. Wie Absolventenzahlen der letzten Jahrzehnte belegen, gibt es in diesen Bereichen kaum Frauen - es scheint sich um Gebiete zu handeln, die Frauen traditionell nicht liegen. Ganz im Gegenteil zu Bereichen wie, Jura und Medizin.

    Frauen aber sind anscheinend nunmal keine Maschinenbauer, keine Elektrotechniker oder Physiker. Wenn sich das ändern sollte, soll einer jeden Frau der Weg frei stehen, den Sie wählt. Solange das nicht so ist, sehe ich es als einen großen Fahlen an, die Aufsichtsräte beispielsweise der deutschen Automobilkonzernen zwangsweise mit Frauen in einem bestimmten Anteil zu versehen.

    Diese quotierte Gleichberechtigung, kann nicht das sein was die Frauen im Allgemeinen wollen und sie darf es nicht sein. - Ansonsten können wir uns doch verabschieden in den Wesentlichen Bereichen der Technik - die eben nunmal Männerdomäne ist !

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    • Buh
    • 05.08.2010 um 17:51 Uhr

    Ist es nicht genau das, was wir in usnere aufgeklkären welt immer Leiugnen? Das jemand "nunmal so ist" weil er zb Zigeuner, Jude, Frau oder Homo ist? Dass wir nunmal bestimmte Charaktereigenschaften haben, die wir nicht ändenr können, weil wir nunmal einer Gruppe angehören? Sollten wir nicht genau diese Denke ablegen, zugusnten eines reifen, starken und selsbtbestimmten individuum?

    Ich glaube nicht, dass frauen die Ingeneurskunst nicht leigt, genauso wenig wie ich glaube, dass Männer nicht liebevole und sensible Erzieher sien können.

    Ich glaube die Grüne, dass es Frauen und Männerberufe gibt, liegen woanders als in den genen. Weil ich an die Selbstbestimmhtheit des Individuums glaube.

    • Buh
    • 05.08.2010 um 17:51 Uhr

    Ist es nicht genau das, was wir in usnere aufgeklkären welt immer Leiugnen? Das jemand "nunmal so ist" weil er zb Zigeuner, Jude, Frau oder Homo ist? Dass wir nunmal bestimmte Charaktereigenschaften haben, die wir nicht ändenr können, weil wir nunmal einer Gruppe angehören? Sollten wir nicht genau diese Denke ablegen, zugusnten eines reifen, starken und selsbtbestimmten individuum?

    Ich glaube nicht, dass frauen die Ingeneurskunst nicht leigt, genauso wenig wie ich glaube, dass Männer nicht liebevole und sensible Erzieher sien können.

    Ich glaube die Grüne, dass es Frauen und Männerberufe gibt, liegen woanders als in den genen. Weil ich an die Selbstbestimmhtheit des Individuums glaube.

    • Buh
    • 05.08.2010 um 17:49 Uhr

    ...wegen ihrer weiblichen Verhaltensweise degradiert, sondern wegen ihrer Genetalien. Es werden IHnen verhaltensweisen angedichtet und je nachdem wie stark diese Rollenklischees in den Köpfen der ArbeitgeberIn behatet ist, desto größer die Gefahr, dass deswegen eher Männer einegstellt bzw befördert werden.

    Dass dieses ganze Rollengehampel auch Männer benachteiligt die zb nicht diesen KLischees entsprechen ist doch offenkundig. Deswegen fordere ich ja auch davon abstand zu nehmen. Mädchen sollen nicht auf Prinzessin und Jungs auf PRinz getrimmt werden. Sie brauchen kein Rosa oder blaues Kinderzimmer und müssen nicht jeweils Fußball und mit Puppen spielen. WIr zwängen unserne Kindern diese Rollenmuster auf und sie bleiben bis ins hohe alter ahften. Manche wehren sich dagegen, die meisten aber nicht. Wenn sie also finden sie wollen Röcke tragenw erden sie regelrecht dsikriminiert., Eine Frau darf abe Hosen tragen. Früher war das anders. Da durften Fraun auch keine Röcke tragen ohne ausgelacht, verhohnt und diskriminiert zu werden.

    Schön äre es, wenn diese KLischees nach und nach abgebaut würden. Wenn wir unsere eigenen indivduellen Rolens etzen würden.

    Das ist hier aber garnicht das Thema. Thema sit hier, dass eine bestimmte Bevlkerungsgruppe einzig und alleina ufgrund seines Geschlöechtes in Spitzenpositionen diskriminiert wird. Andere Länder sehen das ein und handeln, nur wir deutschen finden noch, dass alles Friede, freude Eierkuchen ist.

    Antwort auf "es gibt auch"
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    da gebe ich Ihnen recht. Grundsätzlich ist diese Denke falsch. Allerdings glaube ich, die Gauß'sche Normalverteilung im Hinterkopf bedenkend, dass Männer und Frauen grundsätzlich verschieden sind.

    Von daher gibt es durchaus Unterschiede bei Frau und Mann. Und es gibt im Allgemeinen verschiedene Stärken und Schwächen.

    Und ich denke, diese Stärken und Schwächen sollte ein jedes Geschlecht anfangen anzuerkennen. Ganz gewiss waren und sind diese nämlich der Grund für das Bild, was wir heute in unserer Gesellschaft vorfinden.
    Aber atürlich darf es keine Unterdrückung und Übervorteilung geben. - Die Selbstbestimmtheit des Individuums ist nur möglich, wenn der Mensch frei ist, wie Sie wissen. Und ob der Mensch einfach nur der Mensch ist oder ob wir von Männern und Frauen sprechen wollen und welche geschlechterspezifischen Merkmale sie für diesen oder jenen Aufsichtsratposten qualifiziert ist eher die Frage.

    Ich denke speziell in der Technik haben wir es mit einer traditionellen Männerdomäne zu tun, weil diese aus der handwerklichen Technik geboren wurde. Das bauen und/oder Bedienen aber auch das Entwickeln solcher Dinge, geht schließlich einher. Und man kann eben nur ein besonders gutes Auto bauen, wenn man viel für den Beruf des Kfz-Mechanikers übrig hat. Was Frauen im Allgemeinen von diesem Beruf oder aber Berufen wie Schlosser, Werkzeugbauer, Zimmer'mann' oder Betonbauer halten oder für Voraussetzungen mitbringen ist im Allgemeinen bekannt...

    Denken Sie. dass es an der Zeit ist diese Denke, die Sie aufbrechen möchten, durch eine gesetzliche Regelung durchzusetzen?

    • ksai
    • 06.08.2010 um 2:02 Uhr

    aber ist sie denn auch richtig?
    Die Interpretation, dass es sich um Diskriminierung aufgrund von Geschlecht handelt ist doch nicht wahrscheinlicher als Minderleistung, andere Präferenzen und Fähigkeiten.

    Ich frage mich auch wieso beispielsweise homosexuelle Männer, eine sicherlich weitaus mehr diskriminierte Gruppe (die auch zahlenmäßig, im Gegensatz zu Frauen, die ja in Deutschland die Mehrheit stellen und damit im demokratischen System an der Macht sind, weitaus weniger Gewicht haben) weniger Probleme haben, ihre Leistung honoriert zu bekommen.
    Als Chef täte ich mich persönlich auch schwer, Frauen in gehobene Positionen zu besetzen. Für mich liegt das an der überzogenen Anspruchshaltung und der Feindlichkeit gegenüber Männern. Als männlicher Mann darfst du gegenüber solchen Frauen nicht mehr piep sagen, ohne aggressivst angegangen zu werden - ohne Skrupel, ohne Augenmaß, ohne Toleranz.

    Der Denkfehler an dem "Rollengehampel" ist ja, dass die Rollen nicht frei wählbar sind, was immer Ihnen auch vorgegaukelt wird. Bei einem Weichling wird akzeptiert, dass der halt einfach nicht anders kann, der Braucht Schutz und Unterstützung, ein Schwuler kann nicht frei Wählen, ob er schwul ist oder nicht. Wieso glauben Frauen und viele Männer denn dass andere "Rollen" und Präferenzen einfach so mir nix dir nix nach Gusto verändert werden können?

    da gebe ich Ihnen recht. Grundsätzlich ist diese Denke falsch. Allerdings glaube ich, die Gauß'sche Normalverteilung im Hinterkopf bedenkend, dass Männer und Frauen grundsätzlich verschieden sind.

    Von daher gibt es durchaus Unterschiede bei Frau und Mann. Und es gibt im Allgemeinen verschiedene Stärken und Schwächen.

    Und ich denke, diese Stärken und Schwächen sollte ein jedes Geschlecht anfangen anzuerkennen. Ganz gewiss waren und sind diese nämlich der Grund für das Bild, was wir heute in unserer Gesellschaft vorfinden.
    Aber atürlich darf es keine Unterdrückung und Übervorteilung geben. - Die Selbstbestimmtheit des Individuums ist nur möglich, wenn der Mensch frei ist, wie Sie wissen. Und ob der Mensch einfach nur der Mensch ist oder ob wir von Männern und Frauen sprechen wollen und welche geschlechterspezifischen Merkmale sie für diesen oder jenen Aufsichtsratposten qualifiziert ist eher die Frage.

    Ich denke speziell in der Technik haben wir es mit einer traditionellen Männerdomäne zu tun, weil diese aus der handwerklichen Technik geboren wurde. Das bauen und/oder Bedienen aber auch das Entwickeln solcher Dinge, geht schließlich einher. Und man kann eben nur ein besonders gutes Auto bauen, wenn man viel für den Beruf des Kfz-Mechanikers übrig hat. Was Frauen im Allgemeinen von diesem Beruf oder aber Berufen wie Schlosser, Werkzeugbauer, Zimmer'mann' oder Betonbauer halten oder für Voraussetzungen mitbringen ist im Allgemeinen bekannt...

    Denken Sie. dass es an der Zeit ist diese Denke, die Sie aufbrechen möchten, durch eine gesetzliche Regelung durchzusetzen?

    • ksai
    • 06.08.2010 um 2:02 Uhr

    aber ist sie denn auch richtig?
    Die Interpretation, dass es sich um Diskriminierung aufgrund von Geschlecht handelt ist doch nicht wahrscheinlicher als Minderleistung, andere Präferenzen und Fähigkeiten.

    Ich frage mich auch wieso beispielsweise homosexuelle Männer, eine sicherlich weitaus mehr diskriminierte Gruppe (die auch zahlenmäßig, im Gegensatz zu Frauen, die ja in Deutschland die Mehrheit stellen und damit im demokratischen System an der Macht sind, weitaus weniger Gewicht haben) weniger Probleme haben, ihre Leistung honoriert zu bekommen.
    Als Chef täte ich mich persönlich auch schwer, Frauen in gehobene Positionen zu besetzen. Für mich liegt das an der überzogenen Anspruchshaltung und der Feindlichkeit gegenüber Männern. Als männlicher Mann darfst du gegenüber solchen Frauen nicht mehr piep sagen, ohne aggressivst angegangen zu werden - ohne Skrupel, ohne Augenmaß, ohne Toleranz.

    Der Denkfehler an dem "Rollengehampel" ist ja, dass die Rollen nicht frei wählbar sind, was immer Ihnen auch vorgegaukelt wird. Bei einem Weichling wird akzeptiert, dass der halt einfach nicht anders kann, der Braucht Schutz und Unterstützung, ein Schwuler kann nicht frei Wählen, ob er schwul ist oder nicht. Wieso glauben Frauen und viele Männer denn dass andere "Rollen" und Präferenzen einfach so mir nix dir nix nach Gusto verändert werden können?

    • Buh
    • 05.08.2010 um 17:51 Uhr

    Ist es nicht genau das, was wir in usnere aufgeklkären welt immer Leiugnen? Das jemand "nunmal so ist" weil er zb Zigeuner, Jude, Frau oder Homo ist? Dass wir nunmal bestimmte Charaktereigenschaften haben, die wir nicht ändenr können, weil wir nunmal einer Gruppe angehören? Sollten wir nicht genau diese Denke ablegen, zugusnten eines reifen, starken und selsbtbestimmten individuum?

    Ich glaube nicht, dass frauen die Ingeneurskunst nicht leigt, genauso wenig wie ich glaube, dass Männer nicht liebevole und sensible Erzieher sien können.

    Ich glaube die Grüne, dass es Frauen und Männerberufe gibt, liegen woanders als in den genen. Weil ich an die Selbstbestimmhtheit des Individuums glaube.

    Antwort auf "Sagt eigentlich alles"
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    • Goofos
    • 05.08.2010 um 19:31 Uhr

    Betrachten wir das doch einfach mal von einem anderen Standpunkt gesehen. Diese Diskussion rumdum stereotype Rollenzuweisungen arbeitet doch auch nur mit einem Stereotyp und presst sich selbst in die Rolle eines völlig missverstandenen Individuums das sich aufgrund einer Rollenzuweisung anderer nicht entfalten könnte. Wenn man sich das oft genug einredet, wird man sicherlich irgendwann daran glauben.

    Würde man das mal kritisch hinterfragen, dann würde man gerade bei der Frauenquote unzählige Stereotype erkennen. Was wir da nicht schon alles hatten. Die sozialen Kompetenzen der Frauen, mit Frauen hätte es keine Wirtschaftskrise gegeben, ein höherer Frauenanteil führe zu mehr Umsatz, Frauen wären besser ausgebildet und im Prinzip viel schlauer als Männer, Frauen würden aufgrund bestimmter Rollenerwartungen von Führungsposten fern gerhalten usw. usf. ... Davon abgesehen, dass diese Behauptungen nicht einmal wissenschaftlich belegt werden konnten und auf reinen Vermutungen und Behauptungen basieren, basiert das alles doch ganz einfach nur auf Stereotype, Vorurteile und Klischees. Man dramatisiert die Frauenquote.

    In Norwegen sind die Firmen gezwungen eine Frauenquote zu erfüllen. Um diese zu erfüllen, musste man Frauen spzifisch fördern und ausbilden. Eine Frau meint nun von sich selbst, sie weiß, dass sie dafür qualifiziert ist. In Wirklichkeit könnte man aber auch vermuten, dass sie einfach nur mitgetragen werden muss. Was wohl nicht gerade für eine Frauenquote spricht.

    • Goofos
    • 05.08.2010 um 19:31 Uhr

    Betrachten wir das doch einfach mal von einem anderen Standpunkt gesehen. Diese Diskussion rumdum stereotype Rollenzuweisungen arbeitet doch auch nur mit einem Stereotyp und presst sich selbst in die Rolle eines völlig missverstandenen Individuums das sich aufgrund einer Rollenzuweisung anderer nicht entfalten könnte. Wenn man sich das oft genug einredet, wird man sicherlich irgendwann daran glauben.

    Würde man das mal kritisch hinterfragen, dann würde man gerade bei der Frauenquote unzählige Stereotype erkennen. Was wir da nicht schon alles hatten. Die sozialen Kompetenzen der Frauen, mit Frauen hätte es keine Wirtschaftskrise gegeben, ein höherer Frauenanteil führe zu mehr Umsatz, Frauen wären besser ausgebildet und im Prinzip viel schlauer als Männer, Frauen würden aufgrund bestimmter Rollenerwartungen von Führungsposten fern gerhalten usw. usf. ... Davon abgesehen, dass diese Behauptungen nicht einmal wissenschaftlich belegt werden konnten und auf reinen Vermutungen und Behauptungen basieren, basiert das alles doch ganz einfach nur auf Stereotype, Vorurteile und Klischees. Man dramatisiert die Frauenquote.

    In Norwegen sind die Firmen gezwungen eine Frauenquote zu erfüllen. Um diese zu erfüllen, musste man Frauen spzifisch fördern und ausbilden. Eine Frau meint nun von sich selbst, sie weiß, dass sie dafür qualifiziert ist. In Wirklichkeit könnte man aber auch vermuten, dass sie einfach nur mitgetragen werden muss. Was wohl nicht gerade für eine Frauenquote spricht.

    • ASP-D
    • 05.08.2010 um 18:05 Uhr

    Quoten (bspw. Frauenquote o. Ausländerquote, etc.) sind IMMER schlecht und stehen im KRASSEN Gegensatz zu unseren demokratischen Grundprinzipien. Was nützt uns eine Frauenquote von 50% in bspw. der Politik? Wo doch nur 20% der CDU Mitglieder Frauen sind - und nur 25-30% der SPD Mitglieder, etc. (ist kein Einzelfall - bzw. "the list goes on")

    Was nützt eine Frauenquote in der Wirtschaft? Wo sich Frauen im Durchschnitt nur MARGINAL für Wirtschaft interessieren? Die meisten Frauen studieren typische Frauenfächer - wie bspw. Pädagogik, Lehramt, Philosophie, etc.! Wenn Frauen denn Karriere machen wollen, dann sollten sich auch etwas studieren womit sich Karriere machen lässt!

    Das können und dürfen Frauen nicht einfach auf uns Männer abwälzen!

    LG,
    ASP-D

    • Thuure
    • 05.08.2010 um 18:21 Uhr

    Der Herr bewahre uns vor dieser Quote.

    Bitte vertrauen Sie auf Argumente. Die Redaktion/is

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    "Unternehmen mit einem hohen Frauenanteil an der Spitze weisen demnach im Vergleich zum Branchenschnitt bessere Ergebnisse, höhere Renditen und einen stärkeren Anstieg des Aktienkurses auf. McKinsey und Studien der Arbeitsforscher von Catalyst beziffern das Plus an Performance je nach Kategorie auf 30, 40 oder gar mehr als 60 Prozent." (Zitat aus dem Artikel)
    _______________________________

    Was haben wir denn auf einmal gegen ein Plus an Performance?

    "Unternehmen mit einem hohen Frauenanteil an der Spitze weisen demnach im Vergleich zum Branchenschnitt bessere Ergebnisse, höhere Renditen und einen stärkeren Anstieg des Aktienkurses auf. McKinsey und Studien der Arbeitsforscher von Catalyst beziffern das Plus an Performance je nach Kategorie auf 30, 40 oder gar mehr als 60 Prozent." (Zitat aus dem Artikel)
    _______________________________

    Was haben wir denn auf einmal gegen ein Plus an Performance?

  3. Reflexhaft werden die angeblichen Neigungen von Mädchen und Frauen bei der Berufswahl rausgeholt....

    Herrje, nun lesen Sie doch erstmal den ganzen Artikel und akzeptieren Sie die offensichtlichen Veränderungen, die dort vor sich gegangen sind und weder das Land, die Männer noch die Wirtschaft ruiniert haben - ganz im Gegenteil.

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    • ksai
    • 06.08.2010 um 1:37 Uhr

    Sie würden also sagen, die Männer in diesem Land wurden nicht ruiniert??????
    Gibt es etwas was in der öffentlichen Wahrnehmung unter Männern rangiert? Vogelgrippeviren? Schleimpilze?
    Schön , wenn es Sie nicht betrifft (oder Sie die Betroffenheit leugnen), für die meisten ist es aber kaum erträglich (auch wenn das nicht immer offen geäußert wird).

    • ksai
    • 06.08.2010 um 1:37 Uhr

    Sie würden also sagen, die Männer in diesem Land wurden nicht ruiniert??????
    Gibt es etwas was in der öffentlichen Wahrnehmung unter Männern rangiert? Vogelgrippeviren? Schleimpilze?
    Schön , wenn es Sie nicht betrifft (oder Sie die Betroffenheit leugnen), für die meisten ist es aber kaum erträglich (auch wenn das nicht immer offen geäußert wird).

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