Klicken Sie auf das Bild, um die Infografik als PDF-Datei herunterzuladen © Helen Gruber

Sie saugen Blut – bis zu fünf Milligramm – und sind deshalb durchaus nervig: Mücken. Fast überall können die durstigen Plagegeister in der Nähe von Wasserstellen überleben. Weltweit gibt es mehr als 2.500 Stechmückenarten und sie vermehren sich eifrig.

Die Infografik zeigt die sieben entscheidenden Schritte des Mückenzyklus und beweist, dass es noch immer viele Missverständnisse über die Tiere gibt.

Die Zyklus findet ein bis zehn Mal pro Jahr statt. Er beginnt damit, dass die Weibchen der Hausmücke (Culex pipiens) bis zu 300 miteinander verklebte Eier in stehende Gewässer legen. Daraus schlüpfen Larven,die kopfüber an der Wasseroberfläche hängen und durch ein Rohr am Hinterleib atmen.

Zwischen den vier Larvenstadien häuten sich die wachsenden Tiere jeweils. Darauf folgt das Puppenstadium. Auch die Puppen hängen unter Wasser, atmen aber durch zwei Hörner in der Brust. Wann die fertige Mücke schlüpft, hängt von der Temperatur ab. Ihre gesamte Entwicklung dauert wenige Tage bis mehrere Wochen.

Auf der Suche nach einem Opfer lassen sich Mücken von Körperwärme, Schweißgeruch und Atemgasen leiten. Die Mücke tastet die Haut kurz ab, um dann direkt in ein Blutgefäß zu stechen. Etwa drei Minuten nach dem Stich setzt der Juckreiz ein, und die Haut schwillt an. Auslöser sind Histamine von körpereigenen Immunzellen, die auf das fremde Eiweiß reagieren.

Obwohl wir mit den Stichen so vertraut sind, gibt es noch viele Missverständnisse über Mücken. So heißt es zum Beispiel, man werde im Mückenschwarm gestochen. Wenn Mücken im Schwarm auftreten, handelt es sich in den meisten Fällen jedoch um liebestrunkene Männchen, die mit ihrem Tanzen und Summen Weibchen anlocken wollen. Mückenmännchen aber leben vegetarisch, sie ernähren sich von Pflanzensäften. Im Schwarm ist man also eher vor Stichen sicher. 

Auch stimmt es nicht, dass Hightech gegen die durstigen Plagegeister hilft. Technischer Schnickschnack wurde von der Stiftung Warentest durchweg für nutzlos befunden. UV-Lampen etwa ziehen zwar wahllos Insekten an, Mücken reagieren aber kaum auf Licht, sie lassen sich von ihrem Geruchssinn leiten.

Ob ein kalter Winter dazu führt, dass es im folgenden Sommer keine Mücken gibt und ob die Zweiflügler tatsächlich süßes Blut mögen, zeigt diese Infografik .

Weitere Infografiken der Serie "Wissen in Bildern" finden Sie hier .