Glaubensfreiheit Willkommen, ihr Götter!Seite 2/2

In diesen vielfältigen, manchmal widersprüchlichen Modellen liegen die Ressourcen an Entspanntheit und Liberalität, die Europa für den Bau seiner religiös pluralistischen Zukunft braucht. Muslimische Kopftuchträgerinnen, die in Frankreich keine Staatsschule besuchen dürfen, finden Asyl in katholischen Privatlehranstalten, wo konfessionell motivierte Bekleidungsformen kein Problem sind – das ist fromme Toleranz (oder tolerante Frömmigkeit), ein Bild für ein religiös buntes Europa. Es ist ein Gegenentwurf zum Laizismus: Glaube und Andersglaube verbünden sich gegen die Glaubensfeindschaft. Es bedeutet aber auch den Abschied vom christlichen Abendland, dem manche Konservative noch immer anhängen mögen: die hergebrachte Religion muss ihren Platz mit der Religion der Zuwanderer teilen. Nur im Zeichen der Gleichberechtigung lässt sich die Rolle des Glaubens im Europa des 21. Jahrhunderts rechtfertigen.

Religionspluralismus ist keine blauäugige Multikulti-Ideologie, keine Selbstentwaffnung im Angesicht der Unduldsamkeit, die es gibt und die man bekämpfen muss. Pluralismus bedeutet freien und fairen Wettbewerb. Seine Spielregeln müssen eingehalten werden. Wer Konvertiten und Abtrünnige bedroht, die zur andersgläubigen oder atheistischen Konkurrenz abgewandert sind, wer Kritik an seinen Religionsprodukten nicht erträgt und die Kritiker einzuschüchtern versucht, der verwirkt das Recht auf Teilnahme an diesem Weltanschauungsmarkt.

Pluralismus ist ein durchaus scharfes Kriterium zur Bestimmung des Europäisch-Seins – auch nach außen hin, wenn es um den Beitritt zur Europäischen Union geht. Dass die Türkei eine muslimische Bevölkerungsmehrheit hat, kann kein Grund sein, ihr die Mitgliedschaft in der EU zu versagen. Aber als Land mit einer staatsideologischen oder religiösen Monokultur, in der Christen oder andere Minderheiten benachteiligt werden, könnte sie nicht in die Union aufgenommen werden. Wo man nicht ohne Schikane eine Kirche bauen oder ein Priesterseminar errichten kann, wird gegen die Prinzipien guten Europäertums verstoßen. Wo man Minarette verbietet, allerdings auch.

Es stimmt: Religion ist gefährlich; in ihrem Namen wurde massenhaft Blut vergossen, von den Kreuzzügen bis zu Ajatollah Chomeini. Insofern haben die Europäer recht, die nach Schutzmauern gegen ein modernes Eiferertum verlangen. Aber diese Schreckensgeschichte ist nicht die ganze Wahrheit über die Religion, nicht einmal über die Rolle der Religion in der Politik. Religion kann auch eine Kraft des Widerstands und der Emanzipation sein, eine Gegen-Macht zu den Herrschaftsansprüchen und dem Konformitätsdruck von Staat oder Gesellschaft.

So sind die jüdischen Propheten im alten Israel den Königen entgegengetreten, und auch heute wird in muslimischen Ländern unter Berufung auf den Islam Gerechtigkeit gefordert, im Protest gegen korrupte und diktatorische Regime wie in Ägypten. Kluge Politik ist sich bewusst, dass ihr die Herausforderung durch den Glauben und die Gläubigen guttut, als Widerlager gegen Bequemlichkeit und Hybris – das ist das entscheidende Argument für die Präsenz der Religion im öffentlichen Raum. Dass die bestehenden Verhältnisse nicht die einzig vorstellbare Realität sind und der Mensch mit Brot allein nicht satt zu machen ist, daran erinnert jedes Kreuz auf einem Kirchturm in einer europäischen Stadt. Es kann auch ein Halbmond auf einer Moschee sein.

 
Leser-Kommentare
  1. Zur Lage in Deutschland: Allein rund 34% der Deutschen Bundesbürger sind konfessionslos. Die Katholiken und Evangelischen weisen jeweils nur rund 30% der Mitglieder auf. Bei den Muslimen ist es noch schwieriger, da in der Statistik rund alle Menschen aus Einwanderergruppen, in deren Ursprungsländern der Islam die Mehrheitsreligion stellt, als Muslime geführt werden. Menschen, die mit dem Islam aufgewachsen sind aber nicht religiös sind bzw. sich als Atheisten etc. verstehen, werden hierbei garnicht berücksichtigt.
    Sprich: Die Mehrheitsgesellschaft ist nicht sehr religiös. Die Anzahl der wenig Religiösen und Konfessionslosen ist gross und wächst stetig.
    Zusätzlich muss gesagt sein, dass der Grundsatz unseres Staates u.a. auch darauf beruht, Religion und Staat zu trennen.
    Religionsfreiheit ja, aber keine religiösen Bekenntnisse in Schulen und generell öffentlichen Einrichtungen. Es gilt das Neutralitätsgebot!
    Es sollte auch immer daran gedacht sein, dass die Konfessionslosen mittlerweile die grösste Gruppe in Deutschland ausmachen Und diese Gruppe wächst. Unter dieser Prämisse darf religiöse Lobbyarbeit auch nicht in öffentliche Einrichtungen einziehen. Religion ist Privatsache! Das Neutralitätsgebot gilt übrigens auch für politische Überzeugungen. Ein Lehrer darf seine politischen und religiösen Symbole und Überzeugungen einfach nicht publik machen im öffentlichen Raum.

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    Nicht jeder, der keine Kirchensteuer bezahlt, ist konfessionslos. Da wird in Statistiken nicht unterschieden. Früher ab es einen "Austritt aus der Kirche nur im juristischen Sinne". Man war weiterhin evangelisch oder katholisch, war aber nicht zahlendes Mitglied der Kirche. Das wurde von den Kirchen irgendwann abgeschafft.
    Umgekehrt sind viele auch zu bequem, aus der Kirche auszutreten, obwohl sie nicht an Gott glauben und nicht die christlichen Werte leben.

    mit dabei sind, wenn der Staat sich an der Finanzierung der christlichen und jüdischen Kirchen beteiligt, ist ebenfalls ein Ärgernis. Auch für die Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften, denen man derartige Wohltaten auf Steuerzahlerkosten nicht zukommen lässt.

    Nicht jeder, der keine Kirchensteuer bezahlt, ist konfessionslos. Da wird in Statistiken nicht unterschieden. Früher ab es einen "Austritt aus der Kirche nur im juristischen Sinne". Man war weiterhin evangelisch oder katholisch, war aber nicht zahlendes Mitglied der Kirche. Das wurde von den Kirchen irgendwann abgeschafft.
    Umgekehrt sind viele auch zu bequem, aus der Kirche auszutreten, obwohl sie nicht an Gott glauben und nicht die christlichen Werte leben.

    mit dabei sind, wenn der Staat sich an der Finanzierung der christlichen und jüdischen Kirchen beteiligt, ist ebenfalls ein Ärgernis. Auch für die Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften, denen man derartige Wohltaten auf Steuerzahlerkosten nicht zukommen lässt.

    • Jenss
    • 06.08.2010 um 18:28 Uhr

    Wer die Vielzahl der Religionen wünscht sollte doch auch fordern, dass der Staat die Religionen gleich behandelt. Wie geht das damit zusammen, das in stattlichen Schulen in allen Unterrichtseinheiten ein Kreuz hängen darf? Soll man jetzt noch überall den Halbmond dazu hänhen und überall kleine Buddahs aufstellen? Die Antwort kann doch nur sein, dass der Staat eine neutrale Position einnimmt, und im normalen Unterricht alle Symbole jeder Religion untersagt.

    Prinzipiell finde ich auch, das der Staat den Kirchen zu viele Sonderrechte einräumt, warum die Kirche Personal, das nichts mit der Seelsorge zu tun hat entlassen darf, wenn sie aus der Kirche austreten ist in meinen Augen eine Sauerei, gleiches gilt für die Einschränkungen für Gewerkschaften bei kirchlichen Arbeitgebern.

    Persönlich finde ich sowohl die Institution katholische Kirche und die muslimische "Kirche" wenig vertrauenerweckend. Beide haben die Mehrzahl ihrer Gläubigen mit dem Schwert bekehrt. Die katholische Kirche hat gerade wieder in Polen einen Kinderschänder in Amt und Würden eingesetzt und "die Muslime" Drehen durch wegen Karikaturen auf Mohammed.

    Die (alle) Kirchen sind in meinen Augen immer noch den Beweis schuldig geblieben, dass unsere Gesellschaft besser dran ist mit den Kirchen als ohne sie.

  2. Die Schulen sollten dazu übergehen den Schülern das Glauben ab und das Denken anzugewöhnen.
    Religionsunterricht hat in Schulen nichts zu suchen.

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    • J. Lmn
    • 06.08.2010 um 19:20 Uhr

    Mit welcher Begründung?

    Religion basiert auf Glauben an etwas, was niemand beweisen kann (z.B. Gott) oder höchst unvollständig, widersprüchlich-subjektiv Überliefertes (bibl. Schriften). Letztlich geht jegliche Religion zurück auf ein ideologisches Welt- und Menschenbild.
    Jede Art von religiöser Ideologie hat in der Erziehung und WISSENS-Vermittlung von Schulen so wenig zu suchen wie irgendeine politische Ideologie oder ein Parteiprogramm. Gegen letzteres würden sich ja auch zu recht alle Eltern verwahren wollen. Religion hat zwar auch etwas mit ethischen Grundsätzen zu tun, diese basieren aber auf gerade auch in dieser Hinsicht höchst fragwürdigen Texten (v.a. AT). Deshalb unbedingt Ethik-Unterricht für alle konfessionellen und nichtkonfessionellen SchülerInnen. Aber keinerlei Religionsunterricht, in welcher Konfession auch Immer! Aber das Dilemma fängt schon mit der Taufe an, die auch erst ab 18 erlaubt sein sollte.

    Hier sind meine Argumente für meine These: http://binsen-weisheiten....

    • J. Lmn
    • 06.08.2010 um 19:20 Uhr

    Mit welcher Begründung?

    Religion basiert auf Glauben an etwas, was niemand beweisen kann (z.B. Gott) oder höchst unvollständig, widersprüchlich-subjektiv Überliefertes (bibl. Schriften). Letztlich geht jegliche Religion zurück auf ein ideologisches Welt- und Menschenbild.
    Jede Art von religiöser Ideologie hat in der Erziehung und WISSENS-Vermittlung von Schulen so wenig zu suchen wie irgendeine politische Ideologie oder ein Parteiprogramm. Gegen letzteres würden sich ja auch zu recht alle Eltern verwahren wollen. Religion hat zwar auch etwas mit ethischen Grundsätzen zu tun, diese basieren aber auf gerade auch in dieser Hinsicht höchst fragwürdigen Texten (v.a. AT). Deshalb unbedingt Ethik-Unterricht für alle konfessionellen und nichtkonfessionellen SchülerInnen. Aber keinerlei Religionsunterricht, in welcher Konfession auch Immer! Aber das Dilemma fängt schon mit der Taufe an, die auch erst ab 18 erlaubt sein sollte.

    Hier sind meine Argumente für meine These: http://binsen-weisheiten....

  3. Wenn ihr den Glauben als Nächstenliebe nicht im Herzen lebt, dann braucht ihr ihn auch nicht sichtbar als Kreuz oder als andere Maskerade öffentlich zu machen. Das erinnert mich irgendwie an Spenden, aber das ist ein anderes Thema ;-) .
    Kinder spüren echten Glauben der Eltern und wo nichts ist kann auch nichts im Klassenzimmer gedeihen und wenn ihr noch so viele Kreuze aufhängt. Es ist so einfach Glauben zu leben und anscheinend doch so schwer zehn Gebote einzuhalten.

  4. Nie zuvor war das Kontinuum der Vernunft stärker und besser vernetzt als heute. Nie zuvor konnte man sich schneller und einfacher von eigenen Irrtümern überzeugen.

    Wer ein falsches Weltbild hat, macht auf seiner Grundlage falsche Entscheidungen. Und jedes Weltbild / jede Religion, die ohne Evidenz auskommt, ist zumidest für diese Welt falsch. Wenn mächtige Menschen falsche Entscheidungen treffen, leiden viele andere darunter.

    Keine Religion ist im Kern ihres Wesens gegenüber anderen wirklich tolerant. Die Toleranz, die der Autor fordert, liefern die Religionen nicht. Religiöse Vielfalt endet wie Ex-Jugoslawien, Palästina oder Nordirland. Davon haben viele Menschen mehr als genug.

    Die Religiösen verschiedener Richtung geben sich mittlerweile gegenseitig Schützenhilfe, weil sie gemerkt haben, daß jeder normale Mensch ihr Gedankengebäude mit einfachen Fragen zum Einsturz bringen kann. Derartig schwache Gedankengebäude können nur überleben, wenn eine weltliche Macht die Frager vom Fragen abhält. Diese weltliche Macht ist der Dreh- und Angelpunkt. Die Entschlossenheit, weltliche Macht nicht in die Hände von Menschen mit weltfremden Vorstellungen zu legen, wächst in Europa. Nicht nur, aber auch Dank der Begleiterscheinungen muslimischer Zuwanderung.

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    • lepkeb
    • 06.08.2010 um 18:53 Uhr

    im Kern ihres Wesens gegenüber anderen wirklich tolerant. "

    Kann man imho so nicht stehen lassen. Man sollte dies vielleicht nur auf monotheistische Religionen beziehen, und den Buddhismus und Shintoismus und diverse Natrureligionen rausnehmen.

    • lepkeb
    • 06.08.2010 um 18:53 Uhr

    im Kern ihres Wesens gegenüber anderen wirklich tolerant. "

    Kann man imho so nicht stehen lassen. Man sollte dies vielleicht nur auf monotheistische Religionen beziehen, und den Buddhismus und Shintoismus und diverse Natrureligionen rausnehmen.

  5. Mit der Religiösität ist es doch ein wenig wie mit dem Rauchen. In beiden Fällen ist die Schädlichkeit längst nachgewiesen und dennoch können viele nicht davon lassen.

    Glücklicherweise sind sowohl die Religiösität, als auch das Rauchen auf dem Rückzug. Ich kann in beidem nichts Schlechtes erkennen.

    Die Aufgabe des Staates sollte es sicherlich nicht sein Religionen oder Religiösität zu bekämpfen. Wohl aber sollte er sich auf diesem Feld strikt neutral verhalten und auch eine Förderung unterlassen.

    Europa gründet auf demokratischen Werten. Kirchen gründen auf Glauben und Gehorsam.
    Ich persönlich sehe das mit der Vereinbarkeit skeptisch.

  6. Nicht jeder, der keine Kirchensteuer bezahlt, ist konfessionslos. Da wird in Statistiken nicht unterschieden. Früher ab es einen "Austritt aus der Kirche nur im juristischen Sinne". Man war weiterhin evangelisch oder katholisch, war aber nicht zahlendes Mitglied der Kirche. Das wurde von den Kirchen irgendwann abgeschafft.
    Umgekehrt sind viele auch zu bequem, aus der Kirche auszutreten, obwohl sie nicht an Gott glauben und nicht die christlichen Werte leben.

    • lepkeb
    • 06.08.2010 um 18:53 Uhr

    im Kern ihres Wesens gegenüber anderen wirklich tolerant. "

    Kann man imho so nicht stehen lassen. Man sollte dies vielleicht nur auf monotheistische Religionen beziehen, und den Buddhismus und Shintoismus und diverse Natrureligionen rausnehmen.

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    • Buh
    • 06.08.2010 um 22:43 Uhr

    Eine Religion ist immer nur so tolerant wie ihre Ausführer. In thibetanischen Klöstern kommt es daher aufgrund kultureller Konflikte mancherorts zur diskriminierung ethnischer Minderheiten. Ode rhätten sie gedacht, dass manche Mönche keine Schwarzen in Ihre Tempel lassen?

    Nein. Das Problem deR Religionen ist das problem der interpretation und der dogmatischen Pflicht einem vorbeter zu folgen. Sie sind anders als politische Ideologien nicht der demokratiefreundlichen Diskussionkultur verpflichtet. Sondern haben Regeln und Pflichten, die sich meist irrational aus irgednwelchen alten Schriften ergeben, die aber nicht rational diskutiert werden sollen, oder eben nur von ranghoher stelle. Am ebsten sieht man das bei den katholiken. Da hat der papst doch vor geraumer Zeit die vorhölle abgeschaft, weil er es eben kann.

    Es ist falsch Werte aus Büchern zu übernehmen und richtig Werte zu diskutieren und den pluralismus leben zu lassen.

    Es stimmt aber, dass Religionen wie der buddhismus weit weniger zu konflikten, dogmatismus oder intoleranz neigen. Beim buddhismus ist das aber auch mit seinem Status als Philosophie zu verstehen. Er argumentiert eben mit logischen schlussfolgerungen und nicht mit "und Gott sprach...und so sei es". Das muss man ihm zu gute halten.
    Und doch haben nur wenige seiner Anhänger die Philosophie hinter der Religion begriffen und ergehen sich wie jede Religion in kulturellen interpretationen.

    Dabei weiß der philosoph: Wenn du Buddha siehst, töte ihn!

    • Buh
    • 06.08.2010 um 22:43 Uhr

    Eine Religion ist immer nur so tolerant wie ihre Ausführer. In thibetanischen Klöstern kommt es daher aufgrund kultureller Konflikte mancherorts zur diskriminierung ethnischer Minderheiten. Ode rhätten sie gedacht, dass manche Mönche keine Schwarzen in Ihre Tempel lassen?

    Nein. Das Problem deR Religionen ist das problem der interpretation und der dogmatischen Pflicht einem vorbeter zu folgen. Sie sind anders als politische Ideologien nicht der demokratiefreundlichen Diskussionkultur verpflichtet. Sondern haben Regeln und Pflichten, die sich meist irrational aus irgednwelchen alten Schriften ergeben, die aber nicht rational diskutiert werden sollen, oder eben nur von ranghoher stelle. Am ebsten sieht man das bei den katholiken. Da hat der papst doch vor geraumer Zeit die vorhölle abgeschaft, weil er es eben kann.

    Es ist falsch Werte aus Büchern zu übernehmen und richtig Werte zu diskutieren und den pluralismus leben zu lassen.

    Es stimmt aber, dass Religionen wie der buddhismus weit weniger zu konflikten, dogmatismus oder intoleranz neigen. Beim buddhismus ist das aber auch mit seinem Status als Philosophie zu verstehen. Er argumentiert eben mit logischen schlussfolgerungen und nicht mit "und Gott sprach...und so sei es". Das muss man ihm zu gute halten.
    Und doch haben nur wenige seiner Anhänger die Philosophie hinter der Religion begriffen und ergehen sich wie jede Religion in kulturellen interpretationen.

    Dabei weiß der philosoph: Wenn du Buddha siehst, töte ihn!

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