US-Notenbank Achtung Deflation!
US-Notenbanker warnt vor einer Abwärtsspirale der Wirtschaft.
Immer im Sommer ruft der amerikanische Notenbankpräsident Ben Bernanke die Gouverneure der zwölf regionalen Währungsbehörden zu sich. Dann diskutieren sie im Hauptquartier der Federal Reserve (Fed) in Washington über die Aussichten für die Konjunktur. Beim jüngsten Treffen am 22. Juni waren die Nachrichten aus der Provinz alles andere als gut.
Mehrere Teilnehmer, so ist es im Sitzungsprotokoll festgehalten, hätten vor einer Deflation gewarnt, also vor fallenden Preisen. Man sei einer Dauerkrise wie in Japan »näher als jemals zuvor in der jüngsten Geschichte«, äußerte sich James Bullard, der Abgesandte aus St. Louis.
Seine Warnungen fallen auf fruchtbaren Boden. Erste Profianleger sichern ihre Portfolios bereits gegen sinkende Preise ab. Bill Gross, der für die Allianz-Tochter Pimco den weltgrößten Anleihefonds verwaltet, hat sich vorsorglich im großen Stil mit amerikanischen Staatsanleihen eingedeckt: Ihr Wert steigt im Fall einer Deflation.
Für den Rest der Wirtschaft ist sie alles andere als erfreulich. Wenn das Preisniveau sinkt, steigt ganz automatisch die Schuldenlast der Unternehmen. Sie bekommen immer weniger Dollar für ihre Waren, der Wert der Kredite bleibt jedoch unverändert. Viele Firmen stellen dann ihre Investitionen zurück, was die Lage noch verschlimmert. Japan bescherte die Deflation in den neunziger Jahren eine Dekade wirtschaftlicher Stagnation.
Weil alles, was in der größten Volkswirtschaft passiert, auf den Rest der Welt ausstrahlt, sorgen die Nachrichten aus Washington auch in Berlin für Unruhe. In Regierungskreisen gilt ein scharfer Konjunktureinbruch in den Vereinigten Staaten als eines der Hauptrisiken für den deutschen Aufschwung.
In der Fed gibt man den Europäern eine Mitschuld an dieser Konjunktureintrübung. Aus Angst vor einer Staatspleite in der EU flüchteten Investoren in den Dollar. Die Aufwertung bremst den US-Export. Zum Problem wird das auch, weil es um die einheimischen Antriebskräfte nicht allzu gut steht . Im Frühjahr wuchs die Wirtschaft von Quartal zu Quartal gerade einmal um ein halbes Prozent. Im zweiten Halbjahr, wenn die Konjunkturprogramme der Regierung auslaufen, dürfte sie noch langsamer vorankommen. Der Konsum schwächelt, weil vielen Amerikanern das Geld zum Einkaufen fehlt oder sie nach den Schuldenexzessen sparen.
Trifft eine geringe Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen auf ein hohes Angebot, dann sinken die Preise. Die jährliche Inflationsrate liegt jetzt schon bei nur noch 1,1 Prozent. Schwächt sich die Wirtschaft weiter ab, so fürchten Experten, könnte die Nulllinie bald in Sicht kommen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Arbeitsmarkt: Für viele Unternehmen sind die Löhne der wichtigste Kostenblock. Wenn die Gehälter steigen, stützen sie die Güterpreise. Rutscht das Lohnniveau aber wegen der hohen Arbeitslosigkeit ab, gibt es kein Halten mehr.
- Datum 06.08.2010 - 10:40 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 05.08.2010 Nr. 32
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Schöne Ausrede, um immer neue Schulden zu machen und Geld zu drucken, das eigentlich nichts mehr wert ist.
Nein, keineswegs, sondern, im Gegensatz zu der bei uns aus durchsichtigen Gründen immer gerne zum Popanz aufgeblasenen Inflation, reale Gefahr.
Deflation entsteht dann, wenn die reale Menge an Gütern und Dienstleistungen stärker wächst, als die im Umlauf befindliche Geldmenge.
Der Produktivitätsfortschritt bewirkt eine stetig wachsende Güterproduktion. Aufgrund der einseitigen Exportorientierung unserer Wirtschaft, sowie einer obsolet gewordenen Arbeitsethik ("wer nicht arbeitet soll auch nicht essen") wird bei uns aber seit Jahrzehnten die Binnennachfrage abgewürgt. Die wachsende Geldmenge befindet sich nicht im Umlauf (dazu müsste es bei den ärmeren Schichten unter die Leute gebracht werden), sondern allokiert sich bei den Kapitalsammelstellen und erzeugt NICHTS ausser noch mehr Geld.
Technologisch wären wir längst in der Lage genügend Güter und Dienstleistungen für ALLE bei einem Minimum an Arbeit bereitzustellen, aber eine aus den Zeiten der Mangelversorgung stammende Arbeitsideologie verhindert, dass die Segnungen des technischen Fortschritts gerecht allen zugute kommen.
Ähnlich, wie zu Zeiten der kopernikanischen Wende, haben wir kein Problem aufgrund mangelnden Wissens, sondern aufgund falscher, d.h. überholter Glaubensvorstellungen.
Der falsche Glaube, der uns beherrscht ist der, daß es nicht sein darf, daß jemand, auch ohne sich in die zermürbende Tretmühle einer 40/50/60-Stundenwoche zu begeben, ein Anrecht auf ein auskömmliches Leben haben kann.
Nein, keineswegs, sondern, im Gegensatz zu der bei uns aus durchsichtigen Gründen immer gerne zum Popanz aufgeblasenen Inflation, reale Gefahr.
Deflation entsteht dann, wenn die reale Menge an Gütern und Dienstleistungen stärker wächst, als die im Umlauf befindliche Geldmenge.
Der Produktivitätsfortschritt bewirkt eine stetig wachsende Güterproduktion. Aufgrund der einseitigen Exportorientierung unserer Wirtschaft, sowie einer obsolet gewordenen Arbeitsethik ("wer nicht arbeitet soll auch nicht essen") wird bei uns aber seit Jahrzehnten die Binnennachfrage abgewürgt. Die wachsende Geldmenge befindet sich nicht im Umlauf (dazu müsste es bei den ärmeren Schichten unter die Leute gebracht werden), sondern allokiert sich bei den Kapitalsammelstellen und erzeugt NICHTS ausser noch mehr Geld.
Technologisch wären wir längst in der Lage genügend Güter und Dienstleistungen für ALLE bei einem Minimum an Arbeit bereitzustellen, aber eine aus den Zeiten der Mangelversorgung stammende Arbeitsideologie verhindert, dass die Segnungen des technischen Fortschritts gerecht allen zugute kommen.
Ähnlich, wie zu Zeiten der kopernikanischen Wende, haben wir kein Problem aufgrund mangelnden Wissens, sondern aufgund falscher, d.h. überholter Glaubensvorstellungen.
Der falsche Glaube, der uns beherrscht ist der, daß es nicht sein darf, daß jemand, auch ohne sich in die zermürbende Tretmühle einer 40/50/60-Stundenwoche zu begeben, ein Anrecht auf ein auskömmliches Leben haben kann.
Bernanke könnte Recht behalten. Die USA hängen entscheidend von der Massenkaufkraft ab. Deshalb ist es im Nationalen Interesse der USA, wenn die Tarifpartner mehr als 5% an Lohnerhöhungen aushandeln würden. Das wird natürlich bei den exportorientierten Branchen auf wenig Gegenliebe stoßen. Also gibt es wohl geringere Abschlüsse und die Deflation greift um sich.
Es ist schon so: Weltweite Kostenkonvergenz für an den Standorten zu Deflation. Kann auch in der BRD so kommen. Keine Frage.
Das Geld, das von den vielen Millionären und Milliardären an den Börsen "verdient" wirde, wird gehortet und nicht wieder ausgegeben.
Weil sich wenige an der Arbeit vieler über Gebühr bereichern, fehlt der großen Masse der Bevölkerung weltweit das Geld zum ausgeben.
Unsere Politiker mit ihrem sprichwörtlichen Unverstand für Geld, unterstützen dieses "Geldhorten" obwohl es uns alle in die wirtschaftliche Katastrophe führt.
Dabei wäre es ganz einfach, dafür zu sorgen, dass das Geld wieder in den Kreislauf zurückkommt. Und das nicht als "großspurige" Spende der Superreichen.
Die haben doch bloß Angst, dass ihre gehorteten Scheine bald nichts mehr wert sind.
Das erste was mit angelegtem Geld passiert: Es wird investiert.
Ach nee! Spricht da der Experte oder ist es ein frommer Wunsch? Lasst uns deshalb jetzt alle für den wirtschaftlichen Erfolg beten.
Vielleicht werden wir erhört und wir kriegen die 500 Staatsmilliardern wieder, die gerade in das "funktionieren" des Bankensystems "investiert" wurden.
Es geht nicht darum, mit dem bereits entzogenen Geld dem Wirtschaftskreislauf noch mehr Geld zu entziehen, sondern es wieder dorthinein zu bringen. Und zwar zinsfrei. So wie das bei unseren Steuern ist, die geben wir ja auch nicht zu 4% an den Staat ab.
Aktien kaufen ist keine Investition, auch wenn es manchmal so genannt wird. Es ist Spekulation, d. h. es sind Wetten die abgeschlossen werden. Auf Spielchen kann eine Volkswirtschaft aber nicht gründen.
Es ist schlichtweg die Arbeit, die Schaffung von realen Werten, die eine Wirtschaft funktionieren lässt. In Ausbildung, Arbeit und Werte müsste investiert werden.
Doch da wird jetzt gespart.
Ich denke nicht, dass die Millionäre und Milliardäre nichts ausgeben. Einige geben schon viel Geld aus, sie kaufen Privatjets, Luxusyachten, viele teure Autos, mehrere Angestellte in den mehreren Immobilien die sie oft besitzen. Nur diese Multi-Millionäre und Milliardäre machen einen verschwindend geringen Bruchteil der Menschen und auch US-Bürger aus.
Das reichste Prozent der Bevölkerung der USA sind etwa 3,1 Millionen Menschen. 2008 vor der Krise gab es WELTWEIT 1.125 Milliardäre mit ca. 4 Billionen Dollar und 2009 nur noch 793 mit 2,4 Billionen, diese 793 alleine verloren 1,4 Billionen Dollar. 277 US-Milliardäre, weniger als 0,0001% der US-Bevölkerung.
Am wichtigsten für die US-Wirtschaft ist der Konsum der Ober- und Mittelschicht, das sind zusammen über 100 Mio Menschen. Die geben immer weniger aus, da sie durch Arbeitslosigkeit oder geringeres Einkommen (Selbstständige) geschwächt sind trotz der Steuerentlastungen für die Mittelschicht im Konjunkturprogramm.
Das es weniger "Superreiche" gibt kriegen einige Unternehmen/Läden mit die speziell Luxuswaren verkaufen, aber dadurch sind nicht 7-8 Mio Arbeitsplätze verloren gegangen in den USA.
Wären die Milliardäre als Milliardäre zu bezeichnen, wenn sie ihr Geld ausgeben würden.
Oder nennen wir sie so, weil sie das Geld gehortet haben?
Reich wird man vom Behalten, nicht vom Ausgeben.
Das erste was mit angelegtem Geld passiert: Es wird investiert.
Ach nee! Spricht da der Experte oder ist es ein frommer Wunsch? Lasst uns deshalb jetzt alle für den wirtschaftlichen Erfolg beten.
Vielleicht werden wir erhört und wir kriegen die 500 Staatsmilliardern wieder, die gerade in das "funktionieren" des Bankensystems "investiert" wurden.
Es geht nicht darum, mit dem bereits entzogenen Geld dem Wirtschaftskreislauf noch mehr Geld zu entziehen, sondern es wieder dorthinein zu bringen. Und zwar zinsfrei. So wie das bei unseren Steuern ist, die geben wir ja auch nicht zu 4% an den Staat ab.
Aktien kaufen ist keine Investition, auch wenn es manchmal so genannt wird. Es ist Spekulation, d. h. es sind Wetten die abgeschlossen werden. Auf Spielchen kann eine Volkswirtschaft aber nicht gründen.
Es ist schlichtweg die Arbeit, die Schaffung von realen Werten, die eine Wirtschaft funktionieren lässt. In Ausbildung, Arbeit und Werte müsste investiert werden.
Doch da wird jetzt gespart.
Ich denke nicht, dass die Millionäre und Milliardäre nichts ausgeben. Einige geben schon viel Geld aus, sie kaufen Privatjets, Luxusyachten, viele teure Autos, mehrere Angestellte in den mehreren Immobilien die sie oft besitzen. Nur diese Multi-Millionäre und Milliardäre machen einen verschwindend geringen Bruchteil der Menschen und auch US-Bürger aus.
Das reichste Prozent der Bevölkerung der USA sind etwa 3,1 Millionen Menschen. 2008 vor der Krise gab es WELTWEIT 1.125 Milliardäre mit ca. 4 Billionen Dollar und 2009 nur noch 793 mit 2,4 Billionen, diese 793 alleine verloren 1,4 Billionen Dollar. 277 US-Milliardäre, weniger als 0,0001% der US-Bevölkerung.
Am wichtigsten für die US-Wirtschaft ist der Konsum der Ober- und Mittelschicht, das sind zusammen über 100 Mio Menschen. Die geben immer weniger aus, da sie durch Arbeitslosigkeit oder geringeres Einkommen (Selbstständige) geschwächt sind trotz der Steuerentlastungen für die Mittelschicht im Konjunkturprogramm.
Das es weniger "Superreiche" gibt kriegen einige Unternehmen/Läden mit die speziell Luxuswaren verkaufen, aber dadurch sind nicht 7-8 Mio Arbeitsplätze verloren gegangen in den USA.
Wären die Milliardäre als Milliardäre zu bezeichnen, wenn sie ihr Geld ausgeben würden.
Oder nennen wir sie so, weil sie das Geld gehortet haben?
Reich wird man vom Behalten, nicht vom Ausgeben.
Glaubt man in Wirtschaftskreisen ernsthaft noch an ein prozentual konstantes, das heißt also absolut exponentielles (!) Wachstum? Dass das nicht ewig weiter gehen kann, ist doch jedem Klar, der mal ne Exponentialfunktion gesehen hat.
Sehr vielsagend über die Intelligenz der Leute, die die Wirtschaft steuern... wir sind verloren.
... an Papier mit den Bildern toter amerikanischer Präsidenten drauf! Wir mal in Anführungszeichen ....
Je mehr diese unkontrollierte Spekulationseuphorie Geld aus dem konventionellen Wahrenverkehr gezogen hat, desto weniger steht jetzt denen zur Verfügung, die sich an einem natürlichen Kreislauf von Leisten, Verdienen und Verbrauchen beteiligen.
Das der Wert der gehorteten Scheine nun noch keinem Bewertungsautomat gehorcht, lässt nun diesen kleinen Kreis der Nutzniesser Alarmreaktionen entwickeln, die mit der realern Welt des Austauschs wenig am Sinn haben.
Ein Abkoppeln des Spakulationsgeschäfts von dem orignären Systems der Produktion und des Verbrauchs, wo die Finanzinstitute nicht mehr zu tun haben als die Organisation der Geldflüsse anzupassen, hätte die inzwischen kochenden Spekulationstöpfe aus dem Verkehr entfernt und ihn vor weiteren Verbrennungen bewahrt.
...vielleicht schneller als manche es sich erträumen können. Ganz egal ob gerade Deflation oder starke Inflation, sämtliche Geldvermögen werden früher oder später den Wert von Altpapier erreichen. Wir können nur hoffen, dass das Folgesystem gerechter sein wird.
In 30 Jahren Verfierfachung des BSP und vervierzigfachung der Geldmenge-die Luft muss irgendwann raus!
Im Namen aller jungen Menschen dieser Welt sage ich nur- hoffentlich bald!
Für Bernanke & Co. gehts dann aufs Schaffott!
auch ein interessanter artikel zu diesem thema ->
http://www.zerohedge.com/...
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Letztlich dient Geld eben nicht mehr als Tauschmittel sondern als Mittel, sich auf Kosten anderer zu bereichern und sich ein vermeintlich angenehmes Leben zu machen.
Mal wird vor Inflation gewarnt, mal vor Deflation, sie irren alle durch die Gegend und machen sich was vor. Jeden Tag eine andere Meldung, jeder weiss etwas zu sagen.
Insgesamt kann es dem einfachen Bürger wurscht sein, auf welche Weise die Besitzenden ihre Werte verlieren - wenn es denn nur bald mal passieren würde. Die stattgfundene Verteilung hat nicht richtig funktioniert, denn nicht die Tüchtigen, sondern die Betrüger haben das Geld angehäuft.
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