So oft von den Norddeutschen und den Süddeutschen gesprochen wird, so unklar ist, wo die Grenze verläuft zwischen den beiden Landeshälften. In Berlin oder Hamburg zum Beispiel gelten schon Hessen als Süddeutsche, für die wiederum erst Baden-Württemberger und Bayern.

Bayern selbst sprechen gerne vom Weißwurstäquator, welcher eine Grenze meint, die zwischen einer weißwurstaffinen Lebensweise und einer weißwurstfernen Lebensweise verläuft. ( Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie hier. )

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Bereits diese Grenze ist nicht eindeutig definiert, je nach Quelle ist es mal der Main und mal die Donau. Zieht man andere Indikatoren fürs Süddeutschsein hinzu (Weißbier brauen, grüß Gott sagen, Schafkopf spielen, bei Aldi Süd statt bei Aldi Nord einkaufen), so zeigt sich, dass es noch komplizierter wird. Lauter Äquatoren!

Es gibt also einen Streifen um den Main herum, eine Art neutralen Korridor, in dem die Menschen, die dort wohnen, es sich frei aussuchen können, ob sie als Süddeutsche gelten wollen oder nicht. Wenn es zwischen Ost und West auch so wäre: Blöd wär’s nicht.