Franz Marc Adlerhorst der ModerneSeite 2/2
Je weiter man in den ihm gewidmeten Stockwerken hinaufsteigt, desto mehr wird man fortgetragen von Marcs himmelwärts strebendem Strich. Seine Tiere scheinen aus dem Boden zu wachsen wie Bäume und sich in das Firmament zu strecken – und genau in dem Moment, in dem die Kunst sich ganz ihrer transzendentalen Symbolik hinzugeben scheint, tritt man plötzlich in einen leeren Raum. Dort stehen vier Stühle – und davor: freie Sicht auf den See, auf die Berge. Eine Anleitung zur Naturverbundenheit.
- Datum 21.08.2010 - 15:54 Uhr
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- Serie ZEIT-Museumsführer
- Quelle DIE ZEIT, 12.08.2010 Nr. 33
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Das letzte Mal, das ich vom Walchensee nach Kochel gefahren bin, mußte ich vom Walchensee die Serpentinenstraße runter fahren, um nach Kochel zu kommen. Das war im April 2010. Hat sich das inzwischen geändert, oder ist die Beschreibung im ersten Absatz dieses Artikels so kunstvoll, daß ich sie schlicht nicht verstanden habe?
Sich auf Serpentinen schlängeln?! Vielleicht auch noch sich auf Ringen ringeln? Mit Wörtern klingeln!
Sich wie ein Adlerhorst an den Rücken krallen! Echt toll im ganzen Sinn des Wortes. Nicht das Nest, der Vogel hat Krallen. Die Kuh macht muh, nicht das Stroh!
Und überhaupt: Franz Marc im Adlerhorst? Welch Bild!
Fehlt nur noch der Obersalzberg. Dort war das Wort mal so ungefähr richtig am Platz, für gefrässige Räuber.
Vielleicht fehlt mir aber auch nur der "verdichtete Blick" (sic! unten auf der ersten Seite) für das Verständnis verknoteter Sprache.
Wer auch immer diesen Artikel geschrieben hat, er war nie in Kochel, geschweige denn im Franz Marc Museum.
Kochel liegt - der Name verrät es - am Kochelsee. Und der wiederum liegt am Alpenrand unterhalb des Herzogstands. Und wo liegt nun der Walchensee? Den findet man, wenn man sich die Serpentinen des Kesselbergs hinaufschlängelt. Da ist aber nicht das Museum. Das wiederum krallt sich nicht "wie ein Adlerhorst an den Bergrücken, sondern steht ganz weit unten zu ebener Erde auf einer kleinen Anhöhe (beim Rabenkopf) am Kocheler Ortsrand. Und dort kommt man gemeinhin nur zu Fuß hin (für Autos gesperrt).
Aber auch als Ex-Kocheler lasse ich mich gerne noch eines besseren belehren.
Bin gespannt, wann ich lese : " ZEIT online heiratet Bravo."
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