Zweifel an der Altersangabe des Fundes
War folglich die berühmteste Vertreterin des Australopithecus afarensis des Schnippelns kundig? Die Wissenschaftler geben sich bei der Datierung der beiden Beuteknochen sicher: Sie lagen in vulkanischen Ablagerungen, die so alt sind wie Lucy, über drei Millionen Jahre.
Der Zürcher Anthropologe Peter Schmid jedoch – er machte i m April mit dem Fund der »neuen« Hominidenart Australopithecus sediba Schlagzeilen – zweifelt an der Altersangabe seiner Kollegen. Wenn Knochenreste in Ablagerungen nah an der Oberfläche gefunden werden, sagt Schmid, müsse man vorsichtig sein: »Fällt in diesen Gegenden Regen, fließt das Wasser in mächtigen Strömen ab.« So hat die Erosion in Äthiopien manche Oberfläche und manchen Untergrund durcheinandergerührt. Entsprechend unsicher sind Funddatierungen nur anhand der Bodenschichtung, wie sie im jüngsten Fall vorgenommen wurden.
EVA-Forscher McPherron malt sich trotzdem gerne das Szenario aus, das sein Fund ermöglicht: »Wenn wir uns Lucy beim Durchstreifen der ostafrikanischen Landschaft vorstellen, sehen wir sie nun erstmals mit einem Steinwerkzeug in der Hand auf Fleischsuche.« Definitiv voreilig wäre es allerdings, den Australopithecinen aufgrund der Schnittspuren das Geschick eines Werkzeugmachers zu attestieren. Das scharfkantige Gestein, schreiben die Autoren, könnte speziell zu diesem Zweck gefertigt – oder einfach in der Natur gesammelt worden sein.
Auch ob die alte Dame Lucy, so gerüstet, zum Halali auf größere Säuger geblasen hat, ist fraglich. Ein Hinweis auf Jagdkultur sind weder Knochen noch Klingen. Wahrscheinlicher ist, dass sich unsere Vorfahren als Aasfresser an üppigen Fleischkonsum zu gewöhnen begannen. Bevor Homo erectus schließlich Jahrmillionen später den Speer erfand und als erster Hominide frische Steaks auf dem Speiseplan etablierte, mussten sich unsere Ahnen durch manchen wurmverseuchten Fetzen beißen – ohne die Möglichkeit, das faule Fleisch wenigstens zu kochen.
- Datum 12.08.2010 - 07:04 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 12.08.2010 Nr. 33
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Also dass unsere Vorfahren mit vergammelten Kadavern zurecht kamen bezweifele ich. Ich denke vielmehr, die wurden davon genau so krank wie unsereins.
Wäre es anders, hätten wir die "Fähigkeit" faules Fleisch zu verkraften, geerbt.
Unser Gebiss, die Konzentration unserer Magensäure, die Länge unseres Darms, dies alles deutet sowieso auf pflanzenfressende Vorfahren hin. Fleisch war wahrscheinlich die Ausnahme.
und die ersten Europaer haben sich waehrend der Eiszeit von Schnee ernaehrt.
Denken Sie z.B. an Surströmming bei den Schweden, ebenso gibt es viele Asiatische "Spezialitäten" die aus jahrealtem Fisch bestehen.
Der Bruder meiner Großmutter aß den hängenden Schinken erst, wenn die Maden grüßten.
Nur weil in europäischen Großstädten alles schon 2 Tage vor dem Ablauf des Verfalldatums entsorgt wird, heißt das nicht, dass wir es nicht essen könnten.
aber unsere Zähne sind doch zumindest geeignet Fleisch zu kauen. Unsere Vorfahren haben dann vielleicht nur deshalb keine Reißzähne oder Ähnliches herausgebildet weil sie eben nicht damit jagen und töten mussten sondern stattdessen auf ihr Geschick mit den Händen zurückgegriffen haben.
Dass ein Lebewesen mit einem typischen Pflanzenfressergebiss auf den Geschmack von Aas kommt kann doch durchaus sein. Als sie dann selbst begannen auf die Jagd zu gehen, hatten sie bereits andere Werkzeuge als ein Raubtiergebiss.
Soweit die Spekulation ;).
und die ersten Europaer haben sich waehrend der Eiszeit von Schnee ernaehrt.
Denken Sie z.B. an Surströmming bei den Schweden, ebenso gibt es viele Asiatische "Spezialitäten" die aus jahrealtem Fisch bestehen.
Der Bruder meiner Großmutter aß den hängenden Schinken erst, wenn die Maden grüßten.
Nur weil in europäischen Großstädten alles schon 2 Tage vor dem Ablauf des Verfalldatums entsorgt wird, heißt das nicht, dass wir es nicht essen könnten.
aber unsere Zähne sind doch zumindest geeignet Fleisch zu kauen. Unsere Vorfahren haben dann vielleicht nur deshalb keine Reißzähne oder Ähnliches herausgebildet weil sie eben nicht damit jagen und töten mussten sondern stattdessen auf ihr Geschick mit den Händen zurückgegriffen haben.
Dass ein Lebewesen mit einem typischen Pflanzenfressergebiss auf den Geschmack von Aas kommt kann doch durchaus sein. Als sie dann selbst begannen auf die Jagd zu gehen, hatten sie bereits andere Werkzeuge als ein Raubtiergebiss.
Soweit die Spekulation ;).
... wenn dem Leser erklärt würde, warum die Knochen nicht C14-datiert wurden.
Geht das bei so alten Knochen nicht mehr? Jedenfalls ist das die erste Frage, die man sich als Leser stellt. Schade, dass der Artikel sie nicht beantwortet.
"Den Artikel würde es bereichern wenn dem Leser erklärt würde, warum die Knochen nicht C14-datiert wurden."
Weil sie dafür schlicht zu alt sind. Für 14C-Datierung ist die obere Altersgrenze bei ca. 60000 Jahren.
Siehe z.B. http://de.wikipedia.org/w...
"Den Artikel würde es bereichern wenn dem Leser erklärt würde, warum die Knochen nicht C14-datiert wurden."
Weil sie dafür schlicht zu alt sind. Für 14C-Datierung ist die obere Altersgrenze bei ca. 60000 Jahren.
Siehe z.B. http://de.wikipedia.org/w...
und die ersten Europaer haben sich waehrend der Eiszeit von Schnee ernaehrt.
Die Eiszeiteuropäer haben sich wohl auch von Fleisch ernährt. Das wächst aber nicht auf Bäumen, sondern an Tieren, und die werden sich wohl kaum von Schnee ernährt haben. Folglich gab's auch Pflanzen in der subarktischen Zone, die zum Teil von den Menschen gegessen wurden.
Der Kommentar von Bag Lassi ist daher m.E. nicht fragwürdig.
Die Eiszeiteuropäer haben sich wohl auch von Fleisch ernährt. Das wächst aber nicht auf Bäumen, sondern an Tieren, und die werden sich wohl kaum von Schnee ernährt haben. Folglich gab's auch Pflanzen in der subarktischen Zone, die zum Teil von den Menschen gegessen wurden.
Der Kommentar von Bag Lassi ist daher m.E. nicht fragwürdig.
Denken Sie z.B. an Surströmming bei den Schweden, ebenso gibt es viele Asiatische "Spezialitäten" die aus jahrealtem Fisch bestehen.
Der Bruder meiner Großmutter aß den hängenden Schinken erst, wenn die Maden grüßten.
Nur weil in europäischen Großstädten alles schon 2 Tage vor dem Ablauf des Verfalldatums entsorgt wird, heißt das nicht, dass wir es nicht essen könnten.
aber unsere Zähne sind doch zumindest geeignet Fleisch zu kauen. Unsere Vorfahren haben dann vielleicht nur deshalb keine Reißzähne oder Ähnliches herausgebildet weil sie eben nicht damit jagen und töten mussten sondern stattdessen auf ihr Geschick mit den Händen zurückgegriffen haben.
Dass ein Lebewesen mit einem typischen Pflanzenfressergebiss auf den Geschmack von Aas kommt kann doch durchaus sein. Als sie dann selbst begannen auf die Jagd zu gehen, hatten sie bereits andere Werkzeuge als ein Raubtiergebiss.
Soweit die Spekulation ;).
Empfehle zum Beispiel:
http://www.stern.de/wisse...
Die Eiszeiteuropäer haben sich wohl auch von Fleisch ernährt. Das wächst aber nicht auf Bäumen, sondern an Tieren, und die werden sich wohl kaum von Schnee ernährt haben. Folglich gab's auch Pflanzen in der subarktischen Zone, die zum Teil von den Menschen gegessen wurden.
Der Kommentar von Bag Lassi ist daher m.E. nicht fragwürdig.
Weil sich Rentiere von Pflanzen unter Eis und Schnee ernaehren koennen so koennen dies auch folglich Eiszeiturmenschen.
Die Behauptung ist so aehnlich wie: weil Walhaie von Plankton leben so koennen dies auch folglich Polynesier.
Weil sich Rentiere von Pflanzen unter Eis und Schnee ernaehren koennen so koennen dies auch folglich Eiszeiturmenschen.
Die Behauptung ist so aehnlich wie: weil Walhaie von Plankton leben so koennen dies auch folglich Polynesier.
In der Frühzeit unserer entwicklung Wahren wir Jäger und Sammler,im grunde wahren wir das noch bis Anfang des 19jarhundert.Es ist doch
wohl nüchtern,anzunehmen das der Frühmensch in schlechten zeiten auch Aas nicht verschmähte,egal wie der zustand des Kadavers wahr.
Auserdem wahr der Magen und der gesamte verdauungstrackt nicht so
"Verweichlicht" wie der des heutigen Menchen.
Wir sind immernoch jäger und sammler, wir sammeln und jagen bloß etwas anderes:
Sammeln:
Anerkennung
Geld
Ruhm
Materielles
Jagen:
Menschen
Einschaltquoten
Gewinne
Möglichkeiten der Machterweiterung & der Kapitalsvergrößerung
Wir sind immernoch jäger und sammler, wir sammeln und jagen bloß etwas anderes:
Sammeln:
Anerkennung
Geld
Ruhm
Materielles
Jagen:
Menschen
Einschaltquoten
Gewinne
Möglichkeiten der Machterweiterung & der Kapitalsvergrößerung
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