Vegetarismus Tiere sind auch nur Menschen

Wer darf wen töten und warum? Es gibt keine ethische Begründung für die Schlachthäuser. Ein Plädoyer für den Vegetarismus

Die alles entscheidende Frage, dürfen wir Tiere töten, um ihre Leichen zu essen, haben wir seit Ewigkeiten beantwortet. Vielleicht nicht mit dem Kopf, aber doch mit den Zähnen. Der Tieresser steht auf der Siegerseite der Evolution. Er ist der König der Nahrungskette.

Ausgiebiger Fleischgenuss signalisierte lange Zeit Wohlstand, und Wohlstand signalisierte soziale Integration. Je bedeutender der Mensch, desto größer die Fleischportion auf seinem Teller. Vegetarismus hingegen war eine Lebensweise mit dem zweifelhaften Odium einer sektiererhaften Marotte. Sie berief sich zwar gelegentlich auf eine ferne antike Überlieferung (die Orphiker und die Pythagoräer waren Vegetarier), entstand aber im fleischessenden Abendland recht eigentlich erst in den unübersichtlichen Umtrieben der Lebensreformbewegung am Ende des 19. Jahrhunderts, die ihrerseits eine politisch unzuverlässige, teils radikaldemokratische, teils völkische, in jedem Fall widerspenstige und anarchische Reaktion auf die Zwänge der beginnenden Industrialisierung war.

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Der Vegetarier war ein Sonderling, ein Außenseiter der Gesellschaft. An ihm haftete der Makel, sich einem zentralen Übereinkommen des vernünftigen Zusammenlebens zu widersetzen. Wer nicht wie alle anderen Fleisch aß, war womöglich auch sonst zu nichts Ordentlichem zu gebrauchen. Zahlreich waren die Anekdoten, die das berufliche Missgeschick dieses oder jenes Großonkels auf die in meiner Familie seit Generationen verbreitete Unfähigkeit, Tiere zu essen, zurückführten.

Das alles scheint lange her zu sein und ist doch erst seit Kurzem vorbei. Heute ist der Vegetarismus in jedem Sinn in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Vegetarische Speisegaststätten gibt es überall in den Innenstadtvierteln, in Berlin hat soeben die erste vegetarische Mensa eröffnet. Es gibt viele Intellektuelle und Künstler, die sich für den Vegetarismus einsetzen. Und es gibt einen Vegetarismus-Chic in den besseren Kreisen. Der amerikanische Schriftsteller Jonathan Safran Foer hat gerade ein sehr erfolgreiches und viel diskutiertes Buch veröffentlicht, das uns in schönster Offenheit dazu auffordert, am besten keine und am zweitbesten weniger Tiere zu essen. Alles schön und gut. Bleibt nur noch die Frage, ob wir Tiere überhaupt töten dürfen.

Normalerweise werben die Vegetarier für ihre Lebensart, indem sie den Fleischessern die gesundheitlichen Nachteile ihrer Ernährungsweise mahnend vor Augen halten. Dazu zählen die vielen Herz- und Krebsleiden, die Übertragung von Viren und Giftstoffen, die Gefahr, an Osteoporose, Gicht, Rheuma, Bluthochdruck, Adipositas und so weiter zu erkranken. Das alles ist bedenkenswert. Für die Frage nach unserem Recht, Tiere zu töten, um sie zu essen, sind diese luxuriösen Diskussionen um die möglichen Zuwachsraten unseres ohnehin bereits beträchtlichen leiblichen Wohlergehens aber unerheblich.

Das gilt auch für den noch viel gewichtigeren Trumpf in der Hand der Vegetarier: die ungeheuere Belastung der Erde durch die Treibhausgasemissionen, die durch die Massentierhaltung entstehen. Gerade veröffentlichte das unabhängige Washingtoner Worldwatch Institute seine jüngsten Messungen, nach denen die Massentierhaltung nicht nur wie bisher angenommen für 18 Prozent, sondern sogar für über 50 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Fleisch essen ist schlimmer als Auto fahren.

Von dem unverantwortlichen Wasserverbrauch, der unwirtschaftlichen Vernichtung von Anbaufläche, der Rodung der Wälder zur Vermehrung von Weideflächen noch gar nicht zu reden. Niemand bezweifelt diese für unsere Überlebensaussichten äußerst betrübliche Diagnose. Sie ist ein starkes Argument für eine drastische Senkung des Fleischkonsums. Doch erspart auch sie uns nicht die alles entscheidende Frage, die man auch unseren ökologisch korrekten Urahnen hätte stellen müssen: Wer darf wen töten und warum?

Die Entscheidung ist bereits gefallen. Der Mensch genießt das Recht auf leibliche Unversehrtheit. Das Recht des Tieres, das wir ihm einräumen, besteht demgegenüber darin, vor dem Zerstückelt- und Ausgenommenwerden durch einen Metallbolzen, der ihnen den Schädel spaltet, betäubt oder an einem Haken kopfüber aufgehängt durch ein elektrisches Wasserbad gezogen zu werden.

Das Ungleichgewicht der Rechte springt ins Auge, wird aber außer von einigen Tierethikern wie Peter Singer, Tom Regans, Helmut F. Kaplan, Ursula Wolf und den unermüdlich, teils auch radikal kämpfenden Tierrechtsorganisationen wie Peta kaum infrage gestellt. Es ist die Grundlage dessen, was wir als Normalität bezeichnen. Aber was, wenn wir uns einfach geirrt haben? Ist es möglich, dass, was seit Jahrtausenden als normal gilt, dennoch ein ungeheueres Unrecht ist?

Ja, es ist möglich. Die Gründe, die wir für das eklatante Ungleichgewicht der Rechte zwischen Mensch und Tier geltend machen, sind allesamt windig. Überdies sind sie widersprüchlicher Natur. Sie stehen sich gegenseitig im Weg, weil sie sich wahlweise auf den tierischen oder auf den göttlichen Ursprung des Menschen berufen. Einerseits, heißt es, tötet der Mensch Tiere, weil er – selbst ein Tier – nicht anders kann.

Das ist die sogenannte Naturthese: Tiere fressen eben Tiere. Andererseits behauptet man, gerade die evolutionäre Überlegenheit des Menschen erlaube ihm, das Tier zu töten und mit seinen Leichenteilen Handel zu treiben. Das wäre die Kulturthese: Der Mensch isst Tiere, weil er besser ist als sie. Beide Begründungen hinken und sollten uns nicht ruhig schlafen beziehungsweise essen lassen. Einzig wer meint, dass man Tiere schon allein deswegen töten darf, weil ihre sterblichen Überreste, gut gebraten und gewürzt, gut schmecken, kann sich unbesorgt zu Tisch setzen (und wird betrüblicherweise spätestens an dieser Stelle die Lektüre des Artikels abbrechen). 

Welche Entschuldigung haben wir den vier Rindern, 46 Schweinen, vier Schafen, 46 Truthähnen, zwölf Gänsen, 37 Enten und 945 Hühnern, die jeder Fleischesser durchschnittlich in seinem Leben verspeist, für ihren Tod also zu bieten? Betrachten wir zunächst die Naturthese. Fleisch essen gehöre angeblich zur menschlichen Natur. Doch was ist die Natur des Menschen? Vor allem ist sie ein Wort, das, wenn es im Sinn von Ursprünglichkeit oder Gottgegebenheit verwendet wird, jede Diskussion beendet (siehe Natur der Frau, Natur der Schwarzen und so weiter).

Die akademische Debatte darüber, ob der Steinzeitmensch eher ein Pflanzen- oder ein Fleischfresser war, verliert sich schnell im Nachmessen der Darmzotten und des Zungendurchmessers. Die eine Fraktion beruft sich auf die Reißzähne und die Magensäure des Menschen, um ihn den Karnivoren zuzuschlagen. Der anderen gilt als Beweis für sein natürliches Pflanzenfressertum, dass er anders als jedes karnivore Tier Fleisch im rohen Zustand nicht herunterbekommt.

Für die Frage, ob wir dürfen, was wir tun, nämlich morden, um zu essen, spielt dieser Streit um die Ernährungsgewohnheiten des Menschen in der Frühzeit keine Rolle. Denn selbst wenn der Urmensch die Tiere den Blättern vorgezogen hat oder vorziehen musste, ist dies kein Grund, ihm nachzueifern. Seit Jahrtausenden ist der Mensch damit beschäftigt, die rohen Sitten seiner Urahnen zu zähmen und zu kultivieren. Ein Vorgang, den man Zivilisation nennt und der uns immerhin schon so weit gebracht hat, Zeitung zu lesen, zum Mond zu fliegen und von der Unsitte des angeblich besonders schmackhaften Menschenfleischverzehrs abzulassen (es gibt Berichte von bekehrten Wilden, die auf dem Totenbett in Erinnerung an die Menschenfleischgenüsse ihrer Kindheit vor Sehnsucht geweint haben sollen). Warum sollten wir ausgerechnet an der Fleischtheke in der Steinzeit stehen bleiben?

Auch die Mär, dass der Mensch von Natur so eingerichtet sei, dass er sich nur mit Fleisch gesund erhalten kann – noch vor wenigen Jahren häufig in seriösen Publikationen nachzulesen –, ist, abgesehen von kleinen Problemen bei einer dauerhaft veganen Ernährung, reiner Unsinn. Die Ernährungswissenschaft hat inzwischen nichts mehr gegen eine völlig fleischfreie Kost einzuwenden.

Womit das Naturargument an sein verdientes Ende kommt: Tiere essen ist purer Luxus. Nichts als ein paar Sekunden Gaumenkitzel, der einen blutigen Preis hat. Doch selbst die Fleischeslust kann völlig verschwinden. Wer noch nie Fleisch gegessen hat, kennt sie nicht einmal. Sie ist offensichtlich kein dunkler, unbeherrschbarer Naturtrieb, sondern nur eine Gewohnheit unter anderen Gewohnheiten. Eine, die man in der modernen Welt mühelos in wenigen Generationen verlernen könnte.

Bleibt das Kulturargument. Es läuft, vereinfacht gesagt, darauf hinaus, dass der Mensch das Tier essen darf, weil er Verstand und das Tier keinen hat. Der Mensch kann Klavier spielen und Porsche fahren, das Schwein kann sich nur im Sand suhlen. Was also liegt da näher, als es zu essen?

Was für ein Hochmut! Ein paar minimale Unterschiede im genetischen Code sollen uns dazu berechtigen, unsere nahen Verwandten, die Kühe, Schweine, Pferde und Schafe, essen zu dürfen? Das Tier, sagt die im Christentum gepflegte Legende, könne nicht denken und habe keine Seele. Sein »Mangel an Vernunft«, so Kirchenvater Augustinus, bestimme es zum Schlachtvieh, die »gerechte Anordnung des Schöpfers« habe sein »Leben und Sterben unserem Nutzen angepasst«. Im Inneren der Tiere befinde sich, glaubte Descartes, nur eine »Maschine«, im Inneren der Menschen hingegen »eine vernünftige Seele«. Mit solchen und ähnlichen Phrasen geben wir uns bis heute zufrieden, wenn wir festlegen, welches Leben wertvoll und zur Erhaltung und welches wertlos und zur Vernichtung bestimmt ist.

Was die Herren offenbar nicht bedachten: Setzte man sie einsam auf einer Palme im Dschungel aus oder hieße sie, im Winter nach Afrika zu fliegen, wären sie samt ihrer vernünftigen Seele ziemlich ratlos. Denn Tiere, zumindest unsere Verwandten, die Säuge- und Wirbeltiere, sind nur anders schlau als wir. Es wäre »pervers«, so der Harvard-Forscher Steven Pinker, »den Säugetieren das Bewusstsein abzusprechen«. Auch Vögel und andere Wirbeltiere hält er für »beinahe bei Bewusstsein«, nur bei niederen Tieren wie Austern und Spinnen verlieren sich die Gewissheiten in den unerfindlichen Abgründen der Schöpfung.

Das Rätsel des tierischen Innenlebens werden wir, eingesperrt in die menschliche Sicht der Dinge, nie ganz lösen, auch wenn wir uns mit dressierten Affen ganz passabel in Zeichensprache unterhalten, mit Pferden flüstern und unserem Hund ohnehin jeden Wunsch von den Augen ablesen können. Tiere leben in einem anderen Universum, die Botschaften, die wir von dort erhalten, können wir nicht alle verstehen. Doch der Respekt vor der fremden Intelligenz muss heute die alte Überheblichkeit ablösen.

Was, wenn die Tiere uns für ebenso seelenlos halten wie wir sie, nur weil wir so anders sind? Und was, wenn die Evolution noch eine Ehrenrunde dreht und eine Spezies hervorbringt, die uns für zu dumm hält und deswegen einsperrt und auffrisst? »Eines Tages«, frohlockte der erste Tierrechtler und Philosoph Jeremy Bentham im Jahr 1789, »wird man erkennen, dass die Zahl der Beine, die Behaarung der Haut und das Ende des os sacrum sämtlich unzureichende Gründe sind, ein lebendiges Wesen schutzlos den Launen eines Peinigers auszuliefern.« Der Tag ist gekommen.

Heute weiß man, dass sich der Mensch entgegen den frommen Wünschen der christlichen Philosophen hinsichtlich der Erbinformation nur geringfügig von den anderen Säugetieren unterscheidet. Das Nervensystem, die Verarbeitung von Reizen, Emotionen wie Angst und Panik sowie das Empfinden von Schmerzen sind bei Mensch und Tier identisch. Das komplizierte Paarungsverhalten, das Zusammenleben in Gruppen und Familien, die Fähigkeit, vorzusorgen und zu planen, die vielfältigen wortlosen Verständigungssysteme der Tiere untereinander weisen sie als unsere nächsten Verwandten aus. Die Unterschiede, die zwischen uns und ihnen bestehen bleiben, sind nur gradueller, aber keineswegs prinzipieller Natur.

In vielem sind Tiere dem Menschen sogar weit überlegen. Der Seh-, Hör- und Tastsinn ist bei den meisten Säugetieren höher entwickelt als bei uns. Vom genialen tierischen Navigationssystem, von den Feinheiten der Brutpflege, der beneidenswerten animalischen Work-Life-Balance, der Schönheit und Eleganz der Bewegung, dem bewundernswert genügsamen Lebensstil der Tiere gar nicht erst zu reden. Kurzum: Es gibt überhaupt keinen Grund, den Menschen Leidensfähigkeit und Lebensrecht zuzusprechen und es den Tieren abzuerkennen.

Auch die sogenannte Kulturthese, nach der wir töten dürfen, weil wir so besonders klug sind, gehört also auf den Friedhof für ausgediente Ideologien. Rechtfertigen sollten sich nicht mehr diejenigen, die keine Tiere essen, sondern diejenigen, die es dennoch tun. Denn abgesehen von den kognitiven Fähigkeiten sind Tiere genauso Menschen wie Menschen umgekehrt Tiere sind. Doch während das Menschliche im Tier in seinen Angstschreien und seiner Todespanik in den Schlachthäusern nur allzu deutlich wird, hat der Mensch das Tier in sich auf seinem zivilisatorischen Siegeszug gezähmt oder ausgerottet. Furchtbares – so eine der zentralen Thesen der Frankfurter Schule – habe die Menschheit sich antun müssen, bis das Selbst, der identische, zweckgerichtete, männliche Charakter des Menschen, geschaffen war. Etwas von dieser Selbstverstümmelung, behauptete Max Horkheimer, werde in jeder Kindheit wiederholt. Und, genau besehen, auch bei jedem Mittagessen.

Die Verstümmelung und Herabwürdigung der Tiere zur toten Ware, und zwar ausgerechnet solcher Tiere, die uns am ähnlichsten sind (aus welchem anderen Grund sollten wir lieber Schafe und Schweine als Würmer und Käfer essen?), setzt die Gewalt gegen das Tier in uns selbst fort. »Es herrscht nicht nur Krieg zwischen uns und ihnen«, schreibt Jonathan Safran Foer in seinem neuen Buch, »sondern zwischen uns und uns.«

Wir haben das Tier in uns vergessen und vergessen das Tier, sobald es auf unserem Teller liegt. Das gehört zur Verhaltensweise der Kälte, der vielleicht zentralsten psychosozialen Technik fortgeschrittener Kulturen. Dennoch dürfte es wenige Fleischesser geben, die unbeeindruckt blieben, wenn sie sich der Unbequemlichkeit aussetzten, beispielsweise einen Film anzusehen, der ihnen zeigt, wie das Fleisch auf ihre Teller kommt (sehr häufig werden Tiere in der industriellen Schlachthausroutine nicht gründlich genug betäubt und schreiend bei lebendigem Leib gehäutet und zerstückelt). Der südafrikanische Literaturnobelpreisträger J. M. Coetzee erinnert in seiner bewegenden Erzählung Das Leben der Tiere an die »gewaltige gemeinschaftliche Anstrengung«, derer es bedarf, um »unsere Herzen vor den Schlachtstätten zu verschließen«.

Gleichwohl kultivieren wir inmitten dieser offensichtlichen Mitleidslosigkeit sonderbare Mitleidsnischen. Niemand möchte seinen eigenen Hund oder sein eigenes Pferd essen, obgleich Hunde und Pferde durchaus gegessen werden. Für unsere Katzen kaufen wir altersgerechtes Katzenfutter und lassen sie beim Tierarzt gegen Diabetes behandeln, während wir Kühe und Hühner, sauber in Cellophan verpackt, in der Tiefkühltruhe aufbewahren. Dabei ist die Artengrenze, die festlegt, welches Tier geliebt und welches gemordet wird, völlig willkürlich und abhängig von den Sitten und Moden.

Wenn wir die Tiere selbst töten müssten, die wir essen, würde der Fleischkonsum, der sich in den letzten 40 Jahren weltweit verdreifacht hat, vermutlich sprunghaft zurückgehen. Doch die Fleischindustrie, die uns das tote Tier, von Blut gesäubert und zur Unkenntlichkeit zerstückelt, ins Haus liefert, betäubt unsere Empathiefähigkeit. Es fällt uns schwer, uns in unsere Opfer hineinzuversetzen, sie uns als lebendige Individuen überhaupt noch vorzustellen. In diese Vorstellungslücke stoßen die Tiere als Haustiere, Filmhelden, Comic- oder Plüschfiguren.

Sie sind die einzigen Tiere, die viele Kinder neben den gebratenen Tierresten auf ihrem Teller noch kennenlernen. Doch sie sind nur Dekor, Erinnerungsstücke an die wirkliche Tierwelt, die selbst nicht mehr zu sehen ist. »Der Blick zwischen Tier und Mensch«, schreibt der Schriftsteller John Berger, »mit dem alle Menschen noch bis vor weniger als einem Jahrhundert gelebt haben, wurde ausgelöscht.«

Was folgt nun aus alldem? Für Jonathan Safran Foer folgt daraus, dass wir zumindest die industrielle Massenhaltung der Tiere unbedingt boykottieren sollten. Tiere müssen wieder artgerecht gehalten und sorgfältig, nicht am Fließband, geschlachtet werden. Und weil aber nahezu alle Tiere, die wir essen, aus Massentierhaltung stammen und in Todesfabriken geschlachtet werden, empfiehlt selbst der Wohlfühlvegetarier Foer, auf Fleisch ganz zu verzichten. Und nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf Eier und Fisch, wenn uns das Leben der Legehennen und der sinnlose Tod unzähliger Meerestiere dauert, die für jedes Sushi-Essen als Beifang gestorben sind und wieder ins Meer geworfen werden.

Dem Mitleidsgebot – du darfst die dir verwandten Tiere überhaupt nicht töten, nur weil sie dir schmecken – weicht Foer aus. Er sei, schreibt er, »nicht allgemein dagegen, Tiere zu essen«. Das Glück der Tiere und die Qualität ihres Fleisches liegen ihm mehr am Herzen als ihr Recht auf Leben. Für ihn gibt es, was für mich undenkbar ist: »ethisch unbedenkliches Fleisch«.

So viel Versöhnlichkeit mag die Argumentation dieses eindrücklichen Buches schwächen, aber sie ist nicht unvernünftiger als die Wirklichkeit: 94 Prozent der Deutschen essen gern tote Tiere. Foer agiert wie ein Emissär mit weißer Fahne, der im unversöhnlichen Krieg zwischen der winzigen Minderheit der Tierrechtler und der überwältigenden Mehrheit der Tieresser Frieden stiften will, um das schwerfällige Rad der Geschichte gemeinsam ein wenig zugunsten der Tiere voranzudrehen. Das ist schon viel.

Am Ende wird der Verzicht auf Fleisch allen helfen, den Tieren und den Menschen. Er wird nicht alle Menschheitsprobleme lösen. Er löst noch nicht einmal alle moralischen Probleme, vor die uns unser Hunger stellt. Die Grenzen des Tötungsverbots sind niemals eindeutig zu bestimmen in der unendlichen Kette der Lebewesen. Warum verschone ich die Kuh und töte die Fliege? Ist das Seepferdchen weniger wert als das Pony? Und was ist mit dem Seelenleben der Pflanzen? Der grelle Scheinwerfer der Erkenntnis durchdringt die Materie, doch die meisten Geheimnisse des Lebens bleiben im Dunkeln. Es ist unmöglich, in unserem Zusammenleben mit den Tieren alles richtig zu machen. Doch gibt uns das noch lange nicht das Recht, alles falsch zu machen.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
  1. Bitte verzichten Sie auf geschmacklose Vergleiche. Danke, die Redaktion/vv

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Bei der alltäglichen Grausamkeit gegen leidensfähige Geschöpfe halte ich Feinsinnigkeiten bei menschlichen Empfindsamkeiten für reine Heuchelei. Hier herrscht ein krasses Missverhältnis zwischen gefühlter Hochkultur und praktizierter Barbarei. Für mich ist das der dumme, selbstgefällige Chauvinismus der Spezies Mensch.

    Die Menschheit lebt in einem permanenten Zustand der Barbarei gegen das Tier.
    Solange der Mensch nicht in der Lage ist, diese Barbarei als solche zu erkennen und sie abzulegen, wird sie sich auch immer wieder gegen den Menschen selbst richten.

    Nichts anderes habe ich gemeint.

    Das Töten von leidenfähigen Kreaturen muss generell geächtet werden.

    Es ist pervers, den Tieren Schmerz und Leid zwar zuzugestehen, aber nichts zu tun um dies zu beenden. Diese Abstumpfung fällt auf den Menschen zurück, da nicht das Töten an sich geächtet ist.
    Geringe Unterschiede im Erbgut rechtfertigen bereits das Töten. Die wissenschaftliche Unhaltbarkeit und Willkür sind unübersehbar.

    So hat man das Tor weit geöffnet für Rückfälle in die Barbarei gegen den Menschen, indem man eine ethnische Gruppe in die Nähe des Tieres rückt. Die Routine des Tötens richtet sich dann nur auf ein anderes "Objekt".

    Hier sind auch nicht die Vergleiche geschmacklos, sondern die Praktiken und Rechtfertigungsversuche der Nutznießer.

    Hier kann nur helfen, das Töten an sich zu ächten.

    Ich kann mich der Argumentation der Autorin gegen den Fleischkonsum nur anschließen. Dennoch glaube ich, dass sie zu vereinfacht ist und zu kurz greift.

    Ich selber bin seit vielen Jahren Vegetarier, habe Biologie studiert und in Ländern gelebt, in denen Fleischkonsum entweder das hohe Ziel ist (Afrik. Länder…und natürlich in Europa), oder eben undenkbar (Indien).

    Es gibt ökonomische, ökologische und auch sicherlich ethische Gründe gegen den Fleischkonsum, aber auch Gründe dafür. Akzeptiert man z.B. den stolz präsentierten, Fleisch-gefüllten Teller der ugandischen Mama, wenn man eingeladen wurde? Wo fängt Respekt vor dem Menschen und der Entscheidungsfreiheit an und wo hört Respekt vor dem Leben des Tieres auf?

    Es geht um Respekt und Achtung. In anderen Kulturen gedenkt der Jäger dem erlegten Tier und bedankt sich dafür, dass es sich hat erlegen lassen um den Stamm zu ernähren. Wer im Westen gedenkt dem Hafer, der Kartoffel, dem Soja der auf gerodeten Regenwaldflächen angebaut wurde, wenn er einen Veggi-bratling isst?

    Für alle, die sich Vegetarismus gerne auf die Fahnen schreiben und sich damit auf der moralischen Überholspur sehen, empfehle ich den folgenden Artikel:

    Green and greedy, Nature Reports Climate Change
    Published online: 22 October 2009 | doi:10.1038/climate.2009.107
    Es zeigte sich in dieser und vielen anderen Studien, dass „grünes“ Verhalten (z.B. der Kauf von grünen Produkten) Leute sich weniger altruistisch verhaltend macht. ("Purchasing green products can make people behave less altruistically, suggests new research.")

    Urlaub ist da ein weiteres Beispiel:

    14 Tage Balkonien = 58 Kilogramm CO2
    14 Tage Ostsee = 258 Kilogramm CO2
    14 Tage Mexiko = 7218 Kilogramm CO2 (Quelle: WWF)

    Aber da wir den Sinn des Lebens eh noch nicht überliefert bekommen haben gibt es ja auch keine geltende Richtschnur…außer der Eigenen!?

    • joG
    • 18.08.2010 um 7:05 Uhr

    ....Sie waren, aber diese Diskussion kenne ich aus Kunderzimmerzeiten. Die Emotion ist ja jedem bekannt, nehme ich an, der ein Tier selbst nahe bei sich hat. Man kann sich Pfiffi im Topf schon gar nicht vorstellen und wird unendlich traurig und überträgt die Gefühle auf andere Tiere, wenn man darüber nachdenkt. Auch der Bauer, da bin ich überzeugt, muss sich überwinden und verdrängen, wenn Schweinchen Karlas Schlachtfest kommt. Schweine sind klug und kennen Einen gut.

    Nur schmeckt ein Steak halt schon gut und eine vegetarische Mahlzeit stellt nie zufrieden. Das ist wie Schuhe. Bisher sind nun mal Leder Schuhe halt viel besser. Ersatzstoffe sind viel besser geworden, aber außer für Spezialeinsätze sind sie es einfach nicht. Sie erfüllen unsere Bedürfnisse nur schlechter als Leder, leider. So werden wir die Tierkadaver halt weiter essen und anziehen, weil der Kompromiss bei heutiger Technologie zu groß wäre.

    So sollte jeder, der das anders haben will nicht solche Artikel schreiben. Da arbeitet er im falschen Bereich. Er sollte an Fleischersatz arbeiten und Materialwissenschaften studieren um bessere Schuhe zu ermöglichen. Sonst ist er so wie die Guten Menschen, die Moralisches fordern aber nichts tun, das die Welt verbessert aber die Welt mit vereinfachendem Quatsch verschlechtern.

    Jetzt ist mir wieder eingefallen, wo ich diesen geschmacklosen Vergleich gefunden habe, es war Adorno, der alte Dampfplauderer.

    Adorno, Theodor W. (1903-1969) Soziologe, Philosoph, Musiktheoretiker und Komponist Auschwitz fängt da an, wo einer im Schlachthof steht und sagt, es sind ja nur Tiere. http://www.vegetarismus.c...

    Bei der alltäglichen Grausamkeit gegen leidensfähige Geschöpfe halte ich Feinsinnigkeiten bei menschlichen Empfindsamkeiten für reine Heuchelei. Hier herrscht ein krasses Missverhältnis zwischen gefühlter Hochkultur und praktizierter Barbarei. Für mich ist das der dumme, selbstgefällige Chauvinismus der Spezies Mensch.

    Die Menschheit lebt in einem permanenten Zustand der Barbarei gegen das Tier.
    Solange der Mensch nicht in der Lage ist, diese Barbarei als solche zu erkennen und sie abzulegen, wird sie sich auch immer wieder gegen den Menschen selbst richten.

    Nichts anderes habe ich gemeint.

    Das Töten von leidenfähigen Kreaturen muss generell geächtet werden.

    Es ist pervers, den Tieren Schmerz und Leid zwar zuzugestehen, aber nichts zu tun um dies zu beenden. Diese Abstumpfung fällt auf den Menschen zurück, da nicht das Töten an sich geächtet ist.
    Geringe Unterschiede im Erbgut rechtfertigen bereits das Töten. Die wissenschaftliche Unhaltbarkeit und Willkür sind unübersehbar.

    So hat man das Tor weit geöffnet für Rückfälle in die Barbarei gegen den Menschen, indem man eine ethnische Gruppe in die Nähe des Tieres rückt. Die Routine des Tötens richtet sich dann nur auf ein anderes "Objekt".

    Hier sind auch nicht die Vergleiche geschmacklos, sondern die Praktiken und Rechtfertigungsversuche der Nutznießer.

    Hier kann nur helfen, das Töten an sich zu ächten.

    Ich kann mich der Argumentation der Autorin gegen den Fleischkonsum nur anschließen. Dennoch glaube ich, dass sie zu vereinfacht ist und zu kurz greift.

    Ich selber bin seit vielen Jahren Vegetarier, habe Biologie studiert und in Ländern gelebt, in denen Fleischkonsum entweder das hohe Ziel ist (Afrik. Länder…und natürlich in Europa), oder eben undenkbar (Indien).

    Es gibt ökonomische, ökologische und auch sicherlich ethische Gründe gegen den Fleischkonsum, aber auch Gründe dafür. Akzeptiert man z.B. den stolz präsentierten, Fleisch-gefüllten Teller der ugandischen Mama, wenn man eingeladen wurde? Wo fängt Respekt vor dem Menschen und der Entscheidungsfreiheit an und wo hört Respekt vor dem Leben des Tieres auf?

    Es geht um Respekt und Achtung. In anderen Kulturen gedenkt der Jäger dem erlegten Tier und bedankt sich dafür, dass es sich hat erlegen lassen um den Stamm zu ernähren. Wer im Westen gedenkt dem Hafer, der Kartoffel, dem Soja der auf gerodeten Regenwaldflächen angebaut wurde, wenn er einen Veggi-bratling isst?

    Für alle, die sich Vegetarismus gerne auf die Fahnen schreiben und sich damit auf der moralischen Überholspur sehen, empfehle ich den folgenden Artikel:

    Green and greedy, Nature Reports Climate Change
    Published online: 22 October 2009 | doi:10.1038/climate.2009.107
    Es zeigte sich in dieser und vielen anderen Studien, dass „grünes“ Verhalten (z.B. der Kauf von grünen Produkten) Leute sich weniger altruistisch verhaltend macht. ("Purchasing green products can make people behave less altruistically, suggests new research.")

    Urlaub ist da ein weiteres Beispiel:

    14 Tage Balkonien = 58 Kilogramm CO2
    14 Tage Ostsee = 258 Kilogramm CO2
    14 Tage Mexiko = 7218 Kilogramm CO2 (Quelle: WWF)

    Aber da wir den Sinn des Lebens eh noch nicht überliefert bekommen haben gibt es ja auch keine geltende Richtschnur…außer der Eigenen!?

    • joG
    • 18.08.2010 um 7:05 Uhr

    ....Sie waren, aber diese Diskussion kenne ich aus Kunderzimmerzeiten. Die Emotion ist ja jedem bekannt, nehme ich an, der ein Tier selbst nahe bei sich hat. Man kann sich Pfiffi im Topf schon gar nicht vorstellen und wird unendlich traurig und überträgt die Gefühle auf andere Tiere, wenn man darüber nachdenkt. Auch der Bauer, da bin ich überzeugt, muss sich überwinden und verdrängen, wenn Schweinchen Karlas Schlachtfest kommt. Schweine sind klug und kennen Einen gut.

    Nur schmeckt ein Steak halt schon gut und eine vegetarische Mahlzeit stellt nie zufrieden. Das ist wie Schuhe. Bisher sind nun mal Leder Schuhe halt viel besser. Ersatzstoffe sind viel besser geworden, aber außer für Spezialeinsätze sind sie es einfach nicht. Sie erfüllen unsere Bedürfnisse nur schlechter als Leder, leider. So werden wir die Tierkadaver halt weiter essen und anziehen, weil der Kompromiss bei heutiger Technologie zu groß wäre.

    So sollte jeder, der das anders haben will nicht solche Artikel schreiben. Da arbeitet er im falschen Bereich. Er sollte an Fleischersatz arbeiten und Materialwissenschaften studieren um bessere Schuhe zu ermöglichen. Sonst ist er so wie die Guten Menschen, die Moralisches fordern aber nichts tun, das die Welt verbessert aber die Welt mit vereinfachendem Quatsch verschlechtern.

    Jetzt ist mir wieder eingefallen, wo ich diesen geschmacklosen Vergleich gefunden habe, es war Adorno, der alte Dampfplauderer.

    Adorno, Theodor W. (1903-1969) Soziologe, Philosoph, Musiktheoretiker und Komponist Auschwitz fängt da an, wo einer im Schlachthof steht und sagt, es sind ja nur Tiere. http://www.vegetarismus.c...

  2. Massentierhaltung und Massenschlachtung sind so wie Monokulturen von Mais, Soja, Ölpalmen etc. grobe Fehlentwicklungen, die uns Menschen und dem Leben im Allgemeinen in vieler Hinsicht schaden. Dies ist keine Frage.

    [...] Auch ich leide darunter, ohne Vegetarier zu sein und zu meinen, Vegetarier aus moralischen Gründen sein zu müssen.

    Gekürzt, bitte diskutieren Sie sachlich. Danke. /Die Redaktion pt.

  3. Ich kann nachvollziehen, wenn Menschen den Ausschwitzvergleich ziehen, da es doch bemerkenswerte Parallelen gibt - er ist moralsich aber vollkommen verwerflich und einfach unangebracht! Es ist ein großer Unterschied, ob Lebewesen aus ideologischen Gründen der Vernichtung wegen getötet werden oder die Intention des Mordens (und Lebenerschaffens) darin liegt wirtschaftlichen Profit zu machen.

    Ein sehr schöner Artikel! Ein paar Punkte bleiben allerdings noch offen: Menschen sollten keine Tiere (industriell) töten, dürfen sie sie zur Milch- oder Eiergewinnung halten? Wie kommt der Begriff "artgerecht" überhaupt zu stande?

    Generell sollte die angestrebte Lebensform der Veganismus sein, welcher, wenn es denn sein muss, durch weitere Tierprodukte ergänzt werden kann.

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    Genau: Vegan, for life!

    Genau: Vegan, for life!

  4. Ich selbst esse gerne Fleisch und habe nicht vor damit aufzuhören.
    Um dies zu begründen könnte ich nun mit zahlreichen mehr oder minder zutreffenden, altbekannten Argumenten für das Fleischessen argumentieren. So kann man sich ewige, unnütze Streitereien mit Vegetariern liefern und am Ende bleibt doch jeder bei seiner Meinung.

    Ich bin überaus tierlieb und könnte nie selbst eins schlachten, dennoch esse ich Fleisch, weil es eben einfach da ist und sehr gut schmeckt (wirklich!).

    Am Ende sehe ich jedoch selbst nicht viele Gründe, die nicht nur auf der Gewohnheit beruhen. Ich würde wahrscheinlich auch gut vegetarisch auskommen, da ich auch so schon (kosten- und zeitbedingt) wenig Fleisch esse.
    Das Einzige wäre die Belastung beim Essen immer erst darüber nachdenken zu müssen, ob jetzt irgendwo Fleisch drin ist oder nicht - was mir zu anstrengend ist.

    Den Hauptgrund sehe ich jedoch an ganz anderer Stelle: Ich kann mich einfach nicht mit Vegetarieren identifizieren.
    Alle Vegetarier, die ich kenne sind "intellektuelle" Frauen oder Metrosexuelle. Diese haben dann meistens etwas soziales oder "irgendwas mit Medien" studiert und eine stark idealistisch-esoterische Weltanschauung, die jedem Rationalismus strotzt.
    Im Gegenzug ist mir noch kein vegetarischer Naturwissenschaftler begegnet.

    Und wenn ich z.B. ein Interview mit Ingrid Newkirk (Präsidentin von PETA) lese, dann ist es vorbei. Ich möchte mich nicht auf eine Stufe mit Menschen wie ihr begeben.

    Ich warte auf ein anderes Image.

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    Du brauchst also ein stereotypes Image von anderen Menschen und Medien um für dein Leben zu entscheiden was richtig ist und wie du leben willst? Ich hoffe für dich dass das nur eine lahme Ausrede fürs Fleischessen ist weil sonst bist du ein sehr bedauernswerter Mensch.

    Als Naturwissenschaftler und Vegetarier finde ich es in der Tat amuesant wie man einerseits versucht intellektuell zu klingen und sich natuerlich auch von den "irendwas mit Medien"-Studenten oder "intellektuellen"-Frauen abzugrenzen, aber durch Aussagen wie "Alle Vegetarier, die ich kenne..." und "... mir [ist] noch kein vegetarischer Naturwissenschaftler begegnet." versucht, seinen Standpunkt zu rechfertigen. Ihre Aussagen haben leider keinerlei Aussagekraft und sind bei weitem alles andere als einen objektiven Wert.

    Ich bin ja nun kein Sprachwissenschaftler, meine Profession ist eher die Physik, aber bei aller Liebe, sie sollten nicht so abschaetzig gegen andere Professionen oder das andere Geschlecht wettern. Ueberall gibt es Leute die mehr oder minder klug und auch mehr oder minder einfuehlsam sind.
    Und ich als "Naturwissenschaftler" moechte mich dringend von Ihrer Argumentation distanzieren.

    Und nur so nebenbei, auch wenn ich nicht weiss, was Sie studiert haben, aber mir sind in der Physik und Mathematik so einige Vegetarier begegnet. Der Grund, wieso ich mich vegetarisch ernaehre liegt sogar darin, dass ein damaliger Studiengenosse (nun ebenfalls diplomierter Physiker) mich davon ueberzeugt hat.

    Ich finde es sehr bedenklich, vegetarisch lebende Menschen auf bestenfalls klischeehafte Berufsgruppen zu münzen und dabei kaum zu bemerken, das hinterm die Welt hinterm eigenen Horizont noch weitergeht. Ich kenne etliche Naturwissenschaftler, die sich "Vegetarier" schimpfen und zwar aus gutem Grund.
    Es ist im Übrigen ein ziemlich Armutszeugnis und auf Anmaßung, Naturwissenschaftlern Moral abzusprechen. Und zweifelsohne: Sich vegetarisch zu ernähren hat mit Moral zu tun.

    Die Einwände und das wundersame Schönreden von Fleischkonsum beherrschen Sie alle ja wahnsinnig gut. Mir scheint, als hätte niemand von Ihnen jemals wirklich gesehen, wie Ihr Schnitzel an seinen Platz beim Fleischer kommt. Ich empfehle einen guten Film samt unfassbarem Trailer: www.earthlings.com (bei dem - für die Lifestyler und Hollywoodfreunde unter Ihnen - Joaquin Phoenix den Sprecher gibt). .... Dort können Sie sich einen Eindruck von Ihrem Abendessen holen und ich möchte sehr gern darum bitten, danach nochmal auf diese Seite zu stoßen, um genau jene Worte, die Sie hier bereits verwendeten, nochmals niederzuschreiben. Ich denke, es wird schwerer werden.

    Zum Ei und zur Milch. Die Frage danach, wo die Moral dann wohl endet, möchte ich doch mal mit der simplen Feststellung begegnen: IRGENDWO MUSS MAN JA BEGINNEN. .... Und dem wird wohl niemand widersprechen. Bei vielem im Leben muss man klein anfangen. Das kann man - kleiner Tipp - auch bei der Ernährung. Jedenfalls sollte man wissen, WAS GENAU man in sich hineinschiebt. Und das ist im Übrigen gar nicht so anstrengend ;)
    www.earthlings.com

    ...ich würde,ist überhauptkeine Aussage.
    Es heißt:Ich werde-oder ich werde nicht.
    Aber ich kann nicht werden wenn ich solche albernen Argumente gedankenlos von mir gebe.
    Lieber Schreiber:
    Seit über dreißig Jahren bin ich Vegetarier,bin weder eine intellektuelle Frau noch ein intellektueller Mann.Auch Metrosexuell bin ich nicht,habe keine Medien studiert und habe weder eine starke noch eine schwache idealistisch-esoterische Weltanschauung.Das ich sozial eingestellt bin,gebe ich gerne zu.Und ich denke,das der allergrößte Teil der Vegetarier sozial eingestellt ist,was in der Natur der Sache liegt.Ich streite auch nicht mit Fleischessern,da ich tolerant genug bin sie als solche zu akzeptieren.Und ich bin sehr tierlieb.Mit meinem Image bin ich zufrieden.Doch sollte ich mal ein Neues brauchen,so gestalte ich mir dieses selbst.Auf ein anderes Image zu warten damit wäre ich nicht überfordert.

    dass Ihr Kommentar eine Parodie sein müsste, nachdem ich nun aber alle Kommentare hier durchgelesen habe, stelle ich fest, dass Sie das wohl ernst meinen. Lustig bleibt er allemal.
    Ich dachte, Ihr Weltbild, welches die fleischfressende Fraktion von Vegetariern hat, wäre irgendwann mal Mitte der 90er ausgestorben. Anscheinend hat es aber doch noch Nischen gefunden und das Klischee der verhärmten, lebensunlustigen Ökozicke, die an einem trockenen Stück Tofu knabbert ist noch in manchem Kopf drin. Man sucht sich letztendlich ja immer das Image aus, das einem das eigene Verhalten rechtfertigt. Mein Image von Fleischessern z.B. ist das von übergewichtigen, schwitzenden Couch-Potatoes, die ihren Arsch nicht hochbekommen. Not sexy at all. Soweit das Image.
    Zwei Ihrer Aussagen sind nun aber wirklich nur Schönrederei. Man ist nicht tierlieb, wenn man Tiere umbringt. Liebe hat nichts mit Zerstörung oder Mord zu tun, sondern mit Zuneigung und Schutz.
    Zudem weiß ich nicht, was daran anstrengend sein soll, darüber nachzudenken, wo Fleisch enthalten ist. Einfacher geht´s doch kaum. Das ist wirklich nur eine lahme Ausrede.
    Bei allen (intellektuellen)Argumenten, die gegen den Konsum hiesigen Fleisches, das ja doch zum größten Teil aus der Massentierhaltung kommt, spricht, ist für mich persönlich das wichtigste, dass ich solchen Fraß offensichtlich niedrigster Qualität einfach nur eklig finde. Aber vielleicht ist das wieder nur ein Image...

    Warten ist ja bekanntlich immer gut. Auch wenn ich Menschen wie dich auch ungern in meiner Nähe hätte, würde ich dich trotzdem im Kreis der Vegetarier herzlich willkommen heißen. Ganz selbstlos quasi.
    Antworten von Befürwortern des Fleischkonsums auf Artikel wie diesen, egal mit moralischem oder wissenschaftlichem Touch, fallen meist gleich aus.
    Natürlich gibt es weitaus mehr zu tun auf dieser vom Elend durchlöcherten Erde als nur den Fleischkonsum einzustellen. Aber wäre es nicht eine der einfacheren Übungen, so als Start in eine leidlosere Welt, einfach mal zu mit dem Fleischessen aufzuhören?

    Ich bin Förster. Nicht Metrosexuell, keine Frau, nicht aus der verweichlichten Hauptstadt, rasiere meine Brust nicht und esse trotzdem kein Fleisch. Und bezeichne mich freilich nicht als Vegetarier. Vegetarier mag eine Lebenseinstellung andeuten, leider muss ich das auch beobachten. Auf Fleisch zu verzichten bedeutet aber mehr.
    Wozu sich der Mensch von heute ständig mit irgendwas identifizerien muss???

    Es schmeckt - Gut, dann probieren Sie mal Menschenfleisch oder den Nachbarshund -. schmeckt sicher auch!

    Sie müssen sich nicht mit Vegetariern (DIE Vegetarier gibt's ja gar nicht! nur einzelne communities) identifizieren und einfach für sich so leben punkt! Jedwede Identifikation geht doch von Ihnen aus, oder eben nicht - Ich höre auch Metal und Gothic und identifiziere mich keineswegs mit dieser community!

    Wenn's Ihnen zu anstrengend ist: Ja, dafür sind Sie Mensch, dafür haben Sie Vernunft, um diese zu gebrauchen - es ist Ihnen ja wahrscheinl. auch nicht zu anstrengend Ihren Urlaubsplatz jedes Jahr zu wählen, oder Klamotten u.Ä. -

    Dann verzichten Sie doch auf Fleisch dort, wo es offensichtlich ist. Keiner verlangt doch von Ihnen, wenn Sie sich dafür entschieden, verstärkt vegetarisch zu leben, dies auch vollkommen konsequent zu tun.

    Außerdem: Auch Vegetarier (und Veganer) können rational argumentieren!

    Mir sind in den letzten 18 Jahren, die ich als Vegetarier verbracht habe, schon viele lächerliche Argumente fürs Fleischessen untergekommen. Aber die "Identifikation" ist mir persönlich neu. Wenn alle Menschen Deutschland verlassen, bis unser Staat wieder eine vorzeige- und "identifikations"-fähige Regierung hat, könnte es ganz schön einsam in dieser Republik werden. Ziehen Sie denn in eine andere Stadt, wenn Ihnen der Bürgermeister nicht mehr passt? Wenn sich Ihre Frau/Ihr Mann etwas zum Anziehen kauft, mit dem Sie sich nicht identifizieren können, suchen Sie sich dann eine neue Beziehung?
    Tun Sie doch etwas, weil Sie es wollen und nicht aus Mode. Das würde zumindest für einen freien Geist sprechen, der freie Entscheidungen treffen kann. Bei der Imagesuche wünsche ich Ihnen hingegen viel Glück. Aber ob Sie das bei bei Fleischkonsumenten finden?

    • Lassek
    • 25.06.2011 um 0:47 Uhr

    Wenn Sie sich nicht mit Vegetariern identifizieren können, wie wärs damit, wenn sie kein Vegetarier werden, sondern einfach nur aufhören Fleisch zu essen?

    • kraftb
    • 29.07.2011 um 9:36 Uhr

    Hallo, Also ich bin selbst kein absoluter Vegetarier aber versuche meinen Fleischkonsum in angemessen geringen Grenzen zu halten. Aber soweit ich weiß gibt es unter Biologen doch relativ viele Vegetariere oder zumindest bewußt Essende.

    Du brauchst also ein stereotypes Image von anderen Menschen und Medien um für dein Leben zu entscheiden was richtig ist und wie du leben willst? Ich hoffe für dich dass das nur eine lahme Ausrede fürs Fleischessen ist weil sonst bist du ein sehr bedauernswerter Mensch.

    Als Naturwissenschaftler und Vegetarier finde ich es in der Tat amuesant wie man einerseits versucht intellektuell zu klingen und sich natuerlich auch von den "irendwas mit Medien"-Studenten oder "intellektuellen"-Frauen abzugrenzen, aber durch Aussagen wie "Alle Vegetarier, die ich kenne..." und "... mir [ist] noch kein vegetarischer Naturwissenschaftler begegnet." versucht, seinen Standpunkt zu rechfertigen. Ihre Aussagen haben leider keinerlei Aussagekraft und sind bei weitem alles andere als einen objektiven Wert.

    Ich bin ja nun kein Sprachwissenschaftler, meine Profession ist eher die Physik, aber bei aller Liebe, sie sollten nicht so abschaetzig gegen andere Professionen oder das andere Geschlecht wettern. Ueberall gibt es Leute die mehr oder minder klug und auch mehr oder minder einfuehlsam sind.
    Und ich als "Naturwissenschaftler" moechte mich dringend von Ihrer Argumentation distanzieren.

    Und nur so nebenbei, auch wenn ich nicht weiss, was Sie studiert haben, aber mir sind in der Physik und Mathematik so einige Vegetarier begegnet. Der Grund, wieso ich mich vegetarisch ernaehre liegt sogar darin, dass ein damaliger Studiengenosse (nun ebenfalls diplomierter Physiker) mich davon ueberzeugt hat.

    Ich finde es sehr bedenklich, vegetarisch lebende Menschen auf bestenfalls klischeehafte Berufsgruppen zu münzen und dabei kaum zu bemerken, das hinterm die Welt hinterm eigenen Horizont noch weitergeht. Ich kenne etliche Naturwissenschaftler, die sich "Vegetarier" schimpfen und zwar aus gutem Grund.
    Es ist im Übrigen ein ziemlich Armutszeugnis und auf Anmaßung, Naturwissenschaftlern Moral abzusprechen. Und zweifelsohne: Sich vegetarisch zu ernähren hat mit Moral zu tun.

    Die Einwände und das wundersame Schönreden von Fleischkonsum beherrschen Sie alle ja wahnsinnig gut. Mir scheint, als hätte niemand von Ihnen jemals wirklich gesehen, wie Ihr Schnitzel an seinen Platz beim Fleischer kommt. Ich empfehle einen guten Film samt unfassbarem Trailer: www.earthlings.com (bei dem - für die Lifestyler und Hollywoodfreunde unter Ihnen - Joaquin Phoenix den Sprecher gibt). .... Dort können Sie sich einen Eindruck von Ihrem Abendessen holen und ich möchte sehr gern darum bitten, danach nochmal auf diese Seite zu stoßen, um genau jene Worte, die Sie hier bereits verwendeten, nochmals niederzuschreiben. Ich denke, es wird schwerer werden.

    Zum Ei und zur Milch. Die Frage danach, wo die Moral dann wohl endet, möchte ich doch mal mit der simplen Feststellung begegnen: IRGENDWO MUSS MAN JA BEGINNEN. .... Und dem wird wohl niemand widersprechen. Bei vielem im Leben muss man klein anfangen. Das kann man - kleiner Tipp - auch bei der Ernährung. Jedenfalls sollte man wissen, WAS GENAU man in sich hineinschiebt. Und das ist im Übrigen gar nicht so anstrengend ;)
    www.earthlings.com

    ...ich würde,ist überhauptkeine Aussage.
    Es heißt:Ich werde-oder ich werde nicht.
    Aber ich kann nicht werden wenn ich solche albernen Argumente gedankenlos von mir gebe.
    Lieber Schreiber:
    Seit über dreißig Jahren bin ich Vegetarier,bin weder eine intellektuelle Frau noch ein intellektueller Mann.Auch Metrosexuell bin ich nicht,habe keine Medien studiert und habe weder eine starke noch eine schwache idealistisch-esoterische Weltanschauung.Das ich sozial eingestellt bin,gebe ich gerne zu.Und ich denke,das der allergrößte Teil der Vegetarier sozial eingestellt ist,was in der Natur der Sache liegt.Ich streite auch nicht mit Fleischessern,da ich tolerant genug bin sie als solche zu akzeptieren.Und ich bin sehr tierlieb.Mit meinem Image bin ich zufrieden.Doch sollte ich mal ein Neues brauchen,so gestalte ich mir dieses selbst.Auf ein anderes Image zu warten damit wäre ich nicht überfordert.

    dass Ihr Kommentar eine Parodie sein müsste, nachdem ich nun aber alle Kommentare hier durchgelesen habe, stelle ich fest, dass Sie das wohl ernst meinen. Lustig bleibt er allemal.
    Ich dachte, Ihr Weltbild, welches die fleischfressende Fraktion von Vegetariern hat, wäre irgendwann mal Mitte der 90er ausgestorben. Anscheinend hat es aber doch noch Nischen gefunden und das Klischee der verhärmten, lebensunlustigen Ökozicke, die an einem trockenen Stück Tofu knabbert ist noch in manchem Kopf drin. Man sucht sich letztendlich ja immer das Image aus, das einem das eigene Verhalten rechtfertigt. Mein Image von Fleischessern z.B. ist das von übergewichtigen, schwitzenden Couch-Potatoes, die ihren Arsch nicht hochbekommen. Not sexy at all. Soweit das Image.
    Zwei Ihrer Aussagen sind nun aber wirklich nur Schönrederei. Man ist nicht tierlieb, wenn man Tiere umbringt. Liebe hat nichts mit Zerstörung oder Mord zu tun, sondern mit Zuneigung und Schutz.
    Zudem weiß ich nicht, was daran anstrengend sein soll, darüber nachzudenken, wo Fleisch enthalten ist. Einfacher geht´s doch kaum. Das ist wirklich nur eine lahme Ausrede.
    Bei allen (intellektuellen)Argumenten, die gegen den Konsum hiesigen Fleisches, das ja doch zum größten Teil aus der Massentierhaltung kommt, spricht, ist für mich persönlich das wichtigste, dass ich solchen Fraß offensichtlich niedrigster Qualität einfach nur eklig finde. Aber vielleicht ist das wieder nur ein Image...

    Warten ist ja bekanntlich immer gut. Auch wenn ich Menschen wie dich auch ungern in meiner Nähe hätte, würde ich dich trotzdem im Kreis der Vegetarier herzlich willkommen heißen. Ganz selbstlos quasi.
    Antworten von Befürwortern des Fleischkonsums auf Artikel wie diesen, egal mit moralischem oder wissenschaftlichem Touch, fallen meist gleich aus.
    Natürlich gibt es weitaus mehr zu tun auf dieser vom Elend durchlöcherten Erde als nur den Fleischkonsum einzustellen. Aber wäre es nicht eine der einfacheren Übungen, so als Start in eine leidlosere Welt, einfach mal zu mit dem Fleischessen aufzuhören?

    Ich bin Förster. Nicht Metrosexuell, keine Frau, nicht aus der verweichlichten Hauptstadt, rasiere meine Brust nicht und esse trotzdem kein Fleisch. Und bezeichne mich freilich nicht als Vegetarier. Vegetarier mag eine Lebenseinstellung andeuten, leider muss ich das auch beobachten. Auf Fleisch zu verzichten bedeutet aber mehr.
    Wozu sich der Mensch von heute ständig mit irgendwas identifizerien muss???

    Es schmeckt - Gut, dann probieren Sie mal Menschenfleisch oder den Nachbarshund -. schmeckt sicher auch!

    Sie müssen sich nicht mit Vegetariern (DIE Vegetarier gibt's ja gar nicht! nur einzelne communities) identifizieren und einfach für sich so leben punkt! Jedwede Identifikation geht doch von Ihnen aus, oder eben nicht - Ich höre auch Metal und Gothic und identifiziere mich keineswegs mit dieser community!

    Wenn's Ihnen zu anstrengend ist: Ja, dafür sind Sie Mensch, dafür haben Sie Vernunft, um diese zu gebrauchen - es ist Ihnen ja wahrscheinl. auch nicht zu anstrengend Ihren Urlaubsplatz jedes Jahr zu wählen, oder Klamotten u.Ä. -

    Dann verzichten Sie doch auf Fleisch dort, wo es offensichtlich ist. Keiner verlangt doch von Ihnen, wenn Sie sich dafür entschieden, verstärkt vegetarisch zu leben, dies auch vollkommen konsequent zu tun.

    Außerdem: Auch Vegetarier (und Veganer) können rational argumentieren!

    Mir sind in den letzten 18 Jahren, die ich als Vegetarier verbracht habe, schon viele lächerliche Argumente fürs Fleischessen untergekommen. Aber die "Identifikation" ist mir persönlich neu. Wenn alle Menschen Deutschland verlassen, bis unser Staat wieder eine vorzeige- und "identifikations"-fähige Regierung hat, könnte es ganz schön einsam in dieser Republik werden. Ziehen Sie denn in eine andere Stadt, wenn Ihnen der Bürgermeister nicht mehr passt? Wenn sich Ihre Frau/Ihr Mann etwas zum Anziehen kauft, mit dem Sie sich nicht identifizieren können, suchen Sie sich dann eine neue Beziehung?
    Tun Sie doch etwas, weil Sie es wollen und nicht aus Mode. Das würde zumindest für einen freien Geist sprechen, der freie Entscheidungen treffen kann. Bei der Imagesuche wünsche ich Ihnen hingegen viel Glück. Aber ob Sie das bei bei Fleischkonsumenten finden?

    • Lassek
    • 25.06.2011 um 0:47 Uhr

    Wenn Sie sich nicht mit Vegetariern identifizieren können, wie wärs damit, wenn sie kein Vegetarier werden, sondern einfach nur aufhören Fleisch zu essen?

    • kraftb
    • 29.07.2011 um 9:36 Uhr

    Hallo, Also ich bin selbst kein absoluter Vegetarier aber versuche meinen Fleischkonsum in angemessen geringen Grenzen zu halten. Aber soweit ich weiß gibt es unter Biologen doch relativ viele Vegetariere oder zumindest bewußt Essende.

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