Immigration Drehkreuz der HoffnungslosenSeite 3/3
Während das Ministerium die Zweckmäßigkeit der Charterflüge betont, sorgt die Praxis bei Flüchtlingshelfern für Stirnrunzeln. Die Polizei greife zu Tricks, um bestellte Flieger auszulasten. Die Feststellung der Identität der Asylwerber, die ohne Reisepass ins Land kämen, würde im Schnellverfahren abgewickelt, kritisiert Karin Klaric von der Asylberatung Purple Sheep: »Botschaftsabgesandte gehen in der Schubhaft von Zelle zu Zelle und sagen: ›Du bist Nigerianer und du auch und du auch.‹« Dass dies nicht ohne diplomatischen Druck passiert, legt ein Brief von Außenminister Michael Spindelegger nahe, den er im Juni des Vorjahres an seinen Amtskollegen in Nigeria richtete. Der Botschafter in Wien, Jerry Ugokwe, geize mit Heimreisezertifikaten, beschwerte sich Spindelegger. Sollte das Land »seiner völkerrechtlichen Verpflichtung nicht nachkommen«, könne dies eine »Belastung« der Beziehungen zur Folge haben. Der Botschafter wurde vier Monate später abberufen, sein Nachfolger scheint gefügiger zu sein: Dieses Jahr gingen bereits vier der neun Frontex-Abschiebungen unter österreichischer Flagge nach Lagos.
Doch nicht immer tippen die Botschaftsmitarbeiter bei ihren Schnelldiagnosen auf das richtige Land. »Ich kenne Menschen aus Togo und Sierra Leone, die nach Nigeria abgeschoben worden sind«, sagt Oluyemi Olawale Ogundele, Präsident der National Association of Nigerian Community Austria. Indirekt gibt das auch die Innenministerin zu. »In der Regel« würden Betroffene in ihr Heimatland abgeschoben, doch könne »nicht ausgeschlossen werden, dass in Ausnahmefällen Fremde aufgrund eines bilateralen Abkommens in ein anderes Land abgeschoben wurden«, räumte Fekter im Rahmen der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage im Juni ein.
»Wer sich zu legaler Einwanderung bekennt, muss illegale Einwanderung konsequent bekämpfen«, ist ein Satz, den Ministeriumsbeamte gern abspulen, um gesetzliche Härte zu begründen. Ugonna Boniface C. ist einer, der diese Härte zu spüren bekam. Den 24-jährigen Nigerianer, Kapitän der Wiener Fußballmannschaft FC Sans Papiers, bei der vor allem Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis kicken, hatten Polizisten im April während des Trainings abgeführt. Fünf Tage später saß er im Sammelflieger nach Lagos. Heute lebt er in den Slums der nigerianischen Hauptstadt. Jeden Tag wacht er mit der Angst auf, verhaftet zu werden. Ugonna Boniface C. ist homosexuell. »Schwul zu sein ist das Schlimmste bei uns«, erzählt er. Auch dass er vorhabe, in das Land, das ihn ausgewiesen hat, zurückzukehren. Trotz der Gefahr, wieder in der Schubhaft zu landen und binnen kurzer Zeit in dem abgetrennten Raum am Wiener Flughafen auf seine Abschiebung warten zu müssen: »Es macht mir nichts aus. Alles ist besser, als hier vor Angst zu sterben.«
- Datum 21.08.2010 - 14:56 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 19.08.2010 Nr. 34
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Wenn ich mich so umsehe hier in Berlin, dann stören ein paar Afrikaner herzlich wenig.
[...]
Bitte äußern Sie sich gezielt zum Thema des Artikels und verzichten Sie auf Äußerungen, die von anderen Foristen als diffamierend empfunden werden könnten. Danke. Die Redaktion/km
[...] Bitte bemühen Sie sich Ihrerseits um sachliche und konstruktive Beiträge zum obigen Thema. Danke. Die Redaktion/km
Anmerkung: Der von Ihnen zitierte Kommentar wurde in der Zwischenzeit moderiert. Die Redaktion/km
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'kurzfristige Zu- oder Absagen der Fluglinien' oder die Irritation anderer Passagiere angesichts gefesselter Gefangener oder gar Störungen im Urlauberverkehr machen das österreichische Fleißkärtchen so 'praktisch' für die Festung Europa. In Deutschland verweigert ja auch mitunter ein Flugkapitän die Mitnahme eines Abschieblings, diese Macht steht ihm zu, da er für's Flugzeug und die Passagiere verantwortlich ist.
Solche Zivilcourage ist bei reinen Abschiebeflügen sehr unwahrscheinlich, da der Kapitän hier ja weiß, wen er mitnimmt. Ob er's tatsächlich weiß? Wohl kaum, in Nigeria gibt es für Homosexualität die Todesstrafe, selbst die Nichtdenunziation Homosexueller wird mit bis zu 14 Jahren Gefängnis bestraft. Homosexualität ist also kein Asylgrund?
http://ilga.org/ilga/en/c...
Die Kommentare 1 2 waren sachlich.
Kein Land der Welt kann darauf verzichten, Regeln aufzustellen darüber, welche Ausländer aufgrund bestehender Gesetze hier leben dürfen. Der Kommentar Nr.1, den ich zugestimmt habe, hat durchaus noch sachlich auf Probleme mit Einwanderern aus dem nahöstlichen Kulturkreis hingewiesen, die insbesondere in Berlin bestehen und für diesen Bevölkerungskreis aufenthaltsbeendende Maßnahmen vorgeschlagen. Wers nicht glaubt, lese das Buch der tragisch ums Leben gekommenen Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig. Wenn Sie nur noch Beiträge wollen, die ins gleiche Horn st0ßen wie Ihr Artikel, können Sie die Kommentarfunktionen auch gleich abschalten.
Was Berlin, Kirsten Heisig und Familienclans mit kriminellem Potential angeht, könnten Sie Ihr Wissen noch ein wenig erweitern. Die sich stellende Frage, die Kirsten Heisig auch nie vernachlässigt hat, ist nämlich der Umgang mit Staatenlosen (wohin sollen die abgeschoben werden?) und auch mit ihren eingebürgerten Kindern (wohin sollen die nun abgeschoben werden?). Sie könnten sich z.B. mal über die Mahalmi informieren, deren staatenloser Werdegang seit Ende des osmanischen Reichs zwischen Türkei, Libanon, Irak, Iran, Syrien und auch der Umgang mit ihnen in Deutschland ist exemplarisch. http://www.nadir.org/nadi...
Ich schlage aber vor, das an dafür passender Stelle weiter zu diskutieren.
....beunruhigend, wenn ich sehe, wie Zensur geübt wird. Auch gebe ich Ihnen recht darin, dass jede Gesellschaft Einwanderungsbestimmungen zu brauchen glaubt. Man muss sich nur dabei klar werden, dass man die Leute in Länder zurückschickt, wo die Verhältnisse zu Menschen unwürdiges Leben zwingen. Das bedeutet, dass wir das Gebot die Menschenwürde des Einzelnen zu schützen aktiv brechen und missachten.
So wird es zum Hohn, wenn man von Anderen die Einhaltung der Menschenrechte Fordert. [...]
Teilweise entfernt. Bitte bemühen Sie sich um ernsthafte Kommentare und verzichten Sie auf zynische und polemische Äußerungen, die von anderen Foristen als geschmacklos empfunden werden. Danke. Die Redaktion/km
"Kein Land der Welt kann darauf verzichten, Regeln aufzustellen darüber, welche Ausländer aufgrund bestehender Gesetze hier leben dürfen."
Und genau damit scheinen die linksgrüne Gutmenschfraktion und die Mainstrampresse ihre Schwierigkeiten zu haben. Dort hat man sich einen geistig-ideologischen Popanz aufgebaut, der lautet: Ausländer=Opfer von Diskriminierung/Xenophobie= hilflose Schutzbefohlene, die es gegen alle gesetzlichen Regelungen und selbst bei schwersten Straftaten im Land zu halten gilt.
"Der Kommentar Nr.1, den ich zugestimmt habe, hat durchaus noch sachlich auf Probleme mit Einwanderern aus dem nahöstlichen Kulturkreis hingewiesen, die insbesondere in Berlin bestehen und für diesen Bevölkerungskreis aufenthaltsbeendende Maßnahmen vorgeschlagen."
Auch das versucht man der besagten Fraktion seit Jahr und Tag vergeblich zu erläutern, daß nicht "die" Ausländer gemeint sind, wenn die Abschiebung oder Ausweisung gefordert ist, sondern Leute, die sich hier bewußt den geltenden Normen und den gesetzlichen Regelungen widersetzen. Ein Illegaler ist deswegen ein Illegaler, weil er sich unerlaubt im Lande aufhält, als gegen die geltenden Gesetze.
"Wers nicht glaubt, lese das Buch der tragisch ums Leben gekommenen Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig."
Die kannte die Zustände als Insiderin.
"Wenn Sie nur noch Beiträge wollen, die ins gleiche Horn st0ßen wie Ihr Artikel, können Sie die Kommentarfunktionen auch gleich abschalten."
Scheint mir auch so.
Was Berlin, Kirsten Heisig und Familienclans mit kriminellem Potential angeht, könnten Sie Ihr Wissen noch ein wenig erweitern. Die sich stellende Frage, die Kirsten Heisig auch nie vernachlässigt hat, ist nämlich der Umgang mit Staatenlosen (wohin sollen die abgeschoben werden?) und auch mit ihren eingebürgerten Kindern (wohin sollen die nun abgeschoben werden?). Sie könnten sich z.B. mal über die Mahalmi informieren, deren staatenloser Werdegang seit Ende des osmanischen Reichs zwischen Türkei, Libanon, Irak, Iran, Syrien und auch der Umgang mit ihnen in Deutschland ist exemplarisch. http://www.nadir.org/nadi...
Ich schlage aber vor, das an dafür passender Stelle weiter zu diskutieren.
....beunruhigend, wenn ich sehe, wie Zensur geübt wird. Auch gebe ich Ihnen recht darin, dass jede Gesellschaft Einwanderungsbestimmungen zu brauchen glaubt. Man muss sich nur dabei klar werden, dass man die Leute in Länder zurückschickt, wo die Verhältnisse zu Menschen unwürdiges Leben zwingen. Das bedeutet, dass wir das Gebot die Menschenwürde des Einzelnen zu schützen aktiv brechen und missachten.
So wird es zum Hohn, wenn man von Anderen die Einhaltung der Menschenrechte Fordert. [...]
Teilweise entfernt. Bitte bemühen Sie sich um ernsthafte Kommentare und verzichten Sie auf zynische und polemische Äußerungen, die von anderen Foristen als geschmacklos empfunden werden. Danke. Die Redaktion/km
"Kein Land der Welt kann darauf verzichten, Regeln aufzustellen darüber, welche Ausländer aufgrund bestehender Gesetze hier leben dürfen."
Und genau damit scheinen die linksgrüne Gutmenschfraktion und die Mainstrampresse ihre Schwierigkeiten zu haben. Dort hat man sich einen geistig-ideologischen Popanz aufgebaut, der lautet: Ausländer=Opfer von Diskriminierung/Xenophobie= hilflose Schutzbefohlene, die es gegen alle gesetzlichen Regelungen und selbst bei schwersten Straftaten im Land zu halten gilt.
"Der Kommentar Nr.1, den ich zugestimmt habe, hat durchaus noch sachlich auf Probleme mit Einwanderern aus dem nahöstlichen Kulturkreis hingewiesen, die insbesondere in Berlin bestehen und für diesen Bevölkerungskreis aufenthaltsbeendende Maßnahmen vorgeschlagen."
Auch das versucht man der besagten Fraktion seit Jahr und Tag vergeblich zu erläutern, daß nicht "die" Ausländer gemeint sind, wenn die Abschiebung oder Ausweisung gefordert ist, sondern Leute, die sich hier bewußt den geltenden Normen und den gesetzlichen Regelungen widersetzen. Ein Illegaler ist deswegen ein Illegaler, weil er sich unerlaubt im Lande aufhält, als gegen die geltenden Gesetze.
"Wers nicht glaubt, lese das Buch der tragisch ums Leben gekommenen Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig."
Die kannte die Zustände als Insiderin.
"Wenn Sie nur noch Beiträge wollen, die ins gleiche Horn st0ßen wie Ihr Artikel, können Sie die Kommentarfunktionen auch gleich abschalten."
Scheint mir auch so.
Alternativ schlage ich vor, dass die ZEIT-Redaktion bei solchen emotional belasteten Themen vorab geprüfte und für gut befundene Textbausteine zur Verfügung stellt, welche ausschließlich zu verwenden sind. Das bedeutete für alle Seiten eine gewisse Zeitersparnis und führte garantiert zum gewünschten Ergebnis.
dass sich all diejenigen, die sich hier in regelmäßigen Abständen über die Durchsetzung der Netiquette muckieren und ständig "Zensur" schreien, weil ihre rassistischen und menschenverachtenden Kommentare moderiert werden, doch einfach hier dünne machen und sich stattdessen auf einschlägigen Seiten wie PI in ihren Vorurteilen gegenseitig bestärken. Damit wäre letztlich allen geholfen.
Einfach mal nach "Storch Heinar" suchen dann hat man schon eine Vorahnung aus welchem **Eck diese Meldung stammt ;)
dass sich all diejenigen, die sich hier in regelmäßigen Abständen über die Durchsetzung der Netiquette muckieren und ständig "Zensur" schreien, weil ihre rassistischen und menschenverachtenden Kommentare moderiert werden, doch einfach hier dünne machen und sich stattdessen auf einschlägigen Seiten wie PI in ihren Vorurteilen gegenseitig bestärken. Damit wäre letztlich allen geholfen.
Einfach mal nach "Storch Heinar" suchen dann hat man schon eine Vorahnung aus welchem **Eck diese Meldung stammt ;)
freigegeben, die Bühne. Und dieses Mal hat es auch nur einen Kommentar gebraucht, bis jemand beim Wort Ausländer oder Asyl die Verbindung zur Kriminalität herstellt.
Wenn die Menschen nur immer so schnell im Denken wären.
Es ist schön, dass die österreichischen Behörden aus dem traurigen Todesfall Konsequenzen gezogen haben und diese Flüge jetzt ordenlich durchführen! Mich verwundert allerdings die hohe Anzahl an "Begleitern". Wahrscheinlich ist doch nur ein geringer Prozentsatz der Passagiere gewalttätig. Da würde wohl auch ein Verhältnis von 1,3-1,5 reichen (13-15 Polizisten auf 10 Passagiere)---oder dienen diese Flüge (von Forex bezahlt) als Incentive für verdiente Polizeibeamte?
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