Atomausstieg Spiel gegen die Zeit
Mit einem neuen Gutachten lässt die Regierung längere Reaktorlaufzeiten schön rechnen.
Sie hoffen jetzt alle auf Freitag. Ende kommender Woche soll verkündet werden, was Spezialisten im Auftrag der Bundesregierung ermittelt haben: Welche Folgen es hätte, wenn Deutschlands Atomkraftwerke 4, 12, 20 oder 28 Jahre länger am Netz bleiben. Das Gutachten soll die entscheidenden Argumente liefern im endlosen Streit um die Laufzeitverlängerung der Meiler. Wissenschaftliche Daten, unzweifelhafte Fakten: Darauf setzen die Atomskeptiker um CDU-Umweltminister Norbert Röttgen genauso wie seine innerparteilichen Gegner oder die Stromkonzerne. Die einen bekommen Recht, die anderen geben Ruh. Das ist der Plan.
Sie hoffen vergebens. Denn was da in der kommenden Woche veröffentlicht wird, dürfte den Streit um längere Laufzeiten nicht beenden. Nach Informationen der ZEIT werden sich die verschiedenen Szenarien, die in dem Gutachten entwickelt werden, in ihren Ergebnissen kaum unterscheiden. Das aber bedeutet: Für die Versorgungssicherheit, den Strompreis oder den Klimaschutz wäre es gar nicht so wichtig, wie viel länger die Kernkraftwerke noch laufen.
Für die schwarz-gelbe Regierungskoalition ist das der GAU, das größte anzunehmende Ungemach. Nach ihrer Rückkehr aus der Sommerpause hat die Kanzlerin die Energiepolitik an sich gezogen. Angela Merkel ist auf eine Reise zu Herstellern von Windkraftanlagen und zur Strombörse gegangen, schöne Bilder soll das bringen, nach Monaten des Zanks. Doch nun wird wohl weiter gestritten – bis Ende September, bis das Energiekonzept der Regierung stehen soll und damit die Entscheidung über die Laufzeiten. Vor allem die Stromkonzerne werden alles daransetzen, dann nicht als Verlierer dazustehen.
Dass das Gutachten der von der Regierung beauftragten Wissenschaftler keine Lösung im Laufzeitenstreit bringt, ist aber nur das eine. Angreifbar ist es noch aus einem anderen Grund: Die Regierung hat von Anfang an versucht, das Ergebnis im eigenen Sinne zu beeinflussen. Jedes Gutachten basiert auf Rahmenbedingungen, die der Auftraggeber setzt. Das ist in diesem Fall der Bundeswirtschaftsminister. Und dieser entschied, nur verschiedene Zeiträume einer Laufzeitverlängerung untersuchen zu lassen – nicht aber den generellen Sinn eines Ausstiegs vom Atomausstieg. Die vom Wirtschaftsministerium beauftragten Gutachter sollten legitimieren, was im Koalitionsvertrag steht.
Wie Dokumente zeigen, haben die Gutachter längere Reaktorlaufzeiten daher geradezu schöngerechnet. Sie vergleichen die Folgen verschiedener Laufzeitverlängerungen mit einem sogenannten Basisszenario, dem bislang geplanten Atomausstieg. Während aber bei allen Verlängerungsszenarien zusätzliche, vom Betrieb der Kernkraftwerke völlig losgelöste Klimaschutzmaßnahmen berücksichtigt werden, finden diese im Basisszenario nicht statt. Als ob Klimaschutz nur machbar wäre, wenn die Meiler länger am Netz blieben. Eine absurde Annahme.
Drei Beispiele: Die Wärmedämmung von Gebäuden, der Verbrauch von Biokraftstoffen, ja selbst die zukünftige Leistung von Windkraftanlagen würden sich demnach bei einer Laufzeitverlängerung der Atommeiler besser entwickeln als ohne. Es ist, als vergleiche man Äpfel mit Birnen.
- Datum 18.08.2010 - 14:20 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 19.08.2010 Nr. 34
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[...] spätestens 2013 werden sie abgewählt.
Die neue Regierungskoalition macht es dann hoffentlich richtig: Nämlich innerhalb dieser Regierungszeit sämtliche AKWs abschalten!
Vielleicht eher ein Sturm im Wasserglas? Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass gerade der politische Betrieb normativ alles anpackt, das in seinen Wahrnehmungskreis stolpert.
Mit den wiss. Beiträgen, die der Politik dienen, verhält es sich ähnlich der ungewöhnlich starken Neigung der Zeit-Online-Redaktion (bitte nicht entfernen! Es ist ein Vergleich) fremde Beiträge zu redigieren.
In beiden Fällen geht es darum, fremde Meinungen zum eigenen Gunsten zu formen, nicht selten für andere unkenntlich, bis niemand mehr nachvollziehen kann, warum etwas einem Akteur gerade nicht passt. Wir erkennen nur das Urteil, ohne Begründung oder die Möglichkeit uns selbst ein Urteil zu bilden. Dieses gewalttätige und in großem Maßstab totalitäre Vorgehen gehört zur Öffentlichkeit wie die "Meinung".
Wie intensiv Normen durchgesetzt werden, sagt allerdings etwas über das Medium aus, und nicht immer die Partizipienten. Die Politik verhält sich hier wie jeder andere öffentliche Akteur, und die Intensität sagt etwas über Interessen und Intentionen der Handelnden aus. Darauf basiert der Artikel. Die Norm gibt Auskunft über Ziele der Bundesregierung.
Es ist daher schön und gut, wenn auf diesen normativen Verschönerungsdrall zu jeder Zeit hingewiesen wird. Man nennt es auch politische öffentliche Meinungsbildung.
Vielleicht eher ein Sturm im Wasserglas? Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass gerade der politische Betrieb normativ alles anpackt, das in seinen Wahrnehmungskreis stolpert.
Mit den wiss. Beiträgen, die der Politik dienen, verhält es sich ähnlich der ungewöhnlich starken Neigung der Zeit-Online-Redaktion (bitte nicht entfernen! Es ist ein Vergleich) fremde Beiträge zu redigieren.
In beiden Fällen geht es darum, fremde Meinungen zum eigenen Gunsten zu formen, nicht selten für andere unkenntlich, bis niemand mehr nachvollziehen kann, warum etwas einem Akteur gerade nicht passt. Wir erkennen nur das Urteil, ohne Begründung oder die Möglichkeit uns selbst ein Urteil zu bilden. Dieses gewalttätige und in großem Maßstab totalitäre Vorgehen gehört zur Öffentlichkeit wie die "Meinung".
Wie intensiv Normen durchgesetzt werden, sagt allerdings etwas über das Medium aus, und nicht immer die Partizipienten. Die Politik verhält sich hier wie jeder andere öffentliche Akteur, und die Intensität sagt etwas über Interessen und Intentionen der Handelnden aus. Darauf basiert der Artikel. Die Norm gibt Auskunft über Ziele der Bundesregierung.
Es ist daher schön und gut, wenn auf diesen normativen Verschönerungsdrall zu jeder Zeit hingewiesen wird. Man nennt es auch politische öffentliche Meinungsbildung.
...eine bekannte von mir wohnt in biblis...dises akw ist eifnach nur alt, es gab schon so häufig störfälle..diese dinger müssen schleunigst vom netz..das kann dich nicht angehen..hier eine nette debatte zu diesem thema:
http://www.theeuropean.de...
achimvr hat vollkommen recht...sich jetzt schon den job von morgen sichern...gerdi hats vorgemacht
"Als ob Klimaschutz nur machbar wäre, wenn die Meiler länger am Netz blieben. Eine absurde Annahme." Dem ist nur zuzustimmen!
Darüber hinaus sollte endlich auch ins Blickfeld kommen, dass gerade die künstliche Radioaktivität massiv zur Erderwärmung beiträgt.
Von daher ist die Verbindung von "Atomenergie und Klimaschutz" irreführend, grotesk und absurd!
Da schreibt uns doch @waschecht:
„Darüber hinaus sollte endlich auch ins Blickfeld kommen, dass gerade die künstliche Radioaktivität massiv zur Erderwärmung beiträgt“
Da behaupte ich doch gleich mal, dass die durch die Strömungsreibung an den Windkraftanlagen erzeugte Wärme hauptsächlich für die Klimaerwärmung verantwortlich ist. So, jetzt habt Ihr´s!!!
Nun mal im Ernst. Ins Blickfeld sollte endlich mal die Bildung, besonders in naturwissenschaftlichen Fächern, kommen. Dann hätten Katastrophen Gurus und Technikfeinde nicht solch einen Zulauf. Ihr Einfluss gründet sich auf Angst durch Unwissenheit!
nachfragen, was "künstliche Radioaktivität" bitte sein soll?
Der Prozess der Kernspaltung, des Alpha- und Betazerfalls ist genau derselbe, egal ob er in angereicherten Strahlern oder solchen, die in der Natur vorkommen stattfindet. Dabei zerfallen übrigens auch dieselben Kerne, nur, dass sie im einen Fall zur Energieerzeugung verwendet werden und im anderen nicht.
Ohne also Ihrer Behauptung weiter nachzugehen, möchte ich sie ohne weitere Umschweife als Unsinn bezeichnen.
Meinten Sie vielleicht, dass der Uranabbau zur Erderwärmung beiträgt? Oder meinten Sie, dass die Energie, die zur Erzeugung von Teilchenstrahlen in Teilchenbeschleunigern benötigt wird und gewonnen werden muss, zu höherem Schadstoffausstoß führt? Beide Varianten haben mit Radioaktivität an sich wenig zu tun.
Da schreibt uns doch @waschecht:
„Darüber hinaus sollte endlich auch ins Blickfeld kommen, dass gerade die künstliche Radioaktivität massiv zur Erderwärmung beiträgt“
Da behaupte ich doch gleich mal, dass die durch die Strömungsreibung an den Windkraftanlagen erzeugte Wärme hauptsächlich für die Klimaerwärmung verantwortlich ist. So, jetzt habt Ihr´s!!!
Nun mal im Ernst. Ins Blickfeld sollte endlich mal die Bildung, besonders in naturwissenschaftlichen Fächern, kommen. Dann hätten Katastrophen Gurus und Technikfeinde nicht solch einen Zulauf. Ihr Einfluss gründet sich auf Angst durch Unwissenheit!
nachfragen, was "künstliche Radioaktivität" bitte sein soll?
Der Prozess der Kernspaltung, des Alpha- und Betazerfalls ist genau derselbe, egal ob er in angereicherten Strahlern oder solchen, die in der Natur vorkommen stattfindet. Dabei zerfallen übrigens auch dieselben Kerne, nur, dass sie im einen Fall zur Energieerzeugung verwendet werden und im anderen nicht.
Ohne also Ihrer Behauptung weiter nachzugehen, möchte ich sie ohne weitere Umschweife als Unsinn bezeichnen.
Meinten Sie vielleicht, dass der Uranabbau zur Erderwärmung beiträgt? Oder meinten Sie, dass die Energie, die zur Erzeugung von Teilchenstrahlen in Teilchenbeschleunigern benötigt wird und gewonnen werden muss, zu höherem Schadstoffausstoß führt? Beide Varianten haben mit Radioaktivität an sich wenig zu tun.
Selbstverständlich heizen die großen Vier den Widerstand der Bürger gegen neuen Trassen noch an: Sie entwerfen von vornherein schlicht unzumutbare Trassenführungen und provozieren somit bewusst Widerstände. Vorschläge zu weniger Konflikt beladenen Trassen werden systematisch als "nicht finanzierbar" verworfen. Leider ist es so, dass viele Bürgerinitiativen nicht merken, welches Spiel mit ihnen gespielt wird, und werden so zu unfreiwilligen Helfern des Oligopols.
Da schreibt uns doch @waschecht:
„Darüber hinaus sollte endlich auch ins Blickfeld kommen, dass gerade die künstliche Radioaktivität massiv zur Erderwärmung beiträgt“
Da behaupte ich doch gleich mal, dass die durch die Strömungsreibung an den Windkraftanlagen erzeugte Wärme hauptsächlich für die Klimaerwärmung verantwortlich ist. So, jetzt habt Ihr´s!!!
Nun mal im Ernst. Ins Blickfeld sollte endlich mal die Bildung, besonders in naturwissenschaftlichen Fächern, kommen. Dann hätten Katastrophen Gurus und Technikfeinde nicht solch einen Zulauf. Ihr Einfluss gründet sich auf Angst durch Unwissenheit!
In der Gemeinde Tespe auf der anderen Elbseite des AKW Krümmel gibt es die weltweit höchste gemessene Anzahl von Leukämie Fällen auf kleinem Raum. Naturwissenschaftler versuchen dies als "statistische Anomalie" zu verkaufen.
Die dutzenden von kleinen und größeren Störfälle des AKW Krümmel haben natürlich nix damit zu tun.
So viel zu den Naturwissenschaftlern. Die Atomlobby bestellt und bezahlt und skrupellose Naturwissenschaftler liefern. Das ist alles.
Atomkraft? NEIN DANKE !
In der Gemeinde Tespe auf der anderen Elbseite des AKW Krümmel gibt es die weltweit höchste gemessene Anzahl von Leukämie Fällen auf kleinem Raum. Naturwissenschaftler versuchen dies als "statistische Anomalie" zu verkaufen.
Die dutzenden von kleinen und größeren Störfälle des AKW Krümmel haben natürlich nix damit zu tun.
So viel zu den Naturwissenschaftlern. Die Atomlobby bestellt und bezahlt und skrupellose Naturwissenschaftler liefern. Das ist alles.
Atomkraft? NEIN DANKE !
Vielleicht eher ein Sturm im Wasserglas? Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass gerade der politische Betrieb normativ alles anpackt, das in seinen Wahrnehmungskreis stolpert.
Mit den wiss. Beiträgen, die der Politik dienen, verhält es sich ähnlich der ungewöhnlich starken Neigung der Zeit-Online-Redaktion (bitte nicht entfernen! Es ist ein Vergleich) fremde Beiträge zu redigieren.
In beiden Fällen geht es darum, fremde Meinungen zum eigenen Gunsten zu formen, nicht selten für andere unkenntlich, bis niemand mehr nachvollziehen kann, warum etwas einem Akteur gerade nicht passt. Wir erkennen nur das Urteil, ohne Begründung oder die Möglichkeit uns selbst ein Urteil zu bilden. Dieses gewalttätige und in großem Maßstab totalitäre Vorgehen gehört zur Öffentlichkeit wie die "Meinung".
Wie intensiv Normen durchgesetzt werden, sagt allerdings etwas über das Medium aus, und nicht immer die Partizipienten. Die Politik verhält sich hier wie jeder andere öffentliche Akteur, und die Intensität sagt etwas über Interessen und Intentionen der Handelnden aus. Darauf basiert der Artikel. Die Norm gibt Auskunft über Ziele der Bundesregierung.
Es ist daher schön und gut, wenn auf diesen normativen Verschönerungsdrall zu jeder Zeit hingewiesen wird. Man nennt es auch politische öffentliche Meinungsbildung.
...oder gar keinen!
Seit Generationen! werden wir Endverbraucher von der Regierung und von den Versorgern für dumm verkauft. Billiger Atomstrom wurde noch NIE an die Nutzer abgegeben.
Und wenn sofort die Peise auf die Hälfte sinken würden: das Abenteuer Kernkraft ist unheimlich teuer erkauft! Diese Irrsinn muß schnell beendet werden.
ihr Zeit-Schreiber und -leser glaubt wohl noch an den Weihnachtsmann!
Nach einem ersten Gutachten kommt ein Gegengutachten (dann vielleicht noch eines und dann noch eines, je nach Budget und Zeitrahmen), der Rest ist Politik, die das Nachdenken und ihre Verantwortung an den Guitacher abschiebt!
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