Pécs 2010 Im EinklangSeite 3/3
Und wie klingt sein Pécs heute? Gruhl empfiehlt einen Ausflug zum Magasház, dem angeblich höchsten leer stehenden Haus Europas. Der graue Hochhausturm schräg gegenüber dem prächtigen Hauptgebäude der Universität ist ein Paradies für Hobbyornithologen. Wer sich hier auf die Lauer legt, hört den ganzen Tag die Vögel, die durch die zerbrochenen Scheiben rein- und rausfliegen. Hier mischt sich ein leises rhythmisches Flapp-Flapp in den Soundtrack der Stadt.
Im Garten von Mohamed Eisa ist es eher ein unregelmäßiges Knarzen. Der Kinderarzt sitzt auf einem alten Rattanstuhl und fährt sich durch den dichten Bart, der ihn älter aussehen lässt als 39. Eisa war einer der ersten Araber, die Anfang der neunziger Jahre zum Studieren nach Pécs kamen. Heute ist er mit einer Ungarin verheiratet und Vorstand der Pécser Muslime. »Wir sind wenige«, sagt er, »aber wir können unsere Religion ungestört leben.« Vorurteile seien ihm noch nie begegnet. Eher Interesse. Als er und seine arabischen Kommilitonen nach einem Gebetsraum suchten, bot die Stadt ihnen kurzerhand an, die Museumsmoschee in der Rékóczi ucta wieder zu nutzen. Dieser Pragmatismus, diese unideologische Improvisationsgabe prägt die Stadt bis heute.
Die Pécser schimpfen darüber, dass ein Großteil der Prestigeprojekte, mit denen die Stadt im Kulturhauptstadt-Jahr beeindrucken wollte, nicht fertig geworden sind, und nutzen die Investitionsruinen dann auf ihre Weise. So ist aus dem Gelände der legendären Jugendstil-Porzellanmanufaktur Zsolnay diesen Sommer kein imposantes Kulturviertel geworden, mit Galerien, Cafés, Restaurants und Ateliers, sondern ein informeller Kunstraum. In einer der vielen immer noch baufälligen Fabrikhallen steht die Malerin Diána Bóbics. Staub hängt in der Luft, der Boden ist mit Mörtelklumpen übersät. An den rostroten Ziegelwänden und mitten im Raum stehen riesige Staffeleien mit grellbunten Bildern. Bóbics und ihre Kollegen von der Kunstakademie haben hier eine Ausstellung zum Thema Farbintensität aufgebaut. Bóbics’ Bilder zeigen die Strukturen einer Zelle mal in feurigem Gelbrot, mal in kühlem Blaugrün, auf anderen schillern neonfarbene Menschen am Strand.
»Wo sonst wäre Platz für Gemälde, die großflächig sind wie halbe Wohnzimmerwände?«, fragt die 33-Jährige, die gerade im Fach Freie Kunst promoviert. Dann macht es platsch. Eine Taube, die auf dem 15 Meter hohen Dachgebälk sitzt, hat sich erleichtert. »Einmal hat so ein Vieh mein Bild getroffen. Das machte aber nichts, ich male in Schichten«, sagt Diána Bóbics.
Zurück im Zentrum, gehen wir durch Straßen voller Rhythmus. Auf Plätzen und vor den Kaffeehäusern haben Musiker mit langen Dreadlocks und großen Hüten ihre Instrumente ausgepackt. Die Häuserfronten der schmalen Gassen verdoppeln den Klang der Gitarren und Trommeln, der Geigen und Rasseln. Es ist dunkel geworden. Im gelben Licht der Straßenlaternen baumeln die reifen Früchte an den Feigenbäumen, und hinter irgendeinem Fenster sitzt vielleicht ein Tubaspieler am Computer, um die alten Weisen der Donauschwaben als MP3-Datei abzuspeichern.
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- Datum 19.08.2010 - 10:48 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 19.08.2010 Nr. 34
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Wahre Freude überflügelt mich,so von Fünfkirchen(Pecs)ich höre wie vernehme.Und ich sah den Dom von Fünfkirchen und dachte mir damals beim Sehen:Farbenprächtiger kann kaum ein sakraler Bau bezüglich der Innenausmalung in Erscheinung treten!Sprach mit Leuten,denkend:Kommunikation war bestens zum ineffabilen Ineinskommen mit und aus Dem,aus Dem alles ist.Pecs war eine große Freude in meinem Herzen-zumal ja ungarndeutsche Provinz dies mitunter beinhaltet.Freude,dass Fünfkirchen Europa-Hauptstadt wurde 2010,-,-Freude an Pecs wird mir nicht vergehen.Und Wein wird nicht rar sein.Guter Wein vom Ungarnland.
Denken erinnert Sein,unter Vielem
Blieben wenige Worte:Versagen hilft
Dem Herankommen an das Sein Selbst:
Tauche auf tiefstverborgener Sinn:
Im Geheimnis umlauert verbleibet das geliebte Pecs
Ich trat ein und
vor lauter Staunen konnte kaum noch
ich mich fassen in mich zurück,,,
denn fassungslos stand ich da im
Anschau`n
unfassbarer Schönheit beim Anblicken
Der Wandmalerei:Überschön
Farbenprächtig zeigte sich mir diese Kunst.
Gepriesen der Schöpfer aller Farben:
Vergangenes bewahre Zukunft,Sein
Wird Sein-Sein,Wahrheit bewahret.
Ich trat ein und
vor lauter Staunen konnte kaum noch
ich mich fassen in mich zurück,,,
denn fassungslos stand ich da im
Anschau`n
unfassbarer Schönheit beim Anblicken
Der Wandmalerei:Überschön
Farbenprächtig zeigte sich mir diese Kunst.
Gepriesen der Schöpfer aller Farben:
Vergangenes bewahre Zukunft,Sein
Wird Sein-Sein,Wahrheit bewahret.
Ich trat ein und
vor lauter Staunen konnte kaum noch
ich mich fassen in mich zurück,,,
denn fassungslos stand ich da im
Anschau`n
unfassbarer Schönheit beim Anblicken
Der Wandmalerei:Überschön
Farbenprächtig zeigte sich mir diese Kunst.
Gepriesen der Schöpfer aller Farben:
Vergangenes bewahre Zukunft,Sein
Wird Sein-Sein,Wahrheit bewahret.
Vielleicht ist es ein bißchen spät den obigen Artikel zu kommentieren, aber hoffentlich wird das noch von manchen gelesen. Ich möchte Ihnen auf dieser Stelle den Artikel ergänzend einen Fotoblog empfehlen, um die Stadt Pécs mit Augen der Bewohner sehen zu lassen: www.pecs2u.eu. Besuchen Sie bitte diese Seite und empfehlen Sie sie anderen, eventuell Essener Leuten, die einen Link für eigene Fotos finden können!
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