Großstädte Reich an Armut
Leipzig ist laut Statistik die ärmste Großstadt Deutschlands. Was bedeutet es, wenn Mangel zur Normalität wird – vor allem für jene, die nicht arm sind?
Das Wort war wie ein Schock. Es klang nach verwahrlosten Straßen und leeren Bierdosen, nach Hoffnungslosigkeit und Verfall. Von Leipzig als »Armutshauptstadt« schrieb Ende Juni die überregionale Presse. Das Statistische Bundesamt hatte herausgefunden, dass in Leipzig – relativ gesehen – mehr Menschen von Armut bedroht sind als in irgendeiner anderen deutschen Stadt: 27 Prozent; der bundesweite Schnitt liegt bei 14 Prozent. Etwa zur selben Zeit legte das Sozialamt der Stadt seinen Lebenslagenreport 2009 vor: Danach gelten 18,9 Prozent der Bevölkerung als arm.
Nun sind Armutsquoten immer problematisch, weil sich das Einkommen niemals ganz genau erfassen lässt. Und vergleichbar sind die Zahlen nur schwer, weil jede Stadt andere Daten zugrunde legt. Eine Erkenntnis vermitteln die Statistiken dennoch: nämlich dass Armut in Leipzig – nach deutschen Maßstäben – dramatische Ausmaße angenommen hat. Dass sie dazugehört und so schnell nicht wieder verschwindet. Was bedeutet das für Leipzig? Wie tickt eine Stadt, in der Armut längst nicht mehr nur die Ränder der Gesellschaft berührt? Und welchen Effekt hat sie auf jene, die nicht arm sind?
Die Suche nach Antworten führt zu Hausbesitzern und Stadtentwicklern, zu Studenten wie auch zum Chefregisseur der Leipziger Oper und dem Intendanten des MDR. Sie alle sind nicht arm, aber sie müssen sich damit auseinandersetzen, dass es beträchtliche Armut in Leipzig gibt. Es beeinflusst ihr Privatleben oder ihre Arbeit. Und trotzdem antworten viele, wenn man sie fragt, ob Leipzig eine Stadt des Prekariats sei, mit »Nein«. Woran liegt das? Ist die Armut in Leipzig unsichtbar? Oder gilt es einfach, die gängigen Vorstellungen über arme Menschen zu hinterfragen?
Die Unterschiede wachsen – bei Bildung, Einkommen, Teilhabe
Das Mädchen mit den Schwefelhölzern aus Andersens Märchen, das manchem in den Träumen der Kindheit begegnet ist, existiert nicht mehr. Armut sieht heute anders aus. Laut einer EU-weiten Definition ist davon bedroht, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Monatseinkommens zur Verfügung hat. Die Summe beläuft sich für einen Einpersonenhaushalt in Deutschland momentan auf 787 Euro. Die Zahlen für Leipzig sind drastisch niedriger: Bei einem durchschnittlichen Nettohaushaltseinkommen von gerade einmal 1067 Euro liegt die Grenze hier bei 640 Euro. Ein Student kann von 640 Euro gut leben – zumal in Leipzig. Studierende gibt es hier sehr viele. Wer aber meint, sie drückten die Statistik, liegt falsch. Denn auch andere Kommunen wie Jena oder Münster mit einem noch größeren Anteil an Studenten stehen weit besser da. Etwa 1000 Euro für eine drei- oder vierköpfige Familie aber sind nicht viel.
Läuft man durch die Innenstadt und ihre Passagen, schlendert durch das grüne Schleußig oder lässt sich in den Cafés der Südvorstadt nieder, dann scheint die Armut nicht nur weit weg. Laut dem Sozialbericht 2009 ist sie es auch. Wurde Leipzig lange als relativ sozial homogene Stadt wahrgenommen, so driften die Stadtteile mittlerweile sozioökonomisch auseinander. Die Unterschiede wachsen – bei Bildung, Einkommen, Teilhabe.
Um zu verstehen, welche Effekte Armut auslösen kann, muss man zunächst den prosperierenden Stadtvierteln den Rücken kehren und dorthin gehen, wo die Armut am größten ist. Nach Osten zum Beispiel. Neben Grünau und einigen anderen Stadtteilen im Westen ist da die soziale Struktur besonders problematisch. Wer sich dort als Nicht-Armer niedergelassen hat, der weiß, welche Auswirkungen die Not haben kann.
Michael Behling, ein privater Wirtschaftsgutachter, ist fast jede Woche im Leipziger Osten. Er sitzt in einer ehemaligen Bankfiliale, deren Tresore noch da sind – leer. Unter den Stuckdecken stehen graue Bürotische, Aufstellwände mit Bauzeichnungen des Stadtteils und Informationstafeln über Mikrojobs. Ein »kleines Wirtschaftsministerium«, so nennt er die amtliche Informationsstelle an der Eisenbahnstraße, kurz IC-E. Hier kommen alle her, die am wirtschaftlichen Leben in der Gegend teilnehmen wollen; als Arbeiter, Unternehmer, Gründer, Freiwillige, Lernende. Es geht dort um Stadtentwicklung auf niedrigstschwelligem Niveau, aber auch um die Frage, was Armut für ein Viertel bedeutet.
»Die Armut im Osten legt sich wie Mehltau über alles«
In den Läden nebenan sind vietnamesische Gemüsehändler, türkische Bäcker, Nagelstudios und Dönerimbisse eingezogen. Je weiter man gen Osten fährt, umso mehr Fenster glotzen wie stumpf gewordene Augen aus den Häusern. Mit blauen Buchstaben steht noch »Fischladen« über einem längst überflüssigen Schaufenster. In einer sozial schwachen Gegend wie dem Leipziger Osten hoffen viele der etwa 800 kleinen und kleinsten Unternehmen, mit staatlichem Geld zu überleben. »Sie aber nur vor dem Sterben zu bewahren – dafür sind Fördergelder nicht da«, sagt Gutachter Behling. Stattdessen will er mit den Subventionen dabei helfen, hier Unternehmen langfristig anzusiedeln, die dem Stadtteil nützen. Und dabei kommt er nicht umhin, auf die ökonomische Realität im Viertel zu reagieren. »Statt Parmaschinken kann man hier nur Landschinken anbieten«, sagt er. »Einen Fischladen würde ich hier auch nicht unterstützen.« Fisch sei zum Edelprodukt geworden, und weil er schnell verderbe, kämen hohe Aufschläge auf die Preise. »Wenn Sie den haben wollen, müssen Sie in den Keller vom Kaufhof.«
Dort, in Leipzigs Innenstadt, sieht das Leben anders aus. Es gibt Feinkosttheken und Designerboutiquen, Pralinenläden und Juweliere. 40 Prozent aller Verkaufsflächen liegen auf dem kleinen Areal zwischen Hauptbahnhof und Markt. Im Vergleich zu ähnlich großen West-Städten wird in der Leipziger City dennoch relativ wenig Geld umgesetzt. Es dominiert das Niedrigpreissegment. So konstatiert ein Bericht aus dem Rathaus einen »Trading-Down-Effekt« in Teilen der Innenstadt, »in der Billiganbieter qualitativ hochwertige Geschäfte abgelöst haben«.
Die Zahl der Discounter in der Stadt hat sich in den vergangenen zehn Jahren um 53 Prozent erhöht. Die meisten Leipziger geben ihr Geld fast ausschließlich für Lebensmittel aus. Möbel zum Beispiel erwerben sie weit weniger häufig als der Rest der Bevölkerung. Die edlen Läden der Innenstadt sind vor allem für die Gäste da, nicht die Einwohner. Auch dort wirkt also die Armut nach. Ohne eine insgesamt wohlhabende Bevölkerung kommen auch jene in Bedrängnis, von denen die Armut auf den ersten Blick weit entfernt scheint. Zum Beispiel der Chefregisseur der Leipziger Oper, Peter Konwitschny.
Er gehört zu den erfolgreichsten Opernregisseuren Deutschlands, inszeniert überall in Europa, garantiert für volle Häuser. Die Frage, warum die Zuschauerzahlen in Leipzig so erschreckend niedrig seien, beschäftige ihn, seit er vor zwei Jahren hierherkam, erzählt er. Und es klingt, als sei er hier mit einer Realität konfrontiert, mit der er nicht gerechnet hatte, als er aus Hamburg kam, wo er zuvor gearbeitet hatte: »In Hamburg gibt es einfach sehr viel mehr Menschen, die die finanzielle Möglichkeit haben, in die Oper zu gehen.«
In der Leipziger Oper wurde nach der Wende schon einmal die Anzahl der Sitze verringert. Ursprünglich war einmal Platz für 1700 Zuschauer, heute passen noch 1200 in den großen Saal. Aber selbst das scheint noch zu viel zu sein. Die schlechten Auslastungszahlen jedenfalls sprechen sehr dafür. Für einen Sitz im Parkett zahlt man zwischen 24 und 54 Euro. An einem Tag im Monat werden alle Karten zu einem ermäßigten Tarif verkauft. Dann ist die Oper immer voll. Egal, was auf dem Spielplan steht. Völlig zu Recht treibt Konwitschny die Frage um: Wie kommen wir nur an die ran, für die Opern eigentlich geschrieben sind, die einfachen Menschen?
Darauf könnte Udo Reiter, Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks, Antwort geben. Sein Sender gehört nach den Einschaltquoten zu den erfolgreichsten dritten Programmen. Und trotzdem sagt er über seinen MDR, der allein in Leipzig rund 1300 Mitarbeiter fest beschäftigt: »Wir sind verarmt.« In den letzten Jahren hat sich die Zahl derer, die aus sozialen Gründen von Rundfunkgebühren befreit wurden, ständig erhöht. Mittlerweile sind es 12,6 Prozent; in Bayern oder Baden-Württemberg sind es nur halb so viele. Reiter erzählt, dass die zahlungskräftigen Zuschauer, die hier aus der Statistik verschwinden, wenig später in denen der westlichen Nachbarn auftauchen. Als Reichtum, der abgewandert ist.
Nun muss der MDR kräftig sparen. Statt wie bisher drei werden beispielsweise künftig nur noch zwei Tatorte im Jahr produziert. Das setzt eine Kettenreaktion in Gang. Je weniger der MDR ausgeben kann, desto weniger Geld fließt in ortsansässige Produktionsfirmen. »Die Armut im Osten legt sich wie Mehltau über alles«, sagt der Intendant. Es klingt ein bisschen resigniert.
Warum aber sind die Menschen in Leipzig eigentlich ärmer als die in anderen Städten? Zu DDR-Zeiten war gut ein Fünftel der Einwohner in der Industrie beschäftigt. Von diesen Arbeitsplätzen sind fast gar keine übrig geblieben. Nach der Wende ist es der Stadt nicht gelungen, ihre Vision einer Handels- und Dienstleistungsmetropole Wirklichkeit werden zu lassen. »Das scheiterte an der Vormachtstellung etablierter Standorte in Westdeutschland«, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Joachim Ragnitz vom ifo Institut Dresden. Arbeitslosenzahlen um 14 Prozent, die selbst im sächsischen Vergleich hoch sind, waren seither die Folge. Ortsansässige Unternehmen wie Amazon oder DHL arbeiten auf einem relativ geringen Lohnniveau. Auch BMW oder Porsche haben, anders als erwartet, nur wenige Neuansiedlungen nach sich gezogen. Kurzum: Es gibt in Leipzig einfach sehr wenige gut bezahlte Jobs.
»Die Menschen hier zeigen eine Initiative, wie ich sie woanders nie gesehen habe«
Trotzdem entscheiden sich einige Menschen ganz bewusst dafür, hier zu bleiben. Oder sogar in den Leipziger Osten zu ziehen. Paula Hofmann ist eine von ihnen. Die Studentin hat mit 13 Freunden ein Haus gesucht, das sie selbst umbauen und vom Dachgeschoss bis zum Keller nutzen können. Im Bülowviertel, einem nur aus wenigen Straßen bestehenden, wildromantischen Gründerzeitquartier an der Eisenbahnstraße, lebt sie jetzt. »Dieser Stadtteil ist mir richtig ans Herz gewachsen«, sagt sie. »Die Menschen hier zeigen eine Initiative, wie ich sie woanders so nie gesehen habe.« Oder die woanders nicht so stark auffallen würde.
In der Nachbarschaft stehen »Wächterhäuser«, von Künstlern zur kreativen Zwischennutzung übernommene Gebäude, die lange leer standen. Es gibt eine Volksküche, Künstlerateliers. »Natürlich«, sagt Hofmann, »ist die Armut hier offensichtlich.« Man kann sie nicht ausblenden, ihr nicht entfliehen. »Aber dadurch ist auch alles hier viel direkter und ehrlicher. Ich habe das Gefühl, es gibt hier nicht solche Berührungsängste zwischen den Menschen.«
Das merkt sie besonders an ihrem neuen Arbeitsplatz, dem »Quartiersladen Bülowviertel«. In einem Eckhaus an der Eisenbahnstraße haben private Vermieter einen Nachbarschaftstreff eingerichtet, wo Wohnungssuchende und -bietende zusammenfinden können. Es ist der verzweifelte Versuch von Wohnungseigentümern, auf die soziale und finanzielle Realität in Leipzig zu reagieren.
In der Stadt gehören fast zwei Drittel aller Wohnungen Privatleuten. Jeder Zweite von ihnen ist, in unterschiedlichem Ausmaß, von Leerstand betroffen. Beides zusammengenommen – Sozialstruktur und Leerstand – ergibt eine »ruinöse Kombination«, sagt Eckardt Nowak vom Eigentümerverband Haus und Grund. Weil viele Vermieter Angst davor haben, ihre in den neunziger Jahren topsanierten Wohnungen leer stehen zu lassen, vermieten sie diese an sozial schwache Familien. Diese können aber nicht mehr als den vom Amt erlaubten Quadratmeterpreis von 3,85 Euro bezahlen, was noch nicht einmal die Kosten der ersten Sanierung wieder einbringt und weitere Maßnahmen ausschließt. »Wir nähern uns DDR-Verhältnissen wieder an«, sagt Nowak. »Die Häuser verfallen, werden zwangsversteigert, oder der Vermieter reiht sich in die Klientel seiner Mieter ein.« Es sei denn, man reagiert rechtzeitig.
Eine wichtige Klientel für topsanierte Wohnungen sind: Hartz-IV-Empfänger
Katrin Kahraman besitzt drei Häuser im Leipziger Osten. Mit ihrer Tochter auf dem Rücksitz fährt sie durchs Quartier, biegt in eine gepflasterte Seitenstraße ein und passiert ihr hochwertig saniertes Gründerzeithaus mit leuchtend gelber Fassade und riesigen Balkonen. »Die Wohnungen in dem Haus sind zu groß und der Standard zu hoch, um sie vom Amt bezahlen lassen zu können«, sagt sie. Und das ist problematisch, weil in der Gegend Hartz-IV-Empfänger eine wichtige Mieterklientel sind. Das Haus war Kahramans liebstes Investitionsobjekt, sie selbst lebte dort, ihr Schwager bezog mit der ganzen Familie eine Etage. Für die anderen Wohnungen Mieter zu finden ist jedes Mal aufwendig. Damit sich das ändert, hegt Kahraman mit anderen engagierten Privateigentümern den kühnen Plan, das Bülowviertel wieder attraktiv zu machen. Es sollen ein Spielplatz und ein Streetball-Feld in Brachen hineingebaut werden, Nachbarschaftsfeste stattfinden und Schandflecken weichen. An den überwucherten Fassaden leer stehender Häuser hängen grüne Plakate mit der Aufschrift »Kaufen Sie dieses Haus« oder »Grüner wird’s nicht«. Es ist ein Experiment, von dem keiner weiß, ob es wirklich funktioniert.
»Bei meinen anderen Wohnungen in der Eisenbahnstraße«, sagt Katrin Kahraman, »achte ich darauf, dass die Sanierungskosten nicht zu hoch werden.« Das heißt: keine Echtholztüren mehr, keine Marmorfensterbänke, kein Stuck, keine Fußbodenheizung, kein Balkon. Aber dafür: Mieter mit Wohnberechtigungsschein. Wer sich in einer armen Gegend niederlässt, muss lernen, sich darauf einzustellen.
Das anschaulichste Beispiel dafür steht in der neuen Grünanlage »Rabet« im Leipziger Osten. Die markante Architektur der hundertjährigen Markthalle fällt sofort auf. Ihr Tonnengewölbe und die verspielten Giebel und Erker an der Fassade erinnern an die Zeiten, als das Haus als Kino, Kirche oder Lager diente. Lange war die Markthalle in Vergessenheit geraten, von leer stehenden Häusern verdeckt. Als man sie fand und mit viel Steuergeld sanierte, war die Freude über den architektonischen Schatz groß. Michael Behling – der Stadtentwickler – hätte darin gern einen hochwertigen Supermarkt gesehen. Katrin Kahraman – die Vermieterin – hätte dort gern einen türkischen Hamam eingerichtet. Den Zuschlag bekam letztlich: Aldi.
- Datum 20.08.2010 - 18:18 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 19.08.2010 Nr. 34
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Angekommen in der Realität
Genau deswegen kann es nicht nur immer um mehr (Geld) geben.
Wir müssen lernen zu wirtschaften.
Top-sanierte Wohnungen und wer soll sie mieten ?
Wer soll die Konzertpreise bezahlen ?
- So ist es auch bei Menschen,
die (statistisch) gut verdienen.
- Ob in Ost- oder in West-Deutschland.
Städte sind ohne ihr ländliches Umfeld nicht lebensfähig. Wie sieht denn das ländliche Umfeld von Leipzig und im Vergleich dazu das Umfeld von Städten mit weniger Armut aus?
Am Ende läuft der Artikel doch darauf hinaus, dass sich die Eigentümer der Häuser, welche diese nach der Wende unter Wert gekauft haben, beschweren das sich niemand ihre Marmorböden und Echtholztüren leisten kann. Und genau darin liegt das Problem: in einer Gegend Häuser aufzukaufen und luxuriös auszugestalten, in der schon von vornherein klar ist wie die Einkommen der Menschen sind, ist lediglich naiv und zeigt zuletzt nicht die Armut der Bevölkerung, sondern die Verweigerung an Gentrifizierung. Beste Beispiele dafür sind Connewitz und die Südvorstadt. Ehemals billige Mieten lockten Künstler, Studenten und eine alternative Szene. Nachdem der "Hip-Charakter" dieser Stadtviertel entdeckt wurde, kamen diejenigen die Wohnungen sanierten, hinzogen und nicht zum Lebensgefühl der Stadtviertel beigetragen haben. Die Mieten steigen und vertreiben allmälich die Alteingesessenen. Dieses Problem lässt sich nicht nur in Leipzig beobachten, sondern in allen Großstädten.
Zudem empfand ich folgendes empörend:
»Die Häuser verfallen, werden zwangsversteigert, oder der Vermieter reiht sich in die Klientel seiner Mieter ein.«
Wenn es so schrecklich ist, sich in das Klientel der Leipziger einzureihen, dann sollte man sich eine andere Stadt aussuchen in der man Häuser aufkauft und mit Marmorboden und vergoldeten Wasserhähnen ausstattet.
Nun, hier in einer mittelgroßen bayrischen Stadt sind ganz normale Wohnanlagen aus den 1970ern, wo Krankenschwestern oder Postboten wohnen, mit Sandsteinböden in den Treppenhäusern, Granitfensterbrettern und "Echtholztüren" ausgestattet. Das ist doch ganz normaler Massivbaustandard und kein Luxus. Man fragt sich schon wie niedrig die Ansprüche in anderen Teilen der Republik inzwischen sein müssen um sowas für erwähnenswert zu halten.
Bitte bedenken Sie auch die Einkommen von Krankenschwestern und Postboten in Bayern und vergleichen Sie diese Einkommen mit denen einer Krankenschwester in Leipzig. Sie werden feststellen, dass die Löhne immer noch in erschreckendem Maße ungleich sind. Ebenso bekommt man in Leipzig eine 65 m² Wohnung in einem renovierten Altbau ("Echtholztür" - ich meinte eben Massivholz, Parkett und eben weiterer Standardausstattung) in einer guten Gegend bereits für knappe 500 € Warmmiete, manchmal sogar billiger. Warum sollte also eine Krankenschwester dann eine Wohnung im Osten (Eisenbahnstraße gilt als größter Drogenumschlagsplatz Leipzigs)für eine unerhöhrte Miete beziehen?
Nun, hier in einer mittelgroßen bayrischen Stadt sind ganz normale Wohnanlagen aus den 1970ern, wo Krankenschwestern oder Postboten wohnen, mit Sandsteinböden in den Treppenhäusern, Granitfensterbrettern und "Echtholztüren" ausgestattet. Das ist doch ganz normaler Massivbaustandard und kein Luxus. Man fragt sich schon wie niedrig die Ansprüche in anderen Teilen der Republik inzwischen sein müssen um sowas für erwähnenswert zu halten.
Bitte bedenken Sie auch die Einkommen von Krankenschwestern und Postboten in Bayern und vergleichen Sie diese Einkommen mit denen einer Krankenschwester in Leipzig. Sie werden feststellen, dass die Löhne immer noch in erschreckendem Maße ungleich sind. Ebenso bekommt man in Leipzig eine 65 m² Wohnung in einem renovierten Altbau ("Echtholztür" - ich meinte eben Massivholz, Parkett und eben weiterer Standardausstattung) in einer guten Gegend bereits für knappe 500 € Warmmiete, manchmal sogar billiger. Warum sollte also eine Krankenschwester dann eine Wohnung im Osten (Eisenbahnstraße gilt als größter Drogenumschlagsplatz Leipzigs)für eine unerhöhrte Miete beziehen?
nach kohl, so sind die wessis augebeutet und die ossis falschen versprechungen erlegen.
weigel der katholische radfahrer in 2. ehe und kohl kann sich kaum noch daran erinnern.
so bleibt der bürger allein und wählt immer die partei die ihm am meisten schaded, strafe muss sein, wallenstein ??
Wer versteht wir wirtschaften funktioniert, versteht auch warum im Osten der Aufschwung nicht so richtig in die Gänge kommt. Dass Problem ist die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, welche in den neuen Bundesländern nur in kleinen Schritten vonstatten geht. Ein Beispiel.
Der Artikel nennt Zahlen. Zwei Drittel der Wohnungen sind im Privatbesitz. Was der Artikel nicht sagt, der Großteil von den Wohnungen befindet sich in Händen westdeutscher Besitzer. Welche Summen dadurch jeden Monat, aufgrund der Mietzahlungen aus Leipzig verschwinden, ohne die Chance zu besitzen erneut in die Region zu fliesen, wird aus diesem Grund nicht erwähnt. Würden die Besitzer zum Großteil in Leipzig wohnen, würde das Geld auch größtenteils in Leipzig bleiben. So landet es jedoch in den alten Bundesländern und sorgt dort für weiteren Umsatz.
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Aber diese ganz banale Umstand, der natürlich auf viele Städte im Osten zutrifft, wird leider viel zu selten offen ausgesprochen. Könnte ja undankbar wirken.
Jahrelang sind meine - nicht niedrigen - Mieten nach Hannover und Hildesheim gegangen... auf Nimmerwiedersehen, ausgenommen die Bezahlung der Verwalterin vor Ort...
Der Osten ist in vielerlei Hinsicht "enteignet" worden, die Thematik der städtischen Immobilien ist eine besonders traurige.
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Aber diese ganz banale Umstand, der natürlich auf viele Städte im Osten zutrifft, wird leider viel zu selten offen ausgesprochen. Könnte ja undankbar wirken.
Jahrelang sind meine - nicht niedrigen - Mieten nach Hannover und Hildesheim gegangen... auf Nimmerwiedersehen, ausgenommen die Bezahlung der Verwalterin vor Ort...
Der Osten ist in vielerlei Hinsicht "enteignet" worden, die Thematik der städtischen Immobilien ist eine besonders traurige.
Bringt es irgendwas, auf Widersprüche hinzuweisen? Es kommt nicht darauf an, wie Geld verteilt wird, wie damit gewirtschaftet wird, sondern wie dieses Geld erhoben wird.
Die Begründung für das heutige Steuersystem lautet: zahle Steuern für deinen Erfolg, damit weniger Erfolgreichen geholfen werden kann. Gleichzeitig gilt ein amorphes Marktgesetz, wonach Individuen am besten mit Geld umgehen könnten. Dem widerspricht das heutige System in zweifacher Weise:
a) Einkommenssteuern werden fällig, bevor der Erfolg einer Unternehmung ermittelt wurde.
b) Geld wird aus dem Wirtschaftskreislauf von den Individuen genommen, und dem Staat zugeführt, bevor es eine wohlstandssteigernde Wirkung entfalten konnte.
Ich verstehe diesen Widerspruch nicht. Zumal in einer Globalisierten Welt die Probleme nochmal viel gravierender sind.
Sie bemängeln - zu Recht - dass das Pferd in unserem aktuellen, initiativebeschneidenden und ziemlich kranken Steuersystem von hinten aufgezäumt wird:
"Geld wird aus dem Wirtschaftskreislauf von den Individuen genommen, und dem Staat zugeführt, bevor es eine wohlstandssteigernde Wirkung entfalten konnte".
Mit anderen Worten: Geld wird am Anfang der Wertschöpfungskette entnommen statt am deren Ende.
Es gibt eine sinnvolle Altnernative, die "einzig" ein grundlegendes Umdenken erfordert (= der Kopf ist rund, damit die Gedanken öfter mal die Richtung wechseln können)...
Diese läge in der Einführung eines SOLCHEN Steuersystems.
http://www.initiative-gru...
Die heilsamen Folgen wären an allen Ecken und Enden spürbar.
Mehr und Generelles zum Thema:
http://www.faz.net/s/Rub0...
http://www.initiative-gru...
Sie bemängeln - zu Recht - dass das Pferd in unserem aktuellen, initiativebeschneidenden und ziemlich kranken Steuersystem von hinten aufgezäumt wird:
"Geld wird aus dem Wirtschaftskreislauf von den Individuen genommen, und dem Staat zugeführt, bevor es eine wohlstandssteigernde Wirkung entfalten konnte".
Mit anderen Worten: Geld wird am Anfang der Wertschöpfungskette entnommen statt am deren Ende.
Es gibt eine sinnvolle Altnernative, die "einzig" ein grundlegendes Umdenken erfordert (= der Kopf ist rund, damit die Gedanken öfter mal die Richtung wechseln können)...
Diese läge in der Einführung eines SOLCHEN Steuersystems.
http://www.initiative-gru...
Die heilsamen Folgen wären an allen Ecken und Enden spürbar.
Mehr und Generelles zum Thema:
http://www.faz.net/s/Rub0...
http://www.initiative-gru...
Nach einem schweren Schlaganfall bin ich vor 3 Jahren nach L gezogen. Die beste UNI-Klinik in ganz Deutschland. Tollte Ausstattung, hervorragende Ärzte (und Schwestern).
Mit dem Fahrrad fahre ich regelmäßig durch die unzähligen Neubaugebiete in und um Leipzig. Nicht mal im Großraum Stuttgart, der Wiege des europäischen Wohlstands habe ich so viel Luxus gesehen, als in Leipzig. Eine Villa pompöser als die andere, swimming-pool im Garten und die standesgemäße Limousine in der Einfahrt.
Machern, die Stadt mit den meisten Millionären in Sachsen, 10km östlich von Leipzig. Ebenso wie in Leipzig findet man die luxuriösesten Villen in der Nähe eines Sees, in den Wald hinein gebaut.
Im Krisenjahr 2009 hatten Leipzigs Autohändler ein Umsatzplus von 20%. Oberklasse-Fahrzeuge mit Vollausstatt. gehen weg wie warme Semmel.Ich wohne in einem 30-Familien-Neubau. 6.-Euro Kaltmiete, super Ausstattung. Auch hier wohnen mehrere H4-ler. Von deren Fahrzeuge träumen nicht mal die Facharbeiter in Stuttgart. [...]
Bitte verzichten Sie auf die Erhebung von streitbaren Behauptungen, ohne diese mit Quellen o.ä. belegen zu können. Danke, die Redaktion/fk.
Irre ich mich, oder habe ich den gleichen Kommentar von Ihnen schonmal auf bild.de gelsen wo es über den Rechtsstreit über "Ossi" als eigene Ethnie ging? Ich glaube ich irre mich nicht und lieber Siggi, genau da gehört Ihr Kommentar auch hin: auf bild.de, denn dort fantasieren fast 98% so sehr wie Sie.
"Mit dem Fahrrad fahre ich regelmäßig durch die unzähligen Neubaugebiete in und um Leipzig. Nicht mal im Großraum Stuttgart, der Wiege des europäischen Wohlstands habe ich so viel Luxus gesehen, als in Leipzig. Eine Villa pompöser als die andere, swimming-pool im Garten und die standesgemäße Limousine in der Einfahrt.
Machern, die Stadt mit den meisten Millionären in Sachsen, 10km östlich von Leipzig. Ebenso wie in Leipzig findet man die luxuriösesten Villen in der Nähe eines Sees, in den Wald hinein gebaut.
Im Krisenjahr 2009 hatten Leipzigs Autohändler ein Umsatzplus von 20%. Oberklasse-Fahrzeuge mit Vollausstatt. gehen weg wie warme Semmel.Ich wohne in einem 30-Familien-Neubau. 6.-Euro Kaltmiete, super Ausstattung. Auch hier wohnen mehrere H4-ler. Von deren Fahrzeuge träumen nicht mal die Facharbeiter in Stuttgart. H4 und nebenher a bissl pfuschen gehen (Schwarzarbeit), das kommt dem Paradies schon ziemlich nahe. Über die Armut in Leipzig müssen sogar die H4-ler lachen. Die werden lediglich dazu benötigt, damit der unendliche Geldstrom aus dem Westen nie abreißt.
Jedes Jahr werden die Milliarden des Solidarpakts illegal für den privaten Konsum zweckentfremdet.Alles straffrei!"
Ehrlich gesagt: Dieses von Ihnen imaginierte Schlaraffenland, wo den H4-lern praktisch gebratene Tauben in den Mund fliegen, und das alles auf westdeutsche Kosten, erleuchtet recht drastisch die nebulösen Vorstellungen, die sich viele im Westen von den Zuständen hier machen.
So kann nur einer reden, der gar nicht in Leipzig wohnt, nur in einem guten Stadtteil wohnt, oder einfach nur mal böswillige Behauptungen aufstellen will. Bring mir Beweise für die Frechheit, die du hier hinschmierst.
Bitte kritisieren Sie sachlich, ohne zu beleidigen. Die Redaktion
Irre ich mich, oder habe ich den gleichen Kommentar von Ihnen schonmal auf bild.de gelsen wo es über den Rechtsstreit über "Ossi" als eigene Ethnie ging? Ich glaube ich irre mich nicht und lieber Siggi, genau da gehört Ihr Kommentar auch hin: auf bild.de, denn dort fantasieren fast 98% so sehr wie Sie.
"Mit dem Fahrrad fahre ich regelmäßig durch die unzähligen Neubaugebiete in und um Leipzig. Nicht mal im Großraum Stuttgart, der Wiege des europäischen Wohlstands habe ich so viel Luxus gesehen, als in Leipzig. Eine Villa pompöser als die andere, swimming-pool im Garten und die standesgemäße Limousine in der Einfahrt.
Machern, die Stadt mit den meisten Millionären in Sachsen, 10km östlich von Leipzig. Ebenso wie in Leipzig findet man die luxuriösesten Villen in der Nähe eines Sees, in den Wald hinein gebaut.
Im Krisenjahr 2009 hatten Leipzigs Autohändler ein Umsatzplus von 20%. Oberklasse-Fahrzeuge mit Vollausstatt. gehen weg wie warme Semmel.Ich wohne in einem 30-Familien-Neubau. 6.-Euro Kaltmiete, super Ausstattung. Auch hier wohnen mehrere H4-ler. Von deren Fahrzeuge träumen nicht mal die Facharbeiter in Stuttgart. H4 und nebenher a bissl pfuschen gehen (Schwarzarbeit), das kommt dem Paradies schon ziemlich nahe. Über die Armut in Leipzig müssen sogar die H4-ler lachen. Die werden lediglich dazu benötigt, damit der unendliche Geldstrom aus dem Westen nie abreißt.
Jedes Jahr werden die Milliarden des Solidarpakts illegal für den privaten Konsum zweckentfremdet.Alles straffrei!"
Ehrlich gesagt: Dieses von Ihnen imaginierte Schlaraffenland, wo den H4-lern praktisch gebratene Tauben in den Mund fliegen, und das alles auf westdeutsche Kosten, erleuchtet recht drastisch die nebulösen Vorstellungen, die sich viele im Westen von den Zuständen hier machen.
So kann nur einer reden, der gar nicht in Leipzig wohnt, nur in einem guten Stadtteil wohnt, oder einfach nur mal böswillige Behauptungen aufstellen will. Bring mir Beweise für die Frechheit, die du hier hinschmierst.
Bitte kritisieren Sie sachlich, ohne zu beleidigen. Die Redaktion
Durch die 1:1 Währungsumstellung waren am 01.07.1990 alle Ost-Betriebe auf einmal pleite. Der gesamte OST-Markt brach weg, da mit harten Devisen bezahlt werden mussten. Arbeiter wurden entlassen, die Betriebe stehen sinnlos in der Gegend rum. Bereits 1990 waren fast alle Industriebetriebe schon so baufällig, dass man sie aus Sicherheitsgründen schon hätte schließen müssen. Schon damals wuchsen die Bäume aus den Dachrinnen.
Helmut wollte mit gigantischen Geldtransfers die modernste Industrie Europas aufbauen. Zwischenzeitlich wurden daraus 1500 Milliarden Euro. Damit hätte man ganz Europa aufbauen können, nicht nur die DDR. Doch Helmut hatte sich verrechnet. Nicht nur bei den Milliarden, sondern auch bei der Mentalität der Bürger.
Man gewöhnte sich sehr schnell an die unendlichen Milliarden aus dem Westen und begrub damit jegliche Kreativität. Geschenktes Geld ausgeben ist lange nicht so anstrengend, als es selbst verdienen zu müssen. Siggi40.
Man muss ja auch bedenken, ohne jetzt die einzelnen politischen Systeme zu bewerten, lebten die Ostdeutschen ja bis 1990 in gewohnter deutscher Obrigkeitsgläubigkeit. Wie schon unter dem "alten Fritz", wie unter dem Kaiser, und so weiter. Es gab ja nie ein "1968" und all das, die Ostdeutschen sind insofern Deutscher als die Westdeutschen "geblieben", während die Westdeutschen von den Angelsachsen gehörig umerzogen wurden ("re-education").
Nicht von ungefähr waren die Insignien der bundesdeutschen Nachkriegsjugend, die ihren Individualismus unter Beweis stellen wollte, allesamt aus Übersee geborgt. Jeans, amerikanische Zigaretten, Rockmusik, Kaugummi,...die Westdeutschen und Ostdeutschen sind zwar "ein Volk" aber komplett verschieden sozialisiert. Das hat man so einfach nicht gesehen. Wie auch? Es waren schlicht andere Dinge wichtig, Fragen von "Krieg und Frieden" sehr real und die gemeinsamen Verbrechen der Großeltern bis 1945 waren ebenfalls wichtiger als zeitgenössische Nabelschau.
Was aber seit 1990 da geschah finde ich dennoch beeindruckend. Es geht nicht eindrucksvoller als wenn man sich Filmaufnahmen und Photographien ostdeutscher Städte aus dem Jahre 1990 anschaut, und aus dem Jahre 2010. Und ds binnen 20 Jahre, es stimmt einfach nicht dass der Aufbau Ost gescheitert wäre oder das Geld sinnlos ausgegeben wurde. Sicher wurde auch viel verschwendet und viel falsch gemacht, für solch ein Unterfangen gab es ja keine Erfahrungen. Zaudern wäre der größte Fehler gewesen.
Man muss ja auch bedenken, ohne jetzt die einzelnen politischen Systeme zu bewerten, lebten die Ostdeutschen ja bis 1990 in gewohnter deutscher Obrigkeitsgläubigkeit. Wie schon unter dem "alten Fritz", wie unter dem Kaiser, und so weiter. Es gab ja nie ein "1968" und all das, die Ostdeutschen sind insofern Deutscher als die Westdeutschen "geblieben", während die Westdeutschen von den Angelsachsen gehörig umerzogen wurden ("re-education").
Nicht von ungefähr waren die Insignien der bundesdeutschen Nachkriegsjugend, die ihren Individualismus unter Beweis stellen wollte, allesamt aus Übersee geborgt. Jeans, amerikanische Zigaretten, Rockmusik, Kaugummi,...die Westdeutschen und Ostdeutschen sind zwar "ein Volk" aber komplett verschieden sozialisiert. Das hat man so einfach nicht gesehen. Wie auch? Es waren schlicht andere Dinge wichtig, Fragen von "Krieg und Frieden" sehr real und die gemeinsamen Verbrechen der Großeltern bis 1945 waren ebenfalls wichtiger als zeitgenössische Nabelschau.
Was aber seit 1990 da geschah finde ich dennoch beeindruckend. Es geht nicht eindrucksvoller als wenn man sich Filmaufnahmen und Photographien ostdeutscher Städte aus dem Jahre 1990 anschaut, und aus dem Jahre 2010. Und ds binnen 20 Jahre, es stimmt einfach nicht dass der Aufbau Ost gescheitert wäre oder das Geld sinnlos ausgegeben wurde. Sicher wurde auch viel verschwendet und viel falsch gemacht, für solch ein Unterfangen gab es ja keine Erfahrungen. Zaudern wäre der größte Fehler gewesen.
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