USA Vallejo ist pleiteSeite 4/4

In Vallejo ist der Konflikt schon in offene Schlachten eskaliert. »Waren Sie mal bei einer unserer Stadtratssitzungen? Das ist wie eine miese Reality-TV-Show«, sagt ein Beteiligter. Einmal schleppte James Moore, ein lokaler Geschäftsmann, den Kopf eines frisch geschlachteten Schweins in den Rathaussaal. Vallejo sei von der Polizei und den Feuerwehrgewerkschaften so gefesselt worden wie ein Schwein beim Schlachter, das sollte seine bizarre Aktion den Leuten sagen.

Viele Bürger verstehen nicht, warum Vallejo mit der Insolvenz die Pensionslast nicht einfach abwerfen kann. Doch die ist gesetzlich geschützt. Wie viele der Verträge sich doch noch kündigen oder reduzieren lassen, ist schwer zu sagen: Vallejos Stadtrat betritt da rechtliches Neuland. Eine Gewerkschaft hat bereits Berufung gegen eine konkursbedingte Vertragskündigung eingelegt.

Gewinner gibt es in Vallejo kaum. Der Polizist Mat Mustard, der mit seinem blonden Schnauzer und den kurz geschorenen Haaren wie der gutmütige Cop aus einer US-Vorabendserie aussieht, kann seine Frustration kaum verbergen. Mustard ist der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft in Vallejo. »Unsere Arbeitsbedingungen werden von Tag zu Tag schlechter. Wir haben so wenig Leute, dass wir den Empfang an vielen Tagen gar nicht besetzen können und die Polizeistation zuschließen müssen.«

Was Mustard aber am meisten nervt: Die Stimmung in der Stadt habe sich gegen sie gewendet. Die Polizisten wurden von einst gefeierten heroes, Helden und Helfern, zu offen angefeindeten Abkassierern. Immer mehr Kollegen würden die Stadt deswegen verlassen und sogar schlechter bezahlte Posten andernorts annehmen. »Wir haben diese Ansprüche durch unsere Arbeit und unseren Einsatz für die Gemeinde erworben – und jetzt sollen wir schuld sein an der ganzen Misere?«

Am späten Abend tagt heute eine Runde von Ehrenamtlichen und Stadtvertretern im Haus von Miguel Castillo. Der Mann leitet einen Nachbarschaftsverein. Fleischspieße und Wein werden gereicht, und es geht um neue Ideen, der Finanzkrise Herr zu werden.

Doch auch dieses gemütliche Treffen mündet schon bald in einen lautstarken Streit. »Das sind alles gute Leute, aber der Frust hier ist einfach zu groß«, sagt Castillo. Einer der Leute hier, J.D. Miller, ein freier Wirtschaftsprüfer, hat sich seit Jahren für die Kommunalpolitik in Vallejo engagiert. Schon in den neunziger Jahren warnte er vor dem drohenden Kollaps, sollte die Stadt ihre Haushaltspolitik nicht ändern. Jetzt ist er sauer: »Wir haben es satt!«

Es ist kurz vor Mitternacht, als sich die Runde auflöst. Vereinzelt brennt in den Nachbarhäusern Licht. Sonst liegt Vallejo im Dunkeln. Wie die Zukunft der gesamten Stadt.

 
Leser-Kommentare
  1. so ist es, wenn man sich überjahrhunderte gegenseitig ausbeutet mit sozialarbeitern aus dem wildwest film.
    (heute heisst es schrottiwood, nach den todesraten)
    immer nur den dollar om kopp, [...]
    armes volk, viele sind auf den turbokapitalismus reingefallen und können sich ohne zähne kaum wehren.
    reichtum ist in den usa anders, es ist gier pur und hat dimensionen eines schweinestalls, den man globalisierung nennt.
    keine wunder wie es heute ist sowie in chicago die brücken verrosten.

    Gekürzt, bitte bemühen Sie sich um eine angemessene Wortwahl. Vielen Dank. /Die Redaktion pt.

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    . . . dann gehen Sie doch rueber und zeigen den "armen" Leuten wie's richtig gemacht wird . . . so wie in Deutschland . . . wo noch nie jemand ausgebeutet worden ist, und Gier noch nie jemanden benachteiligt hat. 80 Milionen Menschen in totalem Equilibrium mit Mensch und Natur.

    • joG
    • 21.08.2010 um 0:36 Uhr

    "Die Ruhegelder für die künftigen Pensionäre sind in öffentlichen Pensionsfonds angelegt...."

    In Deutschland ist nichts angelegt. Daher ist auch nichts da.

    . . . dann gehen Sie doch rueber und zeigen den "armen" Leuten wie's richtig gemacht wird . . . so wie in Deutschland . . . wo noch nie jemand ausgebeutet worden ist, und Gier noch nie jemanden benachteiligt hat. 80 Milionen Menschen in totalem Equilibrium mit Mensch und Natur.

    • joG
    • 21.08.2010 um 0:36 Uhr

    "Die Ruhegelder für die künftigen Pensionäre sind in öffentlichen Pensionsfonds angelegt...."

    In Deutschland ist nichts angelegt. Daher ist auch nichts da.

    • Fifty4
    • 20.08.2010 um 19:50 Uhr

    Man kann es schon in der Bibel nachlesen wie es funktioniert.

    Wer kann, entzieht dem primären Wirtschaftskreislauf das Geld und nutzt es für Spekulationen um noch mehr Geld zu machen. Er lässt sein Geld "arbeiten".

    Dadurch fehlt es in anderen Bereichen, viele Menschen haben eben weniger zum ausgeben. Armut, Zerfall und soziale Spannungen sind die Folgen, mit denen wir auch in Deutschland rechnen müssen.

    Unsere "witschaftskompetenten" Regierungsmitglieder wissen das und steuern nicht dagegen. Sie verschulden den Staat weiter massiv und wehren sich vehement gegen einen generellen Mindestlohn.

    Zum Vorteil der deutschen Exportwirtschaft vergessen sie, dass es auch eine Binnennachfrage gibt, die gestärkt werden müsste und riskieren damit den Zusammenbruch des gesamten Wirtschaftssystems mit all seinen negativen folgen für die Menschen.

    Wahrscheinlich haben sie weder das Wissen noch die Fähigkeit irgendetwas zu tun bei all den korrupten Lobbyisten in Parlament und Regierung.

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    "wehren sich vehement gegen einen generellen Mindestlohn."

    Aber genau so etwas ist doch eine Regelung, die fern der ökonomischen Realität ist. Ein künstlich festgesetzter Lohn ist genau so schädlich wie völlig überzogene, aber gesetzlich garantierte, Pensionsansprüche. Ein Markt funktioniert nur so gut, wie seine Regeln eingehalten werden. Je mehr man ihn künstlich verzerrt, desto ungerechter werden Preise und Löhne. Hierfür ist die amerikanische Schuldenkrise geradezu ein Paradebeispiel.

    Wenn es jetzt in D viele Jobs gibt, von denen man nicht mehr leben kann, dann liegt das nicht daran, dass es keinen Mindestlohn gibt. Dafür gibt es andere, viel grundsätzlichere Gründe. Ein Mindestlohn ist der Versuch eine innere Blutung mit einem Pflaster zu bekämpfen.

    Selbst wenn man den Vergleich mit anderen Ländern macht, stellt man fest, dass die Effekte des Mindestlohns geradezu unbedeutend sind. Teils positiv, teils negativ. Eine solche Maßnahme ist sinnlos und beruhigt nur irgendwelche linken Gewissen, anstelle die strukturellen Probleme tatsächlich anzugehen.

    Es gibt nur einen Grund für einen Mindestlohn: Da es offenbar nicht möglich die grundsätzlichen Strukturen zu verbessern, muss man die niedrig Löhne kurzfristig abstellen. Insofern ist der Kompromiss, dass man Mindestlöhne in Branchen mit besonderem Wettbewerbsdruck (Lohndumping) zulässt, plausibel. Aber das kann keine Lösung auf Dauer sein.

    verwanter von goethe oder watt ?

    • Fifty4
    • 21.08.2010 um 8:14 Uhr

    Wenn man die Gesellschaft dem "freien Spiel des Marktes" überlässt, fördert man unweigerlich die Entwicklung hin zu einer Sklavengesellschaft. Mit dem sog. "Zweiten Arbeitsmarkt" sind wir bereits auf dem Weg dorthin ein gutes Stück vorangekommen.

    Wenn jemand den ganzen Tag arbeitet, von seinem Lohn aber nicht leben kann und auf finanzielle Hilfen angewiesen ist, dann ist doch was oberfaul. Jedes Unternehmen, das Leistungen unter Kosten erbringen würde, wäre nach kurzer Zeit pleite. Hier ist er der Staat der pleite geht.

    Märkte brauchen Regeln, wenn eine Wirtschaftsgemeinschaft funktionieren soll. Es müssen Regeln sein, durch die alle am Mehrwert teilhaben, nicht nur die Geldsäcke. Alles andere brächte im Endeffekt nur Mord, Totschlag und Unterdrückung.

    "wehren sich vehement gegen einen generellen Mindestlohn."

    Aber genau so etwas ist doch eine Regelung, die fern der ökonomischen Realität ist. Ein künstlich festgesetzter Lohn ist genau so schädlich wie völlig überzogene, aber gesetzlich garantierte, Pensionsansprüche. Ein Markt funktioniert nur so gut, wie seine Regeln eingehalten werden. Je mehr man ihn künstlich verzerrt, desto ungerechter werden Preise und Löhne. Hierfür ist die amerikanische Schuldenkrise geradezu ein Paradebeispiel.

    Wenn es jetzt in D viele Jobs gibt, von denen man nicht mehr leben kann, dann liegt das nicht daran, dass es keinen Mindestlohn gibt. Dafür gibt es andere, viel grundsätzlichere Gründe. Ein Mindestlohn ist der Versuch eine innere Blutung mit einem Pflaster zu bekämpfen.

    Selbst wenn man den Vergleich mit anderen Ländern macht, stellt man fest, dass die Effekte des Mindestlohns geradezu unbedeutend sind. Teils positiv, teils negativ. Eine solche Maßnahme ist sinnlos und beruhigt nur irgendwelche linken Gewissen, anstelle die strukturellen Probleme tatsächlich anzugehen.

    Es gibt nur einen Grund für einen Mindestlohn: Da es offenbar nicht möglich die grundsätzlichen Strukturen zu verbessern, muss man die niedrig Löhne kurzfristig abstellen. Insofern ist der Kompromiss, dass man Mindestlöhne in Branchen mit besonderem Wettbewerbsdruck (Lohndumping) zulässt, plausibel. Aber das kann keine Lösung auf Dauer sein.

    verwanter von goethe oder watt ?

    • Fifty4
    • 21.08.2010 um 8:14 Uhr

    Wenn man die Gesellschaft dem "freien Spiel des Marktes" überlässt, fördert man unweigerlich die Entwicklung hin zu einer Sklavengesellschaft. Mit dem sog. "Zweiten Arbeitsmarkt" sind wir bereits auf dem Weg dorthin ein gutes Stück vorangekommen.

    Wenn jemand den ganzen Tag arbeitet, von seinem Lohn aber nicht leben kann und auf finanzielle Hilfen angewiesen ist, dann ist doch was oberfaul. Jedes Unternehmen, das Leistungen unter Kosten erbringen würde, wäre nach kurzer Zeit pleite. Hier ist er der Staat der pleite geht.

    Märkte brauchen Regeln, wenn eine Wirtschaftsgemeinschaft funktionieren soll. Es müssen Regeln sein, durch die alle am Mehrwert teilhaben, nicht nur die Geldsäcke. Alles andere brächte im Endeffekt nur Mord, Totschlag und Unterdrückung.

  2. Es war mi neu, wie stark und destruktiv der Gewerkschaftseinfluß in den USA ist. Ein interessanter Bericht !

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    • joG
    • 21.08.2010 um 0:39 Uhr

    ... aberwitzig sie auch sein mögen, sind garantiert. In den meisten US-Bundesstaaten wurden sie sogar verfassungsrechtlich geschützt. Jetzt sitzen die Kommunen und staatlichen Arbeitgeber also in der Klemme"

    Endlich sprechen es die Medien an! Ich dachte ich schreibe mir die Finger wund. Nur sie schreiben hier über die USA. Wie ist es denn hier?

    ...und in d. machens die gewerkschaften dank
    linksjustiz gerade nach....

    jedoch bei uns bekommt kein pensionist 90% (ausser
    drückerkolonnen wulff, der kriegt 100%) und kein feuerwehrmann(!) sechsstellige einkommen

    • joG
    • 21.08.2010 um 0:39 Uhr

    ... aberwitzig sie auch sein mögen, sind garantiert. In den meisten US-Bundesstaaten wurden sie sogar verfassungsrechtlich geschützt. Jetzt sitzen die Kommunen und staatlichen Arbeitgeber also in der Klemme"

    Endlich sprechen es die Medien an! Ich dachte ich schreibe mir die Finger wund. Nur sie schreiben hier über die USA. Wie ist es denn hier?

    ...und in d. machens die gewerkschaften dank
    linksjustiz gerade nach....

    jedoch bei uns bekommt kein pensionist 90% (ausser
    drückerkolonnen wulff, der kriegt 100%) und kein feuerwehrmann(!) sechsstellige einkommen

  3. "Dort konnte ein Polizeihauptmann in der Spitze über 300.000 Dollar jährlich verdienen und ein Feuerwehrmann 170.000 Dollar, um sich nach 30 Dienstjahren mit 90 Prozent des letzten Gehalts zur Ruhe zu setzen."

    Stimmen die Zahlen? Ist das nicht etwas viel??

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    Ja, genau.

    und hierzulande solls mit 67 - besser noch mit 70 - in die Rente gehen...

    Wir lassen uns hier von vorne bis hinten von der Politik und Wirtschaft vera.......

    Freier Autor

    ohne alle abzüge..

    Ja, genau.

    und hierzulande solls mit 67 - besser noch mit 70 - in die Rente gehen...

    Wir lassen uns hier von vorne bis hinten von der Politik und Wirtschaft vera.......

    Freier Autor

    ohne alle abzüge..

  4. . . . dann gehen Sie doch rueber und zeigen den "armen" Leuten wie's richtig gemacht wird . . . so wie in Deutschland . . . wo noch nie jemand ausgebeutet worden ist, und Gier noch nie jemanden benachteiligt hat. 80 Milionen Menschen in totalem Equilibrium mit Mensch und Natur.

    Antwort auf "ein land verrostet."
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    Bemühen Sie sich bitte um sachliche Kommentare. Die Redaktion / mh

    Bemühen Sie sich bitte um sachliche Kommentare. Die Redaktion / mh

  5. 6. Ebent.

    Ja, genau.

    Antwort auf "Gehaltsgefüge"
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    • joG
    • 21.08.2010 um 0:52 Uhr

    ...."Allein der kalifornische Pensionsfonds Calpers, der größte öffentliche Pensionsfonds überhaupt, verlor Anfang 2009 rund 40 Prozent seines Marktwertes. Staaten und Gemeinden müssen die entstehende Unterdeckung aus laufenden Mitteln ausgleichen: Sie sehen sich plötzlich drastisch gestiegenen Beitragsforderungen gegenüber, während die Immobilien- und Wirtschaftskrise ihre Steuereinnahmen dezimiert. "

    Das ist aber kein Problem der Kapital Sammlung. Es ist ein Problem der Kapitalanlage. Es ist aber immer noch besser als wie bei uns kein Geld in der Rücklage zu haben, zumal die Unterdeckung durch die Krise bei uns ebenfalls da ist. Sie ist nur versteckt, da der Staat keinen Ausweis zukünftiger Mindereinnahmen auf Barwert ausweist.

    • joG
    • 21.08.2010 um 0:52 Uhr

    ...."Allein der kalifornische Pensionsfonds Calpers, der größte öffentliche Pensionsfonds überhaupt, verlor Anfang 2009 rund 40 Prozent seines Marktwertes. Staaten und Gemeinden müssen die entstehende Unterdeckung aus laufenden Mitteln ausgleichen: Sie sehen sich plötzlich drastisch gestiegenen Beitragsforderungen gegenüber, während die Immobilien- und Wirtschaftskrise ihre Steuereinnahmen dezimiert. "

    Das ist aber kein Problem der Kapital Sammlung. Es ist ein Problem der Kapitalanlage. Es ist aber immer noch besser als wie bei uns kein Geld in der Rücklage zu haben, zumal die Unterdeckung durch die Krise bei uns ebenfalls da ist. Sie ist nur versteckt, da der Staat keinen Ausweis zukünftiger Mindereinnahmen auf Barwert ausweist.

  6. :under water" Beziet sich auf den Umstand wenn die verpfaendete Ware weniger Wert hat als der Restkredit der noch zu zahlen ist, und hat eigentlich nichts mit der zahlungsfaehigkeit zu tun.

  7. Meterhohes Unkraut auf Parkplätzen etc.: erinnert an die Zone um Tschernobyl. Frage: sind die USA doch kommunistisch unterwandert oder kann es der tolle Kapitalismuas auch nicht besser?

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    Ihr größter Trumpf ist immer noch der Dollar und ihr blasiger Finanzmarkt. Sie haben es geschafft, dass viele Länder sich in amerikanischen Geldgeschäften investieren. Die letzte Finanzkrise hat es gezeigt. Eigentlich alle Länder waren bereit, Unsummen in den zu implodieren drohenden amerikanischstämmigen globalen Finanzmarkt zu stecken.

    So lange das so bleibt, und sich die anderen Länder für Amerika krumm legen, können die seit Jahrzehnten im Leistungsbilanzdefizit steckenden Amerikaner weiter machen.

    Tatsächlich final wird's erst, wenn die Chinesen beschließen, dass sie auf Amerika nicht mehr angewiesen sind und die amerikanischen Staatsanleihen auf den Markt werfen. Dann versinken die USA und eine ganze Reihe ihrer weniger finanzkräftigen Gläubiger in Bedeutungslosigkeit.

    • bhayes
    • 21.08.2010 um 11:51 Uhr

    In gewisser Weise schon. Denn Kommunismus ist in der Praxis immer die Diktatur der Funktionäre gewesen und genauso ist das hier auch, die Abgeordneten haben den Beamten maßlose Gehälter und noch maßlosere Pensionen zugeschanzt und das alles ohne jedes Mandat und ohne Offenlegung der Schuldenlasten, die die künftigen Pensionslasten verursachen.
    So ähnlich wie bei den Kommunisten.
    Das fatale ist, dass wir in Deutschland strukturell genau die gleiche Situation haben (Diktatur der Parteien und Beamten, die die arbeitende Bevölkerung immer mehr auspressen), nur die Zahlen sind noch nicht ganz so katastrophal.

    Ihr größter Trumpf ist immer noch der Dollar und ihr blasiger Finanzmarkt. Sie haben es geschafft, dass viele Länder sich in amerikanischen Geldgeschäften investieren. Die letzte Finanzkrise hat es gezeigt. Eigentlich alle Länder waren bereit, Unsummen in den zu implodieren drohenden amerikanischstämmigen globalen Finanzmarkt zu stecken.

    So lange das so bleibt, und sich die anderen Länder für Amerika krumm legen, können die seit Jahrzehnten im Leistungsbilanzdefizit steckenden Amerikaner weiter machen.

    Tatsächlich final wird's erst, wenn die Chinesen beschließen, dass sie auf Amerika nicht mehr angewiesen sind und die amerikanischen Staatsanleihen auf den Markt werfen. Dann versinken die USA und eine ganze Reihe ihrer weniger finanzkräftigen Gläubiger in Bedeutungslosigkeit.

    • bhayes
    • 21.08.2010 um 11:51 Uhr

    In gewisser Weise schon. Denn Kommunismus ist in der Praxis immer die Diktatur der Funktionäre gewesen und genauso ist das hier auch, die Abgeordneten haben den Beamten maßlose Gehälter und noch maßlosere Pensionen zugeschanzt und das alles ohne jedes Mandat und ohne Offenlegung der Schuldenlasten, die die künftigen Pensionslasten verursachen.
    So ähnlich wie bei den Kommunisten.
    Das fatale ist, dass wir in Deutschland strukturell genau die gleiche Situation haben (Diktatur der Parteien und Beamten, die die arbeitende Bevölkerung immer mehr auspressen), nur die Zahlen sind noch nicht ganz so katastrophal.

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