Unkrautvernichtung Zisch und weg
Die Zukunft des Ackerbaus? Unkrautvernichtung mit Hightech soll das mechanische Gemetzel und die chemische Kriegsführung auf dem Acker ablösen.

Keine Chance für Unkraut: Eine neu entwickelte Software misst die Konturen jeden einzelnen Gewächs und scheidet böses Kraut von Gutem
Dieser Knecht arbeitet elektronisch, anstelle eines grünen Daumens verfügt er über digitale Mustererkennung und Zielerfassung. Eine martialisch anmutende Agro-Innovation. Sie könnte schon in Bälde auf friedlichen Äckern in Ostwestfalen oder in der Uckermark Einzug halten. Es geht gegen Feinde, die den Menschen plagen, seit er sesshaft wurde. Sie sind kaum daumennagelgroß, grün und heißen Miere oder Ackerkratzdistel.
Pflugscharen zu Laserschwertern: Das neue Jätgerät wird in Hannover entwickelt. Dort ist am Institut für Biologische Produktionssysteme der Leibniz Universität gerade ein Projekt fürs Gärtnern mit Lasern angelaufen. Erste Erfolge können die Wissenschaftler schon aus Laborversuchen vorweisen. »Das knistert kurz, und schon ist das Unkraut verdampft«, sagt der Projektleiter Thomas Rath. Unkrautvernichtung mit Hightech soll das mechanische Gemetzel und die chemische Kriegsführung auf dem Acker ablösen und so die Umwelt schonen.
Denn wer in Gartenbau und Landwirtschaft auf die Giftspritze verzichten will, der musste bisher entweder mühsam von Hand zupfen oder auf wenig ausgereifte Technik zurückgreifen. »Automatische Hacken funktionieren zwischen den Nutzpflanzen nicht, die mähen alles um«, sagt Thomas Rath. Deshalb flammen manche Ökobauern ihre Felder ab, mit einem Apparat, der einer Phalanx aus Bunsenbrennern ähnelt. Auch nicht optimal, meint der Agrarforscher: »Das geht nur, wenn die Nutzpflanzen noch sehr klein sind. Und dann wächst das Unkraut einfach nach.«
- Datum 20.08.2010 - 15:08 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 19.08.2010 Nr. 34
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Es gibt eine Menge Fragen.Wo kommt die Energie für die Laser her,funktioniert das bei Regen wie teuer wird das usw.Eine Alternative zu Petrochemikalien wird benötigt um für das Postfossile Zeitalter
gerüstet zu sein.Um zu verdeutlichen was gemeint ist eine Dokumentation des NDR.
http://www.ardmediathek.d...
Sowas kommt natürlich Mitten in der Woche um 23:45..
Hmm
und Wichtigtuer.
Der Autor erhob keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern hatte eine Intention bei seinem Artikel.
Ihr Beitrag ist nur unangenehm...
Sowas kommt natürlich Mitten in der Woche um 23:45..
Hmm
und Wichtigtuer.
Der Autor erhob keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern hatte eine Intention bei seinem Artikel.
Ihr Beitrag ist nur unangenehm...
das war wirklich eine Freude, diesen Artikel zu lesen!
Kann mich nur anschließen, ein toller Artikel.
Wenn ich lese:..."20 Zentimeter großes Loch im Boden, und das Unkraut ist weg", denke ich, dass ziemlich gewaltige Laser vonnöten sind. Diese Unkrautvernichter müssten wohl in hoch gesicherten Scheunen abgestellt werden, damit sie niemand klaut und als Kriegswaffe missbracht. Wenn man den fetten Laser etwa in den Himmel schwenkt, könnte damit fast schon ein Flugzeug abgeschossen werden, stelle ich mir vor. Jedenfalls zum Vergleich, selbst ein superstarker 200mW-Laserpointer, der ja auch schon echt gefährlich ist, wird wohl noch nicht einmal ein 1mm Loch in den Boden bohren können, oder?
Sowas kommt natürlich Mitten in der Woche um 23:45..
Hmm
Zwei Fragen:
1. Was wäre der Kostenpunkt für so ein Gerät? Ein CD-Laser wird es wohl kaum tun und auch ein recht imposanter Akku müsste her, um die ca. 10 000 Disteln pro Hektar abzubrennen, die bisweilen präsent sind.
2. Fällt so ein Gerät dann nicht unter das Waffengesetz, bzw. ist als waffenfähige Hochtechnologie einzustufen, die grundsätzlich auch auf andere Schemata programmiert werden kann? In jedem Fall wird die Variante kaum Anwendung in low-tech-Ländern finden, sondern eine Spielerei der reichen Länder bleiben. Dennoch - interessante Option.
und Wichtigtuer.
Der Autor erhob keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern hatte eine Intention bei seinem Artikel.
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