Bundeswehr Unsere Jahre mit der Wehrpflicht
Was haben wir in der vermeintlichen Schule der Nation eigentlich gelernt? Sechs ZEIT-Redakteure erinnern sich
Unterwandern
Als Funktionär der moskautreuen Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend ging ich 1977 selbstverständlich in die Höhle des Löwen, um dort »antimilitaristische Arbeit« zu leisten. Sich von den »Massen« nicht abzusondern war Pflicht; der Umgang mit Gewehren konnte einem Nachwuchsrevolutionär nicht schaden.
Antimilitaristische Arbeit ging im Alltag so: 1.) Sich die kommunistische Tageszeitung (das waren Zeiten!) UZ jeden Morgen vom Feldwebel bei der Postverteilung vor versammelter Truppe aushändigen lassen. 2.) Als Vertrauensmann einen pünktlichen Dienstschluss am Freitag durchsetzen, damit die Kameraden aus dem Rheinland einen Zug früher erreichten. 3.) Sich in den Vorschriften stets besser auskennen als die Vorgesetzten und eine Beschwerde schreiben, wenn der Fähnrich bei Kälte Handschuhe trägt, es den Soldaten aber verbietet.
So hatte ich Abwechslung in einer harten Grundausbildung und anschließendem Erholungsdienst im Geschäftszimmer eines San-Bereichs. Geschadet hat es wohl weder der Bundeswehr noch mir. Die Armee war stark genug, sich von ein paar schrägen Vögeln wie mir nicht aus der Bahn werfen zu lassen. Und ich – auch in der Rückschau und schon lange nicht mehr links – habe viel gelernt: Wie lustig, aber auch wie ätzend eine reine Männergesellschaft sein kann. Wie mit einem System aus Vergünstigungen, Drohungen, Drill und Kameradschaftsgeist Armeen funktionieren, selbst wenn nicht alle Soldaten mit Überzeugung dabei sind. Wie sehr die Bundeswehr Teil unserer Gesellschaft ist, auch wenn die Gesellschaft ihr mit Desinteresse begegnet. Wie man schießt und trifft. Thomas Kerstan
- Datum 21.08.2010 - 09:59 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 19.08.2010 Nr. 34
- Kommentare 14
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Heute vor die Wahl gestellt würde ich verweigern. Aber im Nachgang sehe ich es insofern positiv, dass ich gezwungen war, mich auf engstem Raum mit Menschen zu arangieren, mit denen ich im normalen Leben keinen Kontakt haben würde.
Beigebracht hat mir die Bundeswehr nichts, auch nicht, wie aus mir ein richtiger Kerl wird. Schießen habe ich gelernt, aber das brauche ich zum Leben nicht.
Zwei Freunde fürs Leben habe ich allerdings gewonnen und das ist ja auch schon was.
denn nur die Beteiligung der gesamten Bevoelkerung am Krieg kann eine Beteiligung der gesamten Bevoelkerung an der Diskussion darueber garantieren!!
Wieder mal Beispiel USA: Warum wurde der Vietnamkrieg beendet?? Weil die Soehne der wohlhabenden Mittelklasse verheizt wurden und darum eine sehr intensive oeffentliche Diskussion stattfand. Jetzt ziehen nur noch arme Schweine und Immigranten, welche auf einen US-Pass hoffen, in den Krieg. Und kaum einen stoert's!
...."2. Wehrpflicht ist wichtig
denn nur die Beteiligung der gesamten Bevoelkerung am Krieg kann eine Beteiligung der gesamten Bevoelkerung an der Diskussion darueber garantieren!!" ?
Mag sein. Ob es vernünftig ist ein stehendes Heer Wehrpflichtiger zu unterhalten, die man nicht verwenden kann, wenn es internationale Polizeieinsätze zu bestücken geht, ist aber fraglich. Immerhin kostet eine solche Armee sehr viel und ist gleichzeitig wertlos, sieht man von der Alibifunktion ab, die man hier immer nutzte. Seitdem aber die Amis in absehbarer Zeit internationale Sicherheit nicht mehr alleine herstellen können und Druck aufbauen, befreundete Nationen sollten sich zusammentun, weil wir sonst multipolarisieren und die Sicherheit gemeinsam erhalten und die Alliierten das mit dem Alibiheer gerafft haben und böse auf Deutschland zu schimpfen begannen,.... Ja seither ist das mit der unsinnigen Bürger in Uniform Geschichte nur noch für Großväter nostalgischer Neigung etwas und erstaunlich. Wie konnte das Volk denn so lange einen solchen Krampf glauben? Da könnte man genauso gut an den Weihnachtsmann oder den Generationenvertrag glauben. Einfach irre!
als ob wir uns mit dieser Diskussion in einer Endlosschleife der Geschichte für die "einfache" Bevölkerung befänden?
Wie lösen Umländer diese Anforderungen (Parallelen zu früher, zeitgemäße Strategien)?
http://de.wikipedia.org/w... (lokale Absicherung durch die dazu Befähigten)
http://de.wikipedia.org/w...
http://german.china.org.c...
...."2. Wehrpflicht ist wichtig
denn nur die Beteiligung der gesamten Bevoelkerung am Krieg kann eine Beteiligung der gesamten Bevoelkerung an der Diskussion darueber garantieren!!" ?
Mag sein. Ob es vernünftig ist ein stehendes Heer Wehrpflichtiger zu unterhalten, die man nicht verwenden kann, wenn es internationale Polizeieinsätze zu bestücken geht, ist aber fraglich. Immerhin kostet eine solche Armee sehr viel und ist gleichzeitig wertlos, sieht man von der Alibifunktion ab, die man hier immer nutzte. Seitdem aber die Amis in absehbarer Zeit internationale Sicherheit nicht mehr alleine herstellen können und Druck aufbauen, befreundete Nationen sollten sich zusammentun, weil wir sonst multipolarisieren und die Sicherheit gemeinsam erhalten und die Alliierten das mit dem Alibiheer gerafft haben und böse auf Deutschland zu schimpfen begannen,.... Ja seither ist das mit der unsinnigen Bürger in Uniform Geschichte nur noch für Großväter nostalgischer Neigung etwas und erstaunlich. Wie konnte das Volk denn so lange einen solchen Krampf glauben? Da könnte man genauso gut an den Weihnachtsmann oder den Generationenvertrag glauben. Einfach irre!
als ob wir uns mit dieser Diskussion in einer Endlosschleife der Geschichte für die "einfache" Bevölkerung befänden?
Wie lösen Umländer diese Anforderungen (Parallelen zu früher, zeitgemäße Strategien)?
http://de.wikipedia.org/w... (lokale Absicherung durch die dazu Befähigten)
http://de.wikipedia.org/w...
http://german.china.org.c...
Ich finde es faszinierend, dass sich dieser Stereotyp über den Zivildienst immer noch hält...
Extrem schneidig sahen sie aus, die uniformierten Bierleichen, die am Freitag nachmittag im Zug anzutreffen waren.
Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile und keines von beiden sollte abgeschafft werden - Gründe warum, sind ja im Artikel belegt.
Nur glaube ich kaum, dass sie mit Ihrem Schneid, Herr Mangold, nicht sehr weit kommen, wenn Sie Kindern mit Migrationshintergrund beibringen wollen, wie man im Leben klar kommt.
"Streetwise" sind Sie nämlich mit Ihren zwei Antwortmöglichkeiten "Jawoll" und "Nein" noch lange nicht.
Der Umgang mit der Waffe sollte beherrscht werden und, wie
in Kommentar 2 ganz richtig geschrieben, nur mit der all-
gemeinen Wehrpflicht ist ein Krieg auch Sache aller Bürger.
Auch alle Frauen sollten an der Waffe ausgebildet werden.
Wie schrieb ein User vor einer Weile ganz richtig ?
Wie soll ein Volk Widerstand leisten,wenn es entwaffnet ist?
Und ich füge hinzu , den Umgang mit der Waffe nicht kennt ?
Widerstand gegen äussere und innere Feinde ? Ohne Waffen ?
Was wäre, wenn im März 1848 die aufrechten Kämpfer für Demo-
kratie und Fortschritt sich hätten nicht entwaffnen lassen ?
http://de.wikipedia.org/wiki/Märzrevolution#Preu.C3.9Fen
unter " Deutsche Revolution 1848/49 " bei wiki und da
Preussen anklicken. Ein König schmiert sein Volk an und
was dann alles daraus wurde. Ein Ehrbruch ? Ehre hat der
untertänigste Pöbel nicht. Den lügen wir an das sich die Balken biegen. Und die Reaktion ? Johann Most ( der Vater der politischen Bombe ) und co. und Sarajevo 1914. Waffen-
loses Volk ist untertänigster Pöbel.
unter " Deutsche Revolution 1848/49 " bei wiki und da
Preussen anklicken. Ein König schmiert sein Volk an und
was dann alles daraus wurde. Ein Ehrbruch ? Ehre hat der
untertänigste Pöbel nicht. Den lügen wir an das sich die Balken biegen. Und die Reaktion ? Johann Most ( der Vater der politischen Bombe ) und co. und Sarajevo 1914. Waffen-
loses Volk ist untertänigster Pöbel.
...."2. Wehrpflicht ist wichtig
denn nur die Beteiligung der gesamten Bevoelkerung am Krieg kann eine Beteiligung der gesamten Bevoelkerung an der Diskussion darueber garantieren!!" ?
Mag sein. Ob es vernünftig ist ein stehendes Heer Wehrpflichtiger zu unterhalten, die man nicht verwenden kann, wenn es internationale Polizeieinsätze zu bestücken geht, ist aber fraglich. Immerhin kostet eine solche Armee sehr viel und ist gleichzeitig wertlos, sieht man von der Alibifunktion ab, die man hier immer nutzte. Seitdem aber die Amis in absehbarer Zeit internationale Sicherheit nicht mehr alleine herstellen können und Druck aufbauen, befreundete Nationen sollten sich zusammentun, weil wir sonst multipolarisieren und die Sicherheit gemeinsam erhalten und die Alliierten das mit dem Alibiheer gerafft haben und böse auf Deutschland zu schimpfen begannen,.... Ja seither ist das mit der unsinnigen Bürger in Uniform Geschichte nur noch für Großväter nostalgischer Neigung etwas und erstaunlich. Wie konnte das Volk denn so lange einen solchen Krampf glauben? Da könnte man genauso gut an den Weihnachtsmann oder den Generationenvertrag glauben. Einfach irre!
...zwei jahren bundeswehr lernte ich:
- lkw zu führen
- motorboote zu fahren
- schusswaffen einzusetzen
- sprengstoffe zu handhaben
- sprengfallen verstecken
- mit steigfellen berge zu erklimmen
- dieselben mit viel zu kurzen ski wieder sicher abzufahren
- einmann rationen zu hassen
- motorsägen sicher zu benutzen
- tarnen, täuschen und verpissen
- karten lesen
- marschieren mit karte und kompass
- am seil gehen
- ohne extras im nassen freien übernachten
- mit zehn mann koordiniert gegen 2m/s fliessgeschwindigkeit anzupaddeln
- das alle farben des regenbogens in soldatengesichtern nach bergmärschen abbildbar sind
- hindernisse schnell überwinden
- schwimmbrücken bauen
- brücken zu sprengen
- das immer irgendein waffensystem dem eigenen überlegen ist
- welche hinterfotzigen mordinstrumente zur verfügung stehen und wie man sie selber herstellt
- das die herumballerei eigentlich zu nichts führt ausser leid und hässlichen flecken
- das eine maß bier mit kirschlikör recht plötzlich fatale folgen haben kann
und, zu guter letzt, eine zulässige höchstgeschwindigkeit von 130 km/h auf autobahnen durchgesetzt werden sollten.
Wie einiger meiner Vorgänger schon schrieben ist die wehrpflicht für die Demokratie wichtig. Denn sie stellt dann eine gesunde Mischung der Gesellschaft da.Die nicht so leicht Vereinnahmt werden kann. Siehe das Fallschirmjägerbattalion der DDR die sich weigerten gegen die Montagsdemonstranten vorzugehen.Eine Berufsarmee ist wie mann aus unserer Geschichte sehen kann, immer eine Armee der Obrigkeit. Mit einer starken Rangordnung und sehr stark auf Befehl und Gehorsam ausgerichtet. Was auch meiner Meinung nach gegen die Bevölkerung eingesetzt werden kann. Siehe die Diskussion die Bunderwehr soll auch im Inland eingestzt werden können. Wer will sich da dann entgegenstellen wenn es auf der einen Seite ausgebildete Soldaten und auf der anderen ahnungslose Zivilisten sind? Und das immer wieder gebrachte Agument der Kosten. Spart diese und die welche uns jetzt schon Austricksen haben freie Bahn.
ich habe meine Wehrzeit eher als Schule fürs Leben empfunden als nur eine Aufreihung von Skills.
Sich selbst zurücknehmen, sich arrangieren, über die eigenen Grenzen hinauswachsen, sich fit halten...der Umgang mit der Natur hat sich in dieser Zeit intensiviert und ich habe mit lesen und zeichnen begonnen, statt mich weiterhin des Alkoholismus hinzugeben.
Es gab viele Dinge, die ich als lächerlich empfand, aber ich empfehle diese Zeit jedem- gerade in dieser Gesellschaft, die persönliche Freiheit mit Egoismus verwechselt
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