Wann war es zu Ende?
Im Übrigen: Von der Demokratie hielt auch Beck nicht allzu viel. Und seine »militärische Unkenntnis« stand der »vieler hoher Offiziere des aktiven Dienstes in nichts nach«. Vom Präsidenten bis zu den Generälen – in den dramatischen Augustwochen genossen alle wie gewohnt das Leben, den schönen Sommer, »in Liebesdingen sehr rege«.
Wachten wenigstens die Dichter? Manche besangen Rosen, andere wie Zuzanna Ginczanka fühlten sich besser in die Stimmung hinein: Es gebe »Zeichen, dass Krieg kommen wird, die Bahn des Kometen spricht; es gibt Zeichen, dass Liebe kommen wird, Herz, Schwindel«. Łubieński: »Es gab nur keine Zeichen, dass die Vernichtung kommen würde und dass Zuzanna Ginczanka von deutscher Hand sterben würde.«
Wie in jedem Jahr halsen die Segelboote über den Trakai-See, Pfadfinder begeben sich auf Wanderschaft, die Kurgäste reisen in die Bäder. Noch am 31. August ruft Beck den Oberbefehlshaber an und beruhigt ihn: »Heute Nacht können wir ruhig schlafen.« Wenige Stunden später legen deutsche Flugzeuge das Städtchen Wieluń nordwestlich von Tschenstochau in Schutt und Asche, Polens Guernica, und die Geschütze der Schleswig-Holstein beschießen die Westerplatte.
Es begann im September, resümiert Łubieński und fragt: Wann war es zu Ende? Seine Antwort, lakonisch: Im Juni 1989, mit dem Beginn der Demokratie. Das haben wir uns erkämpft, »wir, das Volk«. Das wäre zu feiern! Alles andere, das Septemberdatum oder der Aufstand 1944, befriedige nur Ersatzgefühle, es befördere das »Schwelgen im Martyrium«.
Was für ein großes kleines Buch! Eine Einmischung in die Politik, ein Anstoß, genau hinzusehen. Nein, zum heroischen Typus der »siegreichen Niederlage« taugt der 1. September nicht. Vieles war falsch, fragwürdig, kurzsichtig und engstirnig in Polen. Und doch: Das einsame Nein an Hitlers Adresse war hoffnungslos richtig.
- Datum 01.09.2010 - 17:51 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 26.08.2010 Nr. 35
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als ausgemachter polnischer Ketzer jetzt seinen Posten wie Sarrazin, weil er die Vorgeschichte und die Rolle vom polnischen Außenminister Beck
bei Hitler am Abend des WK2 im neuen Licht darstellt??
@Heinrich2006
Weil Polen ein freies demokratisches Land ist. Lubienski zeigt dass es möglich ist om alles zu diskutieren. Wenn das zu heftigen Diskussionen führt in der Polnischen Gesellschaft, dann ist das nur ein gutes Zeichen: die demokratische Gesellschaft entwickelt sich.... Zu bedenken ist dass erst seit 20 Jahren das wieder möglich ist...
@Heinrich2006
Weil Polen ein freies demokratisches Land ist. Lubienski zeigt dass es möglich ist om alles zu diskutieren. Wenn das zu heftigen Diskussionen führt in der Polnischen Gesellschaft, dann ist das nur ein gutes Zeichen: die demokratische Gesellschaft entwickelt sich.... Zu bedenken ist dass erst seit 20 Jahren das wieder möglich ist...
@ Heinrich2006
Vergleiche solcher Art wie Sie sie andeuten, sollten nur nach reiflichem Studium beider Arbeiten angestellt werden, sofern das in Anbetracht der Verschiedenartigkeit der Themen überhaupt sinnvoll ist. Und wenn man das macht, dann sollten anstelle von Suggestivfragen konkrete Zusammenhänge angesprochen werden. Da ich Sarrazins Buch bislang nur zum Teil und Lubienskis noch gar nicht gelesen habe, kann ich keine eigene Einschätzung zur Qualität der Arbeiten geben (wobei das, was ich von Sarrazin bislang gelesen habe in wissenschaftlicher Hinsicht keinen guten Eindruck macht). Ihre Einschätzung würde mich daher sehr interessieren.
http://geast.wordpress.co...
:-)
nur Nazi- Denke!
So wird das jedenfalls immer in ZDF und ARD dargstellt.
@Impuls
Da haben Sie falsch gedacht und auch schlecht ferngesehen. Und was bedeutet der Unterschied zwischen Gut und Böse? Auch wenn Beck fehler gemacht hätte, es bleibt sonnenklar das Hitler cum suis enthousiastisch den Krieg der Kriege vorbereitet hat und kaltblütig angefangen hat mit breiter Unterstützung. Im nachherein war die Lage Polens sowieso hofnungslos, zwischen zwei imperialistischen Ländern und schwache Verbündete im Westen.
Über den Warschauer Aufstand kann ich nur sagen das es hofnungslos war, eine falsche Entscheiding. Aber mann sollte die Umstände miteinbeziehen die zu dieser Entscheiding geführt haben.
@Impuls
Da haben Sie falsch gedacht und auch schlecht ferngesehen. Und was bedeutet der Unterschied zwischen Gut und Böse? Auch wenn Beck fehler gemacht hätte, es bleibt sonnenklar das Hitler cum suis enthousiastisch den Krieg der Kriege vorbereitet hat und kaltblütig angefangen hat mit breiter Unterstützung. Im nachherein war die Lage Polens sowieso hofnungslos, zwischen zwei imperialistischen Ländern und schwache Verbündete im Westen.
Über den Warschauer Aufstand kann ich nur sagen das es hofnungslos war, eine falsche Entscheiding. Aber mann sollte die Umstände miteinbeziehen die zu dieser Entscheiding geführt haben.
@Heinrich2006
Weil Polen ein freies demokratisches Land ist. Lubienski zeigt dass es möglich ist om alles zu diskutieren. Wenn das zu heftigen Diskussionen führt in der Polnischen Gesellschaft, dann ist das nur ein gutes Zeichen: die demokratische Gesellschaft entwickelt sich.... Zu bedenken ist dass erst seit 20 Jahren das wieder möglich ist...
@Impuls
Da haben Sie falsch gedacht und auch schlecht ferngesehen. Und was bedeutet der Unterschied zwischen Gut und Böse? Auch wenn Beck fehler gemacht hätte, es bleibt sonnenklar das Hitler cum suis enthousiastisch den Krieg der Kriege vorbereitet hat und kaltblütig angefangen hat mit breiter Unterstützung. Im nachherein war die Lage Polens sowieso hofnungslos, zwischen zwei imperialistischen Ländern und schwache Verbündete im Westen.
Über den Warschauer Aufstand kann ich nur sagen das es hofnungslos war, eine falsche Entscheiding. Aber mann sollte die Umstände miteinbeziehen die zu dieser Entscheiding geführt haben.
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