Im August 1831 flieht Arthur Schopenhauer vor der Cholera aus Berlin nach Frankfurt am Main. Sein sesshafter Universitätskollege und Erzfeind Georg Wilhelm Friedrich Hegel, der gern an die Vernünftigkeit des Wirklichen glaubt, fällt in Berlin der Seuche zum Opfer – Schopenhauer, der von der Unvernunft des Weltlaufs weiß, überlebt. Ein später Triumph für den ewigen Schwarzseher. In einem Cholera-Buch, das sich in seinem Nachlass fand, zitiert er die eigenen, schon früh gewonnenen Überzeugungen: "In meinem 17ten Jahre […] wurde ich vom Jammer des Lebens so ergriffen, wie Buddha in seiner Jugend, als er Krankheit, Alter, Schmerz und Tod erblickte. Die Wahrheit, welche laut und deutlich aus der Welt sprach, […] war, dass diese Welt kein Werk eines alleingültigen Wesens seyn könnte, wohl aber das eines Teufels, der Geschöpfe ins Daseyn gerufen, um am Anblick ihrer Quaal sich zu weiden."

Das "17te Jahr" ist das zweite Jahr jener Reise, die der junge Mann von Anfang Mai 1803 bis Ende August 1804 mit seinen Eltern durch Holland, England, Frankreich, Österreich und die Schweiz unternimmt. Die Begegnung mit den Galeerensträflingen im Bagno von Toulon konfrontiert ihn mit dem "Jammer des Lebens", der allgütige Schöpfer erscheint ihm als höhnischer Demiurg. Diese Unglücklichen, die in der Hölle und füreinander die Hölle sind, werden ihm zum Bild von der Sklaverei des Lebens selbst. Das Touloner Erlebnis erscheint dem 43-Jährigen 1831 im Rückblick als der Moment, da aus dem Prinzen Siddharta ein Buddha, ein "vollständig Erwachter" wurde, der Moment, da er das Leiden erkannte und den Weg zur Erlösung von diesem Leiden beschritt.

In seiner Lehre ist Schopenhauer tatsächlich eine Art Buddha des Westens geworden – der erste bedeutende europäische Philosoph, der die Weisheit des Ostens aufnimmt, zunächst die der Upanischaden, dann die des Buddhismus. Doch ein wirklicher Buddha ist Schopenhauer in seiner Lebensführung kaum geworden.

Das beginnt in der Kindheit. Denn im Gegensatz zu dem behütet aufgewachsenen Siddhartha Gautama wird der Kaufmannssohn Arthur, am 22. Februar 1788 in Danzig geboren und nach dem Umzug der Familie in Hamburg groß geworden, schon früh von tief reichenden familiären Dissonanzen geprägt. Zwar ermöglichen die Eltern dem Jungen einen zweijährigen Gastaufenthalt bei einer befreundeten französischen Familie in Le Havre und wenig später, 1800, eine Reise nach Karlsbad und Prag. Aber der depressive, autokratische, nur politisch republikanische Vater Heinrich Floris und die lebenslustige Mutter Johanna sind ehelich kaum kompatibel. Der Tod des Vaters, der 1805 in die Elbe stürzt, das heißt: wahrscheinlich sich in die Elbe stürzt, lastet wie ein Menetekel auf Schopenhauers frühen Jahren. Das Unglück treibt den jungen Mann in eine unglückliche Identifikation mit dem Toten – und zum Bruch mit der Mutter.

Als sie indes 1806 nach Weimar übersiedelt, um in Goethes Nähe zu sein, und dort ein gastfreies Haus führt, profitiert er von ihrer Liberalität. Er will kein Kaufmann, er will ein Gelehrter werden, 1809 schreibt er sich in Göttingen zunächst für Medizin, dann für Philosophie ein. Sie hat nichts dagegen, strebt sie doch selbst nach literarischem Ruhm. In ihrem Haus begegnet er Goethe und Christoph Martin Wieland. Und dennoch: Im Stillen macht er sie für den Tod des Vaters verantwortlich und schmäht ihr freimütiges Liebes-, ihr als verschwenderisch empfundenes gesellschaftliches Leben.

1814 kommt es zum Bruch, auf Jahre hinaus auch mit Adele, der neun Jahre jüngeren Schwester, die ebenfalls in Weimar lebt. Die Maxime "Wir beide sind Zwei", die Johanna von ihrem Sohn übernimmt, um sie gegen ihn zu wenden, wird für ihn zum rigoros festgehaltenen Grundsatz eines Lebens, das jede Symbiose verweigert: prästabilisierte Disharmonie. Als 1819 das familiäre Erbe bei dem Zusammenbruch des Danziger Handelshauses Muhl ganz verloren zu gehen droht, gelingt es ihm, seinen eigenen Anteil zu retten, freilich mit erhöhtem Risiko für Mutter und Schwester, das er bewusst in Kauf nimmt.

"Keine Frage auf dem Herzen behalten"

Auch als Philosoph geht er kompromisslos seinen Weg. 1813 wird er mit einer erkenntnistheoretischen und sprachanalytischen Dissertation Ueber die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde promoviert. Der rundum "verwurzelte" Titel provoziert die Ironie seiner literarisch erfolgreichen Mutter: "Das ist wohl etwas für Apotheker…"

Das zweite Werk des jungen Philosophen, Ueber das Sehn und die Farben, projiziert 1816 die Fragen der Erkenntnistheorie auf die Farbenlehre. Es entsteht zunächst im Dialog mit dem zutiefst verehrten Goethe; dann aber geht der junge Gelehrte so radikal eigene Wege, dass die Zusammenarbeit rasch endet. In seinem grandiosen Brief an Goethe vom 11. November 1815 lässt Schopenhauer den Weimarer Gottvater wissen, dass es "der Muth" sei, "keine Frage auf dem Herzen zu behalten", der den Philosophen macht. Der furchtlose Frager Ödipus ist sein Vorbild, während dessen Mutter Jokaste diesen Fragefuror vermissen lässt und ihren lauen Frieden mit den Göttern macht. Kein anderer Philosoph unter den Vorgängern und Zeitgenossen hat es so radikal gesagt: Philosophie ist Mutsache.

Unausgesprochen steht diese Maxime, die eine rücksichtslose metaphysische Zivilcourage postuliert, denn auch über jenem Opus magnum, das seit 1814 in vier Jahren unablässiger Arbeit – dem paradoxen Glück des Unglücksphilosophen – in Dresden entsteht. 1818 erscheint es im angesehenen Leipziger Brockhaus-Verlag, der schon die Romane der Mutter verlegt, mit der vorgezogenen Jahreszahl 1819. Nach dem prägnanten Titel geht es um nichts Geringeres als um Die Welt als Wille und Vorstellung . Der heutige Leser stellt sich den Autor gern als misanthropischen alten Herrn vor. Doch dieses kolossale Buch ist das eines Dreißigjährigen! Dem ein halbes Jahrhundert älteren Wieland hat er beizeiten erklärt, das Leben sei eine missliche Sache; er wolle es damit hinbringen, über es nachzudenken.

Nach Schopenhauers nicht eben dezenter Selbsteinschätzung mussten drei Inspirationen zusammenwirken, damit seine Weltphilosophie entstehen konnte: Kants kritische Philosophie, Platons Idealismus und die Weisheitslehren des Ostens. Letztere hatte ihm zunächst der Herder-Schüler Friedrich Majer vermittelt; die Upanischaden las der junge Schopenhauer in einer lateinischen Übersetzung aus dem Persischen, dem Oupnekhat des französischen Orientalisten Abraham Hyacinthe Anquetil-Duperron. Später kamen eigene buddhologische Studien dazu.

Es handelt sich um ein rechtschaffenes System, wie es Brauch ist im philosophischen Deutschland, das Schopenhauer eigentlich herzlich verachtet. Aber es ist, das betont er, ein organisches System. Es dient der Entfaltung eines einzigen Gedankens: dass die Welt die "Selbsterkenntnis des Willens" ist. Durch vier Bücher hindurch wird diese Formel in erkenntnistheoretischer, ästhetischer, naturphilosophischer und ethischer Hinsicht angewandt und erprobt, Widersprüche bleiben nicht aus.

"Alles, was besteht, ist wert, dass es zu Grunde geht"

Das Wesen der Welt ist nicht der Geist, die Vernunft, der "Logos", sondern der Wille, und zwar kein rational lenkbarer, verfügbarer, sondern ein blinder, drängender, treibender Wille. Er ist ein "Durst" im buddhistischen Sinn, der die scheinautonome reine Vernunft in Gier, Hass und Verblendung am Gängelband führt. Dieser Wille bleibt ziellos, heillos. Er ist wie der "Hans im Schnakenloch" des gleichnamigen elsässischen Volkslieds: "Was er hat, das will er nicht, und was er will, das hat er nicht." Zwischen Langeweile, "Not" und Entbehrung schwankt er, übersättigt und unersättlich zugleich.

Vor allem im Trieb manifestiert sich seine Macht – über allem, in allem: der Geschlechtstrieb, die Sexualität. Hier wird Schopenhauer zum Vorläufer Sigmund Freuds, der ihn als Ahnen anerkennt. Schopenhauer entdeckt lange vor ihm und auch vor Friedrich Nietzsche die Kräfte des Unbewussten: Das individuierte, bewusste Ich ist nicht "Herr im eigenen Haus".

In der "Hölle" nie zu sättigender "Wollust" aber, so heißt es in einem freimütigen Jugendgedicht Schopenhauers, ist am wenigsten die Befriedigung zu finden, auf die sich der Wille vergeblich richtet. Ja, mit dem Dasein und Wohlsein ist es im Ganzen nichts. Beides löst sich vor der "Nichtigkeit und des Leidens des Lebens" in eine Schimäre auf. Das Leben verrinnt in Qual und Selbstquälerei. Bleibt nur die Einsicht, dass man sich mit dem Tod über die Leiden des Lebens hinwegtrösten kann – wie freilich nur mit den Leiden des Lebens über den Tod.

Aber warum ist überhaupt etwas? Die harte, desillusionierende Antwort, die der Philosoph gibt, wird gern als bloß "pessimistische", "schwarzseherische", als Stimmungsphänomen der Gemütspathologie missverstanden. Doch Schopenhauer zielt aufs Prinzipielle, auf einen gänzlich dunklen Seinsgrund. Im Widerspruch zur abendländischen Tradition erklärt er: Das Sein ist nicht das Gute, wie es seit Platon die Metaphysik will. Das wahre Sein ist vielmehr das Leiden. Glück gibt es, jedoch nur episodisch. Das Leiden aber, so lautet Schopenhauers negative Ontologie, bleibt fatal unnachgiebig, der Schmerz penetrant. "Denn alles, was besteht, ist wert, dass es zu Grunde geht. Drum besser wär’s, daß nichts entstünde", wie Schopenhauer mit Goethes Mephistopheles sagt.

Konsequent wird der alte Gott, dem selbst die Theodizee der Leibnizschen Aufklärung nicht mehr aufhelfen konnte, als der angebliche Schöpfer aller guten Dinge aus der verpfuschten Welt verjagt. Ja, er wird getötet, wie Schopenhauers bedeutendster Schüler Nietzsche verkündet, der seinen Lehrer als "Ritter zwischen Tod und Teufel", als "ersten eingeständlichen und unbeugsamen Atheisten, den wir Deutschen gehabt haben", rühmt. Wenn ein Gott diese Welt gemacht hätte, bekennt Schopenhauer, dann wollte er dieser Gott nicht sein. Das Leiden seiner Geschöpfe würde ihm das Herz zerreißen. Die Schöpfung wäre besser "zu Hause" geblieben. Schopenhauers Philosophie der verfehlten Schöpfung verweigert das Einverstandensein.

"Seht ihn nur an, niemandem war er untertan"

Das ist in der Philosophiegeschichte eine radikal neue Geste. Sie entspricht nicht mehr als konforme Metaphysik dem, was sie als die Substanz der Welt bestimmt, sondern sie widerspricht. In diesem Sinn ist Schopenhauers negative Ontologie die kritischste Theorie des Weltgrundes. Weswegen der Philosoph, unerachtet seines reaktionären politischen Denkens, auch kein affirmativer Geist ist: "Seht ihn nur an, niemandem war er untertan" (Nietzsche). Seine Philosophie sagt Nein, am Schluss des vierten Buchs des Hauptwerkes wagt sie sogar explizit das großgeschriebene "Nichts" zu sagen. Darin liegt nach wie vor seine größte Provokation.

Erlösung ist für Schopenhauer nur möglich, wenn der weltschaffende Wille – durch Selbsterfahrung klug geworden, dem Irrsal des Lebens in der Kunst und der Philosophie episodisch entronnen und im Mitleid mit dem universellen Leidenscharakter der Welt vertraut – durch Askese die fatale Triebstruktur überwindet. Wenn er sich von den Phantasmagorien des Daseins und Wohlseins abwendet. Erst als "vollständig Erwachter", der den "Jammer des Lebens" erkannt hat und dem Durst nicht mehr nachgibt, kann der Mensch zum Buddha werden.

Schopenhauer selber ist dieser Buddha freilich nicht geworden. Dafür ist er viel zu sehr inkarnierter Wille geblieben. Biografisch zeigt er sich als triebhafter genitaler Wille, der sich der Geschlechtsliebe in leidenschaftlichsten Beziehungen hingibt. Durchaus mit fatalen "schöpferischen" Folgen: Zwei Kinder hat er gezeugt, die beide früh sterben. Er ist polemischer Wille zum Dasein als fortwährender Kriegsführung, gleich, ob es (vor allem in seiner Zeit als Privatdozent in Berlin von 1820 bis 1831) gegen die Professorenphilosophie der Philosophieprofessoren geht, gegen die pflichtvergessenen Verleger, die "Weiber" oder, 1821 in der Affäre Marquet, ganz konkret um die erst handgreifliche, dann juristische Auseinandersetzung mit der verzeihlich neugierigen Berliner Näherin Caroline Marquet – von der lebenslangen Entzweiung mit der Mutter ganz zu schweigen.

Als egoistischer Wille eines bourgeoisen Couponschneiders und Rentiers verleugnet Schopenhauer die sozialphilosophischen Konsequenzen seiner Mitleidsethik samt ihrem bemerkenswerten Plädoyer nicht nur für die Linderung, sondern auch die sozialpräventive Verhinderung des Leidens auf den Galeeren der Industrie. Als politisch reaktionärer Wille ergreift er, der sich 1833 endgültig in Frankfurt am Main niedergelassen hat, in den Kämpfen des Revolutionsjahres 1848 rückhaltlos die Partei von Law and Order, meilenweit von jener Subversion entfernt, die er als Philosoph vollzieht. Das ist der unselige, friedlose Schopenhauer, weiß Gott kein Buddha des Westens und nicht einmal ein Buddha von Frankfurt.

Erstaunlich gleichwohl das Leben, das ihm trotz allem und schließlich sogar mit einer Art von Glück möglich wird. Erstaunlich zumal sein ungebrochener Arbeits-, sein Überlebenswille. Trotz deprimierender Erfolglosigkeit schreibt er weiter. Autor zu sein, weiß er, heißt, einen langen Atem zu haben. Und wenn er sich doch öfter am Rand der Selbsttötung bewegt, so als "der Selbstmörder, der am Leben bleibt".

"Dies ist die empirische Wahrheit, das Reale, die Welt"

Er veröffentlicht naturphilosophische und ethische Studien. Der zweite Band der Welt als Wille und Vorstellung (1844) entsteht, an Belesenheit – auch in den Naturwissenschaften – unübertroffen, dazu sein stilistisches Meisterwerk. Man nehme nur den Anfang: "Im unendlichen Raum zahllose leuchtende Kugeln, um jede von welchen etwan ein Dutzend kleinerer, beleuchteter sich wälzt, die inwendig heiß, mit erstarrter, kalter Rinde überzogen sind, auf der ein Schimmelüberzug lebende und erkennende Wesen erzeugt hat – dies ist die empirische Wahrheit, das Reale, die Welt…"

Und dann, 1851, die erstaunliche Wendung seines Geschicks. Die zweibändigen Parerga und Paralipomena erscheinen, die Schreib- und Lesefrüchte seines späten Philosophenlebens. Darunter sind die Aphorismen zur Lebensweisheit, die den erfolglosen, mit der lesenden Welt zerfallenen Schopenhauer zu einem geradezu populären Autor machen. Anhänger und Verehrer, von ihm zu "Aposteln" und "Evangelisten" seiner gottlosen Lehren getauft, suchen ihn in seiner Wohnung "Zur Schönen Aussicht" am Mainufer auf. Für manche seiner Leser scheint er sogar zum Konvertiten zu werden, der seine nihilistische Philosophie in eine hochparadoxe Weisheits- und Glückslehre umkehrt. Das ist die berühmte Pointe Wilhelm Buschs, der seinen Lieblingsdenker als weltabgewandten, aber eher idyllischen Spaziergänger mit der Sonne im Rücken und in Begleitung des Pudels Atma zeigt, Atma, die "Weltseele". So wird der Unglücksphilosoph zum Glückslehrer.

Und dennoch entspricht seine neu gewonnene aphoristische Lebensweisheit noch in ihrer schwungvollsten Wendung der grimmigen Substanz seiner Philosophie. Einen plausiblen Grund, weswegen das Leben und die Welt überhaupt sein sollten und nicht vielmehr nichts, hat er auch jetzt nicht anzubieten. Doch gerade angesichts der letzthinnigen Dominanz des Leidens kommt es darauf an, es nicht unnötig zu mehren, vor allem vom Leben nichts zu erwarten, was es nicht geben kann. Denn nichts stürzt sicherer ins Unglück als die Schimäre des Glücks. Für alle Fälle bleibt Schopenhauers Allwetterlehre: "So lange der Ausgang einer gefährlichen Sache nur noch zweifelhaft ist, so lange nur noch die Möglichkeit, dass er ein glücklicher werde, vorhanden ist, darf an kein Zagen gedacht werden, sondern bloß an Widerstand; wie man am Wetter nicht verzweifeln darf, so lange noch ein blauer Fleck am Himmel ist."

Die späten Bilder, jetzt schon Fotos, zeigen ein prächtiges Haupt, blitzende Augen und einen wilden Restschopf. Einen Mann, der nach strapaziösen Ausfahrten in die Welt als Willen dem "Jammer des Lebens" gern für die Dauer eines Nachmittagsspaziergangs entrinnt.

Sein Tod kommt freilich früher als erwartet und erwünscht. 90 Jahre hat er werden wollen, weil in diesem Alter "Leben und Tod ruhig ineinander" übergingen. Einen Neunziger in Aschaffenburg, der beim Abschneiden einer Weintraube tot umfiel, nimmt sich der aus den Diensten der Venus in Bacchus’ Arme entlassene Schopenhauer zum Vorbild. "So möchte ich sterben. Nur nicht lange leiden." Allem Anschein nach ist ihm dies auch gelungen, am 21.September 1860, ruhig in die Ecke seines Sophas gelehnt. Denn "sitzen ist besser als stehen, u. liegen ist besser als sitzen: Besser als liegen ist schlafen, und besser als schlafen ist todt seyn."